Indiana Tribüne, Volume 9, Number 92, Indianapolis, Marion County, 21 December 1885 — Page 2

Indiüna Hriöünc. Sr sch ein Füglich, Z?SchtlZS n. cnroq$.

Xxit&ne" tsf!t durch den Xi3trl3 itj nt perWschk, die Sonntag ,?ridä"b Cents p Woche. Beide infam 1 Cents. ftx Poft ,vgkschltt 1 BotaiUeiOUng 16 xer Jaftt. JOftf cc: 1LV O. MarvlandSr. Indianapolis, Ind., 21. Dezember 1835. Das grausige Duell. Ein Kümmelblättchenritter aus Chic' go, der sich stets für einen Hauptpfisfikus gehalten, hatte unlängst in einer Spielbölle zu New Orleans ein lehrreiches Abenteuer, das er selber folgendermaßen erzählt : Eines Abends, gerade als ich das Spielhaus betreten wollte, rannte ein -mir unbekannter Italiener gegen mich. Er ging rasch, weiter, ohne sich zu entschuldigen, und mein einziger Gedanke war: Grobian !" Ich hätte den Zwi schenfall völlig vergessen, wenn ich nicht gleich darauf am Pharotisch mit dem Mann wieder zusammengetroffen wäre. Wir spielten an derselben Partie; er verlor, und ich gewann. Dies brachte ihn völlig aus dem Häuschen, und er beschuldigte mich, ein vom Besitzer der Spielhölle gedungener Schwindler zu sein. Das war mir zu viel ; ich stürzte auf ihn los und warf ihn zu Boden. In derartigen Fällen macht man an solchen Plätzen kurzen Proceß ; es siel mir daher nicht weiter auf, daß einige Männer den Italiener ohne Weiteres packten und zur Thüre hinaus spedirten. Das war für mich aber noch lange nicht das Ende vom Trubel, sondern vielmehr erst' der Anfang. Eine halbe Stunde später rief mich ein wohlgekleideter Fremder, gleichfalls ein Italiener, auf die Seite und flüsterte : Sie aben vorhin meinen Freund geschlagen; er schickt micd, um Sie zum Duell zu fordern." Puh !" rief ich schaudernd aus. Wm Sie die Forderung ablehnen," erwiderte er in bedeutungsvollem Tone, so wird mein Freund Sie bei der ersten günstigen Gelegenheit niederstechen oder erschießen. Es wird also .besser sein, wenn Sie auf das Duell eingehen. Ich will morgen früh um 10 Uhr in Ihr Hotel kommen, um alles Weitere zu besprechen." Damit verschwand er. Die Geschichte wurde mir unheimlich. Aus der Stadt verduften konnte ich augenblicklich nicht, ein Duell aber war gar nicht nach mei nem Geschmack. Die ganze Nacht konnte ich kein Auge zubringen und überlegte eifolglos, wie ich mich auf anständige Art aus dem Handel ziehen sollte. Am anderen Morgen um 9 Uhr suchte mich ein Herr auf, der sich als John Hupples vorstellte und ohne Weiteres be gann: Herr Oberst, ich biete Ihnen meine Trenste an ; es steht in meiner Hand, Ihnen das Duell zu ersparen." Aber Sie können es doch nicht für mich fechten", meinte ich. Sie müssen 'iltxi,mt entgegnete er mit leiserer Stimme, daß ich ebenfalls von dem Manne gefordert worden bin, und zwar , schon vor zwei Tagen. Heute Nachmittag um 2 Uhr soll das Duell vor sich geben. Ich beabsichtigte anfangs, dem Kerl eine Kugel in den Arm zu schießen; wenn Sie aber befehlen, kann ich ihn tödten. Ich werde dann verlangen, daß das Duell in einem dunklen Zimmer mit Bowiemessern ausgefochten wird, und ich stehe Ihnen gut dafür, daß ich den Mann dann abthue ; jedenfalls wird er nicht mehr so lange. leben, um sich mit Jbnen schlagen zn können. Was denken Sie davon, he?" ' Mir schauderte bei seinen unverfrorenen Worten. Ich hatte mich stets für einen ziemlich abgebrühten Menschen gehalten, aber so etwas machte mir doch einige Gewissenbisse. Doch was sollte ich sonst anfangen ? Vor meinem Duell hatte ich eine unüberwindliche Angst. Kurzum : ich ging nach einigem Sträu ben auflas Gräßliche ein. Der gute Mann forderte keinen Gegendienst, als daß ich lein Secundant sein solle. Gleich darauf kam der obenerwähnte Cartellträger und sagte mir : Soeben erfahre ich, daß mein freund einen anderen Ehrenhandel vorher auszufechten hat, und. ich werde sein Secundant sein. Die Erörterung der andern Geschichte wollen wir auf heute Abend zurücklegen." Ich war's zufrieden. Um 2 Uhr traf die Duellgesellschaft richtig an 'dem verabredeten Platze ein. Wir gingen zwei Stockwerke hoch und blieben vor. einem Hinterzimmer stehen, das nur ein Fenster hatte. Letzteres wurde sofort verhängt, so daß der Naum völlig dunkel war, und die beiden Duelkanten entledigten sich ihrer Oberkleider und ihrer Stiefel. Zitternd beobachtete ich diese Vorbereitungen. Nachdem noch verabredet worden war, daß die Secun danten nach 30 Minuten das Mordüm mer öffnen und, falls einer der Duellan ten dann noch lebe, nach einem Arzt schicken, andernfalls aber schleunigst ver schwinden sollten, machte man Anstalt, die Thüre zu verschließen. In diesem Augenblick trat plötzlich Hupples auf mich zu und sagte mir in's Ohr: Sie wiffen, daß ich es Ihretwillen thue. Vielleicht können Sie mir soviel Geld zustecken, daß,' wenn ich gegen mein Er warten drausgehen sollte, meine Leiche nach der ö)eimaty versandt werden, oder andernfalls die ärztliche Beyandtung da mit bezahlt werden kann." Ich durfte natürlich nicht ablehnen, und händiqte ihm 300 ein, die er in die Hosentasche schob. Dann wurde die Tbüre hinter den Duellanten zuae chlo sen. Mn Mitsecundant schlug mir vor, einen kleinen Spaziergang auf die Straße zu machen, dabei aber genau auf die Ubr zu achten. Mit Vergnügen wil ligte ich ein, um selbst meinen Ohren daö .Gräßliche zu ersparen uns elwas ust zu schöpfen. . . Als wir wieder zurückkamen und aera de die Treppe hinauf wollten, schien der Italiener einen chwacheansall zu be kommen ; er wankte, ließ sich auf den Stem sinken und jagte mit matter toiim rnc: Ich bekomme manchmal solche An

fälle, es wird der vald vergehen ; hier sind die Schlüffel schließen Sie oben auf." Mit Widerstreben ging ich nach der Schauerstätte hinauf. WaS sah ich? Das Zimmer war völlig hell, das Fenster stand weit offen, und die beiden Duel lanten waren mit ihren Kleidern und meinem Gelde verschwunden. Sie muß ten auf das Dach eines Schuppens ge klettert sein und von da den Boden er reicht haben. Als ich wieder die Trepp hinabkam, war auch der Ohnmächtigefort. Esel ! sagte ich, mir vor die Stirn

schlagend. Austernfarmer auf Long Islands Ein großer Theil der Austern, die nach New Dork und anderen östlichen Städ ten auf den Mant kommen, wird in Freeport, Long Island, künstlich gezüch tet. Dort liegt, durch Sanddamme vom Ocean getrennt, eine lange Reihe von Salzwiesen, die überall von Gräben durchschnitten sind. Hier wird eine Unmaffe von Austern ausgesät" und großgezogen. Fast Jedermann in Freeport betyeuigt sich an diesem (Se Hast, und die betreffenden Salzwiesen haben einen größeren geschäftlichen Werth, voU viele Farmländereien über dem Wasser. Man verpachtet sie gewöhnlich zu 85 pro Acker. Die Austernzüchtlinge werden, da in der Umgegend von Freeport nirgends Austern im freien Wasser vorkommen. größtentheus aus New Haven, Gönn., bezogen, wo sich ebenfalls große lunst liche Austernbetten besinden. Ein geschickte? und fleißiger Austernzüchter kann an einer Austernfarm von 3 Acker bis zu 81000 jährlich verdienen. Die Leute müssen übrigens fortwährend gegen Au 'terniraten auf der .vmii fem. Erzwungene Waffenruhe. Da zwischen Serbien und Bulgarien noch immer kein Friede zu Stande gekommen ist und die Serben sogar neue Kriegsvorbereitungen treffen, so haben die nachfolgenden Ausführungen eines deutschlandischen Blattes über die von Oesterreich erzwungene Waffenruhe auch letzt noch großes Interesse. Cs wird allgemein gewünscht, bemerkt das Franks. Journ.", daß der Waffen stillstand zwischen Serbien und Bulgarien zu einem endgiltigen Frieden führen möge, und es dürfte auch wahrscheinlich sein, daß ein solcher unter dem zwingen den Druck der Großmächte schließlich zu Stande kommt. Das Alles kann aber die Erkenntniß nicht zurückdrängen, daß der Waffenstillstand weit mehr den In teressen Serbiens als denjenigen Bulga riens entspricht und letzteres in eine nichts weniger als günstige militärische und politische Lage versetzt. Ebenso steht es außer Zweifel, daß man bulga rischerseits sich darüber vollkommen im Klaren war und noch ist, daß es ein stra tegischer Fehler genannt werden mußte, die Offensive gerade jetzt einzustellen, und es bedürfte augenscheinlich der ernst lichen Drohung Oesterreich Ungarns, tau serliche Truppen in Serbien einrücken zu lassen, um die Bulgaren widerwillig zur Einstellung der Feindseligkeiten zu ver anlassen. Nach sicheren Nachrichten trifft Serbien auch jetzt noch fieberhafte Vor kehrungen, um den Waffenstillstand mi litärisch nach Möglichkeit auszunutzen. Die serbische Armeeleitung ist in der Lage, den Grundfehler ihrer Operatio nen, die Verzettelung der Streitkräfte, dadurch wieder gut zu machen, daß sie jetzt mindestens vier Divisionen bei Nisch vereinigen kann, was bei einer weiteren Fortsetzung der Offensive seitens der Bul garen unmöglich gewesen wäre, da sich letzteres immer mehr wie ein Keil zwischen die serbische Hauptcolonne und die Divisionen des. rechten Flügels einschob. Weiterhin kommt in Betracht, daß Ser bien eine militärisch ausgebildete Reserve in seinem zweiten Aufgebot besitzt, wel chem sehr viele Mannschaften angehören, die bereits in den letzten Kriegen gegen die Türken mitgefochten haben, während eine bulgarische Armee erst seit fünf Iah ren besteht, so daß ein Nachschub von ausgebildeten Reserven nur in geringem Umfange geschehen kann. Bulgarien ist bereits an der Grenze seiner militärischen Leistungsfähigkeit angekommen, während Serbien trotz seiner Niederlagen immer noch im Stande ist, ein bedeutendes nu merisches Uebergewicht gegenüber seinem siegreichen Gegner zu entwickeln. Eine andere Frage ist es, ob die bis jetzt be wiesene Ueberlegenheit der Bulgaren in Bezug auf rein kriegerische Eigenschaften, bessere Führung und bessere Disciplin, auch fernerhin genügen, die den Serben durch den Waffenstillstand gewährten Vottheile zu Paralysiren. Aber ein sol ches Kalkül beruht auf unsicherer Grund läge, und es wäre unbedingt für die Bulgaren nach jeder Richtung Vortheil hafter gewesen, sich erst eine strategische Basis zu verschaffen, welche hinreichend materielle Vortheile bot, um jenes Kal küls, das vor Allem mit der eigenen moralischen Ueberlegenheit rechnen muß, einigermaßen entbehren zu können. Je denfalls hat aber Fürst Alexander alle Veranlassung, darauf zu dringen, daß dem Waffenstillstand möglichst rasch der definitive Friede folgt, da jeder Tag Aufschub dem Gegner ungleich mehr Vortheile zuwendet, wie den Bulgaren. Möglicher Weise versucht es aber ge rade deshalb Serbien, gestützt auf den Schutz Oesterreich Ungarns, den endgil tigen Friedensschluß zu verzögern, bis es seine Armeen so weit bergestellt bat, um einem eventuellen Wiederbeginn der O Lf ! , rvt - r- . m oelnoieiigreiren mir meyr nussiHt aus erfolg entgegensehen zu dürfen. Wahr scheinlich ist jedoch trotzdem die Wieder aufnähme des Krieges nicht, da, ganz avgeseyen von der Ungunst der Jahres' zeit, die übrigens eine bulaarische Offen sive ungleich mehr erschweren würde, wie die serbische Defensive, Bulgarien ohne nemde Unterstützung gar nicht daran denken darf, gegen den Willen Oesterreich - Ungarns die Operationen wieder aufzunehmen. Hier macht gleichsam die vis raajor ihren unerbittlichen Einfluß geltend, aber es kann die die Thatsache nicht andern, da einem siegreichen Heere, einem tapferen Volke und einem that kräftigen Herrscher wohl noch selten die Bestrafung eines hinterlistigen Ueber falles und die volle Ausnutzung blutig errungener Vortbeue so erschwert wurde.

wie dies der gegenwärtige Wassenstill stand thut. Es kommt hinzu, daß es auch in politischer Hinsicht noch fraglich sein dürfte, ob diese so erzwungene Was fenruhe und ein ihr folgender erzwunge ner Friede wirklich auf die Dauer dieje nigen Friedensgarantien bieten, welche im allgemeinen europäischen Interesse zu Wünschen wären. Warum übrigens Fürst Alexander noch gern neue Lorberen sammeln möchte, er giebt sich aus folgender Correspondenz der Köln. Ztg." aus Belgrad : Hier in Belgrad wird von gewissen Gruppen die Frage aufgeworfen, ob nicht allem Hader und Streit am einfachsten dadurch

ein Ende gemacht werden könnte, daß man den Fürsten Alexander, der durch seine militärischen Erfolge den Serben rmponirt und sich Bewunderer und Anhänger erworben hat, zum Nachfolger deö unbeliebt gewordenen Königs Milan be zeichnete. Dieser Gedanke wird mögli cherweise bald festere Gestalt gewinnen und allen Denjenigen sympathisch wer den, welche die zwischen Serbien und Bulgarien bestehenden Reibungen mit einem Schlage beseitigen mochten. Wenn durch den Fürsten Alexander eme Personal - Unwn zwischen Serbien und Bulgarien hergestellt werden und derslbe außerdem als türkischer General gouverneur die Negierung von Ostrume lien übernehmen könnte, so wäre das die einfachste Lösuna, um den Zwistigkeiten zwischen den südslavischen Brüdern dau ernd ein Ende zu bereiten. Die so ver einigten Völkerschaften würden dann nur noch gemeinsame Interessen haben und sich wlrthschastlich gedeihlich entwickeln tonnen, während sie bei den jetzigen un sicheren Verhältnissen eine Bürgschaft für 'hcc Ruhe schwerlich jemals sinden n?nca." Mormonen in Neu. England. . So oft heutzutage von den Mormonen gesprochen wird,ist gewöhnlich das zweite Wort Vielweiberei". Man darf ab nicht vergessen, daß die Vielweiberei als Glaubensartikel nicht nur absolut nichts mit der ursprünglichen Mormonenlehre zu thun hat, sondern daß auch noch beute eine weitverbreitete Mormonenorganisa tion besteht, welche die Vielweiberei di rekt bekämpft. Die Presse hat in jung sterZeit gelegentlich der inneren Streitig leiten im Mormonenlager wiederholt von derThätigkeit dieser antipolhgamistischen Sekte gesprochen ; Näheres über dieselbe dürfte daher erwünscht sein. Die Sekte führt den Namen The Reorganized Church of Jeans Christ of Latter-day Saints" und beansprucht, wie schon dieser Titel zeigt, die berühmte Vertreterin des echten ur sprünglichen Mormonismus zu sein. Sie gründet ihren Glauben auf die Bibel und auf das Buch Mormon". An ihrer Spitze steht der durch seine Beredtsamkeit berühmte Joseph Smith, der älteste Sohn des bekannten Mormonenmärty rers Joseph Smith, und sie sind daher auch als Josephiten" bekannt. Obwohl sich das Hauptquartier der Sekte in Iowa (zu Lamoni) befindet, hat dieselbe ihren Rückhalt hauptsächlich in den Neueng land-Staaten und besonders in Massa chusetts. Im December 1865 wurde die erste Kirchengemeinde dieser Art in Neu england gegründet. Acht Personen, mit John Smith an der Spe, traten näm lich in Fall River zu Erbauungs und Missionszwecken zusammen. Das kleine Häuflein entfaltete einen großen Enthu siasmus, und die Anhängerschaft vermehrte sich rasch. Im Oktober 1666 wurde der MassachusettSDistrict" orga nisirt und eine Kirche nach der andern in den benachbarten Landstrichen gegründet. Aus jenem Distritt sind inzwischen drei Districte geworden, .nämlich die von Massachusetts, Nhode Island und Ton necticut. Letzterer District ist indeß de? schwächste. Bemerkenswerth ist, daß die meisten Priester dieser Sekte nicht von der Gemeinde erhalten werden, sondern nach dem Muster der biblischen Apostel irgend eine bürgerliche Verrichtung nebenher betreiben. Obgleich die Sekte eine vollständige Hierarchie mit Aposteln, Bischöfen, Ael testen u. s. w. eingerichtet hat, und alles Kircheneigenthum den Bischöfen gehört, ist die Verwaltung der einzelnen Kirchen eine völlig demokratische. Wir sind in jederBeziehung Amerikaner," sagte jüngst einer der Aeltesten, wir glauben an freie Verwalwna, freie Schulen, freie Presse und freie Kanzel." ' Die Mormo nen in Fall River, welche 123 Mitglie der zählen (der ganze heutige Massachu setts-Distrikt umfakt über 700 Mitglie der) haben schon öfters auch Priester an derer Confessionen eingeladen, in ihrer Kirche über den jüngsten Tag zu predi gen. Die Leiter der Sekte sind sehr zufrie den mit dem Wachsthum derselben und behauptm, daß dasselbe , jetzt rascher vor sich gehe, als je zuvor, was allerdings auch nothwendig erscheint, da ja nach der Meinung dieser Leute der jüngste Tag ganz nahe bevorsteht, und sie sich also sehr beeilen müssen, um noch etwas Ordentli ches zuwege zu bringen. Die Sekte hat jetzt Anhänger in jedem Staat und Ter ritorium unseres Landes und außerdem in England, Schottland, Wales, Äustra lien und auf denSüdsee-Jnseln. Jüngst soll einer der Aeltesten, T. W. Smith aus Philadelphia, auf der Insel Tahiti nahezu 400 Personen zu Mormonen ge tauft haben. Mit besonderem Nachdruck betreibt in deß diese Kirche in neuerer Zeit die Mis sion unter ihren polygamistischen Stief brüdern. Joseph Smith selbst hat sich ausschließlich dieser Aufgabe gewidmet und predigt sehr häufig in Utah vorüber füllten Häusern. Er scheint indeß bei den Neutürken mehrBewunderer,alS An Hänger zu sinden. OomJnlande. Die Sampoel . Jndian er, welche an der Pacisie-Küste zwischen den Flügen Spokane und NeSvielum ansäs si5 sind, sollen die friedfertigsten und ge bildetpen Rothhaute sein, die überhaupt ezistirm. Sie rühmen sich, daß noch kei ner euS ihrem Stamme das Blut eines weißen DcanneZ vergossen habe. ' Newton, L. J hat innerhalb seiner Stadtgrenzen nicht weniger als 11 KiraWIe. Kein Wieder, daß. die .Be

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völkerung sich für das Krematorium, das jetzt zu Mount Olivet im Gange ist, schnell erwärmt und dem jungen Unternehmen hilfreich zur Seite steht. Im Vanderbilt'schen H ause Koch zu sein, ist wahrlich noch nicht das schlimmste Schicksal, welches einem Men schen beschieden sein kann. Vanderbilts Oberkoch bezog das sehr anständige Gehalt von 84000 per Jahr, und was er nebenbei in seine Tasche hat stecken kön nen, davon schweigt die Geschichte. Er mußte übrigens ein tüchtiger Kerl sein, denn Vanderbilt hatte einen sehr ver wöhnten Gaumen. Eradis Bernal, der berühmte Bandit, den seine Verehrer und er hat deren eine sehr große Anzahl den mexi mischen Fra Diavolo nennen, ist jüngst nach verzweifeltem Widerstände von der Miliz gefangen genönmen worden. Er ist ein ebenso hübscher wie muthiger Geselle, und manch' Mädchenauge wird sich mit Thränen füllen, wenn's ihm an den Kragen gehen sollte. Ein biederer Landmann, der am Danksagungstage nach Burlington, Vt., kam, hat daselbst den Festtag auf ganz merkwürdige Weise gefeiert. Er setzte sich nämlich auf die Pferdebahn, die für ihn etwas total Neues war, und fuhr mit ihr nicht weniger als 22 Md hin und her. Wäre der gute Mann Straßenbahnkutscher und gezwungen, die Fahrt zu machen, so würde sie bald aufhören, ein Vergnügen für ihn zu sein. Die Jünger Aesculaps ge hören zu denjenigen Glücklichen, welche alljährlich ein gut Theil ihres Verdiensteö in den Nauchfang schreiben können Die Zeitung und die Doctorrechnung bezahlt man, wenn man das überhaupt für nöthig hält, immer zuletzt. So kann man es den Aerzten in anford, i., 3 aar nickt verdenken, wenn sie überein ' gekommen sin, keinen Patienten mehr p behandeln, der nicht am Ersten eines zeden Monats seine milde Hand aufthut und bezahlt.. Recht erbauliche NZechtszustände herrschen noch in manchen Theilen von Mexico. So ließ unlängst in Gua dalajara ein übereifriger Polizeiinspector em Frauenzimmer an den Daumen aufhängen, um ihm ein Geständniß abzunöthigen. Die Unglückliche schrie ukd heulte, wie ein Thier, ließ sich aber zu keinem Geständniß herbei, vermuthlich, weil sie keines zu machen hatte. Der brave Jnspector hätte sie wahrscheinlich ruhig hängen lassen, wenn andere Leute sich nicht des Frauenzimmers erbarmt und es abgenommen hätten. Zwischenden be iden Schr iftsetzern William C. Barnes von der N. g. World" und Joseph McCann vom N. A. Herald" wurde dieser Tage ein Wettsetzen um 8500 ausgefochten, zu dem sich eine Menge Setze? als Zuschauer einfanden. Die Arbeit begann um 11 Uhr 15 Minuten Vormutags. Um 3 Uhr stellten Beide die Arbeit ein. McCann, vom Herald" hatte 8062 m's gefetzt und Barnes van der World" 7951 m's. Hierauf las jeder der Theilnehmer seine Correctur. Nachdem dies geschehen und die Anzahl der durch Fehler verloren gegangenen Zeilen abgezogen worden war, zeigte es sich, daß McCann 7(i62 m's zu gut hatte und Barnes 6376 m'ö. McCann wurde hierauf zum Sieger erklärt. Ralph Schmidt, ein junger Deutscher, wurdö im Januar d. I. von New Aork aus auf 2i Jahre nach Sing Sing gesandt, weil er seinen Principal in systematischer Weise bestohlen hatte.' Schmidt vernahm vor einiger Zeit, daß ihm in seiner Heimath in der Rheingegend eine Erbschaft von 60,000 Mark zugefallen sei, und daß dieselbe in die Hände von Anverwandten übergehen werde, wenn er sich nicht bald melde. Sein Anwalt suchte, darauf gestützt, beim Gouverneur Hill um Begnadigung seines Clienten nach, und dieselbe ist jetzt erfolgt. Schmidt wird sich ohne Verzug nach Deutschland zurückbegeben, um die Erbschaft in Besitz zu nehmen. Der Kerl hat jedenfalls mehr Glück, als erver dient. Die Bürgerschaft von Arra rot, einem kleinen Städtchen in Pennsylvanien, feierte kürzlich ein eigenthümliches Fest. I. E. Pavne, ein angesehe-

ner und hochgeachteter Bürger, war von seiner Adoptivtochter, die er 16 Jahre lang gehegt und gepflegt ' . wie sein eigenes Kind, und ihrem Manne, einem Kerl Namens Noskelly, des verbrecherischen Umganges mit Frau Noskelly bezichtigt worden. Letz tere schändete vor Gericht ihren eigenen und ihres gütigen Wohlthäters Namen, nur um des schnöden Geldes Willen, wel cheS sie von Payne erpressen wollte. Die Jury sprach indessen Payne frei, ohne sich nur von den Sitzen zu erheben. Die ganze Bürgerschaft jubelte über das Verdict, die Glocken wurden geläutet, und Payne in Triumph nach seinem Hause getragen. Noskelly aber muß die Kosten deö Verfahrens absitzen. Als der Dampfer Egypt" neulich n seiner Werfte in New Jor! anlegte, begaben sich Detectiv Groben und Boarding Ossicer Eichler auf das Schiff, um auf Grund einer vom Secre tär der Doung Men'S Christian Asso ciation" in Birmingham, England, an den New Yorker Secretar dieser Verein! guna gesandten Depesche Joseph Snape, . i ."

attdtthVöN. einen Fleischer, und Fannie Hennings, ein hübsches, 19 Jahre alteS Mädchen, festzunehmen. Snape hat Frau und vier Kinder in Birmingham und war mit dem Mädchen entflohen ; sie wollten nach dem Westen, vermuthlich Buffalo, wo Snape vor 13 Monaten war, reisen. Fannie, die mit einem Messingarbeiter in Birmingham, wo ihre Eltern wohnen, verlobt war, wurde der Obhut der Einwan derungsbehörde übergeben, und wird, da ihr Geliebter telegraphirt, er werde ihr vergeben, ihr die Rückreise bezahlen und sie nach der Ankunft heirathen, wahrscheinlich zurückkehren. Snape ließ man seiner Wege ziehen. In Lansing, Mich., lebt schlecht und recht ein deutscher Grobschmicd Namens August Kummer, der stark und kühn, wie Götz von Berlichingen, auch insofern an diesen erinnert, als er, wie jener, eine künstliche Hand hat, zwar keine eiserne, immerhin aber eine mit Stahlscharnieren und allerr)and Krimskrams versehene, die ihn recht wohl in Stand setzt, seinem Handwerk,' bei dem es bekanntlich einer auten Faust bedarf, nachzugehen. Kummer ist stolz auf seinen Fauststumn'.el, denn er erinnert ihn an eine muthi ge, wackere That. In seinem Heimathsdörfchen riß er in einer durchziehenoen '2)!enagerie einen kleinen Knabeu aus den Klauen eines Tigers, der ihn durch das Gitter zu sich herangezogen hatte. Die Bestie bedankte sich bei dem kübnen 3!etter durch einen Schlag mit seiner Pfote, der Kummers rechte Hand zerriß. Ein berühmter Chirurg ließ dem Braken, als er von der wackeren That hiine, auf seine Kosten dann die künstüche Hand herstellen. Cannocr. In Jmsm ist das Wohnhaus des Bleichers Karl Schaper niedergegrannt ; als der. That verdächtig ist der 20jähr. Sohn Schaprs verhaftet worden. Auf der Wybelsum'Larrelter Landstraße ist der 23jührige Bauer Schünemann erschlagen aufgefunden worden. In Leer ist eine Aktienschlächterei gegründet worden. Wegen Nothzuchtsversuch ist in Morsum der Kaufmann Xxmm zu 25 Jahren Zuchthaus verurtheüt worden. Ter Gattenmörder Schuhmacher Galliat in Osnabrück ist zu 8 Jahren Zuchthaus verurtheilt worden. Der Gesundheitszustand des Kreises Uelzen läßt viel zu wünschen übrig. In den Gemeinden Näber und Eimke grassiren die Masern, in Veerßen und'Ellerndorf der Scharlach, in Hanstedt, Schliekau und Stöcken die Diphtheritis. Der Handelsmann Nord mann aus Marx ist im Staatöforst Tannenkamp" zwischen Neuenburg und Marr ermordet und beraubt worden. Selbstmord begingen : zu Aurich die 83 jährige Wittwe des früheren Amtsdie ners Jürgens, zu Dorum der Ackerer I. Mießner, zu Hemmoor der Stellenbesitzer Reese, zu Herzberg der Arbeiter A. Giesche, zu Northnm der Arbeiter Teuteberg, zu Hollenstedt der Haussohn Schwerdtfeger. Verunglückt sind : der Zimmergesell Meyer zu Assel, der Land mann und Gastwirth Bade aus Gebersdorf, der Schiffer Friedr. Wöhler aus Hameln, der 71 Jahre alte Gastwirth C. Umland zu Neuland bei Otterndorf, der 70jährige Anbauer Johann Topp aus Stinstedt, der Schmied Oltmann aus Wilbelmshaven, der Matrose Wienhold aus Wremen, der Knecht Konrad Derster aus Eltze, der Grenzaufseher Stamm zu Burg-Lefum, der Knecht Friedr. Fink aus Lübeln, der Arbeiter Bentrott zu Messenkamp, der Bahnmeister Schulz zu Othfresen, der 66jährige Anbauer Grefe aus Wätzum, die taubstumme Doris Bahlke zu Brünkendorf, der Kolon Keckefoth zu Drantum, der Bergmann Bernhard Fuest aus Oefede, der Nieter Henk zu Wilhelmshaven, der Maschinist Schneppel in der Menge'fchen Coaksfabrik zu Barsinghausen, der Tischler Henzel zu Aederkesa, der Bergmann Franz Schulte zu Borgloh, die Wittwe Badberg zu Gerdeshaus bei Esens, der Maurermeister D. Freese aus Neurönne beck, der Grenzaufseher Wätjen in Reckum und der Armenhäusler Kabelitz aus r.. Achtung, Haus - Frauen. MlßMCTIP MD CVTDAPT II pmttuiiuiu uum laiimui ist ein Waschmittel, elche Folgendek bezweckt : . tl macht las Waschbrett unnötbig, spart Seife, spart Zeit und Arbeit, macht d,e Wäsche blendend tutii und thut ihr nicht den geringsten Schaden. 10 (Sentt dke Flasche u haben b kt allen Srscer und in der Hauxtagent bei JOS. BÜKSETVALD, No. 487 Nord New Jersey Str. Telexhon 333. tSf "ilagnetic Soap Extract" eignet sich or zügllch turn Puyen von Silberwaaren. lechmaaren und Geschirr, und sollt m keiner üche fehlen. Of, THEODORE A, MW, Office: Zimmer Vko. 8 Fletcher & Sbarpe'S Block, Sprechstunden: 9 Iv vorgenl. 2 4 Nachmittag!. , 78 dend. Eonntegi von 1011 Bor, und 24 Uhr Nachm. Wohnung Ecke Colleges und ZHsne Nve. CT Telephon 648.

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