Indiana Tribüne, Volume 9, Number 93, Indianapolis, Marion County, 22 December 1885 — Page 2
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Srs ein $'3ft4, MSruMch A. ,?5nptags. ttZgKch .TriBfine kcfitt durch dn XxSitxU V.' Et: xirWsch, b:c Szn,:sz ,TNtit" Cmtl per Orcjt. Beide jxitrtawen lt (f ntl. Jofi act!3ii U Cctäie5c5;pas 15 per üatt. fJj XU Q. MavdlsttöSr. Indianapolis, Ind., 22. Dezember 1335. Ein Prairiefeuer in TexaS. 'Ein texanischer Kuhjunge", welcher der Sohn eines bekannten Advokaten in Chicago .ist, giebt in einem Briefe solgende bemerkenswerthe Darstellung der Erlebnisse, welche er unlängst zum ersten Male mit einem Prairiefeuer gehabt : . Es war'Sonntag Nachmittag, als wir plötzlich am südwestlichen Horizont eine schwarze Rauchwolke bemerkten. Man vermuthete hinter derselben ein Prairiefeuer, das obwohl noch sehr weit entfernt, unsere ausgedehnten Viehweiden bereits erreicht haben mußte. Sofort wurde ein Wagen mit einem Faß Waffer zum Benetzen der Kleidungsstücke, mit denen auf die Flammen geschlagen wird einigen Lebensmitteln und etwaS Bett zeug ausgerüstet, und zwei Männer mach ten sich mit dem Fuhrwerk auf den Weg. Ihnen sprengten sechs Reiter voraus, welche die bedrohten Stellen rasch aus zusinden hatten. Weiter geschah vorläu siz nichts. "Räch dem Abendessen verließ ich das Hauptquartier unserer Farm und fuhr mit einem Wagen in Begleitung eines Kameraden nach meiner Abtheilung zu, wo ich die Woche über zu arbeiten hatte. Beim Dunkelmcrden gewahrten wir im Westen einen trübrothen, sich rasch vergrößernden Feuerschein. Bald war der Himmel so hell beleuchtet, daß uns unheimlich zu )!uthe wurde, und wir fürch teten, daß gerade unser Lagerplatz in besonders großer Gefahr schwebe. Dennoch legte ich mich schlafen, sobald' w'.r am Lager angelangt waren, nicht länger als 10 Minuten aber sollte die Ruhe dauern. Der Feuerschein wurde plötzlich so hell, daß alle Gegenstände in meinem Zelt auf das Deutlichste zu erkennen wa ren ; ich sprang auf und alarmirte das ganze Lager. Die Nacht war für mich verloren; ich ließ zwei Männer zur Be wachung des Lagers zurück und suhr mit den übrigen dem Feuerdämon entgegen. Bald say der ganze Horizont wie ein Flammenmeer aus. öachdem wir 15 Meilen auf der Prairie zurückgelegt, er reichten wir endlich die Feuerlin:e und begannen, die Flammen mit nassen Säkken, Brettern, Steinen niederzukämpfen. An Stellen, wo das Gras niedrig war, siel uns diese Arbeit nicht allzu schwer ; an Plätzen mit üppigem Grasmuchs dagegen hatten wir einen verzweifelten Kamps. Bcn Zeit zu Zeit gab ein frischer Windstoß dem Feuer neue Kraft. Bier Meilen weit fuhren wir, beständig wit nassen Decken um uns schlagend, die Feuerlinie entlang, bis wir an den weftlichen Endpunkt derselben kamen. Dort tauchte au der Dunkelheit plötzlich der Wagen auf, welcher zuerst dem Feuec entgegengesandt worden war. Wir setzten unsere Tour fort und kämpften bis gegen 9 Uhr Morgens un ausgesetzt gegen den Feuermoloch. Um diese Zeit konnten wir keine Flammen mehr bemerken, und die ganze Gegend in der Runde war schwarz. Obwohl, todt müde, dursten wir noch lange.nrcht an Ruhe denken, - sondern es mußten jetzt Feuergräben aufgeworfen werden,um die noch unversehrten Landstriche vor der Wiederkehr der Gefahr, zu schützen. Unsere Befürchturen erwiesen sich nur als zu begründet. Ehe der Abend hereinbrach, sahen, wir in drei öimmelsrichtungen wieder Flammen emvorzün -f . . 1 m r . . . ein. J-uu men unterstützt, gewann einen furchtbareren Tag. vorher, und bedrohte unmittelbar eme groe Änzahl von Heuschobern und Gebäuden. Wohl waren unsere Schutz arbeiten soweit gediehen, daß mit dem Feuer ein aussichtövoller Kampf gewagt werden konnte. Doch wir waren müde zum Umfallen, und wir sollten abermals eine ganze Nacht hindurch mit ei nem Flammenmeer nngen ? Die Situation erschien.mir zum ersten Male ver zweifelt. Gaben wir unserer Ermat tung nach, sa waren wir sicher verloren; eine wild Flucht auf unseren Rosjen vor den Flammen her wäre wohl ebenfalls, unser Untergang gewesen, denn ein solches Unternehmen gelingt nur höchst: selten. Wo. wir die Kraft hernahmen, auch diese, Nacht über mit geringer Unterbrechung zu arbeiten und zu kämpfen, dermag ich nicht zu sagen. Die FbanrmenHitze und eine bitterliche Kälte setzttuuns abwechselnd zu, und unsere Lebeörmttel waren ausgegangen. Von dem Haupt quartier der riesigen Range waren wir aber etwa 25 Meilen entfernt. Doch wir mutzten uns behaupten, und wir be hauptcten uns. In der folgenden Nacht genoß ich zum ersten Male seit vier Ta gen den Schlaf, nachdem das Feuer vollständig gebändigt war. .An solche Aben teuer muß sich unsereins gewöhnen. Unsere Range hat . ungeheure Verluste durch dieses Riesenseue? erlitten, ist aber doch noch reich genug, um ihr Geschäft fortzusetzen. . . w ""' ! Die?anzcl als Schieß Sand. .y;j.In der afrikanischen Methodistenkirche zu Macedonia, N. 3,, spielte sich jüngst eine eenss ausregeude wie charakteristi sche''Snne'ab.. : Schon seit längerer Zeit bestand zwi schen dem Pastor der Zionskirche", Eli jah Hammett, und einem gewissen' Peter Rock, dem reichsten N.'ger der Umge'gend, eine Todfeindschaft. Rk, der zu Ham mettS Gemeinde gehört, machte sich ein besonderes Vergnügen daraus, während des Gottesdienstes Tumult anzufangen. Eines Tages, als Hamneett über Binder pflichten predigte, sprang plötzlich der Afrikaner von seinem Stuhl auf und .schrie: Das ist u?nirs Zeug." Der Vastor befahl ihm,.nifderMsiKen, Rock
jedoch' rannte nacy der anzel zu unv ' . "V - ..h.n. cyi i .
rief : Ich gestatte Niemandem, mich bier niedersitzen zu heißen, denn ich bm Peter Rock." Durch Drohungen, ihn an die Lust setzen zu lassen, ließ er sich schließlich zur Ruhe bringen ; von da ab brütete er zedoch Rache. Dieser Tage nun wurde eine Kirchen fair im GotteShause abgehalten. Gerade nachdem der Priester einige Gemeinde Mitglieder ausgescholten hatte, weil sie ihm angeblich den Ertrag für den Ver kauf von Cigarren und "temperanoe dnnks " mcht volhtsndlg avgeltesert. wurde ihm mitgetheilt, ein Herr wünsche , . i r. f r. r rr. I ryn vor ver axxqt zu jpreye. si ging binaus. Dort stürmten die beiden er. wachsenen Söhne des afrikanischen Geld vroken auf ibn los und ballten ibm die Fäuste in's Gesicht. Der Priester floh in die Kirche, die zwei Widersacher aber rannten ihm mit gezückten Messern nach bis auf die Kan:el. Sier legte der Pa stor die Sand an die Brusttascbe und sckrie laut : ..Keinen Stritt weiter! oder es pafsirt ein Unglück !" Einer der Neger bolte zum Stoß mit seinem Messer aus, doch im selben Augenblick brachte der Pastor ein 42-kalibriges , Pistol zum Vorschein und feuerte. Der Scbuk traf den Neger in die Lende. Ewige Minu ten herrschte eine vöäi Panik in der Kirche. Die Angveifn liefen weg, hol ten aber Polizei und ließm den Priester verhaften. Kurz daraus wurden auch sie sammt ihrem Aöen" und einigen anderen Mitgliedern et Verschwörung in's Gewabriam aboxfubtt: Die krauökvfi Gemeinde wird such durch diesen Zwischenfall nicht weiter in ihrer Andacht stören lassen. Döe'NeZeSSbude. 6s ist bsreiflicS. da& die am 1. De cember im Reichstage verlesene Botschaft des KöniZ von Preußen und die nach, folgende Reden Bismarcks in Deutsch, ijnD gres AuNehen gemacht yaven. Blsmarck behauptete bekanntlich, wenn der König ven Preußen mcht mehr da Recht hätte, ohne Rücksicht auf daS Reich Ausländer auS seinen Staaten auSzu. ..T f i i v? m.üst..i.. I icn, I ionrv.e man oie eiqsouoe bald zumochen. Der König habe Opfer . I t. a t !.? Y t t I genug gel,raryr uno man ourse rym nicyr zumuthen, auch noch Hoheitsrechte aufzu. aeben, die er vor der Gründuna des , - - Reiches unbeau-standet ausüben durfte, Ohne P,eußen lein deutsches Reich, und deshalb dürfe der König von Preußen me Gamd erhalten, die Stiftung des euren elcyev zu oeoauern uno zu berruen. Dazu bemerkt die Berliner yjfIfÄt4 " vtyn. . - , I Es ist noch oar nicht so lange her, dafe der Reickiskamler iick in webmütbiaen Worten überden Niedergang des Reichs i r , . . v . geoannns veitogte. ueverau wuqerten die partikularrstlschen Bestrebungen em por, insbesondere im Reichstage, von dem er gehofft hätte, daß er ein unitarisches Gegmzgetvuht gegen partikularistische Be strebamgen der Fürsten sein werde. Der Wahne Hort des Reichsgedankens sei der Ct i - Ar . c t. Mivesraiy geworven. te anoers gestern ! Gestern hielt der Kanzler eS für nöthig, mit dem feierlichen Apparat ner kaiserlichen Botschaft den Ueber r rvi . i. U. m . yrissen oes neiysiages wioer cie Parn kularrechte. der Fürsten entgegenzutreten; er klagte über die großen Opfer, welche der KönZz von Preußen dem Reichsge danken gekracht habe, und sprach von der daraus für ihn sich ergebenden Pflicht, rT 4. -W T f ä rw- m uver tte keryde der rone Preußen vflichiaemäk m wachen, daö auch kein Titelc.'n welter davon verloren gehe, Wie oe? Herr Reichskanzler mitunter als Haupt der Socialreformer Reden bält. - die jeder Manchestermann mit Veranü gen unterschreiben würde man denk: an die Reden über die Sonntagsruhe so verwandelte er sich gestern aus dem Träger des Reichsgedankens" in den eifrigsten Partikitlaristen. Aus naheliegenden Gründen müffen WHr uns versagen, auf die Opfer der Vereinigung mit der Reichsgewalt zu der mächtigsten in Europa geworden ist. rri ?fi c k. . . 'r as i oocy immvryin eiwas, was aucy allenfalls eines kleänen Opfers in neben sächlichen, rein formalen Dingen werth m?: c.s. - - V"ulu,ö kcyvuuuy Ul f lernn iU kich. ju brechnen. W, wenn. eS morgen der Federlesens Über die Greme ;u sv diren 'i Wie, nxnn daraus Verwickelun aen mit den von dieser Mareael betrof fenen auswärtigen Mächten entstehen? yanvelt es ich um Hobettsrechte der em seinen Kronen, dann wird man auch von .tt T . . ,. - ' - ecylöwegen mcylö oaaegen yaven kon nen, wnn die austriärtigen Mächte sich an Sachsen halten und nicht an das Reich. Ein russischsächsischer oder ein o?eeichchbaiM oVein franzö 7 irn.. . i $.: ' .vVMvy V kW uUUUUVtl nrt14t Vt! Qifmt&llmSäwy mi9t, uöv uVVuu. wn, twnui uuKM irgend ein anderer Steat, mit dem Ruß. land exn WArt wi hslT..AMftmi zu tre : r: rrw.rz?:::: -r (U Ul tyUl IClUCIl-Otlf tungen nicht nachkommt, soll daraus ein russisch-sächsifther Krieg entstehen oder wird das Reich sich zu Väterchens Büttel erniedrigen, um daS renitente Glied desBundes zurErfüllng seinerVer kanzler etwas despectirllch über ' sein eigenstes Werk auszudrücken beliebUhat,, nicht sonderlich solide gebaut war, haben wi? betont, als die Verfasiu.g berathen wurde; daß aber der eigene Baumeister zu den vorhandenen neue Löcher in seinen Bau stößt, haben selbst wir n cht wartet er.k l. m:-f. z-'' YA; t - V I V LL vS r I 11: feine Vertretung Schuld, sonder ine ,nr STInTiK ,.,. M. fe.
V: 7cl - . Kiwtuöjr oav Prinz Wilhelm, dem man , ,,mralischrn Eöerungen" PußenS, ie Anwesenheit, de, Herrn , Loeb rnelZ ' KftisLlieSl,S ;iCL?lttJCi SÄ? Uit' Wunschi äuönte. denselben sich bilden, rtt es äuierst trübe bettekt. Dbnt .T v , a .-i:
Preußen ' kein Reich, sagte der Neicvö rw . m
kanzler. Aber wenn m Preußen der Schwerpunkt des Relches ltegt, dann müßte auch gerade Preußen als Träger dek NeichögedankenS allen anderen Staa ten voranlmchten. Jedoch befolgt die preußische Politik den entgegengesetzten Weg. Der preußische Culturkampf hat seine Schatten über das Reich geworfen; die preußische Reaction hat das alte Mißtrauen und Uebelwollen gegen Preu ßen im Reiche neu belebt und gekräftigt; wenn nun Preußen auch noch seine Son derhoettsrechte m auswärtigen Angele genherten und in Angelegenheiten, die .-1 V .- .atui4fH --f3 kl t.vrn u o""iöi knüpft sind, aeaen das Rerch in die Wagschale zu werfen anfängt und damit den Ermelstaaten ein Beispiel giebt, welches. wie eS die Geschichte der ÄuslieferungS. vertrage beweist, nur zu willige Nach ahmung sindet, dann muß man aller dingS sagen, daß der Herr Reichskanzler selbst auf dem besten Wege ist, der .Reichsbude" denTodesstotz zu versetzen. Und wozu da Alles? Nur, weil der Herr Reichskanzler in den Fehler ver fallen ist, den er so oft an seinen Geg nern getadelt hat : daß er augenblickliche taktische Erfolge mit Mitteln anstrebt, welche, weit über das Ziel hinausschießend, heute noch garnicht abzusehende Consequenen nach sich ziehen können, Der Herr Reichskanzler mag sich vielleicht stark genug glauben, die schädlichen Folgen seiner derzeitigen Taktik im gegebe nen Augenblicke zu paralv. siren ; aber Präjudize bleiben besteben, und der handelt verkehrt, welcher, wenn ihn in sei ner Bude" friert, die Thüren und Jen ster zur Heizung benutzt. Die Ncvolvergefahr. ffin 5Z,it,,nSs,s' in sin tinfa im,, (susm, stA FsmtiA die tZsti? nk,? cci in der bettessenden Stadt vorgekommene Mor. mit Bezug auf die verwendeten Was ftn aufzustellen. Er fand dabei, daß 53 Prent dieser Morde mit dem Schieß eisen verübt worden waren, 'darunter 39 WnTsr. 11 SAroti nntt und 5 mit der Flinte. 14 Morde i . V ... waren mit dem Messer, 11 mit dem Knüppel, 3 mit Gift und die übrigen rr r . . nt besondere Werkzeuge verübt worden, Aehnliche Ergebnisse würde eine derarti ,rr,,-r,n r;,fpm- üWnTT M V Vt.. V. .VV.tJ v. wird der größte Theil der Morde mit dem Schießeisen verübt, und fast stets wird die Schießwaffe unmittelbar vor Begehung der That ausschließlich für diesen Zweck erlangt. Damit nimmt der Ankauf von Revolvern ' in unseren i. '.i m.f rn.i-nrfi Mislnrpn n.iTra jsnonpii Tn.iiPDrnzi.irra J T-" I" I I A " immer größere Dimensionen an. ES kann nickt drinaend aenua betont werden, welch' große Gefahr diese Ver I r mw. im i rr ' ?,??. yattne für vle allgemeine perionncye Sicherheit in sich schließen. Wenn sich eine Person an irgend einer Straßenecke, vor einer HauSthüre u. dergl. mit einem Knüppel oder einer Azt oder einem lan aen Messer aufvflamt, um auf einen Anderen zu warten, so macht daS allge I tt r . m tf fTr . meine Aueyen, meinem ot nrmass nung und Verhaftung auf . dem Fuße fslgt. Wer aber mit dem geladenen Revolver m der Tasche sem Opfer erI. c r rr . r. warier, oen ia$i man ruyig gewayren. bis pie TodeSkugel abgefeuert ist. Die weitaus größere Gefahr bleibt also völ lig unbeachtet. Und der glückliche Be sitzer eineS Revolver? kann nicht bloS eine einzelne Person im Nu kalt machen, 1 1 1 lonoern gteicy ein aivouyenv, em schließlich derjenigen, die ibn verhaften wollen, um die Ecke bringen oder schwer verletzen. Es ist ein beklemmender Gedanke, wie bedenklich leicht eS heutzutage bei uns für Jedermann ist, sich gerade die ge fahrlichste Mordwaffe zu verschaffen und sie zu benutzen. In vielen Städten be kommt man einen Revolver leichter, als ein Glas Bier oder Schnaps. Die Preise schwanken zwischen 51.25 und und bieten also zedem Individuum Revolver. Zie ungeheuer zahlreichen Kaufgelegenheiten vermehren noch die yslrlirTita unn fl Srit5 rtr.Amitin -"7 ",viv"v Unheil. ES giebt zwar Gesetze und Or dinanzen, welche den Verkauf von Mord i ivucii un mVHiumuqwiy, (vivic vuv heimlich Tragen derselben verbieten.. nr' t " J. TT fmTM 5:! i UCl WKQtll V4CVC(ltClUng JtKllllr . (Den an Min verboten, rückt man stet auf den Pelz.) Und was daS geheime Tragen von Schießwaffen betrifft, lo wrrd darauf gewöhnlich? nur dann geachtet wenn der Betreffende oh nedies wegen einer anderen Gesetzesüber tretung ,n Haft steht oder langst als ge fährliches Subjekt bekannt ist. Wir haben noch durchaus nichts von einem Tik- If! g systematischen Versuch bemerkt, die aus l f r r r i r i. . r r I W . . . V . O-t. t 5, iv w c uu uiu vuv nauic con can i4li ilitzAV.A U rsfcf "X r. : ' MUl ui v, recht mtm von ihm warten. i . Bürger üud Prinz. In Berlin wurde vor einigen Wochen das. für Chicago, bestimmte Panorama ,Die Schlacht bei Cbattanooga" auSge p .,, eS zu sehen. Namentlich die Prm. 'SUchen Hau eS bekundeten .hafteS Interesse für. daS Kunst'?un. Eignete sichln den ersten der öffentlichen Ausstellung eme des Eine. Volksbl." folgendermaßen schildert) - vr- i Unter den Ein adenden befand sich ' gekommen, um das große Gemälde abzunehmen und tu ervediren ' ES'ist 14 V."P JÄ""1 ,UJL0 '. lU5?58:Wn! 9
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vorstellen zu lasten. Ä!an hatte Herrn Loeb davon vorher als etwas wahrscheinlich Unausbleiblichem Mittheilung gemacht. Aber er besaß keinen Frack , was mehr ist, er hatte nie in seinem Leben einen Frack getragen. Er meinte denn auch, der Prinz werde mehr auf den Mann als auf den Nock sehen, und verstieg sich nur zu einer weißen Kravatte. In der That bemerkte der Prinz, als Herr Loeb zu ihm geführt wurde, das Fehlen des Schwalbenschwanzes" nicht, dem übrigens sein Vater, der Kronprinz, den Krieg erklärt hat. Es gibt Leute, die da meinen, unter dem Kronprinzen werde der s'allow-täil" ganz abgeschafft werden. Herr Loeb hatte einen kleinen runden Hut. Er zog ihn achtungsvoll, wie man in Amerika eine Lady grüßt, dann setzte er ihn wieder auf. Nicht etwa demonstra tiv, nichts liegt dem freundlichen und milden Manne ferner, sondern einfach, weil er dem Prinzen gegenüber stand wie dem Präsidenten der Ver. Staaten, ein Gentleman. Nun hätten Sie die Aufregung unter den Bedientenseelen sehen sollen. So etwas war noch nicht dagewesen. Das war unerhört. Es fehlte nicht viel, und es wären einige von ihnen in Ohnmacht gefallen. Der Einzige, der auch das nicht sah, oder viel mehr richtig beurtheilte, war der Prinz selbst. Fand er es natürlich, oder zog er das Amerikanerthum des Herrn Loeb in Betracht, kurzum, er war von einer bezwingenden Liebenswürdigkeit. Eine volle Stunde unterhielt er sich mit dem Deutschen aus Chicago. Immer wieder kehrte er zu ihm zurück. Herr Loeb brauchte eine directe Ansprache. Er nannte den Prinzen Sie" und sprach nicht in
dritter Person Pluralis mit ihm. Auch . unverzüglich ausöranrte, nahm im Beidas ist hier ungewohnt und erregte neues , sein niedrerer Aerzte eine Section des - . r r . V ' .
taunen. Herr nev lagre mir nacyyer, getödtetcn Hundes vor. Die Aerzte wawenn er anders hätte sprechen sollen, ren der Ansicht, daß der Hund toll war. r-LL. :ii orn x :L.f . ' . . - . . .
yane er nii eino yerausvrlvmmrii,. denn er hat es nicht gelernt. Dem Prin - zen aber that es augenscheinlich wohl, einmal einen Menschen sprechen zu kön nen, der nicht katzenbuckelnd und in tiefster Ehrfurcht sterbend vor ihm stand,sondern auf directe Frage directe, treue,ehrliche Antwort gab. Als sich der Prinz von Herrn Loeb verabschiedete, reichte er ihm die Hand, sprach seinen warmen Dank aus für die Auskunft, die ihm ertheilt worden und gratulirte den Deutsehen in Amerika zu der Erlangung des köstlichen Gemäldes. Und dazu gratulire auch ich Ihnen aus's Herzlichste. Qom Inlande. In einer der New Yorker Sparbanken befinden sich 22 Millionen Dollars, welche von Italienern deponirt sind. Mackah, der Minenkönig, hat $5000 beigesteuert zu dem Fond, der zur Errichtung eines Denkmals für den Tragöden McCullough verwendet wer den soll. In Spencerville, Cal., war ein zahmer Hirsch seinem Herrn entlaufen. Nachdem er ein Jahr lang die Freiheit genossen hatte, kam er von selbst wieder zurück. . Im Mount Olivet Crematoxium zu Fresh Point, L. I., wurde neulich die vierte Leiche inÄsche verwandelt. ES war die Otto Volteger,-, eines deutschen Schullehrers. Jahre 1860 lieferten die Kohlenbergwerke in den Ver. Staaten 14 Millionen Tonnen. Von 1834 bis 1335 stieg ihre Production auf 85 Millionen Tonnen. . In den Straßen von' Den'ver, Col., erschien unlängst ein Mann mit einem Gespann Elks" (vliesehirsche), welche 1500 Dollars werth und im Stande sind, hundert Meilen im Tag isz "3: ; .x; .Pchnickcl" mit seinem WeibnachtS. " 1 . U . . ' Fuhrwerk sei schon angekommen. HilfSdistrict San walt Purdtz in New Jork glaubt jetzt, beweisen zu können, daß der kubanische Cigarren macher Augustina Rebello, der den chinesischen Restaurateur Saloa ermordet haben soll, einer Gesellschaft albanischer Revoluzzer angehörte, die ihn beauf tragte, Saloa hinzurichten", weil derselbe die Geheimnisse der Gesellschaft an die spanische Regierung verrathen habe. Die Kosten des Begräbnis, ses des Vicepräsidenten Hendncks haben sich auf ungefähr 54000 belaufen, wovon 52125 auf die Rechnung des LeichenbestatterS, 5550 auf Kutschen und 5400 aufBlumenschmuck kommen. Wahr scheinlich wird die Regierung die Rechnung deS Leichenbestatters, sowie die Ausgaben für die WashingtonerBesuchn während ihreS Aufenthaltes in Jndianapolis bezahlen. PhilipLvonS von Atlantic City, N. Y., feierte dieser Tage seinen 100. Geburtstag. Der alte svkann ist körperlich und geistig noch recht frisch und ist besonders stolz darauf, daß er im Stande ist, sich selbst und, ohne eineu Spiegel zu brauchen, zu rasiren. Er liebt es, mit seiner allerdings erstaunlichen Rüstigkeit ein . wenig zu kokettiren, eine Untugend, die man ihm schon' ver zeihm kann. . In Milwaukee ist ein ge totitar ittto Becker weaenSflaabundirenS
gttvnhVen emlier. T ins Arbeitshaus geschickt worden. VUvl lich kroch er in betrunkenem Zustande in die Malzdarre der Schlitz'schen Brauerei, in welcher bekanntlich eine Temperatur herrscht, welche nahezu das Wasser zum Sieden bringt. Er befand sich etwa 10 Minuten in dem Raume, in welchem er ohne Zweifel um's Leben gekommen wäre, als ihn ein Wächter der Brauerei entdeckte und einem in der Nähe statio nirten Polizisten übergab. Becker ist von guter Herkunft. Er stammt aus Köln am Rhein. Der unlängst Verstor bene Oberbürgermeister jener Stadt, Dr. Becker, soll seinVater sein. Der un glückselige Suss" hat Becker jr. zum Tramp gemacht. Daß Talent und Fleiß in Amerika stets einen guten Markt finden, das beweist wieder einmal die Lebensgeschichte des in Philadelphia verstorbenen Großindustriellen Martin Landenberger. Er war aus Esstngen, Württemberg, ge bürtig und als Knabe mit seinem Vater eingewandert. Im Jahre 1843 errichtete Landenberger in Germantown seine erste Strumpffabrik mit nur einem einzigen Webstuhle, und durch Fleiß und Mühe brachte er es im Jahre 1856 zu einer vierstöckigen Fabrik, damals eine der größten im Lande. Später wurde dieses Etablisiement bedeutend vergrößert und beschäftigte zeitweise 800 bis 1,000 Perfönen. Landenberger hinterließ ein großes Vermögen und einen guten Na men. In Newark, N. I., und Umgegend herrscht immer noch große Unruhe wegen der großen Anzahl von tollen Hunden, die sich dort herumtreiben. Ein Dr. L. 3t. Sattler, welcher von einem Hunde m Orange gcbten wurde und die Wunde klagen .enthielt nicht als ewige , Stücke Teppich und Haare, welcbe der Hund verschluckt hatte. Dr. Sattle: sagte, er hege wegen der Bisse keine Be fürchtung, und wenn er sich zu einer Reise nach Paris entschließen würde, so geschäbe es nur, um die Vebandlungsweise Pasteurs aus eigener Anschauung kennen zu lernen. Einen ebenso einfachen wie zweckmäßigen Apparat zur Lebensrettung bei Feuersbrünsten hat Joseph Vien in New gort erfunden. Der Apparat besteht aus einem elastischen Stahlstreifen, der ein Gewicht von mehreren Tonnen ;u tragen vermag und sich um eine Walze dreht. Mittelst eines um den Leib befestigten Gürtels hängt sich die Person, welche sich herabzulassen wünscht, an den um die Walze laufenden Stahlstreifen. Die erstere ist in der Mitte durchbohrt und dreht sich um einen Zapfen, der mit Leichtigkeit an dem Fenster eines jeden Gebäudes befestigt werden kann. Die Schnelligkeit des Herabgleitens kann durch eine einfache Vorrichtung leicht regulirt werden und beträgt im Durchschnitt 15 Sekunden auf 50 Fuß Höhe. Vor einigen Tagen wurde ein sehr erfolgreiches Experiment mit dem Apparat vorgenommen. Sollte sich derselbe wirklich allqcr.iein bewähren, so würde mit seiner Einfübrung der bedenklichste Maw gel dcs amerikanischen Feuerwehrshstemk endlich gehoben werden. Verlangt Mucho'S "Best Havanna Uigars". i : MILLCR'B TI0GOSIPtf0K GISTTFTRN. .GilesSmitH, -m- spie wnHumciuncw ivr lNDIANAPOLIS.lND.V Obig? loset" ist nach dem Röhrenfhstem wm, & ta M ' k. f-ttoä$t.t afarnu liVu.liii in VaI 1.. TT.m .ltm.1Stt4.-iw Ua bedürfe, wie das bei allen altmodischen Clo setS der Fall ist. Iedeö ist geprüft und wird garantirt. Dieselben sind zur Ansicht i 38 Nord Pennsylvaniastr. Achtung, Haus - Frauen. MAGfOC SOAP EXTRACT ist ein Waschmittel, welche Folgende? bezweckt : I! 9 macht da Waschbrett unrötiig, spart Seife, spart Zeit und rven, maqr v,e ssa'a? vlenvenv B.CIB und thut tgr ntajt ten genngnen cyaoen. 10 Cents die Flasche ,u haben bei allen rocer und in der Hauxtagent ktt JOS. RÜE8ETVALD, No. 487 Nord New Jersey Str. Telephon 933. "Mairnetic Soap Extract" eignet sich v züglich m Puhen von Silberwaaren, lechwa und eschlrr. und omt in inner uqr Teilen. Dr. THEODORE A, I Office: Zimmer No. 8 Fletcher S5 Sbarpe'S Block, Sprechstunden: S Ivvorgenk. , 2 4 Nachmittags 7-SÄdend. Sonntag von 10 ti arm. und 2 I Uhr Nachm. Wohnung : Ecke College! und IHoue Akk. fT Telephon
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