Indiana Tribüne, Volume 8, Number 289, Indianapolis, Marion County, 6 July 1885 — Page 1

Indianapolis, Jndiana. Mipntag, des . Juli 1886.

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Anzeigen fax bttje: Spalte sccoeil diesttb? Ichäftsauzeigtn stnd end b?n jftauin ton drei Zeileu icht über steigen, mrrde? n n e u t g e l ll ich aufgenommen. Dieselben bleiben S Tage ttetzen, können aber beschränkt erneuert wervea. Anzeigen, welche lit Mittag 1 Uhr abge gtbea werden, finden rij am selbigen Tage ufuahinr. Wertanat. vklnt xox eine Perlon u: T'.uhljltchten. 7! 7S Sirzinia Äsenu. ?il verl.ngt: Sin Mädch'n üt leiste Sua?bU. Kein ZZzschen und kein Szeln. Xachjufwgen 321 ord Alabama Straje. 9jl Verlangt: Sin ianaädchen für leichte Hau Seit. Strrfce. 9;t Otrlan qt; Ein ante 4 3234n tun Pflkg l Keinen möei. 217 Stft Michigaa Straße. 9;l ?LkVÄMM

..l.nae ird.inid.r.dchen. galten. D.e StrtlerS verhielten ftch

a.Ztt Ltrabe. xsthlungen verl,gt 8:1 verlangt trd in DienftmädtZen Penn?ylvani, Strabe. ?:,. in . !! Verlangt wird in deutscher Junge zur Erlernung bei öarblerzelqiZttl det bttaje l symvl nordkfll. Eck der JUtn und Wlsdtngton Skr, 7Z:i Verlangt werden Zlufträqe zum Beschneiden von Blumen. DrnntM;t Slne, ura gen von asen nd ,u Zöesahren on ist nnt Schutt, 58 in dlnterlass fc Äuftrlat bti Sedr Berterman, fl3. 37 VAffzchuZett Äoe. 7Zlt Stellegesuche. sucht nur Stell vn ute deutschen ?karm'. 9tä;t3 in der Osft , ds. tti, S'l sucht roird irgend eiche mttit von entern starken is'ädrtgen Jungen, achjufrazen N. uVt Süd Lelzmar LttZ5k. Sjl Zu leiben gesucht. , t K , n aeta&t Rkülll auf ? z akr aeatn r, H,ss:d,e I k Pre,i?.t. ach,us!agn tn der - m tu vuj i Zu verVanfen. u erkaufen ein Salssn. Nachzufraz in der i. 53 jk d. Blatt,. ÖD" UttUlL Httt-UVSiföZI Uns ganzes Lazer vo Eommerhuten wird zu den allerniedrizüeu Preisen offenrt. Mr hab bal söaste Affzrtement ia der gaJzen Stadt. LamböMr do. 16 kt Wasblngtonar. z ümA - m s. v st nrfm flifnnnj nnX 1? I wwwivk; Mfc iuiii wuw i..vwt. l Frkedr. Kroeckel, . Eigenthümer. Tl. C 4i C1Z t UUlslUlJ lvcnv, 1. Uli: sr r7-r-rv OLDHELZZHT Usm I N- Miller'S Orchester. Die besten Erfrischung aller Art stet b rYlZ. Für ftreuge Ordauug iS beste, gesorgt. Zu zahlreichem Besuch ladet freundlichst ein Friodr. Kroookol. ZayreS'X5er,aMM!UNg Uno J m C I BeamteN'Wabl 1NDIAN APOLIft Teuttmen aeaens. euerverx m t rtrjr tl I - iw' IllyttUllflSI Ms DlkNstag AökNd, 21. JUll, n Roieke!n's Halle. Anfang 8 Uhr. Geschäfts ordnnnf.: Fröffsunz der Versammlung. Verlesung der Protokolle. Wahl eiueö Sekretär und L Direktoren. Verlesung des Jahreberichtz. Vorschläge zur Aenderung und Vervollkomm nung der Nebeugesesse, Soustlse Geschäfte zum Besten der esell. schast. xiptvtx uoBBmaic 1 lttr ir,p. rlrr. r r . w ? - f.- M -. l I Für s.eretar: ViHiunawu... .- . u l Ä ar ZZirektoren: , uzuft ldag. . W. Schwomeyer, . u. imn. I - -- -- i 23. C. Selland. Frank snnegut, Beo. Sprecht, Mich. Hssmann, Jac. Wzchftetter, rnN nobel. Syrlft. Zklatermamn, ShriKla Off, itnH Aattmann. köuUav ytNluaun, Otto Stechha, Jacob Scheikl, r?. I. apr. k.?canke.sonrasuttte,res.?m, t:tnt a.n, Dt. Pfässlin, Krank uk, J.Ä-d nvanm. I uftraz Ut Benvattung, Iluruiann to$lelollt Sekr Joseph Ernst, Stukateur, l?Ia8tsrsr.Z No. ün DaviZ Straße. H2t Safulgc Biidia dtatg ttai xrs?e kzesin.

Neues der Telegraph.

W e t t 1 1 u 3 f l Ö 1 1 n. Was d tng ' on, D. C.. 6. Juli. Stcichregen. Südwind, im Wegen etwas niedrigere Temperatur. GrobtSFeutr. Madison. WiZc. 6. Juli. In Stoughton brannten 13 groee Tabak Lagerhäuser, der Jkächtdadnhsf und eine Anzahl Frachtwagen nieder. Schaden etwa eine Million. Die Situation in Chicago. Cd ica g o, 6. Juli.- Etwa 400 Poli zisten hatten sich heute Morgen in der Nähe der Wagenremise ungesunden. Die Polizisten sind mit Gewehren und Bajo netten versehen und datrouilliren durch die Strafen. Die Feuerwehr erhielt Befehl sich in Bereitschaf, zu lUllt. AU? allen LiNlkN tlklkN lraken bahnwagen, eS befanden sich jedoch nur Polizisten in denselben. Man glaubt, baß die Unruhen aus'? Neue. auSbrechen erden, sobald die Polizei zurückgezogen. Der Pkäsident der Gesellschast weigert sich, dern Wunsche deö MayorS gemäß, mit den Striktes zu unterhandeln und Zagt, wenn die Polizei nicht lehr zum Schutze ausreiche, werde er sich an den Sheriff und den Gouverndr wenden. Editoricttcö. Mehr als jemals nehmen jetzt Arbel' terauSstände einen drohenden aewaltsa Ultll UJUlUUll Ull. VUi lUltfUU Ul( IU rrt-.- c;:.. ;Ata..t,f n Europa kommt e8 vielfach zu Arbeiter Unruhen. So sehen wir im Augenblick die Eisenarbeiter in Clevewnd und die StraKenbahnangestellten in Chicago in vollem Aufruhr begriffen. Ek wäre thö richt, dies als sporadische Erscheinungen aufzufassen. In der Geschichte der Aer. Staaten waren Arbeiterunruhen bis zum Beginn des letzten Viertels unsere? Jahr hundert? nahezu unbekannt. Der Ardei ter befand sich bis dahin in ziemlich comfortabler Lage, und war im Allge meinen zufrieden. Dies ist heute nicht mthr der Fall. Noth und Elend herrsch: überall in schreckenerregendem Grade. Tausende von Arbeitern sind fortwährend unbe schästigt und bilden die große Reserve armee des ArbeiterelendS. Die Sucht. '. italitn ",uus,. UnW wle eine Epidemie und das AuSbeutesyIn allen Staaten der Union wäre im letzten Wmtlr die Legislaturen in " . . , . - . , - . . n lsung. uns räum du oeiazeioenue Forderung der Arbeiter fand Berück flcht'gung. Wir haben in unserer tige Q,nt1tlf (Stl trt YitV tHrt. ttv,.., w. schlag zum Verbot der Kinderarbeit behandelt wurde, eine Forderung, welche. . ...... X.. fc.t..... uuiix otll(i(l( Vii aiudid uu(iuui. eine rein kumanitaek iii. WaS Wunder, daß vielfach die Hoff nung schwindet, auf dem Wege deS flitd licken Einverständnisses eine Besseruna iher Lage herbeizuführen. WaS Wun ba unt) oxt die Verzweif luna i bedauerlichen Schritten treibt. ?)a,u kommt nocd ein andererUknstsnd. ' i ES hat die Gewohnheit geherrscht, alle sozialen Uebelstände der herrschenden l m ? . v. rr- : t r . i , n aiici in oie Vrouye zu lajieoen. Viun wohl, die republikanische Partei, welche seit 25 Jahren ununterbrochen aeberrscht halte, ist im letzten Herbste gestürzt woriv rni.i c . i n x. v - w . x ? . oen. ,a, vl ,tz aoura, geoeerr k Ist die Lage der großen Masse des Vol keS eine bessere geworden ? selbst anaenammen. die la nkel ht "e Civildienstreform wäre mit allem rniie Ouilqgru!zrl lovruen. as vann t WaS ändert eS an der verzweifelten Lage des Tagelöhners, oder deS Fabrikarbei terS, wenn statt des HanS dir ttunz in'S Amt kommt, waS ändert eS an seiner Lage, wenn der HanS oder der ttunz im Amte bleibt? Die Frage hat ja wohl. wir bestatten S nicht, ihren moralischen Hintergrund, aber als praktische Frage hat sie bloß Werth für die Politiker. ES ist auch wahr, daß seit der letzten Wahl noch keine Congrcßstung stattge funden hat, aber die Erfahrungen der I i-Vt ? . Mlv B 9 m Aergangenykli ,ouien uns oocy so tt aelebrt baden, dak eS Wakniinn i. u 1 ' " ttOarten. dak die aeaenwartiaea valiti I " " x schen Varttien im Stande, oder Willen ' ' f, K - ... (U:M.n. sn. v:. ,ttiv, uu, uut vua uuuiji Ui I, Besserung der Zustande zu thun. Diese U;berz?ugung bricht sich immer mehr Bahn und ist mit eine der Ursachen der Atbeiterunruhen. Wie es ist, kann eS nicht bleiben. Die immer häufiger wiederkehrende Anwendung von Gemal von Seiten der Arbeiter, ist eine ernste Erscheinung, ist vielleicht bloß der Vor läuser größerer Ereignisse. Die Weltgeschichte schreitet vorwärts Die Verhältnisie spitzen sich immer mehr zu, Reichthümer werden in früher unge ahnten gewaltigen Massen, angesammelt.

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und menschliche Ausdauer bildet beinahe schon die einzige Grenze deS Elends. Solche Verhältnisse sind nicht für die Ewigkeit geschaffen. Die Menschh:it seufzt unter dem Drucke deS gesellschafk. lichen DesvotiSmuS. WabreS Lebensglück ist fast nirgends zu finden. Selbst bei den Reichen läßt die entsetzliche Hast, mit der sie nach immer größeren Reichthünurn jagen, keinen reinen LebenSge nub. kein wahres Glück auskommen. Wie da? enden wird, mer weiß es? Mögen die Arbeiterunruhen und die Handlungen der Gewalt, ein Anztichen dessen sein, waS kommen kann, wenn nicht bei Zeiten Vernunft und guter Wille ein: Aenderung der Verhältnisse herbeisühren. w DmhtnaHrichteu.

Ein Cent. Washington. 4. Juli. Man glaubt, daß der Generalpostmeister dem Congreb die Herabsetzung des einfache-,, Briefportos auf einen Cent empfehlen wird. - Die Situation in Chicago. C h i c o g o, 5. Juli. Der Mayor er leß eine Proklamation des Inhalts, daß morgen (Montag) die Straßenbahnwa' gen im weltlichen Stadttheil laufen wer den. daß die Bürger ersucht sind, sich nicht in den Straße anzusammeln und dafür zu sorgen, daß der gute Name der Ätadt erhalten bleibe. Bei den regelnäkigen Sonntagsver sammlungen der Anarchisten ging eS heute sehr stürmisch zu. John Henry hielt eine Ansprache und sagte, daß die Zeit gekommen sei. Gemalt zu gebrauchen. Wie viele von Euch haben Gewehre und Pistolen? Ich. ich. antwortete eS von allen Seiten. Dann rieth er, durch die Straßen zu maeschiren und die Feinde zu vernichten. Große Feaer. San FranciSko. 5. Juli. Der Dampfer Octanu brachte die Nach richt, daß das Feuer in der japanestschm Stadt Trayma am 20. Mai 5.917 Häa ser zerstörte. Ausgeliefert. St. L o u i S. 5. Jali. Der Pslizei chef erhielt Nachricht von Auckland in Neuseeland, daß der der Ermordung PrellerZ beschuldigte Mazoell den ameri kanischen Detektives ausgeliefert morden sei. Vcr Qadel. Die amerikanischen Schützen. Bin gen. am Rhein, 5. Juli. Trotz des niederftrömenden Regens besuchten heute die New Dorker Schützen daS Niederwald Monument. Die Schäden von Bingen gaben den New Horker Schützen Stücke des Metalls zum An denken, aus welchem da? Monument ge gogen ist. Die Cholera in Spanie n. Madrid, 5. Juli. Der Besuch des König? Alfonfo in Aranjuez war in der Deputirtenkammer besprochen worden. Der König hätte daS Ministerium con sultiren müssen. In Murcia ist die Evidemie im Abnehmen in anderen Gegenden jedoch im Zunehmen. Sech zebn barmbenlae Schwestern sind der Krankheit schon zum Opfer gefallen. Sie habend. L o n d o n, 6. Juli. Die Rothschilds haben der egyptischen Regierung 250.000 Pfund Sterling bis zum September vor gestreckt. Russische Intriguen. London. 4. Juli. Hobart Pascha, der englische Admiral im türkischen Dienst, der sich seit zwölf Monaten in London aufhielt, ist plötzlich mit geheimen Instruktionen von Lord SaliSbury abgereist, um die russischen Jntriquen zu beobachten. DieHeilSarmee. Z u , i ch. 5. Juli. Die hiesigen Be hörden haben Versammlungen und Um züge der Heilsarmee verboten. Ein unerwarteter Angriff. P a r i S. 5. Juli. General Eourcey telegraphirt von Hue, daß die Annamiten daselbst dle Franzosen plötzlich angriffen. aber zurückgeschlagen wurden. Marktpreise. , s.S n. 91c :fto. trott. 9 s r ?!o. 2 wiiß d2e: gls47e; !,,,. v. Hase r o. Zwtlß c; g,,jch,,. o , tbt. Heu 110.50. a),nk-!.-,ti, 4UN iX 6. K I t J14.Ä0. p tk e. I oc. i . . 1lfm S,tt,N IKt. a) m l n 1 1 I ",T. IwitnilarnaU 7;;-7. t b l amil, ,4 0t-,4S; 4.7S: ,ZZ.) 4S.7S. cm ter-iuc; t CWr 12. Butter Ctiatttirf 16 -18 CounUf 6Uk. au, t3 - 15c; vahn, ,-Se ptt Ps, ; junge 12c per Pf. ' In 5iiCiö.; nt ntttt $195y

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ii'SA i SckisssaSriStrr. New Vor?, ö Juli. Angekommen: .Servia-. L o n d o n, ö Jali. Der Dampfer Gallia von der 'Cunard Linie ist in OaeenStown angekommen. Vom Ausland. In der Strafsache gegen die Führer der bei der unberechtigten Fischerei alt der Nordseeküste durch den Aviso Pommeraniain Hast genommenen, bei den englischen Fischkuttern Scheme auS Jarmeuth und Pet aus London, scheint vorläufig noch die Entscheidung auszustehen, von welchem Bericht das Urtheil gesprochen werden soll; Artikel 26 des am 6. Mai 1882 im Haag geschlossenen internationalen Vertrags zum Zwecke der polneilichen Regelung der Fischerei in der Nords enthalt folgende Bestimmung : Wenn Fischer eines Ver? tragsstaates gegen Fischer einer andern Nationalität Thätlichkeiten vcriibt oder denselben absichtlich Beschädigungen oder Verluste zugefügt haben, so fcllen immer die Gerichte desjenigen Landes, welchem die Fahrzeuge des Schuldigen angehören, für die'Entscheidung zuständig sein. Die selbe Regel sindet Anwendung auf die Vergehen und Uebertretungcn, welche, in diesem Vertrage vorgesehen sind.'Temnach wäre die englischö (z!erich55oarleit in diesem Falle zuständig. Da jcdcch die im vorigen Jahre stattgefundencn Verbandlungen über den Anfall eines Geestemünder Proviantbootes seitens englischer Fischer von Seiten der Engländer sehr in die Längs gezogen wurden, so ist wohl anzunehmen, daß mau nach hen gemachten Ersahrungen ein anderes Verfahren einschlagen wird. Für einen der Schisssfübrcr ist durch Vermittlung des englischen Confuls in Brake eine Eaution in der Höhe von 13,000 Mark aw geboten. Für die Zuständigkeit des deutschen Strafgerichts spricht das Strafge-. setzbuch. Nach der Bestimmung desselden nämlich werden Ausländer, welche in deutschen Küstengewässern unbefugt sischen, mit Geldstrafen bis zu 000 M. oder Gefangnib bis zu sechs Monaten bestraft. Neben der Geld- und Gesangnißstrafe ist auf Einziehung der Fanggerathe, welche der Thäter bei dem unbefugten Fischen bei sich geführt hat, desgleichen der in dem Fahrzeug enthaltepen Fische zu erkennen, ohne Unterschied, ob die Fischgeräthe und Fische dem Vc.rurtheilten gehören oder nicht. Demnach würde die Strafe auf 1300 M. für beide Fahrzeuge festzusetzen sein. Die Netze und Geräthe sind auf 6000 M. veranschlagt, hierzu kommen die Kosten des Verfahrens und der Zeitverlust, den die Schiffe und Mannschaften erleiden, sodaß die englischen Fifchereigesellschasten ihren Schiffen jedenfalls mehr Vorsicht anempfehlen werden. Die socialistischathelstische Majorität des Pariser lemeinderathes möchte gar zu gern ein Vischen Revolution spielen. Sie hat den Namen Gottes aus den Fi beln gestrichen, die Straßen verändert, Lehrer entsetzt, weil sie Sleligionöbücher nota bene tendenzlose Religionsbü cher geschrieben hatten, und was der Acte der Intoleranz und Vergewaltigung noch mehr waren. Ader damit ist's den ExaltadoS deS Pariser Gemeinderathes nicht genug. Der Sehnsucht nach den großen Tagen von 179394 muß noch prägnanter, noch verständlicher Ausdruck gegeben werden. Der Herr pardon ! der Bürger Monteil hat es herausgefunden, waS dem Sitzungssaale des Gemeinderathö noch fehlte, um seine directe Abstammung von dem Jacobinerclub der ganzen Welt deutlich zu machen. Ein Bild, aus jenen Zeiten der wirklichen Freiheit, die leider so weit hinter uns liegen", erklärt er, .muß hier angebracht werden. Wer aber wäre würdiger, als HeroS jener goldenen Freiheitstage verewigt zu werden an diesem Orte, als Marat, der ßroße, erhabene Marat! Auf der diesjährigen Ausstellung befindet sich ein Bild Vtarat im Bade", dieses muß hier seinen Platz finden!" Also Marat, das blutdürstige Ungeheuer, die abschreckendste Erscheinung aus jenen Mordtagen, soll im Pariser Stadthause als FöniuZ loci" uufgestellt werden ! Es ist nicht unwahrscheinlich, daß der tolle Antrag durchgeht, hoffentlich aber setzt die Regierung seiner Ausführung cm energisches Veto entgegen. Ueber Fortschritte im Waffenwesen in Deutschland wird berichtet : Es werden jetzt stahlbronzene 15'Sentimeter 'Belagrrunssmörser ein

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geführt und die gegenwärtig auf dem Steinfelde nebst Felixdorf im Zuge de. sindlichen, beinahe schon zum Abschlüsse gediehenen Schießversuche haben es außer Zweifel gestellt, daß auch Vertheidi gungsmörser vom 15-Ccntimeter Kaliber aus Stahlbronze endgiltig unseremBela gerungsparke einverleibt werden. Aus einem derartigen Uchatius-VelagerungS-Mörserrohr sind bereits 1200 Würfe abgegeben worden, ohne daß die Bohrung merkliche Veränderungen zeigen würde. Auch für die stahlbronzenen 23'Centimetcr.'Küstenmörscr wurde eine neue hydraulische Bremse construitt, die den Vorzug vor den früheren hat, daß sie das Schießgerüste schont, indem sie mit einem konstanten Widerstände die Rücklaufhemmung g!eia)mäßlg bewirkt. Von Interesse sind endlich die aus dem Steinfelde jetzt schon weit vorgeschrittenen Versuche mit dem zerlegbaren 7-Centime-ter-Gebirgskanonenrohre. Die Ergebnisse derselben sind so günstig, daß die Einführung dieser zerlegbaren, von Pferden oder Maulthieren auf dem Sattel zu transportirenden Berggeschütze vielleicht schon nach Abschluß der diesjährigen Versuchsperiode gewärtigt werden darf. Anläßlich dieser von der Pol. Corr." mitgetheilten Neuerungen sei auch einer Veränderung in der Bewaffnung der Cavallerie gedacht. Es sind nunmehr eie Lanzen der'NZttneN'deMftiv in Wegfall gekommen. Man berichtet aus Potsdam Vom 12. Juni : In unserer benachbartcn Kolonie Frledrichsbagen berrscbt große Aufregung. Der Müggelsee hat wieder drei Opfer gefordert. Im dortigen Cafe Bellcvue fiel es am Nachmittag einigen Waffersportsmen auf, daß von dem auf den See hinausgcganzenen Segelboot Nelson" nichts zu sehen sei. Auf demselben Hefanden sich die Herren Bernbard, Köhnemann, Areslauer, und ein Herr Hauptmann Schulz, dcr erst vor wenigen agen auf Sommerwohnung nach Friedrichshagen gekommen war. Die Titania" ging infolge dessen aus den See hinaus und entdeckte an der anderen Seite des Sees, gegenüber vom Cafe Bellevue, in ziemlicher Entfernung vom anderen Ufer, die Mastspitze des !elson" aus dem Wasser hervorragend. Herangekommen, fand man die Leiche Bernhard's, während von den übrigen Theilnehmern keine Spur zu bemerken war. In der Voraussetzung, daß doch einer der Verunglückten sich an das Ufer gerettet haben könnte, segelte die Titama" an's Land und fand dort den völlig erschöpften Breslauer, den einzigen Geretteten. Derselbe erzäblte, daß er sowohl wie Bernhard sich, nachdem das Boot gekentert, über vier Stunden am Mast, der jetzt etwa noch drei Fuß hervorragte, gehalten. Erst als er fast alle Kraft verloren, habe er sich entschlossen, an das Land zu schwimmen. Ueber die Ursache des Unglücks konnte er keine bestimmten Angaben machen. Nachdem die Titanra" mit dem Geretteten und der Leiche Bernhard's nach Friedrichshagen zurückgekehrt war, ging sie gegen Abend nochmals zur Unglücksstelle, um nach den beiden anderen zu suchen, kehrte jedoch gegen 10 Uhr ohne Erfolg zurück. In der Gneisenaustraßc in Berlin liest man an einem Hause : Fröbel'scher Privat Kindergarten, drei Treppen hoch. "ISm entsetzlicher Kinds mord trug sich unlängst in Polotzk, Gouvernement Witebsk, zu. Eine Bürgersfrau. Namens Nastja Gbow, begann plötzlich ihr zweijähriges Mädchen zu benagen, zuerst riß sie dem Kinde mit den Zähnen den Unterleib auf und fraß, des Wehklagens ungeachtet, auch die Wangen ab. DaS unglückliche Opfer dieser Hyäne in Weiberaestalt aab bald darauf den Geist auf. Das Werd brachte die Leiche nach Hause und begann mit erneutem Heißhunger ein zweites Kind, einen fünfjährigen Knaben, zu benagen. DaS Angstgeschrei des bejammernswert then Knaben weckte den Vater aus dem Schlaf ; er versuchte, dem Weibe das Kind zu entreißen und als ihm dies nicht gelang, versetzte er der Nasenden einen so !. - t A . m mm ' j kräftigen sqkd aus den novs, datz e zu Vooen stürzte, o gelang es ihm, das gemarterte Geschöpf dem Tode zu entrei ßen. Das Kind war jedoch so benagt, daß an seiner völligen Genesung gezweifelt wird. Die Mutter wurde gleich verhaftet und Tags darauf in's JrrenhauS transportirt. Dem Vernehmen nach soll dieselbe von einem Zauberer verhext worden sein." So schließt sehr charakteristisch der Bericht des russischen Blatt, dem wir diese Mittheilung entnehmen.

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