Indiana Tribüne, Volume 8, Number 355, Indianapolis, Marion County, 10 September 1885 — Page 1
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ZLh?lZüNg L. : Office : No. 120 OS MMlaud Strche. Nummer- 355. Jndlanapolls, Jndiana Donnerstag, Se 10. September 1885. , ; : : : 1 ' : ' i
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Mnzekgsu ta die, Spo.ll soweit diefeldeu 141 D schäftsaczeigeu sind naö in Raum öoa tret Seil nicht übersteige?, werde uneatgelt. l ich atifgerumnnea. Dieselben bleiben S Tage stehen, können aber unbeschräatt erneuert werden. nzeigen, welche iii Mittag l Uhr adge. geben werden, finden noch am selbiaen Lage Lnfuahe.
VerZlTnt. Verlangt wird in gute Tienftmcidchen. 05 Oft CV-0 5t:aße. No. 13 Verlangt: in ftcirZe deutsch' ädchen all 2i? ein liii v i i . ,'7. . V an es ly für Lausarbeit. Smrfthlu,7tN verlangt No. 5 ord Pennsylvania Str. 12s erlanqt: ollst Drozej Mebl ZVlg fci ZZ.Ae? 2 Pd. Scke bt 4. 6cntl 2 ScntS erlaubt für da Faß. an Velt. b9 . Äladamaftr. Verlangt: Si.i V:nn. der gut melken kann, avf einer Mllcheret. ach,ufragen jüO S. JlllnoiSltr. 1 erlangt dzß arailien roifTe'". dk in 95. 1!3 5ort Bavjt aoer.u, da? befle Siozgen fei Wetp rd. PieS, ake und Z)suzenutk ,e. ,u n,edrtgen Preifkn ,u haben sind. nerlanat ein iunae Mädchen für gemöbnliche zch,ufraaen aularbeit in einer kleinen Familie. N 5c. 151 Nord Davidson trab. n? verlangt, da HauSfiauen wiffen, daß Donner'S .Light Laaf-Mehl ,.,Tfif fi.int ro!kickN ih. I$i.n Utlt. S:adtÄgnt. 59 Nord labama Ltr. Stellegesuche. gesucht ird Stelle vo einem guten adcheu. da tn alle hässlichen rbeiten und im Kochen ikändert rft. Sdreiftre: . . Office d,r Tribune. 13 g4 jj Ätlb i y CttlCr I Scker? Nachjagen 173 !-. Str. tt l sucht m rd Wahel.a orZler. welcher l,ir iei einem 3H er in Arbeit neht. v?n sei Brude?, emiri t tnrittr rm.iniil nittt. llfS " D"'! " sucht: Ein eben er mit seiner Familie ange kommener Deuts 1)r sucht elchSf guna. te ffian .her.. . Mst Verloren. tt,tn: D,eien,aen ersonen, we'che m Sanntaa tn ?arinning Srove ein paar Manschet ?en nektt Ssse an fiä aenommen haben, rok?en er'vcht dieselben bald bei Herrn ff. R. Aren Sa'oon 93 Cst ZLasbinaton Gtra e, adkueben. ttsv Zu vermiethen. Zu vermieth: inen Ltall, melcher Raum für ii muhe und Waaen bat. Beauem eingerichtet. a.ukraen tn der Offfee dS. Blatte. B 14 da u vrmi the n: Sin Sln,ahl schöner Ztmer mit niT.n .ni,m;i(fttert in DenkeWalterk Bloa, Oft Waszlngton Straße. ba Zu verkaufen. tiiniin oder vertauschen: 20 ker Land, outel fiau und Etall. 1 X Meilen von rightT003b; dllllg. S.V.Würgler.7 Ost Washington Straß. September Hüte! Wir haben jkt ewe volle Auswahl da den modernsten Herbsthüte ans Lager und ladcn daS Publikum höflichstem bei uu dorzujprechen. LamdsrAör i rsft sinfrMttrttntrsfr vco. Lt üii saivTugivur. Menv-Gchulö. Für Teutsche, welche Unterricht tn SnglisSe ,u vebme wünschen, w:rd am Rontaz, den 14. cp tbr. Abend 7 Uhr, eine Abendschule im deutsch nglilchen Schulgedäude an der Marq'and Straße, eröffnet. Liejenigen, elche sich ,u bethtMaen äschn, können Nähere erfahre und mögen sich melden bei Cuxl PiDgpank, No. 7 Süd Alabama Straße. I31nitiTUI:ixMa Staats - Fair. Verkauf von Privilegien. Der Seneral Luperintenden der taatl Fair, (beginnend den September) rsird am Vontag, Dienstag und Samstag der Woche bkginend den 7. and !4 September, de Nachmittag, aus dem ukstellungiplatz sein, sowie auch während der Se Ichäst, stunden in der Woche vor der Autstellung, um Privilegien sä? ren erkaus von rsrischungen s. ,u verkadsen. Auch verde ich Offerteu für die Lie terung von Tonne Stroh entgegennehmen. I1e1tIrL7 General-Superintendent. ?ll(LXIX GAßTEff, SudkveJ Fike Morris und Meridiauftr. AttedrichMöiScl, EigentS. ' Die besten Srsrischnnze, aZer Art stets vor räthig. Za zahlreiche Besuch ladet freundlichst ein . , JTrlQiXr. KroooU!.
Neues psr Telcgrapd. W e t t r . u S s t ch t e n. W a s h i n g t o n. D. C.. 10. Sept. Klare, hübsches Wetter, veränderlicher Wind.
Ernennung. Washington, 10. Sept. Der Präsident ernannte heute Frau Marion A. Mulligan als PensionSagentin und Nachfolgerin von Frl. Ada S. Sseet welch' Letztere resignirt hat. Gestorben. M o r r i S t o a n. N. I.. 10. Sept. Lord von New $oik, früheres r - cr m . m I ön0rcBmuBiü unu zpuiiu u" .' , i ?' lVV uiuiuiu .i Ca- Lebensjahr gestorben. . r e r m KM, cvn in . 5., V M W V, O1' "-"" ., Sturm, welcher seit drei Tagen aus dem tzsee U)klchtsan todte, yat UQ gelegt uno das Welter wnv hell und riar. m Schiff ist zu Two Riverö zu Grunde ge. gangen uno o Personen dubicn ,yr eoen rr p p. n I dabei ein. Drahtnachrichten. Der Sturm in Ohio. Washington. E. H. O.. S Sept. Die Szene nach dem entsetzlichen Klitrrn lrfett ??ckt lhslttrt ifbir Rekckrei I " w r t - -w-i bung. In der ganzen Stadt befindet stch auch nicht ein einzige? HauS, das nicht mehr oder weniger beschädigt ist. i 'mtQi an Illuieno Personen l!liv vvvau, ,m.t .r. ...r. tn..t r .iw.x loi und man wem man wo man nc unterbringen soll. Von manchen GeschästSHSusern ist nicht übrig. wie ein Trümmerhaufen. Die Odd Fellow Loge war in Siduna, als der Sturm das Gebäude packte und total umriß Neun Personen blieben an den Wänden des nächsten Hauses hängen und mußten vermittelst Leitern herabgeholt werden. von Denen, welche mit dem Gebäude stürzten, wurde wunderbarer Weise nicht Einer verletzt. Der Schaden, welchen die Geschäfts. leute erlitten, ist Tebr fdbtuer. Die Druck erei deS .Fayetle County Herald- fiel mit Allem. Tvven. Preffen u. f. w. in den Keller hinab. Einige wunderbare Rettungen kamen vor. W. I. Thorp, besten Frau und Kind wurden mit dem Hause über hundert Fuß weit fortgetragen. DaS HauS ging voll ständig in Trümmern und alle drei blie ben unverletzt. DaS HauS von I. K. Monse wurde vollständig umgestülpt, die tn emem Zimmer btfindlichen Bewohner sammt dem Fußboden deS Zimmers davonge tragen, und während von dem Fußboden keine Spur mehr zu finden ist, blieben die Bewohner unverletzt. Umgekommen sind bei dem Slllimt v . m t n v ava. . . acht Personen, zwei sind tödtllch verletz,. Eine ganze Menge von Personen trug mtr 0Det winde? schwere Verletzungen WUWI. Aus vielen Theilen des Staates, sowie -. . . . - . - auS Jndiana und Mlchtgan kommen Nackrickten von dem surcktbaren Wütben deS Sturmes und überall ist der Schaden sehr beträchtlich. Der Schwindel der Tovn ship Trusteeö. .WilliamSport, Ind.. 9. Sept. John B. Clawson. Trustee von Warren Township ist der einzige Township Trustee in diesem County. der falsche Zah. snnnw,;snn auSaettkllt bat. K.in. ckwind.l.ikn belaufen sich aus $10,000. Clawson ist verschwunden. .'vermuthlich ist er in Canada. Die County Commissäre haben sämmtliche Township TrupeeS auf näch. sten Samstag berufen, um genaue Ab rechnung mit denselben zu halten. Die Chinesenhetze. Cbevenne. W. T.. 9. September, Oberstlieutenant Cbvman hat um Au sendung weiterer Truppm gebeten. Da er vermuthet, dak eine Verschwörung n i v: tt.i.M fifii!!! ... Nstttt. dtt verhafteten Aufrührer zu befreien. Strikt zu Ende. fxf,;- q c.hf ?,? tri?, d,? Chr c a g o, 9. Sept. Der Strtte der Weichensteller an der Plttöburg. Fort Wayne ö: Chicago Elsenbahn ,st zu rc. f c n,..Vi.im.iii MttvK.M - vjnoc. tjuiuriuiiBui wuvM willigt. Eisenbahnunglück. w q 1 1 e y a 1 1, vt. i,., v. rpl. wi 'conireaz xpreszug. we,er um xl uqi 30 Min. von Albany abging, stieb heute Morgen um 3 Uhr gegen ein Felsenstück. . r w - ri . -r r rr . . si. oas auf oai V5Ciene gesauen war. iuh Lokomotive, zwei Gepäckwagen und der TOrt,,,, ,n,s,itt,n nnh nflrafn rn GFGGß m ( H V 1 1 V (ii as.. ,.;.... t.nh q-K :r:r r: . r. i ' . TtVwagen Bediensteten wurden verleg die Lastagitre entkamen unverledt.
Die Nagelfabrikanten. C i n c i n n a t i. ö. Sept. Die regel mäßige monatliche Versammlung der Nagelsadrikanten fand heute statt. Die Preise der Nägel blieben unverändert. Ver Kabel.
Ein Brief Alsonso'S. Berlin. 9. Sept. Kaiser Wilhelm hat einen langen und eindringlichen Brief von König Alfonso von Spanien in Belüg aus die Karolineninseln erhalten. Der Inhalt ist nicht bekannt gemacht morden. Der Brief soll aber einen tie fen Eindruck auf den Kaiser, die Kaiserin und den Kronprinzen gemacht haben. D i . B e st a t i g u n s d e s u r t h e i l s 8etlin 9. Sept. In Bezug auf bie 8lpatiflUna M TodeöurtheilS gegen Likske verhält sich die Presse ziemlich schweigsam, und beschränkt sich darauf Gefällt ihnennicht. London, v. Sept. Man ist bier febt ctstaunt über den Ton der Rede. Bic,präftdent HendrickS in Andia napoliS bei der Versammlung der Jrländer hielt. Man ist der Ansicht, daß Hen. drickö eS seiner Stellung schuldete, sich neutral zu verhalten. DieafgbanifcheFrage. St. P eter sbu r g, 9. Sept. Die Beilegung der afghanischen Grenzfrage tnirh tn lurttr n(fihn Un Wnn tr m D I ist mit der Abfassung eines Protokolls beschäftigt. Die Cholera. MarsailleS. 9 September. Die Cholera ist hier im Abnehmen. Mehrere neue Fälle werden von Spezata. Italien, berichtet. 3n Spanien betrug ote Äahl der r krankungen gestern 1569, der Todesfälle 527. Ciffinaärt6itii. New B ork. 9. Sept. Der Dam rfir "tatc Wrtaüft- m ö0n Glasgow unr!vu!li!rli. L ondo n. 9. Sept. Der Dampfer EgYPtian Monarch- ist von New York angekommen. Marktpreise. t , . i . le; No. roth, 8Zc. orn Ro.Zwetß ::gelbc; aemch.4?c. Hase r No. eti27c: g,,scht Li. Roa a öZe :! (9 $$2 00. Äeu 112.50. . fi n I c n 10 11 Schu lt rn d 7Le. Speck 9e. Sttn 7e. Sch t n s a) m l , 7tf-7Kcr Heb l-ftamiln 13.75- t. 01; ane, f 1.40-1.61); Itt 13.50-43.20. ter ize ; trn rore Butter rarnt :a 20-22:; Da! 15 -10c; ountr 8-Ue. ay nr-epr et fftln 85 $l.s0 per Barrel. X o ra 1 1 o t tU -90e pei 33uf. ,s lk 1.25-42.5 vr bl. Vom Ausland, Ueber d en Diebstahl im königlichen Palast zu Turin liegen jetzt näh. '.Nchrih.n vor. Es hanlt sich i nnnvi i ittt nip i n n pi rn i rrT l irnPT irn n iiittii i vmvv v v yiv i w t w bv v mv lftitt ft;r.At baSst ÄAmifame manimb Meoaillensammluna. sowie um die Waffen nnd Raritätcnschätze deS Kö sT;ftc;tsM,,mÄ , hv. WVil ;vwv WM.VVMV WM.. ...V ähnliche Sammlung von Seltenheiten I , j. f ri " c...i :r uno lviarenmull,,uuen auszuwet,en. Die Medaillensammlung war von Könlg Karl Albert angelegt und von Victor Emanuel II. fortgesetzt und erheblich be reichert worden. Außer einer sehr großen Reihe griechischer und römischer Dtedail len enthielt sie die reichste Sammlung italienischer Münzen vom Mittelalter an bis zur Jetztzeit. Dazu kommt eine rei. che Sieaelsammlung, Stempel sowohl als Abdrücke, ferner sehr viele werthvolle Denkmünzen vom 15. Jahrhundert an, fast vollständig diejenigen, welche von den Fürsten des Hauses Savoyen geschlagen worden waren. Räch denAngaben derTu riner Volkszeiwng sind u. A. verschwun den : Zwei golnene Kronen, Geschenke der Städte Turin und Neapel für Victor vmanuel ; em Paar silberne, vergolde te Steigbügel, Geschenke des Sultans an den verstorbenen König : elf Denkmün zen für Tapferkeit, theils in Gold, theils s mr . . a r' . m liver; vier amue tZoiomunzen aus der Krim : vier Ketten des höchsten ita lienischen Ordens, der hl. Annunciata, m Brillanten ; zwei andere Orden in Brillanten- zwer goldene Mm.aturbl.l. V w i3 Kihrnili tlk Xl.M &linn in uuv wwiani hiiv (vhii vutviti tu . ß T . ml Vfinf Miniaturen arl Albert und seiner i - - " - . - Fa nd fünf Brillanten; ein der. goldeter Sllberkelch mit Hemgen m stUe Arbeit. Die Diebe wer. den eS 'kaum wagen, in Italien ihren aVLh .u versilbern, sondern sich wahrrt i" r m f... t . t lcyelnncy an Pariser uno onooner, vlki leicht auch an Wiener oder deutsche Anti quare wenden. Der Gesammtwerth der gestohlenen Gegenstände wird aus eine Million Llre geschützt. Die Ausweisunaen w a n biSber vorwasweise in WestvreuKen erfolgt: in der Provinz Posen, wo stetS rx r 'i (V.C .,r t:. f si : qvn jeu zayrrn, icytunuiy iuiy wordene Auslander, dejonders aus Nus sisch'Polen, über die LandeSgrenze gewie I1 a Ci f C sen worden waren, wurden im Laufe d. u Ausweisungen nicht m besonders großem Maße vorgenommen, sch, sich aber jetzt zu ändern; die sr,,w,is.,n,n fAinm au dort einen ÄuZwtisunam scheinen auch dort einen
bedeutend größeren Umfang amunehnehmen. Der Kuryer Pozn." giedt jetzt an, daß an 60 Personen aus d:m Kreise Samter, unter ihnen auch Herr v. Turno Slopanowo, die Aufforderung erhalten haben, die preußischen Lande zu verlassen. Ebenso soll'Herr Heinrich v. Potworowski Siela (Kreis Wongrowitz), preußischer Artillerie - Landwehrossizier, trotz aller Vorstellungen, die Auswei jungsordre erhalten haben, und dasselbe wird von anderen Personen ettählt. Der
Kurver Pom" spricht die Befürchtung aus, daß noch weitere zahlreiche Ausweisungen aus der Provinz Posen erfolgen werden. Ueber ine neue Sv ecies von Strikes wird auS Salamanca berichtet. Daselbst haben die Mägde, Stubenmädchen zc. 'in aller Form ihre Arbeit gleichzeitig eingestellt und verharren ge genwärtig noch "bei ihrer AbstinenzPolitik. Sie verließen die Häuser ihrer Dienstgeber, um dadurch ihrer Entrü stung darüber Ausdruck zu geben, daß ein Dienstgeber das bei ihm bedienstete Mädchen, welches erkrankte, in ein Laza reth schickte, anstatt es in häuslicher Pflege zu behandeln. Das Mädchen war allerdings schon seit vielen Jahren in demselben Hause und hätte vielleicht Anspruch auf eine bessere Behandlung erheben können, da sie im Dienste" sich die Krankheit zugezogen. Ob aber die Hartherzigkeit eines einzelnen DienstgeberS Anlaß sein kann, daß alle Mädchen in allen Häusern sofort striken, ist wohl fraglich. Es liegt in deß in der Thatsache selbst nicht nur ein wenig Humor wenn man will, streift sie auch ein wenig an die in unseren Tagen so häusig auftauchende souale Frage". Uebrigens : Alle Achtung vor dem Zusammengehörigkeitssinn und der Eintracht der dienenden Geister von Sa lamanca. Vielleicht sindet sich ein Poet, der die Mariankas von Salamanca" entsprechend verherrlicht! AuS Mantua wird beriütet, daß nach beinahe füi'.stcc'igcr Un tersuchungshaft von dcr dkatbskamm des dortigen Tribunals wegen der agrarischen Bewegung im Manwanischen verhastet gewesene Landleute in Freiheit gesetzt worden sind. Zur Zeit befinden sich in Haft noch etwa 15 Handarbeiter, über deren Schicksal die Anklageseetion zu entscheiden hat. Wie immer auch deren Urtheil ausfallen möge, schon nach dieser Freilassung wird sich schwerlich der Vorwurf von der Hand weisen lassen. daß bei der Vornahme der Vei bastung mit äußerster Ueberstürzung, ja auf's Geradewohl hin vorgegangen worden ist. In Koblenz kam neulich das seltene Ereizniß v"r, daß Drillings schwerern ihren 70. Geburtstag, und zwar alle drei in voller Rüstigkeit, feier ten! Julius Lieske befindet sich noch in der Neuen Strafanstalt in Wehlheiden bei Kassel. Die Bewachung des gefährlichen Verbrechers ist Die denk bar strengste. Wie man meldet, rzt Lieske durchaus nicht gedrückt ; er ißt. trinkt und schlaft gut und ungestört, und trägt überhaupt ein Wesen zur Schau, als ob ihm nach kurzer Haft die Freiheit wieder lachen würde, nicht aber, als er ein zum Tode verurtheilter Verbrecher sei, und es hat den Anschein, als ob es ihn wenig kümmere, ob er begnadigt oder hingerichtet werde. Wie der deutsche Kaiser bewacht wird, lesen wir in Berliner Blät tern : Die mr Bewachung des Schlones Babelsberg kommandirte Abtheilung, welche immer aus einem Feldwebel, ei' nem Unterofsizier, einem Spielmann, ei nem Fernsprecher und 13 anderen Soldaten gebildet ist, steht man jetzt täglich um die Mittagszeit mit einem Kahne von der Mllitarschwlmmanstalt nach dem Parke von Babclsberg fahren. Unweit des Neuendorfer Portierhauses erfolgt die Landung ; Punkt 1 Uhr müssen die Soldaten vor dem Schlöffe eintreffen, wo dann die Ablösung der alten Wache vor sich geht. Das Schloß wird während des Tages außer von einer Anzahl Geheim Polizisten, 'alten, pensionirten Soldaten, durch Patrouillen bewacht, die den Park während einer Stunde durchstreifen, und zwar auf ausdrücklichen Befehl des Kai serS in der Weise, daß sie weder vom Schlöffe her, noch von denen im Parke vromernrenden Herrschasten bemerkt wer den: nach ihrer Rückkehr zur Wache wer den sie dann von einer anderen Patrouille abgelöst. Diese Art von Bewachung wird von 6 Uhr Morgens bis 10 Uhr Abends ununterbrochen fortgesetzt. Um 10 Uhr treffen zur Verstärkung noch 6 Grenadiere ein ; der Patrouillendienst wird ausgeyover. und vasur werden dicht um das Schlok herum neun Po sten gestellt. Die Wache selbst, welche sich bei schönem Wetter im Schlokbofe, sonst im Wachlokale aushält, empfängt jeden Morgen aus der kaiserlichen Küche in der log. vttverrammer den Kanee, sowie auch das Abendbrot, das gewöhnlich aus mehreren gut belegten Butterbroten und Bier besteht. Gegen 7 Uhr pflegt die Nachtruhe des Kaisers beendigt zu sein. Bis dahin wird jedes Geräusch, welches die Ruhe des Monarchen stören könnte. auf das Sorgfältigste vermieden. Die Dienerschaft geht auf Filzschuhen lautlos ihren Verrichtungen nach, die AblösUn gen der Posten geben die erforderlichen CommandoS im Flüstertone. Mit dem Morgen beginnt auch das Leben und Treiben in Babelsbera : Berittene Ordonnanien der Leibgendarmerit jregen
em und harren vor dem Schloßpottale der Befehle ihres kaiserlichen Herrn. Telegraph und Telephon, welche sich im Schlöffe besinden, sind in steter Bewegung. Im Falle außerordentlicher Vor fälle muß eine Schwadron Husaren, deren Kaserne dem Schlöffe am nächsten gelegen und mit ihm telephonisch verbunden ist, stets ihre Pferde gesattelt haben und zum Aufsitzen fertig sein. Von ihrer Kaserne aus gelangen im Nothfalle wichtige Mit-
theilungen an die' Commandant?. Die ganze Bewachung des Schlosses gewährt die denkbar größte Sicherheit. . Serr Dr. Passavant bat. wie die Kiel. Ztg." am 9. August auS Lübeck erfährt, feinen Plan, von Kämerun aus eine Forschungsreise in daS Innere Afrikas zu unternehmen, aufgege ben. Herr Dr. Paffavant, ein geborener Schweizer, yat mit lemem Unternehmen kein Glück aebabt. Bald nacb seiner Ankunft in Kamerun verlor er seinen oi r r r m cn r neisegesayrten nr. neyel, emen gevore c". r i. . t. v r i nen jranisuuer, vurcy oen oo, rnoem das Boot, in welchem sich beide nacb Victoria begeben wollten, auf hoher See umschlug, r. Paffavant konnte sich durch Schwimmen retten, aber Dr. Retzel, durch ein eben übcrstandenes Fieber geschwächt, versank trotz der Rettungsver t t- - " - o H - - l. . im r rrr sure eines cegers in oen Weuen. MX sterer begab sich nun, da bei diesem Un falle auch alle feine Instrumente verloren gegangen waren, nach Europa zurück, um sie ni ersetzen, und traf nock vor der Annexion von Kamerun in Bealeituna des Dr. Pavlh aus Pöln wieder dort ein. Er bereitete alles zu seiner Reise vor. aina nach Laaos und bolte sicb von dort gegen Hunden Kruleute, welche als träger dienen sollten, aber die Unruhen : tr - . . t , r r m m amerun zwangen ,yn, seine Gleise aufzuschieben. ?ledt bat er sie aani aus. gegeben, da die Zustände noch immer so mlNllcy mo,oak er es rnckt waaen kann. die Küste zu verlassen. Die Kruleute sind abgelohnt und nach Lagos zurückger v r.rt -1 r : A r r 7 r a)iai, uno er tioi yar slcy Mir seinem Begleiter auf die Rückreise nach Europa begeben. - .. . -Das..Berl.Tabl."schrei'bt: ..Ueber einen sehr bedauerlichen Vorfall. der uns bereits vor längerer Zeit durch Privatnachrichten bekannt gegeben war. den wir jedoch zu verschweigen für gut r -!- t r . . l m . yieilen, so tange er mcyr von oen Vetyeiligten zur Sprache gebracht worden, schreibt jetzt die Kol. Pol. Korr.", das Organ der deutsch. ostafrikanischen Ge sellschaft: Die Expedition Hörnecke hat viel durch die feindselige Haltung der Sultanstruppen zu leiden gehabt. Dieselven veranlagten unter Anderem auch einen Theil unserer Mannschaft zum Desertiren, so daß unsere Herren gezwungen waren, fünf der in Re bellion befindlichen Leute niederzuschie ßen. Dadurch scheint die Disciplin wieder hergestellt worden zu sein." Durch diese kune Mittbeiluna erscheint der.wi. schenfall leider nicht aufgeklärt. Im Interesse aller deutschen Unternehmun gen in Ostafrika und zur Wahrung der Ehre des deutschen Namens ist aber zu wünschen, daß nur im alleräußersten Nothfalle zum Niederschießen" die Zu flucht genommen werde. Mögen die Herren sich das für die Zukunft merken ! Lieber ein paar Kerle desertiren lassen, als zum äußersten Mittel greifen. Gegen einfache Durchbrenner wird es doch wohl noch eine andere Kur geben, als diejenige durch Pulver und Blei! Wie man aus London be richtet, hat dort der Clown Brise, welcher vor acht Tagen seine Vermählung feierte, aus Reue über diesen Scbritt sein Leben in dir Weise geendet, daß er sich in einem . in' ? . fr . cm rr r . r nur zum icnei gesuuien asseroonicy auf den Kopf stellte und so lange darin stehen blieb, bis er erstickte. Das ist in der That eine echte Clown-Jdee, und noch im Tode hat der arme Brise die Lacher auf seiner Seite. Die Million der zahlen den Auöstellungsbesucher in Budapest ist am 20.. August erreicht worden, und zwar . in einer ganz unerwarteten Weise von zwei Personen. Um dreiviertelzwei Uhr betraten durch das Hauptportal zwei Soldaten der Verpflegungsbranche, beide Bäcker, mit einer Militärkarte das Ausstellungste'rrain, wo ihnen zu ihrer ange nehmen Ueberraschung ein festlicher Empfang zu Theil wurde. Bekanntlich kön nen mit einer Militärkarte zwei Solda.' ten die Ausstellung besuchen, die von den Beiden repräsentirte Karte war nun die millionste. Die beiden Glücklichen er hielten vom Ministerialrathe Director Schniercr je fünfzig Ausstellungs-Loose eingehändigt, nachde sie ihre Namen angegeben hatten. Von einem interessanten Proceß wird aus Salisbury berichtet: Der wannaiäbriae Millionär. Mr. Andover, verliebte sich leidenschaftlich in die bedeutend altere Schauspielerin Kate Lawler und schenkte derselben Diamanten und andere Schmucksachen im Betrage von 200,000 fl. Die Verwandten ließen den jungen Mann unter Curatel setzen und erklärten, die Diamanten müß ten als die Gabe eines Minderjährigen zurückgegeben werden. Die irr . rT- ' vX. :k . cnr 5?cyausp!eterin iccoc? anoerer cernu'na. 3hi ibrer Eingabe saat sie. Kt babe den iunaen Mann durcd mebr Monate mit ihrer Liebe beglückt und dies sei em vollständiges Aequivalent für die erhaltenen Kleinodien. Die Familie r.n.-.i. a r. i. r. r. c?.t... .. fuyrr rocesz, oocy isr vieser vouig aus pchtslos, denn die Diamanten keblen.
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