Indiana Tribüne, Volume 8, Number 195, Indianapolis, Marion County, 2 April 1885 — Page 1

0

l flr$ I Jahrgang 8. Office : No. 120 Ost- Marhllmd Straße. Nummer 195. Indianapolis, Jndiana, Donnerstag, ven 2. April 1883.

f WQ 'f ! '

HM

,

Aszzeigeu ia mci'cc Spalte foae;t biefelbea nicht TeIchlfllaajeijea Knö und den Raum von drei Stilett nicht üdersteizen, werden n n u t g e l t. l ich aufzeaomlneu. Dieselben bleiben 8 Tage ftehon, können aber indeschraakt erneuert werden. Äazeizea, welcke fciJ Mittags 1 llhr adge zeden werden, ftaden nodi ovx selbigen Tage Bnfnsbcic.

Zßt2LlUi Sftlangt: Ei" Zdchei für aeu?öznlich Hau! arditZia iir kleinen Familie: braucht niqt ,u zjchtn. achjusragkn g. Ni7 . lödamaftr. da Verlangt daß alle Kinder idre gekrcdten Eier nach 3rain'4 Fkver.Zrberet. fio. 22 Zixtt ?Uii Straß bringen. D Eier rord daselb'k ohn Berechnung in a2en Farben gefärbt, wenn sie big Donr.eritaa Ädind oder Fltttiz Sorgen dahin gebracht roeroen. 4 klangt erden tüchtig Stadtagenten. Liberal Bedingungen für die rechten Leut. or,u stechen No. 62 ors Illinoi Ttraße, zwischen 8 und Uhr Abend. !ap klangt: Zwei gut Rockmacher i(i Ktitt Jt ohn, No. 9 C Washington Ttraje. 4 Vrrlangt wirb ein anständiger und ,uverlSsslgr Iunqe um kragen der Tribüne tin östlich Stadt ,hti. da klangt wlkd in Dame all Sassier und Buch b alterin. in, di Erkahrun hat, mrb vorgezogen, sbert Ler. sie Last und Eodrn StraKe. Sa? L klangt: in2ttdchen der in ?ira in den mittleren Jahren, roelche in der llche bewandert ist. kann in gut Heimath rhalten i S!a t35 Oft Washington Straj. 4ap erlangt erden zwei Mädchen für Hiuiarbeit tm Eircle Park Hotel. ?av klangt Sin burchau tüchtig Mädchen, da kochen und bügeln kann, gegen hohen Lohn, Nach, zufragkn in der Office d. Blr. Slb 3ap r langt: Ein ,uv,rlässige Ltubenmadchen, elche waschen und bügeln kann, gegen hohen Soh. Nachzufragen t , der Offtc d. Blta. Sltt Kt Stellegesuche. 1u ch.t wird ein stelle aus einer J,?m er tn lner Eärtneret vn einem deutschen Wann. Hu er trafen in d,r Osftc dk Hit. Äap sucht: &in kräftiger junger 'ikann sucht ein stelle auf Untt Jarm, odr t iner Sa,tnret. Nach,ufragn tn der Union Halle an der Oft ZKtajhing Un Ltraß. 2a sucht wird Arbeit on einem krustigen, ordent Uchen znne- äZereSinderOjftced.l. 2da Zu vermiethen. u trni(ti(n: Hübsch wi.i"Att üivxmtx. . , . ä. em . a k tu uji vmiti lrag. da Z ,rn,ithn: Z di4 Zimmrr nebst 5ptiJr , 2. Stock. o.Rz Vtasjachuset t Av. Sax Zu verkaufe. Zu o erkaufen: Ein Srsero, welch sich inr guten undschatt erfreut, und m ittelounkt dr Stadt legen tft, ist unter günstigen Bedingungen ,u verkamen. achusragn bet oul ?qm,dt. o W7i Oft washingtonürai. 4sp Barnbergers Hüte und Kappen. Bege Qualität, Niedrigste Preise Wir ersuchen daS geehrte Publikum keine Einkaufe in Hüten uud Kappen zu machen, bis man unser großes Lazer durckgesehen und die Preise uotirt hat .Vergesset den Platz nicht ! fto. lö Oft Wasbiugtouffr. Gito's SlsttNk5 Aeu,z Theater i gewöbnlicb die (Vvlbmhie genannt, wird der Palast de Westens werden. Eröffnung am 27. April. Aeucr Bauverein. ?. neuer Bauveretn ist unter dem Namen Arbeiter Spahr-.und Leih-Verein rgaisi:t worden. Zi rsammlmnaen finden leben Freitag tn Ptr kller'4 Lokal. Scke Delamare und Tud Ltr. tan. Die Einzahlungen beginn a 3. Avril. Saiche. welch dem rein noch bettre tn wollen, können sich tn di tn P,tr Müller's Lokal fliegend Liü rnschrtb,n: Anmeldung kSnnen auch bei L. Stovv tn der Meridian attonal Bank der tn W. . Rehling Office. . Hl und 349 Süd Z)lawar. Stra, der tn obert emxs ' Seschatt, 424 Süd Vkridtan Straß, oder bet August Erb ich. o. J sud l'curoare Strafe geschehen. Wm. Nehling, Präs. übt. empf, Sekr. ?rg(1. llvrgt' AmerFleischmarkt Vo.Z4SftNastZinskonKtr. Fleisch bester Qualität, feine Würste, u. s. to., n. s. v. griz Heigt't derühmte ALt.vure. Nasche und sorgsäUige Bedienuag.

Z00

Neues per Telegraph. WettersuSltchten. Washington, D. C.. 2. Apkil. TrübeS Wetter und leichter Regen, ver änderlicher Wind, niedrigere Tempi ratur.

Gen. Grant. New York. 2. April. Um l Uhr heute Morgen schlnf Gen. Srant ein und schlief bis Tagesanbruch. Um ö Uhr gab ihm Dr. Shrady ein Brandykly stier. Eine halbe Stunde später glaubte man, daö der ttranke keine sünf Minuten mehr leben würde. Man gab ihm noaz mehrere Einspridungen und er er holte sich wieder einigermaöen. Er blieh biSw Uhr im Bett, stand dann auf und wollte die Trepp? hinab gehen, wurde aber veranlagt zu bleiben. 12 Uhr 40 Minuten. Der Zustand des ttranken hat sich etwai ge bessert. Er schläft jetzt im Lebnstuhl?. 2 Uhr. . DeS Kranken Zustand hat sich ein wenig gebessert. Also nicht. Cleveland. 2. April. Freunde der Frau Galfttld stellen in Abrede, daß sie deabstchtige. sich mit Pastor Taylor von Pennsylvania zu verheirathen. Rußland bereitet sich vor. Lo ndon. 2 April. Rakland macht seine Flotte kriegsbereit. Der Emir von Bokhara hch bereit erklärt, russische Truppen im Falle eineS Kriege? durch sein Gebiet ziehen zu lassen. Drahtnachrichten. Bundesfinanzen. Washington. 1. April. Wäh. rend des Monats März hat die Bunde, schuld um $39.256 zugenommen. Der Betrag der zinstragenden Schuld ist Ii.272.720.el4.07. die Ge sammtschuld beträgt $1,8S5,933375.25. Davon die im Schatze befindlichen N3474.17-t.Z0 abgezogen, verbleibt eine Nettoschuld von Z1.502.579.184. Politisches. Washington, . April. Sena tor Harrison kam heute Morgen von JndianavoliS hier an. Er beabsichtigt, der Ernennung von John O. Henderson als Eollektor des elften Distrikts zu oppsniren. Er ist der Ansicht daß die Absetzung KirkpatrickS nicht im Ein klänge mii dem Geiste des CivildienstgeskdeS sei. In Bezug aus die ErnennungPearson'S zum Postmeister von New oxt hat der Senat noch nichts gethan, obwohl daS Comite, dem sie überwiesen war. sich für die Ernennung ausgesprochen hat. Ed. Henderson hat den Kampf um die Collektorstelle aufgegeben. Er ist über zeugt, daß Dr. Hunter von Lawrence burgh ernannt wird. (Und darum Bor sitzer deS Staats Central Comites!) S. A. Echols. Redakteur des Jndianapolis .Sentinel" besinvet sich hier auf der Jagd nach einem Amte als Beloh nung für die Verleumdung Blaine'S. ES ist wahrscheinlich, daß der Plüsident ihn abfahren läßt. Gen. Grant. N e w B o r k, 1. April. Um Mittag war der Kranke im Stande, Nahrung zu sich zu nehmen. Er aß Suppe, ein Ei und etwas Toast. DieS kräftigte ihn wieder. Um 2 Uhr hielten die Doktoren Barker, Shrady und Sands eine Con sultation mit Dr. DougkaS. Dieselbe dauerte fast eine Stunde, obwohl keine Meinungsverschiedenheit herrschte. Die Consultalion wurde auch mehr mit Rück sicht aus die Familie, als in der Hoff nung dem Kranken ' zu helfen, gehalten. Sein baldige Ableben ist bloß eine Frage der Zeit. Gefiel d en Betreffenden gar nicht. Svringfield. 1. April. Nach Verlesung deS Protokolles im Repräsen tantenhause der Legislatur von JllinoiS kündigte der Sprecher an, daß Unzufrie denheit mit den von ihm Angestellten des Hauses herrsche, und daß er glaube, nichts Besseres thun zu löane, als sie sämmtlich zu entlassen. Darob große Consternation unter den Angestellten. Strike. Bloomington, I.April. Die Arbeiter in den Gruben der McLean County Coal Company stellten heute die Arbeit ein. weil ihnen eine Lohnreduktion angekündigt wurde. Sollen auSgestoken werden. ColumduS, 0 , 1. April. Reso lutionen wurden im Replüsentantenhause eingereicht zur Ausstoßung von Allen O. MyerS und John S. Littler wegen ihres eines Gesetzgebers unwürdigen Beneh menk am letzten Donnerstag. Die Re solutionen wurden an ein Spezialco mite. verwiesen.

Die Redellion im Norden. W i n n i p e g, 1. April. Depeschen von Battelesord melden, daß sich die Situation etwas gebessert habe. Nach richten vom Agenten der Hudson Bay Co. melden, daß die Indianer in w'st licher Richtung abgezogen seicn. Man glaubt jedoch nicht, daß sie weit w.'g sind Die Leute in den Barracken sind auf vier Wochen mit Lebensmitteln versehen Die von den Crees Getödteten sind die

Jnstruktoren Panne und Clink. Die Truppkn können nicht srüh genug ankommen, da sich binnen Kurzem sämmtliche Indianer im Ausstände desinden werden. Aon Prir.ce Albert siuö noch keine Nachrichten eingetroffen. Da die Jndi aner sämmtliche Verkehrsmittel zerstört, oder sich in Besitz derselben gesetzt hüben. Kabel. BiSmarck'S Geburtstag. Berlin, 1. April. Heute ist der 70. GiburiStag BiSmarck'S. Der Kai ser. der Kronprinz, sowie sämmtliche Mitglieder der kaiserlichen Familie, stat teten ibm einen Gratulationsbesuch ab. Der Kaiser übergab ihm als Geschenk die Kopie des großen Bildes, die Kaiserproklamation in Versailles darstellend. Gras Herbert Bismarck bekam den rathzn Adlerordern. Nachdem die kaiserliche Familic sich entsernt hatte stillten sich die Minist und Mitglieder deS BandescalhS ein und überreich-en ihm als Geburis.'aesHenl den Besitztitel aus SchSndauser,. WShrend deS ganzen Nachmittags stillten M Deputationen ein, um dem K.:nzikr j:i giutuliren. Das reu Ministerium. Paris, 1. April. Freycinet legte dem Präsidenten Grevy folgende Mni sterliste vor : Inneres : Freycinet. Auslvärtigis: De Coukttl, Justiz: M Floquet. Sssentlicher Unterricht : M. Schuller, Krieg : D'Avttstat. Marine: Admiral Aube. Frankreich und China. Paris, 1. April. Fmy händigte heute dem Präsidenten Grevy eine Depesche ein, welche er soeben erhalten hatte, und welche die Mittheilung enlhält, daß die chinesische Regierung Ferly's Jrie denkvorschläge angenommen habe und einen Tag sür die Räumung der von den Chinesen eingenommenen Stellungen festgesetzt haben möchte. Die Depesche ist späteren Datums als die Niederlage der Franzosen. London. 1. April. Eine Depesche von Hanoi meldet, daß die Lage der französischen Armee eine sehr kritische sei, und daß sie auf ihrem Rückzug? von Langson fortwährend von den Chinesen belästigt werden. Der Krieg im Sudan. Suakim, 1. April. Ein Detache ment Cavallerie wurde heute Morgen ausgeschickt, um in der Gegend ron Ta mai zu rekognoSziren. Tamai wurde vom Feinde besetzt gefunden. Die ge sammte britische Armee wird morgen vorrücken. . Der Feind erschien h?ute in großer Stärke bei Handub und die mit pem Bau der Eisenbahn Beschäftigten mußten zurückgezogen werden. Zwischen Haschin und Tamai befinden sich 12.000 Araber. Der 3000 Mann starke Murab Stamm hat sich den Briten unterworfen. Marktpreise. Sei, n 9lo. 1 . 8te: o. i roth, &?c. o t n 0.3 mtit 43: gmisch. 42c. Has r o.S weit 82tfc; tauscht 32?. Koggen 60c. l t 114.00, Au in.üo. 6Atnln ift-tit, Schult ,N öx. 0V4 8c. eiten 8t. 64itnifchrnali-8;-Sve. h l-öamllu $3.iX)-3.öJ; aiicv 13.8. ' 4.00; frtta $3,00 13.00. Ur-llc; in Store 13c. t t r ramr, -2'e: Dair, 1H ; ount? 14 15. uyn-exrPsund, artofflB-4i 6st vksh. Vom NuSlande. Aus der Ne.de, durch welche Nationalrathspräsident Dr. Stoffel den schweizer Nationalrath eröffnete, theilen wir nachfolgende Sätze mit : Von jeher war es der Stolz unseres kleinen Landes, politisch Geächteten und Verfolgten ein Asyl zu bieten. Alle Parteien haben bei uns Aufnahme gefunden. Ocster schon haben wir es erlebt, daß solche Verfolgte wieder in ihren Heimathsstaat zurückgerufen und zu den höchsten und einflußreichsten Stellen berufen worden sind. Ferne sei es von uns, jemals die Thore unseres Landes solchen Verfolgten u verschließen, welche höhere vatriotische oder menschheitliche Ziele anstreben, im Kampfe mit einem ungünstigen Geschicke aber unterlegen sind. Niemals hingegen kann unser Land Asvl gewähren oder das Schweizervolk und seine Behörden irgend welche Symvathie empfinden mit Denen welche angeblich zu dem Zwecke, ein neue Organisation der menschlichen Gesellschaft zu fördern, in wahnwitzigem !rouatikmuI m rauben und zu morden

vegonnen yaven. Äer Bundesrath hat

dieselben beretts früher alZ gemeine Verbrecher, keineswegs als politische Verbrecher bezeichnet." Redner geht hierauf auf die allseitig erkannte Nothwendigkeit ein, durch soziale Reformen dem rerolutioiiren Treiben entgegenzuwirken und bc'.erkt dann : Um so verwerslicher ist das Thun und Treiben Derjenigen, welche, die gesetzlichen Wege vollständig verlaffend und alle Nücksich, ten bei eite setzend, mittelst Rechtsund Fricdensbruchö und durch die cirgsten Grauelthaten ihre Pläne zu verwirklichen meinen. Es' erscheint mir als Pflicht, zu konstatiren, daß der Bundes rath in Uebereinstimmung mit den BeHorden der Kantone und dem gesammten Schweizcrvolke handelte, als er strenge Untersuchung gegen j die anarchistische Propaganda der That" anordnete. Die ses Vorgehen frndet seine Begründung zunächst im Jntereffe unseres eigenen Landes ; aber auch die Pflichten des Völkerrechts gebieten uns, dem gemeinge fährlichen Gebühren der Anarchistenpar tei, das wie eine verheerende Seuche in verschiedenen Ländern sich auszubreiten scheint, so viel an uns, entgegen zu tre ten und nach Kräften Einhalt zu thun." In einen; von Berlin kom wenden Courierzug der Märklsch-Posener Bahn wurde zwischen den Stationen Neutomischel und Elchenhorst gegen den Schauspieler A. Paul vom Thalia theater" in Hamburg (früher am Ne!idenztheater" in Berlin) ein mörderi cher Ucberfall verübt, deffen Zusammenhang bis jetzt noch in Dunkel gehüllt ist. Im Halbschlaf gewagte Herr Paul, der in einem Loupee zweiter 'Klasse allein suhr, daß während der Fahrt die Thür deö Louvees geöffnet wurde, worauf ihm ein Schuß i'n's Gesicht gefeuert ward. Der Getroffene hatt.' noch so viel Aesinnung, an der $lctb leine zu ziehen, vjo rauf der Zug sofort :urn Lteh.n gebracht wurde. Herr Paul wurde von dem Fahrpersoilal, über und über, mit Blut bedeckt, vorgefunden, während von dem Thäter keine Spul vorbanden war. Der Uebersallene wurde mit demselben Zuge nach Posen gebracht, wo die ihn behan delnden Aerzte seii?..Astand für lebensgefährllch' erachleten. Herr Paul war zu einem Gastspiel am Deutschen Theater in Moskau berufen. Der eigentliche Name des talentvollen und sympathischen jungen Künstlers ist Paul Frünkel ; er ist der Sohn des früheren Redakteurs der Gartenlaube, Dr. Albert Fränkel, der zur Zeit in Leipzig privatisirt. ' In Hannover st a r b im Alter von Jahren eine früher dort viel genannte Dame, die Staatsdame Gräsin Karoline Grote, der man in Folge ihrer freundschaftlichen Beziehungen zu dem Könige Ernst August während der Regie rungszeit dieses Monarchen einen ziemlich wirksamen politischen Einfluß ZU' schrieb. In den politischen Tagesschriften jener Zeit wurde sie viel genannt. Die Gräfin entstammte einer kurhesfischen Adelsfamilie von Schachten und vermählte sich noch sehr jung mit dem Welt älteren früheren hannoverschen Gesandten in Paris, Graf Grote. Nach deffen Tode zog sie sich zunächst nach dem Gute Brese zurück, siedelte dann aber nach Hannover über. In der großen Welt bekannt, geistreich und klug, erregte sie bald das Interesse des Königs Ernst August, dem sie eine fast unentbehrliche Nathgeberin wurde. Nach dem am 29. Juli 1811 erfolgten Tode der Königin Friederike wurde sie mit einem Gehalte von 2000 Thalern zur ersten Staats, dame ernannt. König Ernst August suchte die geistreiche Dame sehr oft in ihrer in der Georgstraße belegenen Woh nung auf und Abends machte sie im Palais die Honneurs bei dem Thee des Königs. Ihren politischen Einfluß soll die Gräsin namentlich während der durch die Bewegung des Jahres 1343 hervorgerufenen Wirren bethätigt haben. Akan schrieb ihr bei der ersten Ministcrkrisis im Jahre 1849 das Verbleiben Stüve's und Lehzen's im Ministerium zu, auch soll sie bei der einige Monate später erfolgenden Neubildung des Ministeriums durch den damaligen Kammerrath von Münchhausen nicht ohne Einfluß aeblie ben sein. 'Nach dem Tode Ernst Äu gust's trat sie von dem Schauplatze ihres Einfluffes zurück und erschien nur selten noch an dem Hofe Georg's -V. Die Gräsin hinterläßt aus ihrer Ehe mit dem Grafen Grote den Legationsrath Graf A. Grote, der jüngst als Bevollmächtigter des Herzogs von Eumberland fun gute, und zwei Töchter, von denen die eine mit ihrem Neffen, dem schon erwähnten Minister a. D. von Müiichhau., sen, die andere an den Geheimen Finanz rath v. Klenck, der im Juni 1L00 mit 18 Millionen des Domänialablösungsfonds nach London flüchtete, verheirathet ist. Der baierische General von Bösmüller, der kürzlich in München sein 50jähriges Dienstjubiläunr feierte, rst der einzige General in der deutschen Armee, der von der Pike aus" gedient hat. Im preußischen Heere giebt es wahrscheinlich heute auch nicht ernen ein zig'n Ossicier mehr, der sich vom Ge meinen" und Unterofsieier" emporge arbeitet hätte, 'jn Süddeutschland liegen oder lagen vielmehr die Verhältniße ganz anders. Bösmüller, der Sohn ei nes armen Handwerkers, war als Ge meiner eingetreten, Unterofsicier geworden und schließlich zum Ofsiciersexamen zugelassen. Daß er endlich General ge Worden ist, befremdet in Preußen viel leicht noch nicht einmal so sehr wie der Umstand, daß der frübere Präsident der

Umugö - Motk ? , Min östliches FiIialGeschäft habe ich nach ' Ro. 228 O. Washingtonsir. verlegt, nächst Dr. Denke Walter'S Apotheke. k m, Pfaefflin, Li THE GR00ER 99 Nklkk 1OOO gthkilt! v jpaSpsäp l g tf JaUend manft)), rimpse,AU sucht, heile ich sicher, wenn alle Arzneien er, geben waren. Die berühmtesten Professoren hatten dem Pater zwei meiner Patienten die traurige Eröffnung aemachi: .ynn woern kann doch nicht geolsen werden, sie sind un heilbar, sehen Sie zu, daß dieselben tn einem Institut sür unheilbare ranke untergebracht erden.- Der lebte Versuch mit meinem Mittel uuii ucui cuicuicn xuict cic jiinuci jjtiuu iuuiu kiinjt send ich gratis und sranco, CARL PINGEL Deutschn epeztattit. ROCHESTER, N. Y., No. 175 Andrew Str. l. I . ? i cyi . i . : i ..r.i.v mlikip SU Wer. Bonuegut, ARCHITECT, Bance Block. Zimmer v.as S& l, ator. UJe Virginia Ave. und Washingtsn Str. lelcpsratt'lammer. Gras Stauffenberg, ihm seine Tochter zur Frau gegeben hat. I n München kam ein al ter Bettler in einen Bäckerladen, in dem augenblicklich 3!iemand, anwesend war. Ohne Umstände griff ver Alte in die seitwärts stehende Geldschüffel ; aber in dem Augenblicke trat ein Mann ein und hielt den Dieb unter Schimpfen und Schreien fest. Was wollen's denn?" schrie der Bettler ; ich krieg alle Wochen da drei Pfennig, und wenn Niemand da ist, nehm' ich mir's halt selber." Der Vkann bezweifelte diese Berechtigung und wollte eben einem Gensdarmen winken, als die Väckerin eintrat und bestätigte, daß das eine alte Kundschaft sei und sich oft sein Almosen selbst nehme,wenn Nie mand anwesend ist. Wirklich nahm der Bettler gewissenhaft nicht mehrmals drei Pfennig, uZid verabschiedete sich mit ei nein Vcraclt's Gott!" Sehr nett, aber öi.'.r m -i ailgrmiil' zu mz'f.hlcn Gin kleiner Schelmenstreich rjai in den letzten Wochen zu einer Neckerer zwischen der Prinzessin Beatriee von England und ihrem Bräutigam, dem Prinzen von Battenberg, geführt. Die sehr religiöse Prinzessin hatte den Befehl gegeben, daß die für ihre Ausstattung be stimmten Tischtücher, Servietten und Handtücher statt Krone und Monogramm fromme Bibelsprüche tragen sollen. Nun aber ist die Zahl der Wäschestücke weit größer als jene der paffenden Sprüche ; die Prinzessin wandte sich in diesem Falle an ihren Bräutigam und dieser bot sich sofort an, mit heiligen Sentenzen in la teinischer Sprache auszuhelfen. That sächlich sandte er eine Sammlung sol cher, welche sofort in Arbeit gegeben wurde doch, o Schrecken,' die Wäsche zeigt jetzt in blauer und rother Farbe An fangsbuchstaben der allerprofansten Sto dentenlieder. Die Prinzessin schmollt ein wenig doch bei Hofe amüsirt man sich köstlich über den gelungenen Scherz. Am l, März ist in Ber sin der bekannte technologische und Volks wirthschaftliche Schriftsteller Dr. Her. mann Grothe im Alter von 46 Jahren aestorben. Geboren war derselbe im Jahre 1339 zu Salzwedel. In der Schutzzollbewegung der letzten Jahre spielte der Verstorbene erne hervorragende Rolle. Er war ein ent schredener Anhänger der schutzzollne rischen Richtung, welche er durch Wort und Schrift zu fordern suchte. Grothe mx Herausgeber der Zeitschrift sür deutsche Volkswirthschaft", der wis. senschaftlichen Revue der Schutzzöllner, und einer Sammlung von voltswirtbschaftlichen Abhandlungen schutzzöllnerr scher Richtung. In der Technik de, Textilindustrie hat er Hervorragendes geleistet. Bis zu seinem Tode war er Redacteur der polytechnischen Zeiwng. Zrr der dritten Legislaturperiode (1877 1878) vertrat Grothe im Reichstage, wo er sich den Natwnallib'eralen an lchlok. den Wablkreis Lsubau-Görlitz.

l

Ockmiedeiserne SkSbrennnd7,Ssittin.

'3

Aginkn fßr di .Rational ult Wk k. fi, 5i!SfänÄSÄ ruttBR. 64wa.jBf. ÄtÄ-i? bfiiaufIneuuVÄ d,.-,n mu KNIGHT Jto OriLLSOrV. 75 üb 77 Süd pennsyldauia Ckeße.

2,000 Laib in Maschinen Brod. Rein, süß und nahrhaft. Gleich Vyes So. 14 & IC Hfl Süd Straße. PFECT0A' is&i'fl ROLLER SKATE WEh 0. ANF Mtt Vrr

-

MM-

Tho Macliiiie and Steel Pully Company, einzige Fabrikanten.

5eifch von

IffidDETTCmiElHl, Ao. 47 Süd Aekaroare Straße Nur die besten Fleischsorten kerben geführt. Täglich frische Würste, roie V l n t w u r st, Wienerdurst, Bratwurst, Leberwnr st, u. s. t. m Preise mäßig. Vedienllng prompt. Änfträge nach irgend eiaera Ctattheil werde prompt besorgt.

üeffHöV-Wödlen

ERRvEDER SITOIINGER, 207 West Nichlganftr.. 47 Rord Jllisolösir., 467 Stt cZeridillpr. Nur die besten gleifchsorten derden geführt. Täglich frische Würste, kie Blutdurst W i e u e r-W urft, Bratdnrft, Leberdnrftu. s. v. tST Preise mäßig, Bedieuuug prompt. Aufträge ach irgend eine Stadttheil derte prompt besorgt.

frisch geräucherten "Süqjlr Cürid" Schinken und Frühstück-Speä sswie frische Cervelat-Wurtt- Extra seines Schmalz für Familiengebrauch liefere ich zu billigen Preisen in größeren und kleimn

Quantitäten.

HQQ. WÄlWil? HDSLXtzz9 Mo0el Meat Market. o. SIS NassachnsettS Nveune. Telkpzsn 677.

kEm Cash

iü umgezogen nach

Mo. 30 Süd Meridian Straße.

UJ" W m. Grassow ist bei un hm R.

GrißlöM in

Ea a 3s. sr 184 Süd Meridian Straße.

JndiandpoliSe

-ri .

einer Stunde ! Maschinen Brod. dra besten sckslgkiackenem 5rck. ZBä&evel Indianapolis, Ind. Der PERFKCTI0N ist der belieb teste Rollschlittschuh, der je gemacht wurde, der einzige loudle cushlon Schlittschuh, den es giebt. Die Räde haben Stahlachsen, Gewicht ein bis zwei Pfund weniger, als andere Schlittschlche. -'Brechen niemals. Erkundige Dich nach dem Preise. - Waen Paint Store, angestellt.

Koss & Co.,

.--. .

: - zxz