Indiana Tribüne, Volume 9, Number 27, Indianapolis, Marion County, 16 October 1885 — Page 1

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Sahrgang 9. Ossttt : Ko, 120 Oft MaMaud Ftratze. nennet 27, 'Ky': Indianapolis, Indianer Freitag, den 16. Oktober l88S. . aaaBHaMaBHHBBBaBHMaBaaBHHBHMMMMHHMMMManHaMMMBBMBBMMBB'.M.B.B.MaaaHMBaan . " . i I I "' " " " """""T"1-

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I Mzzelges dies Spalte soeit diefeldm st$t 0tZchäfUauzeigeu sind dnd deu Kaum dsu drei Beitel nicht übnfteigen, werde nentgelt (ich anfgensmAea. Dieselben lUibtn l Tage stehen, können aber unbeschräakt eruenert erden. Anzeigen, welche bit MMagk 1 Uhr (10geben derden, finden noch am selbigen tcg Ausnahme.

ZZerlanst. ,,ln-t: Sii g'tti d'utschk Vüldchen'fZr ge ähnlich H -arbeit in eines fluten Familie. N.ch srgen ii or, S.ft Strai. i s,rkat wir tlt ädche in ein Cttl .V'M e,,on, de, kennen JamUie. uter Platz. UÄbe-I reit der O fiee d.u. 11 ftn SteUegesuche. ,u&i hb iratnb votlSit Arbeit SN tue r-etsch. Räch , fragen N 11 atftr. :lsot , ch t: Sin deutscher Junge von 15 fahren sucht 1t schasttzukg. ju etf;acea wg" 1IBUI. 18ot sucht ir Stell o ine Vk5dchen, li in! - - ,. -. t i ä mlC. 2c n fiiufitoc ttioetcen gut ocwanocn in cc i n sei i 11 da Zu vermiethen. Z ,ri the n: Eine 2, hl schöner Zimmer! i llen e.uemitchke'ien in DnkeWalter füleS. 1 m Oft Ejfatnoton Strafti. daß .i ,rth- : inen tall, welch! Rau fili J Pferde n Wagen hat. eingerichtet. achjufr,za in der Ofssce li. Vlatte. "da ,rtthn: inen Stall, welcher Skaum kür ,ikrde hat. gut etnger chtit 'st un,er un. ftiee inounfleil III kkM tdeN. fiaaiUfU ll In bei Dffti fei. tltl. 200t Zu verkaufen. ,,kkdervertaulche: 20tftr Im. .u,e,s, und Stall. K tilen vo llgh: ,sd: dilllg. .l.Wärgler,7l Oft Sashingts traje. Wer den Wertk des Geldes MKl viu miß vjww schätzt, sollte seine Hüte und Kapöfn fy I LänidsrAer Kufen. Bei tiefem wohlbekannten -,, 5. . . v sti- 0s.. n amm tftt an b gkMAuZ' Kahl von WmlerhKten und Kappen, zu sT . ? m U j.. ..ll. -XL u. ? & - Preisen, Kelche einen dirllich anlachen. Bainbßi'gei', Slo. 16 ßfl Wasbinqtonlkr. Gcschasts Uebernahme. Zch zchi ttne freunden vnd um uvliku tzirdech b,.'annt. daß ich meine etzqeret $ 111 Oft Walhingt- Strafte, n Qtrtn Xtjc.dor m vtiluh h,b und bt te bal ntr gr($et.(t Sttian auf ein Zkach?vljr , Uertrzn. Itz:uigkvll, Frltu BcDttoher. Käs Obige Vezug neimind, rfuch ich bal fierm Fritz Sktchei bither t ! 4n?te Oernauen ach ans sich tt übertragen, irb ich spreche, nur gutel mi!cö und ti Ben Sorte ISirfi in llbre unb gut Ciiitninj iut$;t. chtungl,.!. Theodor Dieta, ttn AH TfTtrRiAtA -,k, 147 Hg Wasywglo Straß,. Dr. THEODORE A, VAGHER Office: Zimmer R0.8 Fletcber 55 Sbarpe'S Block, S?restmbu: 9 1? Vorgen. j z - 4achmtt!agt. T-86nbl. Osiuung: Scke College und Hse Adk. ET Telephon 848. ionr.tia r ton 2 Uhr Nachmittag!. ANDREAS (ERLEB Händler in Uhren, Wanduhren, Schmucksachen und Silberwaaren. s. 20 Süd Aekaware Str. IZT Repzramre in Uhren eine Spezialität. Mufforbevung. iRfcr'tl au Lrb, St. Aurae, Vreuße r;ch II Jv C. ul H,d. -iteuften. CsttUtn Lab. a rezio'en, Borger, ter CJelrae anl (Setcftäofen Lauern. ,er ndr. nd dar aus cAeitzd, VkN, V OU fTw uniiiiHikiiwf w. w p. . Iai4tnjtlttta. aal SS??ingr. Württemberg. j. ff m . tA. ..4. ffTlC1v..ink.v.. Sichel',. He:m. I Ynelberg, ßürttiWOfrg. Uni ! ua Oderdldingen, . B(ra Erft a5 Ortenderger, Vadn, Di0baatn olle sich ege Erbschaft gei ende an Herrn KNlz, Bappaportt ) D ar,land trab, Idiana,oliV, 3 Western Spar- und leih-Veiein, Zit 5chntUchn Vers! ne finde i tt . t ' Best Qashingt, S raße. ,wi ,1U ite P tz ftNt. CI fl.b noch Utia rf t v. l ff:n. wu ii. ... .t.if. I. . m ..-... x.fv I Ma Oiimlan. ?!ttrcm ttBintnt. e.la, S9 CUU tinV

ütMtt Telegraph. fficttjx.a.ttif toten. Qashingt on.D. C.. 16. Ottober. Hübschkö. Wtker. veranderlichkr Wind. Y Ein Mord. , dinclBnati, 1 Oktober. WmNcLetreshbai einendeutschen friedfertigen Arbeiter nahe Utopia ohne Veranlaffung

ermordet. j. Gehängt. SrawfordSville. 16. Okt. Um 12 Ubr 32 Min. heute Mittag vurde John W. Toffee ezen der Ermordung cMulltN Wnstt. nw .Die Blattern. Detroit. Mich.. 16. Okt. Man bat auSgesunden. daß Personen mit ge fälschten Impfscheinen von Montreal hitthergtkoMMeN stttd. Drahtnachrichten. Die Wahl inOhio. Cineinnati. 15. Oktober. In y, v . w,r,,,.g. ns OejUst Us 0Q6 JiejUUal okk Ist F, Hamilton County Ict&t sich noch immer nichts Bestimmte behaupten. Erst durch die osftjielle Zählung kann dasselbe fest, gesetzt werden. Die Betrügereien bei der Wabl erregen allgemeine Entrüstung. In einem Stimmkasten fanden sich 200 Stimmen mehr vor. als registrirt wurden. ' Der Stimmkasten in Ward 9 Precinkt F. befindet sich in Händen dreier Per Ionen und des City lerks, welche sich weigern, ihn herauszugeben. Die Bürger wollten eine Jndigna. tionsversammlung abhalten, standen aber auf Ersuchen deö MayorS davon ab. So lange du Zahlung tn Emclnnatt v n. ! 1 1 sT 1. ! AI itl uno vamttlon viumuy niii uccuuci bleibt ollch die Stärke der resp. Parteien in der Legislatur ungewib. P'',! uiimi v& i v i i 4. KtmV6tlUm Qft Ein. mit m,mtmmt ,anb M zur Beisetzung der Leiche deS CardinalS McCloSkey ein. Karten waren .. nöthig um Zutritt und so mußten Tausende wie der unverrichteler Sache umkehren. Die Feier fand bei Entfaltung großen GkprüngeS statt. Die Kirche war reich geschmückt. Z-vanzig pgpstliche .Zuaven in prächtiger Uniform umstanden den Katafalk. Der Todte war in die Ge wäner seine? Amtes gekleidet mit der Mitra auf dem Kopfe und den rothen Hut zu seinen Füßen. An dem driu, ginger der rechten Hand steckte der Dia mant und Saphirnng, als Zeichen der CaroinalLmürde. Ueber der Leiche erhob sich der von acht Säulen getragene Bal dachin. Wenige Minuten vor 10 Ubr gaben die Glocken das Zeichen zum Beginn der Ceremonie, und gleich darauf fetzte sich die Prozesston vom erzbischöflichen Pa last in Bewegung und bewegte sich durch die 15. Straße zur 6. Avenue. Im Zug befanden sich die Erzdischbfe und Bischöfe und etwa 100 hochstehende Prik' fltc, 3lM Mn 9mm niederen Range?. Das Hochamt in der Kirche hielt Erz j! bisch of Carrigan, die Leichenrede hielt Eczbischos Gibbon?. Der Chor bestand auö 150 Stimmen. Telegraphisches Allerlei. Bischos Ireland von Minnesota sagt. eS seien sür die katholische Universität be reitS Z600.000 gezeichnet. Tammany und Jrving Hall in New Pork haben sich aus ein gemeinschaftliches Countyticket geeinigt. Der Chicagoer Polizeichtf hat feine Stelle niedergelegt. Der Schatzmeister der .Quincy GaS Light Company hat 522.000 unter. schlagen. Wer Kavel. AnneionBurma h'S. London, 15. Okt. Die Streitig keilen zwischen Burmah und Indien wer den wahrscheinlich mit der Annerion Burmah'ö an Indien enden. Die rumelis ch e Fra g e. London. 15. Okt. Die Pforte hat ein Zirkular an die GlöKmächte erlösten. worin mitgetheilt wird, dak die Btwaff nung Griechenlands den Frieden bedro hen. Eine Depesche von Eonftantinope! sagt, dak die Stimmung in der Türkei sehr kriegerisch sei. Ein deutscher Gesandte begab -fich in besonderer Mission nach Nisch mit wich Un un jiBim uu wiuij l . m..fx . m : . m ! . I Milan. &,,Mtn Kai ,in, Wnt , . , m , . m I 1 iil. ..I4llif I iMAM.M . W Hhi. V A . wyumi uuci uu mmui zesetze Eindringen bulgarischer Muber

banden klagt. Man. glaubt, daß Ser

dien darin einen Vorvand zum Kriege suche. . !...' Innerhalb der letzten zvei Tage find in Griechenland 2ö.000 Mann Reserven eingestellt worden. In A'den ist in Gerücht im Umlauf, dab lürst Alendee an der Spitze einer Armee von Philippopil nach Adrianopel arfchire. Erdbeben. Palermo. 15. Okt. Ein heftiger Erdstok wurde heute Morgen hier ver spürt. Ein dreistöckiges Hau stürzte ein. und 8 Personen kamen dabei um'z Leben OanDigma schon wieder todt. R o m. 15. Okt. Die italienische 3ie gierung hat Nachrichten empfangen. welche den Xob Oöman Dkgna'S destü tigen. Stssnasrtren. New York. 15. Okt. Der Dam. pfer Lydian Monarch" ist von London und der Dampfer .Nordland von Ant werpen eingetroffen. Liverpool, 15. Okt. Dampfer Jbrian ist von Boston angekommen. QueenStovn. 15. Oktober. Dampfer .Nevada von New Vork kom. mend. passtrte beute Fastnel. H i e si g e S. Hospital Untersuchung. Die Untersuchung gegen Dr. Wishard wurde gestern Abend fortgesetzt.' Ein Farbiger Namens George White sagte auS, dak er als Patient deS Hospi talS von einem Flügel zum anderen tranSferirt wurde, daß aber im neuen Zlüge! nur temporäre Thüren engebracht waren, und daß eS daselbst kalt war. Myra ?)eager. MorriS Jansen und Fannie Singelton sagten aus, dab ste Patienten der Anstalt waren, aber nie daS Vergnügen hatten, Dr. Wishard bei sich zu sehen. Jennie Williams, eine alte Frau, er zählte, dak ihr Sohn im Winter 1880 elf Wochen lang im Hospital war, und daselbst gestorben ist, und dak ihm ge wisse Effekten, die er dem Janitor zum Aufbewahren gegeben hatte, dort gestoh len wurden. Mehrere andere Zeugen sagten eben sallö aus, dab Dr. Wishard die ranken nur selten besucht habe. Nachdem Dr. Nidpath erklärt hatte. .ta&er auch die gegenmärtigen Angestellten des Hospitals verhört haben möchte, einigte man sich auf eine weitere Sitzung im Hospitalgebäude heute Abend um die Zeugen bei der Hand zu haben. Die Townsdtp Warrants. ES ist ganz genau so gekommen, wie wir vorhergesagt haben. Die Grand Jury berichtete gestern an den Eriminal richter. dab ste alleS Mögliche gethan habe, um in Bezug ouf die Township WarrantS Etwa? auSzuftaden. dak eS ibr aber nicht gelungen sei. Die Grand Jury sagt in ihrem Bericht, dak sie allerwäetS auf Hindernisse gestoben sei, die WarrantS selbst seien auberhalb deS Be richtS der Grand Jury gebraut worden. und dieselben seien auf gtheimnibvolle Weise verschwunden, kein Mensch w'ffe wohin. Die Grand Jury schmeichelt sich mit der Hoffnung in ihrer nächsten Sitzung EkwaS auSzufinden. Auch diese Hoffnung, daS sagen wir lebt schon, wird fich als betrügerisch er weisen. Diese WarrantS werden nie malS zum Vorschein gelangen. Die Behauptung verschiedener Advokaten und Zeitungen, dab die Leute blob deshalb nicht vor die Grand Jury gehen, weil sie kein ste schädigende? Zeugnib vorgebracht haben ollen, und dab nächstens Klagen in Civilgerichten kommen werden, zeigt bloß, dab sie die Situation nicht ver stehen. Wir sind der festen Ueberzeugung, dab die Leute, welche die WarrantS hatten. ihr Geld bekommen haben, ob von Pol lard oder sonst Jemand, der in der Sache interesftrt ist, wird freilich eine ungelöste Frage bleiben. Jener. Heute Morgen um" 2 Uhr brach im alten Sentinel Gebäude hinter der Gro eeky der Gebrüder Foote Feuer aus. Man weiß nicht role dasselbe entstanden ist, und der Schaden beträgt tz2000, welcher durch Versicherung gedeckt ist. Im obern Stockwerk befinden fich Ge schästSlokale aber auch die Putzmacherin grau Aclin und ihr Söhnchm, sowie der Holzschnitzer Sam. Minturn. bewohnen Zimmer daselbst. Sie wurden durch Herrn Ackelow ge weckt. Der Hauptschaden ist durch Nauch und Qagek entstanden.

Jangrlmertka.

Elmer Heath. ein Kaabe von etwa 1ö Jahren fob gestern auf der Gallerte des Grand Oepkra House, und vergnügte fich in den Zwischenakten damit, den farbigen Willie May?S gleichen Alters mit Papier, kügelchen zu werfen. Letzeeer wurde böse darüber und drohte, dab er sein Meffer ziehen werde, wenn Heath nicht aufhören würde. Heath lieb aber seinem Uebermuth freien Laus und nach der Voistellung sollte der Streit in der Alley hinter dem Denison House fortgesetzt werden. Heath forderte MayeS heraus, dieser erwiederte mit einigen Faustschläzen schließlich zog er aber ein grobeS Taschenmeffer auS Der Tasche und versetzte Heath eine 4 Zoll lange Schnittwunde auf der linken Wange. Dann lief er davon. Heatd und seine Kameraden liefen dem Maykö nach, aber Heath brach an der Ecke der Massachusetts Ave. und Odio Straße geschwächt durch den Blutverlust zusam men und wurde nach Dr. Watermann'S Olfice gebracht. Dieser nädte die Wunde zu und liefe ihn per tt ezelo'S Ambulunz nach seinem Hause No. 25 Blake Straße bringen. MayeS war mittlerweile in seinem elterlichen Hause No. 273 Nord Liberty Steabe verhaft't worden. SchtiduugSklagen. Milford La klagte auf Scheidung von seiner Carrie, weil er angeblich grau sam von derselben behandelt wird. . Lcvi Clark will von Makel Clark ge schieden sein, weil dieselbe treulos ist. Emeline Brlttingham will ihren Ge mahl Albert, der ste vorgestern Nacht so .zärtlich" behandelt hat. loS werden. Sie giebt an, dab er ein Grobian und ein Trunkenbold ist. und verlangt, dab er verhindert werde, in'S H m? zu kommen, da ste fürchtet, dab er ihr ein Leid? an tbut. Außer einem Dekret verlangt ste tzZ00 Alimente. Der kleine Stadtherold. Herr John Leser feiert heute seinen 60. GeburlStag. Frl. Lizzie Elstrobt und Herr ChaS. Schönemann machten gestern Hochzeit. Herr John Klein stierte gestern leinen Geburtstag. Fräulein Maria Ghardt und Herr Henry Schergen? machten gestern Hoch zeit. Herr KlSpar Wolf ist im SS Lebens tahre gestorben und wurde heute Nach mittag von seinem Hause, No. 257 Süd Pennsylvania Straße auS. beerdigt. Der .Red Crok Aale Burner der von Ralston & Co. gegen Abschlag? hdluna verkauft wird, rst der tchonste und beste Ösen, der tn der Stadt zu haben ltk. Merrschaumpfeifen, lange 'deutsche Vf'ifen. Cigarrenwitzen etc. bei Wm. Mucho. No. 199 Ost Washington Str. Vom VuSlande. Mit welchem Unrecht ofb ein rechtschaffener Mensch verdächtigt und dadurch in eine gefährliche Lage gebracht werden kann, beweist ein seltsam heiterer Vorfall, der sich dieser Tage m Wien zu getragen hat. In der Praterstratze, ge genüber dem Carltheater, ist seit Kurzem von einem Herrn Barnhaupt ein prächti ger, echter Orang-Utang ausgestellt, des sen Menschenähnlichkett eine frappante ist. Dieser Tage nun fanden sich in dem Locale der Bauunternehmer Hein rich Dostal und besten Gattin ein und ergötzten fich an dem Spiele deö Affen, der wegen seiner Zahmheit weder ange bunden noch in einem Käsige eingekerkert ist. Außer dem Ehepaar war nur noch der Drechsler Ferdinand K. anwesend. Nach einem längeren Gesprach mit dem Eigenthümer wendete sich das Ehe paar dem Auögang zu. Frau Dostal hatte jedoch kaum noch die Thür geöffnet, als sie wieder umkehrte und mit heftigen Worten zu verstehen gab, daß ihr vor wenigen Sekunden die Börse mit dem Inhalt von 34 fl. gestohlen worden sei. Die Frau, welche so heftig schrie, daß sich eine Menschenmenge vor dem Local ansammelte, zögerte auch nicht, den Drechsler direct des Diebstahls zu be schuldigen. Herr Barnhaupt schloß, um das Aufsehen nicht zu vergrößern, die Thür ab und ersucht, den Beschuldigten, sich visitiren zu lasten. Zitternd vor Aufregung kam K. dem Ansuchen sofort nach. Die Taschendurchsuchung war noch nicht beendet, als ein Gegenstand an den Plafond flog, den der Orang Utang in die Höhe geschleudert batte. Es war die Börse, deren Inhalt sich in einer Ecke der Schlafstelle deö Affen vor fand. Nun wäre noch immer die Mög lichkeit vorhanden gewesen, daß der Drechsler die gestohlene Börse von sich geschleudert und diese von dem Affen er wischt worden wäre. Alle Zweifel wur den jedoch beseitigt, als die Dame zu ihrem Erstaunen den Verlust ihres Ta lchentuches und eines EchlüffelS be

merkte, welche Gegenstände noS votban

den waren, als sie das Fehlen der Börse schon bemerkt hatte. Der kluge Affe hatte zum zweiten Male blitzschnell ihre Taschen geplündert. Eine vollständig organi sirte jugendliche Diebsbande von 10 bis 12Mitgliedern wurde inMülheim a. Nh. ermittelt. Die Pflänzchen, im Alter von 12 bis 15 Jahren stehe..?, (aben eine Gewandtheit an den Tag gelegt, die dem gewiegtesten Zuchthäusler zur Ehre gereichen würde. Unzählig sind die Ladendiebstähle, die ihnen zur Last fal len. Gewöhnlich begab sich ein Mit plied der Bande in das ausersehene Geschäft, kaufte für einige Pfennige und ließ die Thür beim Fortzehen offenste hen. Sobald sich der Ladenbeslyer in sein Wohnzimmer zurückgezogen hatte, schlich die Bande geräuschlos hinein und raubte, was rauben war. In eint gen Füllen krochen sie durch die Keller locker. Selbst der wohlverwahrte Opfer stock in der Kirchhofskapelle wurde von ihnen geplündert. Gegenstände, für die sie keine Verwendung hatten, wie : 100 Dosen Pomade, varfen sie in den Rhein, mit Eidamer Käse spielten sie Kegel. Die Höhlung eines Kanals unterhalb der Stadt diente ihnen als Lagerraum. Die Gemahlin des Sach Walters Thomas Dache in London, befand sich im heurigen Sommer mit ihrer siebzehnjährigen Tochter Emma zur Kur in Brighton. Auf der Promenade mach ten die beieen Damen eines TageS die Bekanntschaft eines jungen ManneS, der sich ihnen als Kapitän Donald vorstellte, und dem Fräulein sagte, er habe sie be reitS in London bewandert. Der Capi tän erbat sich von Mistreb Dache die Er laubni, sie besuchen zu dürfen, brachte den Damen prachtvolle Blumen, und nach kaum vierzehntägiger Bekanntschaft hielt er um die Hand des Fräuleins an. Mistreß Dache machte die Einwendung, daß der Verkehr hierzu noch zu kurz ge dauert, allein sie luß sich überreden, und auf die begeisterte Schilderung, welche sie ihrem Gatten von dem Kapitän schickte, Willigte auch dieser ein, und so fand denn auch bei Anwesenheit sämmtlicher Kurgä' ste am 4. Juli die Trauung statt. Das junge Paar-begab sich auf einen Monat nach Paris, dann brachte der Kapitän sei ne Gattin zurück in das Haus der Mut ter und nahm thränenreichen Abschied, indem er sagte, er sei einberufen : sein Schiff, der Eorcoran", habe Befehl er halten, nach Indien zu segeln. Di junge Frau erhielt noch ein Telegramm aus Southampton, weiter aber blieb sie ohne Nachricht, bis sie vor einigen Tagen ihrem Gatten mit einer Frau und zwei Kindern in London begegnete. Nun er fuhr sie, daß der Kapitän ein Kolonial. Waarenhändler nnd seit sechs Jahren verheirathet ist. Die junge Frau wird fortwährend bewacht, da sie schon zwei Selbstmordversuche gemacht hat. Eine Peinliche Begegnung hatte dieser Tage ein reicher Bankier in St. Petersburg. Gegen 6 Uhr Nachmit tags, wo die bsau moncls der nordi fchen Metropole gewöhnlich zu Fuß und zu Wagen den NewskiProspect zu passt, ren pflegt, promenirte der Herr Bankier ebenfalls den Prospect entlang. An der Ecke des Newski'ProspecteS und der Ka. rawannaja blieb der Bankier, den die Nowosti" Jgnatji Jwanowitsch B." nennen, stehen und rief seine ihm in eini ger Entfernung folgende Equipage heran. Eben im Begriff, in dieselbe zu steigen, hörte der Bankler plötzlich die in schwa chem Ton ausgesprochene Bitte : Guter Herr, geben Sie mir um Christi willen eine Kleinigkeit !" Jgnatji Jwanowitsch beachtete Straßenbettler zwar sonst nie, aber diese Stimme machte auf ihn einen ganz besonderen Eindruck. Er griff in seine Tasche, holte ein Geld stück hervor und reichte eS, sich dem Bettler zukehrend, demselben hin. Der Bettler sah aber so eigenthümlich aus, ganz anders, wie sie sonst auszuse hen Pflegen. Nimm Alter, wenn Dir gegeben wird," rief der Bankier ungedul big. Der Bettler blickte auf und beider Augen begegneten sich. Was jetzt ge schah, läßt sich nicht beschreiben. Mit weit geöffneten Augen sahen beide einan der starr an ; endlich kam der Bankier zu sich, eilte auf seinen Wagen zu, setzte sich hinein und rief dem Kutscher mit nervö ser Aufgeregtheit zu: Fahre schnell !" Der Bettler stand noch längere Zeit so da. Plötzlich warf er das empfangene Geldstück weit von sich und rief: Jg. naschka, mein Jgnaschka, Du Schurke!" und siel ohnmächtig nieder. Man brachte ihn auf die Polizei, und allmälig klärte sich der Sachverhalt auf: Der arme Bettler, mit Namen F w, war einst ein reicher Mann gewesen und hatte zwei große Häuser und mehrere Manufaktur Waarenlager in Petersburg bchffen. Später begann er unglücklich zu spekuli ren, verpfändete seine Häuser, um sich in verschiedenen Stadttheilen noch andere zu kaufen ; die Hauser sielen im Preise, und der reiche Mann konnte die Zinsen nicht mehr bezahlen. Erst die Häuser und dann die ü)!obilien wurden unter den Hammer verkauft, und der reiche F. war ein armer Mann. Als eS ihm noch gut ging, diente der jetzige Bankier Jg natjr Jwanowitsch B. bei ihm als Diener, Wurde später ältester Haueknecht und gab schließlich seinem Brotherrn auf zwei Obligationen Geld. Als F. die hohen Zinsen nicht mehr zahlen konnte, trug ,-Jgnaschka" ohne Erbarmen auf den Verkauf der Häuser an und behielt diese, da er za die Obligationen besaß.

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