Indiana Tribüne, Volume 8, Number 328, Indianapolis, Marion County, 14 August 1885 — Page 1

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Neues per Telegrapd. 11Zeltkkt.uSstchten W a s h t n g t o n. D. C.. U AuauK. Hübsches Wetter, veränderlicher Wind, stationäre Temperatur. Sie geben. Kansaö City. 14. Auz. Die Entfernung der Viehdeerden von den Ländereien der CheyenneS und Arapo hoeS in Uebereinstimmung mit der Proklamation deS Präsidenten hat begonnen. ES sind im Ganzen etw, ö 10.000 Stück Vieh fortzuschaffen. Streitbare G e i st ! t ch e. P o r t l a n d, Oregon, 14. Aug. In Stepkon. W. T.. geriethen zniei Metho distenqeistliche in Streit, wobei der Eine den Andern n'ttderschok. Der Mörder befindet sich im Gefängnisse. Vertagung. London. 14. August.' D''s Parla ment vertagte sich heute.

Drahtnachrichten. Schlechte Aussichten für S t o ! l. Washington. 13. Aug. Der Prä sident denkt vorläuft nicht daran, den Direktor der RegikrungSdruckerei adjusctzkn. Verrückt. New York. 13 August. Mindesten? 3000Fcauenzimmer besuchten gestern die Grabstätte Gronl'Z im Riverside Park. Die Frauen kommen mit ihren Kindern und Lunchkökben und halten förmlich Picnic. Sie Heden Kleselsteine vom Wege aus. um sie als Andenken zu behalten und roenn das so fort geht.mer' den bald keine mehr da und der Weg wild verdorben sein. Eisenbahnunglück. .Cr awford Zv ille. 13. Aug. Letzte Nacht entgleiste auf der L. N A. & C. Eisenbahn ein auS 15 Wagen beste hender Frachtzug. Der Heizer wurde tödtlich und der Lokomotivführer schwer verletzt. Schaden Z25.000. Blitzschlag. W a dash, 13. Aug. Heute Morgen um Hi Uhr schlug der Blid in daö Wohnhaus von Jene Way und ritz eine Hälfte des Hauses fast ganz weg. Die Bewohner entkamen wie durch ein Wun der. Mord und Lynchjustiz. San Iran ciöko. 13. Aug. In Humboldt County wurde einer Frau Na menZ Amanda Towne der HalZ abgkschnitten. Ein Mann Namen Benner stand im Verdacht der Thäterschaft und wurde verhaftet. Die aufgeregte Mengt fchok ihn todt, trotzdem er, vor die Leiche gebracht, seine Unschuld betheuerte. Gärtner in Convention. Cincinnati.13. Aug. Die Ge sellschast der amerikanischen Blumengärt ner hatte gestern ihre JahreSversamm lung. Dieselbe wird noch heute und morgen dauern. Vom Felde der Arbeit. Long Branch, 13. Aug. Die Association der Bess:mer Stahlschienen sabrikanten hatte heute eine Bersammlung im West End Hotel. Nach langer Diskussion wurde beschlossen, die Pro duktion auf die Nachfrage zu beschränken, um im nächsten Jahre bessere Preise er zielen zu könncn. EastSaginav, 13. August. Der groöe Strike, welcher vor fünf Wochen begannest zu Ende. Die Arbeiter haben nachgegeben, und die Bedingungen an genommen, welche die Mühlenbesiger zuerst stellten. Bay Eity. 13. Aug. Die gestern verhafteten Aufrührer wurden heute dem Gerichte vorgeführt. Bier stellten Bürg. schast. die anderen süns blieben im Gefängnib. Heute ist Alle ruhig. Ver Kade!. Der Plan eine Diplomaten. Berlin, 13. Aug. Graf ttalnoky. der österkeichisch'unzarilche Minister deS Auswärtigen, hat Bismarck einen Plan zu einem kommerziellen Bunde zwischen Deutschland, Oestreich und Ungarn vor gelegt, der eine gemeinsame, gegen alle anderen Länder gerichtete Handelspolitik bezweckt. Die Cdolera. Madrid. 12. August. Die Zahl der Erkrankungen in Spanien war gestern 4.432. der Todesfälle 1,653. Granada leidet am Meisten durch die Cholera. Die Bevölkerung schreibt die Epidemie dem Zorne Gottes zu und trägt Amulette zum Schule vor derselben. Der Erzbischof hat seinen Palast zur Einrichtung eine? Hospitals hergegeben. Das Wüthen der Krankheit ist entsetzlich.

Die Leute sterben in den Straßen und bleiben stundenlang liegen, ehe fie weg geschafft werden. In Sevilla ist die Nahe wieder herge stellt. In Saragossa ist eS etwa? dsser. St. Petersburg. 13. Aug. EZ wird in Abrede gestellt, daß in Odessa die Cholera auSgebrochen sei. V a i p h o n g. 13. Aug. Die Eholeraepidemie ist im Abnehmen.

N o m. 13. Aug. Die Regierung läßt auf ihre Kosten die in Marseille arbeitenden Italiener nach Italien befördern. Zeitungen Protestiren dagegen, indem da durch die Krankheit eingeschleppt werden könnte. Resultat der Colontal Politik. Z a n z i b a r. 13. Aug. Admiral Poschen, Befehlshaber der deutschen Flotte, theilte gestern dem Sultan, von Zanzibar mit, daß wenn er nicht inner halb 24 Stunden die deutschen Forderungen bewillige. Die sreundjchaftlichen Unterhandlungen zu Ende seien. Der Sultan erwiderte Nicht? innerhalb der gegebenen Frist, vorauf da? deutsche Geschwader Stellung vor dem Palaste des SultanS nahm. Hamburg, 13. August. Eine Pri vatdevesche von Zanzibar meldet, daß der Sultan eZ für da Beste gehalten habe, nachzugeben, Deutschlands Ober Hoheit über das streitige Gebiet anzuer kennen, und seine Truppen zurück; ziehen. -E i n P r g , e st. Paris. 13. Aug. Die Pariser Han delökammer schickte der Regierung einen Protest gegen die Besitzergreifung von Port Seguro und Kleinpopo an der Westküste Af?ika3 durch Deutschland ein. Spione. P a ei S, 13. Aug. Die französischen Blätter klagen über die große Zahl von deutschen Spionen, welche kürzlich in verschiedenen Theilen Frankreichs entdeckt wurden. ES heißt, die Regierung habe beschlossen, alle Deutsche, welche nachweislich Spione oder der Spionage dringend verdächtig sind, aus französi fchem Gebiete auszuweisen. Versammlung von Diplomaten. Wien. 13. Aug. Der Zarowitsch. De Giers, Graf Kalnoku und Gras von Taafe werden der Zusammenkunft deS Zaren und des Kaisers Franz Joseph beiwohnen. tSiffenaeÄrttSten. Bremen. 13. Aug. Angekommen : Dampfer Salier- von New York. Liverpool. 12. Aug. . Angekom m:n: Dampfer .Nova Scotts von Baltimore. S out ha mp ton, 13. Aug. Ange kommen : Dampfer .Werra- von New Jork für Bremen. Qu ee nStown. 13. August. An gekommen: Dampfer Abufsinia von New York für Liverpool. New York. 13. August. Angekom men : Dampfer .City of Ehester" von Liverpool; Greecevon London. Marktpreise. ß c i n o. 3 . 95c; . roth. Sie. orn o.Z aetß 47c; gelft 48-; emisch. 4'e. & I i ftv. 8 ett 28c ; a""4 25. oa S4c Xjlcii-fti.äd. Seu-Jtl.W. Hink 9 Nl ltar b 7c, Speck-9e. Seite -7c. Schtnschmal, 7)57,. fl9 l famtln f3.75-U.0J; ane, N.40-t.S0; kt,atZ.-43'l. ter 10c ; tn Store 12c. Satter raron 18 -22t; att, 14 16c; Countrn 8 12c. Slh n i lüc per Pf ; junge 10c per Pf. a t ff lv neue $iau-1.K vtx aml. X m t o 75c per Bush, epfe lk l.v 52.5 per bl. Vsm ZluSkande. Gin eiaenartiaer Drocek schwebt gegenwärtig beim Landgericht in Halle. In einer sreiwilllgen Auctlon des Skachlasses eines Ende 1833 in chkeuditz verstorbenen lioatiers kaufte der Schuhmachrrmeister Th. dort ein altes Pult für 2 Mark 65 Pfennige. Es fiel auf, daß der Verstorbene außer ein; am kleineren Bettaaen km Baarvermögen hinterlassen hatte, obwohl man ihn stets für relch geyauen. -Mrcy usau kam es an den Tag, daß sich in jenem alten Pulte Wettdpapiere preußische Consols und Aktien der Thüringer Eisen bahn) im Betrage von 50,000 Mark befunden hatten und in den Besitz des PultköuferS öbergegaichen waren. Dieser hatte nichts davon verlauten lassen, sich aber dadurch verrathen, daß er aus Ver sehen erst spater fällige CouponS ab schnitt und verausgabte. Dies lenkte auf die Spur von dem vermißten BaarNachlaß des verstorbenen Rentier?. Käu fer Tb. gab die Papiere heraus, will aber von dem Vertreter der Erben. Justizrath Herfuth, die Zusicherung erhalten haben, daß zehn Percent des Werthes, circa 5000 Mark, ihm sollen ausaehändiat weiden. Hierauf, eventuell

auf Rückgabe gesammten Papiere,

klagt nun Ty. gegen. d:e trven, da dieselben jenes angeblickt Versprechen nicht erfüllt haben. Er bebauvtet, die Sachen

füllt haben. Er bchauvtet. seien damals ausdrucklich durch den Gerichtsvollzieher verkauft worden, wie sie stehen und liegen, und nimmt nun die Vapiere als sein Eigenthum in Anspruch. Die Erben hingegen beantragen nicht nur Abweisung der lage, sondern gleich zeitig strafrechtliche Untersuchung gegen Th., da derselbe durch Verausgabung der CouponS einen Theil deS Betrages unterschlagen habe. Das Gericht ordnete in dem dieser Tage stattgefundenen Ter mine die Beweiserhebung an. Die in Mailand erscheinende Zeitung Jl Secolo" erhalt von Massaua folgenden Specialbericht : Die Äkädchen heirathen dort im Alter von 9 und 10 Jahren, haben aber vorher regelmäßig Liebschaften. Das weiß der Ehe mann, aber er kümmert sich nicht darum, wie denn überhaupt Eifersucht dort ein Luxusartikel ist. Die Frauen sind alle miteinander sittlich verdorben, und haben von weiblicher Ehre nicht die leiseste Ah nung. Ganz gewöhnlich ist daß eine Frau nach einigen Jahren ihren Mann und ihre Kinder verläßt, und einen anderen v!ann nimmt, der Mann macht es dann ebenso. Vor den Weißen aber haden Frauen und Kinder die tiefste Abneigunz. Wenn ein Junge von etwa drei Jahren einem der dort weilenden Italic ner nahe kommt, so brüllt er aus Leibeskräften, wie etwa ein weißer Knabe beim Anblick eines Schwarzen schreien würde. Die Frauen sind mit 20 Jahren alt, mit 20 Jahren aber sehen sie aus wie Mu mien. Selten erreichen sie ein Alter von 40 Jahren. Dabei haben sie keinen klaren Begriff hinsichtlich ihres Lebensalters. Fragt man darnach, so ist die Antwort: Ich ward geboren, als es furchtbar regnete, odet als so viele Hühner starben u. s. w. Sklaverei ist verboten, herrscht aber allgemein. Ein Reicher hält die weiblichen Sklaven so lange im Harem, wie sie hübsch sind, später aber verkauft er .sie wie altes Eisen. Jene Harembesitzer ziehen stets die schwarzen Sklaven vor und behaupt ten, daß sie mehr Leidenschaft besitzen als die weisen. Eine Äusnihme hilren tscherkessilche Weiber, die sehr theuer be zahlt werden. Der Sultan s o b e hauv tet ein P lersdurger Vlatt leide an akutem Darmkatarrh, und zwar in so schwerer Weise, daß Wiedergenesunz zweifelhaft sei. Diese jedenfalls zweifelhafte Nachricht hat bereits ein Wiener Sensationsblatt zu einem Leitartikel über die Krankheit der Sultane" begeistert. E4 heißt darin : Die Krankheit Abdu! Hamid's ist von ähnlichen Symptomen begleitet, wi? seiner Zeit diejenige, welche Murad unfähig gemacht hatte, auf dem Throne zu verbleiben, auf den er durch den schrecklichen Tod des Sultans Abdul Aziz gelangt war. Es ist ein Geheimniß deS Serails, daß diese Krankheit der Sultane, die sich in fürchterlichen Phantasiebildern, Schlaflosigkeit und Zusammensinken aller Willens und Denttraft äußert, vorzugsweise durch Anwendung künstlicher VteizmiUel gefördert wird, durch welche diese orientalischen Herrscher ihre Kraft zum Handeln und Genießen zu erhalten und zu stärken suchen. Es gehört zu den beliebtesten diplomatischen Erinnerungen deS Generals Jgnatiess, wie er den begreiflichen Widerstand eines asiatischen KhanS gegen den Abschluß eines jener Handelsverträge, welche die Borläufer der Einverleibung in das ruf sische Reich zu sein pflegten, durch das Geschenk solcher aus England importirter Reizmittel zu besiegen wußte, die auf flüchtige Zeit den Anschein erwecken, als könnten sie die Wiederkehr der alten Kraft herbeizaubern. Auch der Sultan Abdul Aziz war das jammerwürdige Opfer solch trügerischerZaubermittel geworden. Eine Art Größenwahn hatte sich bei ihm in Folge der russischen Eingebungen ausgebildet; er verlor mehr und mehr den Sinn für die Wirklichkeit, und nur die Mörderhand ersparte ihm daö Erwachen aus jenen Hallucinationen, die ihm eben in dem Augenblicke, da er sich völlig zum Sklaven Rußlands machen wollte, vort autelten, daß er in seiner Hand eine lkachtfülle, wie kein früherer Sultan, vereiniz:e. Auf demSchützenfestplatze in Dessau spielte sich am 25. Juli eine blutige Scene aö, die an die Frankfurter Vorgänge erinnert, nur mit dem Unterschiede, daß hier die Polizei der leidende Theil war. In den Buden des FestPlatzes, woselbst hiö Mitternacht der Verkehr freigegeben ist, trafen Polizeibeamte verschicdeneWeisungen. An einer Stelle stießen die Beamten auf Wider stand, es kam zu einem Zusammenstoße, die Beamten zogen blank, einem dersel ben wurde indeß der Säbel entrisien und mit letzterem einem Beamten der Schädel fast gespalten, ein Ohr abgehauen ein anderer Polizeibeamter wurde durch bis auf die Knochen gehende Hiebe am Arme verletzt. Mehrere Verhaftungen wurden chlieölich vorgenommen. Ueber den blutigen Con lict in Wien am 26. Juli zwischen Mi itär und Polizei im Bezirke Favoriten theilen die dortigen Blätter folgende Einzelheiten mit : In einem Gasthause der Eugengasse finden . jeden Sonntag Tanzunterhaltungen statt, an welchen zumeist Soldaten in größerer Anzahl theilnehmen. An der Tanzunterhaltung betheiligten sich ungefähr 40 Soldaten, sämmtliche von dem im Arsenal statio nMen elften Artillerie Neaimente.

12 Uhr gab es Zank wegen eines Mäd

chens und da der Streit in Thätlichkeit ten ausartete, erschien es dem ur In spektion anwesenden SicherhettSwach manne Snideritfch geboten, zu interve niren und die Excedenten von weiteren Ausschreitungen abzuhalten.' Der Sicher heitswachmann stieß jedoch auf heftigen Widerstand und namentlich ein Attille rist. Namens Botuschek, war es, der dem Polizei-Organe am meisten zu schassen machte. Botuschek wollte auf den Wachmann losschlagen, dieser hielt ihn jedoch fest und schickte sich an, denselben zu arretiren. Nun nahm der Exceß höchst be drohliche Dimensionen an. Sämmtliche Soldaten drangen auf den Sicherheit Wachmann ein, welcher der Uebermacht hätte unterliegen müssen, wenn nicht noch rechtzeitig Succurs gekommen wäre. 6 Wachleute eilten, nachdem sie von dem Excesse verständigt worden waren, von den in der Umgebung des Gasthauses gelegenen Nayonposten herbei und traten in Aktion.' Der Wachmann Snideritfch hielt noch immer den Artilleristen Bowschek fest und nun sollte dessen Arretirung erfolgen. Mit großer Mühe gelang es den vereinigten Polizeiorganen, den Excedenten aus dem Gasthause auf die Straße zu bringen, um ihn über den Wielandplatz nach dem Polizeicommisso riate zu escortiren. Die anderen Solbaten folgten dem Arretirten, und die Eskorte gestaltete sich zu einer höchst lärmenden und Aufsehen erregenden. Die Soldaten gaben sich Mühe, ihren arre tirten Kameraden zu befreien, und als ihnen das nicht gelang, zogen sie vom Leder und stürmten mit blanker Waffe auf die Wachleute los. Wachmann Snideritfch erhielt einen Säbelhieb über die Hand, da ergriff er seinen Revolver und feuerte gegen den Artilleristen Botuschek zwei Schüsse loS, welcher tödtlich getroffen, auf der Stelle l e b l o s n i eder stürzte. Nach dieser peinlichen Scene ward der Tumult noch ärger, Soldaten und Wachleute geriethen in Kampf, bei welchem drei Soldaten und drei Wachleute, verwund e t wurden. Erst als eine größere Ab theilung Sicherheitswache - herangerückt kam, konnten die Excedenten, nachdem noch vier derselben verhaftet worden wa ren, zerstreut werden. Staatssekretär Dr. von Stephan, der in dem böhmischen Luft kurort Wurzelsdorf verweilt, wurde in einem dortigen Lokale von einem Ezechen in der pöbelhaftesten Weise angerem pd'.". Er hatte sich an einen unzedeck ten, nicht besetzten und nicht reservirten Tisch gesetzt, welchen jener für sich bean spruchtr, da er Stammgast sei. ES läßt sich nach Lage der Dinge annehmen, daß dem Ezechen die Person des Herrn Dr. von Stephan wohl bekannt war, und daß er nur eine Demonstration beabsich tigte. Die Enthüllungen de Pall Mall Gazette" haben in Paris zur Gründung eines Tugendbundes ge führt. Der protestantische Pfarre? iisch steht an der Spitze des Bundes, vcr den Kampf gegen das Laster auf seine abne geschrieben bat. Reöukiion im Gaspreis. Für GaS.Coosumenten und Andere. Sie erden auf die bedeutende SiedukUon Gaöxretse vom 1. Vtlt an aufmerksam gemacht. Der Preis beträgt jetzt ZM für WO uhtkfuß. Der Prei ist niedrig genu,.. sowohl für Beleuchtung wie ,umochen. Die Bequemlichkeit ine Safnl im Sommer kann bloß von Denjenigen gemürktgt wer den, welche Erfahrung darin haben. Wir habe in den letzten 4 Jahren ein große :,,aht v aöf verkauft. SasottN'Oelen erden mit geringen often in Gasöfen verwandelt. Ofen und almaschine ,um Verkauf det der Indianapolis Gas-Liglit & Coke Co. 47 Süd Pennsylvania Straße. . I. Prny, Sefretlr. Aufforderung. i Beerman geb. Vockhorn, Gertrud, aus Münfter, Preußen. Unterlauf Carl. Lehrer ans Bechan, Dreuien. uterBenedict, Müller aul Gamerschwang, Qürt temberg. Anode! Carl. Vehger an? Vaih'ngen, Württemberg. Laib Phil. Slvam. aus Wetttngen, Württemberg. Brüderl Geschmi'ter, au Sinzheim, Baden. Sil Fran, au üdl. Baden. Sch 'ch. Hermann. au3 Ltstingen. Laden. Dreyer Loren,, au Zimmern, Baden. BeckJohn Settl. an Luchenberg, Baden. SZeber Wilh. au Fauteobach. Baden. Weidenhau. Slnn M. und Sorht au Crknisgau H'fln. Dt Obengensnnten ollen sich wegen EkbschsftßAngelegenYeUen ende an Herrn Fhilip Rappaport, 130 Ot Maryland träte. Jndianavolt, J, Mmvart IEIsaflfle ! fta. 37 & 39 Süd Delawire Straße. Da größte, schönste u. älteste Lokal in der Stadt Sttrnke aller Art, sowie kalte Sxeisen.-Lor, zügliche Bedienung. Die vrachtvaZ eingerichtete Hall steht Vereinen, Loen und Privaten ,ur Abhaltung von Bällen, lon ,erten und tsammlungen unter liberale Ledin, gungen ,ur Verfügung. Taool Bog, Geschäftsführer. Job Weilacber, Saloon u. BillialdHallc, II 2?. Pennsylvania (Ztr.

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