Indiana Tribüne, Volume 8, Number 305, Indianapolis, Marion County, 22 July 1885 — Page 2
Kndmna Hribüne.
E r sch ein FögsZS. McheZiZ . Kssstags. Sc?? IY O.MarvlattdÄr. tZi?: .Zrt5lr.- ks?et durch Un ??Zgr1Z -w GkntZ r? ÄZsze, die Soniezk ..Tridü"i litl rr ß?e. Vs:s zussmult 15 5tnil, Vt C6tf:tt t Srft53j$4r.2 15 rt "r 3 -' Indianapolis, Ind., L2. Juli 1835. Unser Muschelhaudel. Nur Wenige kennen bis jetzt die 2IuS tehnung des Äuschelzeschäftes, das von Californien aus nach beiden Hemisphärm, besonders aber nach der alten Welt betrieben wird. Ueber Californien geht das größte Muschelgeschaft der Welt. Los Angeles ist der Hauptstapelplatz desselben ; von dort aus werden nicht nur die Muscheln von der kalifornischen und mericanischen Küste, sondern auch die von . fn ? Tr tinS )sftrt iifserAftUin hr UttWilt UllV -.V 4VVMlt vvsandt. Besonders viele kommen von China, Japan und der Südsee. Sie werden in Säcken nach Californien gebracht und in solchen auch wieder weiter befördert. Die werthvollsten Muscheln sind die Perlmuttermuscheln, welche von der Insel Tahiti kommen. Sie haben einen Durchmesse? von 58 Zoll, eine milchweiß schimmernde Oberfläche und überhaupt ein wunderschönes Aussehen. Viele amerikanische Maler benutzen dieselben, um Sonnenuntergänge, romantische Land schaften u. dergl. auf die Innenfläche zu uislen; die meisten aber gehen nach Gu ropa. Diese Muscheln werden in Tahiti von eingeborenen Tauchern unter großen Schwierigkeiten und Gefabren aus dem Mecrcsgiunde gcholt. Schon mancher Taucher hat dabei sein Leben eingebüßt, und der .'oltsmunj erzählt viele Geschichten von Korallcnlabyrinthen, in denen sich dort die Taucher unrettbar verlieren können, von See-Ungeheuern u. s. w. Die Tahiti-Muscheln haben im Großhandel einen Werth von 1.50 bis $4.00 das Stück, für die schönsten aber werden 550 das Paar bezahlt. In Eu ropa dienen sie zur Herstellung von sehr kostbaren Schmucljachen, Juwelen, Toilettengegenständen u. dergl. von denen viele wieder nach Amerika wandern und zu fabelhaften Preisen hier verkaust werden. Sehr verteuert werden allerdings auch durch die hohen Schutzzölle. Die zweilwichtigsten Muschelschalen sind die von Perlenaustern, die meistens an der mericanischen Küste gewonnen und von La Paz aus nach Californien gesandt werden. Man benutzt sie hauptsächlich zur Herstellung von Perlenknöpfen und gebraucht sie daher meist in Frank reich, welches diese Industrie fast mono polisirt hat. Uebrigens hängen die Preise der Perlenaustern sehr viel von den Launen der McdL ab. Viel verlangt werden auch die Abalo nen (öernsteinmuscheln) von denen man drei Sorten hat : die blaugrüne mexica nische, die schwarze kalifornische und die graue Abalone. Die erstgenannte ist die werthvollste. Sie wird hauptsächlich von Mestizen gesischt, und der Gesammt werth der in Mexico gewonnenen Abalonen kommt dem der Tahiti-Muscheln mindestens gleich. Die schwarze calisornische Abalone wird von Manchen für die schönste aller Seemuscheln gehalten. Ihr feines Sammtschwarz hat einen wundervollen Glanz und wnd oft von azurblauen, safrangelben, scharlachrotben und sonstigen prächtig gefärbten Linien durchzogen. Diese Muschel bringt im Großverkauf S1000 pro Tonne. Einen Werth von 8700 pro Tonne hat die graucAbalone, Hz man an der californi-' Ichen sowie an der mexicanischen Küste sindet. Sie wird vielfach zum Besetzen seiner Acöbel, Taschenmesser, Pferdegeschirre, Armbänder, Busennadeln und zahlreicher anderer Artikel gebraucht. Die blaugrünen und die schwarzen Abalonen dienen theils an sich als Schmuckgegenstände, theils werden sie zu solchen verarbeitet. Es werden aus Californien hunderttaufende von Tonnen Muscheln alljähr lich nach der alten Welt versandt. Eine Firma in Los Angeles muß contractlich alle 60 Tage 40 Tonnen an ein Pariser Geschäft schicken. Nach Frankreich sind die Hauptabnehmer Deutschland, Bel gien Holland und England. Für die in der alten Welt verarbeiteten Muscheln zahlt unser Land jährlich Millionen von Dollars. Es liegt der Gedanke nahe, ob man nicht diese ganze Industrie mehr unserem Lande erhalten könnte. Das Haupthinberniß hierfür sind die Frachtkosten. Man höre und staune: Für Beförderung von 200 Tonnen Muscheln von Los Angelcs nach Philadelphia sind L30 Fracht zu bezahlen, für Versendung derselben Quantität von San Pedro bis nach Havre nur 511.75! Versöhnlichkeit des Papstes. Was in diesem Augenblick in Rom (d. b. im Vatikan) vor sich geht, hat die Bedeutung eines wahren Staats streicht; mit diesen Worten kennzeichnet ein päpstlicher Journalist, desien Blatt, das unversöhnlich.clerikale Jour nal de Lkome", auf Befehl des Papstes vom 1. Juli zu erscheinen aushörte, die muthmaßlichen Bestrebungen Papst Leo XIII., das Papstthum mit Italien zu versöhnen, zum mindesten die Kluft, welche den Batican und das nationale Italien trennt, zu verringern. In einem von einem Pariser Blatt veröffentlichten Schreiben theilt der Chef -Redacteur des Journal de Nome" mit, der Papst habe als Granb dieser Maßregel angegeben, die Haltung des Blattes entspreche nicht mehr den Plänen der neuen päpstlichen Politik. Diese Bemerkung erhält erst dann ihre volle Bedeutung, wenn man weiß, daß das Journal de Rome" den Kampf gegen Italien mit ganz besonderer Heftigkeit führte, so daß der erwähnte Letter des Blattes ungefähr in em Dutzend Processe, sämmtlich wegen Beleidigung des italienischen Königshauses der ttalienNchen L.leglerunz u. s. v.
verwickelt u Mi: die) er Annäherung an Italien scheint überhaupt eine Schwenkung des Papstes nach der Seite des gemäßigteren Theiles des CardinalCollegiumS stattgefunden zu haben. Der Papst habe, wie das Pariser Blatt be richtet, mit der sogenannten pcruginischen Fraction" deö CardinalCollegiums, welche für eine Aussöbnung mit Italien
eintritt, engere Beziehungen angeknüpft ! und werde diese Partei bei den im Lause dieses Monats stattfindenden CardinalsNennungen verstärken. Wir haben be reits auf zwei angeblich bevorstehende Ernennungen dieser Art hingewiesen. Auch sollen noch weitere Maßregelungen der unversöhnlich-clcrikalen Blätter, so VeS Pariser Univers", theils schon erfolgt sein, theils bevorstehen. Auch Deutschland gegenüber ist der Papst viel versöhnlicher geworden. Der unbeugsame Erzbischof Melchers von Köln ist nach Rom abberufen worden, um einnn Nachfolger Platz zu machen, mit dem sich die preußische Regierung einverstanden erklären kann. Ferner hat, wie bereits mitgetheilt, der Bischof von Paderborn Denjenigen, welche katholische Theologie studiren, die Unterwerfung unter die für sie geltenden Staatsgesetze empfohlen. Somit hat die Kirche auch in der wichtigen Frage der Ausbildung von Geistlichen nachgegeben. Die ultramontanen Blätter in Deutschland sind über alle diese Borgänge sehr bew'bt und erklären, die Kirche habe die für sie kämpfenden Laien im Stiche gelassen. Möglicherwelse werden unter diesen Umstan den die katholisch-politischen Parteien sich auflösen. Wichtig für den Seekrieg. Dieser Tage bat der Flottensecretar einen amtlichen Bericht des Zvlotteninae' nieurs über Erverimente veröffentlicht. welche unlängst auf dem Hudson mit dem sogenannten Kunstaoter schen'Apparat gemacht wurden. Wenn dieser Bericht nicht übertrieben ist, so haben wir nichts Geringeres als eine völlige Um wälzung auf dem Gebiet des Seekriegs zu erwarten. Der unztadter'sche Dampfer enthalt lwei Schrauben, welche sehr kunstvoll derart eingerichtet sind, daß man die kleinere nach allen betten ym dreyen rann. Das Steuerruder ist im Berhältniß zur Größe des Schisfes von ungewöhnlichen Umfang ; es ist 2 mal so groß wie du gewöhnlich für solche Fahrzeuge verfem tigtcn. Die Experimente wurden sehr sorgfältig ausgeführt. Man machte mit dem Fahrzeug s:ets Kreisdrehungen, und es leistete darin Erstaunliches. Der Durch' messer der beschriebenen Kreise betrug nur das 2fache der Schiffslänge, und in diesem ungewöhnlich kleinen Raume Wurden die vorzüglichsten Schwenkungen gemacht. Zuerst bediente man sich "blos des Steuerruders, und dann zugleich der erwähnten Schrauben. Es stellte sich yeraus, oatz man mit Hilfe der chrau den nurder Hälfte desKreisdiameters, der bei bloßer Anwendung des Steuerruders erforderlich war, zu ebenso schnellen Drehungen bedürfte. Zur Messung der Schnelligkeit hatte man einen eigenen Apparat, der sich sehr gut bewährte. Man wählte zum Experimentiren recht ungünstiges Wetter, um ja keiner Täuschung über den Werth des Apparates zu verfallen. Das Jahrzeug hatte während der ganzen Dauer der Versuche einen Tiefgang von 9 Fuß 3 Zoll. Sämmtliche Sachverständige, welche an den Beobachtungen theilnahmen, erklärten sich sehr befriedigt mit den Resultaten. Der Werth eines derartigen Ruderund Schraubenschiffes für den Seekrieg kann nicht hoch genug angeschlagen werden. Denn in Seegefechten kommt oft Alles darauf an, daß sich ein Fahrzeug rascher und in kleinerem Kreise drehen kann, als das gegnerische. Die Inge nieure berechnen, daß der Vorzug der Kunstadter'schen Schraube ein so großer ist, daß er allein den Sieg über eine Flotte, die sonst mit der unseren gleich stark, aber nicht mit dieser Vorrichtung versehen wäre, entscheiden könnte. Bei Manövern wird dieser Apparat eine Unmasse Zeit und Arbeit ersparen und viele Zusammenstöße verhüten. Aus letzterem Grunde würde sich seine Einführung nicht blos für Kriegs-, sondern auch für Handelsschiffe sehr empfehlen. Mit einer Anzahl Kriegsschisse, welche mit dieser Borrichtung versehen sind, könnte man selbst einer bedeutendenUebermacht auf der See Trotz bieten. Der Bericht schließt mit den Worten : Nachdem wir den Kunstadter'schen Apparat kennen gelernt, betrachten wir kein Seeschiff als vollwerthig für Kriegszwecke, wenn es nicht mit diesem Apparate ausgerüstet ist. Derselbe ist technisch sehr einfach und läßt sich an jedem gegenwärtig im Gebrauch befindlichen Kriegs- oder Handelsschisse anbringen. Es ist für Steuerungszwecke der praktischste Mechanismus, der jemals erfunden wurde, kann nicht so leicht außer Ord nung kommen oder von einem Unfall betroffen werden und erfordert durchaus keine specielle Anwendung der DampfMaschine." Der Flottensecretar hat gegenwärtig die Sache unter Berathung, und höchst wahrscheinlich wird schon in nächster Zeit eine Anzahl Schiffe nach dem Muster des obigen eingerichtet. Es wäre in der That lustig, wenn die Ver. Staaten, die bisher die erbärmlichste Flotte aller Culturländer hatten, mit Hilfe dieser Er sindung auf einmal eine neue Epoche auf dem Gebiete der Kriegsflotten begründen würden. Territorialverwaltung. In seiner nächsten Sitzung wird der Eongreß ersucht werden, New Mexico in den Staatenverband aufzunehmen. Der jetzige Territorialvertreter im Eongressc, ein gewisser Joseph, ist dem Plane durch aus nicht gewogen und hat wiederholt erklärt, dap das Volk von demselben nichts wissen wolle, aber die Befürworter des Vorschlages behaupten, Joseph vertrete nur eine Minderheit und verdanke seine Erwählung lediglich dem Umstände, daß außer ihm noch zwei andere Candidaten im Felde waren. Das meiste Interesse an der Sache nehmen natürlich hit Politiker. . Col, Prichard, der ftübere
unvesanwalk, äußerte Q ncmicy vahin, daß kein Territorium sich entwickeln könne, ehe es zum selbst ständigen Staate erhoben worden sei. Er gab u. A. fol gende Gründe an : Die Rechtspflege in den Territorien ist der reine Hohn. Thatsächlich giebt es weder Appellations-, noch Obergerichte. Gewöhnlich werden vom Präsisidenten drei 3!ichter für ebenso viele Bezirke ernannt. Jeder dieser Richt verhandelt einzeln gewisse Fälle ; wird aber appellirt, so sitzt er über sein eigenes Urtheil zu Gericht, denn er tritt mit seinen beiden College alljährlich einmal zusammen, um die Appellationsfälle zu hören. Natürlich sucht jeder Richter die Gunst der beiden andern dadurch zu gewinnen, daß er sich auf ihre Seite stellt, und das Ergebniß kann man sich denken. Zuweilen aber kommt es vor, daß die drei Richter sich gegenseitig svinnefeind sind, in welchem Falle sie mit wahrer Wollust Urtheile umstoßen, wie es im letzten Termin des sogenannten Obergerichts von New Mexico vorkam. Ferner darf nach dem Gesetze jeder Nichter nur einen Schreiber haben. Da nun aber die einzelnen Bezirke oft sechs Counties umfassen, so sind die Bewohner der fünf Counties, in denen der Schreiber nicht wohnt, zu großen Reisen genöthigt,wenn sie gerichtliche Eintragungen zu machen haben. Bedenkt man, daß in den meisten Territorien die Reisegelegenheiten noch selten und theuer sind, so erglebt sich die Unzulänglichkeit dieses Systems. Weiterhin dür.n die Territorien keinen Antheil an Nationalangelegenheiten nehmen. Ihre Vertreter im Congressdürfen auch dann nicht mitstimmen, wenn es sich um specielle Territorialangelegenheilen handelt. Sie bezahlen Steuern an den Bund, haben aber keine Vertre tung. Cs liegt auf der Hand, daß diese Mängel abgestellt werden können, ohne daß man gänzlich unentwickelte Territorien zu Staaten erhebt und 100,000 Maw nern oder Cowboys dieselbe Vertretung im Vundessenate einräumt, wie dem Staate New York mit 6,000,000 Ein. wohnern. om Ialande. DaS neue Adreßbuch von St. Paul in Minnesota wird 44,000 Namen mthalten, woraus auf eine Einwohner 'chaft von etwa 110,000 gefolgert wird. Keokuk in Iowa dürfte. wohl öer einzige Platz in den Ver. Staate sein, wo die eute sich darüber beschwe cen, daß die Straßenbahn-Kutscher zu schnell fahren. Heinrich Jünger starb kürz lich zu San Antonio im Armenhaus )!ach seinem Tode wurde die Entdeckung gemacht, daß er Ansprüche auf eine rei che Erbschaft in Deutschland hatte. Davis County in Iowa hat seit dem Census von 1830 um nicht we kiiger als 2000 Einwohner abgenom mcn. Ob das auch eine der Segnungen der Prohibition ist ? Ein eigenthümliches Paar bat in Neß County, Kans., die Ehe ge schlössen. Der Gatte, I. W. Drake, ist 11 Zoll hoch und wiegt 75 Pfund, die junge Frau mißt 40 Zoll und wiegt 60 Pfund. In S ioux Falls, Da k., tauchte kürzlich ein Graf Jngelheim auf, der trotz seines stolzen Titels zwei Wechsel fäljchte. Jetzt ist der edle Graf als 5knecht in einem Leihstalle zu Sioux City angestellt. Es heißt, daß ihm dott auf seinen Namen nichts gepumpt wird. Der Neger Jimmy Brush aus Fairsield, Mont., ein riesenstarker Mann, ertappte neulich in seiner Woh nung einen Einbrecher. Er band den Kerl, der in seinen Händen ein Kind war, fest, strich ibn über und über mit schwar-
zer Farbe an, rasirte ihm die eine Hälfte seines Backenbartes ab und ließ ihn dann laufcn. Eine merkwürdige Auf opferuni'.sgeschickte kommt aus Payton, Ind. John Jkogers, ein 40jähriger Äkann, verlor erst vor einigen Monaten seine Frau, heiratbete, ein Mädchen Na mens Born, lebte mit dieser gerade 14 Tage, erwirkte dann eine Scheidung und brannte mit der 17jährigen Schwester seiner ersten Gattin durch. Da seine neue Flamme von den Eltern sorgfältig überwacht wurde und eine intime Freun din seiner zweiten Frau, des ehemaligen Frl. Born war, so nimmt man an, daß diese sich nur zum Scheine von NogerS heirathen ließ, um die Eltern ihrer Freundin sorglos zumachen. Das wäre allerdings ein sonderbarer FreundschaftS dienst. Die Polizei von Pittsburg ist hinter einer schönen jungen Schwind lcrin her, die mittels gefälschter Checks, falscher Vorwände und Erpressung gegen $10,000 erbeutet.hat. Unter dem 9!. men Frl.Flemmer führte dasFrauenzimmer ein elegantes Haus in Parkersburg, ließ sich von angesehenen Männern den Hof machen, borgte" Geld von ihnen und zwang sie schließlich unter Andro bung eines Scandals zur Zahlung von Schweigegeldern. Später siedelte sie mit Hinterlassung großer Schulden nach V!illersburg über und fälschte Checks auf Pittsburger Banken. Ihr jetziger Aus enthaltsort ist noch nicht ermittelt. In San Francisco ist wie der einmal ein kleines Weißes Mädchen bei chinesischen Pflegeeltern" gefunden worden. Diese sagten aus, das Kind sei zwei Jahre alt und von ihnen um $100 gekauft worden. Da es aber kränklich sei, so hätten sie für Aerzte und Medici nen schon das Dreifache ausgegeben. Trotzdem mußten sie es dem Secretär der Ninderschutz-Gesellschaft ausliefern. DieS ist das sechsundzwanzigpe Mädchen, wel ches Chinesen abgenommen worden ist. Letztere erhalten diese Kinder von gewis sen losen Eltern oder Hebammen. Zu welchem Zwecke die Kleinen aufgezogen werden, ist bekannt. Wegen einer verlorenen Adresse mußte Frau Amalie Schenkler zweimal über den Ocean fahren. Sie kam voriges Jahr im Castle Garden zu New Jork mit fünf Kindern an und behauptete, ihr Mann wohne in Chicago, sie habe aber unterwegs feine Adresse verloren. Da sie aller Mittel baar war, so übergab man die Frau der Hebrew Aid Society". Diese schrieb nach Chicago, erhielt jedoch di: Antwort, daß man dort von Schenkler nichts wisse. Die Frau mit den Kindern wurde darauf
zwangsweise nach Europa zurückgebracht. Dieser Tae kam sie aber wieder, mit Geld reichlich versehen, und erzählte, ihr Mann sei Besitzer einer Cigarrettenfabrik in Chicago. Ob sie ihn jetzt finden wird? Seit einigen Wochen sind die Zcitungshändler in der Umgegend von New ))ork, die ihre Waaren von der American 3!ews Company beziehen, von einem schlauen Dieb betrogen worden. Die Art und Weise, wie der Dieb operirt, ist folqende: Er geht zu einem der
Händler und stellt sich als Agent der Compagnie vor und erzählt diesem, daß die ''S:,ide Library ' billiger geworden sei, daß deshalb die Compagnie die sofortige Zurücksendung der vorräthigen Exemplare verlange, um ihren Kunden hierfür neue zu den billigen Preisen zu senden zu können. Auf diese Weise wurde z. B. Thomas L. Dancer in Aloomsield um Bücher im Werthe von 560 beschwindelt. Auf die Ergreifung des Schwindlers ist eine Belobnung gesetzt. AckerbawCommissär Coleman hat, als Zweig von Prof. Niley's Abtheilung, ein Bureau errichtet, das sich mit Studien über den Nutze und Scha den der Vögel für den Ackerbau, mit Rücksicht auf die Jnsectenvertilgung, be fassen soll. Diese Studien sollen sich namentlich auf die Futtergewohnheiten der Vögel, aber auch auf die Wanderungen und auf die geographische Vertheilung der Vogelgattungen Nordamerika's beziehen. Bei diesem Werke hofft das Departement auf die thätige Mitwirkung des Amerikanischen Ornithologen-.Ver eins", um so mebr, da der Secretär die ses Vereins, Dr. C. Hart Merriam, ein Ornithologe von Ruf, an die Spitze des neuen Bureaus gestellt worden. Dr. Merriam wird sein Hauptquartier bis zum 1. October in Sing Sing, N. A., haben und dann nach Washington, D. C., übersiedeln. In der Nähe von Payne'S Store, 14 Meilen von Greenville, Tex., ereignete sich dieser Tage eine sensationelle Tragödie. Als Herr Matthews mit einer Dame von einem Balle heimfuhr, bemerkte er Annie Smith, ein 17jähriges Madchw, das trotz des Verbotes ihrer Eltern ein Verhältniß mit dem 35jährigen Henry Schamburger, einem verbeiratheten Manne, hatte, auf einem Baumaste sitzen. .Sie war betrunken und sagte zu Matthews, sie wolle dort bleiben, bis sie sterbe, da sie mit Scham burger Streit gehabt. Als Matthews bald darauf auch diesen antraf, forderte er ihn auf, das Mädchen zu holen. Kaum war Matthews etwa zwei Meilen weiter gefahren, als ihm das leere Buggy Schamburger's nachkam ; er kehrte um und traf Schamburger an, welcher bebauptete, Annie Smith habe ihm den Revolver aus der Tasche genommen und sich erschossen. Auch er selbst habe hierauf Selbstmord begehen wollen, allnn der Muth hierzu habe ihm gefehlt. MatthewS fuhr nun zu dem Schauplatze der Tragödie zurück und fand dort das Mädchen mit durchschossenem Herzen. Ob Annie Smith sich selbst erschossen, um ihrer Schande zu entgehen, oder ob sie ein Opfer Schamburger's ist, der sie los w:rden wollte, ist unaewiß. Ein eifersüchtiges Mädchen auS Baltimore warf ihrer Nebenbuhlerin ein Präparat in den Pudertopf, welches, hätte jene eS benutzt, die Wangen des MädchenS für immer schwarz gefärbt ha den würde. Die New AorkerSun" meint mit Recht, die haarsträubenden Enthüllungen der Londoner Pall Mall Ga zette" seien zugleich im höchsten Grade beschämend für jene amerikanischen Geld protzen, welche ihren größten Ehrgeiz in der Nachäffung der englischen Aristokratie, der moralisch und physisch verfaulte sten deS Erdballes, fänden. lEXCIIJIßSSaDN für Alle ! ! Unter einem speziell? Comite von Bürgern dieser Stadt nach MsHO .3 3 und Put-in-Bay Samstag -Wontag den 25. und 27. Juli. via die 0. H. & I; Bahn. NundfabrtSprtlS nach Toledo : tzH-cH)(ll 5lundfabrtnach Put.-kwBay : f$SmUH tST Villete-silld 10 Tage giltig. 1 Züge verlassen den Bahnhof um 4 urd 11:05 Morgens und 6:45 Nachm. Ankunft in Toledo: Der 4 00 Uhr Zug kommt an S:35 Nachm. . 11.C5 9.50 . 6:45 m 0 5.55 . Pullman Schlafwagen von HamMon. Die C. H. & I. ift die beste Bahn von Jadianapo lit nach Toledo und PuMn.Bah. ftiin LSaggonechskl von Indianapolis bl Toledo. illtte für diese gopul&ic Bahn sind ,um verkaf in der 3tftnk Union Ticket Office, Ecke entuck, Ave. und Jlinot Str. und No. 111 Cü Jltnoi S:r., wie auch im Union Depot. Kti. assagiere, welLe int Besitz von Cjcur sion.Billktten nach Toledo und Put.in.Bao find, können reduiitt Rundf'hrt'xrktse nach den Nigara Fäll'n erhalten. F,rnrre und sehr zuverttsflzt In sormation ift im Hauptquartier dt Eommitel zu haben. Eck? Kentucky Ave. und Illinois Straße, und 114 Süd Illinois Straße. W. M. Shaw, Qen. Agent C. H. & 3. Bahn. Ms PüPEß may d sounS ov nii m ueo. trnowEix Co'a Kewspaper AdYrtUlng Bureau 10 Scmo uUl 7 VOHtli
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