Indiana Tribüne, Volume 8, Number 257, Indianapolis, Marion County, 3 June 1885 — Page 1

A-CVrfU M H0 hraiswvw, WWW isywjiw ww Jahrgang 8. Office : No. 120 OK MMland Streße. Nummer 257. Indianapolis, Jndiana Mittwoch, deu 3. Juni 1885.

t& iffy

iLyyf

m;

F -T I I I I I

-VAA

imO

Ml

MI

r .

,

w

w

VV'Vr'

rzzergeu

ia tt)tz palte sodeit dieselben rtiqt Teschäftß anzeigen find ab d Raum dos drei geil nicht überfteigen, werden nutgelt I ich ausgenommen. Dieselben Kleiden 8 Tage stehen, können aber unbeschränkt erneuert werden. Anzeigen, welche bis Mittag 1 Uhr adge. geben werde-., finden noch a selbigen Tage Ausnahme. VerZsnt. erlangt wird ein Knabe für kleinere rbeUen in einem Laoen Sko. 10 Starb Vennsoloania Str. j Le rlaugt: Ei gute deutsche Köchin, muß etwas on Blkerk oerftehkn. Bester Loyn. sbendaselöft in sunge. 14 Jabr alt, für leichte Haularbett5!o 02 ori Alabama Str. : ju Vertan gt: in rfahren zuverlasfizel '.der znZdchkn oder ine ZZrau zur Beaussichttgung der in der. rhZst einen guten dauernden Platz gegen guten Lohn. 112 Sreer Strafe. 5j erlangt: Sine gute Zchin rhllt einen guten P!,z gegen hohen Lohn. ilZ (Zreer Straße. M r lan t : 8rn VkZdiöen, ode? eine Frau ,um ähen. Model Tqt House 23 ud eu, Jerseu Straße. 4j rlat ei autei 5?!diS?n fir gewöhnliche HaulardeU. No. IS t Llbert? Straße. 4j Stellegesuche. gesucht trd ein Stelle ,s einem BZöker. Nach lustige in der Union Halle. 7ju 'sucht: (li-i ju"g?r an sucht irgend welche rbtt. Adreffkn bittet man unter Lhiffre W. H., in der Offte dS. lt. ,u t)in:,rlafse. 4j sucht mir rbett uoi einem Teutschen. Nah, re 7i Oft Wc larta -rtraße- 4z Gesuch wird ?beit von einem Deutsche. No. 7 Oft Rekartu Straße. 4j S e sucht wird Stelle von met Dienstmädchen, dt im Kochen und allen häuslichen Arbeiten Srfah runz habe. . 7S Oft VlcE an? Straße. 4j S1chtwiid irgend welche Arbeit on in hinge Deutsche. NachZutragen 3lo. 9 Harveo Straße. ij Zu verkaufen. Zurkaufen: Sin aut rhlltenei ,weisitzig5 iougzo und Seschiir. Nähere 2 Prosxeetftr. 8 opf - Leetüre ! rsße Köpfe! Kleine Köpfe! Lauge Köpfe ! Breite Köpfe ! Runde Köpfe ! Gefcheidte Köpfe ! Dumme Köpfe ! Köpfe jeder Art ftadtn eine passende Kopf, dedeckung bei Bamberger dem wohlbekannten Huthandler. Vlo. 16 OS Wafbingtonttr. PH(ENIX GARTEN, Tudveft SZe Morris und Veridianftr. Friedr. Kroeckel, . Eigenthümer. Großes Conzert am Samstag Abend, !. Juni von N. Miller'S Orchester. Die besten Erfrischungen aller Art sietl vor räthig. Kur strenge Ordnung ist besten! gesorgt. Zu zahlreichem Besuch ladet freundlichst ein Friodr. Kroeckel, Hört Prof.0. 8. FOWLER den berühmten Vhrenologen Vke York, i MASONIO HALL. ,t,,ch. .Juni: .Lied und Heirath mi . iaa. M. T A r. t..7 ! Juni: Mannh.it a.alhfirt und ,..!. S )K Kinn. Eintritt E.nt.. arnft.ff. S. ach. Weidlich undh.tt und lutbe. ihre Bewahr v....fT... ... . atntrttt 25 Senil (ti (! 7m i. " . . i.t.g. . Juni: ..sslg nd Ntßlln.en im Lkden". sür bid schlechter. .Eintritt? ' 1Y- Eonsultin ihn t rand Hvtel vo l. dt. Ul.Junt. Jetzt r :,. An Eontrattoren ! erfi,gelte ngedot für die rlängerun, d b,ugkana! im Trown Ht2 Fridhos den in der CfM Sa. S Fletcher hsr?' lock lil ,u,rfig. dn 4. Jn, i. aqmmag, 2 klche ntggn nommkn. Plan und Sp,isUa ton, lign t tsr Ofst:e ,ur eftchttzung vor. 2muftrag del Sau Eomite, Geo. I. Anclorson, Stfr. G2zxij2P HXsnJL Spar- und Leih -Verein. ntiitt rein ift jetzt oraintftrt und H5!t sein Lerlammlungen jeden ittwoch dend tm Lokale ' . .w-t ff 1 U9 Senn Eha,. Fi,chtger, No. 2 z?inln . . n . m .Vli1 Straße. JlapiUl liUQUU in ouu nroe, Stitritt ,0 ?ntl per Antheil. Die rft n,ahlu,g iindt am Z. Juni ftatt. Untbeil könn noch g,tchnet e,dn in SiiZin ans. te Bernhamer'I Osfik, Thor, lk,. . Feibelman, 90 Oft rtftr und tt EßlJi,chiger, No.ZSd Ofl Washington srrad EI. U. Foildolmaiiii, Sekr.

Neues per Telegraph. . Wt!t,k uSstchten. . Was hing t on. D.S.. 3. Juni. Streichregen, veränderliche? Wind, sta tionare Temperatur. Heftiger Sturm. Chicago. 2. Juni. Lebte Nacht herrschte hier ein heftiger Sturm, der mehreren Menschen da? Leben kostete und groken Schaden anrichttie. Ein Straßenbahnwagen btsänd sich auf einer Drehbrücke. aI3 dieselbe vom Wind gedreht wurde, vhne daß der Fuhrmann eö bemerkte. Dem Wächter gelang eS, zehn Fuk vom Ende der Brücke die Car zum Halten zu bringen. andernsallZ wäre dieselbe mit allen Pasfagieren in den Fluö gestürzt. Da Erdbeben in Indien. London, 3. Juni. Details über da Erdbeben in Serivagarmelden, daß 40 Eingeborene und 50 Soldaten tbeils getödtet. theils verletzt wurden. Der Palast des britischen Residenten und die große Moschee in Sopur liegen in Trümmern. Als Letztere einstürzte, war sie mit Andächtigen gefüllt, von denen über 200 schlagen und noch viel mehr verletzt wurden. Arbeiterrisiko. London, 2. Juni. Eine Depesche

v von Durham meldet, daß die Philadelphia Kohlengrube in Brand gerathen sei. ES befanden sich zur Zeit über 200 Berg. leute in der Grube. Alle bis auf 22. welche ihren Tod fanden, wurden' ge rettet. Drahtnachrichten. $160.000. New Bork. 2. Juni. Der ,P iving Teller- der Bank der Manhattan Companv erschien heute Morgen nicht an seinem Platze, und sandte auch keine Entschuldigung. Eine Untersuchung er gab ein Defizit von $160,610. Selbstmord oder Unglücks fall. St. Lo uiö. 2. Juni. R. M. Rey. nolds. bis vor Kurzem erster Auditor im BundeSschatzamte stürzte heute Morgen im Southern Hotel vom dritten Stock werke herab in die Rstunda und blieb sofort todt. Die CoronerS Jury gab ein Verdikt auf Selbstmord ab. Die freunde Rermold'S jedoch sind fest über zeugt, daß hier ein UngluSSsall vorliegt. " ' . -. ZurArbeiterfrage. P o t t S v i ll e, Pa., 2. Juni. Heute Morgen marschirsen etwa 200 italienische und ungarische Arbeiter, welche an der Reading und PottSville Eisenbahn be schästigt waren und wegen verweigerter Lohnerhöhung die Arbeit eingestellt hat ten, nach Coa! Street, wo eine Anzahl ihrer Landsleute mit dem Legen von Ge leisen beschäftigt war. Da eS ihnen nicht gelang, dieselben ebenfalls zur Arbtltö einstellung zu überreden, nahmen sie ihre Zuflucht zu Drohungen. Polizisten suchten die RädelSsührer zu verhaften. stießen auf Widerstand und zogen ihre Revolver. Schließlich gelang eS doch, einige Verhaftungen ahne Blutvergießen vorzunehmen, und die Ruhe scheint vor läusig wiederhergestellt. Die Klugheit eine Sheriffs verursacht seinen und sei neS Gefährten Tod. EvanSv ille, 2. Juni. Robert H. ReeveS, ein Farmer in Columbia Tp., Dubois Co., bat zwei Söhne in Teere Haute, welche sich bei ihm zum Besuche aushielten. Gegen dieselben schwebt schon seit lange eine Anklage wegen Diebstahl, und zwei SherriffSgehilsen, NamenS Gardner und Cox, gelang es gestern die beiden jungen ReeveS zu vtr hasten. Der Alte begleitete sie nach Jasper. Auf dem Wege sagte der Alte zu Gardner: Sie haben da eine hübsche Pistole, lassen Sie mich sie sehen. Gardner händigte dem Alten die Pi stole, worauf dieser zu schießen versuchte. Cox zog sofort ebenfalls seinen Revolver, aber der alte Reeves war schneller, und schoß ihm eine Kugel in'S Handgelenk, so daß ihm der Revolver auS der Hand fiel. Einer der jungen ReeveS hob den Revol ver auf und feuerte auf Gardner. Die ser erhielt vier Schüsse in den Leib und Coi erhielt eine Kugel in den Rücken. Darauf leerten die ReeveS die Taschen Gaidnel'S und Cor'S anS und machten sich auS dem Staude. Die Schwerverletzten trurden erst spät am Abend gesunden. Gardner starb um 1 Uhr Morgens und Cox wird ebenfalls nicht davonkommen. Die Behörden haben noch nicht die geringsten Schritte gethan, um der Mörder habhaft zu werden. Sheriff und Constabler sind unthätig, weil keine Belohnung auf die Ergreifung der Mör der ausgesetzt ist.

Telegraphisches Allerlei. Gestern ernannte Präsident Cleveland wieder dreißig neue Postmeister. Er 'Präsident Arthur leidet an der Bright'schen Nierenkrankheit. In Chicago wurden gestern vier Personen durch einen Blitzschlag getödtet. Die Pfirstchernte in Delavare ver spricht die größte seit 10 Jahren, wenn

überhaupt nicht die größte, je erzielte, zu werden. Alte Obstzüchte? schätzen die zu erwartende Ernte aus 9,000.000 Körbe. Die Situation unter den Eisenardet tern in PittSburg, Pz.. hat sich seit gestern nicht geändert. In Cincinnati erschoß Dr. E. E. Loy. ein bekannter Arzt, seinen Schwager Harry Champlin. Letzterer war ein Trunkenbold. Als seine Mutter ihm Geld verweigerte, schlug er sie. Loy eilte zu ihrer Vertheidigung herbei. Champ lin stürzte mit einem Messer auf ihn zu. woraus er ihn niederschoß. Er wurde verhaftet und unter $10.000 Bürgschaft gestellt. In Westminster. Maryland, drang gestern Morgen eine Bande maSkirter Männer in daS Gefängniß, holte den Neger Townsend Cook heraus, welcher deS Verbrechens der Nothzucht, begangen an einem weißen Mädchen, angeklagt war, und hängte ihn an einem Baume auf. Man fand die Leiche mit einem Zettel angeheftet, aus welchem geschrieben stand : Dieser Mann gestand sein Ver brechen. Ver Kabel. Tod eines Brandstifters. Wien. 2. Juni. Ein Dorf im nörd. lichen Ungarn wurde kürzlich durch ein angelegtes Feuer zerstört und tausend Menschen wurden obdachlos gemacht. Die erzürnte Bevölkerung entdeckte den Brandstifter und röstete ihn über einem offenen Feuer langsam zu Tode. Judendes e. Wien. 2. Juni. G.stern brach hier wieder eine Judenhetze aus. Der Car meliterplatz war mit einer heulenden Menschenmenge angefüllt. Die Läden der Juden wurden geplündert und die Eigenthümer schwer verletzt. Die Psli zei nahm viele Verhaftungen vor. konnte den Aufstand aber nicht unterdrücken und mußte Militär zu Hilfe nehmen. Aehn liche Unruhen haben auch in andern Stadttheilen stattgefunden. Cholera. Madrid.2.Juni. JndemGefäng. niß zu Valencia ist unter den Gesänge nen und Soldaten die Cholera auöge brachen. Eine Demonstration. Rom. 2 Juni. T)ie Radikalen ver. anstalteten heute eine Demonstration zum Andenken an den Todestag Gari baldl'S. Sie zogen durch die Straßen mit dem Rufe: .Nieder mit dem Vati kan, dem Papste und den Priestern! Die Polizei trieb sie auseinander, und verhaftete zwanzig Tbeilnehmer. Protest gegen dieBie? st e u e r. L o nd o n, 2. Juni. Heute Nachmit tag fand im kgl. Theater eine Masienver sammlung statt, um gegen die Einsüh rung einer Biersteuer zu protestiren. AuS dem Sudan. Suakim, 2. Juni. Gestern grif fen feindliche Araber die Suakim Berber Eisenbahn an, wurden aber durch einige abgeseuerte Bomben verjagt. Bei Adiz fand ein Gefecht mit feind lichtn Arabern statt. Etliche zvanzlz wurden getödtet und 160 Kameele und tausend Schaase wurden genommen. Marktpreise. t, . . l.oi: So. Mb o, N.Ztß d2c: geraisch. Has r o. weiß milch, 34. ogg je. Uie-,9 W. Hu kIZ.Xl. o)tk, ? 6QuUtn 6c, 7)e. CUn--iXt, Schtsamal, S-x. eh l -Family ll 01-U.33; ane JU0-4.75; CXtl3.&-3.7. t r 11 ; im Store lir. Butter Creaaeta Daix, 14 15c; CoUBltl 8 10t. Sfiln 9p Ps ; jung 13c xer Pf. , t o s f i ), er X)l. Vom Auslande. Der Polizei in Bern fiel im Februar in Wabern (Bern) ein Brief in die Hände, welcher die Instruktion ent' hielt für die Sprengung des Bundesrathshauses. Die Untersuchung ließ Wilhelm Hust auS Opfingen (Großher. zogthum Baden), Coiffeur in Herden, der Urheberschaft des Briefes verdächtig erscheinen. Hust wurde deshalb am 31. März verhaftet und im Untersuchung? geängniß in St. Gallen untergebracht. Er sorgfältige Schriftenexpertise kam zum bestimmten Schlusie, er habe den Brief schrieben. Seine eraenen Aus I sagen sind für ihn ungünstig ; allein auch r ... n.r.i- . ?t cn.r..Ti. m lesien neioors, ivo lom oas yujuircu

der Expertise mitgeteilt wurde, hat er kein direktes Geständnis abgelegt. Huft hat sich eme Stunde nach Schluß des Verhöres erhängt. ' ES sind keine AnhaltspunSe für Geistesstörung vorhanden. Die Indizien gegen ihn häufen sich fortwährende höchst wahrscheinlich ist Hust SchreLber des Briefes. Wie bis Z -Z." ferner mittheilt, ist Huft am 9. December 1853 geboren und ledig. Er unterhielt intime Beziehungen mit zwei Anarchisten: inNorichach undSt. Gallen.

Er schien ein Mensch zu 'sein, den man recht wohl, fähig halten konnte, den Brief geschrieben zu haben. Die eigenen Aus sagen sprechen vielfach gegen ihn. Huft wurde im Untersuchungsgefängniß in BL Galle mit aller Rücksicht behandelt. . Die über den Fall von Kharwm bisher verbreitet gewesenen Darstellunjzen erfahren eben in sehr wesentlichen Punkten eine Nichtigstellung. Ein gewisser Willfried Blunt hat näm lich von zwtz-i aus der Gefangenschaft des Mahdi entflohenen Soldaten, die vor Kurzem in Dongola eingetroffen sind, Folgendes erfahren: Der eigentliche Lerrather, der Khartum in die Hände der Insurgenten spielte, war nicht, wie man allgemein annimmt, der Circassierlieutenant Ferig, sondern ein gewisser Aonam, den Blunt übrigens sehr wohl kennen will. Aonam ist nämlich Katasterbeam ter unter Aukland Colvin gewesen und hatte in dieser Eigenschaft die Naivetät besessen, gewisse schreiende Mißstände aufzudecken und dieselben in einem Berichte an Aukland zu beleuchten. Die Folge sei natürlich seine sofortige Entlassung gewesen. Aonam hätte dann die Sache durch die Presse veröffentlichen lassen, was seiner Zeit .viel Aussehen erregte. AuS Haß gegen die Engländer habe er sich sofort nach dem Pronunciamento" Arabi Paschas diesem angeschlossen und sich als 'einer seiner thätigsten Agenten gezeigt. Vo den Engländern gefangen genommen, sei er fünf bis sechs Monate hindurch in dem schrecklichen Gefängnisse Borgho in Aleandrien detinirt gewesen. Dann vor das Kriegsgericht gestellt, hätte Blunt ihn vertheidigt, aber Aonam sei, trotzdem Lhm vollkommener Pardon versprochen ward, nach Kharwm verbannt worden.-. Der offen herzige Engländer scheint es vollkommen in der Ordnung zu sinden,daß dieses Opfer der englischen Mißwirtschaft in Egypten sich bei der Belagerung der Sudanveste sofort mit dem Mahdi in Verbindung setzte und diesem die Stadt in die Hände spielte. Ferig soll Aonam's Werkzeug gewesen sein und auf dessen Anordnung das auf den Blauen Nil zu führende Ostthor Burri den Mahdisten geöffnet haben. Die beiden entkommenen Gefangenen wollen an diesem Thor gestanden haben. Als Kuriosum theilt d em Leipz. Tagebl." ein dortiger Leser folgendes mit: Derselbe kaufte in einem Geschäft in Leipzig ein Stück Leberwurst, die ihm daheim aber durch Geschmack, Geruch und Aussehen so wenig einladend erschien, daß er sie nicht aß, wohl aber einer näheren Untersuchung werth hielt. Diese ergab, daß die Wurst zu mehr als 60 Procent aus geringem Talg (Darmfett) bestand ; von wirklicher &b;r fand sich nur eine verschwindende Spur (etwa 10 12 Procent). Der Nest schien aus Kartoffelmehl, Schwerspath und dergrl nt bestehen. Auf den hohen Fettgehalt' spekulirend, zog der betrogene Käufer als erfinderischer Kopf einen Docht durch dr Wurst und zündete sie an. Der Versw' gab einen überraschenden Erfolg : D .e ganze Wurst verbrannte allerdings ? .n ter Entwickelung eines infernalischen Lemches mit helleuchtender Flamme . nur einen geringfügigen Nest zurücklaend." Sollten etwa dre Leipziger Metzc er ihre Wurst für den Export nach Rußland fabriziren? Von einem Koh lenhändlcr, der den Teufel im Leibe hat, berichten die neapolitanischen Zeitungen. Derselbe, Salvatore Nomano gebeißen, wachte in derNacht auf, weckte seine Frau und erzählte ihr, eS seien soeben drei wunderschöne Jünglinge erschienen und r)ätten ihm gesagt, er habe einen Teufel im Leibe und müsse alles Mögliche thun, um denselben zu entfernen. Die Junglinge seien Engel gewesen, seine Frau möge ihn befühlen, sie werde dann Kopf und Füße des Teufels spüren. Die Frau war über die Reden des Mannes natürlich sehr erschrocken und rieth ihm, sich der heiligen Anna zu empfehlen und einzusch lasen. Dem Rathe leistete er Folge. Als die Frau aber am Morgen aufwachte, fand sie den. Mann nicht mehr vor, und sie machte sich in großerBesorgnip auf, um ihnzu suchen. Inzwischen hatte in der Kirche SantaMagdalena dellaGrazia der Morgengottesdienst begonnen. Ein Prrester las die Messe, eine MengeAndächtiger hörte zu, als plötzlich der Kohlenhändler Nomano in die Kirche trat, sich in die Nähe des Priesters stellte und ein lusti;es Liedchen sang. Dann wendete er ich zur Statue der heiligen Anna und chrie : Schaff' mir den Teufel aus dem Leibe) oder es tyird Nacht." Ein pani scher Schreck ergriff die Anwesenden bei diesen Worten, sie flohen sämmtlich auS dem Gotteshause, der Priester mit, trotz dem die Messe noch nicht beendet war. Bald jedoch kehrten einige beherzte Männer zurück, ergriffen Lkomano und wollten ihn trotz seines Sträubens zur Polizci bringen. Als sie sich vor dem Portal befanden, kam die Frau hinzu und eS gelang ihr, hen Mann zu bewegen, mit ihr

. .. . . rm i . ,.

nacy Hause zu gehen. Binnen kurzer Zeit jedoch entlief er ihr wieder und trreb abernrals Unfug, worauf er von Aerzten untersucht und in einer Irrenanstalt untergebracht wurde, weil er die Idee, er habe den Teufel im Leibe, nicht aufgeben wollte. Wie man'der Neckarztg." von Stuttgart berichtet, betrugen die Tantiemen, die Dr. Jäger von den Fabriken bezieht, denen er die Ausbeuwng seiner Erfindung gestattet, im voriaen r, r . . . s-.r cm crw . , ayre gegen ;$uu,uuu carr. zuuem ote Firma Benaer & Söhne trua biem 180.000 M. bei, und erreicht die Anzahl der Wcbstuyle derselben nunmehr dre Höhe von zweryunoen. )ver iicormal'Kravattenfabrikant hatte 5000 M. zu zahlen. Unter diesen Umständen ist es kein Wun, der, daß die irdische Habe des Herrn Professors in erfreulichem Wachsen oe griffen ist. Die neuesten Präparate sei nes erfindunasreicken Kovfes sind männ liche und weibliche Seifen. Es ist das so zu verstehen, daß diese mit weiblichem Haardust praparrn uno von veroen 3t schlechter je nach dem Grad des gegenseitigen Ahnungs-Vermögens" benutzt werden sollen. Auf den Herbst soll Professor Jäger einen Besuch in der Union" beabsichtigen, um dort Propaganda für sein Woll Regime zu machen. Aus Constantinopel schreibt man der Franks. Ztg." : Wie bekannt, befinden sich so ziemlich in allen Theilm des türkischen Reiches protestantische Missionare, welche, im Wettlauf mit Jesuiten und Lazaristen, die Türken, Griechen, Juden, gregorianische Armenier zc. zu ihrer Religion bekehren sollen. Schon seit Jahrzehnten werden die Versuche systematisch betrieben, ohne aber bislang von irgend nennenswerthem Erfolg begleitet gewesen zu sein. Höchstens, daß ab und zu einmal ein Armenier, gewöhnlich ein arme: Teufel, die erbaulichen Worte des fränkischen Predigers in dem Maße auf sich wirken ließ, daß er Bekanntschaft und Verwandtschaft entschlossen Valct sagte und umsattelte. Ein solcher Prediger, den die schottische Missionsgesellschaft aussandte, wirkt seit einer Reihe von Jahren auch in Salonichi ein ebenso biederer als gelehrter Herr, dem die schwierige Aufgabe zufiel, unter den in großer Zahl daselbst ansässigen Juden Propaganda zu machen. In kurzer Zeit hatte der würdige Mann das unentbehrliche Spanisch - Judische" so vollkommen inne, daß er mit seinen neuen Freunden recht eingehende Besprechungen führen konnte. Sie hörten 'ihn willig an und fanden alsbald so großen Gefallen an ihm, daß sie sich oftmals Rath bei ihm erholten. Der fränkische Rabbiner" mußte Streitigkeiten aesckäftlicker und bäuSlicker Natur schlichten, in spanisch-jüdischer Sprache versagte Dokumente korrrgrren und selbst in Gefchäftsspekulationen seine Meinung abgeben aber freilich, bekehren ließ sich keiner. Vor Jahren hatte allerdings ein armer Jude ihm zugesagt, dies thun zu wollen, allern im kritischen Augenblicke hatte er ihn im Stich gelassen. Darüber tröstete sich der Geistliche aber bald wieder und da er sah, daß er aus den Juden k me Christen machen konnte, so mchte er s enigstens gute Menschen unter ihnen zu rziehen. 9hrn hat aber kürzlich die chottische Missionsgesellfchaft beschlossen, )en Posten in Salonichi zu unterdrücken. Und was schab? Die Suden der Stadt thaten sich sofort freiwillig zusammen und beschlossen, an die Gesellschaft eine Bittschrift zu richten, zu dem Zwecke, ihren biederen Lehrer und Rathgeber zu aller Heil und Frommen auf seinem Posten zu erhalten. Damit nicht genug, erklärten sie sich bereit, die Bestreitung der nöthigen Kosten durch Sammlungen unter sich aufzubringen, so daß die schottische Missionsgesellschaft nichts weiter zu thun hatte, als ihre Zustimmung zu. geben. Der in Salonichi so geachtete Mann, ein Freund des Volkes im besten Sinne des Wortes, heißt Peter Crosbie. Größeren moralischen Erfolg wie dieser hat ein Missionar in der Türkei wohl kaum noch aufzuweisen gehabt. Man schreibt aus Joinville in Brasilien : Am 1. Mai d. I. soll hier ein deutsches Realgymnasium eröffnet werden, das von einem hier bestehenden Schulverein gegründet ist und der Leitung eines tüchtigen Schulmannes, des Herrn Dr. Aust,un:erstellt wird. Derselbe war ehemals Direktor des Gymnasiums zu Lippstadt in Westfalen und wirkte während der letzten Jahre zu Porto Alegre und Rio Grande do Sul im Schulfache. In beiden Städten fand er unter den Deutschen nicht das gewünschte Entgegenkommen für seine pädagogischen Absichten, und hier wiederum schätzt man sich glücklich, mit seiner Hülfe lange gehegte Pläne in Betreff der Errichtung einer Lehranstalt verwrrklichen zu können, welche die strebsamere deutsche Jugend für höhere Wissenschaftliche und technische Berufsfächer vorbereitet. Vor der Hand werden nur die untersten Klassen der Anstalt nebst zwei Vorschulklassen organisirt, aber dem opferwilligen Eifer des Schulvereins und dem pädagogischen Geschick des Direktors wird es hoffentlich gelingen, die Anstalt allmälig ihrem Zwecke entsprechend auszubauen. Es wird dabei allerdings auf starken Zuzug aus anderen deutschen Niederlassungen und selbst von Brasilianern gerechnet. Für die Erhaltung und Entwickelung des DeutschthumS in Brasilien ist eine Pflanzstätte gediegener Geisteshiftung ern wahrhaftes Bedürfniß.

sEp) I lM i D 0 3 1 II 1 " 3 "V 9 y

Gutpassenden Frühjahrs-Anzug zu bekommen, wende man sich an John Barry, . . Merchant Tailoe, Vo. 29 Virginia Avenne. tZT Jmportirte und einheimische Kleiderstoffe stets an Hand. ZnfnedeuS eilende rieh garantirt. Anfertigung nach neuester Mode. Wenn Sie den vollen Werth für den Betrag ihres Geldes Vollen, kaufen Sie Ihre Stiefel und Schuhe zu billigen Preisen bei JQS. E. HayS, Ost Washington Straße.

G. Maus' mm $mmvei.

x.&t. M flji! 'M ' - -. v. i P M 15? , r? ;i zj. ,;jyar. ' i '' itkmMMmst s.,.,,, JiMim üßssxss

Die ollkommenste und best eingerichtete Brauerei im Staate Jndiana. efienöe der New Bork Strafe.

Unser Schleuderverkaus von Anzügen während den letzten 14 Tage war großartig. Unsere Kuuden waren über die Vortheile die wir boten, erfreut. Die .

Herren-Tlnzüge zutz.30.

sind beinahe ausverkauft. Der Verkauf war ein großartiger Erfolg uud dar dem Käufer so wie auch dem Verkäufer sihr vortheilhast hauptlächlich dem Käufer. Man beuuje die Se. legenheit und kaufe ehe ti zu spät wird. Sin Preis. Deutliche Zahlen.

TF jJSIL QJ TU IE JClK-H.XE. No. 13 West Wafblngton Gttafic.

VBSvUt Jbr einen l3HQ.M27'WlZ TtezU O

Vo. 424 und 42k Hst Washington Straße, Fabrikanten von

Kutschen, Buggieö und Spreng können jedem Geschmack Rechnung tragen. Reparaturen werden gut nud billig besorgt. denheit dird garantirt.

rm nIvt? Vj!if T 'j J WW ROLLER SKATt: L? MAMr "T Ft sft l;:A UiTM

VM

The Machine and Steel Piilly Company, . t . r r ' m .

r iiiz, g e avrtranren. Mn VöVsiew!

diesem weit entfernten Lande, nach welchem Hon. Baleß Hanna bald als Vertre-

ter unserer großen Republik abziehen wird, sind ganze Familien, ja selbst ganze Stämme mit der Teppich-Weberei beschäftigt. Diese Teppiche sind jedoch taun, größer als Rugs." Albert OaU, hat in seinem Matten . Departement,

Nugs," welche größer sind, als die persischen Teppiche' In Teppichen hat er die größte und feinste Auswahl, die ie.bier aeuiat vurd.

und verkauft dieselben zu den niedrigsten zavll wurden. Arele davon werden von Staate geruyn. Besonders machen wir auf die

Jngrains u. s. w. aufmerksam. Prachtvolle Portieres per Paar. Eben halten eine große Auswahl neuester Tapeten und Dekorativen. tztwaS neues im Markte. Billig, schön und künstlerisch ausgeführt.

ZXRÜDG

Qchmiebeiserue Nöbren stcji -FittlnqS"

gentc su? die .attona! ZuU ork Co.' ntile, S ihn. Rafhtenxl!i. Harnn LchlSuche, SchrauvenHreHer, Zntortt, Sch devschUssel, Puraxer.. echißerk,ug, ,to" u, Diel. .Stea Xrc" JB&lttt etale (25 Pfund ist, Putzdaura,?, w t Pf allen.) uv, alle sonftigen Jntrete,,l4 w. rbindun, mtt Damxf. al. unh vssrinrichtu ia FeSriken der rtft&tt gekraucht tbre werden auf eftellun, U axsrrft e. schnitten. TmiöHT & JILL80N, 76 cad 77 Süd Pellnshldaxia CtraZe.

Um einen

$6, tzZ.50. und Qll Waaeu kaufen ? C2S JJDTZXUHlG 9 LlblieferungS'Wagen und - Trucks," Wagen werden hübsch angestrichen. Zufrie Der PERFECTION P der belieb, teste Rollschlittschuh, der je gemacht wurde, der einzige doubl cushlon Schlittschuh, den es giebt. Die Räder haben Stahlachsen, Gewicht ein bi zwei Pfund weniger, als andere Schlittschuhe. -Brechen niemals. Erkundige Dich nach dem Preise. Preisen, welche je für solche Fabrikate be gar kernem andern Hause in diesem Bodv und Tapestrv Brüssels, Belvets. (SJÜl