Indiana Tribüne, Volume 8, Number 341, Indianapolis, Marion County, 27 August 1885 — Page 1

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Neues der Telegraf. B c 1 1 1 ; u 3 ! i t) t e n Washington. D. C..27 August. Hübsches Wetter, verändeklichee Wind, geiinges Sttigen der Temperatur. Ein Speku.l.ant. C h i e a g o. 27. Auq. 6li Sranf ist einer von fünf Brüdern, welche zusammen

em Tpirttuosengeast detrelven.. Am 18. dö M. begab er sich zum Zwecke deS Einkaufs mit $16.300 auf die Reise, und nun schreibt er von New ?)grk. daß er das Geld mit Spekulationen verschustert habe. Ein Argument für die G e g ner der Todesstrafe. S a g in aw. 27. Aug. Freeman S. Cargan und dessen Frau btfinden sich feit Jahren im Gefängniß. Sie wur den selner Z?lt aus das Zeug nik der Wittwe Smilh hin. unter der Anklage Charles Smith ermordet zu haben, zu lebenslänglicher Zucht hauSstrafe verurtheit. Jene Wittwe Smith ist eben im Correktions hau? in Detroit gestorben, und hat auf 'dem Todtenbette ausgesagt, dass ihre Anklagen gegen die Cngon'sch:n Eheleute auS der Luft gegriffen waren. Drahtnachrichten. Ausfuhr. Washington. 26. August. Nach dem Berichte deS Chefs des statistischen Bureaus betrug di: Ausfuhr von Schweinksteischprodukten während der lken 7 Monate 554 411.766. und mäh rend der letzten neun Monate Z65.570, 360. Die Ausfuhr von Brodstonen beli:f sich in sieben Monaten aus $30,. 546.531. Der Strikt an der W adaf h Aab n, ' New York. 26 Aug. DaS Ezscu tiv-Eomike der KnightS of Labor hatte heute eine Conferenz mit Jay Gould und den Beamten der Wadash Eisenbahn. Jwkck der Besprechung war ein Bersucb, die Streitfragen zwischen den Angestel! ten und der Wabash Compagnie zu schlichten. Die Conferenz dauerte fast zwei Stunden. Der Generalverwalter Talmage erklärte, dak keine Entlassungen der an der Wabashbahn beschäftigten KnightS of Labor mit feinem Wissen er folgt seien, wenn solche aber doch vorge kommen, so könne er sie nicht billigen. Nach weiteren Diskusstonen verlangte Powderly die Wiederanstellung der Entlassenen. Diese Forderung führte zu einer wei' teren Diskussion, die damit endete, daß die Babnbeamten Zeit zur Erwägung verlangten. DaS Comite der ttnights of Labor zog stch dann zurück. Die Antwort wird wahrscheinlich erst ii einigen Tagen erfolgen. ttleine Reifende. Boston, 26. Aug. Annie. Ella und Jda Dornbach, resp. 11, 7 und 5 Jahre alt, kamen heute von San Francisco hierher. Sie hatten die Reise von dort bis hierher ganz allein gemacht. Ihre Mutter befindet sich im Hospital und muß stch einer lebensgefährlichen Opera tion unterziehen und sie wollte für den Fall sie sterben sollte, ihre ttinder vorher btt ihrem hier wohnenden Bruder unter gebracht wissen. Wiedereingesetzt. Cincinnat i, 26. Aug.' Der aus dem Zuchthause entlassene Polizist Mul len wurde von den Pollzeicommissären wieder angestellt. Ertrunken. Cleveland. 26. August. H. T. Sandman von Cincinnati Und G. H. Farnam von Covinglon, ftv . welche dem State Eneampment in Rock? River bei wohnten, ertranken heute beim Baden. Falschmünzer gefangen. St. LouiS. 26. Aug. Nach vielen angestrengten Bemühungen ist eö endlich der Geheimpolizei gelungen, eine voll ständige Niederlage von gefälschten bra illianischen Banknoten im Betrage von 5320.000 zu entdecken. BiS jetzt konnte nur ein Mann, NamenS LewiS White. der in Verbindung mit dem Verbrechen steht, zur Haft gebracht werden. Bereits im Mai v. I. wurde der brasilianische Gesandte in Washington benachrichtigt. dak von den Ver. Staaten auS falsche? Geld in Brasilien einzeschmuggelt werde. Der Gesandte brachte die vache zur ffenntnib der amerikanischen Behörden, welche sofort eine einehene Untersu chung anordneten. Die. Falschmünzer halten es schlau gemacht. Die aufge fundenen Noten waren nur aus der Vor derseite gedruckt, während die Rückseite die Anzeige eines Kaufmanns in Rio Janeiro zeigte. Später machte man die weitere Entdeckung, daß auch in New Orleans Noten gedruckt worden waren.

aus denen die Rückseite der brasilianischen Banknoten sich vorfand, und die Vorder leite die Anzeige enthielt. ES war nachher nur nöthig, die Noten sorgfältig zu ipalten und die Vorder und Rücktei ten zusammen zu kleben, um die schönste Banknote herzustellen. Riel'S Appellation. - Montreal, 26. Aug. Der Anwalt Riel'S wird den Fall seine Clienten vor das Manitoba AppellationSgericht brin

gen. Der Fond für die Unterstützung Riet'S wird täglich größer. In verfchie. denen Theilen deS Landes werden für diesen Zweck Conzerte und andere Unter Haltungen abgehalten. In einer Extra Versammlung hat der Terrebonne Countyrath $200 für den Fond bewilligt. Dynamit. Philadelphia. 26. Aug. . Ge gen 2 Uhr heute Morgen erfolgte eine Explosion in dem Schaufenster des SaloonS von JameS & RodaerS. Ecke 19. und Callow Hill Straße. Eine Un tersuchung ergab, daß eine Dynamit Patrone dahin gelegt worden war. Der Scdaden beträgt etwa $2,500. Von de Thätern hat man keine Spur. Die N a g elf a b r i ka n ten. PittS bürg, 26. Aug. Die west lichen Nagelfabrikanten hatten heute eine Versammlung. Sie beschlossen, keine Aenderung der Preise Vorzunehmen. ES wurde ferner beschlossen, den Forderun gen der .NailerS" nicht nachzugeben. Die Campagne in Ohio. M t. Gilead. 26. Aug. Senator John Sherman eröffnete hier die Cam pagne mit einer großen Rede. Ver Kcdel. Die Cholera. Madrid. 26. Aug. Gestern 4.969 neue Erkrankungen und 1.547 TodeS' fälle. Bradlaugh. London. 26. Aug. Bradlaugh so? dert seine Constituenten in einem Mani fest auf, treu bei ihm zu stehen, und ihn wieder zu wählen, vielleicht werde stch das Unterhaus doch noch feiner selbst fchä' nun, da Unterhaus müsse noch gezwun gen werden, nachzugeben. Furchtbare Uederschwemm u n g. London, 26. August. Nachrichten über die furchtbare Überschwemmung in Canton, China, sind eingelaufen. Mehr als 10.000 Personen haben ihr Leben verloren und Viele leiden Mangel n allem Nöthigen. In Sey Ni brach am Abend der Fluß durch die Uferdämme und am nächsten Morgen standen die Bambuöhäuser fast alle bis zum Dache in Wasser. In vielen Fällen banden Eltern ihre Kinder in den Zweigen der Bäume fest um sie zu retten, aber das Wasser riß die Bäume mit den Wurzeln auS. Die Noth ist entsetzlich, aber eS ge schuht nicht zur Absehe derselben. Ausweisung. Wien. 26. Aug. Die Ausweisung polnischer Unterthanen, ohne Unterschied deS Standes, aus Oesterreich hat begonnen. er Kais e r des u ch in K r e m f i e r. K re mf ie r. 26. Aug. Eine große Jagd fand heute statt, bei welcher 41 Stück Wild getödtet wurden. Am Abend fand ein großes AbkchiedSbankett statt. Der Kaiser begleitete feine Gäste nach der Eisenbahnstation. Er selbst begab stch darauf nach Pilsen ins den ManS vern beizuwohnen. &Al!tiüaätlQttn. New V o r k, 26. Aug. Angekm men : .Rhynland" von Antwerpen. Glasgow. 26. Aug. Angekommen : Austiton" von Boston. Marktpreis. S, ,,.? u. S5e; o. S5e. orn . wift 44:; gelb 4V; e,sch. 43. Hase r Zk.l!Z27e: ,,ch, 24-. Sisagea -tc ftjlf.se II!-. Hu 112.00. chint chltrn pck 9e. Sttn-7e. m t n 1 1 di m a I 1t 7Ut. f h l -fcamtli 13.75-14.0); Oae, I4.V5 4,W; CItt2. 3.J. tCI 1U6 i in I. t t r reamer, IS Nez atkH lt 16c; ounrrH o nu Jayn,, XperVt et ff iw neue 7öe-Zl.l0 per Varrel. T s t o ß S0e ,r Vustz. exte l$1.0j 12.50 per dl. tZT Unsere Polizei widmet stch jedt der erhabenen Aufgabe, unlizenstrte Hunde avjumurlien. rff Staats Auditor Rice ist ikk, durch eine starke Erkältung an'S Zimmer aeiesselt. Mit einer Sitzung der Staat deamten ist's also vleder einmal nicht.

Vom Ausland.

Aus dem.Kreise Rosen berg in Westpreüßen wurde der Danz. Ztg. kürzliw ein recht trauriger Fall von ötoth und Elend berichtet, 'in welche die Familie eines verstorbenen Lehrer-Vete-raus gerathen ist. Die von dem Blatte eingezogenen Erkundigungen über den selben haben folgendes Resultat ergeben: Der pensionme Lehrer A. Tilsner ist am IS. Januar v. I. verjtorden i'.nd hat seine löattm mit einer -27zähngen, schwmdsüchtlgen Tochter m . der allertraurigsten, Lage hinterlassen. Nachdem Tode des T. bat die Wittwe die königl. Negierung um Anis eisung' der betreffenden Pension von 50 Mk., erhielt aber den Bescheid, da ihr Mann den erhöhten Beitrag von lo M. jährlich nicht bezahlt habe, so betrage ihre'Pension nur 72 At. 49 Jahre lang bat der Verstorbene die Wittwen und Waisenkassen' Beiträge mit 4 M. jährlich gezahlt. Bereits vom Jahre 1865 ab war derselbe pensionirt und seine jährliche Pension betrug damals 170 Mark. Hiermit hatte er fünf Personen zu ernähren, bekleihen u. f. w., so daß es ihm nicht möglich war, von dieser geringen Pension noch 15 Mark Beitrag jahrlich zu entrichten. Die Wittwe Tilsner (in Laskowitz bei Niefenburg wohnend) hat sich demnächst mit der Bitte um erhöhte Pension auch an das Ministerium gewandt, ist dort aber gleichfalls abschlägig beschieken worden. Die vorstehenden Anaaben wurden durch ein' Mitglied des Vorstandes der SchullehrerMittwen und Waisenkasse des NegierungsbezirkS Marienwerder als durchaus richtig bestätigt. DaL betrefsende Vorstandsmitglied fügt binzu: Einen Unterstützungsfond für Lehrerwittwen aus Staatsmitteln giebt es (ei ter nicht, und unglücklicher Weise ist Tilsner nicht Mitglied des Pestalozzi. Vereins gewesen, daber kommt aucb von dort keine Hilfe. Bitte, erlassen Sie ei ikn Aufruf zur Unterstüyung dieser un glücklichen Familie, welche täglich mit iiO Pfennigen ihre Lebensbedürfnisse bestreiken soll." Von einem Fall a b s ch e ulicher Tortur wird aus Ungarn buchtet. Vor einigen Tagen wurde dem.Pfc'.rrrr von Naba-Szt.-Mihaly die 'irmsiiedung des Gartens angezündet. Als das Holz stm.d?nlan brannte, siel es einem der Pfarre nahenden Herrn ein, den Thäter zu suchen. Er ließ auf's Gerathewohl einen der vor dem Garten stehenden Hirtenknaben absangen und unterzog ihn einem Verhör. Als der" Knabe jedoch sagte, die Umfriedung sei in Flammen gestanden, als er des Weges kam, ließ der Herr den Knaben von seinem Kurscher fassen, damit dieser ihn so lange über das Feuer halte, bis er gestehen würde. Der Kutscher kam dem Befehle nach und hielt den Knaben so lange über das Feuer, bis die Füße des Bedauernswerthen sich mit Brandwunden bedeckten und der Knabe vor Schmerz in Ohnmacht siel. Der Vater des gepeinigten Knabrn hat, wie Budapesti Hirlap", dem wir diese fast unglaubliche Geschichte entnehmen, berichtet, die Anzeige beim zent Gottbardcr Be?.irkrichtc? erstattet, der sofort die Untcrsuchung einlei tete. Daß 'nicht nu? Bücher, sondern auch Briefe ihre Schicksale haben, beweist eine kleine wahre Geschichte, die das Liegn. Stadtbl." zählt. Zum Weihnachtsfeste überreichte der Bruder eines berliner Buchhändlers diesem eine Meerschaumpfeife mit der Bemerkung, er freue sich, endlich seinen Lieblings, wünsch' erfüllen zu können. - Auf die er staunte Bemerkung deS Beschenkten, er erinnere sich nicht, diesenWunsch geäußert zu haben, erfuhr er, daß er in einem vor zwei Jahrzehnten in London geschrieben nen Briefe diesen Wunsch ausgesprochen hatte und dieser Brief erst kurz vor Weihnachten in die Hände des EescheniV.ebe.rs gekommen war. Der Brief war, wie viele seiner Vorgänger, einem BücherPakete beigelegt, das aus London nach Berlin ging. Er hatte sich aber in ein uneingebundenes Werk über Nautik ver irrt und wanderte in diesem in die Bi bliothek des Prinzen Adalbert. Nach dem Tode des Prinzen wurde seine Bibliothek versteigert und bei dieser Gele aenheit kam das Buch in den Besitz eines Marineoffiziers, dem beim Durchblättern des Buches der seit neunzehn Jahren ver schwundene Brief in die Hände fiel und der sich nun beeilte, das Schreiben sei nem Adressaten zustellen zu lassen, der nach einem elfjährigen Aufenthalte in Paris kurz zuvor nach Berlin zurückge kehrt war und so in den Stand gesetzt wurde, den vor zwei Jahrzehnten geäu ßerten Wunsch seines Bruders zu erfül len. Die deutschen'Be wohner von Neusüdwäles gehören dem fleißig sten unh am besten gedeihenden Theile der Bevölkerung an, insbesondere in den ländlichen Distrikten,' wo die Farmen und Ansiedelungen der Deutschen in dem besten Zustande. sind. ' Unlängst , reiste der Minister für öffentliche Arbeiten durch den südlichen Theil der Colonie und kam in Gerogery unweit Albany an, wo sich eine Anzahl deutscher Ansiedler aus Walla Walla eingefunden hatte, um den Minister durch ihr blühendes Dorf zu ge leiten. Bis Burrumbuttock war der Fest zug, an dessen Spitze viele Fahnen getra gen wurden, ein sehr großer. Die natio nalen Flaggen Deutschlands und Großbritanniens webten Seite' an Seite als Symbole der Macht. Tapferkeit und dcj

Äreltlge dieler verden aroken .weiae der

anglo-sächsischen Familie. Eine klein: Musikkapelle folgte. ES wurden viele Reden gehalten, worin die Deutschen ihre Freude über die Vortheile ausdruckten, deren sie sich in Neusüdwales erfreuen ; während ihr Gast aus der ihm bewiese nen großen Gastfreundlchaft und dem ihm bereiteten warmen Willkommen ent nahm, daß die Bevölkerung der Colonie' die Thatsache anerkenne, daß die Regierung alles Mögliche thue, um die Glück feligkeit und das Gedeihen der Eolonisten zu fördern. Es werde offen zugestanden, daß die Deutschen die besten Eolonisten seien. Der Minister glaubte, daß, wenn mehr Deutsche nach Australien kämen, dies nicht nur für die Colonien, sondern auch für die Dcurschen selber besser sein würde. Aus dem Nheingau wird der D. WeiwZtg. geschrieben: Ueber die allgemeinen Erträge der Weinberge in den verschiedenen deutschen Weinbau bezirken sind lange keine so genauen An gaben vorhanden, wie dies beim Fruchtbau der Fall ist. Jeder aufmerksame Landwirth weiß nämlich, wie viel ein Morgen Ackerland je nach den verschiede nen Bodenclassen und bei richtiger Be Handlung in guten oder geringen Iahren tragen kann und deshalb läßt sich leicht ein allgemeiner annähernder Ertrag feststellen. Beim Weinbau liegt die Sache aber ganz anders, denn man kann keinen Schluß auf das ganze Weinbaugebiet ziehen, wenn aus einem Bezirk etwa von einem halben oder einem viertel Herbst die Redeist. Als Beispiel führen wir nur an, daß im oberen Nheingau die Gewinnung eines Stück Wein gleich 1200 Liter vom Morgen gleich 25 Ar als ein voller Herbst ange sehen wird, während im untern Rheingau zwei Stück auf den Morgen gerechnet werden. An der Nahe rechnet man gar drei Stück vom Morgen auf einen vollen Herbst. Es wäre jedenfalls von Interesse, wenn aus allen deutschen Weingegenden von sachkundigen Weindauern darüber nähere Angaben gemacht würden. Vor einiger Zeit, wurde aus London gemeldet, daß ein Mann Namens William Sheehan in Neuseeland wegen Ermordung seiner Mutter, seines Bruders und seiner Schwester in der Nähe von Castletown Noche, verhaf tet wurde, und daß ein Mann Namens Brown, sein Schwager, sein Schicksal theilte. Beide wurden nach längerer Voruntersuchung vor die Assisen in Cork verwiesen, leugneten aber stets ihre Schuld. Jetzt nun hat ein Mann Na mens Duane, welcher Anfangs der Mit Wissenschaft des Verbrechens angeklagt dann aber als Zeuge zugelassen worden War, ein Geständniß abgelegt, demzufolge William Sheehan seinen Bruder Tom in Gegenwart Brown's im Stall mit einer Heugabel erschlagen und dann im Verein mit Brown auch seine Mutter und seine Schwester getödtet habe. Die Leichen seien auch in den Stall geschleppt und mit Stroh bedeckt worden, wobei die beiden Mörder ihm (Zeugen) auf die Seele gebunden hätten, doch ja kein Wort zu sagen. Am nächsten Morgen sei er wie gewöhnlich zur Arbeit gegangen; Abends aber hätten Sheehan und Brown ihn gebeten, doch anzuspannen und zu ihnen zu kommen, was er denn auch gethan habe. Er sei vor die Stallthüre gefahren und die beiden Angeklagten hätten die Leichen herausgebracht und in ein großes Faß gezwängt,, in welchem er sie dann nach dem Brunnen, wo die Leichen gesuitden wurden, gefahren, .in den sie gegen 12 Uhr die Lei chen gestürzt und mit einem Dornbusch zugedeckt hatten. Für seine Hilfe und sein Stillschweigen habe er die Schuhe des ermordeten Tom Sheehan erhalten. Die Aussagen Dnane's erregen begrcifticherwise groscs Äufst'öcn ; inwieweit sie auf Wahrheit uvrStn wohl die ocb l Ie.; 'Nut:i..i ..'.:ia:;jrn erje ben. Zur Erscheinung der Blitzsiguren" hat Herr Dr. rned. Bötz zu Lindenau-Leipzig eine interessante Er klärung geliefert, welche die Med. Wochenschr." abdruckt. In der Sitzung deS Vereins ' für innere Medizin, vom 13. Juli ist in einem Bericht über den Be fund an zwei vom Blitz erschlagenen Menschen die Ansicht ausgesprochen wor den, daß die dendritischen Figuren nichts weiter seien als Abdrücke der Falten des Hemdes. Es ist das ein vollständiger Irrthum. Ich habe diefe wirklich- schö nen dendritischen Verzweigungen, die fei nen Farren am ähnlichsten sind, bei zwei schwer vom Blitz getroffenen, aber am Leben gebliebenen Persoi-en beobachtet ; bei der einen Person waren sie über den ganzen Körper hin verbreitet bis zu den Füßen herab, bei der andern nur an Brust und Rücken. Die Figuren waren bis zum vierten Tage sichtbar, was, ebenso wie der Sitz an den Füßen, schon allein den Druck durch Hemdenfalten als Ent stehungsursache unmöglich macht. Es waren vielmehr durch die Elektrizität her vorgerufene Hyperämien, deren dendritische Form auch früher schon bei Ein Wirkung des elektrischen Stromes auf einen aus einer Silberlösung erfolgten Niederschlag von mir beobachtet .worden ist und die sich aCch durch die Funken der Elektrisirmaschine als Vlitzsigur herstel len läßt. ' ,

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