Indiana Tribüne, Volume 9, Number 20, Indianapolis, Marion County, 9 October 1885 — Page 1

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Neues per Telegraph. Wetter us ich ten. lSasd.i ng k on. D. C. 9. Oktober. Etwa? wärmere?, schönes Wetter. , s Bankerotte. New V ork. 9. Oktober. Zahl der Bankerotte während der letzten 9 Tage in den Ver. Staaten und Canada 207 gegen 196 in voriger Woche.

Wahlen in Connecticut. Hartford, 9. Okt. Bei den Townwählen letzten Montag stimmten von 162 TonS79 republikanisch, 55 demokratisch und in 23 waren die beiden Parteien gleich stark. Letzte Jahr war ei fast geoau ebenso. Ein UkaS. St. Petersburg. 9. Okt. Ein UkaS befiehlt allen Gouvernören urrd Beamten im Lande, sich auschließlich der russischen Sprache a!S Amtssprache zu bedienen. AuS Madagaskar. Paris. S. Okt. Am 27. vor. MtS. fand zwischen den Franzosen und den HovaS eine Schlacht statt, bei welcher Erstere 21 Mann, Letzere 200 Mann ver loren. DrahtnaHrichten. Oo Felde der Arbeit. Der Straßenbahn Strike in St. Louis. St. LouiS. S. Okt. Die auöstän. dkgen StraßenbahN'Leute hatten letzte Nacht in der Turnhalle eine enthustasti sche Versammlung. Der Betrieb war während deS TageS ein sehr beschränkter. Der Tag ging ziemlich ruhig vorüber, gegen 6 Uhr Abend jedoch vefsaame! ten sich die StrikerS an der 7. Straße und begannen die Condukteure und ut scher u belästigen. Die Polizei trieb sie auseinander. Darauf versammelten sie sich an einer anderen Stelle, schoben e nige Wagen vom Geleise, wodurch dem Belrleb Einhalt gethan ward. Ein Mann wurde unter eine in Bewegung btfindliche Car gestoßen und überfahren. Darüber wurde die Menge so wüthend, daß der Kutscher, ohne das Einschreiten der Polizei gelyncht worden wäre. Meh rere Angestellte und der Präsident einer Bahn wurden angegrtffen und mehrere Wagen wurden zertrümmert. Der Be trieb mußte eingestellt werden. Die Convention der ttnights o f Labor. Hamilton. Ont., 8. Okt. Die KniohtS of Labor besprachen gestern in ihrer Convention die Frage ob daS Recht StrikeS in Szene zu setzen, den Staats und Provinz Organisationen übertragen erden soll. Bis jetzt ist darüber noch nichts beschlossen worden. In Bezug auf den Lockout an der Wobash Bahn ist ebenfalls noch nicht geschehen. Glasfabriken geschlossen. Boston. 8 Okt. Sämmtliche GlaS fairiken in Pennsylvanien. New Prk und den Neu England Staaten sind mit drei Ausnahmen geschloffen, weil die Ar beiter am Strike find. üfer-Strite. Chicago, 3. Okt. 600 Küfer in Armour'S & Fowlel'S Packing House sind wegen verweigerter Lohnerhöhung ausgestanden. Arbeiter-Convention. Washington. 8. Oktober. DaS Eecutiv Comite der United Labor League von Amerika hat eine Conven tisn auf den 20. dS. nach New Pork U rufen. Sin Bankett, v a l t i m o r e, 3. Okt. Freunde deS Senators Logan veranstalteten letzte Nacht demselben zu Ehren ein Bankett. Politisches auSOhio. Zeledo. L. Okt. Heule fand da hier die erste Debatte zwischen Souvernör Hoadly und Richter Forakerz'.den beiden VouvernörS. Kandidaten in Whttlkt'S Opera House statt. Dasselbe enthält 1700 Sitze. Schon zehn Minuten nachdem die Thüren geöffaet worden waren, war jeder Sitz eingenommen. Corridore und Gänge waren djcht mit Menschen besetzt, von denen kaum der vierte Theil Ein gang fand. Hoadley sprach erst eine Stunde lang, dann sprach Foraker Stunde. Hoadley ieS daraus hin, daß trotz der yündigen Nede Foreaker'S kein Mensch sagen könne, ob derselbe für oder gegen Prohibition sei. Er selbst sei sür ein L'zenigesktz. aber nicht für eine ungebührlich hohe LizenS. Beide Nedner fanden natürlich bei ihren OefinvungSgenossen groienveifall.

Indianapolis, Jndlana Freitag, Den 9. Oktober 1885

Der Sozialiste N'Congr eß. Cincinnati. O., 8. Oktober. Die von dem Congreß angenommene Platsorm lautet wie folgt : .Da die Arbeit allein die Schöpferin alle Wohlstandes und aller Civilisation ist. deshalb ist es nicht mehr als billig, daß Diejenigen, welche die Arbeit verrich ten, auch die Früchte derselben genießen sollten. Wir erklären daher, daß eine gertchte und gleichmäßige Vertheilung der Flüchte der Arbeit unter dem jetzt be stehenden Systeme, in Folge der Groß Produktion, seil der Entdeckung der Dampskrast und der Einführung von Maschinen, welche nur von Wenigen er worden werden können, unmöglich ist. Diese modernen Produktionsmittel kommen bloß einer Klasse der Gesell schast zu Gute. Wo früher ein Mann für sich selbst arbeitete, arbeiten jetzt Hun derte und Tausende in Werkstätten, Fa büken und auf großen Farmen. Die Resultate ihrer Arbeit kommen bloß den Eigenthümern der Maschinen, Fabriken, Bergwerke und veS BodenS zu Gute. Dieses System vernichtet die Mittel klaffen und schafft zwei von einander ge trennte Klaffen: die der Lohnarbeiter und die der Bisitzer der Arbeitsmittel. Die Uebel, welche diesem System ent springen, find: Ein planlose System der Produktion; die Verwüstung von Natur und AkbeilS kraft. Die beständige Ungewißheit in der materiellen Lage des Lohnarbeiters. Die Leiden der Proletarier und die riesige Ansammlung von Reichthümern in den Händen Weniger. Daß diese Behauptung wahr ist, zeigt die gegenwärtige Lage der Lohnarbeiter, welche inmitten der fortwahrenden Pro duktion in Abhängigkeit und Armuth leben. Während die schwerste und widerlichste Arbeit dem Lohnarbeiter kaum den Lebensunterhalt sichert, leben Diejenigen, welche wenig, oder gar nicht arbeiten, durch den Fleih der Anderen im Ueberfluß. Ein solcher, sich noch sortwührend verschlimmernder Zustand ist den Jntereffen der Menschheit feind lich und nicht vereinbar mit Gerechtigkeit und wahrer Demokratie. Ec ist gegen den Geist unserer Berfaffung, welche sagt, daß allen Menschen, Leben, Freiheit und mtai unbehinderte Streben nach Glücklichkeit gesichert werden muß. Ein solcher Zustand bedroht und verkürzt daS Leben der Menschen, indem er Mangel und Elend erzeugt. Er vernichtet die Freiheit, indem er den Arbeiter von dem Arbeitgeber abbängig macht. Politische Freiheit wird dadurch zur Unmöglichkeit, und daS Streben nach Gtücklichkeit ver hindert. Das Glück ist nicht erreichbar, wo Leben und Freiheit bedroht sind. Zur Abschaffung dieses Standes der Dmge erstreden wir die Einführung eines Systems genofftnschafllicher Arbeit, d. h. wir verlangen nicht nur, daß die Lohn arbeiter gemeinschaftlich arbeiten, sondern auch, daß die Resultate dieser Ar beit mit allen ihren Vortheilen, allen arbeitenden Klaffen zu Gute kommen DaS ist nur dann möglich, wenn die Pro duktiooSmittel sich in den Händen der Lohnarbeiter b. finden. Wie verlangen daher, daß da Recht aus Plivatdesitz. wie Maschinerien. Grund und Boden ?: lediglich demVolke zustehe. ZumZuecke der Einsührung der genoffcnschaftlichen Pro duktion und der Vertheilung ihrerJrüchte je nach Leistung und Bedürfniß deS Arbeiters unter der Controlle der orga nistrten Gesellschast, und um der Bedrückung der Lohnarbeiter ein Ende zu machen, ist die socialistische ArbeiterPartei gegründet worden. Wir erstreben eine praktische Verwirklichung unserer Forderungen dadurch, daß wir mit allen praktisch, Mitteln in den Besitz der politischen Macht zu gelangen suchen. sozialistische Forderungen d e r G e g e n v a r t. Revision der BundeSverfassuna und Gesetzbücher, der Einzelstaaten und Com munen, in dem Sinne nachfolgender For derungen: 1) Uebernahme alle? Communications Mittel, wie Eisendahnen, Kanäle. Tele graphen, Telephon ec. durch die Ver. Staaten. 2) Uebernahme der Straßen-Bahnen und Beleuchtung durch die Gemeinden. 3) Unveräußerlichkeit aller öffentlichen Ländereien, Verpachtung derselben und Wiöerruf aller Landschenkungen an Corpirationen, sobald die Schenkung? bedingungen nicht erfüllt sind. 4) Tlu.schlißlicht Recht der Regie rung aus die Aufgabe von Geld. 6) Regulirung der Wald u. Waffer wirthschaft nach viffenschastlichen Grund sötzen. 6) Erp'opriation bestehender Patente und Jreigibung neuer Eifindungen mit Gewährung von Nationalbelohnungen an Elfinder. 7) Gesetzliche Fszirung der QohnungS'

miethe im Verhältniß zum Werthe deS Gebäudes. S) Anordnung öffentlicher Arbeiten zur Zeit speziellen Nothstandes. 9) Progressive Einkommensteuer, und Steuerfreiheit für geringe Einkommen. 10) Allgemeine Schulpflicht bis zum 14. Jahre und Ermöglichung sür den Mittellosen durch Staatöhilfe. alle Bil dungöanstalten besuchen zu können. 11) Abschaffung der Pauper, Tramp Verschwörung? und Temverenz Gesetze und unbedingte tzoalitionssreiheit. 12) Statistische Ermittelung der Ar beiterverbältniffe. Verbot der Kinderor beit und gesundheitsschädlichen Frauen arbeit. Abschaffung der Gtfangenen.Con tract Arbeit. 13) Lohnzahlung in Baar und gleiche Löhne für Frauen und Männer. 14) Schutzgesetze sür Leben und Ge sundheit der Arbeiter und Haf Pflicht der Arbeitgeber. 15) Gesktzliche Inkorporation der Ge nossenschasten. 16) Achtstündiger Arbeitstag. Politische Forderungen. 1) Aushebung der Präsidentschaft und deS Senates. Erwählung einer jeder Zeit rückberusbaren Ecutive Seitens deS als einzige legislative Kötverschast verbleibenden Repräsentantenhauses. Entsprechende Versassung der Einzelstaa ten und der Communen. 2) Kommunale Selbstverwaltung. 3) Gleiches und direktes Wahlrecht ohne Unterschied der Raffe, der Nationalitüt und deS Geschlechtes bei aehumer Stimmabgabe. Wahltage gesetzliche Feiertage. 4) GesetzeS'VorschlagSrecht deS Volkes und Urabstimmung über alle wichli gen GtsttzeSpunkte. 5) Verantwortlichkeit und Röckberuf barkeit, oller legislativen Kö pkrschosten. 6) Einheitliche Recht innerhalb der Ver. Staaten. Unentgeltliche Rechts pflege. Aushebung der Todesstrafe. 7) Trennung oller öffentlichen Ange legenheiten von der Religion; Besteue rung des Kircheneigenthums. 8) Einheitliche Ehegesetze durch die Ver. Staaten; Lösbarkeit der Ehe bei gegenseitiger Einwilligung unter Vorsorge sür die Kmder. Ver Kabel. Die französischen Wahlen. Pari. 8 Okt. Da Resultat der Wahl war sür Jeden überraschend. Da genaue Resultat kann noch nicht angege geben werden, ehe die Nachwahlen am Sonntag über acht Tage stattgkfunden haben, gewiß jedoch ist, daß die vereinig ten Monarchisten und Bonapartisten in der nächsten Kammer, welche 5Si Mit glieder zählt, über mindestens 200 Stim men verfügen werden. In der letzten Kammer zählten sie bloß 90. ES scheint, daß bei den Franzosen alle 15 diS 20 Jahre eine Revolution vor sich geht. DaS Conlulat und da? erste Kai jerreich dauerte 15 Jahre, die Restora tion 16 Jahre, LouiS Philipp regierte 18 Jzhre und LouiS Napoleon 19 Jahre. Die dritte Republik btstiht nun genau 15 Jahre. Hö bst wahrscheinlich wird vor Beginn der Kmmersession daS ganze Ministe rium abdanken. Die rumelilcheFrage. London. 8 Okt. Die Regierung hat allen russischen O fixeren aufge tragen, Bulgarien zu verlaffen. Die bulgarischen Delegaten. welche in Constantinopel verhastet wurden, sind wieder sreigegeben worden. ' Rußland möchte den bulgarischen Thron dem Herzog von Cumberland 'übertragen. Die Nachricht von der Anerkennung der Vereinigung RumelienS mit Bulgarien wurde in Philippopel mit großem Beisall ausgenommen. In militärischen Kreisen in der Türkei herrscht große Thäthigkeit. GroßeSFeuer. London. 8. Okt. Heute Morgen um 5 Uhr brach in dem Charter House Gebäude, einer Reihe von 13 achtstöckigen Lagerhäusern an AlderSgate Str. Feuer au?, das in kurzer Zeit einen Schaden von ungesähr drei Millionen Pfurkd Sterling verursachte. CctifflnactriQtea. NewVork. 3. Okt. Angekommen: Dampfer .Rheinland- von Antwerpen. New Pork. 8 Okt. Anglkommen: Dampfer .State of Georgia" von GlaS gow. B r e m e n, 8. Okt. Angekommen : Dampfer .Rhein- von New Pork. Plymouth, 8 Okt. Angekom. mm: Dampfer Sucvia" von New Vork sür Hamburg. Southampton. 8. Okt. Ang kommen: Dampser .Werra- von Nes Pork sür Gremen.

. Vom Auslande. Ein Möbel-Geschäft in Stuttgart macht im Annoncentheil deS dortigen Tageblatts" bekannt, daß von ihm eine wollene Möbelausstellung" veranstaltet worden sei. Das Neue an diesen Möbeln ist, daß fie.soweit sie nicht aus Eisen gefertigt wurden, wie z. B. die Bettstellen, überall, innen wie außen und auch an der Rückwand, entweder po lirt oder gewichst, oder mit einem An strich versehen sind, kurz, daß daS Holz irgendwie gedeckt ist, um die von Pro fejsor Jager nachgewiesene schädliche Wirkung der rohen, unbedeckten Pslanzenfaser aufzuheben. Beiden Polster möbeln wird die Polsterung in erster Linie aus ungefärbter, oder richtig ge färbter thierischer Faser (Wolle, Filz, Roßhaar rc) hergestellt und, wo die Pflanzenfaser nicht zu vermeiden ist, wie an den Gurten und Schnüren, wird sie durch Jmprägnation mit hierzu geeigne ten Fetten (z. B. Paraffin und Vaseline) unschädlich gemacht." Dies der wesent liche Inhalt der merkwürdigen Ankündi gung. Man sieht, Professor Jäger zieht noch alles Mögliche in den Bereich seiner Ileformböstrebungen. Er ist, wie daS neueste Beispiel darthut, auf dem besten Wege, auch die Bäume auf drm Felde und im Walde zu imyräaniren". Die spanischen rnedici nischen Blatter bringen eine ziffermäßige Darstellung über die Verheerungen, welche die Cholera in Spanien angerich tet hat. Die Madrider Wochenschrift für Medicin und Arzneikunde" bringt folgende Ein;elnheiten : Die Epidemie, welche im Monat Juni zum Ausbruch kam, nahm bald ganz beträchtlichen Um fang an, und bereits im ersten Monat der Krankheit betiuz die Zahl der Opfer nahezu an 000. Während deS Juli war rn dem Fortgange .der Seuche, zu fällige Itückzänge abgerechnet, eine fort währende Zunahme der Sterblichkeit zu bemerken. Bis gegen das Ende deS Monats waren, nachdem die Zahl der täglichen Todesfälle 1000 weit über schritten hatte, nach der ofsiciellen Sta tistik 25,000 Menschenleben der ver Heerenden Krankheit zum Opfer gefallen. Im August, der durch feine sengende Hitze der Verbreitung der Krankheit Vorschub leistete, erreichte die Epidemie ihren Höhepunkt. Bis zum 22. v. M. starben in jener Zeit siebzehn bis neun zehnhundert Personen täglich. Hierauf erfolgte die Abnahme der Epidemie, wie sie die tägliche ofsicille Statistik aus wies. Obgleich der Zeitpunkt der Ab nähme in die letzten Tage des vorigen Monats fiel, ist die Sterblichkeitsziffer dieses Monats die höchste. In yanz Spanien starben während des Vongen Monats fünfzigtausend Menschen an der Cholera. Während der drei Monate sind im Ganzen nach den ofsiciellen Be richten 3 l.000 Menschen der Seuche erlegen ; jedoch ist man berechtigt, anzu nehmen, daß diese Ziffer noch nicht den wahren Verlust an Menschen ausdrückt." DiePolitischeCorrespon denz" veröffentlicht den Wortlaut der Proklamation des Fürsten von Bulga rien. Dieselbe lautet: Wir Alexan der I., Fürst von Nord und Süd-Bulga rien, durch den Willen des allmächtigen Gottes und des Volks, geben unserm Volke bekannt, daß die Bevölkerung Ost Numeliens am 18. September, nachdem sie ihre Negierung gestürzt, eine proviso rische Negierung einsetzte und UnS em stimmig zum Fürsten dieser Provinz pro klamme. . Indem Wir dem Wunsche deS Volkes, beide Bulgarenländer in eine zu vereinigen und derart sein Ideal zu erfüllen, nachkommen, anerkennen Wir die Union als eine vollzogene Thatsache und nehmen den Titel ernes Fürsten bei der Bulgarien Nord und Süd Bulga riens--an. Wir übernehmen die Regie rung der Provinz und erklären, daß Wir daS Leben, die Freiheit und das Eigen thum aller friedlichen Bürger ohne Un terschied des Glaubens und der Nation lität schützen werden." Das Manifest erklärt ferner, es feien alle Maßregeln ergrissen, um die Ruhe des Landes sicher zustellen und alle Diejenigen streng zu verfolgen, welche gegen dieselbe handeln sollten. Das Manifest fährt dann fort: Ich hoffe, daß mein geliebtes Volk auS be-den Balkan ländern, welches das große Ereigniß enthusiastisch begrüßt, der Konsolidirung des heiligen Aktes zur Vereinigung beider Bulgarien seine Un terstützung leihen und bernt sein wird, alle Opfer zu bringen und alle Anstren gungen anzubieten für die Vertheidigung der Union und sür die Unabhängig keit deS theuren Vaterlandes. Gott stehe unS in diesem schwierigen Unter nehmen bei! Gegeben in der alten Hauptstadt Groß'Tirnowo, 20. Septem der 1335. Alerander." er Dampfer Villade Malaga" mit 60 Paffagieren und 28 Mann Equipage ist auf der Reise nach Nizza in der 9!ähe'von Savona versun ken. Sechszehn Paffagiere ertranken. Die Katastrophe wurde durch Ueberladen deS bereits alten Schiffes herbeigeführt. Schon bei der Ausfuhr aus dem Hafen wurde ein Schwanken dcö Schiffes be merkt, trotzdem wurde die Reise fortge setzt. Bei Savona, einen Kilometer vom Land entfernt, wurde das Schwanken so stark, daß die aus Marmor bestehende Ladung von der rechten auf die linke Seite stützte und das Schiff beschädigte. An Bord entstand eine schreckliche Ver winung, welche die Schiffsmannschaft dazu benutzte, sich auf den Booten zu ret . i in rr ?, r

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