Indiana Tribüne, Volume 9, Number 40, Indianapolis, Marion County, 30 October 1885 — Page 1

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HEODOBE

VAGUER

Neues per Telegravh. Wetk,ruSsichlen. W a s d i n g ! o n. D. C.. 30. Oktober. Schönes kühle? Wetter, Nordwind. Schwindeleien. S t. P a u l. fleinn., 29. Okt. Die Gallatin County Großgeschworenen in Bozeman, M. T., haben in den Abrech nungen einiger der kürzlich abgetrete nen Countybeamten einen heiteren Zu stand der Dinge entdeckt. Ein Sachkun

oiaer eniokllle IN ocs üQmn 'S yrna iv . ji. i rz l .:uii in . rn 'in D.siji, im genagt von $1,700. Dir Schaömeister iftZZ Sv fg LlttN en und $6,5UO ur iälltge isteu . - . . . ern furz uns rn den Abrechnungen der County 'CommisZare kommen nicht bestä tigte Rechnungen in der Höhe von mehr alS $35,000 vor, bei denen meistens nicht einmal die einzelnen Posten näher ange geben sind. Schob den Räuber todt. Omaha. 30. Okt. In letzter Zeit sid häufig Angriffe aus Straßenbahn. wagen von Strabenräubern gemacht worden. Mehrere Male wurden den Kutschern ihre Geldkästchen weggensm men. Mlttwoch Abends wurde ein ttut scher trotzdem der Wagen voll mit Passagieren war. angegriffen. Der Kutscher zog einen Revolver, der Räuber ebenfalls. Beide feuerten und fehlten, - . I Der Nüuber Nes davon, der Kutscder sandte ihn Mi Kugeln nach und schok . . - . ihn I0dt. Drahtnachrichten. Mexiko. Biömarck und die B e r. Staaten. New Vor k. 29. Okt. Eine Wash ingtoner Svezialdtpesche an die Postsagt, dab Präsident Diaz von Mexiko, in der Annahme, dab der Gegenseitig keitSvertrag mit den Per. Staaten nicht ratifizirt werde, mit Deutschland wegen einer Anleihe zur Hebung der finanziellen Schwierigkeiten in Mexiko unterhandle, Präsident Diaz hatte gehofft, daß der Gegenseitigkeitsvertrag bedeutende ame rikonische Kapitalanlagen in Mexiko zur Folge haben, und eS ihm dann nicht schwer fallen würde eine Anleihe in den! ?T1a eStitrt ist fca f m rntt t?tti I wuuvii v - z,, in nalnd lind aeickeitert. Shalb er sich an Deutschland wandte. Man vermuthet, vak Bismara ein' willigen wird, wenn Deutschland gewisse Vorrechte in Bezug aus die Anlage von Colonien gewährt werden und Mex'ko ?n St. hiTinXnKiit frtt (in (3n rt sl

UU vuiu wu iuiiviu im . wv- , . , . . rr ' ! Cn,.ss.n.n .mach. m..d.n. ,.''?' .'''-''?

wird eS sich für die Ver. Staaten darum bandeln, ob dieselben nicht gegen die .Monroe Doktrin" verstoßen. Die An gelegenheit soll schon ziemlich weit ge diehen sein. 7 wen. Mclellan. 7 Orange. N. I., 29. Okt. Gen. George B. 'cttllan. lm Anfange oes ttcteges Besevlsyaver ver Bunoesarmee. ftarv heute Morgen um 3 uyr piovitty an einer verzlranryeis. - (Mcmeuan wuroe lvzb in Phtlavel. phia gevoren. veme mutta.naze rzieyung ciqicii er in ÄZH PvtNl. -.. ? tm ri m n, mexilannazen rreae vienie er als Inge. nteur ltulnanr. iödd wuroe er mit nocy . . rw w v . I dem Kriegsschau platze in der Krim geschickt, um Beobach tungen anzustellen. 1857 nahm er die Stelle deS Oberingenieurs der Illinois Eentralbahn an, trat 1861 wieder in die Almee. bekam den Befehl über die Armee in Virainia. scklua den ffeind bei Rich Mountain und Cheat River und erhielt wuitll Vlil ujutiVUlW uvit v iv vuuvta.m.. wa ,..r.H m.yru,n armee. Nach mehereren Ntederlagen wurde , hm der Oberbefehl wieper abgenommen. In 1864 nom,ntrten ,hn d,e rr i . t rn.;nv..i Wl 1 ctt . nv..t.M hi ..... ernoimicn qi vlui.vrn,. ou xot i bis 1881 war er Gouvernör von New Jersey) Die Blattern in Montreal, Montreal. 29. Okt. Die Blat ernepidemie hat noch nicht nachgelassen, Lekte Wecke e'laaen 252 Personen der . ' nranrykil. ezearavuncnes XlUCtUU - . m , -J VIUI llkjtuu WU . -vmv. ... a Ek.. ftnd ,. Knab.n . ei dem Unalück aus der Brücke n .... u....,.VH.v. irr irnmiiinnni9r Tiriinrrn. Ankaufs der Bostoner Post. Fr.d.H. Winstnn Jllini, md. (Ufy. .J. lurn Gesandten nach Persten ernannt. Der Correspondent der Londoner .Post- theilt von Rom aus mit, dab der Papst die Frage wegen der Karolinen inseln zu Gunsten Spaniens entschieden habe. Während des abgelaufenen Fiskal jahleZ wurden in den Münzen der Ver. Staaten geprägt: Gold $21,861,123;

Silber $28,819 959; Scheidemünze Z527. 557 ; zusammen $54,237,639. Der City Clerk von Elkhart. Ind. 23. D. Middleton, ist verschVunden. Wahrscheinlich wird eine Untersuchung seiner Rechnungen ein Defizit ergeben. Ver Kabel.

Die preußischen Landtagswählen. Berlin, 29. Okt. Die Wahlen zum vreußischen Landtag fielen sehr zu Gun. sten der neuen deutsch'liberalen Partei auS. Von ' den 4000 Wahlmännern. welche gewählt wurden, gehören S60 der konservativen. 170 der nationalliberalen und der Rest der deutsch liberalen Par tei an. Die rum etliche Frage. 2 o n b o n, 29. Okt. Frankreich und England haben der Pforte mitgetheilt dak sie Willens seien, sich an der Confe xtn au betbeiliaen. Deveschen von St. Petersburg melden. man daselbst der Ansicht sei. dak Oestreich und Serbien intriguiren. um cin Gebietsvergröberung zu erlangen. ffolae dessen sänat auck Rußland in uer Stille an, Kriegsvorbereitungen zu treffen. Eine Depesche von Philivpopel sagt. daö daS Kriegöfieber dasebst bedeutend Abnehmen sei. und dak die Schulen roitder geöffnet wurden. wi Der serbisch: Ministee sagt, dak der bulgarische Staatsstreich die Dinge blob beschleunigt habe, und dak auch ohnedies die Feindschaft zwischen Bulgarien und Serbien zum Auöbruch gekommen wäre. Die Karolinen inseln Madrid, 29. Oktober. BiSmark weigert sich die Ansprüche Spanien auf die Insel Jap anzuerkennen. Spanien hat wiederum eine Note abgeschickt, worin es sein Recht behauptet. B erlin, 29. Okt. Die norddeutsche Zeitung bezeichnet da? Verfahren des spanischen Minister deS' Aeußern als sehr zweideutig. Die kölnische Zeituny bezeichnet die letzte spanische Note alS unverschämt. EinAttentat. Paris. 29. Okt. Große Aufregung wurde beute durcd einen Versuch den Minister Freycinet zu ermorden, hervor gerufen. AlS er von einer Spazierfahrt zurückkehrte feuerte Jemand eine Pistole auf ihn ab, die Kugel traf nicht und ehe der Attentäter nochmals feuern konnte. war er verhaftet. Als er verhört wurde. gab er an, dak er Freycinet gar nicht kenne. Seinen Namen und seinen Be allem Anscheine nach ein Italiener. Er behauptet Freycinet habe ihn in seiner Ehre, seinem Rufe und feinem Vermögen geschädigt. SStffsuaSrtdtn. Db iladelv bi a. 29. Okt. Anae. kommen : .Prusstan- von Glasgow. S o u t b a m v t o n. 29. Okt. An gekommen: .Eider" von New York nach Bremen. s a mk u r a. 29. Okt. Anaekommen : gbemia" von New Aork. N e w N o r k. 29. Okt. Anaekommen : I ' Chicago" von Hull. New N o r k. 29. Okt. Anaekom ,, . . citn of bicaaa- von Livervool New Vork. 30. Okt. Angekom men: .vammonta" von yamourg. Vom Nnslande. Fata Morg ana in BoS nien. Am 22. Sevt. d. von 4 bis 5 Uhr Nachmittags wurde von den Mai daner Bergen bei Varcar Vakuf auS.wie I w iii.a cn ta a r je ..li I man vrr oos. ajo i ven von ituivi, ' n't , . o gegen Osten m den Wolken emeLuft beobachtet. Dieselbe stellte gelrecht stehende Landschaft W. die frei von dem blauen Horizonthimmel , . r r i i i . geirenni erlen uno m vem vouenrer che schwebte. Nördlich alS Grenze be fand sich eine Mafsenwolke. und von die fer gegen sUden erstreckte stcy dle anv schast mit deutlich sichtbaren Wald Acker und Wlefenkompleren und Beraer habenheit. In den Thalern ..schwebte m 5c.6e?rÄ 5" .S1 vjnoc gegen uoen oeiano nry ein gross I riiniv tt,-.s?,vkn fct SlT?rtr, 4.V -WV V.. . VI (J'iltH Vaana in der Ricbtuna und auck in der I U T- sfc I - 7 . Entfernung von Ja ce lag, fo scheint es. I rf c "... e t. m . . van oie iLegeno mir oem wunoerqonen nrr r- r n . . ev rr r. i nn.sl von oI 9 I , ; f w . rr .-m r . r . nfn mtnxaer 'iikinukn ur. mn teiem I 9 9mr VMQ w ww w r iit vw j fvvif Tage, nämlich den 22. Sept., wurde auch das Erdbeben m Niederösterreich beb,ch.e .. mM. WI" " V, H UllV um U MVV .st Hirschwang am Schneebera und in St. Veit an der Triestina wahrgenommen wurde. Ein solches Zu fammentreffen ist kein zufälliges, fondern vielleicht bedmgt von mmg zusammen. yangenocn uijacen, wenn aury nicyi nfle (frhhfhen mxt ttntr Srata. WnriMnn ammentressen. ' Ejn P o st r a u ö. AuS El' segg berichtet die Slavonische Dresse :"

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roe: oewannele Scanner yaven lurz nach Eintreffen des Szegediner Zuges, die mit der Umladung der angelommenen Post beschäftigten Bediensteten angefallen, Schüsse aus dieselben abgegeden und sind mit einem Postbeutel, welcher Geldsendungen im Gesammtwerthe von ungefähr 6000 sl. enthielt, entkommen. Der Postkutscher Müller und der Postdiener Stumpf hatten die dem Waggon entnommene Post in einem kleinen Handwagen zur Karriole befördert, welche außerhalb des Bahnhofes im unbeleuchteten Theile wartete; als sie sich eben anschickten, die Packete in den gro ßen Wagen zu befördern, tauchten plötz lich drei Individuen aus dem dichten N? bcl auf und umringten den Handwagen. Einer der Angreifer, ein großer, kräftig gebauter Mann, mit blondem Vollbarte, brachte seinGewehr in Anschlag und feuerte auf die vor Schreck unfähig dastehenden Leute ; als der Kmscher laut um Hilfe schrie, gab der Angreifer zum zweiten Male Feuer, dabei rufend : Hat der noch nicht genug?" Von Furcht über mannt, verkrochen sich Müller und Stumpf hinter die Karriole und konnten von ihrem Verstecke aus noch bemerken. Wie die Räuber sich zweier Postbeutel be mächtigten und, von dem Nebel begün ftigt, verschwanden. Der ganze Vorgang War das Werk einiger Augenblicke gewesen. Der Lärm der gefallenen Schüsse, sowie der fortwährende Ruf Feuer", den Stumpf zur Alarmirung gebrauchte, brachten die angekommenen Passagiere und das Baynpersonal auf den Thatort. Man dachte an eine Verfolgung der frechen Räuber, da man aber die Erfolglosigkeit erkannte, so begnügte rtan sich damit, die nächste Umgebung abzusuchen. Man fand aber blos einen der geraubten Beutel, von den Räubern als werthlos weggeworfen, denn er enthielt die Briefpost. Aus B u d a p e st wird von folgendem Liebesdrama" berichtet : Der 15jährige Handelsschüler Samuel Singcr verfolgte seit längerer Zeit die Prostituirte Anna Vilka mit Liebesanträgen, hne daß ihm diese Gehör gab. Am 10. Oktober schoß nun Singer dem Mädchen aus einem Revolver eine Kugel in die Brust, worauf .er die Waffe gegen sich abdrückte. Beide wurden aus dem össentlichen Hause, wo sich die schrecklicheScene abspielte, in tödtlich verletztem Zustande in das Spital überführt. Die Wiener Presse' schreibt: In Teplitz hat in der verflosjenen Badezeit ein dortiger Arzt einem seiner Patienten, einem jungen Polen, für die Behandlung einer ganz unbedeu tenden Krankheit das nette Honorar von 4500 Gulden abgenommen. Die Angehörigen des naiven jungen Mannes veröffentlichten den Verlauf dieser interessanten Krankengeschichte und erregten damit ein begreifliches, aus Entrüstung und Heiterkeit zusammengesetztes Auf sehen. Wie nun aus Teplitz berichtet wnd, beabsichtigen sämmtliche Aerzte hieser Badestädt, zur Wahrung der Standesehre eine Eingabe an den dortigen Stadtrath zu richten, in welcher die Ausweisung jenes ArzteS mit dem so hoch entwickelten Erwerbssinn verlangt wird. Ein entsetzliches Familiendrama hat sich vor ein paar Tagen in Mariaschein in Böhmen abgespielt. Um 2 Uhr Nachmittags sahen einige Bauern einen bleichen, sehr dürftig gekleideten Arbeiter mit drei Knaben im Alter von etwa 13, 11 und 7 Jahren der Ruine Geieröburg zuschreiten. Wie später kon statirt wurde, waren dies die Kinder des ManneS. 'Bei der Ruine angelangt, veranlaßte, der Vater seine drei Kinder, ein Gebet zu sprechen. Hierauf zog er eine Flasche mit einer Flüssigkeit hervor, die er fast zur Hälfte leerte, dann veranlaßt? er auch die beiden älteren Knaben zum Trinken. Die Flasche enthielt Gift. Die beiden Knaben verspürten alsbald die heftigsten Schmerzen und sahen noch, wie ihr Vater das kleine siebenjährige Brüderchen zu einem Baume trug, dann fielen sie in Bewußtlosigkeit. Als die zwei alteren Knaben, bei denen das Gift nicht die tödtliche Wirkung hatte, nach einigen Stunden wieder erwachten, war bereits die Dämmerung hereingebrochen. Die Knaben riefen nach ihrem Vater, doch nur das Echo gab Antwort. Jetzt begannen sie zu suchen, ein Schrei na,menlsscn Entsetzens entrang sich i,hren

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Morgen, Samstag, den 31, Oktober

allen Sorten Schuhen. Kippen, der Vater lag regungslos roor im Grase und an einem nahen Baume hing an einer Schnur ihr Brüderchen. Trotz des grausigen Anblicks verloren die von heftigen Schmerzen gefolterten Knaben die Geistesgegenwart nicht und befreiten ihr Brüderchen aus der Schlinge. Doch es war zu spät, das Kind war todt. Die armen Knaben flüchteten nun voll Schauer und Entsetzen von dem Schrekkensorte und kamen zitternd und schreiend nach Mariaschein auf das Polizei-Amt, wo sie den grausigen Vorfall in allen Details schilderten. Sofort verfügte sich die Gensdarmerie mit dem Polizeimann und den Knaben an Ort und Stelle, wo man die beiden Leichen fand. Nach den Angaben der Kinder heißt ihr Vater Polak und war früher Zuckersieder in Brüx. Am 4. Oktober, berichtet der Kiew!.", wurde die Bäuerin Solomia Burma, im Dorfe Stawiz, bei der Entwendung eines Stückes Leinwand im Hause der Bäuerin Feschtschenko ertappt. Die Bauern versammelten sich bei der Schenke und ließen die Burma vor sich führen und bestraften sie dort mit Ruthenhieben, wickelten sie dann in die gestohlene Leinewand, ein und führten sie durch das Dorf. Vor jedem Hause und vor jedem Entgegenkommenden mußte die Burma Bücklinge machen und an jedem Ende des Dorfes erhielt sie fünf Ruthenhiebe aufgezählt,' wobei ihr noch andere erniedrigende Handlungen anbefohlen wurden, von denen sich nicht sprechen läßt. In Alost, (Belgien) ist, wen? sich alles bestätigt, wie es in den ZeituN, gen berichtet wird, ein Bild von Ziubens entdeckt worden. Dasselbe stellt Christus die Welt segnend" dar und trägt des Künstlers Inschrift und die Jahreszahl 1614. Es ist 80cm hoch und 62 cm breit. Vor etwa 12 Jahren kam es aus dem Nachlaß eines alten Arztes bei der Versteigerung für das Gebot von Ifr in den Besitz des Schneidermeisters Michiels in der Sönnestraße, der es, obschon es stark verräuchert und schmutzig war, an die Wand hängte und sonst nicht weiter beachtete. Jüngst wurde es nun von einem B!aler zufällig bemerkt, in nähern Augenschein genommen und bei der Reinigung als ein echter RubenS erkannt. Dem Eigenthümer sind bereits ganz außerordentliche Summe darauf geboten worden. Der Kurjer Warsz."berichtet über ein interessantes Duell ;wischen einem Herrn und einer Dame. Ein gewisser A. hatte einen Groll auf eine . Tn rr y . h

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von ihr abgewiesen worden waren, und verbreitete ehrenrührige Gerüchte über dieselbe. Von verschiedenen Seiten wurden der Dame ritterliche Anerbietungen gemacht, mit dem Verleumder abzurechnen, sie nahm dieselben aber nicht an. I indem sie versicherte, sich selbst vertheidigen zu wollen. bu sandte Herrn A. eine Herausforderung. Er nahm dieselbe an, und in der Umgegend von Warschau standen sich bald die Parteien gegenüber. Beide verfehlten das Ziel. Die Dame verlangte einen zweiten Gang, doch wurde die Fortsetzung des Duells durch Ein spruch der Secundanten verhütet. Herr X. that förmliche Abbitte. Direktor L'Arronge hat nn Berliner Deutschen Theater" eine Neuerung so sonderbarer Art eingeführt, daß Ben Akiba wohl endlich einmal geschlagen sein dürfte. Bekanntlich herrscht bei vielen sich enger, freundschaftlicher an einander schließenden Mitgliedern eines Theaters die Sitte, sich zu duzend fHi cw qn)t : v. b.vv yv virnv ll Wll tyvyil ligten Räumen des Deutschen Theaters" für zu profan und ec hat verfügt, daß seine Künstler sich im Leben mit Sie" anzureden haben. Daß diese Anordnung den Humor auss Aeußerste gereizt hat, darf nicht Wunder nehmen. Da es schwer sällt, das gewohnte Du" zu ban nen, haben die Künstler eine vermitteln de Unterhaltungsform gefunden und reden sich vorläufig mit Euer Hochwohlgeboren" an. Jodn Weilacher, 0 Saloon u. Blllillldchallc, 38 CT Venusvlvanta (Ztr.

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