Indiana Tribüne, Volume 8, Number 333, Indianapolis, Marion County, 19 August 1885 — Page 1

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Barnberg

NeneS per Telegrtiph. ötiut u Jfiiltn. Walding ton. D. C.. 18 August. Etwa? küblereS, schönes We'ttr. verän derlicher Wind.

Strikk in Aussicht. Pittöburg, Pa..19. Aug. Zi schen den GlaSfabnkanlen und deren Ar beitern ist noch lein Verflandmk zu Stande gekommen, und ein Steile ämmtlicher Glasarbeiter steht bevor. BrookS und nicht Marroell. S t. L o u i S. 19. Aug. Der Brief. welchen ein hiesiger Herr von dem Vater Mormell'S auS England erhielt und den dieser mit dem Namen Samuel Broott unterzeichnet, ist unzweifelhaft Ücht5 Eine schöne Gegend. L o n d o n. 19. August. Ein Mitglied der lnternatlonalen Eovgo?moctatlon bestätigt-die Nachricht von der surchtbaren Sterblichkeit .unter den Europäern am Songs. Di: Sterblichkeit ift 50 Prozent. Ebitorrclles. Jn PottLville. Pa. ist ein Wunder passtet, das vir nicht berichten können. ohne einige Worte unsrerseits beizufügen. Ein Fabrikant hat fceivillig die Löhne einer Arbeiter erhöht. Da? ist Etsaö was im Jahkhunoert der kapitalistischen Großproduktion vielleicht alle zehn Jahre auf ver ganzen Erdkugel ein einziges Mal vorkommt. Freisillige Lohahersb. skAungen stnd dagegen etvaS ehr an der Tagesordnung. In der That muß ede Lohnerhöhung, und seien die Zeiten noch so gut, von bm Arbeitern erst er zwungen werden, je nach Umständen mit größerer oder geringerer Anstrengung, während die geringste Veranlassung ge nügt, den Arbeitgeber zu einer Lohnherabsedung zu bewegen. Wie jedoch daS Beispiel auS PottSville zeigt, geschehen auch heute noch Zeichen und Wunder. Wenn ein gewisse Sorte von Zei tungen aus die StriktS, die ArbeitSld stgkeit und den schlechten Geschäftsgang, vaS Alle? sich doch nun einmal nicht todtschweigen läßt, zu sprechen kommt, so muß, weil man die Wahrheit entweder nicht kennt, oder nicht sagen will, stets der Schuzoll als Vogelscheuche herhalten. Immer und ewig singen sie dai Lied: An allen unsern Leiden hat nur der Schutzzoll schuld. Und nun kommt Senator Edmunds von einer Reise durch England zurück und sagt, vaS man übrigens schon ohne dies weiß, daß in England Handel und Industrie vollständig darniederlie gen, und daß sich bereits viele Stimmen erheben, welche in Einführung eines SchutzsollsystemS das einzige Rettung?Mittel sehen. Wir haben nie Anstand genommen, zuzugeben, daß der Schutzzoll ein je nach Ort und Zeit günstig wirkendes Palliativmittel sei. aber AngeftchtS der Thatsache, daß in allenLändern gleichviel. ob sie Freihandel oder Schutzzoll haben, dieselbe Noth, dasselbe Elend, dieselbe Arbeitslosigkeit, derselbe Druck auf allen Gescholten zu finden ist. immer noch zu behaupten, daß (wie eS gerade pat) der Freihandel oder der Schutzzoll an allem Unheil Schuld sei, ist entweder eine Dummheu, oder ein Verbrechen, unn kann nur zur Wirkung haben, daß die wahre Ursache verborgen wird. Die wahre Ursache aber liegt in der Trennung zwischen Arbeitskraft und Arbeitsmitteln. Erstere hat ausschließlich der Arbeiter. Letztere ausschließlich der Kapitalist. Du der Arbeiter die Arbeitsmittel nicht kau fen kann, wohl aber der Kapitalist die Arbeitskraft, und da sich Arbeitskraft nicht auf Lager halten läßt, so ift eben der Arbeiter gezwungen, dem Kapitaliften seine Arbeitskraft um jeden Preis zu ver kaufen. Daran kann nichts ändern, wie eine Vereinigung der Arbeitskraft und der Arbeitsmittel. Ein großer Theil unserer Presse weiß daS wohl, aber es bezahlt sich nicht. eS zu sagen. Auf diesen Zbeil der Presse passen die Worte deS alten Joh. Phil Becker: .Schaue klug uach alle Seiten, Wen D Deine Zeitnoz schreibst. Häng' den Mantel nach dem Winde, ' Doch,dariemzuteltbltii?. Und das wird Dir schwer nicht fallen, Branch'ft ja nur zu bleiben bloß So, wie Du bisher gewesen, Konsequent charakterlos. Laß Dich schmieren, immer schmiere. Bis Du sett geschmieret bist, Weuu auch Jeder, der Dich schmieret, Durch Dich geschmieret ist

D?ahtnaörlt)ten.

DaS moderne Net tungö Mittel.. - New Vskk.1S. Al. Senator EdmundS kam gestern mit feiner Familie von Europa zurück. Et sagt, er habe gefunden, daß in England die Geschäfte ganz entsetzlich darniederliegen. Wo im mer er gewesen sei, habe er dies gefunden. Die Ursache sei Überproduktion. Eng. land hat mit seine Waaren die Märkte gefüllt, und nun ist Stillstand. Die Ansicht macht sich immer ehr geltend, daß sich England nur retten könne, wenn eS das Beispiel Amerika'S' nachahmt und eine Schutzzoll Politik einschlägt. UnglöckSfall. ParkerSburg. W.Va.,18. Aug. AlS gestern W. W. Eole'S ZirkuS durch einen Tunnel bei Cairo fuhr, stießen drei Käfige gegen die Decke deS Tunnels und mehrere Thiere entkamen.. In Folge der Dunkelheit im Tunnel herrschte große Verwirrung, doch gelang eS schließlich die Thiere wieder einzusangen. Die Schönheiten eine AmteS. KnightStown, is. Aug. Lttzteni Abend wollte Joh Antri. der City Marshall, John McFee verhaften, al derselbe einen Schuß aus ihn abfeuerte. Die Kugel verursachte eine gefährliche Wunde und konnte noch nicht aufgefun den werden. McFee entwischte und der Tovn Council hat eine Belohnung von! 150 auf feine Ergreifung ausgesetzt. Ein wunderbares Ereigaiv. PottStosn. Pa, 15 August. Slli 6z Lessig haben ihre Arbeiter von inee Lohnerhöhung notchzirt. Die Er böhung beträgt in manche Füllen 50 Prozent. Der Steile an derWabash Bahn. Tt. LouiS. 18 Aug. Um 12 Uhr heute Mittag legten die Arbeiter in den Wabash Werkstätten die Arbeit nieder. Da sich hier jedoch bloß einige Nepara ur-Werkstätten befinden, ist die nicht von Bedeutung. DaS Executiv'Comi't: bat eine Ordre an vle KntgQti or avor erlaben, aus allen Zweigbahnen der Wabash Bahn und aus allen Bahnen des Gould'schen Systems keine Wagen der Wabash Bahn zu befördern. Eine Depesche -Zon. Standerry, Mo.. meldet, daß sämmtliche Leute- in- den Wabash Shops die Arbeit niedergelegt haben. Von anderen 'Städten treffen folgende Mittheilungen ein. ' Toledo: Bloß etwä ein Sechstel der in den Shops und VardS Arbeiten den stand auS. Fort Wayne: Hier wurde die Arbeit nicht eingestellt. Der Zahlmeister wird morgen die Löhne für den Monat Juni auszahlen. Springsie ld. Jll. : Hier ist nichts von einem Strike zu bemerken. Bloß vier Mann standen aus. Bis jetzt ist der Strike ziemlich wir kungSloS. VomFeldederArbeit. Memvb iS. Tenn.. 18 Aug. Die Kutscher auf den verschiedenen Linien der StraßenbahN'Compagnie find in Folge Herabsetzung deS Lohnes am Strike. Die Ausständigen warfen dieWagen von dem Gtleise und mehrere Verhaftnnie vur den vorgenommen. Eine Eonserenz war erfolglos. Am Nachmittag hatten uner fahren Kutscher die Stellen der AuS ständigen unter dem Schutze der Polizei eingenommen, aber am Abend wurden die Fahrten wieder eingestellt. D e t r o i t. 13. August. Die Arbeiter der Michigan Bolt und Nut Works schickten an die Eigenthümer der Fabrik ein Covite ab, um zegen eine beabfich tigte Lohnherabsetzung zu protestin. Die Mitglieder de Comites wurden so fort entlassen, woraus sämmtliche Arbei ter ungefähr ISO. die Arbeit einstellten. Birmingham, Ala., 18. August. Die Striker in den Warrior Minen haben 23 Italiener wegen Tragens ver b?rgener Waffen verhaften laffen. Die Compagnie beabsichtigt, rieue Leute an zuwerben. die StrNerS jedoch, efwa L00 an Zahl, sagen, sie werden Gewalt an wenden, um die Arbeit in den Gruben zu verhindern. Philadelphia, 18. Aug. Der Strike der Stewhauer dauert fort. 400 Grubenarbeiter vo Lentz. Lilly & Co. in PottSvllle stellten gestern die Arbeit ein. Gelbfieber. San Francisco, 18. Aug. Die norwegische Barke Jorsalfarar lief auf der Fahrt von Acapulco nach British Columbia hier ein mit Gelbfieber an Bord. Das Schiff befindet sich in Oua-rantaine.

Kein Kandidat.

Columbuk.'O.. 18. Aug. Sena. t,r Thurman sagte heute einem Reporter, daß er kein Kandidat für den Gouver nörSposten sei. Ver Kadel. Statue Friedrich Wilhelm des Ersten. Berlin, 18 Aug. Heute war der Geburtstag deS Kaiser von Oestreich und der Jahrestag der Schlacht bei Gravelotte. Kaisee Wilhelm enthüllte ein Denkmal Friedrich Wilhelm deS Ersten, deS VaterS Friedrich deS Großen. Am Abend fand ein Bankett zu Ehren deS Kaisers von Oestreich statt. Die Cholera. Madrid, 18.' Aug. Die Zehl der Erkrankungen belief sich gestern auf 4830, der Todesfälle auf 1713. sf Die Cholera breitet sich im löblichen Frankreich auS. Ja Marseilles starben heute 27 Per. sonen. Drohungen. Paris, 17. August. In Folge der Drohungen der Anarchisten gegen die britische Gesandtschaft, vurde eine be andere Polizeiabt.heilung zum Schutze derselben detaillirt Sir Charles Dilke. London, 17. August. Die Ton stituentea Sir Charles Dilke'S beschloß en in einer Versammlung seinen De menti deS gegen ihn vorgebrachten An lagen Glauben zu schenken und ihn in der kommenden Wahl zu unterstützen. Stf?uSredea. ih GlaSgo, 13. Aug. Der Dampfer .Slate of Georgta" von New Vork ist gestern hier angekommen. Balt imore. 13. Aug. Angekom men: .Hanovertaa"' von Liverpool. Nem Pork. 13. Aug. Angekom men: Vampier .yelvetta von wer Pool. Marktpreise. 38 1 1 1 3 tt. 92c; 80. xtl. 89;. ,r .Zwii 46;; gelb 44;; ,n,iZch. 4e. ts Ich5. d4e Jtjl t llt.74. btu 111.50. Schi, nke-9-ll chultie 7e. x 9e. Seite -7e. et,sqm l,-7,-7c. d l-amil,Z.75-4?: ti,tMMi Cjtrejl.50 m r iüt ; ! tt i ic t l ? ,a lS-Z2e: Ttt, 14 Cowntr? 8 12c. 8yn e ivt per vt. ; zunge iuc x, r. tt fftln neu 75-$l.i0 per f3atL X m c t t e 75c pt Bush. 9 f I I1.0J a.0 xer bl. Vom VuSlaud, Die Beerdign g deövor Kurzem verstorbenen Professor LaaS in Straßburg hat zu einem unliebsamen Zwischenfall Leranlaffung gegeben. Sei ner freisinnigen philosophischen Richtung entsprechend, hatte der berühmte Gelehrte en Wunsch ausgesprochen, nicht kirchlich beerdigt zu werden. Die akademischen Behörden wollten es sich aber nicht nehmen lassen, dem Verstorbenen, der eine der größten Zierden der Universität war, eine Gedachtnißfeier zu . veranstal ten. Zur Abhaltung dieser Feier war vom Rektor und dem Senate der Unrversitat der Vorbof deS allgemeinen KolleaiengebäudeS bestimmt worden. Gegen diefen Beschluß legte indeß der Kurator der Etratzburger Universttat, Unterstgats sekretär Ledderhyse, Einspruch ein, mit der seltsamen Motivirung, die Univer srtät sei kein Tempel für die Abhaltung emer nicht relraiösen Todtenferer." Es stellt dem Rektor und dem Senat der Universität ein ehrendes Zeugniß aus, daß sie einstimmig also auch mit der Zustimmung de? Vertreter der theologi schen Fakultät sich über die Remon stration des Kurators hinwegsetzten und die ihnen obliegende Ehrenpflicht gegen J?r$n nm&j erzuulen. Der socialdemotratifcht Abgeordnete Heine, der jetzt in Halber uavr erne seaemonariitye iLesangnitz strafe wegen Preß-Veraehens verbüßt, fi T rr . . m r ifi erne mierename Per?nlicyreu. vcclo) dem er sein Aviturienten'Eramen bestan den hatte, ging er zu einem Hutmacher in die Lehre, und er betreibt 'in Halber stadt in der That ein blühendes Hut machttgeschöst. Den Ertrag des das ihm nebenbei redigirten 2U.ies, wel che? ppr . seiner Unterdrückung dreißig lausend Abonnenten zahlte, widmete er ganz Parteizwecken. Nach der Unter drückung des Blattes ließ er für seine Abonnenten, um sie schadlos zu halten, Liereck's Süddeutsche Presse" kommen; deshalb steht ihm eine weitere Anklage bevor. Heine hat nun in der Preßthätigkeit ein Haar gefunden und wird sie nach seiner Entlassung nichl wieder auf aehmen. Auch im Königreich Sak?! sen soll eine Arbeiterkolonie errichte! werden und zwar im Voigtlande. In der bis jetzt bestehenden Eolonie wird Haupt sächlich Landwirthschaft für eigene Rech nung betrieben und vorzngsveise du Arbeit auf Moorcultur, Waldcultur .2?

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kurzum auf Urbarmachung von OedläN' dereien verwandt. Diese Art der Arbeit entspricht ganz der Sachlage, und 3 wird dadurch den anderen Arbeitern keine nennenswerthe Concurrenz gemacht. Au ßerdem wird im Winter für den eigenen Bedarf derColonien gearbeitet. Für die neue Colonie in Sachsen hat man anders projectirt, denn die Sachsen sein sehr helle". Weil nämlich in den übli gen deutschen Arbeitercolonien kein Verdienst abfällt, sondern die Vereine,Kreis' und Provinzialverbände fortwährend Zuschüsse leisten müssen, so hat man in Sachsen beschlossen, sich nicht mit Oedländereien abzuquälen, sondern die Va gabunden" den Großgrundbesitzern zu verdingen, wodurch selbstverständlich.wie durch die Arbeit von Gefangenen unt Soldaten, den sogenannten freien" Ar beitern eine verderbenbringende Concur renz gemacht wird und neue Vagabuw den" erzogen werden. Auch im Winter soll nicht etwa für den Hausbedarf gear beitet, sondern Flachsbereitung betrieben werden. Also wiederum böse Concur renz dem freien" Arbeiter und Zeugung neuer Vagabundage". Man sieht, die Herren des Comites für die Arbeiter colonie, unter denen sich Grafen, Pasto ren, Regierungsräthe, Rittergutsbesitzer befinden, sind so helle", daß sie den Teufel durch Beelzebub austreibcn wol' len. In den letzten Tagen er regte in den Straßen von Pera ein bar häuptiger und barfüßiger Pilger allge meines Aufsehen. Er trug eine Mönchs kutte, an welche viele Muscheln geheftet waren, und in seiner Hand einen langen Pilgerstab mit einem Kreuze auf der Svive. Der Vilaer ist der svaniscke Pater Jgnacio Martin aus Lalladolid, ver von viejer stadt zu Fuß durch Frank reich, Oesterreich und die Türkei gepil' aert war, den Bosporus bis Scutarr zu schiff übersetzte und hierauf wieder iu Fuß nach Jerusalem zog, um die heiligen Stätten zu besuchen. Von dort ist der fromme Pilger wieder zu Fuß bis Scu tari gewandert und kürzlich in Constanti nopet eingetroffen, das er im Monate Januar dieseS .Jahr.es Passirt hatte. Pa. ter Jgnacio besuchte hier den spanischen Gesandten Grafen de Coello, um ihm über seine Pilgerfahrt Bericht zu erstat ten. Die ihm vom Gesandten und den apostolischen Delegirten angebotene Geld. Unterstützung wies er zurück, nur Speise u.Trank nahm er an. Bemerkenswerth ist, daß er die Türkei durchzog, ohne mehr als die drei Worte : Brod, Wasser, Schlaf" im Türkischen ausdrücken zu können. In den Balkangebicten und in Kleinasien wurde er wiederholt von Räubern belä: stigt, die ihn jedoch, nachdem sie bei ihm den absoluten Mangel an Werthgegew ständen wahrnahmen, wieder ziehen Ue ßen. Es heißt, daß Pater Jgnacio, de, erst 2 Jahre zahlt, ein Gelübde gethan hätte, sein ganzes Leben Pilgerfahrten zu widmen. Auf seinen Wanderungen sammelt er Beitrage für den Bau ein Cathedrale in Antiocbien zum Andenken der ersten Christen und deponirtdie from men Spenden bei den spanischen Consulaten. 29 o ch e n d l a t t Nedelja" druck: einen Brief ab, in welchem ganz seltsame Enthüllungen darüber gemacht werden, weshalb in der letzten Äeit so häusiz Eisendahnentgleifungen stattge funden haben. Darin heißt es : Wenn man die Ursache der Unfälle auf den Ei senbahnen genau untersucht, so kann man sie beinahe immer in den alten, faulen Schwellen, in der schlechten Befestigung derselben u.' s. w. sinken. Trotzdem werden die Ursachen der Unfälle größtentheils Uebelthätern zugeschrieben. Was die Ei senbahnschtschili" nicht Alles ersinnen, um trocken aus dem Wasser herauszugehen ! So haben auf einer Eisenbahn mehrere Stationsvorsteher zerbrochene Schienen hei sich liegen, deren Bruchstelle stets möglichst rein und glänzend erhalten wird. Und zu welchem Zweck geschieht dies? Darum, damit der Stationsvsr steher, indem er zwei solcher . Schienen auf die Unglücksstätte .mitnimmt, die ganze Schuld auf einen zufälligen Schie nenbruch schieben kann, oder mit Hilfe, dieser Schienen mit den frischen Bruch stellen. Alles auf eine Uebelthat zurück führen kann.,,. Augenscheinlich stimmt tzies, bemerkt hierzu die Now. Wr.", aus dem Gebiet derjenigen glc'ubwür digen Nachrichten" über die Eisenbahnen, Wie die seiner Zeit gehegten Vermuthungen über etatmäßige Verbrecher", die von den Eisenbahnen für den Fall einer Katastrophe unterhalten werden, um sie. ux Zeit dem Untersuchungsrichter als ihre Schuld gestehende Uebelthäter vor zustellen. - ' Der Western 5spar- u. Lelh-.Verein hat feint weite erie bon 500 Antheile je M,;A0,Z, imNonta bend, ,en 2. ug. tttt am gewöhnlichen Versammlung?, 95 o, 81 West Sashington Straße, eröffnet. SintrittSgeböh, tt öll Eent, Beitrag 10 Sentl rer Antheil. An theile find im eisammlungllokal oder t der Wer chantii National Bank oder t Sara'i Küserei an Sd Weft Straße , haben. ' ' Seorge rSsod, Präs. ?heodse VsasSIn, Sekr. O.ve. Zrenzel, Schatz, Bern. Wonnegur, lllWov, Vanee Block, Zimmer 1fr. 03 I ' lt5tor. Scke Virginia Ade. und Washwgtn Str.

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