Indiana Tribüne, Volume 9, Number 96, Indianapolis, Marion County, 26 December 1885 — Page 3
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Cin süddeutscher Nan on St. on Verfall. (Fortsevung.) Er eaßlte mit matter Stimme, was ihm Habicht gestanden. ' Dieser Mensch, dem ich alles zugetraut habe ! rief jetzt die Brauerin. D, diese Bildung ! Da ist sie! Da hat man ihren Segen ! Einmal, ein einziges Mal habe ich gemeint, es sei was Ordentliches da ran und habe mich verleiten lassen. Dieses einzige Mal lostet unser ganzes Hab und Gut ! Liebe Frau, sagte der Brauer in bitendem Tone, schilt nicht ! Laß eS uns ragen und sehen wir, daß wir wenigstens ehrlich aus dem Handel kommen ! Dle Brauerm erhob sich von ihrem Sitze. Mit Thränen in den Augen ging sie aus den Gatten zu und sagte : Ich hab's nicht so gemeint ! Ich hab nicht schelten wollen ! Sind wir in guten Tagen Hand in Hand gegangen, wird's auch im Unglücke 10 bleiben ! Du hast immer eine Frau gehabt, die es gut meinte, und ich werd' jetzt nicht anders. Eigenwillig war ich, es ist wahr. Jetzt aber gibts nichts mehr zum Eigenwollen und unser ganzer Besitz ist, was eins dem an dern gilt. Sie küßte ihn auf die Stirn. Dann wandte sie sich an die bewegt dieser scene zuschauende Tochter mtt den Woren : Armes Ding ! Auch dich triffts jetzt doppelt hart. Er wird jetzt, wo wir arm ge- ?' woroen sino, weniger aiv je cia? wteoer nehmen wollen! Du irrst, 3)!utter ! sagte Auguste mit sanfter Entschiedenbeit. Grade, wenn Ernst uns in der Noth weiß, wenn er uns etwas helfen kann, wird sein gutes Herz sich am ehesten uns zuwenden. Un ser Unglück ist kein Hinderniß, es ist eine Ä!ahnung für ihn, die er nicht versäumen wird ! Doch, fuhr sie fort. ihrem Wesen einen Zug ungewohnter Energie verleihend, ich denke im Au genblicke weniger an mein Los als an das eure. Den Vater hat der Schlag zu schwer getroffen. Er wird die Kraft nicht sinden, zetzk so besonnen und ener ernch aufzutreten, wie es bie Umstände verlangen. Ihr müßt einen Beistand ha den! Einen Beistand ! Woher nehmen? jammerte der Brauer. Sie wtrden's machen, wie es geht, wenn einer im Un glück sitzt. Kränkendes Mitleid haben die einen, die andern sind auf einmal so gescheit geworden und haben alles so kommen sehen, nicht wenige werden sogar die Achseln zucken, sich beiseite drükken und sagen: Hat immer solche schwin delhafte Gedanken gehabt, den Kratzer ! Ist ein unsolider Mann, nicht viel bes ser als lein Genosse Habicht ! Ja, ja, mein. Kind! Werde nur unglücklich. schlecht bist du dann im nächsten Augenblick gemacht! Ich weiß doch einen, sagte Auguste, der nicht mit solchen Leuten, von denen du sprichst, geht, der kräftig Hand anlegen, nicht bloß rathen würde, wenn man ihn darum bäte. Tu meinst doch nicht sagte die Brau erin. . Ja wohl, Mutter ! Ich meine Nitter ! Ach, wenn'ö möglich wäre ! klagte die Brauerin nun. Es ist möglich ! Man braucht ihm nur die Hand zu reichen und er nimmt sie, nimmt sie so fest,daß er euch aus der argen Grube zieht, soweit es menschenmöglich ist. Was sprichst du da, Kind ? sagte jetzt der Brauer. Das sind Gedanken, die nicht verwirklicht werden können. Warum nicht ' Wir waren zu schroff, um Ich kenne Ritter. Er richtet nicht über diese vergangenen, im Grunde unbedeu tenden Feindseligkeiten ! Unbedeutend 'i Er hätte dich gern Er hat mich heirathen wollen und ich habe ihm gesagt, daß ich ihn nicht liebe, das hat ihn nicht geärgert. Er ist mein Freund geblieben. Aber nicht der meine ! sagte der Brauer. Du bast ihn ja nicht gewollt ! Um so weniger wird er jetzt kommen, wenn ich will ! Er hält auf sich und ich ich kann es nicht ich kann nicht zu allem noch grade diesem Manne Dein Stolz sträubt sich, ihm gewiffermaßen abzubitten? Nun Wohl, Vater, ich thu's für dich ! Du? riefen Vater und Mutter erstaunt. Ja, ich werde zu ihm gehen und ihn um Verzeihung des Vergangenen bitten. Ich weiß gewiß, er kommt dann ! Wir haben schweres Unrecht gethan, ihn so abzustoßen ! klagte die Brauerin sich selbst an. Er wüßte Nath ! Was nützt das jetzt ! sagte der Brauer. Auguste kann doch nicht Warum nicht ? Mi? thut er alles ; da weiß ich gewiß. Zu Bedenken über ziemlich oder unziemlich aber ist jetzt ker ne Zeit, und Ritter ist Ehrenmann ae nua, in diesem Schritte nichts zu sehen, was mir in seinen Augen schadet, oder gar eine kleinliche Genugthuung zu em vnnden. Grade er, grade er! sagte der Brauer, sich nervös die Stirn reibend. Keinen andern, als grade den Äiitter ! Es gibt keinen andern, den wir brau ck?en konnten ! antwortete Auguste. Ich weiß, weiß es leider ! Er ist der Unentbehrliche Der Gedanke ist schrecklich, ganz schrecklich du ahnst nicht, was mich das kostet, meine Tochter zu ihm zu schicken, ihm sagen zu lasten daß L - j r v.J. Xi ...it.f. oap icy lyn vocy mci enioeyren kann! Vater! Das Schlimmste im Unglücke ist ein falscher Stolz ! Du müßtest es schwer bereuen, ihn nicht aufgesucht zu haben! ' Wenn wir nur nicht so grob gewesen waren ! seufzte die Brauerm. . Laßt mich nur machen ! sagte jetzt Au gupe. Darf ich einspannen lassen, Va ter? In Gottes Namen denn! Wo alles bricht, kann auch die Ehre nicht unerschüt tert bleiben. Die Ebre leidet damit keinen täa
den ! Wie du Ernst Abbitte geleistet hast, kannst du es bei Ritter thun, und statt dir zu schaden, handelst du gut, wie dort! Das ist etwas anderes ! Ritter war mir stets geistig untergeordnet - Das war ein Irrthum von dir, den du nicht mehr hegen darfst. Du wirst sehen, daß er gebildeter ist, als du glaubtest, in der Art, wie er dir die erste Begegnung erleichtern wird. Aber jetzt laßt mich gehen ! . Es wird sonst zu spät am Abend, bis ich hinkomme. So geh', weil es sein muß ! seufzte der Brauer. Gott segne diesen harten Schritt ! rief die Brauerin.
XVIII. Es dämmerte bereits, als Auguste mit dem von einem Knechte gelenkten Ein spänner von der Landstraße in den schma len Seitenweg bog, welche wenige Schritte weiter an daö Rittersche Gut führte, das, im Rücken von emer großen Waldung gedeckt, 'mit seinen ausgedehnten, weißgrau im Dämmerlicht schim mernden Gebäulichkeiten aus den rechts und links in weiter Ebene gelegenen Acker und Wiesengründen emporragte. Durch ein hohes Thor, das in einer Ecke des geschlossenen Viereckes der Stauaebäude den Zugang bildete, fuhr der kleine Wagen in den geräumigen Hof räum und hielt vor dem nicht allzu großen, einstöckigen Wohnhause, das mitsei nem hohen, einen spitzen Winkel bilden denDache und dem kleinen Glockenthürm chen daraus den Mittelpunct der Gebau demaffe bildete. AuS einem Fenster des Erdgeschosses schimmerte bereits Licht hinter einem olumenbemalten Rouleaux. Eine alte Haushälterin trat unter die Thür und blieb aus der obersten der drei steiner .- . ei r 1 ri 1 nen stufen neyen, mir eri.iaunien Blicken die Dame betrachtend, die aus dem Gefährte stieg und nach Herrn Ritter fragte. Ja, zu Hause ist er schon ! sagte sie dann gedehnt und wandte sich langsam um. Eine Thür öffnete sich jetzt gegen den schmalen Flur. Ein voller Lichtschein drang auf diesen, und Ritters kräftige Gestalt zeigte sich zur Hälfte hell beleuchtet, zur Hälfte in Dunkel gehüllt. Sein Gesicht erschien in dieser Beleuchtung stark geröthet und der vergrößerte Schatten seiner Figur streckte sich durch die dffen gebliebene Hausthür bis zu Augustens Füßen, die auf ihn zu schritt. Frau Sturm ! rief er erstaunt. Ich bin's ! antwortete die junge Frau. Ich komme um Ihre Hilfe in dringender Noth ' Sie? In dringender Noth ? Treten Sie ein, gnädige Frau ! entgegnete er, die Thür seines Zimmers weiter öffnend. Auguste betrat den von einer Lampj erhellten, regelmäßig, viereckigen Raum. Daö bequeme, breite Sofa zeigte von häusigem Gebrauche, ebenso der Lehnstuhl, der am Fenster stand. Auf dem Tische lagen um die Petroleumlampe he rum Zkauchgegenstände, Zeitungen und Wirthschaftsbücher. In einer Ecke stand ein sauber geordnetes Schreibpult mit ei ner Stellage für Pfeifen darüber. Ein Bücherschrank, Jagdbilder an der einfach bemalten Wand und eine Eommode, auf welcher verschiedene Obstsorten in Reihen aufgestellt waren, vollendeten die Eüirich tung des in seiner Mischung von peinlich pedantischer Ordnung hier und vom ent schiedensten Gegentheile dort sich sofort als Arbeitszimmer eines Junggesellen darstellenden Raumes. Ein großer Hund von zweifelbafter Rasse erhob sich aus ei nemWinkel und ging schnuppernd aus Au guste zu. Auf ein Zeichen seines Herrn schüttelte er daS breite metallene Hals band, daß es klirrte, und kehrte dann langsam auf seinen alten Platz zurück, von dort aus seinen Herrn beobachtend, der Auguste einlud,auf dem Sofa platzzuneb men und dann vor ihr stehen blieb, wäy rend sie die in Langstein vorgefallenen Ereignisse erzählte. V!ein Vater, schloß sie, ist vom alledem so erschüttert und verwirrt, daß ihm ein besonnenes Handeln, wie die Lage es erfordert, kaum zuzumuthen ist. Ich dachte nun ich meinte, daß viel leicht Ich etwas thun könnte ? unterbrach sie Ritter. Ihr die Hand entgegenstreckend, fuhr er fort : Ich danke Ihnen für diese Meinung, gnädige Frau ! Ich werde mein Mög lichstes thun. Seit Monaten beobachte ich das Treiben dieses Herrn Habicht und kenne seine Schliche und Hantirungen des ser als Kratzer. Ich kann noch nicht urtheilen, wie die Dinge stehen, doch meine ich, daß man manches arrangiren kann. Wenn auch das schöne Vermögen JhreS Herrn Vaters empsindlich erschüttert, viel leicht ruinirt ist, wir können wenigstens dafür sorgen, daß er ohne Vorwurf aus der Sache kommt. Auguste hatte ein heftiges Herzklo. pfen verspürt, als sie das Haus be trat, und die Worte kamen ihr im An fange der Erzählung schwer von den Lippen. Ritter, der ohne einen Blick von ihr zu wenden vor ihr gestanden hatte, war auch mit Gedanken beschäftigt, welche seiner Haltung, der Art, mit der er sie immerfort betrachtete, etwas Unbeholfenes, Linkisches verliehen. Doch hatte sie sich zuletzt in eine ganz flüssige Beredsamkeit gefunden und er hatte ihr darauf mit unbefangener, Inännlicher Offenheit er widert. ' Jetzt aber, als er schwieg und r r l . 1 ie oeioe Hano in Hano voreinander tanden, kam es plötzlich über sie, als äge doch etwas Besonderes in dieser Begegnung, dessen sie sich jetzt vollkom men bewußt wurde. Auguste zog errö thend ihre Hand zurück, Zlitter machte ein Gesicht wie ein verlegener Schul junge. Auguste suchte diesen peinlichen Moment zu verkürzen, indem sie ein Gespräch mit den Worten anknüpfte : Ich fürchtete, Sie könnten demVater das Vorgefallene nicht vergessen ! Ich bin nicht fo gchässlg, antwortete Ritter, und wußte von Ansang an diese Schwachheiten Ihres Vaters richtig zu beurtheilen. Ich bin ihm immer gut ge blieben. Wäre aber, setzte er stammelnd i)inzu, auch dies nicht der Fall, so würde ich nttch jetzt doch gern gefällig zeigen um Ibretw'lle:'!
Eine'ncue Pause entstand darauf, wel che Auguste mit den hastig hervorgestoße nen Worten beendete : Ich will heimkehren ! Nochmals meinen Dank ! Wenn wenn es Ihnen nicht un angenehm ist, sagte Ritter sich linkisch verbeugend, mit den dicken, Stiefelsohlen ein lautes Geräusch auf dem Fußboden machend, so würde ich mir erlau ben gleich mitzufahren ! In solchen Sachen kann man nicht schnell genug sein! Auguste warf einen scheuen Seitenblick auf ihn, den er nicht bemerkte, und sagte 1 , 1 rn ,
dann ml: einer eigenarngen eionung, welche verrieth, daß ihr die Worte eini gen Entschluß kosteten : Sie sind sehr freundlich ! Ich nehme Ihre Begleitung an ! Der Vater wird froh sein, sich baldmöglichst besprechen zu können ! Wenige Minuten darauf verließ der Wagen, um einen Insassen vermehrt, den Gutshof. Das Gemurmel der alten Haus bälterin, welche demGefährte nachblickend über verschwendetes Abendessen, ledige Mannsbilder und junge Frauenzimmer, Verrücktheit und Mangel an Vertrauen, ein Selbstgespräch hielt, verhallte in dem Dunkel der Nacht, das indessen schon hereingebrochen war. Der Brauer sprang lebhaft von seinem Sitze auf, als Ritter in die Stube trat, blieb dann aber mit gesenktem Kopfe, in hilfloser Befangenheit vor dem Stuhl stehen. Ritter streckte ihm von weitem die Hand entgegen. Herr Ritter ! rief die Brauerin aus und ergriff, statt ihres unbeweglich daste henden Mannes, die dargebotene Hand desselben. Sie kommen zu uns! Sie ha ben vergessen Lassen wir das, Frau Kratzer ! sagte dieser, ihre Hand herzlich drückend. ös gibt jetzt Wichtigeres zu thun ! Alter Freund ! wandte er sich dann an den Brauer. Das sind schlimme Sachen ! Aber nur den Kopfu)ben behalten ! Warst immer ein tüchtiger Mann und wirst dich auch in der Zukunft als solcher zu öewähren wissen ! Dabei klopfte er ihm zutraulich auf die Schulter. Ich, sagte jetzt der Brauer, den Kopf noch immer gesenkt haltend, hätte dich nicht belästigt. Meine Tochter aber meinte Frau Sturm hat Wohl gemeint und ich habe ihr bereits gedankt dafür ! un terbrachihn Ritter. Jetzt, mein Freund, thue mir den Gefallen und lasse alles beiseite, was an die Unterbrechung un serer guten Beziehungen erinnern könn te. Seien wir die Alten, die wir jahrelang gewesen sind, und betrachten wir die Geschichte, in die du da hineingera then bist, als wäre sie unsere gemeinsame Sache! , Ach, Ritter ! jammerte jetzt der Brauer. Es ist ein schreckliches Unglück ! Ich danke dir, daß du gekommen bist, denn es ist gar zu hart, so etwas ganz allein ausmachen zu müssen. Aber richten läßt sich da nichts mehr ! Das wollen wir erst noch sehen! sagte Ritter, sich einen Stuhl dicht ne ben den Brauer stellend. Die Haupt sache weiß ich schon von deiner Frau Tochter, aber du mußt mir doch noch näher erzählen, was dieser saubere Herr Habicht dir für Geständnisse gemacht hat. Während der Brauer unter heftigen Seufzern, zuweilen aussetzend, umAthem zu schöpfen, dem aufmerksam Zuhörenden erzählte, saß Auguste, gedankenvoll vor sich hinblickend, neben der Mutter, welcher die Thränen über die Wangen Herabflossen. Als der Brauer geendet hatte, ging Ritter eine Weile mit sich selbst zu Rath und entwickelte dann unter Einmengung verschiedener Fragen, welche jener beantwortete, einen ausführlicheren Plan. . Ein eintretender Gerichtsbote, welcher den Brauer sofort zum Untersuchungsrichte? berief, brachte eine aufregende Unterbrechung. Sie nehmen dich gefangen! rief die Brauerin. Auguste stieß bei diesen Worten einen lauten Schrei aus und drängte sich an den Vater. Was fällt dir ein ! Wer kann mich et was Unrechtes nachsagen ? sagte dieser. Er war bleich geworden, nicht aus Furcht vor dieser Möglichkeit, aber in der bau gen Erwartung einer höchst aufregenden, angreifenden VerhörLscene, bei welcher seine Rolle immerhin peinlich und wenig geeignet war, einen ansehnlichen Ein druck vor der Behörde zu machen. Auguste heftete nun ängstlich fragend den Blick auf Ritter, der ganz besonders ernst geworden war. Er beantwortete diese stumme Frage damit, daß er sagte: Beruhigen Sie sich! Ich werde Freund Kratzer begleiten. Der Untersuchungsrichter hatte sich in dem imErdgeschosse gelegenen Sprechzimmer des Bankhauses mit seinem Schreilxr eingerichtet, und als die Beiden ein traten, trafen sie dort außer Habicht auch dessen Gattin, den Bezirksamtmann, den Landrichter und die sechs im Bankge? schäste thätigen Commis. Ritter wies sofort nach, in welcher Weise er alsZeuge in dieser Sache aufzutreten geeignet sei, und wurde demzufolge von dem Beam ten, der ihn wie Kratzer persönlich kannte, in die Zahl der Auskunftspersonen einverleibt. Nach einigen allgemeinen Fraaen und Erörterungen begann die eigent liche Amtshandlung damit, daß alle anwesenden Personen mit Ausnahme . des Bankiers in die Nebenstube verwiesen wurden. Habicht legte in einem langen Verhör auch jetzt seine moralischen Ansichten über moderne Speculation dar, wobei er den Untersuchungsrichter ebenso ironisch behandelte, wie vorher den Landrichter. Öer energische Beamte brachte es aber doch dahin, daß gegen Ende des Verhörs Herr Habicht etwas bescheidener wurde. Die Vernehmung der übrigen Perso nen war sehr kurz, da diese nichts Neues, sondern nur eine neue Beleuchtung des feststehenden Sachverhalts bieten konnten. Nur mit Kratzer unterhandelte der Untersuchungsrichter eine Stunde. . Am Schlüsse des Verhörs sagte er dann in einem bedächtigen und nicht rein amtsmäßigen Tone: Herr Kratzer, ich hoffe, daß Ihre Aussagen sich als durchaus richtig erweisen. Allein mein versönlicheS Urtheil, . dßS
hier zum Maßstabe meiner Amtepsttcht vixh, macht es mir unmöglich, zu denken, das; ein al? klug und umsichtig bekannter Geschäftsmann sich in dieser Weise anführen. -läßt.. Ich kann an eine solche Leichtgläubigkeit bei Ihnen nicht glaubcn, so gern ich' als Mensch cs thun würde. Wenn Sie auch in die Einzelheilen der Gcschäftöfuyrung nicht eingedrungen waren, so mußten Sie doch im Allgemeinen Kenntniß von dem schwin delhaften Charakter des Unternehmens haben. Dies lag doch für Sie, den Ge schäftsmann, in der hohen Zinscnzahlung, in den letzten Handlungen vor Allem auf der Hand. Sie haben daher mindestens durch stillschweigende Dul
dung eines von Ihnen erkannten Unrech tes gefehlt und demselben dadurch einen strafbaren Vorschub- geleistet, sich der Theilnahme am Betrüge schuldig gemacht. Es würde mich freuen, hätte ich mich in meinem Verdachte geirrt. Ich habe aber die Pflicht, meine diesbezüglichen Vermuthungen amtlich zu verwerthen. Dennoch muß ich die Untersuchung auch auf Sie erstrecken, und bei der Lage der Dinge, bei der Höhe der in Frage stehenden Summen, der Gefahr einer Veränderung des für die Anklage wichtigen augenblicklichen Zustandes der Dinge, nachdem überdies der Fall eines Fluchtversuches bei Ihrem Theilhaber vorliegt, bin ich veranlaßt, Sie zu verhaften. . Mit einem halblauten Aufschrei tau melte der Brauer einige Schritte zurück. Herr Untersuchungsrichter ! stammelte er, das Unglaubliche nicht fassend. Es ist meine Pflicht ! antwortete dieser. Darf ich noch mit Herrn Ritter sprechen? fragte darauf der Brauer vernichtet. Anstandslos! erwiderte der Beamte. - Im 3!ebenzimmer spielte sich schon vor dem Eintritte Kratzers eine traurige Scene ab. Der Bezirksamtmann' hatte in seiner Vernehmung deutlich genug bewiesen, daß er kein Mitschuldiger seines Schwiegersohnes war. Allein der Untersuchungsrichter sah sich gleichwohl veranlaßt, ihm den wohlgemeinten Rath zu ertheilen, er möge um seine Pensionirung nachsuchen und im Gesuche durchblicken lassen, daß Familienereignisse es ihm nicht mehr ermöglichten, seine amtliche Stellung mit der nöthigen Thatkraft und Unabhängigkeit zu versehen. Es wird die oben einen guten Eindruck machen, sagte er, und Sie verhüten durch diese Strenge gegen sich selbst vielleicht Manches, was sonst leicht möglich wäre. Nun saß der Bezirksamtmann auf einent Stuhle im Nebenzimmer, die Ellen bogen auf die Knie gestützt, das thränen volle Gesicht mit beiden Händen verhüllend. Er war zwar aus das Schlimmste schon gefaßt gewesen, aber es that doch furchtbar weh, von einem Andern sich wohlmeinend rathen zu lassen, er solle sich selbst das Grab seiner Ehre graben. Die gute Vkeinung dieses Rathgebers war so etwas wie der einem Schwerverwundeten gemachte Vorschlag, sich selbst ;u tödten, ehe er .unter dem Messer des Arztes verblute. Das Ergebniß ist dasselbe, aber nicht Jeder ist Stoiker genug, gegen sich selbst zu handeln, statt abzuwarten, bajj die fremde Hand den Streich führt. ; Beatrix, deren gellende Stimme vor wenigen Minute, den Gatten anklagend, aus dem Zimmer, in welchem sich der Untersuchungsrichter befand, herausgetönt hatte, stand jetzt neben dem Vater, sich zu ihm niederbeugend, den Mitleid erweckenden Ausdruck kindlichen Seelenschmerzes im Gesicht. (Fortsetzung folgt.) Noll unb EisSchlittschuhe. Schlitten Schlitten ! QhM&j&s&Qo. 2V und m lest Washington Straße. F..rRs0M, ZWn,. MVZN . . Zlö. 30 M. Nasyingtonflr., über der ,Nek.Ossiee. vr. C. C. Eyerts, Deutscher Z ahnarzt, , (achsolg, , h. . raloert.) l0:C2e Washington u. Veunshlvania Otz. Mnril Bern. Wonnegur, AKCHITECT, Wanee Block, Jlmmer Ttv. 62 ! 3 ilioator. ' :Qit Virginia Lve. trab Washwat Str. CHRISTIAN c WIEG SK, LA I yjX-tr-M Leichenbettatter, 29 N. East Str. ; , Jobn Weilacher. alunn illidtbaDc, ; . ' ' :. .; ".' : : ! OO & Vsnnsvkauia Oir.
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