Indiana Tribüne, Volume 8, Number 245, Indianapolis, Marion County, 22 May 1885 — Page 1
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I W' mv AUJl Zahrgsng 8. Ossice: No. 120 Ost Marhland Strotze. Nummer 245. Indianapolis, Jndlana Freitag, den 22. Mai 1883.
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W t l t l u S s i t e n. Wash ing on. D. C.. 22. Mai. Strichregen, trübes Wetter, bleibende Temperatur. Gen. Grat. New Bork, 22. Mai. Sen. Grant hatte gestern Schmerze im Halse, schlief aber letzte Nacht ganz gut. Bankerott e. N e s Y o r k. 22. Mal. Die Zahl der Bankerotte in den Aer. Staaten und Canada in letzter Woche belief sich auf 239 gegen 229 in vorizer Woche. Gute Zeiten, aber ma merkt'S nicht. PittSburg. 22. Mai. Die hie. stgen Eisenfabkiken haben groe Be stellungen und arbeiten Tag und Nacht. t Aiktor Hugo, t P a r i 5. 22. Mai. Victor Hugo starb heute Nachmittag um 2 Uhr. DaS Ministerium wird die Kammer ersuchen. auS Achtung vor dem Verstor denen sich zu vertagen. ES helfet, dah er in seinem Testamente die Bestimmung getroffen habe, dak seine Manuskripte Frankreich gehören sollen. und daß er eS der R?publik überlasse, ihn würdig zu begraben. AlS es bekannt wurde, das des Dich terS letzte Stunde nahe sei. lies ihm Cardinal Guibert. Erzbischof von Paris seine Dienste anbieten. Der Schwie gersohn des Sterbenden. Herr Lockrey. wies das Änerbieten dankend mit der Be merkung zurück, dak Victor Hugo den Tod ervarte, aber die Dienste eines PrilsterS nicht wünsche. Drahtnachrichten. Ein entsetzliche Unglück. Cincinnati.21.Mai. Im Hause No. IS West 0. Straße brach in Folae der Crplonon emeZ GasoltnosenS trn zweiten Stocke ffeuer aus. Die Jlam men fuhren sofort die Elevatoröffnung hinaus, welche sich neben der Treppe be findet und in Folge dessen wurde Denen, welche sich in den oberen Stockmerken be fanden, der Weg abgeschnitten. In dem lÄbäude befand sich Sullivan k Co'Z. Druckerei ; Oktb, Wisse! k o's. Färberei und einige ander Veschäfle Siebzehn Vtrsonen. mtisi Arbeittr der Druckerei fielen dem Brand zum Opfer. Um Uhr ging der Lokalredakteur des TimeSStar die Treppe zu seiner Office hinaus, wobei er btmerkle, daß wce ymaus, wooei er oemerlie, oas au dem hinteren Fenster deS GebüudeS Rauch drang. Er rief sofort die Feuermehr herbei und innerhalb zehn Minuten war man deZ Ftuer Herr. Wer aber beschreibt raS Entsetzen deS FeuerwehrchesS als derselbe daS fünfte von zehn Mädchen entdeckte. Ihre lei der waren nicht . verbrannt, bloß die Hände waren etwa? versengt. DaS Feuer war kaum auSgebrochen, als John Sullivan hinauf in den fünf ten Stock lief, um die Mädchen zu warnen. Kaum war er oben. als auch ihm selbst der Rückweg abge schnitten war. Ein Mann war aus das rr . v. CTl -...f.B ...21!.. V sjucu vi yicurjiguuu ueuunen uno hatte von dort einen Strick an das Jen. fle? heruvgelanen. an oem tt sullivan M , I x. .c. k.. Ct.:j OCunu. iiuuu in wurn, vauy Mädcken daran fest, unn da selbe wurde hinabgelassen. Dies würd li im . v t . t v .t.. orei ujtai wiroeryoll, oanrr aoer waren oie anderen Mädchen bereits erstickt und Sullivan band sich selbst den Strick um den Leib. Kaum aber befand er sich in der Mitte zwischen dem Fenster und dem Boden, als die Flammen aus einem Jen ster herausschlugen, und Sullivzn lebloS auf daS Pflaster herabfiel. Eine Anzahl Mädchen fand den Tod beim Herabspringen. Ein starker Neger versuchte einige der Unglücklichen auszu sangen, aerttty oaoet aoer elvn m SebenSaekabr. und Aoa sich schwere Ver w. war entsetzlich z sehen, .X. ODJISAtn am InlttM iöic uic JJiuuv4in vui wivutvmt herabsprangen und auf dem Pflaster zer schmettert WUrdtN. Und All., da, .Ichah innttbalb .ni. .. . Tl. OT IVX 111 n.M. ger ttNUlrn. xjk amürn wmn um leicht lttttN löNNeN, vkNN VOM oberste sgrtk eine Otffnuna aus da " ' , ..v . . x. a, UN vvlli uu wuii ein Leichtes gewesen, aus oas emeS Rebenhauses zu gelangen. Der Gebrauch der Leitern wurde, wie gewöhnlich durch die Drähte der Tel t grapo- uno Telepoonleuungen verom . . . . . . t . ert. Die Leichen wurden nach der Morgue gebracht. Dort eeeigneten sich Szenen, welche jede? Beschreibung spotten. AlS Frau Leban die Reihen der Todten ent lang ging und ihre drei Töchter unter 1 denselben erbickte, wurde sie fast ahn
sinnig vor Schmerz. . Ebenso entsetzlich
war eS als der Polizist Handel von Eo vington seine beiden Schwestern, Zwillinge, unter den Todten fand. DaS Feuer selbst war gar nickt sehr bedeutend und der Schaden am Gebäude sehr gering. Die Namen der Todten sind : Dollie und Lillie Handel, Zwillinge, 20 Jahre alt; Fannie JoneS. 22 Jahre; Delia. Katie und Mary Leban. Schwestern, 14. 1 und 22 Jahre: Katie Lowrie. 20 r Jahre; Lizzie Meier. 16 Jahre ; Anna McJmire. 20 Jahre; Fannie Norton. 21 Jahre; Katie und Mary Putnam, Schwestern. 19 und 22 Jahre; John Sullivan, 22 Jahre ; Lillie Wvnn. 20 Jahre; zusammen vierzehn. Will. Bishop. Josie Brooks und Nannie Shcphard sind tödtlich verletzt. Eine Subskriptionsliste für die Fami lien der Opfer ist in Umlauf. Keine Einigung. Chicago, 21. Mai. Die Richter Harlan und Sresham haben sich in dem Mackin-Gallagher - Fall nicht geeinigt und derselbe geht an die Supreme Court. Inzwischen verbleiben die Angeklagten unter Bürgschaft. Außerdem find in den StaatSgerichten neue Anklagen gegen sie eingereicht worden. Einigte sich nicht. New York. 22. Mai. In dem Falle deS JustuS Tchwab. angeklagt der Aufruhrstiftung, erzielte die Jury keine Einigung. JahreS - Versammln n g der Vierbrauer. N e w V o r k. ZU Mai. Für daS literarischt Bureau wurden .D10.000 Bewilligt. Herrn MauS von Indianapolis wurden $400 für den Zweck bewilligt, seinen Prozeß wegen eines Patentes vor daS OberbundeSgericht zu bringen, da eine Entscheidung dieses Gerichts der ganzen Gesellschaft von Nutzen ist. ES wurde bestimmt, daß die nächste Jahresversammlung in San FranziSko stattfinde. Die Beamtenwahl ergab folgenöeS Resultat: Präsident. William V. MileS von New York; Vice-Prasiden-ten, Henry Clausen von New Pork und CbarleS G. Stiefel von St. LouiS; Schatzmeister. I. C. G. Hopfel von New Psrk; Secretär, Richard ttotzenmeyer Äon New Vork; TrulleeS, William A. MileS von New Bork. Henry Clausen, jr. von New York. Richard Katzenmeyer von New Vork. I. C. G. Hupfel von New Äork. H. B. Scharmann von Brooklyn, Joseph Lieiman von Brook lyn, Gottfred Krüger von Newark.N. I., Henry H. Reuter von Boston, Jacob Conrad von Philadelphia. Wm. I. Lemp von St. LouiS. Christ Moerlein von Cincinnati, Emil Schauderan von Milwaukee und Andrew E. Leicht von Chicago. Per Kabel. Ein Rath BiSmarckS. Berlin. 21. Mai. ES wird bk. richtet, daß Fürst BiSmarck England räth seinen Schutz EgyptenS auf Idie Fi nanzen zu beschränken und deutsche Colonialunternehmungen in Ostafrika zu unterstützen. Sieht sich v 0 r. H.elsingsord, 21. Mai. Ruß. land errichtet Batterien an allen strate gischen Punkten des Golfs von Finn land. Nachrichten per Kabel. Victor Hugo verbrachte eine gute Nacht. Die Bartholdi Statue ging mit dem Dmpfer Jsere von Rouen ab. Der deutsche BundeSrath hat die Einführung der Börsensteuer beschlossen. Der Braunschweiger Landtag hat sich gegen den Herzog von Cumberland er klärt. - De GierS sprach sich gestern dahin auS, daß er nicht länger sn der Erhaltung deS Friedens zweifle. Kaiser Wilhelm leidet an Erkältung, und der Kronprinz wird ihn bei den FrühsahrSparaden vertreten. In St. Petersburg wurden am 1. ds. elf Anarchisten verhaftet und eine Anzahl nihilistischer Dokumente konfiSzirt. Verüchtweise verlautet, daß unter den englischen Ministern Uneinigkeit herrsche und daß mehrere derselbe abdanken wollen. Ueber acht Punkte von den zehn deS vorgeschlagenen Friedensvertrages zwischen Frankreich und China ist bereits eine Einigung erzielt. SisssnaSriSteu. New Bork, 21. Mai. Angekommen : Gtaie of Jndiana" von Glasgow und British ftina von Liverpool.
Marktpreise.
ihn ?u. t. ljoi: ?.. 3 tttx, 1.00c. jtarn $0.2 ni& 52c: gmt'. 4;. Hafer v. iß LVc : kr'ZchlZe. ((in- Sie. Ute tl0.5i). Heu- niio. Ächn!n 9x-ll bu ltrn !e. IM. I , i t n 7j. v2.h wlfaml S1- ? 1Kt l aiirtl li.Ä; nn, S5.0i; Crtrm.-mi, 3t r : im tor Mi. 9ttttr tatritr25-'i; Da'r 1 Xc Ctttntrg 10 12c. 8 ahnt IOC jttvitt'i itto f f In VJ 6i) , Rlh. Vom AuSlsndx AuS Hannover wird vom 4. Mai über einen dort vorgekommenen Tumult geschrieben: Als der Candidat Schwennbagen aus Berlin am Sonntag in einer ' Arbeiterversammlung sprach, und dieselbe polizeilich aufgelöst wurde, entstand ein großer Lärm, über den der Hann. Kurier" ach amtlichen Erhebungen folgenden näheren Bericht mittheilt: Nachdem die Versammlung kurz nach 9j Uhr für aufgelost erklärt worden, wurden dem Redner zunächst einige Bravo's und Hoch's zugerufen, dann aber entstand ein fürchterlicher Lärm, untermischt mit grellen Pfiffen. Die Polizeibeamten wurden mit allerHand Schimpfworten belegt: einige schrieen Räuberbande," andere: Spitbuben", wieder andere : Hoch lebe die Socialdemokratie, nieder mit derPolizei!" usw. Dem übettvachenden Polizei Commiffarius speciell wurde zugerufen : Feiger Hund ! Komm 'mal runter "t (von der Tribüne nämlich) usw. Da der wiederholten Aufforderung desselben, den Saal zu verlassen, nicht Folge ge geben wurde, trieben nunmehr die Polizeibeamten, mit flacber Säbelklinge Hiebe austheilend, die Widerstand leistende Menge aus dem Saale, was binnen etwa zehn Minuten gelang. Die Volks menge rottete sich jedoch aus der Straße vor dem Lokal zusammen, die Schutz' Mannschaft umzingelnd und bedrohend. Letztere war abermals gezwungen, die Menge mit Gewalt auseinander zu im ben, wobei abermals mit der flachen Klinge eingehauen werden mußte. Der größere Theil der Volksmasse wälzte sich nun nach dem Aegidienthorplatz, woselbst den Polizeibeamten von neuem Widerstand entgcgengeset wurde. Unter Schimpfworten, wie Schmutzleute" :c, wurden sogar Steine gegen sie geschleudert, welche jedoch keinen der Beamten trafen. Soweit bis jetzt bekannt, sind Verwundungen überhaupt nicht vorgekommen, namentlich nicht in Folge der ausgetheilten Säbelhiebe. Erst gegen 10j Uhr zogen die Massen truppweise, die Arbeitermarseillaise fingend, von bannen, worauf Ruhe eintrat." DieBewohner derProv inz Huamelis in Peru gewinnen auf eine ganz eigenthümliche, höchst primitive Art das geschätzte Edelmetall. Der Chukamba, ein Küstenfluß Perus, führt nämlich in meilenweiter Erstreckung oberund unterhalb des Sonnentempels Gold, dessen jährliche Ausbeute daselbst etwa eine halbe Million Gulden betrügt. Ne ben der gewöhnlichen Goldwäscherei wird noch folgendes Verfahren bei der Goldgewinnung angewendet. Von einem Schaffell wird die Wolle bis auf einen halben Zoll Länge abgeschnitten. Die auf diese Weise präparirten Felle werden mit der Wollseite nach oben am besten mitten in den Stromschnellen oder unterhalb derselben mittels Steinen oder sonstwie verankert. Nach einigen Stun den, längstens einem Tage, nimmt man die Schaffelle aus dem Flusse, gibt sie mit der Wollseite nach abwärts in Fässer und wäscht sie sorgfältig aus. Das im Felle verfilzte Gold fällt dabei auf den Boden des Fasses und wird dann eingesammelt. Diese Prozedur der Goldwä schere! War schon den Inkas bekannt. Nur scheinen sich dieselben der Felle des Lamas und Vicunas bedient zu haben, da die Schafe bekanntlich erst später durch die Europäer nach Südamerika gebracht wurden. Ueber die Eröffnung der ungarischen Landesausstellung am 2. Mai, schreibt man aus Budapest: Es ist eine bekannte Thatfache, daß die Magyaren bewährte Meister der scenischen Anordnung sind, und in der Veranstalwng rauschender Feste, pomphafter Aufzöge zc. ihresgleichen suchen. Was jedoch der der heute durch den Kaiser vorgenommenen Eröffnung der Landesausstellung geleistet worden, stellt alle bisherigen Veranstaltungen tief in den Schatten, und gemahnt ein wenig an den Glanz des Kronungsfestes rm Jahre 18(37. Man hätte es nicht für möglich halten sollen, daß die Schwesterstädte, die kaum 400,000 Einwohner zählen, ein solches ungeheures Vkassenaufgebot als Folie zu einem politisch-industriellen Feste zu stellen vermögen. Es war einfach Alles mobilisirt, was in dieser Stadt authoch thon oder zugewandert ist. Der Enthusiasmus war ein außerordentlicher, das Straßenleben entwickelte sich in den größten Dimensionen und verdichtete sich ge gen 11 Uhr Vormittags zu einem unge beuren Gewühl von Wagen und Menschen, in das selbst die zahlreich aufgebotene Polizeimannschaft zu Pferd und zu Fuß, zwei Escadronen Husaren, einige Bataillone Infanterie und Jäger, sowie ein Piquet vom Pompiers bei aller An strengung nur leidliche Ordnung zu brin aen vermochten. Die Magnaten weit-
eiferten in der SchausteUunq ihres sva
milienreichthums an Schmuck, Waffen und Gewändern. Als der Kaiser die Jndustriehalle betrat, blieb er sichtlich überrascht einen Augenblick stehen, denn dieselbe präsentirte sich als eine volltom mm fertiggestellte, sehr reichhaltige AuS stellung. Vom Centrum her erbrausten die Klänge der Orgel, auf welcher ein Hymnus gespielt wurde. Nachdem die Jndustriehalle durchschritten war, wurden der Forstpavillon, der Pavillon Croatien? und der Kaiserpavillon besichtigt, woraus der Hof die Ausstellung verließ. In Temeswar ist Fürst Alexander Karageorgiewitch gestorben. Fürst Alexander war der Sohn Georg Karageorgiewitchs (des schwarzen Georg), welcher die Serben in ihrem Befreiungs kämpfe gegen die Türken von 1804 bis 1813 führte. Die Serben erkämpften sich eine ziemlich vollständige Selbststän digkeit, die Pforte erkannte dieselbe aber nur unter der Bedingung an, daß Kara Georg das Lund verließ, worauf dieser sich mit seinem damals 7jährigen Sohne nach Nußland begab. , Neue Bedrückungen seitens der Türken hatten eine neue Erhebung der Serben zur Folge unter Leitung von Milosch Obrenowitsch; Karageorgiewitsch kehrte 1817 zurück, um am Kampfe theilzunehmen. Aülosck verrieth seine Anwesenheit dem Pascha von Belgrad, der den nationalen Helden Serbiens meuchlings ermorden ließ. Daher die Feindschaft zwischen den Familien Karageorgiewitsch und Obrenowitsch, die Quelle blutiger Dramen in der Geschichte Serbiens. 1827 wurde Milosch zum Fürsten von Serbien gcwählt, mußte 183'. zu Künsten seines Sohnes abdanken, welcher wiederum 1842 von den Serben verjagt wurde. Nun wurde Alexander Karageorgiewitsch zum Fürsten gewählt. Ticzcr imhdcii tende Regent kannte nur die eine Torge. ein großes Privatvermögkn iamnuin, um reicher zu sein als die Familie bic--uowitsch. 185(5 wurde er abseiet.: und flüchtete nach Ungarn, ivo er großen isrundbefitz erwarb. Dis Scrl,ci rufen den alten Milosch zurück, drr jrdoch schon 1860 starb, Sein cohi und Nachfolger Michael. zu,:i jwittcii 'Äale Fürs: von Serbien, lrmt'c I8;s eci;;cr der. Die Urheberschaft dieses Attentats tourde Fürst Alexander zugeschrieben. In Belgrad, wo seine Gegner sich behauptet und den 14jährigen Milan zum Fürsten ausgerufen hatten, wurde Fürst Älerander in contumaciam zu 2oj "ihriger Gefängnißstrafe verurtheilt. Auch in Pest angeklagt, wurde er in elsler In--stanz wegen mangelnder Beweise srcigesprochen, in zweiter Instanz abtx 31: acht jähriger Kerkerstrafe verurtheilt. 3e endete seine wenig rühmliche Laufbahn. Ueber die von den G e f a n genen des Mahdi zu erduldende Behandlung sind in Cairo Nachrichten eingegan. gen. Ein am 20. März dort eingetroffener Brief von Schwester Therese Gn golini ist vom 3. Februar datirt und mit Bleistift auf ein baumwollenes Tfr schentuch geschrieben. Es werden darin kurz die schrecklichen Leiden geschildert, welche sie, sowie die anderen rn der Gefangenschaft des Mahdi in Omdurman befindlichen Schwestern und Priester zu erdulden haben. Auch empfiehlt fie einen Plan zu ihrer Rettung, den zu veröffent: lichen unvorsichtig wäre, der aber sehr hoffnungsvoll ist. Ein anderer, vom 28. Februar datirter Brief von M. Santoni erreichte Kairo am 13. März. Dieses letztere Schreiben enthält katego rische Antworten auf gewiffe Fragen, deren Bekanntgeben gleichfalls unweise wäre. M. Santoni begab sich zuerst nach Abu Gussi, von dort über Kordofan nach Ambiliba, und dann nach Omdurman. Im letzteren Orte sah er thatsächlich die Schwestern und Priester und unterhielt sich mit ihnen. Er wurde als englischer Spion verhaftet und eingekerkert, später jedoch wiederum freigelassen. Vor etlichen Wochen ist in Sana, der Hauptstadt der Provinz Aemen (Südarabien), der dortige türkische Generalgouverneur Jzzet Pascha mit Hinterlassung einer großen Familie und eines bedeutenden Privatvermögens gesterben. Kaum hatte der Gouverneur seine Augen geschlossen, ließ die Pforte dessen Privatvermögen mit Beschlag belegen, angeblich, weil der Verstorbene sich bei Lebzeiten manche Griffe in die Staatskasse erlaubt hatte. Wie nun arabische Blätter melden, wurden in der Feuerfesten" des Verstorbenen folgende Baarsummen vorgefunden : 36,04(5 türkische Pfund, 3(534 Pfd. St., 581 Zwanzig Fraucsstücke, 18 Jmperialö und 6840 Stück Maria Theresien-Thaler. Außerdem hinterließ der Verstorbene Grundstücke'im Wertbe von 14,000 fl. ö. W.Neöuktion im Gaspreis. Für Gat-Cousumenten und Andere. Li erden auf die iideutende Reduktion des SaSvretse vom.i. Mär, an ausmerksam gemacht. Der PreiS beträgt jetzt id für 10Y ubikfuS. Xtt Prei ist niedrig genus.. sowohl für Beleuchtung wie Dumochen. Di Bequemlichkeit ine Saofn tm Sommer kann bloß on Denjenigen gewürdigt wer den, eiche Erfahrung darin haben. Wir haben in den letzten l Jahren eine große Anzahl on Sattsk verkaust. Gasolin.Oefen erden mit'geringen Aoftcn In GaiLfen verwandelt. Okfen und SaimaZchinen zum Verkauf bei der Indianapolis Gas-Light & Colie Co. 47 Süd Pennsylvania Straße. B. I. iPray, Sekrets
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