Indiana Tribüne, Volume 9, Number 5, Indianapolis, Marion County, 23 September 1885 — Page 1
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wzw'v rv k. v I I M M f M M II 11 I MW Office : Slo. 120 OS Marlzland Sttstze. ZahrgliÄg 9. Nummer !. Indianapolis, Jndiana Mittwoch, den 23. September 1885.
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Neues der Telegraph. Wettet uSstSlen. W a s h n g : on, D. E., 22. Sept. Schöne? Wetter, heute Nacht vielleicht Frost, daraus wieder wärmeres Wetter. Entschuldigung angenom me n. Berlin, 22. Sept. Fürst BiSmarck
hat die Entschuldigung Spaniens für die der deutschen Gesandtschaft zugefügte Beleidigung angenommen. D ie Revolution inRu m e l i e n. Pdilippovoli?, 22'. September, Sämmtliche Musselmänner sind au der rumelischen Mliz entlassen worden, um der Möglichkeit de? Verrathen? militärj. scher Geheimnisse vorzubeugen. London. 22. September. Rußland schlägt eine Csnserenz der Großmächte vor. Berlin. 22 Sept. ES verlautet. hfe ht sKrnnm(fit hie N,?leKuna deS wMp vi i f it f u Berliner Vertrags nicht dulden und sich auf die Seite der Türkei stellen werden. Drahtnachrichten. Die republikanische Staats convention vonNemJork. Sarat oga. N. V . 22. Sept'ber. Vty 'H st Mnti MrVniflifni(Jhl viun üuuua Staalsconvention zur Otdnung gerufen. Die üblichen Comite wurden ernannt, und man vertagte sich dann bl Uhr AvendS. AmAbend urdeHustid zum permanen ten Vorfldenden gewählt. Man 1"" daraus zur Rominalion emeS Gouver nöiS . Kandidaten. Eine Av,nm. mung wurde vorgenommen. bei welcher Wavenport IV. tzarr 2 tr j-w ßm . f . !. I . I narren iöz summen eroien. ic anderen Stimmen vertheilten sich auf eine Anzahl anoerer anoioaien. äon ventton vertagte q varaux vt morgen früh. Unfall bei einer Cirkus Vorstellung. T i t u v i l l e. Pa., 22. Sept. Heute Nachmittag während in Barnum'S . , V n.iit v wl lllUS eine oilieuung lianiano, unu sich etwa 5000 Zuschauer im großen Zelte befanden, wurde ledtere von etnem Sturme umgebla'en. Die Zuschauer schnitten Löcher in die Leinwand und krochen durch dieselben heraus. Etwa 25 Personen wurden verletzt. Der Prozeß eine Schein heiligen. Bloomington. 22. September.! ChamberS wlrd zur Zelt wegen des vor emrger Zert aus emem xorebzug der Monon Bahn begangenen Raubmord. m . . m I verluaz proze,nrr. In oer ronnungg. rede theilte der Staatsanwalt m,t, dad den schlechten Charakter de Angeklagten nachweisen werde, daß derselbe sälschlich für einen ordentlichen Menschen galt, daß während er am Sonntag Vormittag zur Kirche ging, er den Nachmittag bei Sausen und Kartenspielen in schlechter Gesell schaft zubrachte. Die Chinesen Hetze. Seattle. W. T-. 22. Sept. Die Quartiere der Chinesen bei den Black Diamond Minen wurden letzte Nacht von einem Mob besucht. Die Leute hatten Säcke mit Einschnitten über die Köpfe gezogen und waren ganz unkenntlich. Sie waren sämmtlich mit Gewehren be waffnet. Die Chinesen flohen angster süllt auS ihren Häusern und der Mob brannte letztere nieder. Die Chinesenhetze erzeugt hier um so größere Aufregung, als von Seiten der Bundeöbehörden fast Nichts geschieht um die Einwanderung der Chinesen zu ver Kindern. Nochmehrgefälschte War ra nt S. an..i:.kiii. - Hl jjvuuiiiiviiiii . W;b? W SSS erklärt, daß er kerne WarrantS ausgestellt habe, und daß wenn solche eiistiren soll, ten. dieselben Fälschungen seien. Die County.Commissäre haben sämmtliche Township TrusteeS beordert. Bericht zu erstatten. . EinPastor säuft sich zuTode, M i l w a u k e e, 22. Sept. Letzte Nackt' stark Ren. Robert Slok von Greenöburg, Ind. im Hospital in Folge abnmskig.n E.nui;., n Opium und nuittiru. m . r. .1 L . - Vor etwa zehn Tagen war er hierher , gekommen uns ylli'e ,ik? m einem J.M' mer über einem Saloon an der W.st ... i . . n m. i .!. o: Water Str. einlogirt. Am nächsten Taae lauste er sich wei rüge mit WbiSkey und sing an zu tunken, bis man ihn a Samstag vollständig bef.s if. lu,lw " oem oipuai. rooinon er einmal ... .r-ii-f . f .it n k . .1 c kurze Zeit zum Bewußtsein kam, lidoch
bald wieder die Bistnnung verlor, bis er gestern Abend starb. Bet Durchsuchung seines ZimmekS fand man auch eine Quantität Opium, wovon er wahrscheinlich auch ziemlich viel genommen hatte. Slob war zwei Mal Pastor an der dritten PreSbyterianerkirche tn Jndiana pollS. VeKadel.
Will Tuba nicht. B e r l i n, 22. Sept. Die norddeut sche Zeitung sagt, die Jdee.daK Deutsch land die Annexion von Tuba deabstch tige. sei lächerlich. Zu Ende. London. 22. Scpt. Die Panik im Silbermarkte ist zu Ende und der PriS des Silbers ist wieder gestiegen. Ist krank. Madrid. 22. Sept. König AIsonso ist ernstlich krank. Die Palastbe. amten versuchen die Thatsache zu ve? t ' r delMllazen Der verrückte Baier akönig London, 22. tzsept. ES kann gar kein Zweifel mehr darüber herrschen, daß König Ludwig von Baiern hoffnungslos irrsinnig ist. In letzter Zeit amüsirt er sich damit, die Lmte niederzuschlagen und Soldaten und Diener zu mißhandeln. ttür!ick kalte er 5iabnsckmerK. De - , . ..ww.r.si.. . Jaynarzl ucoe geooll, uno oerieive er ,,z... hat. k.. o&un e,oaen wirken müfit. und dak die nicht ohne Anwen. ng von' Chloroform schmerzlos gesche htn kanne. Der önia kielt daS für eine Verschwörung gegen sein Leben und mei gcrtc s;$. ftä chloroformiren zu lassen. im da Ausziehen de Zahne na ,üjch Weise Schmerzen v:rurlachte. hieß er den Zahnarzt einen KöaigSmSe. x., verdiene von wilden Tbieren zer Iu den. Er fifirilc auf den Zh zu. dieser aber lief davon, so in.n fr kg.,,. Die Rebellion inRumelien. C o n st a n t i n o p e l. 22. Sepr. ES wird offiziell gemeldet, daß die Türkei eS für nothwendig halte, zu interveniren und den atata quo in Rumelien wieder herzustellen. DaS türkische dritteArmee- . corp3 in Anatolien wurde mobilifirt. J Wltn ißt e. daß Fürst Alexander beabsichtige direkt mit dem Sultan zu unterhandeln. vtssnaQrtSt. N e v Y o r k, 22. Sept. Angekom men: .lyiopta' von lasgom. Plymou th, 2Z. Sept. Dampfer Rugia' von New York nach Hamburg bestimmt, ist hier angekommen. London, 22. Sept'ber. Dampfer Ödland-, von New York nach Ant zgen bestimmt, ist heute von den gijarbS angekommen. Marktpreise. ),, R o.Z . 9Ze; . roth, 87,. Ssrn N.2iß 44:; geleite; emifch. 4Z. as , R.t 5c: ,ittte. iftog gac t i tbe Xil 2W. tu $13.10. i in! 10 Wüt chl,rn 57)4. Speck de. eclttn -7k. SStkkd all 7 7e. Hcb l Xarnilo J.6S-lj.i): iancf H.U-4.2; 9xnU3.3O-f3.20. i c r 14 : t Stvr m. t t , r reame, ZS-N?: tr, li 16: Tountn? 8 12c. HSyner-Sexer W , ? ff In - IliO Sl.tSntBamL X n t o ( l-6 -M)t xer Bush, eps l N.Z5,2.d0 per bl. '' tU1 jöcci rluSlaud. -Vo; einigen Wochen er eianete ftck in Brüssel ein SZorkall. der kaum glaublich erscheint und dennoch buchstäblich wahr ist. Ein gewisser Fritz spi$ aus Varrnen, früher Handelsagent daselbst, wurde von den deutschen Bebör ccn wegen qristsailkyung verfolgt, unv da eS bekannt wurde, daß Spitz sich in I w rr- r r ' , . ' . l ausy eil, rieren öttjc an e i ti.iiiit. ku.. v.b tj . r c. nr..a viui fHitmna üu 2z uo um f-z... w-j O- cn t r t x. die Gerichte, und so gelangte henn die Sache vor die fferienkammer des AvPellationsgerichteS in Brüssel. Der Beschuldigte erschien daselbst unter Gen varmen-srorte, er tyuzde, ftt üblich, ach allen Richtungen hin vernommen und examinirt, und dann sollte er abtre ten, um nach einiger Zeit in den Saal zurückzukehren und dort der Verkündigung seines Schicksals beizuwohnen. Der Brigadier der Gendarmen ertheilte nun 11. r r ' r .... , nnrrn nr m nurn wrnit itkti I ' ' IHilHV VU. UDIt hen etM alll wörtlick ans. Anst,t I -. -' ' il Z"7 1nämlich den hs. nach dem WarteziM' mer des ?lustttvalasteS m befördern. geleitete er ihn bis vor die Pforten deS Gebäudes, ihn dort mit em,gen freund lichen Worten entlassend. m Spitz erkun. MVMsNiN noch org falug über den Weg, den er eimuschla K?... ..,.s.'N . 5cks,en BaKnKok. ,u k?.. V1I Wlit VMViUiWy iuif Vlll Lö m KöMcker Weilt und vschk,Tn
alsdann aus Nimmerwiednsehen. Der verständige Jünger der h. Hermandad
aber kehrte zurück, um fernem Zdorgesetz' ten von der strikten Durchführung des Befehles Meldung zu machen. Letzterer soll nicht wenig überrascht über diese Nachricht gewesen sein, zumal rn der Zwischenzeit der.Gerichtshvf das Urtheil gesprochen hatte, wonach dem Ausliefe rungsantrage Deutschland's Statt zu geben sei. Alle möglichen Schritte wurden nun sofort unternommen, um des Flüchtlings wieder habhaft zu werden, aber vergebens. Bis heute hat man nicht die geringste Spur enidecken kön nen, mit welchem Zug er abgereist ist oder welche Richtung er sonst etwa bei seiner Flucht eingeschlagen hat. Was mit dem beklagenswerthen Gensdarm weiter geschehen ist. darüber schweigt die Geschichte, nur soll in Brüssel unter allen Theilen der Bevölkerung eine auffallende Neuzierde, dieses Muster eines Ezccutivbeainien einmal zu sehen, zu Tage treten. Mit dem vor einigen Tagen in Genua eingelaufenes Dampfer Regina Marghcrita" der Gesellschaft Rozgo Piaggio" sind zugleich mit 45 Geretteten des untergegangenen Dampfers .Jtalia" genauere Nachrichten über das Schiffsunglück an der La PlataKüste eingetroffen, das zu den furchtbarsten gehört, die in langem Zeitraum die italienische Marine betroffen haben. Am 17. Juni war die Jtalia" von Callao mit südlichem C.rrs abgefahren. Das Schiff, ebenfalls der genannten Gesell schaft gehörig, vom Capitän Morteo befehligr, subr 12 Miglien die Stunde. Am 19.. Rachis 2 Ubr, ertönte der Ruf: Brandung voraus." Der wachthabende Ofsicicr, Bonifazi. schrie in dcn Maschik m . . mm nenraum : tm vouerZirast ruawarts. Aber es war zu spät. Mit furchtbarer Gewalt fubr der Dampfer auf eine Klippe und barst klaffend aufeinander. öcur ern Treu der Paiiagiere hatte die Zeit, auf daS Verdeck zu stürzen und die Rettung zu versuchen. Einige Passa giere konnten dieCajüten nich't verlassen. da deren Thüren sich nicht vzsncn ließen. Die Verzweiflung rief vollste Verwir rung hervor. Bonifazi, erkennend, daß er einen falschen Curs eingehalten habe. erschoß sich mit emem Vievolver. D:e Boote waren in einem Nu "gesM und stießen ab. Geistesgegenwart und Hervlsmus bewies der Echiffscommissär Aer nardino Farlatti, ein junger Mann von 35 Jabren. Er bestimmte ein Boot für die jammernden Frauen und Kinder und blieb auf dem Deck, bis er 22 derselben geborgen hatte. Dann ergriff er einen Compaß und sprang nach. Schleunigst wurde abgestoßen. Aber in diesem Augenblicke sinkt daS Schiff und riß die Scumchale mit Allen, dre darin sind, im Wirbel nach sich. 18 Minuten hatte die ganze Katastrophe gedauert. Der Geretteten in den verschiedenen Booten waren 69: unkackommen waren 65. Nach tagelangem Umhertreibzn aus den Wellen und schweren Leiden wurden die Ueberlebenden durch den chilenischen Dampfer Puny" ausgenommen. Ein gräßliches Unglück a . er i- tn . fr. i. .. . erelgneie na? in 4wd19 an oer une Von SüdDev?n (England). Eine jun ge Dame, Frl. Watts, hatte mit zwei jungen Kindern im Alter von 9 resp. 4 Jahren und deren Bonnen auf einem Spaziergange am Meeresgestade unter einem Felsenriff Platz genommen, um ein wenig zu rasten, als plötzlich 30 oder 40 Tonnen Sandstein auf die am Boden Sitzenden herabstürzten. Ein 9jähriaes Mädchen und die beiden Bonnen wurden Völlig verschüttet und wahrscheinlich auf der Stelle getpdtet, während Frl. Watts und der 4iahrige Knabe schwere Beriet zungen erlitten. Die Verschütteten wur den nach mühseliger Arbeit als schrecklich verstümmelte Leichen aus den Trümmern hervorgezogen. Vor dem Friedensrichter zu Odessa erschienen vor Kurzem der Ca pitän pon der Flotte im Schwarzen Meere, Sidororo, und der Steuermann Petrow, unter per Anklage, die nächtliche Ruhe auf der Straße gestört und einen Gorodowoi (Schutzmann) mißhandelt zu haben. Wie aus dem polizeilichen Pro tokoll zu entnehmen ist, wurden die bei den genannten Herren gegen em Uhr NachtS von einem Gorodowoi in der Hafenstraße angebalten und zur Einstel lung des lauten Gesanges, sowie dcS Anrempelns der Passanten aufgefordert. m Folge dessen zuerst der Lapitan, her nach der Steuermann über den Gorodo woi bersielen und denselben mißHandel ten. Aus die Frage deS Richters an die Angeklagten, ob sie sich schuldig beken nen, erklärte Capitän Sidorow, die Richtigkeit der Anklaae nur zur Hälfte anzuerkennen. Er sei in Begleitung deß Steuermanns wirtlich m angeheitertem Zustande nach Hause gegangen und habe blos einige interessante Arien gesungen, ohne irgendwie die Ruhe zu stören. Während des Gesangeö sei der Go rodowoi von rückwärts auf ihn zugekom men und hätte ihn bei den Epauletten erfaßt, was ihn derart in seiner Ehre verletzte, daß er ihm einen Hieb versetzte. Steuermann Petrow erklärte, den Polizisten unabsichtlich geschlagen zu haben, und zwar sei er, indem er den Capitän verhindern wollte, sich das zweite Mal auf den Gorodowoi zu stürzen, letz terem zu nahe gekommen und habe ibn unwillkürlich gestoßen. Sidorow erging r- , r. f 7..w 3 -t- w (-- t t , iu? nocy veionoers upci vle Hrcayei mancher Gorodowois, die sich dem Publi kum aeaenüber manchmal zu viel erlaub
ten und aeaen rhrenstructionen bandel
ten. In Petersburg," meint er, giebt es eine wchlorganisirte Polizei. Die Gorodowois sind größtentheils aus ver abschiedcten Soldaten recrutirt und wissen sich dem Militär gegenüber vl benehmen. Das sollte auch hier eingeführt werden." Der von Seiten der Polizei designirte Ankläger, Pristawgehilfe Paslowski, beantragte eine eremplarische Bestrafung der Angeklagten, "um ein für alle Mal auch den adeligen und aebildeten Serren au zeiaen. da die Utoluei nicht nur für das niedere Volk, sondern auch für te crizttre. Der Richter verur tyeilte den Kapitän sidorow zu einem Monat und den Steuermann Vedrow i zehn Tagen Arrest. -Ueber einen blutiaen Er ze ß, der 'wischen deutschen und echtscben Soldaten von an demManöver bei ilsen betheiligten Regimentern statt fand, licstt in österreichischen Blättern der folgende Bericht vor : Gelegentlich 1 . W M . L . . . ' )er Anweienyelt des aljers rn Pilsen !am es eines Abends ln einemGastbause zwischen Solraten eines deutschen und eines czechifchen Regiments aus natio naler ntixatyie zu einer solchen 3lauferei, daß vom deutschen Reaiment ,ebn bis fünfzehn Verwundete in das Garni jonshospital transportirt werden mußten, darunter zwei Schwerverwundete und ei ner mit dreißig Stichwunden. Wie viele von vem czecyljchen Regiment gefallen" sind, konnte ich nicht erfahren. Der Streit b?gann deshalb, weil einer der deutschen Soldaten die anwesenden Eze chen, welche der deutschen vrache mäcb tig waren, ausforderte, deutsch zu spre A w t . e ' rr n a;cn, ca innc?e seiner vzouegen vle cze chische Sprache nicht verstehen, also von der Unterhaltung ausgeschlossen wären. Die Aufforderung wurde Von einem der T 0 V V- mm . m m czechijchen Wassenoruder mlt einem Bier glase beantwortet, das er dem Deutschen an den Kopf warf. Damit war aber auch das Signal zum Kampfe gegeben; jetzt fuhren auch die übrigen czechifchen oivalcn aus uno uver vle Deutschen her, und es entwickelte sich, da die Deut' en endlich auch losbleben. eine aronartige Rauferei, die meines Erachtens und nacy der Meinung der hiesigen Deut schen nur deshalb vertuscht wird, weil man es nicht geschehen lassen will, daß Symptome solcher Versöhnlichkeit", welche sich gerade bei dieser Gelegenheit so sprechend zeigten, in die Ocssentlichkeit gelangen." Der hoch officiöse Warfzawski Dnewni!" beschäftigt sich in auf. fallender und sehr verdächtiger Weise mit den in Rußland ansäßigen Deutschen. Das Blatt hebt hervor, daß die Frem C .ifr l . m r mr oen uno namenlilcy vle deutschen, sich nicht nur auf die Industrie werfen, sondem alle wirthschaftlichen Hilfsquellen ausbeuten, hrsonders auch das Handels und Eommissionszeschäft und zwar in .? rtf ot r . w r !" einer joei, Weise, oan ne Nicy: nur durch die Stammesgleichheit, sondern auch durch materielle Interessen zu einem besondern Organismus verbunden werden. Der Deutsche in Rußland richte r e . c - ' r ' tco o ein, oap er einyeimllche Handwerker nicht gebrauche; Schneider.Schuh macher, Advokat Arzt und Buchhändler, kurz alle eute, die ihm gegebenen Falles nothwendig sind, seien seine Lands leute, wie er denn auch ein deutsches Wirthsyaus aussuche, um deutsches Bier zu trinken. Auf diese Weise ssien die Be Ziehungen der deutschen mit der lokalen Bevölkerung auf ein Minimum be schränkt, das sich ausschließlich nach dem Vorthcile richte, den sich der Deutsche verspreche. Als den allezeit hilfsberei ten Genossen des Culturträgers von der Spree" schildert der Dnewnil" den Ju den. Der eingewanderte Deutsche, der nur seine Muttersprache kennt, sinde über all an dem Juden eine willkommene stütze. Die Juden hätten niemals und nirgends gegen deutsches Vorgehen und demsche Unternehmungen eine Gegenwir kung ausgeübt ; sie seien nicht Geaner des Fortschritts der fremden Colonisation, sondern ihre Pwniere, und sie allem verstünden es, aus derselben Nutzen zu zie hen als Mittelspersonen und eifrige Förderer der deutschen Industrie. Der Absatz von Waaren aus Lodz u. s. w. auf russischen Märkten gehe ausschließlich mit Hilfe jüdischer Agenten und Commissionäre vor sich, die aus dieser Vermittlung nicht geringen Gewinn ziehen. Die Deutschen und Juden fördern dadurch, daß sie Hand in Hand mit einander ge ben,. ihre Interessen ganz vortrefflich und sichern sich immer mehr und mehr in Wirtschaftlicher Beziehung die Herrschaft in unserem Lande." Dazu bemerkt die Pos. Ztg.": Sollten diese Ausführngen des einzigen vsficiösen Vlettes in Warschau nicht ein Vorspiel sein zu ernsteren Maßnahmen? Die Befürchtung liegt jedenfalls sehr nahe. Man schreibt auö Stutt gart: An dem Schicksal der deutschen Korvette Auzusta", welche im Indischen Ocean von einem Cyclon erreicht wurde und, wie leider fast nicht mehr bezweifelt werden kann, mit Mann und MauS un terging, nimmt man auch bei uns lebhaf, ten Antheil. Unter der Bemannung sind zwei Württemberger, der Schiffslieutenant Habermaas, Sohn deS Oberkriegsratbs in Stuttgart, und der Marinesoldat Wilhelm Kern, Sohn deS Haupt zollamtsdieners in Heilbronn. Letzterer hatte seine drei Jahre auf dem Schiff abzudienen und wäre diesen Herbst frei gewsrs.
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