Indiana Tribüne, Volume 9, Number 62, Indianapolis, Marion County, 21 November 1885 — Page 1

).

Mä? jjY HH Kl flft SttPftiiP vT L 5 VlHI ' iL lul -1 IA JAAAlLsl iVKch

xVä N l f : ' WM 1 1 Ij L I ift WJF lWWwWVV'

Zllhrgasg 9. Office : o. 120 OK Mardland fcai. Nummer 62. Indianapolis, Jndiana Samstag, deo 21. November 1885.

)

5 V i

CädwällädGr l

Meister - Mnzetges tu fcUcr Spalte soweit diksetben ntsijt Ge schäftk anzeigen find und bt Slafca von drei öeilea nicht übersieigen, w?rden u n u t g e I U ! ich aufgenommen. Dieselben bleiben 8 Tage stehen, köonen aber ubefchraukt erneuert werden. Zluieigen, welche bis Mittag 1 Nhr abgeben werden, finden usch am selbigen Tage lnfnahme. EZerlSttt. ,rlingt: Sin gute M!dchn. o. 31b O Dort Straß,. 22no SteUegesuc!?e sch t werden Damen ra Weitaus ine ging ttxtn Attt?l? in der St,dt. tö ne 2 bi 3 Dallar r ?,z V:dink. ähre 409 Vita Jer'e? ette. 22no Zu vermiethen. 8u-etnttct5en, bi2'gf in Jzhr. 9 Acker tt ein ,sftScklgenHzuse mit9 L'mmer.7 Scheu, nen nd anderen Anbiuten. rofe Odt'arten mt kleiner 'Ät aller Torten. 40 5en?tr für Mlestbt,te ndllrh für Gartenarbeit. Da Land ist rat kultivirt und nur 3 Ae,ln nördlich von der Statt. . Würgler. llyi Ost Wisdington Straße I Llut.,H'aut und Nervenkrankhei.I ten eine Epenalität. Dr. Denke.I Walter, 226 Ost Wshmgton Str.Z Pelz-Kappen ! Pelj-Handschuhe, Pelz-Decken, Ohren-Wärmer. Wir führen em großes Lager von Hüten und Kappen zu den niedrigsten Preisen. Bamberger Vto. 16 st Washington?. Großes Schauturnen verinftaltet vom Unabhängigen wein - C am Sonntaü,.Z2 Yovemöer ! rn Bickson's Grand Opera House. Preis, der Platze: ?quet und Dretirele 3b ,t. Ssllerie 2, Cent. Reseroirte Eiye bt. Dr, THEODORE H ! ) Office: Zimmer Ao.8 Fletcber 3 Sbarpe'S Block, exreftunden: 9-C Morgens. m 2- 4 S&gmUUal. 7-8 Abend. Lsnntsz nur von 23 Uhr achmittagl. .Oohuung: Ecke Cellege nud Hsme Sie, ttT Telephon 848.. j. G. PARS0NS, Zahn-MVzö! zra. 30 W. AasZingtonflr.. über der .Nekt".Ossice. CHIITIJV WISSE, UJXhStT-X-. f . t'"' -1 A rn i - - 9 - r'-w-. rrw. -Ä Ä5? WM LeiSenbtftatter, 39 N. East Str Andreas Oehier, Händler in Uh'en, Wanduhren, Schmucksachen und Silberwaaren. 20 Süd ?ekaware Str. ? Revaratnre .in Uhren eine Spezialität, ,ch ilt tbtn ine große Sendung gan, neuer ' RUre erhalten, elche sich sehr gut ,u ea)enke . bitt,, n gf. tfichttgung derselben.

ZtNVN

m

AGli ER

Fearaaught,

WotograpHm.

Neues per Telegraph. W etler e u Ss ich 1 1 n. Washtngl on. D. C.. 21. Nov Schöne? Wetter, daraus trübe Wetter und Strichregen. Praktisch ab er fein. Denton. Tex.. 21. Nov. Fünf zehn Tramps, welche gestern eingesteckt morden waren, wurden U$t Nacht von einem Mob au? dem Gefänznib geholt. Jeder bekam 39 Stockstreich?, woraus hnen geboten wurde, sich aus dem Staube zu machen. Sie befolgten das Gebot ohne Zögern. Son derbar Baltimore. 21. Nov. Capitän John Abbott, der Steuermann Robert Treanor. und der Matrose Patrick Tally ertranken gestern im Patapsco River. angeblich indem sie alle Drei gleichzeitig vom Verdeck in's Wasser sielen. Eine Untersuchung wurde eingeleitet. Ebitoricttes. Wer glaubt, daß die herrschende Gewalt in Republiken zahmer ist, als in Monarchien, der täuscht sich. Sie mag vielleicht zu Zeiten, besonders wenn die Verhältnissees gebieten, etwas weniger blutdürstig sein, aber selbst das ist zweifelhaft. Lesen wir da heute Morgen im Journal" Folgendes : Die französischen Canadier machen sich zu Narren, wenn sie aus Riel einen Märtyrer machen wollen. Die Gesetz deS Landes, in welchem er wohnte, gesielen ihm nicht und anstatt sie friedlich zu reformiren, zettelte er eine Nebellion an. Er wurde gehängt, und ihm geschah Recht." Nach dieser Logik wäre Denjenigen, welche vor mehr als hundert Jahren die Unabhängigkeitserklärung erließen, und dann die Rebellion gegen England anzet telten, wäre Washington und den anderen Führern der Revolution im Falle der Niederlage ganz recht geschehen, wenn sie ebenfalls gehängt worden wären. Solche Logik schickt sich nicht für ein Land dessen Selbständigkeit aus der Revolution hervorgegangen ist. Die Geschichte unseres eigenen Landes zeigt ebenso, wie die Geschichte anderer Länder, daß nicht jeoeS Unrecht auf fned lichem Wege beseitigt werden kann. Die Revolution ist das große Recht der Völker. Wie die Kanonen die ultima ratio der Könige sind, so ist die Revolution die ultima ratio- der Völker. Es ist in dieser Beziehung in Nepubli ken nicht anders als in Monarchieen. Bei uns herrscht die sonderbare Anncht, daß AlleS, was die Majorität beschließt, Recht sei. Wenn es nun aber, wie z. B. Prohibition, nicht Recht an sich ist? Nun, dann muß es eben doch für Recht gelten. denn die Mehrheit will es so, und sie kann ihren Willen erzwingen, well sie die Gewalt hat. Es liegt hier also eine Verwechslung zwischen Recht und Gewalt vor. Man täusche sich darüber ja rncht. Es besteht in der Welt sehr wenig Recht, aber sehr viel Gewalt. Hätte Riel Glück gehabt, wäre er mit seiner Nebellion siegreich gewesen, ei, was für ein großer 'I)!ann wäre er ; da er der größeren Gewalt unterlag, an den Galgen mit ihm! Es kommt rmmer bloß darauf an, wer der stärkere lst ! In der Republik genau so, wie in der Monarchie. John Brown wurde gehängt, weil er auf dem Wege der Rebellion die Sklaven befreien wollte. Damals schrieen die, welche die Gewalt in Händen hatten: An den Galgen mit ihm !" Als die Machtverhältnisse sich geändert hatten, als die Sklaven schließlich doch auf dem Wege der Gewalt befreit wurden, feierte man das Andenken John Brown's und sang sein Lob in allen Tonarten. Das Recht ist nicht ein Institut, das six und fertig aus der Erde wächst, was Recht ist, wird von Denjenigen bestimmt, welche die Macht in Händen haben, und ohne Machtgiebt eS kein Recht.

111

fTIftl!

In Chicago wurden in einem ffabriketablisiement die Löhne um 20 Pro. zent herabgesedt, mit dem Bemerken, daß wenn sich die Arbeiter diese Reduktion nicht gefallen lassen wollen, man eine ge wisse Maschine einführen werde, welche die betr. Arbeiter ganz und gar überflüssta mache. Dazu bemerkt die Chicagoer Arbeiterzeitung : .Die Arbeiter sind der Meinung, daß die Firma durch diesen Lohnabzug im Lause deS Winters soviel aus ihnen herausquetschen will, um im Frühjahr die betresfenden Maschinen davon zahlen zu können. Und damit wird eS auch dermuthlich seine Richtigkeit haben. Man .spart" also den Arbeitern so viel vom Mund ab, um mit dem erpreßten Gelb Ersah für sie in Gestalt von Maschinen zu schassen ! DaS ist der Lauf der Dinge. Darüber lamentiren wäre nutzlos. Die menschliche Arbeitskraft wird auf allen Gebieten durch die Maschine verdrängt. Diesen Prozeß verhindern weder Gesetze, noch GemerkschaftSVcrbindungen. Und warum auch sollte man Das zu verhindern suchen, waS dazu beiträgt, die menschliche Arbeit zu erleichtern ? ES ist doch wahrlich kein Vergnügen, seine Lebenszeit durch übermäßige Anstrengung um vielleicht die Hälfte der natürlichen Dauer abzukürzen, die paar Jahre, die wir zu leben haben, in dumpfen Fabrikrüumen zu verbringen ! Jede neue Elsindung, welche unsere Ar beit erleichtert, sollte vernünftigerweise unseren Lebensgenuß und unser Lebensglück erhöhen. .Sollte, ja freilich, aber thut eS nicht !" antwortet der brod !o8 gewordene Lohnsklave. So, und warum denn nicht? Ist eö etwa die Schuld der Maschine, daß Du hungerst, weil sie Dir die Last abgenommen hat und für Dich arbeitet? Sieh', wie die klugen Fabrikanten die Maschinen au? nützen ! Werde wie sie Besitzer der Reichthum erzeugenden Maschinen und Du wirst nicht länger zu fasten brau chen." Diesen Bemerkungen der Arbeiterzei tung fügen wir noch Folgendes bei: Der Arbeiter wird sich fragen : .Wie kann ich Besitzer der Maschinen werden ? Maschinen kosten Geld, und ich habe kaum genug um zu leben.- Darauf ist zu emidern : Du sollst such nicht selbst, ständiger Maschinenbesitzer werden, denn dadurch würdest Du ja ebenfalls zum ausbeutenden Kapitalisten, aber wenn der Einzelbesitz an Arbeitsmitteln auf hört.wenn die Arbeitsmittel in die Hände der organistrten Gesellschaft übergehen, dann ist Jeder Maschinenbesitzer und der Arbeit:? genießt den vollen Segen der arbeilsparenden Maschinen. Drahtnachrichten. Bankerotte. New Aork. 20. Nov. Zahl der Bankerotte nährend der legten Woche in den Ver. Staaten und Canada 222 gegen 179 in voriger Woch:. Macht New York eine Ausnähme? New York. 20. November. Beider heutigen Sitzung des Senats Comites zeigte der Stenograph Straßier, daß er bei Richter McCarly angestellt sei, und daß- er für Wzhlzwecke in einem Jahre S1.200 bei einem Gehalte von Z2000 bei gesteuert habe. Als er nicht mehr zahlen moll:e, entließ ihn der Richter. Der Stenograph Naurice Q'Connor bt zeugte, daß unmittelbar nach seiner An stellung ihm gesagt wurde, Richter Kelly habe einen kostspieligen Prozeß und be dürfe pekuniärer Uaterstützung. Er bezahlte innerhalb nicht ganz drei Jahre $2,930 88 und als er nicht mehr bezahlte, wurde er entlassen. Wahrscheinlich Selbstmord. Chicago. 20. Nov. Letzte Nacht hörte man am Fuße der Oil Straße Hilferufe au8 dem See. Die Polizei wurde herbeigerufen und dieselbe zog ein seingekleidetes, etwa 30 Jahre altes Weib aus dem Wasser. Sie war schon eine Leiche. Ein Ring, den sie am Fin ger hatte, trug die Inschrift F. W. B. an M. L. C. H. Starben in den Flammen. Sanduöky, O. 20. Nov. Da County Armenhaus wurde heute durch Jeuer zerstört. Fünf Frauen kamen in den Flammen um und der Superinten dent wurde schwer verletzt. ES befanden sich SS Insassen im Hause.

Halten zusammen. Pittöburg, 20. Nov. Jndenletz. ten Tagen sind hier mehrere dem Hocking Thal Syndikate gehörige Wagen ange kommen. Die Arbeiter weigern sich je doch dieselben zu füllen und wollen nicht dazu helfen Contrakte auszuführen, deren Ausführung durch den Strike unmöglich gemacht ist. Sie wollen ihre.Collegen im Hocking Thal nicht in ihrem Kampfe schädigen. Ein mörderischer Angriff. St. LouiS. 20. Nov. Als Herr John B. Bowman letzten Abend zwischen 7 und 3 Uhr sich nach seiner Wohnung in East St. LouiS begab, wurde er von einem Unbekannten in den Kopf geschossen. Er starb fast augenblicklich. Bow man war ein hervorragender Politiker, längere Zeit Maysr von East St. Louis. Er war ein sehr tüchtiger Advokat, ein Mann von starkem energischen Charakter und hatte in Folge dessen auch viele Feinde. Man hält den Mord für eine That der Rache. D ie Gruben arbeiter am S ch u y l k i l l. VotttSville, Pa.. S0. Nov. Gestern fand eine Versammlung der Vertreter der Bergleute statt. Man beschlok. sich ine Lohnreduktion nicht ge fallen zu lassen, und nicht länger als 10 Stunden täglich zu arbeiten. Heuschrecken. Regen. Helena. Ars., 20. Nov. Zu einer frühen Stunde heute Morgen wurden die Einwohner durch ein sonderbares Geräusch geweckt, daö vonjnem heftigen Rtgensturns herzurühren, schien. ES zeigte sich statt dessen, daß die ganze Luft mit Heuschrecken angefüllt war. Diesel den fielen zu Tausenden in die Straße und mußten mit Schaufeln weggeschafft werden. Ber'Sabel. Der Krieg auf der Balkan Halbinsel. Wien. 20. Nsv. In Belgrad wird jetzt ossiziell zugegeben, daß die jüngsten Kämpfe mit den Bulgaren bei Slivinitza. Slavinje und Glingi in Niederlagen für die serbische Armee endeten, und daß diese eine entmuthigende Wirkung auf die Bevölkerung ausübten. Ein weiterer Beweis für die gefährdete Situation Serbiens liegt in der Thatsache, daß die Belagerung von Widdin aufgehoben wurde und daß der General Leshjany zur Unterstützung deS König? Milan in möglichster Eile abgezogen ist. ' London, 20. Nsv. Aus Tzari brod wird offiziell gemeldet, daß die Niederlage der Serben bei Slivinitza, dem General Jovanovitch, dem Com mandeur der Donau Division zuzufchrei den ist, welcher einige grobe taktische Fehler machte und eine gewisse strategische Bewegung nicht auZsührte. Vier serbische Divisionen sind jetzt unterhalb Dragorxan zusammengezogen und soll morgen ein neuer Angriff auf die Bulgaren, welche Slivinitza vertheidi gen, erfolgen. General Topalowitsch. welcher den rechten Flügel der serbischen Armee befehligt, hat 'sich unweit Sofia, das in wenigen Stunden erreicht erden kann, verschanzt. Die Bulgaren habe gestern einen serbischen Angriff in du Richten auf Aid din zurückgefchlagen. Tzarib ro dL0. Nsv. General Jovanomifch wurde vor ein Kriegsgericht gestellt und seines CommandoS der Do nau Armee enthöbe. Ein KciegSrath ist in Sitzung und diskutirt über die Lage der Dinge in der Front. Wien. 20. Nov. Eine Depesche auS Slivinitza neidet, daß die Bulgren, seit Fürst Alkiander den Befehl übernommen hat, mit größerer Hingebung gekämpft haben, als beim ASbkuch deS Krieges. Sie haben nicht nur die Serben au? ihrer Stellung vor Slivinitza Verdrängt, sondern sie auch bis zum Dragoman Paß zurückgetrieben, wo eine zweite große Schlacht stündlich erwartet wird. Einer der Adjutanten des Fürsten Alexander, wurde in dem Engagement am Mittwoch getödtet, dem Fürsten selbst wurde ein Pferd unter dem Leibe erschossen. VSisssnsSrtSt. N e w V o r f, 20. Nov. Angeksm men : .Donau" von Bremen ; .City os Berlin-von Liverpool.

im JrnlffiJliö

Vom TluSland. Ctn internationaler Hoch stapler, der fast alle Polizeidirectionen der Welt beschäftigt hat, ist in 3!om ver hastet worden. Derselbe nennt sich an geblich Bestellt. Er bereist feit etwa neun Jahren alle Großstädte Europas und lebte während dieser Zeit nur von Hochstapeleien schlimmster Art. Etwa 60 Jahre alt, ist er ein überaus stattlicher vjiann von dijtmgunten und beste chenden Manieren. Je nach den Umständen gab er sich bald als Bankier, Prinz von Alzabor, Herzog von Sarbonet aus, bald als Baron von Ohis, Gesandter der Republik Honduras beim päpstlichen Stuhle, bald als General a. D., Industrieller :c. Unter diesen Masken verschaffte er sich Geld und Credit, lieh Pretiosen, die er stets zu bezahlen vergaß, verkaufte gefälschte Actienzc. Fast bei allen europäischen Polizei-Direc-tionen liefen gegen ihn Denunciationen ein, ohne daß es gelang, ihn zur Vestrafung zu ziehen. Sobald er wußte, daß etwas gegen ihn im Werke sei, verschwand er spurlos, um anderswo unter anderem Namen aufzutauchen. Auch in Berlin hat er sein Wesen getrieben. Er bewegte sich stets in der besten Gesellschaft, oft sogar als Gesandter von Hon duraö costümirt und die Brust mit Orden aller möglichen Länder bedeckt. 1L33 wurde er in Nizza zu einer Freiheitsträfe vemrtheut. Kaum entlassen, be gab er sich nach Rom, wo er zwei Jahre lang als Hochstapler unbehelligt lebte. Einen Engländer betrog er 1884 um die Bagatelle von 70,000 Lire, indem er ihm vorredete, er beabttchtlge mit ihm den Hafen von Civitavecchia im Auftrage der Regierung auszubauen. Kaum hatte der bethörte Associe das Geld vorgeschossen, so verschwand Bostelli spurlos. AnsangS'Octooer beschloß der Gauner, in Rom einen Colofsal-Betrug zu insceniren, doch fiel er dabei der Polizei in die Hände. In seinen Koffern fanden sich 91 Adelsdiplome, zahlreiche Ordensformulare, gefälschte Cheques, 14 falsche Paffe und ein Tarif für alle möglichen Orden, die er verschaffen m können voraab. Am Hofe des ttönigs Tdi bo von Birma, dem jetzt die Engländer mit der Entthronung drohen, erheischt es die Etikette, daß alle Personen, selbst die Minister und die höchsten Hofchargen, wenn sie vor ryrem Gebieter erscheinen wollen, sich vorher ihrer Fußbekleidung entledigen müssen. Vor den königlichen Gemächern befindet sich daher ein kleines Gelaß, in welchem alle zur Audienz Er schrenenen tyre Fußbekleidung und ebenso auch ihre Strümpfe ablegen, die dann von einem Beamten in Verwahrung genommen werden. Ein königlicher Kammerherr untersucht dann die Füße der Audienzbewerber in Betreff ihrer Rein lichkeit, und hat er dieselben hoffähig gefunden, so wird deren glücklicher Besitzer von zwei Dienern unter die Arme genommen und zum Audienzsaal Hingeleitet. Dieser Kammerherr, der den pompösen Titel Königlich birmanischer Stiefelauszieher" führt, obwohl er doch eigentlich mit dem Stiefelausziehen gar nichts zu thun hat, haftet mit seinem Kopse dafür, daß kein unreiner Fuß das Gemach des Königs entweiht. Ein unfehlbares Mittel gegen die Cholera will in Palermo der Arzt Dr. Reforgiato zum Aerger seiner College 'erfunden haben. Das abergläubische Volk ist fest von der Wirksam seit ferner Eeheimcur, die er auf keinen all, und trotz wiederholter amtlicher Aufforderung, der Oessentlichkeit überaeden will, überzeugt. Das Haus, wo er M ! ? . . i-W l woynr, ti zu leoer A,agesze!r von ausenden von Popolani (Leute aus dem Volke) umlagert. Sein System ist sehr mysteriös. Wird er zu Cholera-Kranken gerufen, müssen alle Anwesenden das Zimmer verlaffen, nachdem man ihm in einem Teller etwas Wasser gebracht hat. Wie verlautet, giebt er den Kranken gewisse Pillen ein und geht dann ruhig seines Weges. Die Hilfe so schreibt La Democrazia" ist stets zweifellos. Daö Volk fordert nun, man solle ihm ein besonderes Hospital zur Verfügung stellen, ein Ansinnen, dem der Präfect nicht willfahren kann, so lange das "miracoloso specifico" nicht ärztlich geprüft worden ist. Es ist deshalb bereits zu ernstlichen Tumulten gekommen, so daß daö Militär einschreiten mußte. Andere Aerzte erklären den Wunderdoktor übngens für einen Eharlatan. Römische Blätter melden, daß der Cardinal Domenko Bartolina ein anonymes Schreiben empsing mit der Aufforderung, dem Absender, der sich in seiner Behausung Präsentiren würde, sünfzehntausend Lire auszuhandigen, widrigenfalls würde er das Haus durch eine Dynamitpatrone in die Luft sprengßn. Die bedrohte Eminenz verständigte die Polizei, welche den Attentäter, einen Barbier, festnahm. In seiner Tasche fand man thatsächlich eine Dynamitpa-trone.

Ms. n s i WssHingss GSsstzs.

Dir igste Pla Wöb

Teppiche, Oefen, Matten, Oeltuche, Fenttervorbänae. EtSschranke, EiSkiften und (Sasollnöfen auf WöchtntNSe oder monatliche SSzatZlung oder für öaares (Ztkd Parlor Garnitur (7 Stück) . . . 830.00 Wallnnß Schlafzimmer Garnitur (3 Stück, GlaS auf dem Waschtische) . . . 953.00. DeeorirteS Schlafzimmer Garnitur (8 Stück) $28.00. Bei dem zuverlässigen Hause, HBdDEJM X2XIjEDtt:n 97 Ost WashZngtonstrab?, 14 & 16 Süd Delavareftrabe. t Abends bis 8 Uhr geöffnet. Samstags bis 9 Uhr. Neues Geschirr, Porzellan und Glas-Waaren ! Srösiteö Lager im Staate.

Feine gemalte Chamber Sets" F2 und aufwärts, gemalte TheeserviceS tt.M und aufwärts, gemalte Tischservices S3.!5 und aufwärts, außerdem GlaS- und Porzellanwaaren zu den niedrigsten Preisen, um jeden Käufer zu befriedigen. Sieh' unsere Waaren und unsere Preise. . SeliFadci1 Wk'oMei?, . No. Og Washington StrajZe. Wie ist es möglich ?

es mann

Händler in Rouleaux, Teppichen, Tapeten, Oeltuchen u.f.v., n.f.v. zu solch' äußerst billigen Preisen verkaufen kann ? - Antwort: Weil er seine Einkäufe nur gegen Baarzahlung macht und be deutend geringere Unkosten hat, als seine Eonkurrenten. Soeben erhalten : Sine reichhaltige Auswahl der neuesten Muster in Tapeten und Teppichen. N. B. I ch g a r an t i r e, daß meine Preise in jedem Falle niedriger als die niedrigsten sind. Man überzeuge sich! Mo. 40 Süd Meridian Straße.

1551 c Hn. JL c& nn. bester Qualität ,u len niedrigste Preisen bei Xulin and Rhodoo, Vko. 13 vkrgknta Zlvenu. TelerHon 273. Färb: Madiso ,enne und Ra? Straße.

ano R. Ross & Co

Großhändler in

XSal

129 Süd Meridian Straße.

Indianapolis.

Vke Mnt Moon Ecke Pine, Harrison Straße, und English Avenue. George Kienzle, Eigenthümer. Feine Weine, Liauore und digarren. Freier Lunch Morgens und Abends.

in Indianapolis str

Uht W&vt en0 9 sr Bremen nachJndianapolis S2S.VW. Hamburg nach Indianapolis $2H.sn. FIIENZEL BEOS. Mcrcliants National Bank, S.W.Ecke Washington und Muldta??.

B

ssM