Indiana Tribüne, Volume 9, Number 51, Indianapolis, Marion County, 10 November 1885 — Page 1
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Sahrgaag ö. Ossiee : Ao. 120 OS MmölsuS Mrsße. Nummer 51. JnblanapollS, Jndiana Dienstag. Ven 1. November IS8S.
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1 en rn diejtt Spalte soweit dieselben Sicht $f schästtanzeigen fiud und den Raum vou drei Zellen nicht nberfieige, werden unentgeltlich ans genommen. Dieselben bleiben S Tage stehen, sännen aber unbeschräntt erneuert werden. Vnzeigen, welche bis Mittag 1 Uhr adgx. geben derben, finden noch am selbigen Tage Lasnahmt. Die Lsr dr TribJn- find ersucht, keine Sbon vemintlztlder an die trl j?r, sondern um an Herrn Schmiit, unsern Eo2eKor oder in der Ofsice zu U ,adln. Herr Schmlv ist für all au der Ossiee c icnicn Z:ttun?en ,erantortttch, ftellt selbst seine Trlger an. und ale enthebenden Verlust fiZe ihm Wir bitten dShlb tdn vor Schaden tu bemah ren, der m dadurÄ .rachsen könnt, dak Subskrtp ttanaeldr an jemand ander all an ihn, oder in der Offik bk,zht werd", c müßte denn der betr. Ttlger eine on Herren Schmidt unterzeichnete Quittung iaben. eln$t. erlangt: in ute VZädchen sär Haulardeit Rzj,ufragn 510 flor West Straß?. tno verlangt mird in guteV!ä'chen in einer kleinen Zatlie. Nähere No.A Ost w IZkk Ltr. 19n B crlan at wird ein aute Mädchen in einer !li en Familie. Nähere in der Ofsie t. tSUl. 12no verlangt merken t?ei Earv'nter und ein Pam ter be, Jacod erniöhr Jto 3 I.iser sti- Uno verland t: Ei gute Mädchen kür allgemeine Haurbett. N,. Oft Market Straße. llro verlangt: n j-ite deutsche Mädchen, nielche Iu kochen ,erft,ht. erhält einen guten Platz g gen hen Lohn. A. Schtöt, .1 er Str. Uno Stellegesuche. sucht ,d Stell in einer Milcht?tt oder sonst o. dresftre: X. g. Office der Tr'väne. lno L ermtethen: Ei schöie Z mmer, mödlirt er unmSdlirt. o. 9 Zletcher Kvenue, I3no S'e sucht mir Stell von einer Klieren Frau in etaer deutschen Zsintile. o. 23 State S,e. 12no gesucht: tii erst kürzlich eingeuandeiteS Mädchen sucht Stelldna. al D'enftmaochen. .achzusia geS2l Süd Delawar Slraß. Ilno tAe sucht: Ein krZ'lizer junger Mann sucht irgend eiche fchä-tiguna. 8:tfi bkUete man unui , B. in der Offsce d B'.t. ,u dintee äffen. 110 Aecloren. ffl.vlitr.n stln jnfhene ,lZ?ette n it -dhatm" tat Donnerstag entweder im Dime Museum oder ans dem Wege on dorr nach oer ,ransrar. xi.i ? sin der in gebeten oiestde geaen angemeflene ohnung, in der Osfice d. BUS. oder c. 4S Mul den, Straße abzugeben. Hn Zu vcrmicthcn. flu ermiethen: Sin mSdttrtk Zimmer an I ,er2junge Lk-ti. 39 Süd Säst Str. llnc 8u ermietden: in schöS mttkirteg Front lmmer an t d? 2 H:rn. 130 Union Str. Ilno Zu verkaufen. Zu erkaufen oder v erlauschen: 2 er Land, gute Hai und Stall. li Meilen voa Brightood; bllllg. . - Würgter, 7 Ost Washington Straße I Blut-, Haut und Nerven!rankhei. ten eine Spezialität. Dr. Denke. 'Salier, 226 Ost Washington Stc.ß Wer den Werth des Geldes schätzt, sollte seine Hüte und Kapven bei LäradsrAgr kaufen. Bei diesem wohlbekannten Geschäftsmann sindet man die größte AusWahl von Winterhüten und Kappen, zu Preisen, welche einen wirklich anlachen. LainIiörgO!', Clo 16 OS WasbiugtouSr. Qtaib. Unser ZwilliogS-Töchtttchen Bertliti, 4 Jahre alt. Carl und Anna Möller. Beerdigung Privat. Qoscher ! Koscher ! Harry Kahn, hat ein Flcisch?rGeschäfi erßer Klasse eröffnet in 108 Süd Ill xois Ktratze. Sr bittet seine Freunde, bei ihm dor zuspreche. Doirnan & Oö 11 Sft Raingts Str. Ocstn, Ranges, Alle Sorten NüchenMtensilien. ArtTrcasurcVascVurncr Front Heater Base Burner. Agenten für den American Base Heater" I
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NeneL j?er Telegraph. Wettee.uSstchten. Washington, D. C., 10. Nov. Schöne?, wärmere? Wetter, verändern cher Wind. Die lateinische Union. Washington. 10. Nov. Der französche Gesandte erhielt heute folgende Depesche: Frankreich. Griechenland, Italien und die Schweiz haben die Münzunion auf weitere fünf Jahre be schlössen. Belgien ist noch nicht beige treten.
Grober Bankerott. New York. 10. Nov. Die Schnittwaarenhändler Watson fc Barthelow haben mit einer halben Million fallirt. Gdltorielles. Nun nachdem die Chinesen im ser nen Westen aus'S Grausamste verfolgt werden, schickt die Regierung Militär dahin. Hütte sie vorher für gewissenhafte Ausführung des ChinesengesetzeS gesorgt, hätte sie Utt dergleichen nicht nöthig gehubt. Die Schuldigjprechung d?S Herrn S'ead, des Redakteurs der Londoner Pall Mall Gazette- wegen Entführung eines Mädchens, zeigt die gan'.e Heuche lei und Verlogenheit der .Gesellschaft Derselbe hatte um seine Enthüllungen zu beweisen, ein Madchen in der von ihm beschriebenen Weise entführen lassen. Dem Mädchen aber geschah nichts zu 2nöc. Aon all den großen Herren, welche durch die Enlbüüungkn der P:ll Mall Gazette blobzestellt wurden, ist keiner zur Lerantmortung gezogen worden, wegen der erwähnten Entführung aber wurde Herr Stead angeklagt, und schuldig ge funden. Er wird die Strafe, welche noch nicht bestimmt ist, tragen, ohne zu appelliren. Im Hoöing Tbale scheint der Ulrike ein permanenter zu werden. Nachdem erst vor Kurzem ein Strike. der seh? lange gedauert hatte und für die Kohlengräber mit Noth und Entbehrung verbunden war, zu Ende ging, ist der ArbeitSauSstand schon wieder da. Die Löhne der KoblengrSder im Hock ing Thale sind so erbärmlich, daß man sich gar nicht erst zu fragen braucht, ob eine Lohnerhöhung gerechtfertigt ist, oder nicht. DaS Merkwürdige aber ist, dab trotz dessen waS Alles vorgegangen, die Leute dort immer noch nickt gelernt haben, daß sie mit StrikeS nicht? gevinnen. ES ist noch niemals ein Strike auf die Dauer erfolgreich gewesen. und zeitweilige Vortheile gehen auch im mer wieder verloren. Dagegen stürzen lehr häusig die Arbeiter durch StrikeS sich und ihre Famili,n-in's tiefste Elend. ES giebt nur ein Mittel zur Abwen dung deS ArdtiterelenöS. Die Arbeiter müssen die politische Machtim Staate und damit die Gesetzgebung in ihre Hände bekommen. Drahtnachrichten. Gegen dieBell Telephons o. Washington. 9. Nov. Heute begannen vor dem Sekretär des Innern die Verhandlungen über das Gesuch, dak die Regierung das gerichtliche Verfahren zur Aufhebung deS Patentes einschlagen möge. DerPanama-ttanal. New V o rk. 9. November. An der Äktiendökse zirkulirte heute daS Gerücht, daß die Arbeiten an dem Panama-Kanal eingestellt seien. Die Wahrheit desselben wurde jedoch auS zuverlässiger Quelle in Abrede gestellt. Riel'S Hinrichtung aufge schoben. Regina. N.W. T.. 9. Nov. Riel'S Hinrichtung wurde bis zum 16. ds. aufgeschoben. Die Vorbereitungen für die Hinrichtunq werden getroffen, obwohl der HinrichtungSbefehl noch nicht einge troffen ist. i. Der Strike im Hocking Thal ColumbuS, O., S. Nov. Von 5000 Bergleuten im Hocking Thal und in Central Ohio waren heute bloß 200 an der Arbeit. Man befürchtet, daß es wie der zu Ruhestörung und EigenthumSver Wüstung kommen wird. Wieder Arbeit. ! bester. Pa.. 9. Nov. Roach'e Schiffsbauhof wurde heute Morgen wie der in Betrieb gesetzt. 170 Mann san den sofort Beschäftigung. Die Arbeiter. welche die ganze Zeit über ohne Beschöf tigung waren, hatten sich versammelt. und alS die Dampfpfeife ertönte, kam auS Hunderten von Kehlen ein lauteS Hurrah.
Ein verheerender Sturm.
Selma, Ala.. 9. Nov. Freitag Nacht? zog einer der furchtbarsten Stürme über unsereGegend, allenthalben an Häusern, Brücken, Fenzen, Bäumen und Feldern entsetzlichen Schaden anrich tend. Dreizehn Personen fanden wäh rend deS Sturme? ihren Tod und gegen 50 wurden mehr oder weniger verletzt. Die Umgegend wird nach Todten und Verwundeten durchforscht. In der Stadt wurde eine Subskription eröffnet, um die Todten zu begraben und den Verletzten und Geschädigten Hilfe zu leisten. Für Prohibition. H uron, D. T-. 9. Nov. Die bei der kürzlichen Wahl in Dakota abgege denen Stimmen werden morgen gezählt. Der Vorschlag Huron zur Hauptstadt zu machen, sand eine Majorität von unge fähr 4000 Stimmen. Der Vorschlag zur Einführung derProhibition ist durch gegangen. AuS Montreal. Montreal. 9. Nov. GefundheitS constabler Moffatt wurde letzte Nacht von einem PSdelhaufen angegriffen und schwer verletzt. Ein Mann in Barri Lane, in dessen Hause Blatternkranke waren, trat auf den Balkon, um frische Luft zu schöpfen. Die Constabler befahlen ihm in'S HauS zu gehen, und als er sich weigerte, wand ten sie Gewalt an. Eine Menschenmenge sammelte sich an und bedrohte die Csn stabler, welche die Flucht ergriffen. Sie wurden wegen Ueberschreitung ihrer Be sugnisse abgesetzt. Säbel. Wird nicht appelliren. London, 9. Nov. Herr Stead, der Redakteur der Pall Mall Gazette, er klärte heute tn einem offenen Briefe, daß er gegen daS über ihn gefällte Urtheil nicht appelliren werde, und überhaupt nichts thun werde, um die Ausführung deffelben zu verhindern. Der König von Birma. Rang u n, 9. Nov. Die Antwort des Königs Thebam auf daS britische Ultimatum ist unzufriedenstellend. Aus daS Verlangen, feine auswärtigen Be Ziehungen unter die Controlle England's zu stellen, erwiderte er, daß er erst Deutschland. Frankreich und Italien con sultiren müsse. Die Forderungen der Bombay und Birma Handelscompagnie wolle er erwS gen, wenn er von derselben demüthigst darum ersucht werde. Die britische Expedition wird ohne Verzug die Grenze überschreiten. Kops ab. L in ia. 9. Nov. Am 3. dS. wurden in Huari Maguel Aprado und Heraclio Fernandez und 14 Mitglieder von dessen Stäbe von den Einwohnern erschossen. Den ersten Beiden wurden die Köpfe ab geschnitten, welche als Trophäen in die Stadt gebracht wurden. Die rumelische Frage. London. 9. Nov. Es heißt, daß bei der Conferenz der Vorschlag gemacht worden sei. einen provisorischen Gou vernör in Rumelien einzusetzen. Die Pforte unterhandelt mit Baron Hirsch wegen eines AnlehenS von tz800.000Pf. St. Dr. Strausky, der Haupturheber der rumelischen Revolution und Präsident der provisorischen Regierung in Philip popel, wurde zur Abdankung wegen Be stechung gezwungen. QtsssnaSrteJten. N e w V o r k, 9. Ncv. Angekommen: Die Dampser .Celtic" und .Aurania von Liverpool. QueenStown. 9. Nov. Die Dampfe? .Lord Clvde", auf der Fahrt von Philadelphia nach Liverpool begrif fen, sowie .City os Ehester" von New Vork sind hier angekommen. Deutsche Lokal-Nackrichteu. Cul der NdelnVsalt. In Deidesheim und Wachenheim siel die Lese qualitativ befriedigend, quantitativ dagegen sehr gering aus. t der frühere Bürgermeister Jacoby in Ann Weiler. Der Geschäftsmann I. Neu in Homburg ist unter Zurücklassung trqu ernder Gläubiger durchgebrannt. Bei dem Jubilc'umsschießen des Frankfurter Schützenvereins errang A. Köth aus Lud wigshafen den ersten Preis, einen silber nen Tafelaussatz im Werth von 200 M. CerbereibesiZer Karl Hartmuth in PirmasenS ist wegen betrügerischen BankerottS verhaftet worden. Ein Theil des auf Kosten des Brauereibesit zers Emil Schandein in Milwaukee ver größerten und passend geschmückten Frie dcnsplatzes in Kaiserslautern, auf dem der Friedensobeliek errichtet werden soll und eine Vismarckseiche gepflanzt ist, wird laut Veschluk des Verschönerungs
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Vereins zu Ehren des .Hrn. Schändern den ?!amen Milwaukeeplatz" erhalten. Vor der Strafkammer des Landge richts in Frankenthal wurden der Bier brauer Heinr. Schwarz .von Speyer we gen Bierpantsck?erei und die Kaufleute Bernhard und Marfus Veit in Neustadt wegen Lieferung der Schmiermaterialien, ersterer zu 200 M., letztere zu je 50 M. Geldstrafe verurtheilt. - Aus gleichem Grund wurden der Direktor der Aktien brauerei Frankenthal, Moritz Sommer, um 150 M., die Gesellschaft selbst um 180 M, der Baumeister Nun; um 20 M., und wieder die Gebr. Veit in Neustadt um je 50 M. gebüßt. Bei Nai stadt hat sich der Schmied Paul Haag von Lindenb:rg ertränkt, in Maikammer der Lumpensammler Tan. Denier, in Karlstadt die Ehefrau des Bauern Adam Christ, bei Mannheim der Kaufmann Gustav Hirsch von Deidesheim, in Alsenz die geisteskranke Wittwe Wenz. In Albisheim spielte der 25jährige Ludwig Göhring mit einem Revolver: derselbe entlud sich, die Kugel drang Göhring in den Kopf und tödtete ihn sofort. In Edenkoben erlitt der Zimmcrmann P. Platz von der Kropsbmg beim Aufstellen einer Kelter so schwere innere Verletzungen, daß er stard. In Dahn ist die 9jährige Tochter des Maurermeisters Steinbeck verbrannt, in Ludwigshafen wurde der Sohn des Schlossers Daniel Siebert überfahren und gctödtet. In Landau stürzte der Maurer I. Schwesinger von Woll mesheim vom Baugerüst und brach das Genick. In Werncrsberg bei Ann Weiler brach in der sog. alten Kaserne Feuer aus, welches den größten Theil des Gebäude in Asche legte in Hettenlei delheim brannten dle Oekonomiegebäude des Händlers Nikol. Biron nieder, in Hundheim die Anwesen des Mich. Pfeifer und des JchannS und Jakob Kolter, in Annweiler daS Magazin des Gerbers Jakob Holtz, in Kaiserslautern das Haus des Spinnmeisters Dreyer. VlsaH.Lothringen t Pfarrer in Sesenheim, Ferdinand Lucius. In Bousse ertrank die Wittwe Matte. Ein Raub der Flammen wurden: in Mittlach (Metzeral) das An Wesen der Wittwe Reff, bei NappoltsWeiler die Sägemühle Byforst, in Schar rachbergheim L Gehöfte und in Schiltig heim das Anwesen der Wittwe David Götz. Schwurgerichtsfälle. Vom Schwurgericht in Metz wurden verurtheilt : wegen Kindsmord die Dienstmagd Marie Probst von Alzingen zu 3 Jahren Gefängniß ; wegen Falschmünzerei bezw. Verausgabung falschen Geldes der Schä fer Christian Fauser von Schlierbach und die Frau des Nottenarbeiters Ney von Obreck zu 8 Jahren Zuchthaus resp. 2 Jahren Gefängniß; wegen Körperver letzung mit nachfolgendem Tode Niko laus Pfeiffer, Franz Aulner und Peter Terver von Hayendingen zu 5 resp. 4 Jahren Zuchtbaus und 3 Jahren Ge fängniß, der Knecht Arnold Pesy aus Mandern zu 12 Jahren Zuchthaus und die Bauern Georg Bour und Georg Fir min von Porcellette u 2 Jahren resp, 6 Monaten Gefängniß. Oom Auslande. Gerhard Nohlfs, der be kannte Afrikareisende, führt in der )!ordd. Allg. Ztg. in einem längeren Artikel aus, daß man unter den Tropen keine Wollkleidung tragen soll. Gelezentlich macht er in diesem Artikel fol zende Mittheilung: Es giebt Thiere zenug, welche, je nachdem es Winter oder Sommer ist, ihre Bekleidung wechseln. Fast alle Thiere bei uns haben im Win ter ein dichteres Fell oder Gesieder als im Sommer. Es ist dies eine bekannte Thatsache und Jedermann weiß es. Aber was weniger bekannt ist, weil es nur yon wenigen Europäern beobachtet werden konnte, ist der Umstand, daß z. B. Schafe ihre Wolle verlieren, sobald man sie nach den heißesten Gegenden versetzt. In Tuat, Draa. Tasilet, Fesan, Kusra und Lilma. sowie in verschiedenen heißen Negionen Centralafrikas hat man beodachtet, daß aus. kälteren Regionen dort hingetriebene Schafe schon vor Ablauf kines Jahres ihre Wolle verlieren und statt ihrer Haare bekommen. Daselbst geworfene Lämmer kommen mit Haaren ;ur Welt. . Der Löwe, der in den kalten Legionen des großen Atlas und am Cap eine stark entwickelte Mähne und ein dichtes Fell hat, verliert in Centralafrika seine Mähne und hat ein äußerst spärliches Haar. Zoologen wollen zwar deshalb den centralafrrkanischen Löwen vom atlantischen und caspischen unterscheiden, aber mit demselben Stechte könnte man auch das tropische, mit Haaren Verse hene Schaf von dem mit Wolle bedeckten unterscheiden. Die besten Felle kommen aus der kalten, die schlechtesten aus der heißen Zone. Es ist dies von der Natur so eingerichtet, oder richtiger gesagt, die Thiere haben sich den natür lichen Verhältnissen angepaßt. Wie stark muk in der Tbat in der beißen Zone das
Unbehagen desjenigen Thieres sein, welches eins der wärmsten Kleider trägt, daß es schon nach Verlauf eines Jahres sich den Verhältnissen so anzupassen vermag, daß es die Wolle verliert und statt derselben Haare bekommt, und daß die sürderhin von ihm in der heißen Zone geworfenen Abkömmlinge nicht mit Wolle, sondern mit Haaren zur Welt kommcn ! Wir stehen hier vor einem Räthsel nur deshulb, weil der Zeitraum so kurz ist, weil ein Jahr zur Umwandlung genügt. Denn Niemand sindet es wunderbar, daß in kalten Gegenden soweit gute Ernährungsoerhältnisse es gestatten Merino und Angora sich stets besser hinsichtlich ihrer Felle entwickeln ; beide gedeihen auf den kühlen Regionen hoher Berge. Aber wenn ein mit Wolle vcrsehener Fettschwanz, der doch schon hohe Temperatur ertragen kann, seit Tausenden von Jahren ertragen hat, angekommcn in der Region der heißesten Temperaturen, innerhalb eines Jahres sein Fell ändert, so kann man das nur durch die zwingendste Nothwendigkeit erklären. Die Menschen sollten aus diesen Beispielen ersehen, daß eine zu starke Bekleidung, eine Wollbekleidung, in den Tro pen nicht gut ist. Ueber die Geburt eines Singhalesenkindes in Prag wird von dort berichtet : Die kaffeebraunen Gäste aus Ceylon, die gegenwärtig die Aus merksamkeit der Prager Bevölkerung auf sich lenken, haben einen Zuwachs erhal ten. Eine Frau dieses Stammes hat ihren Landsleuten das freudige Ereigniß bereitet, indem sie einem jungen Singhalesen das Leben gab. Mutter und Kind befanden sich mehrere Stunden hindurch den Umständen angemessen recht wohl, bis eine Verschlimmerung des Zustandes der Wöchnerin die dringende Veranlas sung bot, die junge Mutter mit ihrem Neugeborenen zur Pflege in die Präger Landes Gcbäranstalt zu überführen. Ohne Sträuben und ohne jeden Widerstand verließ das braune Weib seine Stammesgenossen und ließ sich, nur von ihrem treuen Manne begleitet, auf der geburtshilflichen Klinik des Herrn Professor Streng aufnehmen. Auf die Abfassung des üblichen Aufnahms-Proto kolles mußte diesmal ausnahmsweise verzichtet werden, da in Ceylon die Einrichtung von Heimathscheinen und ähnlichen Legitimationen unbekannt ist. Die Aerzte und das Wartepersonal der geburtshilflichen Klinik verständigen sich mit der Kranken durch die Zeichensprache. Wahrbaft rührend ist es, zu sehen, mit welcher Liebe und Hingebung der treue Gatte, dem auch nur ausnahmsweise der Ausenthalt auf der Klinik gestattet wird, an dem Krankenhette seiner Gattin weilt. Da sitzt er kerzengerade, kein Muskel sei nes Körpers zuckt, sein Auge blickt bangend und bangend auf die Manipulatio nen der Aerzte, und erleichtert athmet er auf, wenn sich Aerzte und Wärterinnen entfernen und das Weib seiner Obhut überlassen. In Argos (Griechenland) ist kürzlich Fräulein Annetta Castellani, die erste Liebhaberin einer dort seit längerer Zeit gastirenden Schauspielertruppe, von ihrem Liebhaber, dem griechischen Feldwebel Panajostopulos aus Scio, durch mehrere vtevolverschüsse ermordet worden. Wenige Tage vcr der Abreise der Truppe, welche am Schluß der Saison angelangt war, besuchte noch der Liebhaber die Künstlerin und wollte sie bewegen, ihre theatralische Laufbahn aufzugeben und sich mit ihm zu verheirathen. Alle ihre Gegenvorstellungen, daß sie dies aus vielen Gründen nicht thun könne, daß sie ihm aber auch in der Ferne, treu bleiben und nach ein bis zwei Iahren wieder zurückkehren volle, halfen nichts, jedoch glaubte sie noch immer, daß Panajostopulos sich schließlich mit seinem Geschick aussöhnen würde. Am Tage der Abreise erschien aber leer Feldwebel nochmals in ihrer Wohnuna, und als sein wiederholtes Zureden und Bitten ohne Erfolg blieb, zog er einen Nevolver aus der Tasche und schoß so lange auf die Unglückliche, bis sie todt nieder sank. In größter Gemüthsruhe kehrte dann der Mörder in seine Kaserne zurück, wo er sofort bei dem Wachthabenden den Fall zu Protokoll gab und sich als Möo t verbaften liefe. Aufforderung. Run Andrea aui Vorder St. Lurge, Preußen. Mlchkl Ja ff. au Hetde. reußen. Oesklktn Loh. au Verotzhoken, Bayern. Reuter Seorge auS Servtzdgsen Bauern. Bauer Andr. und Adam au Gertzhose, Bayern. Hohl rf. Fred, au Nntertärkeim, Württemberg. Lalchinger Garl W.au Göppingen, Wüttiemberg. Sichelmann. Herm. au ffriedberq. Württmbera. Glu,' Eonrav au Oberbaldingen, Bade. Berg Ernst aui Ortenberger, Baden. Die Odngnanntn wollen sich wegen Erbschaft, Slngelegendeiten ende an Herrn Philip Rappaport, 190 Oft TOartnd träte, Jndian,li, Ind.
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