Indiana Tribüne, Volume 8, Number 287, Indianapolis, Marion County, 3 July 1885 — Page 2
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Srfch ein ' F-llch, 7SHi5ich n. .Zs?Lt?gs. S?i?: IZSO.Macylanbllr. f?Ut3j!;t MVint fcSet iz:d5 den 2:3? 12 Ä. Sr- pex 22;c5, ftt &nrtttfl Tridil litti uz Viid jmsemae Ifc ?rt. r u2J.$:i: (a !?:iä,Z:tji!sZ kS 5t JiiapoliZ, Ind., 3. Juli 1885. EigentyuuzZwächter und Naub mörder. Unlängst ist in Fort Wsrch, TexaS, ein Mensch, der es Jahre lang fertig gebracht hat, gleichzeitig sich in einem Theile unseres Landes als vorzüglicher Pslizeibeaniter und heroischer Eigenthuniskächter und in einem andern als Dieb. Mörder und Raufbold einen Ruf zu erwerben, beinahe der Gerechtigkeit überliefert worden. Jim" Courtright wurde seiner Zeit zum Stadtmarschall daselbst gewählt und war alZ solcher der Schrecken aller Bösewichte'. Er gewann dictatorische Gewalt. Mit erdrückender Majorität wurde er wiedergewählt. Bei der dritlen Candidatur unterlag er, weil er sich zu viele Feinde unter dem Verbrecherelemente gemacht hatte. Dann ging er als Goldgräber nach Califcrnien und von da nach New Mexico. Hier wurde er zunächst als Todtschläger bekannt. Weiterhin erntete er auch Lorbeeren als Kutschenräuber, Weglagerer und Einbrecher. Auch verdingte er sich gern als Mörder. Nachdem er, zusammen mit einem Compagnon" Namens McJntyre, zwei Hirten abgemurkst, wurde ihm der Boden zu heiß, und er kehrte nach Fort Worth zuri'ck. Hier hatte man sich schon lange wieder nach seiner eisernen Faust gesehnt. Man bereitete ihm einen königlichen Empfang und vcrsichette ihm, daß er bei erster Gelegenheit wieder in's Amt kommen würde. Einstweilen wurde er von hervorragenden Geschäftsleuten als PrivatWächter engagiri. Im Laufe der Zeit aber verbreitete sich das Gerücht, daß Courtright .etliche 3!aubmorde im Westen begangen habe und von den Behörden New Mericos gesucht werde. Gefragt, was an der Geschichte sei, erklärte er lachend, er habe eine Tages als Wächte? eines Silberbergwerkö mehrere Mezicaner, die dasselbe aurau den wollten, über den Haufen geschoben, und deren Kumpane hätten die Be:vegunz gegen ihn angezettelt. Doch konnte es nicht fehlen, dan diese Gerüchte allmälich zu einem Briefwechfel zwischen den Behörden von 3kew Mexico und denen von Fort Worth führ:en. Eines Äbends wurde Courtright von texanischsn Viehzüchtern, mit denen er von früher her bekannt war, aufgesucht, in ein Privathotel gelockt und dort mit gezückten Revolvern zum Gefangenen gemacht. Die Häscher waren im Bestye rines Haftbefehls vom Gouverneur des Staates. Wie ein Lauffeuer verbreitetsich in der Stadt die Kunde, die mexikanischen Banditen" hätten sich verschworen, Courtright zu vernichten, und bis Behörden irregeführt. Die ganze Stadt bewaffnete sich. Gegen 0 Uhr Abends rückten etwa 1500 Mann vor das erwähnte Hotel und drohten mir Mord und Brand, wenn Courtrigd: ihnen entrissen werde. Eine Rednerbuhne wurde auf der Straße errichtet, und Dutzende von Stumpredncrn erhitzten das Volk immer mehr. Bergebens boten die Polizeibeamten, die sich im oitl befanden, alle ihre Beredtfamsei: zur Beruhigung des Volkes auf. Um Äiittcrnacht kam Courtright selbst, die Hände in Fesseln, mit dem Sheriff an's Fenster, begrüßt von einem Jubelorkan, erklärte seinen Freunden," daß er sie ja morgen früh im Gerichtssaale sehen werde, und stellte so einige Ruhe ber. Kur; darauf wurde er durch eine Seitenthüre in einem Omnibus nach dem Gefängniß gefahren. Das Volk bewachte ihn auch hier. Am borgen wurde er in ein Hotel zum Frühstück geführt ; Tausende umstanden das Gebäude. Geradeso ging'S am Mittag. Das Gerichtsverhör machte gar keinen Eindruck. Abends aber wurde ein Staatsstreich gemacht. Als Courtright bei Tische saß, und ihm die Fesseln abgenommen waren, ließ er, wie zufallig, seine Servierte fallen und bückte sich danach. Plötzlich sprang er auf, in jeder Hand einen Z!evolver haltend (die man beide für ihn unter dem Tisch aufgehängt hatte). . Die Beamten prallten entsetzt zurück. Courtright aber sprang nach der hüre way rend ca. 50 Bürger die Beamten einkeil ten schwang sich auf ein bereit sieben des Roß und jagte in Windeseile davon, unter den Jubelrufen Tausender. Bis beute ist er nicht wieder eingefanaen. und der Glaube an ihn schwindet äußerst langsam. 50a3 gute Weit : Ein großartiger Verschwender. Vor einigen Tagen wurde in Nashville, Tenn., ein Mann beerdigt, der einst zu den reichsten des Südens gehörte und vielleicht der größte Verschwender der Ver. Staaten war. Major" Jimmie Dick Hill hatte einen Vater, dessen Plantaqen sich viele Ä!eilen weit den Mississivvi und den Ohio entlang erstreckten ' T . . . r c - r r und von vielen lauzeno Sklaven oearoel "tet wurden. Jimmie wurde in Gesell schast eines Hofmeisters nach Europa ge schickt und genoß eine hocharistokcatische Ausbildung. Inzwischen starb sein Vater, und Jimmie erbte dessen ganze Habe -im Werthe von mindestens drei Millionen Dollars. Fortan war seine Verschwendungssucht eine grenzenlose. Er warf das Geld geradezu haufenweise um sich. . Dadurch erwarb er sich selbstverständlich Schaaren von Freunden in der englischen, sranzösischen und deutschen Adelswelt, von wel . .cher er als tyresgleiazen angejeyen tm wollte. Die Diners, die er in Paris gab, sollen jedes 53000 810,000 gkko stet baben. Sehr bekannt machte er sich euch in der ScöauWielerwelt. besonders bei den
französischen Vübncngrößen. vinlge Panser Schauspielerinnen überhäufte er mit Diamanten und Juwelen. Zu seinen Freundinnen" gehörte auch die Sängerin Patti. feineren" Kunstkritiker als ihn konnte es gar nicht geben. Wie Alles ab:r, so gina auch Jimmie's Geld schließlich ju Ende. Neun Zehntel brachte er mit Dampfzeschwindigkcit durch, und das letzte Zehntel vcrnichtcte der amerikaniscyc Bürgerkrieg. Armer Jimmie ! Bald mußte er von der
Gnade seiner Verwandten leben. an seinem sonstiaen Unglück kam auch noch ein Ehezwist. Jimmie hatte in Paris l . t- -er eme uatieniza?e cyauipieieriir unntn gelernt, die er Fall und Knall ehelichte nd hierher brachte. Als ihm aber das Geld ausging, siel der schönen Apen'.nnentochter plötzlich ein, daß sie Katholi kin sei und daher mit Jimmie nicht leben dürfe. Sie ließ sich von einem New Norker Gericht scheiden. " r t." r.i -rr r:x jimmie icyainie zi aumauca, ein Bettelleben ;u süüren, und warf sich auf die Schriftstcllerei. Mit Beiträgen für das Sportblatt Ihe lim, kiela an I Farm , unter dem Namen Climax , schlug er sich zur Noth durch. Vor etwa 2 Jabren starb vlötzlich sein ehemaliger Hofmeister und vermachte Jimmie Jan 340,000 betragendes vermögen, .as verlüde ibm einiairrnafari seinen trauriaen Lebensabend. Seine Verschwcndüngen hat er nie bereur. ZuckerwaarcnrIndustrie. Die Serstelluna von uckerwerk für unsere kleinen und großen Kinder hat in W O - - - - . & ft ä a vitti:i -cuiivc m ucuifc Otu vuitu üij gewaltigen Ausschwung genommen, in --TJ.Ti.tTj. .:!T...rx..M:x i.".fi gescyasiilcyer, ioii',enic?asiiicyer uno tunjis lerischer Beziehung. Css ist noch nicht sehr lange her, daß wir die feineren Sorten uckerwerk aus Zrankreicb und Deutsch land,die Jahrhunderte lang durch ihre Süßigkeiten" oeruymt waren, zu sebr boben Kreisen imvortiren munten. Seit aber der Damvf zur 5erstelluna dieser Artikel angewendet wird, und die irr. t - .r. , r x. i viirnc & reißenoe oiMW111 ßvinuu; bat. ist die amerikanische ÄckerwaarenIndustrie der französischen und deutschen V w- , V, , woyt in auen punkten evenourtig, za in manchen voraus. Die künstlerische Vollkommenbeit. welche manche unserer Zuckerwaaren zeigen, hat geradezu etwas f-, , m . i . v carcyenyaftes uns mach: ne aucy ve; m w i r" 4 solchen, denen am enug oes uaerWerks gar nichts gelegen ist, immer beliebter. Einige Aufschlüsse über die Herstellung unserer Zuckerwaaren dürften zur Erklä rung mancher aupertichen Vorzüge dcrselben willkommen sein. Treten wir in ein derartiaes Geschäft, und wa? in das Erdgeschoß. Die Atmosphäre ist eine ( t t L iL leyr warme uno viae, vetaoen mit oem Dust von Vanilla- und sonstigen Esscn;en. die iick Einem oft föon auf 100 Schritte weit in die Nase schmeicheln. Am meisten trifft dies auf die Zeit unmittelbar vor Weihnachten oder Ostern .. - I zu. zyruyer mupte der Juaerwertsavrl kant schon im August mit der Herstellung seines Weihnachtsbedarfs beginnen; heu te fänat er damit frühestens 2 3 Wo chen vor Weihnachten an, trotz der fabel haften Quantitäten, die er in den Markt bringt. Das Erste, was uns in einem solchen Erdgeschoß in die Augen fällt, sind die . Ot Tl. ..f f '1.. vom iammenscyein ver zayireic?en Sckmeliöfen aerotbeten Geliebter. Dut zende von Männern und Frauen sind da t . r x ' i. v:. rü.v A: mn veajllgl, ie verleoenanigen Früchte in die großen, mit kochendcm Svruv aefüllten Scbmektieael m werfen. Andere schichten die Millionen vonÄtan--t.- e ... e r ... . e . t.,. oein u. , w. aus rlengen nupserrnailen auf. DaS Klirren des Metalls ist ein so beständiges, daß man glauben möchte, n x. cm-ez-.-Cf-.. . ... c? jia? in einer Lassenicymieoe zu oesinoen, wo kein Gaumenschmaus, sondern hi'chstens ..blaue Bobnen" beraestellt werden. Rings sieht man Zucker fäM aufeinander geuellt, daneben Gallonen von lyrup, sowie Kirschen-. Wein-. Anis-. Erdbeeren-, Apricosen-, Ehocolade- und zahllojen anderen jsenzen, außerdem groe Säcke voll Mandeln, Körbe voll Nüsse u. s. w. Die Äülsenkrück'te werden in Maschinen geschüttet, welche dieselben IQ n .". i r v r . . i jr. .r x ...a a: lyitt juije uno uu;u,en iacg eniielgen.. Die Arbeit in einem solchen Etablisiement bleicht die Wangen sehr bald uno uveryaupt nicht vewnderS gesund. )vxe Aonvons werden meist mit der Hand gemacht : die mit flachem Boden jedoch müsien in Formen gegossen wer den. wtx tofs zu den ersteren wird mit einem dicken Draht, der am einen Ende einen hölzernen Griff hat und am andern ündt gewunden t, aus dem Schmelztiegel genommen und mit einem einzigen Schlage der Hand in die richtige Form gebracht. Zu den andern gebraucht man NeliestModelle, die in Holz ausgeschnitten sind. Etwa L0 dieser Modelle werden an einem langen, schmalen Brettchen befestigt, und dann Abgüsse aus Stärkemehl genommen. Sowie diese Abgüsse hart geworden sind, gießt man den vorher mit Fruchtsast oder Essenz gebeizten Zuckerbrei hinein. Nach L4 Stunden sind diese Bonbons zum Verkaufe fertige Manche haben sich son den Kopf darüber zerbrochen, wie ein Tropfen Fruchtsaft, z. B. von der AnanaS, gerade mit ten in einen solchenVonbon gebracht werden kann. Das ist sehr einfach. Sobald der Fruchtsaft mit dem Zuckerbrei vermischt und in die Form gegossen ist, crystallisirt sich der letztere sofort um den ersteren. Diese Esienzen sind übrigens meist künstliche und legen Zeugniß von der Macht der heutigen Chemie ab, Stoffe, die sich von Hause aus widerstreben, zu den feinsten Delikatessen zu verschmelzen. Ananas - Essenz" z. B. wird einfach aus Aether und Alkohol bereitet. Solche Bonbons kalten sich übrigens nicht lange und müssen entweder rasch aufgegessen oder völlig von der Lukt abgeschloffen werden. Denn sie saugen gierig Feuchtigkeit auf und zerfallen dann in sich selbst. Die reinsten und gesundesten sind die aus Gerstenzucker. Am aefährlichsten sind die Pfefferminztropfen", weil sie am meisten gefälscht werden können ; Gypsmörtel spielt bei diesen Fälschungen eine Hauptrolle. Anzuerkennen ist, daß man zur Fär bung der Zuckerwaaren neuerdings fast ggnzlich auf metallische Farben verzichtet
hat unö stalk desstn pflanzliche Larven anwendet. In manche Zuckerartikcl, besonders in wohlfeile, werden Kupfer Pfennige oder Svielmünzen eingcbacken. Vor solchen Zuckerwaaren kann nicht dringend genug gewarnt werden. Das Kupfer zieht durch die Feuchtigkeit Grünspähn und vergiftet so den Zucker. Auch laffe man den Kindern ja keine ZuckerWaaren in die Hände kommen, welche mit Whisk? oder ähnlichen Stoffen gebeizt sind. In vielen billigen" Zuckerwerkläden, die meist von Jrländerinnen gehalten werden, giebt man solches Zeug gewiffenlos an die Kinder ab. Mit Mäßigkeit genoffen, sind die reinen Zuckerwaaren sehr gesund und nährend für Jedermann. m m m Buchanan'S Liebestragödie. Präsident Buchanan, der unmittelbare Vorgänger Lincoln's, ist bekanntlich zeitlebens Hagestolz geblieben, und zwar nach der Ansicht Vieler aus Princip. Nur Wenige wiffen, daß auch er einst ein zartes Verhältniß hatte. Anfangs 1820 verlobte sich Buchanan mit Frl. Ann Eoleman, der Tochter eines reichen Bürgers von Lancaster, Pa. Im Juli 1820 kehrte er aus dem Congreß nach Hause zurück. Die lange Omnibusfahrt hatte ihn sehr abgespannt. Nachlässig spazierte er im 3!eglie durch die Straßen von Lancaster. bin Frl. Gracie Hubley, die in ihrer Wohnung am offenen Fenster saß, bemerkte den damalö schon sehr bekannten Politiker, grüßte ihn und rief ihn herauf. Aus Höflichkeit folgte Buchanan der Einla dung, und es entspann sich eine kurze Unterhaltung. Etwa eine Viertelstunde darauf erhielt Frl. Eoleman ein anonvmes Billet folgenden Inhalts: Herr Buchanan ist zu müde, seine Braut aufzusuchen, aber nicht zu müde, sich zu Frl. Hubley zu sitzen." Diese Mitheilung regte Frl. Eoleman sehr auf. Ihr stolzer Vater kam hinzu, eine Entrüstungsscene folgte und eine Stunde später war das Fräulein auf dem Wege nach Philadelphia, um ihre Schwester zu besuchen". Ihr Vater hatte es gebieterisch so gewollt. Das Fräulein aber war so unglücklich über diesen Vorfall, daß sie jtch unterwegs mit Laudanum vergif. tete. Kurz nach ihrer Ankunft in Phila delphia starb sie. Der Vater wies ihren Bräutigam sogar vom Leichenbegängniß zurück. Buchanan ging die Sache der maßen zu Herzen, daß er nahezu insin.nig wurde, und seine Freunde das Schlimmste fürchteten. Er erholte sich indeß bald wieder, mit seinen Heirathsgedanken aber war es für immer vorbei. Vom Jnlande. In Webster, Man., wohnt eine 40jährige Frau, die bereits 19 Äindern das Leben gegeben hat und daS 20. unter dem Herzen trägt. Ein Geldver leiher in S acramento, Cal , borgte vor 4 Jahren einem jungen Manne 85 zu 10 Prozenl
Monatzinsen. Der Schuldner hat dieser Tag? 8182 blechen müssen. Heißt ein Geschäftchen. Ein Mädchen aus Iowa hat sich ein Album angelegt, in welchem nur die Photographien rxrjenigcn jungen Leute ihren Platz sinden, die ihr einst den Hof gemacht haben, ohne es zu einer Verlobung kommen zu lassen. Sie nennt diese merkwürdige allerie ihre schwarze Liste". Eine Zeitung in Arizona kündigt an, sie wolle $10 für ein Gedicht über die Heuschreckenplage bezahlen. Die nicht erfolgreichen Eandldaten müßten es sich aber gefallen lassen, ihw poetischen Ergüsse zu editoriellen Wurstzipfeln über die Nothwendigkeit einer neuen Marine und ähnliche zeitgemäße Themata verar bcitet zu sehen. Ein Buffaloer Naseweii unterwirft den deutschen Durst einer seht ungerechten Kritik. Er sagt, der Deutsch könne Bier, Wein und Echnapps kübel weise trinken, ohne aus dem Gleichge wicht zu konimen, aber ein Fing:rh guten, alten Wbiskys werfe ihn um. Tai ist eine himmelschreiende Verleumdung, Der Mann muß eigenthümliche Vorfiel lungen von einem Fingerhut haben. Während der letzten sechi Monate sind in den diversen Skating Rinks des Landes mehr als 100 Matronen, welche bereits das 60. Lebensjahr zurückgelegt, getvdtet resp, verwundet worden. Diese erschreckend hohe Ziffer resultir: einfach aus dem nicht zu. unterschätzenden Umstände, daß besagten alten Damen eben der getreue Begleiter fehlte, um welchen sie vor vierzig und mehr Jahren sicherlich niemals in Verlegenheit gewesen wären. Ex-Präsident Arthur, von dem Aerzte neuerdings wieder behaupteten, er leide an der Bright'schen Nierenkrankheit, ist in Äkontreal der Löwe des Tages und wird sich von dort nach dem Pestiouche-Fluß begeben, um seinem Lieblingssport, Angeln, obzuliegen. An geln scheint übrigens der bevorzugte Sport unserer Auserwählten" zu sein. Vice Präsident Hendricks sing dieser Tage an der Küste von New Jersey in einer Sitzung" 74 Fische, und Präsident Eleveland rüstet sich, Him demnächst diese Leistung zu bieten". Ein Schwindler, der auf die Eitelkeit leichtgläubiger Emporkömm linge baut, hat in Philadelphia, der ehrwürdigen Quäkcrstadt, viele Opfer geschoren. Er gab sich nämlich für den Sprößling einer alten englischen Adelssamilie aus und erklärte dann diesem oder jenem Geldprotzen, er sei, wenn man ihn mit den nöthigen Mitteln ver sehe, im Stande, denStammbaum der Familie auszuspüren und letzterer zu ihrem Wappenschilde zu verhelfen. Eine Menge Dummköpfe sind auf den Leim gegangen und haben dem Schwindler bedeutende Summen gegeben. Einer von ihnen bekam neulich sein Wappen zugeschickt. Es bestand aus dem bekannten Mecklenburg! schen Ochsenkopf. Auch der mexikanische Congreß hat in Folge des Todes deö Dichters Victor Hugo Veileidsbeschlüffe an genommen, und jedes Eongreßmitglied hatte die Beschlüsse zu unterschreiben. Als nun so erzählt ein spanisches Blatt in der Hauptstadt Mexiko der Abgeordnete Gabilondo einem , College von Oaraka das betreffende Dokument zur Unterschrift vorlegte meinte r ieser Volks
Vertreter: 3ch bm gerade nicht avgeneigt, dies Schriftstück zu unterzeichnen, allein wer ist nur dieser Victor Hugo V Ein Freund von General Diaz," war die Antwort. Potz Tausend !"
murmelte der Äkann von Oaxaka und malte schnell semen Namen aus das Blatt Papier. Daß Chewing Gum" eine Nuisancc" ist, gegen die schon langst hätte gesetzlich eingeschritten werden sollen, wird mit Ausnahme der Kinder, die sich an das elclhafte Zeug gewöhnt ha- j heyy Wottlrttlh b?str?it?N. Ml"kötkN dtP I WHf rfV itnfin v V Liebhaber dieses miserablen Stoffes, wie er gemacht wird, so würden sie mit weni ger Vergnügen daran hcrumkauen. Das Zeug kommt großtentheils aus Maine, wo das aus Baumstämmen quellende Harz gesammelt und in einem großen zkessel mit Fett oder ordinärer Schmiere gekocht und abgeschäumt wird. Nachher wird das Gemisch mit gewöhnlichem Sv rup oder Zucker versetzt, worauf man die Maffe abkühlen läßt, um sie dann in kleine Stücke zu zerschneiden. ' Außer diesem versüßten Gummi wird in Maine, dem Prohibitionsstaate pa? excellence, noch ein anderer bereitet, indem man zu der Maff; im Kessel vor ihrem völligen Erkalten Jm gewisse Quantität billigen Schnaps giebt. Letztere Sorte soll bei den Temperenzlern sehr beliebt sein. Die Holz Händler in Fairsield, Me., waren kürzlich sehr derwun dert, daß die Holzstämme, welche für sie auf dem Ostarme des Kennebecftuffes herangefloßt wenden sollten, nicht ein trafen. Zu ihrem Schrecken hörten sie gleich darauf, daß sich das Holz an einer Biegung des Fluffes, zwei Meilen unterhalb des Jndian Pond" Dammes, gestaut habe, und diese Stauung 10,000,000 Stämme umfaffe. Die Arbeiter, welche die Beförderung des Holzes übernommen hatten, suchten die Stauung zunächst dadurch zu heben, daß sie dieSchleusen des erwähnten Dammes öffneten und so die Waffermasse des Fluffes erheblich verstärkten. Doch half .dieö nur theilweise. Etwa 2,000,000 Stämme saßen immer noch fest. Es blieb nichts übrig, als diese gewaltige Maffe mit Pulver auseinander zu sprengen. Das gab einen Krach, der weithin den Grund erschütterte. Gleichzeitig führte man noch eine weitere Wasservermehrung herbei. Damit wurde die Stauung endlich beseitigt. Der Schaden für die HolzHändler ist ein ziemlich großer. Jen nie, die Lieblingstige rin der kenagerie im Eentral-Park in )!ew Dork, welche vor 10j Jahren im zoologischen Garten zu Antwerpen gebo. ren und im Alter von. 13 Monaten hier her gebracht wurde, weilt nicht mehr unter den Lebenden, vin wahres Prachtcxenzplar ihrer Gattung, erfreute sich Jennic in drr letzten Zeit der ganz sveciellen Aufmerksamkeit des Dr. Eonklm, zumal sieMuttafreuden entgegensah. Am Mittwoch fand Dr. Eonklin, daß Jennie's Zastaiid nicht ganz in Ordnung war. und er zog Dr. P. H. Eremin zu Rathe. Die beiden Aerzte schenkten der Tigerin ihre volle Aufmerksamkeit und entbanden sie am Donnerstag Morgen von einem Jungen. Die Mutter hatte fürchterliche Schmerzen auszustehen und wurde in Folg? dessen so wild, daß man Chloroform anwenden mußte. Freitag Nachmittag wurde ein zweites Junges zur Welt gebracht, und als die Aerzte Abends bemüht waren, sie von einem dritten zu entbinden, starb die Tigerin. Eine später vorgenommene Obduction des Eadavers ergab, daß der Tod in olge eines Bcuches erfolgt war. Die .neren Organe befanden sich in gesun'n ,Vina:,d, mit Ausnahme der Leber uxich war. Das Gehirn der Ti- , . . V'llde einem Zoologen überzebeii. Vom Auslande In Petersburg macht wie der einmal eine Skandalangelegenheit großes Aussehen, zum.il in derselben der Oberbürgermeister die Hauptrolle spielt. Derselbe ist mit mehreren anderen in Ansehen stehenden Bewohnern angellagt, in der städtischen Creditgesellschaft sich schwerer Mißbräuche schuldig gemacht zu haben, welche den Sturz jener Gesell schast zur Folge hatten. Glasunow so heißt der Würdige war einer der Direktoren der Gesellschaft, die eben des halb eines unbegrenzten Vertrauens in der Bevölkerung sich erfreute. Sicherlich bat er seine Pflichten vernachlässigt, leichtsinnig oder absichtlich, er schloß die Augen und ließ es zu, daß seine College das schöne Institut zu Grunde richteten und damit auch die Actionäre. Der Proceß, der in der nächsten Zeit begin nen wird, wird eine Fülle von Enthül lungen bringen, die zum wenigsten den Petersburger vor die Frage stellen wer den, wie ein Mann wie Glasunow jähre lang der Stadtverwaltung vorstehen konnte. Gerade jetzt steht Petersburg vor einer neuen Stadthauptswahl, und so oder so wird Glasunow von der Can didatenliste verschwinden. Der Angeklagte ist übrigens Ehef einer der alte sten, angesehensten Handelsfirmen und reich gerkug. um den auf ihn entfallenden Theil des Schadens, den die Creditgesell schast durch die begangenen Veruntreu ungen erlitten hat, zu ersetzen; er soll auch dazu bereit sein. Von gut unter richtete? Seite hört man, daß im Reichs rathe im Princip endgiltig beschlossen ist, die Volksschulen in den Ostseeprovm zen dem Ministerium der Volksausklä rung zu unterstellen. ES ist dies eine Maßnahme, die im Jntereffe der Russisizirung des baltischen Gebietes von der einschneidendsten Wirkung ist. Die Japanesen betreiben die Kirschenzucht nur wegen des Augen und Nasenschmauses, den die herrlichen Blüthen bieten, und nehmen von den Früchten gar keine Notiz. Die Kir schen werden dort alle von den Vögeln aufgezehrt. Die Antbropol og Gesellschaft von Paris hat an die Familie des verstorbenen Dichterfürsten das Ansuchen gerichtet, das Gehirn Victor Hugo's anatomisch untersuchen zu dürfen. Die Schwiegertochter und die En kel des Dichters haben dieses Begehren abgelehnt. Die Entscheidung der Familie rief in wissenschaftlichen Ikreisen sowie in der Zeitungswelt lebhasten Mißmuth hervor, da man aus der Analyse des Gehirns für die Physiologie, interessante Momente zu schöpfen erwartete.
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nMintyilM W."- -. 'y 1 P8 M-. ' Die Zürzeste und direkteste Linie den INDIANAPOLIÖ ach F?änkfort, Delphi. Monticello, Michigan City, Chicago, und allen Orten im nördlichen Jndiana, Mich! gan, nördlichen Jllinoi, Wisconsin, Java, Miunesota, Nebrüöks, Kausas, New Mexico, Dakota, Nedada, Colorado, Kalifornien nd Oregon. 2 direkte Züge tägllcb 2 von Jndiauapolis nach Chicago; ebenso ach Michigan Eith. Elegante Pullmana Schlaf Waggons auf den Nachtzögen. Gepäckkarren bii au's Reiseziel erthe lt. Kein ahn hat rLKer Veallchkettt Ut billiger R all wir. - 'leise und quixtrung nicht , Übertreffen. Etahl-Seletse, ktiller Platfor und vtoßklfse, Lufrbrems und aL moderne Et richtungen, unübertrifftiche Vortheil für Smigr,, ten, Land und Tourtstn,Billete nach irgend tue Orte, der von anderen Bahnen berührt wd. Wenn an nördlich, südlich, östlich oder eftlich xu reisen wünscht, kaufe man nicht da nölhig ai&iu bii man unser Pr,f u. s. ro. gesehen. Wegen Näherem wer.de an sich a . Xoloirt Ernrnott, Distrikt Pafsagier.Zlgine, .2Ö Ub Jllwk! Straße, Indianapolis, Ind. Jod v. arson, fS. C. Saidwi, eneralLrwaltr, inerol Passaei.Ae?x, Ehikago.Jll. Ehicgo,JIt. Z?ik se?es, Iyr Senützt die Lim ! Warum? Weil sie die kürzeste und beste Lin:e über 13 1. JLtOui, ÄliHouri, Han suaS: lowr Jetro.ldCfL, Toxas, iVrlcansas, Colorado, lXo-w Mexico, De ootct nd California ist. Daß Vahubett ifi von Stein nd die Schieneu sind ans Stahl. Die Vagea haben du aeneften Verbessernngea. Jeder Zug hlt Schlafwagen. Passagiere, ob sie nnn Billete erster Klasse oder SmigrantenVillete habe verden durch unsere Passagierznge erster Klassebefördert. Ob Sie nun ein Villet n ermäßigten Prei. sen, ein Exenrsidnsbillet der irgend eine Sorte Sisenbahnbillete vollen, kommen Sie, oder schreiben Sie a H. Xt. DoriiiT, Ment eneral Vafsagier.Zlgene, ordoft. kSaihmgto und Jllir.oi StrJad'plk .Hill, Vea'l Sndt. St. Lonis, SXo. 0. . V 0 , d, veu'l.Pö?? St. L-nis VtK
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