Indiana Tribüne, Volume 9, Number 81, Indianapolis, Marion County, 10 December 1885 — Page 1
0 krv, vvyyo Osstee : l!o. 12 JDtf GlotCIonö StrajZe. Sahrgaug 9. NnWLlcr 81. Indianapolis, Jndiana Donn erstag, deo. I. Dezember 1885.
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Arbeit gingen von 200 aaSkirten Männern angegriffen und aufaesordert vieder nach Hause zu gehen. Al? sie sich um gerten. vurden sie mit Stöcken und Knüppeln geschlagen. Einer wurde so zugerichtet, daß er schwerlich ehr davonkommen wird. Schließlich vurden die 25 zur Flucht ge trieben. Daraus verstellten sie eine Weiche und verursachten da Entgleisen eine Frachtzuges. Der Sheriff ist mit einer Mannschast im Anzüge. Rebelliren nicht. S a l t 2m tt 61 1 9, 10. Dezember. Der Stadtrath nahm eine Reibe Resolutionen an. worin er erklärt, daß die Gerüchte über eine bevorstehende Rebel lion unwahr seien. DrahtnaHriHten. . EinVerrückter. Popl er Bluss. Mo.. 9. Dez. Ein kürzlich hierhergezogener Farmer, Namen Berry. bildete sich ein, er sei behext. Er nahm seine ganze Haukein richtung. Wische und Kleider, fuhr sie vor die Stadt hinaus, legte Alle aus einen Hausen und verbrannte e. Arbeitereongreb. Washington.9. Dez. Der Bund der Arbeiter Union der Ver. Staaten und Canada ist heute in Sitzung. Eine Resolution wurde eingereicht, welche den Behörden der Föderation Autorität giebt Strikt zu leiten und welche bestimmt. deß Striker nicht mehr al Z2 per Woche bekommen sollen. Eine Resolution wurde ferner einge reicht, welche die Anwendung de Boycottin unbedeutenden Fällen und in leichtfertig Weise tadelt. Die Resolutisn wird jedenfalls angenommen wer den. " 40. Ssuareß. W a s h i n v t o n, 9. Dez. Senat. Bill wurden eingereicht wie folgt: Von Sen. Wilson: Verbot der Besör derung von Zeitungen, welche Lotteriean zeigen enthalten. Senator Plumb : Die Landschenkung an die Atlantic & Pacific Bahn für verfallen zu erklären. Senator Blair schlug zwei Amende nent zur Bundesverfassung vor, eine zur Einführung de Frauenstimmrechts, da andere zum Verbot de Verkaufs be rauschender Getränke. Best reichte eine Resolution ein. den Präsidenten um Uebersendung der Cor respondenz mit der östreichischen Regierung betr. de Gesandten steilen zu er suchen. Hau . I Hause wurde fast den ganzen Tag über die Einführung neuer Geschästregeln debattier. E8 wurde schließlich U schloffen, die alten GeschiftSregeln vor läufig beizubehalten und ein Comite für die Abfassung neuer auszustellen. Ver Qabel. Gestorben. 53 r ll n, 10. Dez. Heinrich Becker. Oberbürgermeister von Köln starb, 65 Jahre alt. R o m. 9. Dez. Andere Waffei. bt rühmter italienischer Dichter stb, 83 Jahre alt. Der Krieg auf derDalkanHalbinsel. Constantinopel, 9. Dez. Der Sultan hat Herrn von Radowid, den hiesigen deutschen Botschafter, benachrichtiqt, daß türkische Truppen unverweilt in Oft'Rumelien einrücken werden, fall der Fürst Alexander der türkischen Commis ston Schwierigkeiten in den Weg legt. London. 9. Dez. Die Aussichten auf eine friedliche Lösung der Balkan frage haben sich, wie e heute Abend den Anschein hat, wieder verschlimmert. Die Pforte scheint in der Frage der Wieder Herstellung der früheren Zustände in Ost Rumelien nicht geneigt, Zugtständniffe zu machen und Fürst Alexander hat dem Sultan erklä t, daß er, da er über die Vorgänge in der Conferenz in Unkenntniß gehalten werde, nicht im Stande sei. über die Rathschläge de Sultan schlüssig zu werden. Er volle daher die Beschlüsse der bald zusammen tretenden NationalVersammlung ab arten und sich von diesen leiten lasten. London. 9 Dez. PrivatDepe
schen au St. Petersburg melden, daß in dortigen Militürkreisen große Thätigkeit vorherrscht. Au Süd-Nukland wird berichtet, dab große Truppenkörper bei Odessa zusammengezogen erden. Da selbst liegt auch eine große Flotte von Transportschiffen zur Ausnahme der Truppen bereit. E verlautet, daß zwei russische Armeecorp nach Barna in Bul garien oder nach Burgha in Ost'Ru melien eingeschifft werden sollen, sobald
die türkischen Truppen die rumelische Grenze überschreiten. Die Wahlen in England. London, 9. Dez. Noch sieben Distrikte sind unentschieden, von diesen hoffen die Liberalen 2 zu bekommen. Wenn so, dann werden die Liberalen 334 urd die Conservativen und Nationalisten zusammen 236 Stimmen haben. Creta will griechischwerden. Co n sta n t in o p el, 9. Dez. Eine von dielen Einwohnern unterzeichnete Petition an die Großmächte, sucht um Vereinigung der Insel Creta it Griechenland nach. CdifftnaartOtfa. New V o rk, 9. Dez. Angekommen: ,Affyrian Monarch" von London. Marktpreise. 93 ,. sta. 2 VI. 91c; N. 2 roth, 90?. o r n. TiO. 2 roei 34: gelb SK : gemischt kte. öafer. !,.2 eti; emischtNc. R o g gen. ?c. Klei. 0 7ö. Heu ktu.dg. Schinken. 9Xlk. Schultern, c S xe. Set te n. lcchwetneschmal,. 7-8r. ehl. Fam lf t3.7in0; Fane, $4.49 4 3j ltra $3 0.-13.10. 9ie t. 29;; im Store 22c. u t t e r. reamer, 2630; Dair, il--Vc; Eauniry l 12. Hühner. SepetWb artafseln. 4- ?0c per Oufb. ,,fel. ll.2S-J2.60 per Sri. H i e si ge s. Die (iouuey(rommissre. Die Wirthe Geo. V. Shaw, H. A. Koller, John Knurr und Jacob Crone, erhielten Llzensen. Gegen die Ertheilunz einer Lizen an den Ledgenannten hatte der Advokat W. W. Woollen protestirt. da sich jedoch in Washington Township Niemand finden ließ, der der gleichen Anficht war. zog er seinen Protest zurück und die Lizen wurde ertheilt. Dann wurde hinter geschlossenen Thü ren die Wahl der von den County'Com mlffären zu ernennenden Beamten vorge nommen. Dieselbe ergab folgende Re snltal: Superintendent der Countyfarm S. S. William. Besuchender Arzt im Asyl Ges. F. Edenharter. Matrone de NsylZ Frau Keziah William. Stewart de Asyl O. H. William. Sekretär de County GesundheitSra the M. H. Field ; Salär l)500. Arzt für da ArbeitShau E. I Brennan ; Salär $500. Superintendent de Courthause William Hillmann. Armen Anwalt John Holdmann. Borges, dter der Courthau Janito ren-Tho.I O'Neil. Maschinist-Tho. I. Riley. Nachtwächter im Courthau Wn. H. Eden. GehülfSMaschinist-Sam. Bell. Heute beschäftigten sie sich mit der Prüfung von Rechnungen. Uns ,u c?ertStshöstn. Suverior Court. Zimmer No. 2 Gabriel Phillipi ge gen David F. Phillipi, Klage aus Grundeigenthum; zu Gunsten dc Ver klagten entschieden. Circuit Court. William Patterson gegen die Nachlas senschast von I. H. Boß; dem Kläger ? 850 zugesprochen. Jame M. Hunter gegen Adam Helf rich.BestdrechtSklage; in Verhandlung. Crimina l. G e richt. Frank Webber war de Verkauf von geistigen Getränken angeklagt, da aber die Klageschrist nicht pröci genug war. wurde die Klage niedergeschlagen. Web ber wurde aber sofort wieder in Anklage zustand versetzt. Wm. JoneS wurde de Hazardspielen schuldig befunden. Sim Coy und John Stuckey hatten zwar ausgesagt, daß e sich bei dem Spiele nicht um Geld, son dern um Getränke handelte, aber da Gericht hielt den Angeklagten doch für schuldig. Helene, da ejäbrige Töchterchrn des Herrn A. Ernistin off fiel gestern im Zimmer seine elterlichen Hause, No. 9 Süd Alabama Straße und erlitt einen Beinbruch.
Oeka vieder Neu.
Bekanntlich hat der alte Dawson kürz lich seine Kate, die mlt seinem Sohne (ihrem Stiefsohne) davongelaufen war, wieder in Liebe zu sich genommen und die erforderliche Bürgschaft für sie gestellt. Die Beiden scheinen sich aber' dann am liebsten zu haben, wenn sie recht weit von einander sind. Gtstern Abend theilte Dawson dem Sheriff mit. daß er. die Kate wieder holen könne, weil er nicht mit ihr auszukommen vermöge. ' OrundetgenthomS Uebntkagnag. Daniel G. Child an Martin Maniov, Lot 4 und S in Block 21 in Star Add. $100. Harry I. Milligan. Trustee. an Adine Breffon. Lot 6 und 7 in Block S von S. A. Fletcher jr.'S nordöstliche Add. $175 Johnson C. Holme an John I. DombroSki, Lot 6 in HolmeS' 1. Haugh ville Sub. von Theil von Block 2 in Holmes' Westend Add. an Haughville. $150. Sarah E. Cromlich an Wm. H. Wicker. Lot 92 in Joseph K. Sharve'S Woodside Add. $250. Der kleine Stadtherold. Frau Potter wurde heute Mittag um VA Uhr beerdigt. Scharlachfieber No. 910 Nord Delaaare und No. 660 Nord Meridian Straße. Verlangt Mucho'S "Best Haranna Cigars". John Meiler, der bei Henry Horst beschäftigt war, wurde heute aus eine in Madissn anhängig gemachte VaterschaftSklage. verhaftet. Charles Finnley. ; de Verkauf von Lotterieloosen schuldig befunden, wurde bei Squire Johnston um $25 be strast. Er appellirte. ' Michael Emden. Kleiderhändler an der Washington Straße, machte heute ein Afstgnment, und gab- vorher eine Hypothek von $1,547 an A. Kahn und $1.044 an Kausmana. tZT Burt Mattler, ein jugendlicher Taugenichl. stahl heute im New Pork Store ein Paar Handschuhe und wollte sie dann einem Farmer für 25 Cent ver kaufen. Dieser gab ihm einen Dollar, und anstatt ihn wechseln zu lasten, lief er mit dem Dollar davon. tZT Der früherer Polizist John Web ber ist seit einer Woche spurlos verschmun den. Er hatte keine Arbeit und ließ meh 'reren Bekannten gegenüber erkennen, daß er deshalb Selbstmordgedanken hege. Man befürchtet daher Schlimme. Aurora, Vilfener und Lager Bier, Walker'S Ale und Porter Canada Ale zu baben bei August Erbrich, 220 und 222 Oouth Dela wäre Str. tr Joseph Hol man klagte aus Scheidung von Ella Holman welche er im Monat November 1881 geheirathet hat. Wenn nur ein Drittel der Gründe, welche in der Klageschrift angegeben find, wahr sind, so sollte dem Manne geholfen werden. tZT- Deputy Sheriff Tinie vonDear born County war gestern hier, und identifizirte die Schwindler Rosher und Mathew al diejenigen, welche da Wohnhau von Dr. Kyle in Manchester. Dearborn Coänty plünderten. Er nahm die Bursche mit dahin. Oom Vuslande. In Basel hat der Große Nath am 16. November einen Gesetzent Wurf angenommen, nach welchem alle Beerdigungen auf Kosten des Staats vorgenommen werden. Man rechnet, daß dem FiSku daraus eine jährliche Mehrausgabe von 40,000 Francs er toacdsfn werde. Alles unnütze Gepränge fällt dabei natürlich fort. Bei der Berathung veranlaßte nur die Frage der Feuerbestattung eine längere Debatte. Daß diese Frae nicht mehr kurzweg von der Hand gewiesen werden könne, darüber war maneinig. Der Rath sah jedoch in -der Art, wre der Gesetzentwurf Vt Frage berührte, die Gefahr, möchte diese Art der Bestattung mit gar zu gro ßer Vorliebe vom SanitätSdepartement behandelt werden. Sein Vorschlag, eS u ermächtigen, versuchsweise anch die eueroestattung eintreten zu lassen, so ern ein Verstorbener es gewünscht hat und sems Angehörigen dtesen Wunsch theilen, wurde mit dem Zusatz beschwert, wenn dies dem Staat nicht besondere Kosten verursache. Ueber einen Selbstmord auS Kurzsichtigkeit schreibt man aus Se rajewo in Bosnien : An einem Abend zwischen 8 und 9 Uhr siel eS einer Or donnanz der KorpS'Jntendanz in Sera jewo auf, daß in einer der Kanzleien zu so später Stunde noch Licht brenne. Der Unterossicier begab sich nach den) betref-' senden Zimmer, öffnete die hür'und ge wahrte zu su? tzchreckeL "tndem'Bii
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reau den ohn . des Eenlecyess ves 15.' Korps in Serajewo, General majorS Hermann Chiolich von Löwen stamm, todt auf einem Fauteul liegen. Der zwanzigjährige junge Mann hatte sich mit einem Revolver, der neben dem Fauteuil auf dem Boden lag, erschossen; der Schuß war wohlgezielt gewesen, da die Kugel das Herz durchbohrt hatte und der Tod augenblicklich eingetreten sein mußte. Generalmajor v. Chiolich wurde augenblicklich von vemrauersall benachrichtigt; er eilte herbei und brach, von Schmerz überwältigt, an der Leiche seines SohneS zusam men. Auf dem Tisch des BureauS hatte der Unglückliche mehrere Briefe niedergelegt, von denen einer an den Vater adrefsirt war. In demselben zeigte der junge Mann an, daß er auS Verzweiflung darüber, durch seine.- hochgradige Kurzsichtigkeit an der Ofsicierscarriere gehindert zu sein, sich das .Leben nehme. Er hatte bis zum Schlüsse des vorigen Schuljahres der Militärakademie in WienersZieustadt angehört, war aber wegen seiner Kurzsichtigkeit als untauglich zum Ofsicier ausgemustert und der Corpsintendanz in Serajewo zur Anstellung als Militärbeamter zugewiesen worden. Dieses Schicksal hatteden ehrgeizigen jungen Mann ganz unglücklich, gemacht und ihn zu dem verzweifelten Schritte getrieben. Der wegen Ermordung des Polizeiraths Rumpff Hingerichtete Julius Lieske hat brkanntlich noch un mittelbar vor seinem Tode seine Unschuld betheuert. Mit welchem Rechte, das geht aus dem Gnadengesuch hervor, das er unter'm 11. September an den Kaiser gerichtet hatte, und das folgenden Wortlaut hat: Ich bin durch Erkenntniß deö Schwurgerichts zu Frankfurt am Main zum Tode verurtheilt, weil ich den Polizeirath Rumpff ermordet haben soll. Ich habe von der That gewußt und bin selbst am 7. Januar durch das Loos dazu bestimmt gewesen, doch ist die That mißlungen, und so hat man mir noch Vorwürfe gemacht. Und so habe ich auch meinen richtigen Namen angegeben in der Wirthschaft, wo ich gewohnt habe, damit ich die Sache nur los wurde. Und so bin ich noch Nachmittags nach Darmstadt abgereist, und da habe ich den wieder getroffen ; da hat er mir erzählt, daß er die That ausgeführt hat. Wie die Sache richtig ist, habe ich am 5 zu Protokoll gegeben. Als ich im Jahre 83 nach Lausanne in der Schweiz und nach Genf gekommen bin, da bin ich leich in die Hände dieser Leute gefallen, ich habe deren Blätter gelesen und auch vertrieben, weil ich gedacht habe, eö ist etwas Gute, aber ich sehe jetzt ein, daß Alle Unsinn ist, und so bin ich doch jetzt weiter nichts, als ein verführter Mensch. Ich habe die That nicht begangen, habe mich der Theilnahme entzogen, und bitte Ew. Majestät um Gnade. Ich bin erst 22 Jahre alt und will zu sühnen suchen, was ich gefehlt." Aus diesen Geständnissen Lieskes geht deutlich hervor, daß er nicht nur um die Mordthat gewußt, sondern sich dabei auch aktiv betheiligt bft. Ueber den Conflikt zwlschen dem Capitän deS deutschen KriegsschiffeS Gneisenau" und den Kap Behörten theilt DaS Kapland" folgende Einzelhetten mit: Am Abend des 12. Okttber wurde ein Farbiger, Namens Jac?bus Constant, vor feinem Hause in Lon Street ermordet und das Gerücht bezeichnete den deutschen Matrosen Fritz Beuche von dem Gneisenau" als den Möwer. Beuche und gegen 20 andere Maosen befanden sich an genanntem Abend vor jenem Hause, in welchem der Errrordete einige Freudenmädchen unterhielt. Die Matrosen versuchten in das, Haus einzudringen, wurden jedoch daran verhindert ; dabei scheint der Besitzer deS Hauses mit den Matrosen in Streit ge rathen zu sein und hat Messerstiche an Hals und Brust erhalten, an deren Fol gen er kurz darauf starb. Beuche ist als des MordeS stark verdächtig verhaftet, während ein anderer Matrose, welchcr während deS Vorfalles dicht neben Beuche gestanden hat und von dem einer der Zeugen sogar sagt, daß- er gesehen, wie eben jener Matrose einen Schlag gegen Constant geführt, entkommen ist. Beuche ist 21 Jahre alt. aus Giebichenstein gebürtig, er. trat als Schiffsjunge in den Dienst der kaiserlichen Marine und hat sich allezeit eines guten Leumundes ber seinen Vorgesetzten und Kameraden erfreut; auch hält ihn Niemand an Bord des Stosch" und deS Gneisenau," auf welchen beiden Schiffen er als Matrose diente, einer folchen That für fähig. Bei der am nächsten Tage erfolgenden gerichtlichen Untersuchung erschienen als Belastungszeugen: ein Neger, Kutscher deS Verstorbenen, die Frau des Verstordenen, zwei sehr fragliche, halbwüchsige Negerburschen, und Polizeifergeant Martin. Der Untersuchungsrichter hat früher erklärt, daß solche Personen in jeder Beziehung unglaubwürdig seien; die hiesigen Farbigen werden bei jeder Gelegenheit des Meineids überwiesen, und als eS sich kürzlich um die Ze'enschaft von Polizisten handelte, äußerte der, Magistrat selbst, man solle ihm glaub Würdige Zeugen, keine Polizisten, bringen! Es ist daher hegreifiich, daß der deutsche Generalconsul und der Kapitän deS Gneisenau'k sich weigern, den Beuche und 'den der Theilnahme am Morde ebenfalls bezichtigten Matrosen Veit so ybne Weiteres auszuliefern. ....
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