Indiana Tribüne, Volume 8, Number 154, Indianapolis, Marion County, 20 February 1885 — Page 1
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1 W P w syy. ww Jahrgang 8. Office: No. 120 OK Märöland Straße. Nummer 154. Jndianapollö, Jndiana Freitag, den 2. Februar 1S85.
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Mnzeigsn w die? Spalte sseit dieselben nicht eschäftsanzeizen ftnft.nnd den Naui?: v?n drei ZeUtt nicht übersteigt, werde? unentzelt. l ich Knfgenzmmca. ' ; . Dieselben bleiben 3 Tage tteljrn, köuncn aber unbeschränkt erneuert erden. Vuzeig'll, velche bii Mittags 1 Uhr adge. geben derdcn, finden noch cvx seliig? Tage Aufnahme.
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Neues per Telegraph. ". . . -W e t t e r a u S s i r e n. Wakd i n g i o.n.' D. C.. 20. Febr. SchS?eS-Wetter, vtröndeklicher Wind. steigende Tt'mpttatur. Eisenbalznunfflüc?. Nortb Vernon. Ind.. 20. Febr. Auf der Ohio & Mississippi Eisenbalzn passirle heute Morgen um 7 Uhr all dieselbe die Brücke über den MuScatawck Riv?r kreuzte, ein entsedticheS Unglück, indern der Schlafwagen 45 Fük tief in den Flu .sitl. Bis jtdt hat man drei Todte und drei Verwundete aus den Trümmern hervorgezogen. Man dlfkrchtet, tat noch mehr Passagiere um Leben gekommen sind. Der Zug war auf dem Wege, von St. LouiS nach CincZnnati. General Stewart gestorben. Korti. 20. ffebr. Gen. Sir Herbert Stewart der bei der Schlacht zu Abu ttlea verwundet wurde, ist am 15. d. MtS. zu Giksul Wells seinen Wunden erlegen. Ueberall dieselbe Geschichte. Rom. 20. Fkbr. Ei?.e Flasche mit Schiepulver wtlche am Eingange deZ Pallam:ntgebSudeS lag, verursachte gestern Nacht eine Explosion. Niemand verletzt. Die TKStec siud nijt bekannt Drahtnachrichten. Eisenbahnunglück. Washington. 19. Februar. Bei ffour Mile Run, 4 Meilen südlich von hier fand aus der Virginia Mittand Ei senbahn ein Zusammenstoß zlschen ei nem Jrachtzug und einem Passagierzug statt. Die Passagiere kamen mit dem bloßkn Schrecken davon,. aber beide Lokomotivsührer und beide Heizer sind todt. Eine neue .Slat e." Washington. 19. Febr. Nach Mittheilungen von Daniel Lamont, dem PrivatsekretSr Clcvklaad'ö wird das lkabinet wie folgt zufznimengesttzt sein : StaatSsekletar: Bayird, Schatzamts sekr. : Maming. Krieqösikr. : VilaS. Ma rine: Frank Jones von New Hampshire, Inneres : McDonald, Generalpostmei ster : Lamar, G:neralnwalt : Gar land.
K n i g h t S o f 0 o n o r. L o u i S v i l l e, 19. Februar. Gegen Robert Äreckinridge, tie Supreme Loge der KnighlS of Honor von Kentucky und die P:oplkS Bank wurden heute neue Klagen im Bundesgerichte anhängig gemacht. ES wird auch in der Klage ge sagt, dab Breckinridge tz152.479.21 in Händen haben sollte, während eS nach dem Berichte der Bank nur $114,677-27 sind. Genaue Abrechnung und Ein setzung eineS ReceivekS wird verlangt. Anarchistenversammlung. PittSburg. 19. Febr. Gegen hundert und fünfzig Sozialisten vttschik' dener Schaltirungen versammelten sich in der Turnhalle, um W. I. Gorsuch zu hören. .Derselbe kam aber nicht. Statt seiner hielt Samuel Tielden, einEnglän der, eine Rede. Ec sagte, c8 handle sich zunächst darum, zu zerstören ; wa? man aufbauen wolle, könne man nachher er wögen. Grobes Feuer. Philadelphia. 19. Febr. Um 9 Uhr 30 Min. heute Morgen brach in Ro. 125 Chestnut Straße Feuer aus. welches in kurzer Zeit neun grobe Ge schäftöhSuser in Asche legte und sechs stark beschädigte. Mehrere Personen wurden durch eine einstürzende Mauer verlebt. Feuer in Brazil. Braz il, Ind., 19. Februar. Der Compton & McSreaor und der ThomaS Block sind niedergebrannt. Niederkunft in einem Roller Rink. A l l i a n c e, O., 19. Febr. Eine hier sehr gut bekannte Frau kam vor einigen Tagen im Rink während deS Schlltlschut:!aufenZ mit Zwillingen nie der. C a p t. P b e l a n. Kansaö City. Mo.. 19. Febr. Cpt. ThoS. Phelan, der von Short in New York mit elf Mesierstichen verlebte Fenier ist wieder zurücka'kehlt. Er drückt sich mit großer Borsicht über Donovan Rosia und die Ferner auS und hat offenbar Angst vor ihnen. " Senatorenmahl. Springfitld. Jll.. 19. Februar. Heute wurden ieder zwei resultatkose Abstimmungen vorgenommen S a.l e m. Or , IV. Febr. ES scheint. daft voklSufiz eine Einigung der Re publikaner ouf einen der beiden Kandi beten nicht möglich ist. ES wurde deS
halb von mehreren Seiten JameS G. Alaine als CoTpesmkandidat vorgeschlagen. Entsetzliche Grausamkeit Wallivgsord. Bt. 1. Fedr. Ein unmenschliches Paar, Joseph $bU und dessen Frau wurden wegen Mkh Handlung eintS in ihrer Obhut desino lichen dreizehnjährigen Mädchens von den Bewohnern deS Städtchens durchge
prügelt und unter TodeSdrohungen auS , dem Ort gejagt. Die Mißhandlungen, welche daZ Kind zu erdulden hatte, waren schrecklich. Einwal hatte eS die Frau mit nackten Füßen auf einen heißen Ofen gestellt, ein ander Mal ihm Stecknadeln durch das Ohr gesteckt und dieselben an der Wand befestigt, in gleicher Weise hatten sie eS mit durch die Zeuge gestoßen? Stecknadeln am Fenstersims angeheftet. Bei einer andern Gelegen heit hatten sie dem Kinde so lange Was ser auf den Kops gepumpt, bis es der Hilfe der Nachbaren bedürfte, um eS wie. der zum Leben zu dringen. Die Behör den haben sich deS bedauernSmerthen Geschöpfes angenommen. (Soozreß. Washington, 19 Februar. Senat. Für die JnaugurationSfeierlichkeiten wurden $3500 bewilligt. Die Bill, welche die Landfchenlung der TexiS Pacific Bahn für verwirkt er klart, wurde mit 56 gegen 2 Stimmen pajsirt. Haus. Das Haus saß als Plenarcomiie und zog die Fluß und Hafenbewilligungen in Erwägung. Ein Antrag den Posten von 400.000 für Reparatur deS hölzernen Schiffes New oil zu streichen, wurde verwarfen. Vr Kabel. Deutschlands AnnexionSge . lüste. B erlin, 13. Febr. Deutschland hat einen westwärts vom Golf von Guena gelegenen Streifen der Sklavenfüste von Dahomey annektirt. Anarchistisches Manifest. Bern, 19 Februar. Ein von den Anarchisten an die Schweizer Arbeiter erlassenes Manifest schließt mit den Wor ten : DaS einzige Mittel, unseren Frauen und Kindern eine bessere Zukuns! zu sichern, ist die Revolution. ES lebe die soziale Revolution ! Der Krieg im Sudan. London, 19. Febr. Depeschen von Wolselky melden, daß derselbe seinen Plan geändert habe, und daß er sich zurückjiehen uud seine sämmtlichen Streitkrüste bei Debbeh lonzentnren werde. Er telegraphirt ferner, daß sich das Befinden des Gen. Stewart verschliN'. wert habe. DaS Parlament trat heute zusammen. Gladstone erklärte, daß die Regierung nicht daran denke, Egyplen zu räumen, doch möchte er nicht sagen, daß dies nicht geschehen würde, sobald die Ehre Eng land' befriedigt sei. Wolseley habe Auftrag, jetzt, oder im Herbste tthartum zu nehmen. Die Morgtnblätter tadeln Gladstone. weil er deSSchicksalS Gordon'S mit keiner Silbe erwähnte. Marktpreise. Wt,n No. 1. 86e: Ro.Zroth.8Zc. r n $0.2 lift 42c : misch . 40 . Haf r Ro. weitste; mischt Äga S:. lt N2.Z0. HU 0.50. chtn k n lV'-lN schult, rn ee. S p & Stt n X. chctncf brnali ftf-fle. 5 l SamU, I3.U0I3.00: ane, $3.3 1,00; Irtr. U.00 13.00. i x 25e ; tra tot 80c. Bittet-uarnrn 2j-23f ; Daik, N V : Ctr, 4 1. Nyr-se pr Vsund " attef fln --4o-tj0 tc: Luftz. Vom NuSlande. DieEnaländer lassen sich iurch die nichtSwürdigen Handlunaen der Dynamitarden in ihren politischen Ueberzeugungen nicht irre machen und selbst der konservative Standard" der fichert, ,,daß die jüngsten diabolischen Ausschreitungen gegen die öffentliche Sicherheit" das englische Volk nicht be reitwilliger 'machen werden, sich den Durchsuchungs und Unterdrückungs Maßregeln kontinentaler ?kegierungen" zu unterwerfen. Mögen alle erdenkba ren Vorsichtsmaßregeln-gegen die Fabrikation, denVerkauf und die Benutzung von gefährlichen Sprengstoffen ergriffen werden. Aber laßt uns Nicht, als ein Volk, der Vernichtung der Freiheit die Hand bieten, in dem Bestreben, uns ge aen die Verscbwörunaen derieniaen x schützen. Welche die gehorsamen Agenten ! unsichtbarer Tyrannen sind. Aehnlicy spricht sich der Daily Telegrapt)" auS, welcber zugleich eins NeorLanisation und
Verstarkutlg der lSehctmpolizet verlangt ; man solle in dieser Beziehung nicht spa ren, denn es würde wenigstens 100,000 Lstr. werth fein, auch nur einen einzigen Dynainitarden in dem Augenblick zu ertappen, wo er den Tod unschuldiger Eng' länder' vcrbcrcitet." -l In Wien ist der bekannte Possendichter O. F. Berg, von dem außer Hunderten von anderen hübschen Sachen daZ populäre ..Einer von unsere Leut'" stammt, irrsinnig geworden, so daß man
ihn als unheilbar einem Asyl überant wortm mupte. In letzter Zeit gab er den Kikeriki" heraus, ein Witzblatt mit antisemitischer Tendenz. Berg soll ein sehr bedeutendes Vermögen besitzen. E l Mahd i als Held eines gefühlvollen Vkelodrama's, das ist die neueste Tollheit, über die sich heute Paris amüfirt. Das Stück, ein ächtes Aoule vardProduct, wird demnächst zur Aufführun gelangen. Der falsche Prophet gilt offenbar im Auslande noch mehr als in seinem Baterlande, denn hier hat man ihn zu einem herrlichen Helden her ausgeputzt, der' mit seinen vortrefflichen Eigenschaften den armen John Bull ganzlich in den Schatten stellt. Die Versuch e mit e le k tri scher Schisssbeleuchtung, die eine Zeit lang auf dem Kriegsschiffe Eolossus in Portsmouth angestellt worden sind, haben glänzende Erfolge erzielt. Die Elektri cität hat die bisherige Oelbeleuchtung nicht nur an Helle, sondern auch an Vil liakeit geschlagen und deshalb steht die allgemeine Einführung der erstem aus der Kriegsflotte in Aussicht. E-.nGerücht, welches frei lich n'ch der Bestätigung bedarf, he hauptet, König Milan von Serbien gehe mit der Avsicht um, sich von seiner jun gen schönen Gemahlin, scheide zu lassen, weil dieselbe nach dem Tode des neun jahrigcn. Kronprinzen, der bei seiner schwächlichen Constitutiyn nicht mehr lange leben kann, nicht im Stande sein werde, dem Lande noch einen Thronerben zu schenken. An ihre Stelle soll dann Eyberzogin Marie Valerie von Oester reich treten, die jetzt 19 Jabre alt und, obwohl nicht so hübsch, wie ihre Mutter, doch wegen ihrer herzgewinnenden Lie benswürdigkeit der Liebling des Wiener Hofes ist. Vorläufig indessen, wie ge sagt, ist k? nur ein Gerücht mit dem man es zu thun hat. ' ' ' Aus dem Rheing au wird geschrieben: Im rheinischen Weinbandel machte sich während der letzten Wochen eine lebhaftere Geschäftsthätigkeit geltend. Es wurde eine große Anzahl belangreicher Ääufe abgeschlossen, und die Preise entwickelten eine steigende Tendenz. Die hochbcrühmten Weine des Rauenthaler Berges, allerdings' Auslese", wurden im Stück bis zu 2700 Mark bezahlt. Weniger feine Lagen desselben Weines . erzielten Preise von 1500, 1650, 1900 und 2200 Mark per Stück. Doch sind auch vcrhältnißmäßig billigere Rheingauer Weine zu haben; so wurden in Steudorf Weine von 710 bis 900 Mark per Stück verkauft. Auch aus dem Hessischen treffen über den Gang des Weingeschästes gunstige Nachrichten ein. Weine von Bingen und Kempten (1834er) erzielten den schönen Preis von 1000 Mark per Stück, minderwerthige Weine (1831er und 1833) von Horrweiler gingen zu 440 Mark das Stück ab. 1834er Wein wurde in Pfaffenfchwabenheim zu 600 bis 50, in Gaubickelsheim zu 510 bis 50, in Welgesheim zu 420 und in Zetzcnheim zu 400 Mark per Stück bezahlt. -Selbst die Köln. Ztg.", die alle Tage ein paar Engländer zum Frühstück verzehrt, sieht sich zu folgendem Bekenntniffe gezwungen: Das kühne Vordringen Stewarts und seiner Truppen im Sudan erinnert die Welt wieder einmal daran, daß in der englischen Raffe noch jene männliche Thatkraft und fchneidige Entschlossenheit lebt, welche England zu der größten civilisirenden Macht der Erde erhoben haben. Wir sehen, daß das meerumgür tete Großbritannien noch immer ein Soldatenmaterial liefert, welches an Kriegserfahrung, Todesverachtung und Abhärtung auf der Welt seines gleicher sucht, und daß das englische Heer ncch Ofsiciere besitzt, welche tollkühnen Muth mit kluger Vorsicht und Berechnung verbinden. Selbst wenn man berücksichtigt, daß es eben Sudanesen sind, welche den mit allen Waffen der Cultur gerüsteten Engländern gegenüberstehen, wird man seine Bewunderung und' menschliche Theilnahme jenen Männern nicht versagen können, welche ihren Feind mit der Schnelligkeit des Blitzes und mit der Präcision einer wohlersonnenen Maschine zu treffen wiffen. Die Jahrhunderte haben England in die Schule genommen und den Briten gezeigt, wie man mit halbwilden Völkerschaften umgehen könne und müsse. Die Engländer haben diese Lehrzeit nicht umsonst durchgemacht ; wir Deutsche haben in dieser Beziehung von ihnen noch manches zu lernen. Ueber den muthmaßlichen Mörder des Polizeiraths Dr.Rumpff, den in Hockenheim . bei Mannheim verhafteten Julius Lieske.gehen dem Berliner Tagbl." aus seiner VaterstadtZossen die folgenden biographischen Mittheilunaen zu : Der Vater des Lieske lebt als Arbeiter in Zoffen und gilt als sparsamer und pflichtgetreuer Mann. Nachdem seine erste Frau gestorben,, verheiratete sich Lieske sen. noch einmal mit einer verhältnißmäßig jungen Frau, welche ibm einen Knaben und ein Mdöe in
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Holland. Hciringe. Russ. Cavtar. iSchweizerKäft. Limburgcr Kast. Backstein Käst. Wm.mmn "THE GR0CEH" Court Honse Msch-MsM von 5ritz Böttcher, V. 147 Hg Wssi)isgtoSr. die Ehe brachte. Bon den vier Söhnen aus der ersten Ehe des Lieske erlernte der älteste das Schmiedehandwerk und soll in Brandenburg leben ; der zweite ist Maurer. Der dritte Sohn ist der Attentäter Julius Lieske. NachWni derselbe die Volksschule in Zcffen mit ziemlich geringem Erfolge besucht hatten trat er bei dem alten Schuhmachermeister Steinecke scn., einem sehr ehrbaren Handwerkcr, in die Lehre und erlernte das Schuhmachcrhandwerk. Mit 19 Jahren ging Lieske auf die Wanderschaft und wendete sich nach der Schweiz, wo er sich längere Zeit in Alttorf aufhielt und von wo er wiederholt an seine Angehörigen Briefe sendete. Diese Briefe sind bereits vor einiger Zeit mit Beschlag belegt worden. Dcr vierte Sohn dcö alten Lieske erlernte das Schneiderhandwerk. Man vermtlthet, daß Julius Lieeke diesen, seinen jüngeren Bruder, in die anarchistischen Kreise, mit denen cr selbst iioä'w i5k:ch v'u'ljv.ch in der Schnei; verfviiiic, mubiiu'ii'gogen '.aC'c. . N o ch nie, so heißt eS in eti launig gehaltenen Berichte aus der neuen Wiener Hochschule, hatte ein Eollegium sich eines so lebhaften Zuspruches und des ungetheilten Beifalles der Hörer aller Fakultäten in dem Maße zu erfreuen, wie das, welches im linken Gange des Arkadrnhofes der neuen Uni versität eröffnet wurde. Dasselbe betitelt sich: Praktische Uebungen in der Kastronomie, täglich ; Zeit und Honorar nach Uebereinkunst. Die wesentlichsten Gegenstände dieses öollegiums sind: lan'.s dutvrn illitu?. Panis perna conteetns, sarcirnei Franksurtense, vcl Viennenso coclilea ria arrnoraria ornaturn et cetera," In unser geliebt; D.utsch übertragen, bedeutet diese lateinische Anzeige die Eröffnung eines Studentenbuffets, in welchem Butterbrot, Schinken, Wiener oder Franlsurter Würste mit Kren(Meerrettig) :c. von schönen Händen verabfolgt werden. 3!nr in einer Beziehung konnte dieses Eollegium nicht den Beifall der Studenten finden; es fehlt das akademifche Getränk, genannt ct'revisia. Und das hatte seine guten Gründe. Denn als im akademischen Senat die Einrich-. tung dieses Eollegium? berathen trurde, da gab es so berichtet man sehr lebhafte Erörterungen. Es wurde namlick der Antrag gestellt, daß durchaus keine potaioria spiritiinlia zugelassen, wer den sollen. Einige Professoren, die einst flotte Musensöhne waren, und damals die Paragraphen des Aier-Komments so gründlich wie die Paragraphen des Co dex civilis stuoirtcn, was nicht gchindert hat, daß sie doch heute Zierden Wissenschaft geworden, sprachen mit gro ßer Wärme für die Ablehnung dieser schmerzlichen Bestimmung. Jedoch dergebens; der Senat beschloß: Wasmaßen die Alraa rnater ihren Söhnen so viel geistigen Genuß gewährt, so ist ein jeder weitete geistige Genuß nur schadlich." Man hört aber, daß die Stndenten gegen diesen Beschluß, womit ein alteS Privilegium aeademiernn das jus bibendi, verkürzt wird, wegen Verletzung der gewährleisteten Atechte Verufung einlegen wollen; doch ist man nicht darüber einig, welches Gericht in dieser Frage zuständig ist. In weiser Vorausficht, daß das Eollegium im linkenGange des Arkadenhofes leicht an überstarkem Besuch leiden könne, hat der Akademische Senat den Beschluß gefaßt, einen Paral lel-KursuS für Gastronomie im rechten LlÜgel deS ArkadenbofeS zu errichten.
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