Indiana Tribüne, Volume 8, Number 349, Indianapolis, Marion County, 4 September 1885 — Page 2

Jndiana HrMns. S r sch ei n FägNH, WöchentNch u. Soszüags.

Cffc: IJtt O.Marvlandstr. CVttljli$r .9rtbünt" tottt durch den ttdott 12 fw? itztt 22o$e. Me ?or?tag Tnbü,- 5 ,at pr S3ae. zusa.se IS 4nl. P, V. uqeschiSt t 8inäMft$lTta o rr Jadi. Indianapolis, Ind., 4. September 1685. - I Die Karolinen. )N einer berliner orre vonoenz ver rv sr p. e & I Zlw

Kölner Zei:ung" n?ud die Besetzung Bezirk des kaiserlichen Eonsulats zu Jader arollnenlnseln w:c folgt gerechlfer- Die sämmtlichen Inseln geboren Ug: '. . zu dem Iurisdictionsbezirk der englischen

Wem macht hier kein Hehl daraus, daß in der Tbat die Absicht besteht, die KaroImeninseln, auf denen fast ausschließlich von deutschen Firmen Handel getrieben ' v. c t .. . v.r v s . I ivuo. ju vs)t$Kn, uu vup cm vcuui ger Anrraz leuens ocr oeuien vtirw Ugten schon seit längerer Zelt gestellt ist. Es ist rlchng, daß Spanien das Oberboheitsrecht über diese'Jnseln beansprucht, und daß demgemäß auch ernt Reihe von Handbüchern der Länderkunde, so das von Anspruch stets bestritten worden ist, daß insbesondere im Jahre 1875 noch England und Deutschland in einer gemein sckaftüen '9toie Svanien mitaetbeilt baben. dan sie die beansvruckte Oberboheit nid: anerkennen. Wenn jetzt Sviinien seinen Änsvrucb. obscbon Deutschland ibn schon einmal zurückge wiesen hat, neuerdings geltend machen und durch neue Gründe unterstützen sollte, so werden diese dafür zeugt das ganze bisherige Verhalten der deutschen Regierung in ibrcn colonialen Erwerbungen zweifellos gründlich und unbefangen geprüft werden. Aber diese Ansprüche werden siä? auf Besseres stützen müssen, al aus die Tbalsache, daß spanische Schiffe zuerst die Inseln von den Marianncn aus entdeck:, daß Spanien aber später sich nicht mebr um sie gekümmert habe. Zur Zeit sind thatsächlich die reutscken Interessen auf diesen Inseln die bei Leitern überwiegenden. DaS erste deutfös Weißbuch über die deutschen Interessen 'in der Südsee hat darüber in . - - . -. . V - - - - r . - 1 I einer ent a?rnt des deutlcyen omuis und dle "mm öernöheim & Eo., sowie die engliscl'en äuser O'Keefe und Henderson McFärlane. Die für den Handel hauptsächlich in Äetracht kommenden Inseln haben nad) dein Stübel'jchen Berichte nicht mebr als eine acoaravbiscbe Quadrat-

Andrce, und logar der Gothaijche Hos- laragenwr Hawaiis in Jaluit in den kalende7,dicse Inseln unter den spanischen Hden eines deutschen Angestellten der Eolonicn aufzählen ; dem gegenüber aber Firma Hernsheim S: Co. stchl die Thatsache, daß dieser spanische u ?z ist da. wie man siebt, nickt viel ms

Dr. S:übcl in Apia vom 2. September aus. Aer mm Poltttter und vpelun1864 eingebend berichtet. Die eigens kenwirth Patrick McManus hat im lichen .vandelöbetbeiligten sind die deut, aufe der verflossenen sechs Monate in sche ändels- und Vlantazenaesellscbaft einem und demselben Polueiaericht fol-

meile bcwobnbaren Landes. Der nöthi- zeren oder längeren Freiheitsstrafe verae .OumuÄ nm Anbau von Bananen, urtheilt, so sorat sein politischer Berbün-

Taro und Brotfrucht ist vorhan oen. Die Einniohnerzahl wird auf 25, 000 aescbädt, doch ist diese Schätzung nicht

uverläsngl Auf den Karolinen zählt Nur Diejenigen, welche nicht stimmbeman war sechs Svracken. aber dieselben rechtiat, oder deren Stimmen nicht direct

sollen unter einander nahe verwandt I ... - . . I lein, zcorperbau, Sprache und Bitten , " c n . . I ? st ...... tann otc levüiienina aucr orei laniv II - T pen (Karolinen-, Marsch all- und Gil dert-Jnsela) mit einander verwandt er scheinen. Als Gesammtbevölkerung aller hier m Bctracyt kommenden Inseln wer den mit einiaer Sicherheit 60,000 bis 65,000 Köpfe angenommen werden kön nen. Das Ikegiment auf den Karolinen ist ein ölegiment der Häuptlinge über den ?in;elnen tam;:'. (seudalp)ttem). Der Handel beruht in dem ganzen Ge biete ausschließlich auf der Kopraproduc Uon. (Kopra nennt man das aetrock nete Fleisch der (5ocusnuß, welches sehr ölhaltig und besonders der der Sei k'enfabrikation ;ur Berwenduna kommt.) Im Austausch gegen Kopra werden den Eingeborenen europäische und bezw. ame rikanische Fabrikate angeboten. Die

Haupt-Importartikel sind Baumwollen- Damit empfahl sich der Alderman", stosse, Tabak, Werkzeuge aller Art, Pro- und der Slaufbold mußte weiterbrumvinonen, sveuerwaffen und Branntwein, men.

Was den Ursprung der Waaren anbelangt, so sind auch die deutschen Firmen durch die Verhältnisse genöthigt gewesen, einen größeren Theil aus nicht deutschen Ländern zu beziehen. Baumwollenzeuge . .T t ... . r. .r-jii?r unc nassen kommen yaupaaziicy aus Enqland und nur zum kleinen Theil aus Deutschland. Tabak, Werkzeuge und 'Provisionen sind in der Hauptsache amerikanischen Ursprungs. Die rturna Hnnsheim u. Co. bezieht ihren Bedarf an amerikanischen Produkten aus New ?1o:k über ambura. die Deutsche Handels- und Plantagen-Gesellschaft auf dem We?e San Franeisco Apia. Was Gewehre anbelangt, so sind Musketen schon seit längerer Zeit kein gangbarer Ättikel mehr, es kommen hauptsächlich Snider- und Winchester-Gewehre in den .r l . kanoel. Auf oen Rarolmen yar nur die deutsche Hanoeis- und Plantagen Jeselljchütt Jnterencn, welche den g c

jen Arckipel umfassen. Daneben hat m den östlichen Karolinen die Firma gernsheim u. Eo. einen Händler auf Po nape und die englische Firma Henderson k McFarlane einige Händler auf Po nape und in den A!ortlock-Jnseln. Im Westen kommt nur die Insel Jap in Betracht. Hier hat der Engländer O'Keefc ein hervorragendes Interne, indem er mit etwa der Hälfte an dem Hanvel daselbst betheiligt ist. Die andere Hälsre liegt zu etwa gleichen Theilen in oen Händen der Deutschen Handels und Plantazen Gesellschaft nnd von Herns heim u. (5o. Man kann die augenblickliche Ge fammtproduktion der Karolinen auf 1300 Tonnen Kopra annehmen, wovon 1000 Tonnen auf die beiden deut schen Firmen. (800 Tonnen Antheil der deutschen Handels- und PlantagewGe sellschaft und 200 T. Antheil von Hernsheim &(5o.) und 300 Tonnen auf die englischen Jntereffenten entfallen. Was die Entwicklungsfähigkeit des Handels in dem Jnselgebiete anbelangt, so kommt in Betracht, daß ein Theil der Inseln, ins besondere der Karolinen, dem Handel noch garnicht erschlossen ist, und daß in den Jnselaruvvcn, die bereits als

erschlossen gelten Können, toie (Mildert und Elise-Jnseln, eine Steigerung der Zlopra-Production mit der Zeit sicher eintreten wird. Nicht nur wachsen überall junge Palmen heran, der Handel wird auch zur Folge 'haben, daß immer mehr Cocosnüiie, die bisher zur Ernährung der Bevölkerung gedient haben, als Ko pra gegen importirte Lcbensmittel, wie Neis und Brot, ausgetauscht werden. Da die Cocospalme auf den Lagunen Inseln ihren natürlichen Standort hat.

so würden sich solche Inseln ganz velonders zur Anlage von Palmen-Plantagen eiancn. Einem solchen Vorgeben stellen nA stuf den stärker bevölkerten Inseln indesien die EigenthumLrechte der Ginge r r f i ."i f -I Ti (TU. i Jt M.Y!. oorenen jeion am iicmic umu vu virbaren Bodens und das Widerstreben gegen jede Veräußerung desselben entze en. Karol nen-nseln aeboren xam High - Commission,welche auf den Western Pcisic Ordres in Council von 1877 und kw i7 kerubt. Zlmerikaniscberseits ie Marschall-Jnseln im Jahre 1881 i -v i unter das Konsulat oer Zller. Vlaaien zu Apia gestellt, und eS ist im Jahre 1882 der deutsche Staatsangehörige A. Capelle, Agent der Deutschen Handels-und Plan-tagen-Gesellschaft, zum amerikanischen Conwlaraaenten in Jaluit ernannt worw Daneben befindet sich eine Consu 0jen Osgabudn nnd Politiker. Es gehört zu den bedenklichsten Schat. tenseiten unseres öffentlichen Lebens, daß das Vagabunden- und Verbrecherthum und die Politiker wenigstens die schlech teren Elemente derselben so hausig einander unterstützen. Gar mancher Strolch, den die Justiz am Kragen gepackt hat. entgeht durch den Emstuß emes PoliU kers der wohlverdienten Strafe und muj dafür bei den Wahlen für diesen Politir im r rr m ier Kimmen, 'can uoervttae vle Pvtt Ze:- und Crimmalgerichtöfälle unserer Großstädte, und man wird zahlreiche Beispiele hierfür zmden. Es kommt nicht selten vor, daß für einen notorischen vkausbold, Einbrecher u. dergl ein Eongreßmitglied oder Einer, der es werden will, Bürgschaft stellt. Die Stadt 3!ew Aork genießt den traurigen Ruhm, die meisten derartigen Fälle aufzuweisen. Greifen wir nur Einen w . e.rrr rr i. rr u r er profeiiloneuen iroyourgen" yergenve Bürgschaften für bekannte Strolche gestellt: am 8. März $100, am 28. April 5500, am 1. Juni L700, am 21. Juni 800, am 2. Juni 8500, am 20. Juli viw, am uii iuu und am Ho. uguit doUU. Wird der betr. Hallunke zu einer küv deter sicherlich dafür, daß er schnellstens wieder freigelassen wird besonders. wenn die Wahlen vor der Thüre stehen. von ihnen gekauft sind, rnüsien im Loch w ' f 4. rm, .. r P V V .. W ' vieiven und ruv,ai ven. urzitcy wurde ein langjähriger Nausbold wegen unordentlichen Betragens zu einer Woche Haft verurtheilt. Cr ließ emen bekann ten Alderman" vor seme Zelle kommcn, und es entspann sich folgendes Gespräch : Alderman, können Sie mich nicht herauskriegend Ich habe für Sie ge stimmt. Von welchem Platze aus haben Sie gestimmt V Bon Nr. ... Chathamstraße." Das ist ein Logirhaus, nicht wahr V Jawohl." Nun, ich habe für alle Stimmen, die ich von dort erhielt, zusammen bezahlt. und ich glaube, wenn ich sie wieder brauchte, müßte ich wieder dasselbe dafür bezahlen. Fast zu jeder New Forker Polizei gerichtsverhandlung sinden sich einige dieser Politiker ein, um nöthigenfalls sofort für einen Strolch Bürgschaft zu leisten. Mitunter machen sie auch mit v m -Zi :c v cnr:.'t a ven Gefängniß' von cujeiocamicn ge meinsames Geschäft. Schon oft hat der oder jener Polizei richte? über die Strohbürgen" loögedon nert, und hin und wieder wird auch eine derartige Bürgschaft nicht angenommen. Doch solche Fälle sind äußerst selten. Die betr. Gesetzesbestimmungen sind ,n der ?tegel nicht weitgehend genug, und wenn sie es auch wären, so würde ihre Durchführunz ohne anderweitige gründliche Neformen unmöglich sein. Gegenwärtig sieht man meist nur darauf, daß das Ge meinwesen auch im Stande ist, die Bürg r jr . t l . r? . . ? c r y a . icyasr, wenn i verroii weroen vx, einzutreiben, und bei den Politikern vom erwähntem Schlage ist das immer der Fall. Dazu kommt, daß die Polizeibücher vielfach sehr liederlich gcfühtt. werden, so daß der Polizeirichter z. B. selten aussindet, ob Jemand, den er soeben unter Bürgschaft stellen will, nicht schon unter Bürgschaft steht. Ich bin der Ansicht," sagte neulich kin alter PolizeigerichtsClerk, daß man ein sorgfältiges Bürgschaftsbuch anlegen sollte, worin die Namen der Gefangenen, die Namen der Bürgen, der Betrag der an - r r r . or r. r ourgiair, cic iix oer eryanvlung und der Name des betr. Polizeigerichts genau verzeichnet sind. Aus diesem Buch sollten jede Woche die vorgekommenen Fälle ausgezogen, und eine Abschrift davon an alle Polizeigerichte ge schickt werden. Solche Listen würden über den Umfang, den das StrohbürgenUnwesen bereits erreicht hat, haarsträubende Aufschlüsse geben. Dann würden auch die betr. Bürgen belangt werden können man müßte das thun. Ge aenwärtig aber ist das Polizeigerichts Verfahren zlum großen Theil eine erbärmliche Komödie." Bon welchem Einfluß folche Verhält niffjauf die öffentliche Sicherheit und Moral sind, bedarf keiner weiteren Aus

fürung. Hoffen wir, daß auch dieser faule Fleck, wie schon so mancher andere, mit der Zeit vom amerikanischen Volke ausgebrannt werde.

Ein Völkergrab. In allen Geographiebüchern, wenn sU nicht der allerneuesten Zeit angehören, findet man eine Landschaft Patagonicn erwähnt, die am äußersten Ende von Südamerika liegt. Seit kurzer Zeit iedock ist diese Landsckaft. weniastenS politisch, nicht mehr vorhanden. (Shili und Araentinien. welcke bekanntlick sckon snst OtnSrfrJrf -:s5 ss und darüber beinahe in Krieg mit einan . ... i Der qeralyen waren, yaoen ncy nun brüderlich" in seinen Besitz getheilt. Die dortigen Gesandten der Ber. Staaten unterstützten die Annectirung, und die Bundesregierung in Washington billigte ihr Verfahren, weil nur dadurch ein Krieg zwischen Chili und Argentinien verhütet werden könne. Chili hat jetzt den größten Theil der patagonischen Küste, sowie die Meerengen und die Eilande im Besitz, während Argentinien die fruchtbaren Ebenen zugefallen sind. Die Art, wie man sich mit den bisher! gen Besitzern des Landes, den Tehuelche und den Chenna-Jndianern, abgefunden hat, laßt sich den Methoden der alten spanischen Eroberer würdig an die Seite stellen. Man hat die Nothhäute einfach vernichtet, und zwar nach einer von General Roca, dem Präsidenten der ar entmischen Republik, eigens erfundenen Zlkethode, die ihn bei seinen Landslmten im Nu zu einem großen Mann gemacht hat. Während nämlich die Indianer mit ihrem Vieh in den Bergen waren, ließ Noca von mehreren tausend Soldaten einen großen Graben aufwerfen, der sich von den Bergen bis zum Rio Negro erstreckte, 12 Fuß dreitund15 Fuß tief und so eingerichtet war, daß man erst in un mittelbarer Nähe ihn bemerken konnte. Dann unternahm er einen Angriff und jagte die nichts Ahnenden der Falle zu. Ein furchtbarer, vieltausendfacher Wehe schrei und der Graben war mit einer blutigen Masse zuckender Pferde, Krieger, Frauen und Kinder gefüllt. Die Meisten wurden durch den Fall tödtlich verletzt oder durch die auf sie Fallenden erstickt. Was aber übrig blieb, wurde größten theils von den Kavalleriesübeln niedergemetzelt. Die wenigen Ueberlebenden wurden sämmtlich eingefangen, und die Männer darunter in die argentinische Armee gesteckt, während die Frauen und Kinder nach den argentinischen Städten gebracht wurden, wo sie jetzt bei vorneh men Familien als ' Halbsklaven leben. So wären wieder einmal zwei Völker von der Civilisation" ausgetilgt. Vom Inland. DaS revidirte alte Testa ment findet viel weniger Nachfrage, als man gehofft hatte. Briefmarken sind in unse rem Lande erst seit 33 Jahren im Ge brauch. Vorher mußte für jeden Brief in Baar bezahlt werden und zwar t& iiumerando. Ein Mann, der viel Zeit übrig zu haben scheint, hat ausgerechnet. daß in den Ver. Staaten ein Capital von hundert Millionen nn Zeitungsgeschäste arbeitet. Viel zu wenig ! So viel verbraucht ja unser jüngster Reporter jähr lich sur Cigarren. Auch die herrlichen Whitt Mountains befinden sich jetzt in den Hanoen von schlauen Speculanten, die dem armen Reisenden die Haut über die Ohren ziehen und ihm den Genuß der schönen Gottesnatur durch gepfefferte Preise vnsalzen." . DerstärksteMann in ganz Georgia ist wohl der Grobschmied Bea see aus Maxeys. Er ist 6 Fuß 10 Zoll boch und ist im Stande, 123 Pfund eine Minute lang mit gestreckten Armen zu halten. Seine Frau hält eS aber mit dem Pantoffel noch länger aus. Noch vor einem Vierte ljahr hundert war dieStadtBangor inMaine der Mittelpunkt des ganzen Holzhandels. Jetzt ist natürlich der Schwerpunkt dieser Branche sowohl wie des ganzen Binnen Handels viel weiter nach dem Westen ge rückt. Die Schwammfischer an der Küste von Florida bedienen sich sehr oft kleiner Quantitäten Oels, um das Waffer m beruhigen und einen klaren Blick in oie Tiefe zu gewinnen, die sie mit einem eigens für diesen Zweck construirten Te lescop s) genau untersuchen, wie der See mann den Horizont. In der amerikanischen Fa milie hat innerhalb der letzten Jahr zehnte eine deutlich wahrnehmbare Verschiebung stattgefunden Im Jahre 1650 bestand die Familie durchschnittlich aus 5.56 Personen, 1860 aus 5.28, 1370 aus 5.09 und noch 10 Jahre spater aus 5.04. Jetzt dürfte die Ziffer schon unter 5 gesunken fein. Die 80 Counties von Mink.?.. si cvÄtM iQon Ul ' r A Vr 1 " 7. zum ieVien cn,, zu emer nwoynrr. zahl von 1,118,486 emporgeschwungen, d.h. mit anderen Worten, sie haben einen Bevölkerungszuwachs von 337,713 zu verzeichnen. In erster Linie stehen Hen nepin- und Ramseh County, welche in dem gedachten Zeitraum, ersteres um 81,723, letzteres um 70,313 Einwohner zugenommen haben. In HennepinCounty liegt Minneapolis, in Ramsey Eounty St. Paul, welches bezüglich der Einwoh nerzahl jetzt hinter Minneapolis um ca. 10,000 Seelen zurücksteht. Bei 6 Coun. ties hat die Einwohnerzahl abgenommen. Pimpleville in Vermont ist ein schlimmer Platz für eine unabhängi ge, frei von derLeber sprechende Zeitung. Ein dortiges Blatt brachte kürzlich die Notiz: Die Leute, welche in den letzten Wochen dem Stehlen von Schafen obge legen haben, thäten besser, davon abzustehen. Wir wissen, von wem wir fpre chen." Die Folge dieser kurzen Notiz war, daß im Laufe einer Woche achtzig Abonnenten, welche sich getroffen fühl ten, mit dem betreffenden Blatte dasselbe thaten, was der Prinz von Wales mit der Pall-Mall.Ga;ette" gethan: sie ga. ben die Zeitung auf. Vor Kurzem faßte der Verein deutscher Waffengenossen in Milwau kce den Beschluß. Clara Barton. der

Amerikanerin, die ' als Repräsentantin der internationalen Gesellschaft zum ro then Kreuze den deutsch - französischen Krieg mitmachte und für ihre aufopfernde Thätigkeit in den Lazarethen vom deutschen Kaiser dadurch ausgezeichnet wurde, daß er ihr, als der einzigen Dame, der jemals diese Ehre zu Theil geworden, das Eiserne Kreuz" verlieh, das Di plom als Ehrenmitglied des Vereins zu übersenden. In einem Schreiben hat sie jetzt dem Verein in herzlichen und fürdie

deutsche Armee und den Kaiser überaus j schmeichelhaften Worten ihren Dank aus- j gesprochen. In Boston ist neuli ch e in er jener Schwindler, deren Specialität die gute alte Zeit und die Erinnerungen aus derselben bilden, böö angelaufen. Der Kerl sprach nämlich auf der Straße einen Dr. Henry S. BabbiU an, den er in ein Gespräch über den Krieg zu verwickeln wußte. Ich war zu jener Zeit," erzählte er, im Stäbe eines der tapfersten Män ner, die je ein Schwert gezogen, des Gen. Thomas." Der Doktor wurde auf merksam. Wann waren Sie in Tbo mas' Stab ?" Im Jahre 1862." Im nächsten Augenblick hatte er eine riesige Ohrfeige sitzen. Sie niederträchtiger Kerl, im Jahre 1362 war ich ja in Tho mas' Stab." Der Schwindler wartete keine weiteren Erläuterungen ab, sondern machte sich schleunigst dünn. Ein eigentümlicher Selb st mord ist dieser Tage bei Farmington im County Fulton im westlichen Illinois vorgekommen. Ein unbekannter Mann kam nach Farmington und kaufte sich einen Strick nebst einem Stück rothen Zeugs. Am nächsten Tage fand man ihn drei Meilen außerhalb der Stadt an dem Stricke hängend, mit dem rothen Zeuge als Siegesfahne. Um den Todes sprung machen zu können, baute er sich einen einfachen Galgen aus einem Zaun Pfosten, den er erklomm, und deffen Tritt er, nachdem er den Strick um seinen Hals befestigt hatte, unter seinen Füßen wegschasste. In den Kleidern des Unglückliehen, der auf nahezu 60 Jahre geschätzt toird, fand man keinen Anhaltspunkt zu seiner Identification. Der Wetterprophet A. I. De Voe von New Jersey ist im Süden plötz lieh eine große Berühmtheit geworden. Eineseiner letzten Prophezeiungen lau tete dahin, daß zwischen dem 25. und 30. August ein großer Wirbelsturm die Küste von Süd'Earolina heinzchen werde, und diese Vorhersagung wurde von den meisten südlichen Zeitungen ver össentkicht. Der Sturm erschien denn auch am ersten Tage, 25. Auaust, und übertraf an Heftigkeit und Zerstörung alle früheren Elementarereignisse dieser Art, deren man sich m Charleston zu er innern weiß. Daß die Prophezeiung dem Ereigniß so kurz voranging und daß das Letztere so prompt eintraf, läßt den Heim gesuchten keinen Zweifel daran, daß De Loe seine Sache versteht,und nach weite ren Proben sind sie durchaus nicht lüstern. Die Berurtheilung Poundmaker's wird allgemein mißbilligt, sckreibt ein Correspondent aus Montreal. Mit Recht sagt man : Ist Poundmaker schuldig, dann soll ihn eine strengere Strafe treffen, ist er nicht schuldig, dann soll er freigesprochen werden." Man bezeichnet das Urtheil als blödsinnig, und den ötichter, welcher es ausgesprochen, hält man für einen Esel. Es henschte bier die allgemeine Ansicht, daß man Poundmaker, nachdem er eine weiße Fahne in's Lager Middletons geschickt hatte, als Kriegsgefangenen und nicht als Criminalverbrecher behandeln werde, denn es wäre ihm ein Leichtes gewesen, sich in die, undurchdringlichen Wälder zurückzu;iehen,welche sich vom Saskatche lvanthale nördlich ausdehnen. Pound maker hat nach allen Regeln der Civili sktivn Krieg geführt Vom AuSlaud. Mir ganz besonders re zem Jnrereffe blickt man in Rußland auf oie Arbeiten der in Berlin zusammenge tretenen Internationalen Telegraphen confercnz. Das russische Telegraphen Wesen hat eS zwar, wenn man die riesi gen Entfernungsverhältnisse jenes gewal tigen Reiches in Rechnung stellt, zu einer sehr respektabel Entwickelung gebracht, doch läßt die Benutzung des Telegraphen seitens der Bevölkerung noch recht viel zu wünschen übrig. DaS Bewußlsein der ungeheuren volkswirtschaftlichen Bedeutung der Institution lebt einstweilen nur in eng begrenzten Interessentenkreis sen. Um nur ein Beispiel anzuführen, so wird von der Einrichtung, Geldanweisungen durch den Telegraphen zu vermit teln, nur ganz vereinzelt Gebrauch gemacht, auch der Privatdepeschendienst ist noch so unentwickelt, daß die wichtigsten Nachrichten häufig erst mit tagelanger Verspätung bekannt werden. Möglichst weitgehende Erleichterungen des mterna tionalen Telegraphenverkehrs sind daher für Rußland m hohem Grade wichtig. Namentlich der russische Handel hat ein I rrtlifsirfa irS AraÄiiorlisti63. ' V""' "vö'k,l' . JntereNe an solchen Reformen, welch m die Benukuna deS Telearakben :u erleichtern geeignet sind. Aus solchen U Ti'ww ü r . i r-mm w w und ähnlichen Erwägungen wendet daher oie Pelersourger uns coslauer Presse dem Zusammentritt der Jnterna tionalen Telearaphenconserenzi anaele gentliche Aufmerksamkeit zu und hofft. daß es den Arbeiten derselben beschieden sein werde, Nußland in engeren geistigen Eontact mit den übrigen Culturstaaten zu bringen und den Telegraphen unter der russischen Bevölkerung populär zu machen. , 3m Schutze der Dreh oraeln. SXm 9ttibrt Iftßl wurden mek. rere Leierkastenmänner in Paris auf Veranlassung von Einwohnern, die an ihrer Musik keinen Gefallen fanden, we gen Lar.dstreicherei in Haft genommen. Der Advokat vertheidigte sie und holte über die Nützlichkeit ihrer Beschäftigung Gutachten von mehreren Componisten ? . . P STA . - . em. uic Vulacyten nnv in soigenoen beiden Briefen enthalten : ..Mein lieber berühmter Freund! Ich glaube nicht, daß ein eimiaer Componist wird zugeben wollen, daß sein Ruf darunter c . r cttx.wicioen iviro, wenn ewige leiner www dien von den Drehorgeln oder anderen Musikkästen, von denen Sie sprechen,wie deraeaeben werden. Ich glaube im Ge-

gsuthcil, daß die dem Pudlilum pretsge-, gebenen Melodien, weit entfernt, den j Ruf der Eomponisten zu vermindern, ' demselben eine Volksthümlichkeit ver-

leiht, welche ihnen nicht unangenehm ist. Gewiß, die Componisten lieben die großen Sänger, die berühmten Tenore, die gefeierten Primadonnen, aber die Volksstimme hat auch ihr Gutes, und sie sind weit entfernt davon, dieselbe gcrinzzuschätzen. Ihr getreuer Halevy." Lie benswürdiger Herr Eremieux ! Ich bin gänzlich der Meinung Halevy's und bitte Sie, mein Gutachten dem scinigcn bei zugesellen. Der Erfolg der Straße ist nicht derjenige, der am wenigsten schmeichelt. Genehmigen Sie die Versicherung meiner' ausgezeichneten Hochachtung. Auber." Die beiden Tondichter setzen aber bei ihrem duldsamen Spruch jeden falls voraus, daß die Leierkasten richtig gestimmt sind, die Stücke im richtigen Tempo gespielt werden und das Concert nicht allzulange dauert, drei Bedingungen, die leider ! ! ! nicht immer zutreffen. uever einen oemerrenswerthen ZtechtSfall berichtet die in Frank urt a. vK. erscheinende Kieme Presse : Ein in Frankfurt a. M. kürzlich verstorbener reicher Herr hat sein Vermögen testamentarisch verschiedenen Stiftungen und Gesellschaften hinterlassen ; u.A. auch 100,000 Mt der Socialdemokratie, zu Händen eines bekannten Berliner Füh- - c r cn m rr. e r . rers cicicr Panel, erielve in aucy zur Empfangnahme des Geldes nach Frank furt gereist, hat eS aber noch nicht erhal ten, weil die Geschwister des Erblassers das Testament angegriffen und Einspruch gegen dasselbe erHoden haben. Der Verstorbene war nämlich nawralisirter schweizer Bürger, und nach schweizer Recht sind die Geschwister zu einem gewlnen Theile erbberechtigt. ES fragt sich nun, ob das in Preußen ausgefertig te Testament des in Preußen Verstorbenen, oder das schweizer Recht des dort! gen Bürgers zur Geltung kommen wird. In den betreffenden Kreisen ist man na turtlch gespannt aus die Entscheidung. Wie wir vermuthen, handelt es sich um das Testament des kürzlich in Frankfurt verstorbenen früheren Banklers Höchberg aus Berlin, welcher fchon früher die fo aaldemokratische Partei, und namentlich deren Presse,mit erheblichen Geldmitteln unterstützt hatte. H. wurde 1878 oder 1870 auf Grund des kleinen Velaqe rungszustandes aus Berlin ausgewiesen und begab sich von dort dann nach der Schweiz. Are seinerzeit vielbe sprochene Affaire der Mischehe zwischen der Gräsin Eastrone und dem Freiherrn Alexander Popper von Podragh ist in . e . , jYTl . . ein neues laoium geireren. vxt vas Wiener Extrablatt" erfährt, t der Nechtskonsulent deS Baron Popper beim Wiener Magistrate um die Aufnahme in den Wiener Gememdevervand, oezie? hungsweise um Verleihung der österrei chischen Staatsbürgerschaft für seinen Klienten eingeschritten. Baron Popper bat gleichzeitig beim ungarischen Ministerium um die Entlassung aus dem transleithanischen Staatsverbande an gesucht. Da der Bräutigam bisher un ganscher Staatsangehöriger war, die Gesetze Ungarns aber eine Civilehe nicht kennen, so stand nach dieser Richtung dem Herzensbündnisse der Genannten ein unübersteigliches Hinderniß entgegen, welches aber beseitigt wird, wenn FreiHerr v. Popper die österreichische Staats bürgerschaft erhält. In diesem Falle wird der Bräutigam sich konfessionslos erklären und mit der Gräsin Eastrone nach österreichischem Gesetze, welches die bürgerliche Eheschließung kennt, die Eivilehe eingehen. Es werden die Aufge böte gleichzeitig in Wien, Paris, Mai' land und Budapest erfolgen und nach Erledigung aller vorgeschriebenen For malitäten von dem Bürgermeister der estadt Wien die Ehe nach bürgerlichem Rechte zwischen der Gräsin Eastrone und dem Baron Vovver qescklossen werden. Dr. O. G. Mass, Qrjt, Wundarzt Geburtshelfer. Jt achfolger d e l Dr. H. 0. Pantzer, Office und Wohnung : 435 IMCadlson Aronue. Sprchftu dn: Rsrgn von 81MI 9 Uhr. Rachmittag von 2 MI 5 Uhr. .Adnd en 7 Ut g r. E2T ele,bon 8. AirclMeacoim's berühmter HUS - fflß absolut rein und der beste im Markte. Dieser Sssig wird in Quart-Krügen verkauft und rvit geben it jedem Kruge in Geschenk. Die Ge schenke bestehen auö filberxlattirten Caster, Sß und Theelöffeln, Messer und Gabeln, Glalwaaren, Ta schentüchern. Binde, Bilder, Schmucksachen u. f. ro. Diel geschieht zum Zwecke der ReklamePreis per Krug . . . . 10 StS t&T Bei allen Groeers zu haben. BMYSW! in größter Auswahl. Gasolin- und Oel-Oescn gereinigt und reparirt. Gaiolin und Oel bei mitk anä Co., 30 und 32 Nord Illinois Straße. IST cIefct)on VOYm Dr. C. C. Eyerts, DentsHerZahnarzt, lSlaqsolg h. . rildktt.' Zl.n$.'-C2t Qashiugton u. Vennsylvania Otr. Jdtza,ltl

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