Indiana Tribüne, Volume 9, Number 78, Indianapolis, Marion County, 7 December 1885 — Page 3

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Ein süddeutscher Roman von . von Versall. (Fortstgung.) Sie werden hier die Residenz schwer vermissen? begann sie. Durchaus nichi, gnädige Frau ! antwonete Ernst. Ein kleiner Kreis, so liedenswürdig. wie ich ih.r hier zu finden offe,ist mir schätzenswerther, als die großartigen Anregungen einer Hauptstadt. Man wird von diesen nur ermüdet, icnei ermüdet nickt, bietet aber für das Gemüth mebr ! Ein beifälliges Kopfnicken sammt- . . i rvr t t licher Mamas war Die AMlung ote goldenen Worte. Die Frau MaZorin lehnte sich, nick! ohne Talent die Weltdame darstellend, auf ihrem '---bl zurück, und mit einem huldvollen Lächeln sagte sie : ,vur ciucii io jungen Herrn ein besonderö selten schöner Auöspruch! Was hier in einer o kleinen Stadt geschehen kann, wird ohnehin gethan. Ich wenigstens sebe in meiner Familie sehr auf gciuV) Ä nregung. icieijuni -. .t- . r ;r. Deiiviel mit meinen Töchtern ieden Abend, außer an den Kränzchentagen, etwas von der Marlitt oder von Frau von illern oder etwas aus dem Englischen. 9!un, ich hoffe, Sie werden auch zuweilen unsern Familienkreis besuchen und an unsern schöngeistigen Bestrebungen theilnehmen. Wird mir jederzeit eine große Ehre sein ! erwiderte Ernst und machte ein; Verbeugung, tief genug, daß man nicht sehen konnte, wie er q m du Alppe biL. Die uvriqen Damen hatten sick mit spöitischen Mienen anaefeben, als die Frau Majorin einen so gelehrten Anlauf nahm. Vilcht ohne ein bißchen Bosheit sagte nun die Frau Bezirksamtmännin : Auch uns werden Sie hoffentlich nicht vergcffcn. Herr tur,n ! Wir sind zwar eme einfache Familie, wltm Mann hat seine Eeschäf, ich aber habe keine Zeit zu gelehrten Studien, meine Töchter auch Nicht. Dafür aber treffen Sie bei uns eine harmlose Gemüthlichkeit, die auch et was werth ist. Gewiß, gnädiqe Frau, sebr viel! erwiderte der junge Mann. Ich werde nicht versäumen, mich in den nächsten Tagen in den edon der Herrschaften vorzustellen. Gnädige Frau," Salons", der Mann war eine Perle seines Geschlechtes, das stand bei den Müttern unerschütterlich fest. Die Töchter hatten indessen unverwa..dt auf ihn gesehen, jede Bewegung, jedes Wort zu erhäschen. Wollen Sie nicht neben mir Platz nehinen i sagte jetzt die Frau Majzrin zu Er kl st. Gnädige Frau, es wird mir eine Ehre sein, neben einer so geistreichen Dame Platz nehmen zu dürfen. Erst aber bitte ich um die Erlaubniß, mich mi: den jungen Fräulein bekannt zu madien, enlgegnete dieser. Ein Glanz des Triumphes umgab wie eine Glorien sonne daö Haupl der geistreichen Majoun. Ein vollendete? Eavalicr ! sagte sie leise zu ihrer Nachbarin, dcr Nentbeam iin. O ! rief der Landrichter. Meine Damen, nehmen Sie Ihre Herzen zusamn. en ! Tarauf obligates Erröthcn der Ju gend. Lassen Sie mich doch unter diesen Vlumen der glückliche Schmetterling sein! erwiderte Ernst mit eine:n schioarmerischeu Gesammtblick auf die Schaar der Jungfrauen und sah sich nach einem Stuhl um. Demonstrativ rückten die Senioren, Beatrix und Stinchen, die Töchter des Landrichters, auseinander, um ihn in ihre Mitte zu nehmen, während die Älicke der übrigen Äc'ädchen und der Mamas ge spannt auf Ernst gerichtet waren, der jetzt , vor einem entscheidenden Schritt stand. - Er setzte sich zwischen Auguste und Her mine, die Tochter des Berzirksarztes, die zwei schönsten Mädchen. Ein vorüber gebender schatten schwebte über die Gesichtcr der übrigen Fräulein und der Mamas. Die Frau Vezirksärztitt aber gab ihrer Tochter einen heimlichen Wink mit dem Oberkörper, in dem sosort die ganze Gesellschaft eine Mahnung zu grader Haltung erkannte. Beatrix und Stinchen beruhigten sich rasch über die scheinbare Enttäuschung. Sie hatten den Helden gerade gegenüber. Zufall ig saß in Ernsts nächster Nähe ein junger Mensch, welcher bei seiner feierlichen Vorstellung durch den Brauer nicht anwcseiid gewesen war. Es war der Apothekerling, der trotz seiner Jugend, er zählte erst sechzehn Jahre, infolge des Manaels junger Herren, eine bedeutendere vlolle in der Gesellschaft spielte, als ihm sonst zugefallen wäre. Ernst verneigte sich gegen ihn und nannte seinen Namen. Ich weiß es schon ! antwortete der Jüngling lakonisch. Noch sehr jung ! sagte Beatrix mit einer boshaften Miene halblaut über den Tisch hinüber. Die schönste Eigenschaft, die n:an besitzen kann ! antwortete Ernst. Beatrix machte eine etwas verwunderte Miene. Es regte sick in ihrem Innern unWillkür lich ein Gefühl, als sei dies ein Stich gegen sie gewesen. Doch beruhigte sie sich wieder, als Ernst gleich darauf in der verbindlichsten Weije das Wort an sie richtete. Der Abend Veraina weiter in der angenehmsten Weise, und man war einig darüber, das Ernst Sturm ein ganz außcrordentlich liebenswürdiger junger t I e?' e 2 r ? c. . v. -uiuuu ti. icjcs ugciancniß iuuiuc ihm um so bereitwilliger gemacht, als man bemerkt hatte, daß er für Auguste leine besonderen Aunnerklamkeiten babe. Mit einem gewisien Behagen beläckelten die jungen Damen deren Begeisterung sur denerwaildien, welche sie mit harm loser Offenherzigkeit zur Schau trug. Man war allgemein der Ansicht, daß sie um ihnr Schwärmerei willen eigentlich zu bemitleiden sei, da Ernst turm doch nicht an der unpoetischen Erscheinung einer nach dem allgemeinen Urtheil nur j sehr oberflächlich gebildeten Brauerstoch : ter Geschmack finden sönne, vor allem nicht, wie die Mamas betonten, Lust ha-

ben würde, eine so gewöhnliche Frau wie

Augusl'ens Äkutter zur cywiegermunrr zu gewinnen. Die Sympathieen für den Vielbespro chencn erreichten ihre Höhe, als derselbe überall Besuche machte, und kein Haus verließ, ohne ein aufmerksames, liebenswürdiges Wort gesprochen zu haben. Bei der einen Familie, wo zwei üngez?gene Jungen sich schreiend im 3!ebenzimmer balgten und an die Thür stießen, sprach er von den Reizen des Familienlebens; anderswo bezeichnete er die boshaften Bemerkungen, welche über die ganze Stadt gemacht wurden, als Talent zur Satire.' Bei einer jungen Dame, die, als er eintrat, nicht eilig genug das Beinkleid des Baters, welches sie flickte, verbergen konnte, hielt er eine blumenreiche Rede über die Poesie des häusli chen Fleißes. So war es überall. Für die Gesellschaft handelte es sich jetzt, da Auguste außer Betracht kam, darum, auf wen sich in der nächsten Zeit die Auf Wirksamkeit des Helden lenken würde. Doch war nicht das Geringste zu bemerkcn, was irgendwie Gesprächsstoff hätte geben können. Ernst verhielt sich derart, daß dazu kaum jemals Aussicht gewesen

Ware. Xa war es der Brauer, weicher den Zungen und noch mehr den spähenden Blicken Beschäftigung gab. Dieser glaubte, er fördere sem Ansehen wesent lich, wenn er sich als emen Mann darstellte, der seiner hohen Achtung vor den idealen Bestrebungen sogar ein pser zu bringen bereit sei, und erzählte, als gelegcntlich von Ritter gesprochen wurde, seinen Streit mit demselben und dessen I'.rsache. Noch am selben Tage war die Nachricht davon in der ganzen Stadt ver- . , . cm - r i. ' t : r. vreiler. Auen ersahen viezes rngmp von ganz außerordentlicher Bedeutung. Tccy nicht davon wuroe von einem auje zum andern gesprochen, sondern davon, Z. - 3 . t. 4 C f m SUdMdfim.n Vt VUsZ vvvlii Hu:j VuPiiU7(V ;(iiymiu vn Brauerfamilie sei, mit einem solchen Ehrenmanne wie Ritter so schroff zu brechen. Man schalt auf Auguste, welche so undankbar und treulos gegen die Neigung eines solchen Mannes sei und um einer sträflichen Koketterie willen eine ehrenhaste Verbindung leichtfertig löse. Erst Sturm war verwundert, als er in seinem Verkehr mit den Langsteiner Damen plötzlich sehr viel von der Braueisfamilie sprechen hörte, deren man sonst nur immer vorübergehend gedacht hatte. Noch mehr verwunderte er sich über die Art, wie gesprochen wurde. Er halre bisher wiederholt Gelegenheit gehabt, wahrzunehmen, daß die Familie seines Pathen inallenSchichten der Langsteiner Bevölkerung in hohem Ansehen stand. Jetzt hörte er versteckte schüchterne An d.ulungcn, als seider Brauer nicht ganz frei von schwindelhaftcn Grundsätzen, Auguste sehe nicht s:ieng genug auf ihren guten 'Ruf, die Mutter sei eine Person, der es an ncblen Gesinnungen fehle, kurz die Familie sei nicht das, was sie scheine. Zwar waren diese Bemerkungen so vorsichtig, in so schüchternem Tone gehalten, daß daraus niemals eine ernstliche Beschuldigung hätte gefolgert werden können, aber sie waren immerhin deutlich genug, Mißtrauen zu erwecken. Ernst hatte jedoch zu letzterm nicht die geringste Anlage. Die Folge derartiger Zuflüsterungen war nur die, daß er Auguste desto aufmerksamer beobachtete, wie cr sich selbst sagte, um das Madchen mit gutem Gewissen vertheidigen zu können, wenn die Andeutungen eine bestimmte Form annehmen sollten. Diese seine stillen Beobachtungen führten ihn zu den vcr schiedensten Entdeckungen. Fürs Erste bemerkte er, daß Auguste, so oft er in die Stube oder in den Garten trat, ohne er sichtlicken Giund crröthete, seinem Blick auswich und häufiger als fricher um eine Antwort verlegen war. Die Äi'utier wurde noch kuhler als vorher. Es ka:n vor, daß sie ohne 'Nothwendigkeit die Tochter wegschickte, mit einem Auftrage, der offenbar nur ein Vorwand war. Der Brauer dagegen begann jetzt nicht selten an Ernst schüchterne Fragen zu richten, als intcressire er sich besonders für die buchhändlerischen Geschäfte und damit zusammenhängende Dinge. Dabei verwandelte er seine bisherige achtungsvolle Haltung in ein zutraulicbcs Wesen, ihm gelegentlich auf die Schultern klopfend oder, ohne daß Ernst wußte, warum, ihm die Hand drückend. Die Gesellschaft, welche seine Beobacktungen bemerkte, legte diese nach ihrer Weise aus, und infolge dessen trat sie noch schärfer mit ihrcn Andeutungen vor. Erst jetzt erfuhr Ernst von dem mit Ritler stattgehabten Streite. Alles, was man ihm sonst zugeflüstert hatte, wußte richtig als Klatsch zu würdigen. Diese Nachricht aber überraschte ihn. Er hatte wenig Gelegenheit, mit Auguste allein zu sein, doch war cr ungeduldig, sie darüber zu sprechen. Endlich fügte cö sich zufällig. Schon lange, sagte er hastig, habe ick dieien Augenblick ersehnt. Auguste sah ihn scheu an und in ihrem Gesichte malte sich eine große Erregung- Ich habe ge. hört, fuhr Ernst fort, daß zwischen Ihrer Famili: und Herrn Ritter ein Zwist entstanden ist. Ja ! antwortete Auguste. Und weshalb ? fragte Ernst lebhaft. Ihretwegen! erwiderte Auguste leise mit niedergeschlagenen Augen. Das bcdaure ich sehr. Ich weiß aber wahrlich nicht, womit ich den Anlaß dazu gegeben hätte. Die Schuld lag an Herrn Ritter und dem Vater. Ich weiß selbst nichts Näheres. Doch glaube ich, ,daß Herr Ritter zuerst gefehlt hat. Sie sagen das so ruhig, und Herr Ritter ist Ihnen doch zum Manne be stimmt. Auguste seufzte kaum hörbar. Lieben Sie ihn denn nicht? fragte Ernst in gedehntem Tone. Ich schätze ihn hoch als rechtschaffenen Mann. Und damit allein wollen Sie seine Frau werden ? Ich glaubte dies bisher genügend, weil es allen' meinen Bekannten genügt hat, glückliche Frauen zu werden, Sie beklagen also doch diesen Streit? Er wäre vielleicht später gekommen. Warum ? Die )!utter trat wieder in's Zimmer und betrachtete die Beiden mit arg.vchnischen Blicken. - , Ernst bekam diesmal und auch in den nächsten Tagen keine Antwort auf seine Frage, so begierig er darauf gewesen wäre. Statt dessen fand er Auguste ganz besonders still, und statt des bellen, lu

sligen Aachens, das ihm sonst o jeyr gefallen hatte, hatte sie für seine Scherte nur ein schwaches Lächeln. Drei Wochen war Ernst in Langbein und er verwunderte sich darüber, wie schnell trotz des einförmigen Lebens und der bescheidenen Unterhaltung die Zeit vergangen war. Man hatte die Hälfte des August, und es kam der Tag, wo Langstein daS Hauptfest des ganzen Iah res zu feiern pflegte. Es war dies die jährliche Ausstellung von Vieh und landwirthschaftlichen Erzeugnien, welche der landwirtschaftliche Verein des Amtsbezirks veranstaltete. Mit diesem fachma ßigcn Hauptzwecke des Festes verband sich, der zahlreichen vom Lande kommen den Gäste wegen, eine Art Jahrmarkt. Da aber außer Bauern auch gebildete Gäste, wie Gutsbesitzer, Lehrer undForstleute kamen, mußte auch diesen etwas geboten werden, und dies geschah durch ein Kellerfest auf demKeller der Kratzer'schen Brauerei. Doch damit begnügte man sich noch nicht. Da das Fest zwei Tae dauerte, so wurde am zweiten Tage ein ländlicher Ball auf einer Lichtung des der Stadt gehörigen nahen Waldes ab gehalten. Grade auf diesen letzten Theil des Programms bildeten sich die Lang steincr das meiste ein. Schon einige Tage zuvor wurdeu in allen Häusern, wo es Töchter gab, und das war in Langstein überall außer im Pfarrbause' der Fall, hellfarbige Kleider gewaschen, gebügelt nnd, so gut man es vermochte, nach der neuesten Mode zugerichtet. Ganz besonders war bei dem Feste der Brauer be theiligt, nicht blos weil es . galt, die schwersten Mutterfässer in der Tiefe des Kellers zu öffnen und in mehr als tau send kleineren Gebinden ddn zahlreichen durstigen Kehlen vorzubereiten, sondern es handelte sich auch darum, die Halle uiid den den Keller umgebenden Garten festlich zu schmücken. Diese Angelegenheit war es, die denBrauer stets geraume Zeit vor dem Feste nachdenklich zu stimmen pflegte und in seinem Innern kaum eine geringere Unruhe erzeugte, als die eines dramatischen Dichters vor der ersten Ausführung seines Stückes. Hier galt es vor Allem, zu zeigen, was Bildung und Welterfahrung machen können. Denn, so sagte er zu Ernst, ihm die Wich tizkeit der Sache darstellend, Bildung ist Geschmack, und nicht blos das; es ist' noch mehr : es ist Phantasie, Erfindungs gäbe. Sie, Herr Vetter, als Poet, werden das zu würdigen wissen. Ohne eitel lu sein : bei meinem Kell feste bin ich Poet. Ernst unterstützte den Vetter bei den Anordnungen durch seinen Rath. Dieser war darüber sehr vergnügt. Gleichwohl verfinsterte sich seine Stirn z:itweilig.' Der landwirthschaftliche Verein hatte als Würdenträger zwei Vorstände, einen Eassirer und einen Secretär. Der Aczirksarntrnann war erster Vorstand,

zweiter aber war der Gutsbesitzer Ritter, und dir Brauer bekleidete die Stelle eines Eassirers. Abgesehen davon, daß diese Stellungen eine ständige Gemeinschaft der Beiden während der Feier unvermeidlich machten, brachte es das Amt des Eassirers auch noch mit sich, daß derselbe bei der Generalversammlung des Vereins, der am ersten Freitage stattfand, 3!echenschast über seine Verwaltung ablegen mußte, also, wie allen andern, auch Ritter gegenüber in einer verantwortlichen, des LobeS oder des Tadels fähigen Stellung sich befand. Dies eben grämte den Brauer am meisten, zumal er wußte, daß Ritter in pedantischer ie nauigkeit Aies zu tadeln pflegte. waS ihm nicht i.i Ordnung zu sein schien. Der wichtige Tag war endlich angebrechen. Im schwarzen Festgewande, eine mächtige Schleife als Zeichen seiner Würde auf der Brust, stand der Brauer an der Seite des Amtsmannö auf der Tribüne, welche am Festplatz errichtet war. Ritter kam vor dieselbe angefah ren und begab sich zu den Festgenossen. Ernst, welcher mit Auguste und deren Mutter ebenfalls dort seinen Platz hatte, mußte schweigend den feinen Tact aner kennen, mit welchem Ritter den bestehenden Zwiespalt unbeachtet ließ, dem Brauer die Hand schüttelte, ebenso Augusten, der er sogar eine kleine Schmeicyelei darüber sagte, wie gut ihr das weiße Kleid mit den bunten Bändern stehe. Vtachdem der Amtmann eine feierliche Eröffnungsrede gehalten hatte und der Reihe nach Pferde, Stiere, Kühe, Schweine u. s. w. vorgeführt und theilweile mit Preisen ausgezeichnet worden waren, begab man sich in einem von Musik beglei leten Zuge n'ach der Stadt zurück, wo in dem großen Saale des Rathhauses die Hauptversammlung deö Vereiiis abgehalten wurde. Nachdem verschiedene andere Angelegenheiten verbandclt worden waren, erging an den Eassirer die Aufforderung.ubrr seine Verwaltung Rechenschaft aozulegen. Der Brauer erhob sich, blickte mit der Miene eines seiner Wichtigkeit sich wohl bewußten Mannes über die Versammlung, stützte die ganze Schwere seines behäbigen Korpers auf die beiden auf dem Tische ruhenden Hände, räusperle sich und begann dann eine feierliche, etwas zu lange Einleitungsrede. Endlich, als sich bereits bei den Zuhörern eine gewisse Ungeduld kundgab, schlug cr die neben ihm liegenden Bücher auf unb gab eine ziffermäßige Darstellung des Eassenbestandes.' Ploylich brach er darin ab, machte eineunstpause, und dann vernaym die erstaunte Zuhörerschaft einen Vortrag über Huma nitat Uiid Menschlichkeit als die Haupterfordeinisse des gebildeten Menschen. Darauf folgte eine ausführliche Darstellung der Thatsache, daß die Segnungen der Landwirthschaft leider nicht allen iii vollem Maße zutheil weiden, daß es vielmehr kleine Landwirthe gebe, die im Schweiße ihres Angesichts kaum das zum Leben Unumgängliche ocr Erde abzwingen. Kopfschüttelnd hatte man eine geräume Zeit zugehört, als endlich der Reo. ner damit schloß, er habe es für gut befunden, einer Anzahl kleinerer Grundbesitzer die jährlichen Vcreinsbeiträge zu erlassen, einzelnen derselben aber auch Darlehen aus der Vereincasse zu geben. Ein lautes Murren erhob sich in der Versammlung; es bildeten sich Gruppen, die lebhast untereinander sprachen; der Lärm nahm immer zu. Endlich trat Ruhe ein. als öiitters kräftige Stimme das Ge rausch übcttöncnd,' durch den Saal klang. Er sprach langsam, die Worte hervorstoßend. Man bemerkte eine gewisse Erreauna an ibm. Allmählich wurde er der-

selben Meister und sprach m fließender, lebhafter Rede. Er bedauerte, daß ihn die vorhandene Thatsache zwinge, gegen einen Mann aufzutreten, den cr Person lich hochschätze, allein derselbe babe einen so schweren Fehler bezogen, daß er es für seine Pflicht halte, iym nachdrücklich entgegenzutreten. Er sprach weiter davon, daß eine so falsche Auffassung der Pflichten der Atenschlichkeit nur in einer verderblichen Eitelkeit, sich vor andern hervorzuthun, ihren Grund haben könne. Wenn Herr Kratzer dies mit seinem Gelde thue, habe ihm Niemand einzureden. Da er dies aber mit ihm anvertrauten Geldern gethan habe, sei derselbe streng zu tadeln. Der Redner führte noch kurz aus, daß ein derartiges Verfahren gar nicht dem Zwecke des Vereins entspreche, und stellte den Antrag, den Brauer haftbar zu machen für alles, was nicht innerhalb der nächsten drei Monate eingebracht werden könne. Es fei dafür sogleich von ihm Sicherheit zu verlangen. Der Antrag wurde mit Beifall angenommen, und am lautesten stimmten diejenigen dafür, welche aus des Brauers Handlungsweise Nutzen gezogen hatten. Dieser erhob sich zu seiner Vertheidi gung. In der Sache selbst begnügte er sich damit, die Höhe der Summe, um die es sich handelte, auf dreitaufeild Thaler festzustellen und mit trotzigem Stolze zu erklären, daß er diese umme noch heute in die Hände des Vorstandes legen werde. Damit wäre die Versammlung wohl zufrieden gewesen. . Er aber hielt es für nothwendig, neuerdings seinen Standpunkt der Bildung und Menschlichkeit zu wahrn, wobei er sich zu Ausfällen auf Ritter nicht nur, sondern auch auf die Versammlung in ihrer Gesammtheit hinreißen ließ, die einen lauten Sturm der Entrüstung hervorriefen. In der darauf folgenden Wahl des Ausschusses wurde der Brauer nicht mehr gewählt. Dies steigerte seinen Zorn auf'S höchste. Es bedürfte des ganzen Ansehcns und des eifrigen Zuspruches des Amtmanns, ihn weniastens so weit zu bringen, daß cr das est nicht durch einen öffentlichen Bruch verdarb. Zvür

Ztitter, der ihm darlegte, wie er nur aus Pflichtgefühl gehandelt habe, batte er nur einen Blick des Hasses. Von der Versammlung weg ging man zu dem Festmahle. Der Brauer Kratzer nahm natürlich auch am Festmahle theil. Er hatte sich dasür schon eine, wie er meinte, glänzende Rede -urecht gerichtet. Die lim stände machten cS ihm aber unmöglich, mit derselben aufzutreten. Siumm trotzend faß cr da, und in seinem Grimm stürzte er ein Glas Wein nach dcmanderen hinunter. So kam er des Nachmittags nach Hause. Kaum in die Stube getreten, wo Frau und Tochter mit Ernst seiner warteten, ließ er dein langverhaltcnen Zorn freien Lauf. Entsetzt blickte Auguste auf den Vater, der fluchte, schrie und auf Ritter in einer Weise schalt, was keineswegs seinem sonstigen Bildungsstolze entsprach. So hatte sie den Vater noch nie gesehen, und sie schämte sich um seinetwillen vor Ernst. Diesem und der Vrauerin gelang es nach einigem Bemühen, endlich zu erfahren, was ihn so aufgebracht hatte. Letztere konnte es nicht unterlassen, eine Bemerkung zu machen, daß eigentlich doch das Unrecht mehr auf seiner Seite liege. Dies hatte einen neuen Wuthausbruch des schwer gekränkten Mannes zur Folge, welcher die Brauerin in um so größeres Erstau nen setzte, als in den 19 Jahren ihrer Ehe eine derartige Widersetzlichkeit von seiner Seite etwas Unerhörtes war. thend: Natürlich, du eigennütziges Ding, dir ist die Ehre des Vaters nicht so viel wertb, wenn es sich darum handelt, einen Mann zu bekommen.! Ehe du aber die Frau dieses elenden Menschen wirst, eher sperre ich dich in ein Kloster ! Einem meiner Arauerknechte gebe ich dick. nocb. lieber, als i. (Forttttzuna folgt.) Bau nnd UnterlageIikz, Zdei- nnd dreifache Dachsaterla!. Dach-Filz, Vech, Koblen-Tbeer, Dach Farben k. SIMS & SMITHER, 19 Veö M"rysaud Str. Base Burner, alle Sortm l Heizöfen, Rungeö, Kochöfen, zu den Niedrigste Preisen ' bei . - ? .t: u(Tfrtä 8nHndl (Mett 62 OS Washington Str. j. 0. PARS0NS, Zahn - Mrzö Ao. 3 M. MKsYkngtonIr., über de ftetol'.jDssttt. 9

Ging er doch so wett, mit Scheidung zu drohen ! Weinend bat ihn Auguste um Aiäßiauna. Er aber sckrie wü

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