Indiana Tribüne, Volume 8, Number 158, Indianapolis, Marion County, 24 February 1885 — Page 1
S5 : sMMM MW M i Zahrgaug 8. Office : No. 120. Oft Msrhllmd Gttsßr. Nummer 158. - Indianapolis, JndiaNtT Dienstaa. Ven 2. Februar 1883
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Neues ser Telegraph. i9 e t i f V m 8 1 l 6 1 1 n. . Wash i n ? k o . D. C.. 24 ffebr. Regen. oder Schnee. v?kändkr!ichek Wind. S e ! d fi ra a r V. ' Gs spor.t, Ind., 24. 'Fedr. Der Bankier Wm. Ä. Montgorne?y beging lzcute Morgen Selbstmord .durch lr hanzm. H o ch l i z e n s. M i n n e Z o t a, 2. Februar. Die Legislatur passirte ein HochlizenSgeZed und seöle die LizZnLaebslhc aus PQO fest Prohibition in Iowa. Chicaa o. 2t. Febr. Im Bunde, gcricht würde ein Testsall dczüAliÄ des Prolzikl'Zok-.S.nskbks von Iowa anhängig gemachr. Ti: 5klaze der 'ölaucr von Marsbtown get'n die' Nord'.vkst.-rn El senbahn Co. i:ivo!rirt die ycage, ob da? Verbot dcs T?zn5p??tcö 'b.?.'LuZchcndtr Getränke durch Eisenbahnen nicht a?en die Bundesverfassung verstSst.
arhtachrlchten. New 'I o ? k e r Freihändler. New j) ork. 23 J.'br. Der' New Yorker Jreihzndettclnd halte hcute sein jährlitS Di.icr bei Dc'.nsn'.co Äe:cher Baynd und raehrere Andere ließen sich entschuldig? P ! ö Zz l i e r Tod. F r a n k f o ? t, Ind., 2Z. Jidruar. Joshua A. Aughe ul am Samstag bei d:m Begräbnisse seiner Richte p'.ödlich todt-nieder. oth in West Äirsiittia. Bruckhannon. W. Äa.. 2Z. Febr. In einigen der inneren CountieS, voezüalich in Gilmer. McDo!??ll und Cal houn herrscht grc:.e No!h. In Folge der groLen Dürre m letzten Sommer, schlug die Ernte fehl, i in den l:ßtcn Wochen -ist auch-ir. iolge der großen Kälte viel Vieh uAkkommen und es fehlt jcht an arungslnitleln. Es giebt auch zur Z?it viele 5k:on!e in der Gegend, denen e anr Nöihigsten fehlt. Larnar uno Cleveland Alban y. 23 Itbr. Senator La rnar kam heute hier an und stieg im ttenrnore Hotel ab. Ec tan: in Folge einer von dem künstizcn Prösidenlen an ihn ergangenen ElnliZr.ung. Natüklich hält man es !ür s.stgzstellt, daö Lama? 'Mitglied dcS KadiiskiS fein wird Ee selbst sagt jedoch keinem Menschen E'waS über seine Unterredung mit Herrn Eleveland. Diese? wird am nächsten Dienstag in Begleitung dcS Herrn ' Lamont nach Washinztsn g?ben, und im Arlington Hotel absteigen. Ueber die Bildung sei' neS KbinetZ wird er sich noch vor seiner Abreise entscheiden. Die Jnauzural Adresse ist nahezu fertig. Herr Eleve land wird die Herren, welche er für sein Kabinet ernennt, einladen, mit ibm am Tage nach seiner Ankunft in Washington zusammenzukommen. Einer der grökten Spitz b u b e n frei. Boonville. Mo.. 23. Februar. Die letzten Klagen, welche ge.en Frank JameS noch vorlagen, wurden heute nie dergeschlagen und JameS ist nun f-ei. Eine Requisition drs GonvernörS von Minnesota wird wahrscheinlich nicht be rücksichtig! werden. (5ouj;reß. W a f h i n g t o n, 23. Februar. Senat. Der Senat beschäsligte sich mit den Bewilligungen snr den Postöienst. Ein Amendement wurde anarnommen, die Bewilligt.ng von !k00.0l0 sur den übersceischkn Pi'tdienst ans $800 0C0 zu erhöhen? Die vom Hause angtnotnmene Klausel, das Markiren von Artikeln in Zeitunge.i ohnePortoelhöhung zu akstatten, wurde passtrt. Die Bill wurde passiri nxiib geht an da? Hau? zurück. . H a ix S. Eine Nesolation. das Comite für auS' wärlige Angelegenheiten zu il?strui.-en, dak es untersuche, ob Aeprissalien gegen Deutschland wegen deZ Schwrinlfleisch verbot? am Platze seien, wuide an ein Comite verwiesen. Die .Marinebkwil!'.i!:ngSbil! wurde vorgenommen und die Summe von Zt. 780.000 wurde sur Herstellung eines Stahlpanzerschisf'S bewilligt. ES wurde beschlossen, den Dampser .Alert" der englischen Regierung zurück, zugeben. Per Kabe! Hoher Besuch. . London. 23. Febr. ES wird ge meldet, daß der Prinz und die Prinzessin
von WaleS,Jrlsnd besuchen und mehrere LeveeZ im Schlosse zu Dublin abgalten werden. Die Presse spricht sich im Allgemeinen seb? aunsti,, darüber auZ und meint, dafc daS a.'rade k-er t&i$t Zeikvunkt für den künftigen König v-?i? England zu einem Besuche iu J:!anv U Ha ! r e f i g n i r t. S t. Petersburg. 23 Frbruar ES heißt, dab Graf Tolstoi als Minister
drS Innern resignirt habe. Als Grund giebt er an. daß die Thätigkeit der Nihilisten ihm so viele Arbeiten auferlege, daß seine Gesundheit darunter leidet. Dynamiter. Congrek. London, 23. Febr. Eine Reuter Depesche von PariS theilt mit. da selbst der Congrek der Dynamiter statt gefunden habe. E!k Delegaten nahmen an demselben Thii. Zwii vertraten die revolutionäre Partei in England, drei waren von Amerika gekommen, zwei von Irland, zwei vom europäisch? Conti nkn!, zwei vertraten die irischen J?-.vin-cibleS. Dreizehn Fenier waren anwesend welche jkdoch nicht an den Berathungrn Thril nahmen. Ein russischer Nihilist, sowie ein Dynamit und Bombcnfaöri kant waren ebenfalls anwesend. Alle Vorsch'Sge. welche auf Mäbigkkit hinzielten wurden verworfen, und die auSöidehnieste Anwendung des Dyna m'töZwurde beschlossen. Eine Verbindung mit dcn Nihilisten wurde auf den Grund hin beschlossen, daö Rußland ein Freund der Jrländer sei, blob deshalb, weil e ein Frind Englands ist. Es wurde beschlossen, zwei Abgesandte, welche in militärischer Takk dewandcr' sind, in daS Laaer deS Mahdi zu schicken, und die Araber im Gebrauche einer Ty asürauor.e zu unterrichten. Der El stnder und Fabrikant derselben war an wesend. Entsetzliche Szene. London. 23 Febr. Heule sollte der Mörder John Lee g.'hängl werden. AlleZ war. fertig für die Execution, der Delinquent hörte die Feder der Flle knocken und war bereit zu dem enlsetzli chen Sprunge, aber die Maschinerie v!? sagte. Ditsrlbe wurde geölt, in zweiter Versuch wurde gemacht, aber mit demscl den Mißerfolg, ebenso ein dritter. Der Delinquent vulr darauf daS Bewußt' sein und wurde mehr todt als lebendig in da? Gefängniß zurückz!bracht. Der Sheriff stellte weitere Versuche ei:,, und telegraphirte an den Minister des In nern. Dieser ordnete vorläufigen Auf schud der Hinrichtung an. Marktpreise. LZ , t , n-o. t . 8ß:: . 2 roti, S3c. ft or n Stto.2 n?et6 2:; ßcrntJc 40 . Saser Kv. 2 trei j 31c; genügt 1 :. Kogga Cöc. 3t ! t $12. JO. H'i.tO. Schinken lli Schultrn-Le. Sv td St. Seit n Xe. Schutnsmal ? V Se. eh l Zamil, ZZ.( kZ.v'Z: Aancy 3.A tm . . 1 rui mm iu -t.OO; f.llll ."V &.AJ, t e r z im Store Butter reauer, 2ö-Ae; TKr IS 20c ; Eiuntr? 4 l.Sc. Süt)ttr-S:xr Dfund art, ff in 4- GO sei Bush. Hiesiges. Der WaisenhauS'Skundal. Gestern Abend fand die letzte Sitzung des LegiSlatur-Comites statt, welches die Zustände des KnightStown Waisenhauses zu untersuchen hatte. E. M. Swain von KnightStown stellte eZ in Abrede, daß er Andern von den Bummeltouren, die er in Gesellschaft GoarS unternommen haben soll, erzähl! habe. Samuel G:een, ein Frrmer von Rash Couniy und früherer Trustee der Anstalt, sagte, daß ihm Whi:e'S Beiwaltnng der Anstalt nicht gefallen habe, und daß auS demselben G.'unde vkle Angestellte die Anstalt verlassen hätten. ' Ein Knabe NamenS Knizht sei einmal d tvon gelaufen, weil man ihn fürchterlich geschlagea hatte. Noch später konnte man die durch die Schläge verursachten Flecken an dem Körper deö Knaben sehen. Dann wurde Goar auf den Zrugen strnd gerufen. Dieser stellte natürlich alle gegen ihn erhobenen Beschuldigun gen in Abrede. Er sagte, daß er nie in der Anstalt betrunken gewesen sei, daß er überhaupt nur zweimal daselbst geistige Getränke zu sich genommen habe, daß er stch niemals mit einer der Lehrerinnen in in Zimmer eingeschlossen habe, daß eS nicht wahr sei. daß er oie Waise Hattie Robinson in ein Zimmer deS Grand Hotel gelockt habe und daß er niemals in intimen Beziehungen zu der Waise, Nellit Leighton gestanden habe. Auch habe er Nellie Lrighton nicht veranlaßt leneS Asfidavit zu machen. Ebensowenig habe er mit May Thompson intimen Umgang gepflegt, ein Jersty und ein
seidenes Kleid habe er dem Mädchen ein zig und allein aus dem Grunde gesaufk. weil er gekört hatte, daß daS Mädchen Kleider denöihige. (Ein ttroßmlhhizcr Wod! däter. der in etnein solchen ctit gleich ein seiden eS Kleid kauf: !) j
Nach Oioar wurdeWhite, der Skv.iin- j lende! der Anstalt vernommen.? Aachlj er rft natürlich so unschuldig v'; ein neugeborenes Kind. l i Morgen wird da? Comite wzhjichein. j l'.ch in der Legislatur Bericht erstatten. Der ond deS chatzm tstrS. VS .Journal- tat eine gens'ue Prüfung des Eigenthums der Bürgin John Coope.S und deren Eigenthum in ande ren CountieS angeordnet und 'kommt zu dem Schlußresultat, daß der Bond, der aus $1.400,000 lautet, nur $307.410 14 werth ist. ) Der Neiue Stadtheroid. Der Harugari Söngerchor brachte gt.stern Abend seinem Dirigenten, Herrn Errst Knodel ein Ständchen, i, M'cho'S Ciqarrenladeo bestndnn in löö Ost Waldinatsn Straks. Vom Auslande. --Ueberden vorKurzem in Florenz verstorbenen Fürstm Paul De midow wird der Wiener Presse" ye schrieben : Der Fürst siedelte sich lm Jahre 1860 in Paris an und zahlte bald zu den bekanntesten und extravagantesten ÄiveurS der in dieser Branche just nicht armen Metropole deS fran.'dsischcn Aei chcS. Der russische Lebemann, der übsr ein ungeheures Vermögen verfugte, vegründete im vereine mit knehrcrcn andexcn Krösus' einen Club) welcher einen ganz aparten Charakter trug. . Die Mitglieder dieser geselligen ' Vereinigung steuerten eine Mtlliarde.'FrancS zusamme:r, welche sie nach und nach verjubcltcn. Die Bacchanale und phantastischen Orgien der Milliarde, leben heute noch als Märchenbilder der schönen alten Zeiten in der Erinnerung der Damen leichter Gattung. Prinz Demidow besaß, wie schön bernerktein ungeheures Vcr'mSgenT'Wclchessich nach dem Tode seines Onkels durch Erbschaft verdrei fachte. Die Gold, Silber- und Kupferminen im Ural, in welchen der Fürst an zehntausend Arbeiter beschäftigte, warfen jährliche Erträgnisse bis zu? Höhe von zwölf Millionen ab. JmJahre 1865 verbeiralbcte sich der Fürst mit der russischen Prinzessin Aiestscherski, doch war die Ehe in Folge der etwas zügellosen und gewasthaberischen Gewohnheiten deS Für ften anfänglich nicht sehr glücklich. Spä ter aber, nach Jahren, verliebte sich der seltsame Mann plötzlich in seine Gemahlin, welcher er mit der zart- und unsinnigstcn Aufmerksamkeit den Hof machte. Die Neigung des Fürsten wurde allmalig so groß, daß er, als die Fürstin starb, sich gänzlich von der Gesellschaft zurückzog und nur seinem Schmerze um die Dahingeschiedene lebte. Er vernachlassizte seine Toilette und kasteite sich nach einem eigens zu diesem Zwecke ersönne nen System, Schäbige, zerlumpte Kleider bedeckten ein Jahr lang den Leib des fürstlichen Nabobs, welcher fortan nur auf dem Kutschendach eines Omnibus durch die Straßen fuhr, während Dutzende der edelsten Pferde in seinen prachtvollen Stallungen standen. Während deS Trauerjahres verausgabte Demidow ungeheure Summen zu wohlthätigen Zwecken, wie überhaupt der Sinn für die Linderung des Elends in ihm seit jeher stark entwickelt gewesen war. Mit Demidow schwindet eine nach mancher Richtung hin interessante,' merkwürdige Figur aus dem euriosen Zerrbilde der Welt, in der man sich unterhält." Ein interessanter BriefWechsel fand anläßlich der Großjährig keitserklarung deS Prinzen Albert Victor von England und dem zehnjährigen Zögling ei5er Londoner Schule statt. Der Letztere richtete an den Prinzen folgendes schreiben : , Erlauben Eure Königliche Hoheit, daß ein kleiner Knirps, wie ich, einem so großen Herrn zum Geburtstage die besten Wünsche schickt. Gott gebe, daß unsere gute Königin und Ihr Vater, der Prinz von Wales, lange Jahre leben ; wir Kinder haben so viel an der Geschichte der Könige und Königinnen zu lernen." Prinz Eduard antwortete eigenhändig in fol genden Worten : Ich danke mernem klei nen Freunds für fein Gratulationsschrei ben, das so hübsch und fehlerlos abgefaßt ist und hoffe, daß er auch ferner das Studium der Geschichte betreiben werde." Um in öl f r i k a Eroberungen zu machen, scheint es der deutschen Waffe eigentlich nicht zu bedürfen. Wenigstens häufen sich die Zeugnisse, daß schon die bloße Uniform genügt, um die Herzen der schwarzen Häuptlinge, auf die es ankommt, friedlich zu erobern. Während die Engländer gewöhnlich mit bunten Lappen, Glasperlen und BranntWeinfässern auf dem Wege der friedlichen Eroberung cperiren, scheinen die deutschen Kulturpioniere charakteristisch enug mit Ueberreichung von der.t chen Militäruniformen glänzende Erolge $u erzielen. Nach Briefen deS Af rikarersenden Einwald auS dem vorigen Jahre, welche soeben die Allgem. Ztg." veröffentlicht, muß dieser eine ganze La dun deutschn Waffernöckt mit hinüber
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Holland. Hcirinqe. Muss. Eavittr. schweizer Kast. LimburgerKäse. Backstein Kast. m. Pfsefflin "THU 6R0CER in den schwarzen Crdtheil genommen yaben. Aus der Reise durch Zululand nach Transvaal dedicirte er dem König Dinizulu eine vollständige Gardes-du-Corps-Uniform., dem Oberhäuptling Usibepu eine Hufaren Uniform, Ketschwäyo's Bruder Obam eine Dragoner-Uniform, dem Häuptling in Kiwa-Makwasa eine Jnfanrerie-Uniform. Der König Umuwela erhielt eine schwarz-weiß-rothe und eine silberne Schärpe. Herr EinWald hat. die also Beschenkten und Geschmück ten' Photographirt. Wie sich die schwarzen Henen ausnahmen, theilt er nicht mit aber unter Kameraden ist das ja auch janz ejal ! Zu Homburg v. d. H. starb dieser Tage der allen Badegästen woblbekannte Baron August v. Kosten-Genß-kow. Der Verstorbene war 1850 mit einem Vermögen, das eine Aüllion Thaler überstieg, nach Homburg gekommen und hatte an der dottigen Spielbank bald sein ganzes Geld ve'.loren. Nach dem Tods seiner Frau, die noch einigermaßen für ihn sorgte, lebte er in höchst kümmerlichen Verhältnissen, die er durch den Vertrieb seiner Gedichte etwas zu verbessern suchte. Er pflegte seine Gedichte, von denen einige wirklich poetischen Werth haben sollen, an beinah? alle Größen der Erde zu senden. Er schickte sie Kaisern, Königen, Fürsten und Herzögen und erhielt oft eine Goldsendung dafür. Um ihn endlich los zu werden, gab ihm einst der Spielpächter Blanc eine größere Geldsumme mit der Weisung, sich damit an irgend einem anderen Orte niederzulassen. Der Baron ging darauf wirklich von Homburg fort und zwar, fuhr er direct nach Monaco, verspielte dort im Handumdrehen sein Geld und kehrte dann kreuzfidel nach Homburg vor der Höhe zurück. Homburg verliert in dem Dahingegangenen eine Merkwürdigkeit und ein lebendiges Denkmal an die Spielzeit. Die Kunde von einem höchst entsetzlichen Mordversuch und' Selbstmord, welcher sich in der Nacht des 31. Januar in Elberfeld zutruz, hat die dortige Bürgerschaft in begreifliche Aufregung verfetzt. Der frühere Agent W. Alasber daselbst schoß Mitternachts auf seine im Bett liegende Ehefrau Sophie, geb. Schneicer und verletzte sie nicht ünerheblich am Unterkiefer ; er tödtete sich dann selbst durch einen Schuß in die Schläfe. Leidige Eisersucht gegen seine Frau, freilich völlig unbegründet, bat ihm in einem Anfalle von Geistesstörung die Mordwaffe in die Hand gedrückt. Sein Vater und auch sein Vnrder sind beide im Irrenhause gestorben, und die Wittwe dieses Bruders, eine bildhübsche Frau, hatte er geheirathet. Blasberg lebte in den besten Vermögensverhältniffen, und seine Frau erbte noch vor Kurzern 50,000 M. ; er wohnte bis vor etwa zwei Monaten in Köln, und zog dann, lediglich weil er glaubte, seine Frau sei ihm nicht treu, nach hier. Besonders in den letzten Tagen litt er wie derum sehr stark an krankhafter Eifersucht, und diese trüben Gedanken, die er trotz aller gegentheiligen Versicherungen nicht loszuwerden vermochte haben schließlich seinen Geist traurigerweise umnachtet; gcstem Nachmittag kaufte er einen Revolver und Mitternachts beging der Unglückliche dann die grausige Tat, als die Frau sich ahnungslos em Schlummer übergeben hatte. D c r v o n e r n c m e n d a r n, beleidigte englische Geschäftsträger in Athen bat verlangt, daß die Ordre, durch welche der Schuldige kassirt wird, im Beisein dcö englischen Eonsuls vcrlcsen und dabei die englische Nationalhymne gespielt werde. Mi: Befriedigung wer den die Engländer die energische' Auftreten gegen eine fremde V!acht begrüßen, nachdem sie bei dcn diplomatischen Enthüllungen der letzten Monate ihrer Regierung so ost Unentschlcssenheit und Feigheit dem Auslande gegenüber vorgeworfen haben. Zum Dichten muß man geboren sein, denn ohne gebore zu sein, kann man Qjjj. pichten, .
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