Indiana Tribüne, Volume 9, Number 31, Indianapolis, Marion County, 20 October 1885 — Page 4
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D:r Nüchcr f'ijcr Schwist r.
Im CriminalgerichlSsaal ereignete sich heute Vormittag eine Szene, die un,'.e heure Aufregung hervorbrachte. ES war gegen 10 Uhr Vormittags alS der Neaer Harrison Taökell, welcher ein entseft'.ieS Verbrechen an dem deutschen Mädchen Helene Hündling vc'übt hatke. dem Cri minalriSter vorgeführt würd?. Der Nichter fragte ihn, od er stch dkS ihm zu" L'st gelegten Verbrechens schulfciii d? kenne, worauf der Aneklogle rnü trotjijer Stimme etwidertc. do& er nicht schuldig sei Daraus ordnete der Nichter an, daö man den Angeklagten in di? Jail abführe. An der Seite deZ Vollsten Shaugh' nessy und des Schließers Carlton ging der Neger dem AuSgange des SaaleS zu, als plötzlich ein Schuß sie! und den Neger zu Boden streckte. Meinhard Hündling, der Bruder des verletzten Mädchens, hatte still in einer Ecke des Saales gesessen, aber nachdem da? Scheusal sein Nicht schuldig auZge sprachen, ergriff er seine Pistole um als Rächer seiner Schwester den Schurken über den Hausen zu schießen. Er hatte sich an die Thüre deS SaaleS begeben, und war dicht an den Neger herangetreten, als er die Pistole abdrückte. Dieses Ereigniß rief natürlich sofort eine große Menschenmenge herbei. Der Neger wurde in die Jzil zurückgebracht und Meinhard Hündlung wurde festgcnommen. Hündling scheint gut gezielt zu haben, die Kugel ist d?m Neger in die linke Seih aefabren und sitzt so tief, daß die Aerzte B;pant und HodzeS, welche sofort herbei gerufen wurden, dieselbe nicht berauSzie ben konnten. Der Verlegte wurde pe Illanner &. Hommowk'S Ambulanz in'e städ'.iiche Hoipital gebracht und wird wahrscheinlich sterben. Die Kugel ist durch die 9. Rippe der linken Seite gefahren und hat sich einer Zoll unterhalb des Herzens ftstzesetzt. Hündling ist noch ein jünger etwa 18 Jahre alker Mann. Er sieht hübsch unk ordentlich auS. ist arbeitsam und der Er nShrer seiner alten Matter. Er arbeitet in Herrnann'S Factoty. Der junge Mann erfreut sich, wie di. übrige Fimilie emeS unbtschollenen Rufes und gerade dieser Umstand ist ek jedensallS, der ihn über das Unglück das seine Schwester betroffen, ganz außer si& gebracht hat. Noch heute früh um 3 Uhr kam er ir die Wohnung unseres Berichterstatters um sich zu erkundigen, wann der Fall aufgerufen werde. Za gleicher Zkit er zählte er. daß er und seine Mutter so lies erschüttert über daS Verbrechen daS a, seiner Schwester verübt wurde, seien, daß er kaum wisse, uaZ er eigentlich thue. Nachdem er die That vollbracht hatte. luß er sich ruhig in'6 Gesängniß absüd ren. U.'ber seine That herrscht nur eine Stimme und die lautet: .Er hat Recht gethan. ES scheint, daß die ganze Sympathi, des Publikums auf Seilen des jngkk Mannes ist, und mag er auch vom gesed' lichen Standpunkte auS gefehlt haben. mir haben noch Keinen gehört, der ihn verurteilt hätte. I?der begreift wohl auch, daß kein Bruder stch lange besinnen wird, ein Scheusal auS dem Wege zu schaffen, da& Bestie genug war, seine wehrlose Schwester zu vergeiraltigen. ES mag wohl Menschen geben, die selbst in solchen Fällen kalt und überlegt handeln, aber wir begreifen auch, daß das berechtizte Gifühl der Rache in einem solchen Falle die Oderhand, gewinnen kann. Man muß nur die schwergebeugte Mut ter deS jungen unglücklichen Mädchens gesehen haben uns man wird dem jungen Manne wenigstens rein Mitlerd nicht versagen können. AlS der jung: Mann in die Jail abge. führt wurde brach er immer und immer wieder in die Worte auS : .ES ist meine Schwester, für ste hab' ich's gethan. Von unserm Berichterstatter befragt, warum er eS gethan habe, sagte er: .Ich denke jeder Andere würde ebenso gehandllt haben, meine Mutter und meine Schwester sind nahezu wahnsinnig, und ich bin außer mir vor Schmerz Den Revolver hatte er auS d,m Oouse seines Schwagers ohne dessen Wissen geholt. Heute Nachmittag um M 3 Uhr tourte der junge Mann von seiner alten Mutter und feiner verheiratheten Schw.ster in der Jail besucht, und dirseS Wiedlr sehen rührte selbst Unbelheiltgte zu Thrü nrn. Wollte seine Frau ermorden John W. Harrison, der mit seiner Frau in der Nähe der Slärkesabrik wohnt, gerieth heute Vormittag mit derselben in Streit. Dabei wurde er so hes tig. daß er ein Beil ergriff und damit auf sie losschlug. Hier war aber da? Dazwischentreten der Schwiegermutter ein sür alle Parteien glückliches denn dadurch wurde der Schlag abgewehrt und ein Mord verhütet. Harrison wurde verhaftet. Eine kleine Grsälligkeit, wie das Geschenk einer Flasche Athlovhoros an einen Freund, enthob ihn großer Qual und brachte ihn wieder an sein?n Platz in der großen Schaar der Broterwerber' Ji einer Mehrbestellung deS .mächtigen RbeumatiSmuS'HeilmittelS" schreibt Herr Wm I. Moiber. 21 Eliza. beth Str.. E. Detroit. Mich. : .Ich beUm durch einen Freund eine Flasche AthlovboroS. Probirte S aegen meinen Rheumatismus und eS half mir sehr. eS Martin G Uen hat um dle An. stellung eines RettiverS sür die Firma Galbreath BroS. nachgesucht.
Voa:d f CouncilmiN.
Auf Antrag Tba!ma:.'s wurde der Cily Gleis beauftragt, nochmals zu An geboten tüc daS An'trcichen der Brücken auszusordern. ')!uf Antrag deS JnzenieurS wu,den folgende Abschlagszahlungen beschlossen : Frear-ly Bros 521. $120 und $231. Brauer & N'.Ss $151 T Eummings $210 55, way k Co per $391.49. D-!s Zina?jzcomite stellte de,' Anttaa. wie da se'tJahrcn Gebrancd ist. $100,000 zeitweilig zu borgen. Herr Person, dzr gerade hereinkam, ersuchte darum, vom Stimmen entschaldizt' zu werden. In Folge dkffin stellte sich heraus, daß das Comite gar keine Sitzung gehabt habe, und die Angelegenheit wurde an daS Comite zurückverwiesen. DaS ParkComite empfahl, daß die Gebäude aus SeUer'S Farm. daS Blat ternhospital und die Gebäude im Gar sield Park versichert werden. Folgende neue Ocdinanztn für Stra ßenverbefferungen wurde eingereicht : Seitenw-ge der Ray Straße von Jlli noiS di? Maple Straß?. Seitenwege der Wright Straße von Buchanan bis Coburn Straße Seitenwege der 2fto Carly von Tennessee bis Maple Straße. Gosie der New York von Blakt bis Agnes Straße. Oestl. Seitenweg der Shelby von der ersten Alleu südlich von Prospekt Straße bis zum Pleasant Run. Der Straßen'CommistZr wurde be austragt, die Grundbesitzer der Westseite dir Shelby Straße, von der Gürtelbahn bis zur Raymond Straße, aufzufordern, ihre Fenzen zurück von der Siraße zu setzen ; wenn die Arbeit nicht innerhalb 10 Tagen geschieht, dinn soll der Straßen Commissäe aus Kosten der Grundbesitzer sie Arbeiten vornehmen lasten. Angenommen. Herr Smitber beantragte, die Indiana Ave . von Fall Creek bis Wdite River durch den Straßen Commisiär repariren ,u lostm. EZ wurde während der De hatte betont, diesen Stadttheil auS dem Weichbilde der Stadt auszuschließen, da kie Einnahmen von Steuern, welche jne Grundbesitzer zahlen, richt den zehnten Theil der nöthigen Ausgaben bilden. Dre Angelegenheit wurde an den Ver dlfferungSrath vttwieZen. Thalman reichte eine Ordinonz ein. vökern eiie LizenSgebühr von 53 kür 90 Tage auszuerleaen. Für doS Verkaufen von Produk en direkt auS den Eisenbahnwagen soll eine LizenSgcbübr von $15 süc jede Wagenla dung bezahlt werden. Beide Anträge wurden an daS Justiz comite verwiesen. Die Constellation der gestrigen Ver sammlung bot den Gegnern der Erhö hung der Gebühren süc WirthschaflSli Pensen Veranlastung die Vornahme der betr. Ordinanz zu beantragen, mit der Absicht, dieselbe z beseitigen. In Folge Sisim erbob stch ein langer parlamenta rischer Kampf, eS wurde, wie eS in der Kunstsprache heißt .silidustert". Antra? um Antrag wurde gestellt, Abstimmung ms Abstimmung vorgenommen, ti8 eS 11 Uhr schlug und die Sitzung dem Gesetze gemäß zu Ende war. ES ist Unsinn, sich fo viel mit derSache abzugeben. Eine Ordinan; zur Ein führung einer höheren L zenSgebühr kann nun einmal nicht pzssirt werden. Turner (5onz,rt. Trotz der ungünstigen Witterung war die Turnhalle gestern Abend gelegentlich deS Concertes deS Turnerorcheste-.S bis zum letzten Platz gesüllt; ein sicherer Beweis, daß sich diese Organisation all gemeiner Beliebtheit erfreut. DaS Concert wurde mit einem präcis ausgeführten Turnermarsch eröffnet. Ein Vortrag der kürzlich gegründeten Gesangsektion sprach allgemein an. ebenso daS darauffolgende Streichquar tett .Schlummerlied". Frau Zell und Frl. Lolta AdamS erfreuten die Anwe senden durch SolovortrSge und mußte Letztere, dem allgemeinen stürmischen Verlangen nachgebend, sich noch zu einem Da Capo entschließen. Der Kloviervortrag deS Herrn Willie Kipp befriedigte ebenfalls allgemein. Alle Ursache aber haben wir Herrn LouiZ ftulh zu seinen beiden Söhnen zu gratuliren, denn daS Coret.Duett, welches dieselben zum Besten gaben, gehörte unstreitig zu den besten Leistungen des AbendS. Mit dem bekannten .Würzburger Srürzen marsch", welcher von der Ge sangsekiion und dem Orchkster ouZgk' sübrt wurde, schloß daS. ossicielle Pro. gramm. DaS Publikum schien durch dasselbe allgemein b, friedigt zu sein. wenigstens geizte eS richt mit seinen 33ri' fallSbszeugun?en, und Herr Oskar Spulh, NZk'üer Dirigent der Gesang. seklion ist. darf gemijj einen großen Theil des ErsolgtS sür sich beanspruch:. Ungezwungene Unterhaltung und ein gemüthliches Tanzllänschen hielt die An welenden noch längere Zeit beisammen, und Dirseniaen. welche ruckt da waren, haben alle Ursache, sich zu ärgern. Zu den besten Feuer-VersicherunaS Gesellschaften deS Westen? gehört unbe dingt die .Franklin" von Indianapolis. Ihr Vermögen beträat $320.000. Diese Compagnie repräsentirt die .Northwestern National" von Milwaukee, Vermögen $1.007.193 92 und die .German Ameri can" von New Pork," deren Vermögen über $3.095 029 59 beträgt. 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Hunger und Siebe
Vortrsg von Phil. Rappaport. (JorrseLung. ES ist eine Thatsach?. daß L;ute mit beschränkten Mitteln, immer da sparen, wo die Welt es am Wenigsten merkt, und daS ist am Esten. Die gesellschaftlichen Verhältniste dringen eS so mit stch. daß man nach Außen eine gewiffe Würde wahren wtll. Es liegt in der Natur der Armuih, t& so lange sie nicht an d?" äußetgen renje angelangt ist, sie sicü gerne verbirgt. Man spart stch am Munde ab, waS gute K.'cidung und an ständige Wobnung kosten. Am Ausge prägtksten vielleicht tritt dies in europai schen Beamtenkreisen hervor. DaS Ein kommen ist gering und man muß doch standesgemäß auftreten. Ader eS tritt in allen Kreisen und selbst in Akdeiter kreisen ganz genau dasselbe Bestreben hervor. Es ist sehr billig, ein solches Verfahren thöricht zu nennen, aber wo sind denn die Leute zu finden, die eS über stch vermögen, sich von gesellschaftlichen Vorurtheilen los zu machen und ganz ihrer Anschauung zu leben ? Sind eS doch gerade die alles Neue tadelnoen Phi lister, welche mitten drin im Aorurtheil stecken. Auch hat dies, wie so manches Andere seine zwei Seiten. Liegt z. B. nicht ein seiner Zug darin, wenn ein Mann mit einer Kleinigkeit in der Tasche zufällig in Gesellschaft geräth, und eS wird der üblen Sitte des TraktirenS gepflogen. daß er, fo hart es rhn ankommt, feine paar Cents, die er nothwendig sür an dere Zwecke brauchte, lieber opfert, als daß er sich lumpen läßt. Man wird ge neigt sein, ihn einen Thoren zu heißen. aber wo sind die. welche über das Urtheil der Menge erhaben sind? Der scharse Beobachter und bedeutende Schriftsteller Friedr. Albert Lange sag recht treffend in Bezug auf diesen Punkt : .Man ist im tätlichen L-'den rur gar zu leicht geneigt, ein solches Verhalten schar! zu tadeln oder als elende Eitelkeit zu ver ipotlen. Ueber allen Zueisel aber ist eö erhaben, daß ein solches FestDalten an glw ffcn Altlibuten einer hööerkn Lebensyallung etwas Edlrö und Gutes ist. in dem Stande welcher nicht mehr in der Lage ist. stch über Andere zu erheben. Die Zkilen stnd noch nicht zu sern, in denen ein großer Theil des Volkes, selbst in Städten, barfuß ging. Jktzt will de 'Arbeiter nicht nur gleich seinen Milbür gern stch in einem vollständigen und schicklichen Anzug zeigen, sondern er will auch außer seinem ArbeitSgemand einen guten Rock haben. Darin, daß er in diesen Beziehungen nicht zurücksteht, fia det er ein SußereS Symbol seiner Men schenlvürde, und es liegt ein gewiffer H: roiSmuS darin, wenn er diesem Bemußt sein in schlimmen Zeiten ein Opser bringt. So sehen wir denn in der That, daß das Volk hungert. Hungert! Ji wohll Ich gebrauche dieses Wort selbst aus die Gefahr hin, daß man mir Uebertreibung vorwerfe. Man weiß daL auch, aber die Wahrheit wird eben gescheut und ge kürchtet. Bei alledem ist mir weiter Nicht? unbe reiflich, alS daß daS Volk eS duldet, daß cS stch ausbeuten läßt, so weit, daß eS stch nicht mehr satt isten kann. Bei alledem ist mir nur unbegreiflich, daß daS Volk noch länger die J.stel deS Kapitalismus trügt und stch geduldig in daS Joch spinnen läßt, um dem Kapitalisten der. Pflug zu ziehen. Die Arbeit deS Volkrs ist die ttah mit vollen Eutern, welche dem Reichen Milch und Butter liefert, daS Volk selbst aber darbt dabei. daS Volk selbst hungert. Freigebig deckt die Natur den Tisch, an schwer beladenen ZweiglN hängt das sastige Obst, auf fruchtbann Feldern gedeihen Korn und Weizen, im Walde giebt eS Wild, die Seen wimmeln von Fischen, aber die Menschen hungern ! Der Vogel in der Lust, das Reh im Wald. der Fisch im See setzt stch an die immer gedeckte Tafel und schmaust nach Her zenslust. nur der Mensch läßt sich von Seinesgleichen betrügen um feinen An theil an der Bescheerung der allgütigen Mutter Natur. Wie lange wird's die Menschheit noch ertragen, wann wird sie daö Joch abschütteln, welches ihr Wahn, Vorurtheil, Gewalt und Aber glaube auserlegt? Den Tag Tag will ich segnen, an welchem sich die Menschhei satt effen kann. . (Forttetzung folgt.) P-lizeiGkricht. Drei lernbegierige Knaben Namens John Hall. Otto Flsher und Hawly E!zy hatten bei dem Grocer Dan. O'Leary Schiesertaseln gestohlen, um schreiben zu lernen. Sie wurden dem Criminalrichter überwiesen. Der Fall gegen den de Uhrendieb stahls angeklagten Abe Levy wurde bis nächsten Dienstag verschoben. Harty George, der ein Rastrmesser ge llohlen halte, und von feinem eigenen Großvater angeklagt worden war, wurde der Grand Jury überwiesen. tST Scharlachsteber 418 S. Tennessee Straße. kS Henry Buden, beabstchtigt die Stadt auf Schadenersatz zu verklagen. Er giebt an. daß er vor zehn Jahren ein Bürger der Stadt war indem er Steuern bezahlte, und da? Recht besaß, fein Stimmrecht auszuüben. Nun ist ihm bis heute das Recht Steuern zu bezahlen nicht streitig gemacht worden, aber am Stimmen wird er verhindert, da die Stadtgrenzen so eingetbeilt wurden, daß sich jetzt seine Wohnung an der Ecke der Sbelby und Calgrone Straße außerhalb derselben b'sindet. Daö will er stch nicht gefallen lasten.
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