Indiana Tribüne, Volume 9, Number 87, Indianapolis, Marion County, 16 December 1885 — Page 1

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Neues per Telegraph. WettersuSstchten. Wasdingi on. D. C.. 16. Dez. Schönes Wetter, Südwind, etwas wär me Temperatur. Sensationell. San Franc iöko, 16. De,. Vor einiger Zeit erhielt die Polizei Jnsormation von der Existenz einer Organisation bekannt unter dem Namen : .Sozialisti scher revolutionärer Verein." Nähere Untersuchung ergab das Vorhandensein einer Liste, aus welcher sich die Nomen prominenter Männer befanden, welche auSersehen waren, ermordet zu werden. Letzte Nacht entdeckte man den VersammlunaSort deS Vereins. 900 Mont gomery Straße und verhaftete daselbst vier Männer. Man fand ein vollstün digeS Laboratorium zur Bereitung von Höllenmaschinen vor. Bei der Verhas tung gestanden die vier, daß sie Dyna mit seien, die auf der Liste Befindlichen ermorden und Chinatown niederbrennen wollten. Pasteur'S Theorie. Paris. 16. Dez. Pasteur erhält fast täglich Telegramme, worin ihm die Ankunft von Patienten angezeigt wird, welche von wüthenden Hunden gebissen wurden. Gestern kamen fünf schlimm zugerichtete Polen bei ihm an. Große kälte.

B e lurad,16. Dec. DaS Wetter ist furchtbar kalt und die Soldaten leiden schwer. Eine Anzahl serbischer Sol daten erfror. Edltoriclles. Ueber den Mörder Phillips ist von den Geschworenen die Todesstrafe derhängt worden. Dieses harte Urtheil veranlaßt uns, wieder einmal unsere Aufmerksamkeit dem zuzuwenden, was man irdische Gerechtigkeit nennt, und zu zeigen, wie ungerecht diese Gerechtigkeit ist. Un ser Strafverfahren entspringt dem Gefühl der Rache; Auge um Auge, Zahn um Zahn, so steht es geschrieben. Es handelt nach dem Grundsatze, daß Jeder die Folgen seiner That wünsche und auch für diese Folgen verantwortlich sei. Der Mann, welcher die mörderische Kugel ab schießt und trifft wird vielleicht am Leben bestraft, der dessen Kugel nicht trifft kommt mit einer ganz leichten Strafe da von, und doch haben Beide moralisch das selbe Verbrechen begangen, denn mit dem Abdrücken der Waffe ist die Handlung des Verbrechers geschehen, das Uebrige liegt außerhalb seines Thuns. Dies ist so, weil wir nicht strafen, sondem rächen. Wir nennen unser Zeitalter das christliche, indem christlichen NeligionSbuche steht : Die Rache ist des Herrn," wir aber rächen selber. Die Rache aber ist inhuman, und eine rächende Gerechtigkeit steht mit den Begriffen der Humanität nicht in Einklang. Unser Strafverfahren steht aber auch mit den Errungenschaften der modernen Wiffenschaft nicht im Einklang. Die heutige Wiffenschaft bepreitet mit Recht die Verantwortlichkeit des Menschen. Mag man auch nicht in Abrede stellen, daß eine Handlung aus dem Willen des Menschen hervorgeht, so ist ek doch klar, daß der Wille das Produkt von Ereignis sen und Einflüffen ist, welche außerhalb der Machtsphäre des einzelnen Menschen liegen, daß der Wille daS Produkt der leiblichen und geistigen Anlagen des Menschen ist, welche er nicht selbst erzeugt hat. Die Neigung zum Verbrechen ist ebenso anerzogen oder vererbt, ist ebenso die Folge organischen Befindens, wie die Liebe zum Guten. Es ist ebenso un richtig, dem Einen die ganze Verantwortung für seine verbrecherischen Anlagen aufzubürden, wie dem Andern seine Neigung zum Guten als außerordentlicheS Verdienst anzurechnen. Der Mensch ' hat sich nicht selbst geschaffen. und seine Neigungen, Begierden und Leidenschaften erzeugt er ebenfalls nicht selbst. Noch ein' anderer Umstand ist zu erwägen, obwohl obige allgemeine Bemer kungen ihn gewissermaßen einschließen. Die meisten Verbrechen sind die Verbrechen der Gesellschaft, nicht deS Einzelnen. Alle Verbrechen an Eigenthum z. B. gehen aus den sozialen Mißverhältnissen hervor, welche eS der ehrlichen Arbeit so schwer machen, daS Leben zu fristen, welche die Jagd nach Reichthum erzeugen, und welche in Tausenden die Be gierde wecken, sich auf leichte Art durch Spekulation, ' Schwindel oder Diebstahl ein vermögen zu erwerben. ' ' '

Jndianapolls, Jndlana.. Mittwoch Veu 16.

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Denken wir unö eine Ordnung der Dinge, so daß Jeder bei mäßiger Arbeit ein sicheres Auskommen hat, so. daß das Kapital nicht mehr die Macht besitzt, die Arbeit auszubeuten und die Welt zu regieren, und die Veranlassung zu Tausenden von Verbrechen ist nicht mehr vor Handen. Aus alledem geht hervor, daß daS Prinzip, daS unserem Rechtsverfahren zu Grunde liegt, ein falsches ist. DaS richtige Prinzip Ware der Schutz der Gesell schaft. Sie hat ein Recht sich vordem zu schützen, der Neigung zum Verbrechen hat. Nach diesem Prinzip aber müßte die Strafe nicht nach den Folgen der That, sondern nach der Gefährlichkeit des Verbrechers ermessen werden. Darnach müßte man Denjenigen, der z. B. in der Aufwallung der Leidenschaft einen Mord begeht, lange nicht so strenge bestrafen, wie Denjenigen, welcher wohlüberlegt einen Mordversuch macht, aber keinen Erfolg hat. Freilich, wenn wir das Strafmaß nach der Gefährlichkeit des Jndividiums ermessen, dürfte Mancher in's Zuchthaus kommen, der heute frei herumläuft und mancher Mensch, der einmal ein Unrecht that, sonst aber harmlos ist, wäre frei. Ein solches Verfahren wäre gerechter und humaner, als das heutige, aber etz steht mit den Interessen der herrschenden Klassen nicht im Einklang. Wir meinen, daß in dem Falle Phil np's, welcher in rasender Eifersucht, seiner Frau und sich den Hals abschnitt, eine längjährige Hast humaner,- der Gerechtigkeit und den Interessen der Gesell schuft angemessener gewesen wäre, als die Todesstrafe. Drahtnachrichten. , l 1 u New Vo r k, 15.' Dez. Die Stratzen. bahnEondukteure beabsichtigen auf eine Lohnerhöhung zu dringen. Sie wollen einen Strikt inszeniren, nenn sie nicht $2 50 per Tag bekommen. Folgen der Spekulation. Detroit, 15. Dec. JameS For. ein Getreidesptkulant heirathete vor sie ben Jahren. Damals war er vermö gend. Inzwischen aber fielen seine Spe kulationen unglücklich auS. Er ging mit Frau und Kind nach New tyoit, fand aber sein Auskommen nicht, und seine Frau lehrte hierher zurück und wohnte bei ihrer Schwester. Sie wurde nach und nach tiefsinnig ob ihres Unglücks und gestern vergiftete sie ihre Tochter und sich selbst aus Verzweiflung. 49. Congreß. Washington,. Dez. Senat. Hoar'S Bill zur Regulirung der Nach folge in der Präsidentschaft, wurde eine kleine Weile besprochen und dann bis morgen zurückgelegt. Fry rief die Bill auf, welche gemeinschastliche GeschäftSregeln für beide HSuser deS CongresseS festsetzt. Eine Klausel in der Bill verbietet den Verlaus berau schender Ertränke im Kapital, und das Comite, dem die Bill zugewiesen war, empfahl daß dieselbe gestrichen werde. Der Antrag die Klausel zu streichen. uurde mit Zö gegen 20 Stimmen verwerfen. ES erfolgte nun eine recht interessante Debatte öder die Angelegenheit. Best von Missouri sagte, eS falle ihm nicht ein, dem faniischen, intoleranten Pro hibitionSgeiste Rechnung zu tragen. Cockrell beantragte, dak jeder Senator oder Mitglied des Hauses auSgestoßen werden solle, der die Regel verletze. JngallS erklärte die Sache für Unsinn und lieb die Weinkarte der SenatSre restauration verlesen, woraus bei einer Sorte die Bemerkung stand: .speziell sür die Senatörestauration aus Flaschen gezogen.- Die? ries allgemeine Heiter keit hervor. Eockrell sagte, daß er Trunkenheit ver adscheue, er habe' schon viele Senatoren betrunken gesehen. Die Senatoren hal ten Whiökttz in ihren Zimmern und laden Freunde dahin ein, auch kämen sie be trunken in die Sitzung. Riddleberger bemerkte, daß wenn daS Trinken in der Restauration verboten würde, die Restauration eingehen müsse. Frye bemerkte, daß vor 30 Jahren eS öfter vorgekommen fei. daß Senatoren so betrunken waren, daß sie sich nicht vom Sitze erbeben konnten. In den sechs Jahren, welche er im Senate sei, habe er jedoch nie dergleichen vorkommen sehen. ES habe sich in dieser Hinsicht Viele? gebessert. Cockrell'S Amendement wurde vervor fen und Regel 13. daS Verbot berauschen der Getränke im Kapital angenommen. fS n it & l Der Bericht deS Comites für Geschäft.

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regeln, welcher gestern eingereicht wutde, wurde verlesen. Diese Regeln enthalten Bestimmungen über die Befugnisse der verschiedenen Comite? und nehmen dem BewilligungScomite einen Theil seiner Befugnisse. Dies ist gegen Randall gemünzt, weil derselbe fast stets Mitglied deS Bewilli gungöcomiteS war, und soll dazu dienen, dessen Einfluß zu brechen. Nach längerer Debatte vertagte sich daS HauS. Vr Kübel. Unfall. Berlin, 15. Dez. Fälst BiSmarck erlitt einen Unfall heute durch daS Stol pern seines Pferdes. In seinen Versu. chen sich vor dem Fallen zu schützen, zog er sich eine Verrenkung am Bkine zu. Um der Reli gio n nullen. R o m. 15 Dez. ES wird mit Be stimmtheit mitgetheilt, daß in dem Vica rat von Cochin China bis zum 1. Novem ber neun Missionäre, sieben Priester. 270 Mitglieder religiöser Orden und 24.000 Christen niedergemetzelt wurden. 200 Kirchengemeinden, 17 Waisenhäuser. 10 Klöster und 225 Kirchen wurden zerstört. Rom u n d P a r i S. Rom, 15. Dez. Der Post hat dage gen protestier, daß der französtschr Un terrichtSminister 39 Priestern die Stipendien vorenthalte, weil sie sich in die Wah len gemischt. Der Papst behauptet, dafe dies eine Verletzung des ConcordatS sei. Die Angelegenheit wurde heute in der Dlputirtenkammer vorgebracht, und die selde hieß daS Versahren des Ministers mit 331 gegen 107 Stimmen gut. DerPapfi. Rom, 15. Dez. Der Papst ist krank. Präsident deS BundeSrathL. Bern, 15. Dez. Adolph Deucher. der jetzige Viceprästdkvt, , wurde zum BündeSprSstdentin für 1836 gewählt. Serbien und Bulgarien. Rustschuck. 15. Dez. Nachdem Fürst Alexander unhedjngt darauf besteht, daß vor dem. Friedensschluß die Serben sich von Widdin zurückziehen müssen, fangen Letztere an. sich ouf den Rückzug vorzubereiten. C o n st a n fft, o p 1 1, 15 Dez. ' Die Türkei ist bereit, die Personalunion zwi schen Bulgarien und Vsumelien anzuer kennen. VeJtssSuaeJriQtn. Hamburg. 15. Dez. Angeksm men: Dampser Wiefand von New Vork. New Vrk, 15. Dez. Angekom men : Dampser .Suevia" von Ham bürg. Marktpreise. W t , n. . 3 S. 92c ; . 2 roth, 0. Korn. 510.3 it 54: grlb Ze: gmischt Hafer. K.3,ti&; gemischt 5)e. Roggen. 63c ftlfft. $10.56. Heu $12.00. chinkn. V-rl0c, Schult?. Cc pck 8.K. Seiten. 7c. Schinschali. 7$t. hl. Famil, 3.75 W.; Fane, $4.48 $4.S0, iira $3.00 $3.tö; K,n $2.V0-$2.,. ter. 50c; im 6tori ZZe. Butt ct. recr, 2316; Dairy 16 l?c; Countr? 1113. Hühner. SexttVlo. Turkez 7c. artoffeln. 450 xer Vuitz. CVtcl. $l.7S-$3 per Orl. Qe rluslimd. Die herzog lich anhalti sche Regierung hat an bis Standesämter des Herzogthums eine Verfügung erlas sen, in derm erstem Theile die Standes beamten angehalten werden, sich nicht ferner zu weigern, an einem Sonntage Eheschließungen vorzunehmen. Einzelne derselben scheinen eine solche Eheschlie ßung für eine Sonntagöenteiligung an gesehen zu haben ; denn die Regierung weist auf die gesetzlichen Bestimmungen über die äußere Heilighaltung der Sonn und Festtage hin und spricht die Erwar tung aus, daß den besonders auSgedrück ten und begründeten Wünschen solcher Brautleute, die an einem Sonntage sich kirchlich trauen lassen und. den bürgerli chen Ehefchließungsakt erst unmittelbar vorher vollzogen sehen möchten, fortan überall Rechnung getragen werde. Die Verfügung fähtt dann fort : Wir wär den eine schwere Schädigung der guten Sitte darin erblicken, wenn solche Braut leute in die Lage versetzt würden, dem standesamtlichen Akte die kirchliche Trau ung nicht unmittelbar folgen lassen zu können. Denn die Auffassung darf dem Volksbewußtsein nicht fremd werden, daß das Zusammenleben der Ehegatten erst nach der kirchlichen Einsegnung ihres Ehebundes seinen berechtigten Anfang nehmen soll." Mit Recht entgegnet da AnHalter Tagebl.", daß laut Reichsge setz das Zusammenleben der Ehegatten sofort nach dem standesamtlichen Akte und nicht erst nach der kirchlichen Einseg nung des Ehebundes seinen berechtigten Anfang" nimmt ; eS nennt Achtung vor dem Gesetze die erste Pflicht jedes Staats büraers.

Dezember 1883.

Neulich hat an der Uni bersitat v? Neapel eine seltene Promo tion stattgefunoen. 1843 unterbrach nämlich der damalige Hörer an der mt dizinischen Facultät dieser Hochschule, Giovanni Vettini, im Alter von . 27 Jahren seine Studien, um rn den Iran ziskaner-Orden eimutreten. Später be gab er sich als Missionär nach demMor aenlande, wo er zugleich auch als Arzt fungirte. Seine Hauptthatigkeit ent kaltete er nun in Smyina und Jerufa lem, wo sein Orden Krankenhäuser un terhält. Vor einigen Monaten verließ er die Heilige Stadt und kehrte nach Neapel zurück, um.dort seine unterbroche nen Studien wieder fortzusetzen und auch ;u vollenden. Am 12. November hat nun die Promovirung dieses fast schon 65jährigen Arztes in Anwesenheit eines zahlreichen Publikum? stattgefunden. JnLondon ist der plötzlich verstorbene Dr. Earpenter, der durch zahl reiche Expeditionen nach hoch im Norden besindlichen Erdstrichen sich einen bedeu tenden Namen in der Wissenschaft erwor ben hat, durch einen Unglücksfall um'ö Leben gekommen. Der 74jährige alte ßerr nahm ein warmes Bad, das er sich in einer Wanne bereitet hatte, unter wel cher ein Gefäß mit brennendem Wein geist aufgestellt war. Das Gefäß stürzte nun in dem Momente, als Dr. Earpenter aus dem Bade stieg, um, und sofort wurde der lange Bademantel des alten Herrn in Flammen gesetzt. Obgleich schnelle Hilfe bei der Hand war, erwiesen sich doch die Brandwunden, welche der Boctor erhalten, als so schwere, daß er zwei Stunden nach dem Unfälle starb. . In den Fabriken derFir ma Cornelius Heyl in Worms wurde kürzlich nachstehende Bekanntmachung ausgegeben, die auch für weitere Kreise von Interesse ist : In Folge des früh zeitigen Eintrittes der jugendlichen Ar beiterinnen in die Fabrikarbeit ist eS denselben erschwert, sich nach manchen Dichtungen hin in geeigneter Weise für die später an sie herantretende Aufgabe, den eigenen Hausstand zu führen, vorbereiten zu tönnen. Flick und Näharbeit sollte aber jede tüchtige Hausfrau gründ lich verstehen, und hält sich deshalb die unterzeichnete Firma für verpflichtet, die zum Erlernen dieser Fertigkeiten nöthige Gelegenheit in den Fabriken selbst zu bieten. Zu diesem Zwecke hat die Firma eine Lehrerin engagirt, welche in den Wintermonaten in dem Probelocal deS Gesangvereins an noch näher zu bestim menden Tagen bis auf Weiteres von 5 bis 6 Uhr Abends unentgeltlichen Unter richt ertheilen wird. Die erforderlichen Materialien werden seitens der Firma geliefert, Der Besuch des Unterrichtseursus ist jeder Arbeiterin freigestellt und werden Anmeldungen hierzu bis zum 7. November auf dem Fabritbureau entge zengenommen. Cornelius Heyl' Zwei der einflußreich sten Pariser Blätter, nämlich der Eco nomiste Fran9ais und der Figaro", beschäftigten sich mit dem auffälligen Nückgange der französischen Hauptstadt. DaS erstgenannte Blatt kommt auf Grund der Nachweisungen im amtlichen stadti, sHen Jahrbuch zu der Ueberzeugung, daß die Bevölkerungszah! der Hauptstadt in den letzten Jahren beträchtlich abgenom men .hat und berechnet, daß dieser Ausfall seit dem Jahre 1832 schon 159,000 Seelen beträgt; sollte dieser Rückgang der Bevölkerungsziffer im selben Ver Hältnisse fortdauern, so würde die nächste Volkszählung für die Stadt Paris nur noch 2,100,000 Seelen aufzuführen haben. 'Gleichen Schritt mit der Abnahme der BevölkerungsZiffer hält naturgemäß auch die fortschrei tende Entwerthung des unbeweglichen Eigenthunls. 'Jrf den reicheren Stadt vierteln, so besonders in der Nähe der Champs ElyseeS, steht eine Unzahl von prächtigen Wohnhäusern und schön ein richteten Miethwohnungen andauernd leer, da sich keine Miether finden ; ein Gleiches gilt für die bürgerlichen Woh nungen in den Geschäftsvierteln und hauptsächlich in den neugebauten Stadt theilen -nahe an den Festungswerken. Der Rückgang der Miethpreise ist ein all gemeiner und kann nicht aufgehalten wer den, so lange, wie beispielsweise im Stadttheile des Pare Monceau, fast alle Häufer gewisser Straßen leer stehen. In ahnlicher Weise klagt Albert Wolff im Figaro", indem er ein Bild deS gegenwärtigen Lebens der Haupt stadt entwirft. Der bekannte Feuil letonist faßt am Schlüsse feine Be trachtungen in die folgenden Worte zu sammen : Das Uebel, an dem die Großstadt leidet, ist schlimmer als man denkt, und es ist durchaus nicht sicher, ob eS so bald gehoben sem wird. . Das Pariser Leben erlischt mehr und mehr ; die so stolze und schöne Stadt, um welche uns Europa mit Recht beneiden' konnte, verliert nach und nach ihr fröhliches, sorgloses und heiteres Wesen. Die Läden auf den Boulevards werden so frühzeitig schlössen, wie in der Hauptstraße irgend einer Provinzial stadt. Die Kaufleute klagen, die In dustrie liegt darnieder, die Börse ist leb loS und alle Geschäfte stehen still ; über all Mißbehagen in der Bürgerschaft, und in den Vorstädten wird das Elend ' immer aroker.. " - TE3l8Pra rn&y te femnd cm nii tti so. trBOWXLX. Co Kswspftper Adrertteinir: Bureau II Smuot ßtrt),wt!ewj adrer nrf "1 ? Tfr,7 IVWsMWifniiim.v 1 1 - 1 f Will" f I f

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