Indiana Tribüne, Volume 8, Number 252, Indianapolis, Marion County, 29 May 1885 — Page 1
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(hA A www vww Jahrgang 8. Ofsice: Ao. 120 Oü MaiMand Strche. Nuluner 252. Jndianapollo, Jnviana, Freitag, Veu ss. Wkai 1805,
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la ftiUi SpaKe streit tlefelien nicht Cc schäftsauige find nnd d?n Raum von drei gellen nicht übeiüÜZ.'u, werden nnentgeltl ich aufgenommen. Diestlden Kleide S Tage ffchfa, Wunen aber uadeschraatt erneuert werden. Änzeigen, welSe bis Mittag 1 Uhr adge. eben erdeu, ftudeu n$ am seidigen Tage Vnfnahrne. czlcnqi. Sitlnat ird ci Kindermädchen. Sio. 230 Oft Dort Str. ' 3yra 3 il n g t itk in gut deutsch Köchin. Ne. 22S Nord Tennifftk Slraje. mxfehlunge vr langt. Ija Verlangt mir i 3X3bchn snetw 1 Jahre. . ZZZ Nord kennksske Strafe. Iju 3cilnt bafc alle eser dr Tribun rsadr, daj Z. S-ReiZner, v der aUen Ftnn Earttn Aeilner in o. 2 rd Pennsylvania Strafe ein neu! Schuögesch!ft eröffnet hat, und sich freuen ornd, sein zahlreiche freund, di ihm sit 2i) ?ah ren ,u? Peile gestanden, bei sich ,u sehen. 3; Stellegesuche. sucht wird Lrdeit von einem rfahrere Bäcker, , Sattch all Vormann. Adressen bittet man unter diffre . I. in der Office di. 8t. ,n hinter, lafle. 80m -sucht: Ein junger Älann, der mit Pferden maetzen kann, sucdt in Stell al Parte?, oder für Iznftize rbett. ach,ufrzen in der Office d Blatte. 3Crn Gefunden. Sefn den: in rdtbseidene? gnuenschirm an cTart?. Lkittch n e?td traß. 83 ann, Sie W;ft und Vorri Straße. 30 Verlaufen. Verlaufen oder gestohlen ein kleine Hündchen. Eigenthum , obert Kemxf, St ad eridta trat. Wer k wieder bringt, erJSU in elobung. 2;u Zu vermiethen. Z,rmtthn: SeschäftiVlatz mit Woönun. a. 3t ord Ost Straße. l;a Zu verkaufen. rkaufen: Ein wachsamer Sund- 319.211 Uu Straße. 33m l Todes - Anzeige. LheUnthmenden erwaneten und Bekannte di traurige ittdeiluug,daß unsere geliedt attinnnd utter. Minna Matzke, heute ,rae u 7 Uhr im ttn rn 23 Jahren nach turnn ranksein gestorben ist. Di Beerdigung findet Lonntzg Rachmittag um 3 Uhr vom T,a,rhase, Z A Prosxect Straße, aul statt, r?,,u ergedenft einladet dolph Matzke, Satte. I. Kopf - Leeture ! iZrsze Köpfe! leine Köpfe! Lange Köpfe k Breit: Köpfe! Runde Köpfe ! Gescheidte Köpfe l Dumme Köpfe ! KZpse jeder !lrt sind. eine passende KopsLedeckuug bei Bamberger dem dohlbekannte Huthändler Odo. 16 OS WasbingtonSr. An ContraAoren ! B?fiegelt Angebot für die Verlängerung dek ,ugkanal i Sromn Hill Friedhof erde in tx Office In . 9 Fletcher Lhar,' lo II D,nerfi g, den 4. Juni li8,, Rachmtttag ZLH entgege genommen. Pläne und Soejistka rtonen liegen in der Ofsice ,ur epchtigung vor. Im uftrage de Sa, Somit,. Geo. 1?. Andonon, Sekr. Große Eröffnung ! IM PH(ENIX GARTEN, Qdt Morris und Meridian Str.. a Samstag Abend, 3.Mai '85. M. Miller's Srckeoter wird eonzertiren. Zlenes Theater 6lfttUt5 aewöbnlicb bie Goldle genannt, in dsr BalaÜ beS LZestenS.
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Neues ver Telegraph. H ' WettersuSNüttN. Washington, D. C.. 29. Mai. Trüb, Wetter, und Sstgtn. vtkZndiklicher Wind, ktwas kühler. x Gen. Grant. N e w Y o r k, 29. Mai. Gen. Grant schlief lebte Nacht wegen aroöer Schmerzen im Halse und im Ohr sehr schlecht.
D i e A p a ch e n. D t n i n g. N. M.. 29. Mai. Dreidig Indianer, welche lebte Nacht bei Camp Fleming vorüberkamen. tödtet:n süns Meilen von Silver City fünf Männer. Von genanntem Orte brach eine Compagnie Freimilliger gegen die Indianer auf. Drahtnachrichten. Unglück zur See. N e ra Bork. 23. Mai. Der Dampfer .City of Rome-, der heute hier ein traf, berichtet, daß er am 24. Mai 4)5 llfir Nachmittag?, uährend eines dichten Nebels mit der vor Anker liegenden frav zöZislhen Fischer.Barke. .George John , usammenNien. Von der au 24 Mann bestehenden Besamung der Barke konnten nur 2 gerettet werden. Ein Wolkenbruch. Evanöville. Ind.. 23. Mai. Gegen 2 Uhr heute Nachmittag wurde die Stadt von einem Wolkenbruch heim gesucht. DaS Waffer stand in manchen Strafen 4 bis 5 Fuß hoch. Keller und Erdgeschosse wurden . überschwemmt. odurch grover Schaden angerichtet wurde. Der Verkehr auf den Straben mußte eingestellt werden.' Im EvanS ville und Terre Haute Bahnhofe stand daS Waffer 6 Zoll hoch. Die AbzugskanSle wurden sehr beschädigt und bis hölzernen . GoffenüdergZngr fortgerissen. Der Verlust an Eigenthum wird aus etwa $20,000 geschäht. Ueber Henderson. 10 Meilen unter halb von hier, aus der ttentuckyer Stile, zog zur selben Zeit ein schwere Gewlt ter. Ein Blitzstrahl traf die Brücke ln der Nähe des Pier 5. woselbst 7 oder 3 Mann an der Arbeit waren. Mehrere der Arbeiter wurden so schwer verlebt, dak ihr Auskommen unwahrscheinlich ist. Unser g.seg neteS Land. St. Louis. 28. Mai. Letzten Abend nahm Flora Down mehrere Artikel aus dem Schaufenster des Juwelier John Balland. Sie wurde verhastet und gab an, dah sie für Zeitungen in England und Canada geschrieben habe, daß sie in Chicago und i ier vergeblich versucht habe.. Veschästlgung zu finden, und dab sie den Diebftahl bloß zu de Zwecke begangen habe, um Nahrung und ein Unterkommen zu finden. Flora DownS tst offenbar ein gebildete Frau enzimmer. die Beamten aber glauben, daß eS besser sei, sie in einer Anstalt, alS im Zuchthause unterzubringen. Ein jugendlicher BSsewicht. B u ch a n a n. Mich.. 23. Mal. Der 16jährige John Kinncy, der 5 Meilen von hier wohni, machte vorgestern Abend den teuflischen Versuch, auf der Michigan Central Eisenbahn den New Yorker Exprekzug, dessen Eintreffen unmittelbar bevorstand von den Schienen zu werfen, indem er eine Eisenstange über da Geleise legte. Glücklicherweise wurde da Hinderniß zeitig genug entdeckt, um ein wahrscheinlich schreckliches Unglück zu ver hüten. Kinne? wurde heute verhaftet und bekannte fe'rn Verbrechen, weigert sich aber die Gründe dasür anzugtdLn. Ein Kampf mitdenApachen. Silver Citv, N. M, 28. Mai. Eine kleine Abtheilung deS 10. Cavalle rieregimentS stieß mit dem Häuptling Gerönimo und seiner Bande Apachen in CooP Canon zusammen. Di Indianer wurden zurückgetrieben und verloren vier Todte und vier Verwundete. Die Soldaten hatten zwei Todte und acht Ver vundete. Die Indianer wurden nicht verfolgt, weil die Zahl der Soldaten zu kleinist. Nach Vereinigung der Letzte ren mit 8 Compagnien deö 4. CavallerieregimentS wird die Verfolgung aufgenommen werden. Die UteS und die Navajoe haben stch den Apachen ange schloffen und dieselben zählen jetzt 200 Krieger. Außer diesen durchziehen noch mehrere Banden die Gegend und rauben und morden. Ueber dreißig Männer find bereit ermordet worden. Heute Morgen wurden ö Meilen von hier die Leichen eine Merikaner. seiner . Frau und drei Kinder gesunden. Eine Maffe von Pferden , und Vieh wurde gestohlen. Die Eisenarbeitt r. P i t t S b u r g, 2S. Mai, Die Si fenfabrikanten beschlossen nahezu elnftim nig, die Forderung der Amalgamated Affociation nicht zu bevMgen. Bloß
zwei Firmen beabsichtigen nachzugeben. Die A beiter meinen jedoch, daß stch die sn zwei noch mehr anschließen werden. Rebellion inAuSsicht. Victoria, B. C., 23. Mai. E herrscht hier gegen die Regierung der Dominion große Entrüstung wegen der Regulationen in Bezug auf Wäldlände reien. Sollten dieselben durchgeführt werden, so wird aller Wahrscheinlichkeit nach eine Rebellion auöbrechen. Telegraphisches Allerlei.
. In Paris RoadS. Ps. herrscht die Dipbteria noch immer epidemisch. Der gestern angestellte vierte Versuch mit dem Dampfer Dolphrn gelang. Er machte 16X Knoten in der Stunde. . Die Arbeiter der Enterprise Kohlen bergwerke bei Mount Carmel, Pa. ver langen eine Lohnerhöhung von 10 Pro zent. Ein Strike steht in Aussicht. Durcd die Explosion eines mit Benzin gefüllten Gefäßes stürzte in Philadelphia gestern ein fünfstöckige Gebäude ein. Eine vorübergehende Frau Cathcart wurde unter den Trümmern begraben. Die in Cincinnati tagenden Nagel fabrikanten haben beschlossen, die Förde rung der Amalgamated Association zu rückzuweisen und am nächsten Samstag die Fabriken zu schließen. In Reading, Pa. ließ der zwölf Jahre alte Charle Smith ein Messer in einen Brunnen scllen, und stieg hinab, um es zu holen. Er wurde durch Gase bewußt loS. Ein Mann stieg hinab, um ihn zu retten, wurde aber ebenfalls ein Opfer der Gase. Beide starben. Während der mit dem 1. April endigenden zehn Monate gingen an Bunde? steuern ein : Für Spiritussen $56126 345. Tabak 521,417.526. Bi $14,393 735. Im Vergleich zum Vorjahre hat die Steuer auf Bier zugenommen, die auf Spiritussen abgenommen. - Veneralpoftmeister Vils ersuchte den kürzlich ernannten Postmeister Meade von Hazlehurst. Capiah County. Misst sftppi. wieder abzudanken. Er hatte in Ersahrung gebracht, daß derselbe in 1883 bei. einer Versammlung den Vorsitz führte, in welcher Sympathiebeschlüsie für Werner, dem Mörder deö Rkpublik nerS Matthew gefaßt wurden. Per Sadel. Au Paris. P a r i . S9. A?ai. Die Regierung hat dem Cleruö besohlen, dg? Pantheon binnen 43 Stunden, ungeachtet de Pro teste! des Ekjdischols gegen eine Etaeih ung desselben, zu räumen. Mehrere Blätter tadeln die Regierung wegen dieses Befehles. Der Cultusminister hat bereit? ange deutet, daß, nachdem daS Pantheon sei nem ursprünglichen Zwecke wieder gege den sei, auch die Leichen deS EPräsi denten Thier'S und Leon Gambetta'S dort ihre letzte Ruhestätte finden sollen. Die Communisten haben in mehreren, gestern Abend abgehaltenen Versammlungen beschlossen, bei der Begräbmßfeier Victor Hugo'S mit rothen Fahnen zu er scheinen. Die Regierung wurde gleich zeitig aufgefordert, sich nicht einzumischen uyd die Communjgen ruhig gewähren zu lassen. Victor Hugo'S Leichenzug wird nicht den großen, Boulevard berühren. Er wird den Place de la Concord, sowie hie Boulevards St. Germain und Ht.Michel passtren. Frankreich und China. S h a n g h a i, 23. Mai. Eine Depesche von Tientsin meldet, daß stch Frankreich und China in Bezug aus alle Punkte deS FeiedenSvertrageS geeinigt haben und daß der Vertrag morgen un terzeichnet wird. Ein weiblicher Kandidat. L o u d o n, 28. Mai. Helena Tay. lor, eine Befürworten des Frauenstimm rechts, bewirbt sich um einen Sitz im Parlament. QtkfneSrtedt. New ?)o es, 28. Mai. Angekomme : Pennland- von Antwerpen. London. 28. Mai. Angekommen : E5" von New ?)ork. Q u e e n t o w n, 23. Mai. Angekommen : .Nevada" von New Vorl. Marktpreise. ti a VI GAtnlea-5-lti Schulter e, 9fd 1t. Kiitin 64ttKtfcdmtl l namitn 10; a, I4.54S.00; 5wmaw 4.4. VI. VB . H. WH ! utter Er,a,r, Z-Z vir, 18 lk; Touutt, tS t?a. - 9 D i. 4ll l . im 1 , S, , , e xer w , Ig ? VI. it Hi Itt-W-W niÄHl. .
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Vor VuSlande.
In einer Loge des Orpheams zu Budapest saßen zwei Damen, die in der budapester Gesellschaft als Beautes bekannt sind, und der Angehörige. In derselben Loge befand sich auch ein junger Maler Namens Temple, der zu den de gabtesten ungarischen Künstlern zählt. In der Nachbarloge saßen zwei junge Magnaten, von welchen einer der jün gere fortwährend den Rauch seiner Cigarre in die Nachbarloge blies. Als sich der junge Maler, der beiden Aristotraten den Rücken zugewendet hatte, ein? mal umwandte, geschah x$, daß ihm der junge Magnat den 3!auch gerade in's Getcht blies. Der Künstler, nebenbei bemerkt, ein brillanter Turner, bat den Nachbar, sich anständiger zu benehmen," worauf er keine andere Antwort erhielt, als eine Beschimpfung mit einem keineswegS duftenden Epitheton. Der Maler wies den jungen Mann in derber Weise zmecht. Wenn Sie kein Feigling sind, so folgen Sie mir in's Foyer, denn hier im Saale will ich Sie nicht züchtigen." Der erregte Künstler schrie sehr laut und die Aufmerksamkeit des Publikums concentrirte sich sofort auf die Streitenden. Der junge Magnat zog nun eine Visitenkarte hervor und reichte, sie dem Maler, welch' Letzterer aber auf die Karte hustete. Nun gebrauchte der Aristokrat beleidigende Worte, aber er folgte dem Maler in das Foyer, wo sich erns beispiellose Scene abspielte. Der Maler ergriff den jungen Mann, zauste und ohrfeigte ihn so lange, bis sich die Zuschauer der Sache annahmen und weitere Thätlichkeiten verhinderten. Zwei Freunde des insultirten Magnaten erschienen nun und machten den Vialer darauf auf merksanr, daß der insultirte Magnat aus einer der hervorragendsten gräflichen Familien Siebenbürgens stamme, worauf der Maler entgegnete, daß er sich seine Satisfaction genommen habe und damit zufrieden sei. Wolle sich . aber der Graf mtt ihm duelliren, so möge er ihm seine Secundanten schicken. Das ist auch geschehen; Temple, der Maler, hat eine Wunde ander rechten Hand, der junge Gras -Erdöd hat jetzt einen Finder weniger. ' ' ' Vor einigen Wochen erschien, wie die B. Z." mittheilt, in der Berliner Klinik ein hübsches, junges Mädchen und erklärte auf die Frae,was ihr fehle, dem Arzt, daß sie an emohriHer Taubheit leide. Borden Specialiften für Ohrenkrankheiten geführt, ließ sie sich nach längerem Zaudern dahin aus : ihr Bräutigam, von der Reise zurückgekehrt, habe sie umarmt und ihr, rn dem er seinen Mund fest an ihr Ohr preßte, auf dasselbe einen so herzhaften Kuß gegeben, daß sie im selben Momente einen heftigen Schmerz darin empfand und seitdem fast nichts mehr l)öre. In der That wurde eine Zerreißung des Trommelfells mit heftiger Entzündung der umliegenden WeichtheilY constatirt. Was hat die Siebe nicht Alles aus dem Gewissen! Ein Wiener Correspondent berichtet über folgenden Fall von Pferdefanatismus : Ein ungarischer Magnat, der sich des Besitzes eines vorzügllchen Nennstalles und vielgenannten Turfsiegers während der letzten Jahre erfreut, berief vor etlichen Wochen eineq unserer wiener Thiermaler auf sein Gut, die derübmte' Stute zu malen. Der Künstler skPirte das schön? Thier und nahm es mtt nach Wien, das Bild in seinem Atelier auszuführen. Bald nach seiner Rückkehr erhielt er ein Schreiben des stolzen Pferdebesitzers, in dem es hieß : wennauch der Künstler die charakteristischen Schönheiten des Nenners erfaßt, so habe eS ihm doch an Zeit gemangelt, alle Vorzüge desselben zu würvigen, sz) z. B. den frommen, beinahe verklärten Blick der Stute. Er möge so so freundlich sein, sich ins Belvedere zu begeben und dort eine näher bezeichnet? Madonna der altdeutschen Schule zu betrachten, Ganz undW denseshen schönen, milden Blick besitze der Nenner,und der Maler möge sich für denselben an das Vorbild halten. So wunderlich der Vorgang klingt: er ist buchstäblich wahr. So weit vermag der Enthusiasmus eines magyarischen Sportsman zu reichen !" In Paris machte es unlängst einiges Aufsehen, daß eine gewisse Madame Tiercelin m ihrem Testamente ihre Köchin Mlle. Nouque zur Universalerbin einsetzte, wodurch diese in den Besitz eines Vermögens von drei Millionen Francs gelangte. Die Verwandten der Verstorbenen sochten die Willigkeit dieses Testamentes an, und yor einigen Tagen gelangte di? 6ache zur richterlichen Entscheidung. Frl. Rouqu? wurde in unbeschränktem Besitz ihrer Millionen gelassen und die Erben mit ihrer Forderung, das Testament für unailtig zu erklären, abgewiesen. Die Dlillionenköchin" ist natürlich jetzt der Gegenstand vielfacher Huldigungen; auch eimge hohe Aristokraten ja sogar em Herzog sollsich unter ihren Anbetern befinden; die Äilsionen halten bekanntlich heute) mancher vielzackigen Nrone dgs Gleichgewicht. In Madrid fand vor wenigen Tagen eine Gerichtsverhandlung statt, welche das spanische Polizei-und Justizwesen in einem wenig günstigen sichte erscheinen läßt. Angeklagt waren, pre; Leute des versuchten Raubes im Palaij 'des Ministers Romero Robledo. Die Angeklagten mächten den Eindruck, als kämen sie nicht aus dem Unterfu chungsgefängniß, sondern aus dem Holvital. Der HauptanZeklaK, Nam.cn?
Munoz, jagte auS er habe sich mit med-
reren Bekannten am Morgen des 1. August vorigen Jahres vordem Minister Hotel befunden, dort habe ihm einer der Freunde den Hut fortgenommen und auf den Balcon des Palais geworfen. Da es erst drei Uhr war, so habe er nicht rufen wollen, sondern sei von außen auf den Balcon geklettert und durch eine offene Thür in das erste Zimmer getreten, wo er seinen out fand, n demselben Augenblick trat Jemand in Unterkleidern mit einem brennenden Licht in der Hand rn das Zimmer yinern und rief sofort um Hilfe. Er habe sich, um allen Wei terungen zu entgehen, über den Balcon fallen lassen, sei aber unten sofort von Polizisten festgenommen worden. In das Palais geführt, wurde ihm von einem Herrn gesagt, man werde ihn in Schuß nehmen, wenn er aussage, er habe mit einer Magd und einem Kutscher zusammen einen Mordversuch gegen den Minister geplant. Als er sich weigerte, wurde er in's Gefängniß gebracht und dort schmählich behandelt, geschlagen, drei Tage ohne jede Nahrung gelassen und in einen Sack gesteckt (!!). Der zweite Angeklagte sagte gleichfalls aus, man habe ihn veranlassen wollen, auszusagen, er sei an einem Complot gegen das Leben Nobledo's betheiligt. Man hatte ihm sogar durch die entsetzlichsten Quälereien die Unterzeichnung einer schriftlichen derartigen Aussage abgerun gen. Man hatte ihn furchtbar geschlagen und ebenfalls Tage lang ohne Speise und ohne Trank gelassen. Er war so verschmachtet, daß er die Zunge an die Ketten legte, um sie zu kühlen. Munoz wurde wegen versuchten Mordes zu zwei Monaten Gefängniß verurtheilt, die anderen freigesprochen. Ihre Aussagen wurden protocollirt und der Behörde zur weiteren Veranlassung überwiesen. DieVerhafteten baten flehentlich fle davor zu schützen, daß sie ausRache für ihre Aussagen weite? gequält würden. Die Sache erregt natürlich das größte Aussehen. Eine interessante Entscheidung fällte vor Kurzem ein englischer Richter in Bristol. Ein Wucherer yattf-emen armen Teufel verklagt, der in seine Hände gefallen und ihm in Folge der obligaten Nebenspesen vnd des emporend hohen Zinsfußes von 25 pCt. per Monat nicht ioeniger als Pfd. Sterling (600 M.) schuldete,. eine Summe, die für den Aermsteti unaufdringlich war. Der Nichler mußte natürlich den Schuldner zur Zahluiig verurteilen, in England besteht kein Wucherzesetz ! ab.r er that dies dergesiall, daß erdem Angllagken die Zahlung von monatlich G Pcnce (20 Pf.) an den Wucherer auferlegte, da es nicht in feiner Kraft stände, mehr als diese Summe übe? das zu verdienen, was er unumgänglich nothwendig zum. Leben brauche. Eine engtische Zeitung rechnet nun ans, daß der Wucherer 145 ahre alt werden müßte, wenn er das Geld seines Schuldners mit Zinsen wiedererhielte. Ueber dasVermögen der Wittwe des verstorbenen Reichstags-und Landtags-Abgeordneten Schulze-Delitzsch ist der Konkurs eröffnet worden. Der hochverehrte Volksmann, schreibt die Hamburger Reform", war bekanntlich nie mit Glücksgütern gesegnet, was vor Jahren Veranlassung gab, in den Kreisen seiner Freunde und Verehrer eine Summe von 70,000 Thalern aufzubringen, welche Schulze-Delitzsch ,ur Verfügung gestellt wurde. Der uneigennützige Mann lehnte die Annahme dieser nationalen' Sammlung ab, acceptirte nur einen theilweisen Zinsgenuß und bestimmte, da die Zinsen des Kadital 'nach seinem Tode zu Gunsten der Genosfenflyarren verwenvyt werden sollten. Angesichts dieser Thatsache erscheint es als eme Ehrenpflicht, von der hochbetagten Lebensgefährtin des Verstorbenen die Stunden der Noth und Enbehrung fern zu halten unh Sache aller Liberalen ;rn. Allgemeinen und der Genoffenschaften im Besonderen wäre es in erster Llnie, der Hochherzigkeit ihres Stifters eingedenk zu sem und den Zoll der Dankvarkeit auch auf die zurückgebliebene Wittwe zu übertragen. In Neapel hat sich vor einigen Tagen ein -gewisser Wladimir Allodi mittelstKyhlenoxydgaseS vergiftet. Der Selbstmörder hirnerließ einen Brief, in welchem es u. A. heißt : Nicht gern, aber freiwillig gehe ich in den Tod.' Wer so neugierig ist,' Riffen zu wollen, waS mich zu diesem .etzten Schritte be wogen haben mochte, dem werde ich den Grund sagen:. Ich tödte mich aus Furcht, irrsinnig zu werden. Ja, wenn ich noch weitere zwei oder drei Monate leben sollte, würde eine Umnachtung meines Geistes nicht ausbleiben, und darum setze ich jetzt, bei vollkommener Gesundheit, meinem Leben ein Ende. Eine. Theatervorstellung von Taubstummen fand kürlich in einem Berlin Privätlnstitut statt. Als Probe des Lehrerfolges gelangten einige Seenen aus Sheridan's Lästerschule" zur Aufführung. Die Darstellung und Darstellerinnen nebst dem größten Theil der. Zuhörerhaft bestanden aus hen Zöglinaen dieser Privat'Taubstmmen.Anstalt. Der Dialog wurde natürlich in der Zei' chensvrache gegeben. Um den Hörenden im Auditorium den Gang der Handlung verständlich zu machen, laS ein auf der Seite der Bühne stehender Herr den Dialog vor und hielt ein, ft oft er die Handlung überhott hatte.
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