Indiana Tribüne, Volume 8, Number 140, Indianapolis, Marion County, 6 February 1885 — Page 3

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Ulf denen, die stck selbst helfen. Die Natur lu räutkr zur Heilung menschlicher Uebel Erschaffen und die medizinische Wissenschaft t'.-.t ihre heilenden Kräfte, sewie die zur Be n'äl::q:inz der Krankheiten nvtbigen Ccmdi, rationkn erkannt. DaS Resultat dieser Gut-def-.zngen und Combinationen ist r-i nun rarni IWi y 1m O Eal 2iit rirlcn Jahren ist es in schweren Jä'llcn von ?!iereu- und Leberkrankheiken, Mal aria, TvZxcvsie, Uuverdaulichkeit, Schwache, Mzttizkkik etc. geprüft worden und hat stttS Hilfe und Heilung verschafft. Tausende von Zam',zen sind dafür ausgestellt orden uad :zö Ml?l ist sehr beliebt. I. O. Slk'nhriszr. Superintendent dei Lancaster Co., Pa., Ho'pttalZ schreibt: Si b teilt tt ia einer großen Zatt ,on Füllen den Tsörc?,'.?. Ji:ern...tfrAnIr-ir. ftttiitiiiictTtai. Rbeu rn2tisiaj. Slittnta und Scrcffla ttn und fcittr4nCtr ich tr.it teil testen Resultaten." F. Oaffnta, von CircIebiUe, C, sagt: iertur descheiuige i. daß i4 on fiteiientent Bieter l:tt u:;C tu: tk:t (Ledrauch einer Zlasch von i'jifl-ser' Ärauter Sitrer voLstündig furir Burte." ZNislller tievh Ditters Co ... ,52 Gcmmcrce Str., Philadelphia. Victtx'i anzenehmer Wurm-Syrup schlägt Bit seht. LZS SU . IRR j Tie kürzeße kad fcfße Lahn nach Loniavilie, Naahviile, Memplris, Cliat tanooga. Atlanta, Savannah, Jacksonville, Mobile and New: Orleans. Sk ist v?t!fcetlt)aft für Vassazi, nach fcem Süden, im direkt! Route z? nehm. Palast, Schlaf, und ParlorWagen zwilcken Cncaaa und LoaiZdille und St Lou'Z,nd LniZdillt oh Wagentsechsel. Tomfsrt, Zchnelligkeit und Ticherheir bietet die 3eff die alte zuverlässige SB. M. & D. M. i x. n. roiio Zp.ftent Seneral Pctssagier.Zlgenr. S'sr:o?:'L5' ZZzsngts anb JliuoiStt., 3-ibsIi E. W McKekxa, SnpcrinteiitlenL Feucr-larW-Signale. i Jcrnf'lTsin ud !Nu:5et. 5 at-'v-suertU-r i ti frvizx tt ?rtinnt. Cp.'5r traS nnb Äew Va:t. 7 üctil ur.i ichigan traZe. ?:e-s Ae:s,-St:ak'unb Va5achusett S ''ts'' ud Ns:dStrzSe. i? rrfz'z.ttS Are. r.;j: Nsile TU. 13 ie!iTr ;r. urb Zk.,rt 3acr . I yitr: tt't? ui art Z?a?n Aoenne 15 "jerj ?.!?. '.nd ÄachaftttZ Are l? SXs.'ilia ? art Zd Str 17 far! art. um Vieler Str. 18 ac-a3 ?t:. u Ä jlalctt 8ce. 19 Archr: n.-ti fon Ät?. 23 iilo. unl 5iefciM6tt. 121 Slaiaaii nnb Suftent Str. i-r SSer.Mari uni 5iejer.t tt. 126 Vzn.-5 5 t?. und Slnceln Sp 7 SuZellune Gedäud,. 1 Setrt'.Ä'e. u.'.d Achte iu XSl Äsubapa ur.blti'tnTon &r 132 to&air.ctor 5St 5t. IS4 4oll j 3t. ustb Üt 5tk. 1Jö Home A?e. i;ab Sat Str. ! T'tZivar? j'.ich'.zan ti. 21 5t. Itci Sti., nc; Jlinzil. 23 Peni's'ilvznia unb Prat: 5:i. i äo. 5. E.'.gine Ho,ie ,chfte, .u." 2S u'j-ss.jsisi un, St. !klai? itr 27 ijSirictS r.nb üt4iö3n tftr. -yr nstffllacaia Cti. unb Hsm p. 3J Misftlp.rri unk ö.ett Ztr. 2t? l-i:efe und J;Stam St:, t? ifmiTflsania unäiltiaan Sti. IM Illittk'.i unb fierbe :t 6 tr. 11 Zndiaz Az. ui a?ttifian Vti. lt::;" unb fjalnut Stt. 3 1il:?ri.ta unb Ssnnotu ?! . 35 tJite uui New ioxl 'rt:. 36 Invi Ä?e. uub 2t. Statt ?N 57 5:3bt6c?t'-al. 13 uni iKcrb Stt. zg stch.Zitn uub &nS Stt 512 Lkli unb Kttin-t Str. 313 kft unb Driit Str. 314 5U5.-.t unb HowZkd St:. 41 VasZinzton, nahe Wett tt. 43 Otistntorf unb Saftibtdn &n 13 Wtfiourt unö es? att L:r. 43 Wirijiaü unb aiftjts jtan f ir. 46 aamei unb Ohis Str. 47 Xcnr.s urrfc itfefamaton 5tT, ttnjan'l ork Hou. . 4? Jnb'.ansla. 412 iniflo-ii urb ilarijf lRfi 5tt. -413 SRifftffiszt nb Sckda'd tr. 415 ZeiZuZon' Vor! Hu. 42I J.B. 3c 43. 0U:b Hsui. 423 Insan afijluta. 51 gStKOiS unb'fflfmü tr. 52 32tnotunb Scutficr.a.Äti 53 28a und K5art eir. 24 Eit und ecut) CU. 86 Tennkffk uab (Zeorz'a Ätx 67 Stcttbian enb Lia Str. ' SS tdiian 30. unb Morri-Z ti. ZV -abison U.O. u 2)nUp t 112 Ccft unb Nsikz-ssb ttr. 513 Ätntui Lv. unb i'inb 514 Union unb ttotrtl Sti 518 giinota und Äaufc 5 517 S39rri4 unb Xscotc Str. 51 6out na XcUäatc etr. 2 $enn)Icar.ia unb koutstana eti 63 gcUsute unb Kc2artj Str. 64 Oft unb Kclartt) etr, t& ÄUb antu unb Sitgiana Act. 67 Birgmta kve. unb Brabsha tr 8 Oft unb Eodurn Etr. 63 Pennsylvania Str. unb abtsor c. 612 WtSltrvi unb Dbughert St. 71 irginis As, na; Huron 6ti. 72 Oft unb Sorgia tr. 7Z Vashingtsn unb Bknron Str. , 74 nton unb iZeorgia Str. 75?srest Ste.unb Pin. 7 DUto uns at !?. ?8 ti3intact.unb t'JIon. T letcher See. unb Dlllon. -77? Svru unb Prowekk Str. -713 GltZH So unb daurl Stl. -714 Orange und Otto Str. US Sdlbo .nb UttCtt Str. el " J!fu Str hl kSashlngts um Delar Sie LZ Oft unb .rl tr. M tt ork unb lavibsgn Str Hü laub :unt!nn.nfi0U. tb r. Staatcu nial ' m Crtertil unb ZZasdingtsn eti 89 rttuxt kangnitz .512 o.8 Schlauch'Hau. Oft Washwgt,nftrß g Ptartt ni abi Str. 814 Obts n faraf3 tr 9t farla.nb nabe "lr,bten Str. 92 Vtenrian nns Ptoxtfa 5trit. l i .1-1 rtPtt3tonai. .l H-b ÄaH'n ro':crbt, ) axitcr ftlarm. 3 3 Stanai i' Ä axt Sü-AC-irrt Ali"' ;fl91f

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Dem Tode entronnen. Sin beschichte avi Oftindien von S. v. Var'uk. (Fortsedunz.) Uin stattlicher, sel't reich gekleidete: Buginese empfing die keiden Ankömm linge am Fuße der Veranda, welche ein geräumiges' Banlbushaus, am Eingänge des .Kampongs gelegen, umgab, ölliben'Tidin begrüßte seinen Bruder herzlich und frk'sj auch dessen Begleiter freundlich willkommen, da er jedoch sah, wie ' erschöpft beide waren, führte er ste erst in die kleine Badekammer, versorgte sie mit sauberen Gewändern und lud sie dann zu einer inzwischen bereiteten kräftigenMahlzeit ein, welcher die beiden Ausgehungerten alle Ehre erwiesen. Während Meu uier sich darauf in eins der kleinen Zimmer zum Schlafe zurückzog, erzählte Hain et seinem Bruder seine und des Franzosen Erlebnisse seit ihrer Flucht von'Ämboina. Ali-ben-Sidvi gab seinem Bruder die Versicherung, daß er hei ihm bleiben könne, io lange es ihm beliebe, ebenso der Sergeant,, für dessen Beförderung nach Akanila - sich später wohl Gelegcnheit finden dürfte, da Ali selbst zuweilen seine Seefahrten bis zu den Philippinen ausdehne, besonders zu den Zei ten, wenn die inalayischen und chinesischen Handelsleute von ihren großen Ä!ärkten auf den ev- und Aru-Jnseln zurückkehrten. Am folgenden Morgen wiederholte ölli dem jungen Franzosen gegenüber sein Versprechen, verlangte, jedoch von demselben die Versicherung, die Insel Buton nicht zu verlassen, ohne ihn davon vorher in Kenntniß zu setzen. ?!eunier fühlte sich in dem versteckt liegenden ttainpong an der kaum zwei Seemeilen breiten Butonstraße so sicher vor jeder Entdeckung,-daß. er sich rasch von der in letzter Zeit ausgestandenen Angst und den gehabten .Strapatzen erholte; er begann bald in den naheliegenden Bcr gen und Waldungen umberzustreifen und zu jagen, wobei er sich eines vorzüglichen englischen Jagdgewehres bediente, das er in dem Zimmer seines Wirthes gefunden und das ihni von diesem bereit? willigst zu seiner Verfügung gestellt wo? den war. In dem Bambushause Ali-ben-Sidins fand der Sergeant überhaupt Gegenstände im Gebrauche, die sonst nie bei den Eingeborenen des malayischcn Archipels anzutreffen sind, wenn sie nicht Angehorige fürstlicher oder sonst vornehmer Fa milie sind; in einem Zimmer war der Fußboden mit sehr schönen persischen Teppichen bedeckt, ein großes Schiffsfernrohr, ein paar reich mit Silber und Gold eingelegte Pistolen, ein schwerer Schiffssäbel, mehrere Gewehre und andere Sa chen, die offenbar von einem größerenSee schiffe herrührten, waren an den Wänden aufgehängt. Meunier glaubte, daß alle diese Gegenstände von einem an der Küste von Buton gestrandeten Schiffe hernihrten und mochte auch nicht gern weiter danach fragen, da die Eingeborenen eine solche Neugierde für unmännlich und unpassend halten. Die Insel Buton, ungefähr zwanug geographische At'eilen lang, bei einer Breite von drei bis fünf Meilen, wird der Lange nach von einem schön bewalbeten Gebirgskamin durchzogen, der sich mitunter über zweitausend Fuß hoch erbebt, und dem jungen Franzosen Gelegenheit zu den angenehmsten. Ausflügen bot,' welche ihm bei dem großen Reichthum an Wild aller Art auch lohnende Jagdbeute lieferten. Sehr oft segelte Äkeunier auch in einem kleinen Nachen den Eanal zwischen Muna und Buton hinab bis zur Mündung in die See; dort erstieg er eine Anhöhe,von welcher er stundenlang in die See hinauöblickte, inderHoffnung, unter den in der Entfernung von wenigen Seemeilen vorübersegelnden Schiffen ein Fahrzeug mit der französischen oder amerikanischen Flagge an der Gaffel zu entdecken, an dessen Bord er sich dann sofort begeben hätte. Seine Hoffnung hatte sich in den ersten Wochen seines Aufenthaltes nicht erfüllt, da er von diesen Ausslügen stets enttäuscht nach dem Kampong zurückkehrte. äöenn der junge Mann nicht so sehr mit sich und. seinen Hoffnungen beschäftigt gewesen wäre, so würde es ihm gewiß aufgefallen sein, daß sein Wirch und dessen Bruder oft tagelang vom Hause abwesend waren, so aber dachte er weiter nicht daran ..und glaubte'ttur, dieselben würden vom Fischfange so lange entfernt gehalten.' ' ' Eines Morgens war Meunier in ei' ncm kleinen öc'achen den Kanal hinuntergefahren, um sich die Zeit mit Fischen zu vertreiben; bei dieser 'Gelegenheit hatte er sich der gegenüberliegenden Insel Muna genähert und segelte eine Zeitlang längs deren Küste hin; bei einer Biegung derselben gelangte er in eine' tics in's Land sich ziehende Bucht, die er bisher noch ' aax nicht bemerkt hatte. Er lenkte sein kleines Fahrzeug in die Bai und ge-' wahrte sehr bald zu seinem nicht geringen Erstaunen am Ende derselben eine aus mehreren Häusern und Hütten bestehende Ansiedlunz und im Schatten eines dichten Gebüsches von Pisangbäumen, Palmen und Tamarinden ein villenartiges Gebäude, tvie es nur Europäer, vor nehme Eingeborene oder reiche Chinesen zu bewohnen pflegen. Neugierig, wer sich auf einer so einsamen, fast gar nicht angebauten Insel niedergelassen haben mochte, beschloß Meunier zu landen und sich vorsichtig der Zlnsiedlung zu nähern, um sich Gewißheit darüber zu verschaffen, wer der Besitzer derselben sei, was ihm schon seiner eigenen Sicherheit wegen nicht gleichgiltig sein tonnte. ' ' Vorsichtig, im Gebüsche längs des Strandes hinschreitend, hatte der Iran-' zose sich dem kleinen Parke hinter der Villa genähert, als er wenige Schritte vor sich eine zwischen zwei Palmen befestigte Hängematte bemerkte, in der ein europäisch gekleidetes junges Mädchen lang und eifrig in einem Buche zu lesen schien.Noch in den Anblick dieser ganz un erwarteten Erscheinung.. vertieft, gewahrte. Meunier plötzlich zu seinem Ent setzen, wie sich von dem Stamme der ei nen Palme,, an der da Kopfende der Hängematte heestjt tvär, ne Cobra

loswand und am strick nach dc'r' Hangematte glitt. Zum stufen war es zu spät, die geringste Bewegung des jungcnMädchens konnte die furchtbare Schlange, deren Biß absolut tödtlich ist, zmn Sprunge reizen. Entschlossen zog der junge Franzose seinen scharfen Kriß, den er wie die Eingebornen stets im Gürtel trug, erreichte mit einem Sprunge die Hängematte, ergriff kühn die Cobra am Halse und hieb ihr den Kopf ab. Es war das Werk einer Sekunde ; doch hatte Meunier so heftig an die Hängeinatte gestoßen, daß die in derselben 3lubcnde das Gleichgewicht verlor und hinausfiel. Auf das Aeußerste erschrocken, in ihrer unmittelbaren Nähe einen Eingeborenen mit gezogenem Krin zu erblickcn, erhob die uf den Knieen Liegende cik lautes Geschrei, noch bevor der junge Mann sie fcurch einige malaiische Worte beruhigen konnte. Er hatte der um Hilfe Rufenden zur Erklärung seines Erscheinens eben die todte Cobra gezeigt, als bercitövon dem Wobnhause her ein hochgewachsener Mann, mit dunklem VoÜbatte, offenbar ein Europäer, an der Spitze mehrerer Bkalayen herbeigeeilt war und sich eben mit den Worten : Hund von einem Spion, das sollst Du büßen!" auf Meunier werfen wollte. Das junge Madchen, das endlich den Zusammenhang begriffen, sprang jedoch auf und stellte sich dem Manne mit den Worten entgegen: Thu' ihm 'nichts, Vater, er hat mir soeben das Leben gerettet'" und wies auf die todte Schlange hin. Zu- Meuma freudigster Ueberraschung hatte die junge Dame ihrem Vater diese Worte in französischer Sprache zugerufen; er trat daher an den ihn noch immer mit finsterer Miene Betrachtenden heran und sagte zu ihm in seiner ÄkutUrsprache: Mein Herr, ich bin Franzose und nur durch Zufall hierhcrgerachen, keineswegs in der Absicht, hier irgend etwas auszuspioniren !" 0H! Sie sind gewis; der Sergeant, welcher drüben bei Ali ben-Zidin sich aufhält !" rief der Mann aus, dessen Gesicht sofort sich aufklärte. Ich heiße Sie von Herzen willkommen und bitte um Verzeihung, daß. ich dem Netter meiner Tochter in so bedrohlicher Weise entgegengetreten; später werden Sie es begreiflich finden und miä entschuld!gen." Meunier war sehr erschrocken, daß ein Europäer ihn so genau kenne und seinen Aufenthalt ans Buton wisse, beruhigte sich indeß Hald, als ihm der Vater d''s jungen Mädchens die Versicherung gab, daß er von ihm und seinen Leuten durchaus nichts zu befürchten habe. Ali-ben-Sidin, den er seit Jahren kenne, habe ihm Alles mitgetheilt, was ihn betreffe; er möge ganz unbesorgt sein, hier sei er vollkommen sicher vor jeder Entdeckung. Tarauf lud er den jungen Mann ein, ihn nach dem Wohnhause zu begleiten. ' ' Eine noch wohl .erhaltene Frau und zwei Knaben von acht und zehn Jahren, empfingen sie auf der Veranda mit er staunten Blicken, als die Mutter jedoch erfahren, aus welcher Gefahr der Fremde ihre Tochter gerettet, dankte sie demsel ben mit den herzlichstenWorten und Thrä nen in den Augen, worauf sie das in Folge dcsSchreckcns ziemlich angegriffene Mädchen in das Innere des Hauses ge leitete. . Der Hausherr führte seinen Gast in ein hübsch möblirtes Zimmer, wo er ihm. einen vollständigen Amiig aus weißem Pique und sehr seine Wäsche zur Verfügung stellte, den der junge Mann mit freu' digem Danke annahm und nach einem erfrischenden Bade mit vielem Wohlbehagen anlegte, da er es herzlich müde war, in der Kleidung eines Eingeborenen ein berulgeben. (Fortieduna folgt ) Weine lie und Sohn. Novelle von G. Mielk.

Es war ein Einfall von ihm. Nun hatte er nie unter einem Reichthum von Einfällen zn leiden gehabt ; um so absonderlicher war dafür' dieser, von welchem der reiche, alte Junggeselle beimge sucht wurde. Er lcbte doch sonst friedlich und behäbig mit seiner Schwester zusammen und konnte von den Nenten, die ihm sein Jahre lang ausgeübtes Bäckergewerbe eingebracht, ein seh? vergnügtes und sorgenloses Dasein führen. Aber es trifft pch oft, daß alte Junggesellen von Grillen gequält werden, und aus einer dieser Grillen entpuppte sich für Herrn Beincke etwas Ungeheuerliches -eine Idee. Man mag darüber erstrecken, aber der wahrheitsgetreue Berichterstatter kann nicht umhin zu erzablen, daß eines Tages Herr Beineke sich' aus die Erpedition einer großen Zeitung begab und seinen Einfall in For,ll eines 20 Zeilen langen und die edelste Menschenfreundlichkeit athmenden Inserats in die Welt der Oeffentlichkeit fetzte. Am andern Morgen reichte er mit einem verlegenen Lächeln, das für ein ganzes Leben voll dummer Streiche um Entschuldigung hätte bitten können, seiner Schwester das Zeitungsblatt. - Sie saßen beide gerade am Kaffcctisch und es war ein Glück, das; das alte Fräulein soeben die große, goldvcrgierte Tasse aus Meiszener Porzellan, ein Erbstück von der Mutter, niedergesetzt hatte man. weiß nicht, welches Unglück geschehen wäre, denn die würdige Dame streckte, nachdem sie das Inserat gelesen, die beiden langen Hände in jäher Vcrzwciflung zum Himmel. Dann aber ließ sie dieselben wieder sinken und sprach kein Wort mehr. Herr Beincke ward der Märtyrer seincs Einfalls. An demselben Tage um die V!ittagszeit glich sein Empfangszimmer mehr dem Sprechzimmer eines Armenarztes, als dem eines reichen Junggesellen. Eine seltsame Gesellschaft hatte sich in diesem so elegant tapezierten ökaum eingefunden und auf den braunen Fautcuils Platz geyommen,. soweit dieselben eben ausreichten. Man mußte unwillkürlich an . die Hochzeitsgesellschaft des- Evangeliums denken, welcbe jener königliche Bräuti

gam sich hinter den Hecken und Zäunen zusammengelesen hcrtte. Da stand ein Mann im abgeschabten, blauen Arbeitskittel, wie ihn die Dicnstmänner hie und da zu tragen pflegen, an dem wundervoll geschnitzten ienaissance-Schrank mit ciner Miene, als gäbe es keinen andern Herrn außer ihm hier, und dieses Bewußtsein mochte wohl Ursache sein, daß er es. nicht über sich gewinnen konnte, die fleckigen Neste eines Filzhutes von seinem langen, strähnigen Haar zu trennen. Ein Anderer lehnte sich an das Fenster und vertrieb sich die Langeweile, indem er von Zeit zu Zeit rücksichtlos auf den kostbaren Teppich spuckte ; ihn umhüllte eine unsichtbare alkoholische Wolke, die mit ihrem Dunst die Luft schivängertc und dariii nur Widerstand an einem penctranten Tabacksgcruch fand, welcher von der Ofenseite her entströmte. Das Jndividuum, das hier seinen Standplatz genommen, war so Höftich gewesen, die Schuhe zu Hause zu laffen, um mit denselben nicht den parkettitten Fußboden des Zimmers zu beschmutzen. Ein Vierter, ein junger Bursche von etwa 22 Iahren. stand cn dem zweiten Fenster; bübsch und schlank gewachsen, zeigte er in seinem Gesicht und in seiner Haltung jene Protzigkeit, wie sie nur frisch geadelten Bankiers und neugebackenen Portepeefäbnrichen eigen ist. Der Fünfte endlich, ein altes, reducirt aussehendes Subject, lag in einem Fauteuil und schnarch te. Dieser männliche Theil der Gesellschast hatte indessen wenig mit dem Einfall des Herrn Beineke zu thun. Er war nur als Begleitung für den zweiten und dritten Theil mitgelaufen, die sich in den Fautcuils niedergelaffen hatten : Frauen aus den untersten Ständen in einfachen, nicht allzu reinlichen Kattunklcidern, die auf ibren Armen wimmernde Säuglinge wiegten und dann und wann wdroffene Blicke aus die hohe, eichene Thu? warfen, durch welche Herr Beincke eintreten sollte. Manche von diesen Gesichtern wären wohl noch hübsch zu nennen gewesen, wenn nicht die Falten so tief in die Haut eingeschnitten und ihr Teint nicht jenes schmutzige Gelbbraun angenommen hätte, das i:nmer die Farbe der Armuth sein wiid. In diesen harten, vom Grifsei der Noth gezogenen ökunzeln, lag die ganze Verdroisenheit des nach einem andern Loos sich sehnenden Pioletariats. Hie und da streifte wohl ein Lächeln die dürren, aufgesprungenen Lippen, loenn der arme Wurm auf den Armen eine zappelnde Bewegung Machthaber es athmcte nichts von der Wärme des Mutterglucks, und die Bemerkungen, welche mit den Nachbarinnen im leisen, flüsternden Ton ausgetauscht wurden, erzählten wohl von den Sorgen, aber nicht von den Freuden, welche das kleine, unglückliche Wesen seinen Erzeugern bisher bereitet hatte. Ein jämmerlicher Anblick, diese armen Schreihälse zu sehen, die hier auf einen modernen Sclavenmarkt gebracht waren. Die meisten der kleinen, vcrzerrten Gesichtchen hielten die Augen geschlossen,wie in der Ahnung einer Gefahr, der sie lieber blindlings in den Schooß

fallen wollten, und wimmerten dabei kläglich ; andere lallten und fuhren tappend mit der Hand in der Luft herum, um dann einen Finger in das Mäulchen zu stecken, eine Sprache, die ebenso rührend wie verständnißvoll war, wenn sie auch unbetvußt ausgeübt wurde; irnd nur zwei oder drei Paar blitzende kleine Augen stierten halb erschrocken und halb staunend auf die glänzende, so ungewohnte Umgebung. Eine Ausnahme in dieser Gesellschaft, welche der Hauch physischer Verkommenheit und moralischer Fäulniß umstrickte, schien allein ein junges, weibliches Geschöpf zu sein, das ncben dem protzigen Burschen ohne Gene an der Erde hockte und ganz in den Anblick eines Säuglings versunken war, den es mit einem blaukarirten Tuch dem Nest eines Unterrockes umhüllt in seinen dünnen, magern Armen hielt. Das Licht der Sonne zitterte, durch das Fenster fallend, auf den braunen, halbaufgelösten Flechten dieser jungen Mutter und ließ es wie Gold flammen, von der Seite her legte sich ein dunkler Schatten auf die schmale, bleiche Wange, aber er verdeckte nur die' Thränen des einen Auges, während die des andern Allen sichtbar auf den armen Kleinen hernie der rannen. Doch davon nahm die Gescll schast keine Notiz ; jeder war mit sich selbst beschäftigt, jeder träumte, von einer Last erlöst zu werden und zugleich mehr als einen Jahreslohn zu gewinnen, jeder zitterte in der Aufregung. Überzangen zu werden, und jeder haßte seinen Nachbar als einen Konkutrenten auf diesem Boden des Gewinnes. Knablein nach dem andern, sah es grinsen und weinen, stellte Fragen. 'schüttelte mit dem Kopf und empfand zuletzt ein Gefühl des Ekels, das nur von seinem Aütleid besiegt wurde, von seinem Mitleid und seinem Wunsch, der all diese Leme in seinen Räumen zusammengefübrt hatte. Er war. in einer Verlegenheit, in der i?ch immer der Mensch befindet, wenn das Schicksal ihn an seine Urne führt. Von au den Schreihälsen gesiel ihm nicht ein einziger. Er hatte von einem Kinde die naive Vorstellung, daß es ein Engel sein müsse. Diese Kleinen aber glichen mehr beinalten Knochengerüsten; die blauen Streifen, die sich in ihrer Farbe zeigten, schienen von einer Hand hcrzurühren, vor der Herr Beincke zitterte. Der Tod war ihm"ein Schreckensgespenst und er wollte diesem Gespenst nicht gern eine Erbschaft vermachen, indem er eins von diesen verhungerten, kranken Würmchcn adoptirte.' Allein eine Wahl mußte er treffen, er lvar in dieser Hinsicht viel zu schüchtern, um zurückzutreten. Während er noch schwankte und zaudert fühlte er sich plötzlich vsn einer Faust am Arm. gefaßt, von der er sofort merkte, daß sie für gewöhnlich härtere Stosse packte, als die Hände und Arme schwachgebauter Menschen. Zugleich schrie ihn eine derbe, frische Stimme ziemlich unsanst an : Hier, Herr, ist etwas, das sich gcwascheu hat!" Diese Lobeserhebung und der bedeutsame Nachdruck, welchen ihr die Faust gab, bewirkten, daß Herr Beineke sich umdrehte. Er wandte sich jetzt dem Fenster in und sab dicht vor sich auf dem

Und durch diese chrenwertbe Gesellschaft bewegte sich in Bälde Herr Beincke in seiner steifen Würde, beschaute ein

Mlvroden ?:'.:'j-.'?:5 :Jcüodeii unk einem Säugling sitzen. Ueve.?rascht, diese beiden bisher Übergängen ,u haben, beugte er sich zu der Gruppe nieder. Zeigen Sie!" sagte er. Das Mädchen rührte sich nick't, doch der junge Bursche ris; mit einem Nuck das Umschlagetuch von dem Kleinen. Es war ein allerliebstes, kleines Wesen, das, nur mit einem Hemdchen bedeckt, jetzt zum Vorschein kam, mit so zierlichen Glicderchen. daß es wie ein PorzellanPüppchen aussah. Aber cö war lebendig, es regte die feinen Händchen und Füßchen. Sein Köpfchen, nicht viel größer als eine Manncfaust, ' war von Thränen naß Thränen, die eine Mutter geweint hatte. Und nun scklua es , . A - ' ' '

Plötzlich die Aeuglein aus, ground dunkclblau, und lachte dabei, so ein süßes, kindliches Lachen, daß es die junge Mutter zum Schluchzen brachte und Herrn Beineke rührte. Nicht wahr !" sagte der junge Vater mit rohem Stolz, wie aus dem Ei gepellt ! das ist auch einer von Zimmermanns Art, wie er nur auf dem Bauplatz No. 11 geliefert wird. Und erst sechs Monate alt, hört dabei auf das' Tiktak einer Ubr wie ein Großvater. Ein Teufelsbengcl " Der ist ja blos so groß wie'n Dreierbrod !" sagte das Jndividumn ohne Schuhe, das sich mit den Andern herangedrängt batte. Ein H'vbelspan vom Bauplatz, nichts weiter " grinste der Blaubekittelte ; er hielt jetzt seinen Hutstumpf in der Hand und ärgerte sich darüber, daß seine F-rau. eine lange, schwindsüchtige Person, mit ihrem Sprößlinz keine Gnade vor den Augen Herrn Bcineke's gefunden batte. Hoho !" brauste der in seinen, Sohn beleidigte Vater auf und reckte zwei folcher Fäuste, wie Herr Beincke eine gespürt hatte, in die Höhe, wer spricht da von Span ? Ich werd' ihm zeigen, 'was ein Span ist." Aber er beruhigte sich bald, als Herr Beineke erklärte, das; er nüt seiner Frau und dem Kind in das Ncbenzunmer gehen möchte. Auf Verlangen des jetzt glücklichen Rentiers entfernte sich daraus die übrige Gesellschaft, nicht ohne Murren und Brummen ; das barfüßige Subject unterdrückte seinen Ingrimm sogar in dem Maße nicht, daß es die Drohung' aussticß: es werde einmal wiederkommen und dann mit Herrn Beineke ein Wort reden. Als der Letzte taumelte der Schnarcher im Fauteuil aus der Thür ; seine Frau hatte ihn erst wecken müssen. Danach vollzog Herr Beineke in seinem Privatkabinct einige Formalitäten, nach welchen Johannes, ehelicher Sohn des Zimmergcscllen Gottfried Wirsig vom Bauplatz Nr. 11 und der Arbeiterin Iohanna Kottke, ihm als sein Fleisch und Blut übergeben wurde. Die Eltern versprachen zudem unter eidlicher Versicherunz und gegen Empfang einer Summe von 500 Thalern nie wieder Ansprüche an das Kind geltend zu machen, auch demselben nie wieder weder mündlich noch schriftlich nahe zu treten. Herr Beincke nahm, darüber ein Protokoll auf und ließ es die Beiden unterschreiben. Gottfried Wirsig malte seinen Autographen in sehr großen, schnörkelhaften Zügen, dann packte er die immer heftiger schluchzende Frau bei der Haud, drückte ihr die Feder in die Finger und zwang diese, drei Kreuze zu imvben. sFo!ltttzu?a folgt ) Mm fömm Flamen von UthlobhoroZ heilten ran Fiyvstrtck, LS Baker Str.. Fort Wanrte, Ind., von Nbcumatis. muß, an dem sie schon sät jwei fahren g,li:ttn. Lom Osten und LLefteii kommen Zeugnisse über die wundervolle Heilung von Rheumatismus und Neuralgie, welche oft bei Leuten bewirkt wurden, welch lange an diesen schmerzbasten Krant?iten gelilten hatten und vergeblich Hilf suchten, bis sie ihr Zuflucht nahmen zu Völlig harmlc, wirkt i lese Medizin schnell und sicher, prompt Erleichterung unb Heilung ver schafsenb. Frau Jno. D. Nuttinq, Norlh Cnck, N. I., schreibt am 29. Mi 1884: ..Trei Menate lang ar ich in Folge o Rbeu matismu bilflo, nahm zwei unb eine dalbelase Ältlcxhcres und hin jcrt nach einer Woche sait wieder pesund. Heute reine ich von Meehanicsville, (60 Meile entfernt) hierher. Ich hatte Atdlovde. r ci für die wundervollste Medizin, die je gegen Rdeu niatismu entdeckt wurte." Ant 1. Auguit: Zrau Nutting ist jetzt gänzlich wieder gesund unv sie dat einige vierzig Zlaschen Rkhloxherc an ihre Nach tarn verkauft.) Wenn Sie LlthlotchoroS nickt in Ihrer Apotheke er, balten können, werden wir Ihnen, nach Empsang des regulären Preises in Tollar per Flasche daneld per Lxvreß franco zusenden. Äir sehen eZ lieber, wenn &t ti von Ikrem Apotbeker kaufen, aber wenn r dasselbe nicht sührt, lassen Sie sich nickt überreden, etwas Anderes zu versuchen, sondern bestellen Sie so fort bei uns, wie angegeben. Athlophoros Co. 112 Wall Str., New York. Vogclliifigc, Korlwaaren, GlliSlvaarcn 'Holzwaarcil. In größter Auswahl bei ÖM-3. Mayer & öo. 2L und 85 Wcft Washington Straßr. i Rail Boad Hat Storo. Herbst - Hüte ! N t u e ß e ? iSacon soeben a n a kommen. Billige Preise! Gnte Bedienung ! Man destchttge die große Äuswahl do? Herren-u.Knabcn-Hütcli. Ho. 76 fl VajPnztsn Str.

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fbh Wfc Ut Zndiana mbA ? empsitlIl sich , Anfertigung von Rechnungen. Cirkularen, Briesköpsen. Preisliften, Quittungen, Eintrittskarten. Mitgttcdcrkartcn, Brochürcn, Conftitutionen Adreßkartcn. -Oentsclio -Ifflte ? ö O Etablirt seit 1859. Charles Meyen & Co.. 39 und 41 Pari Eow, New York, besorgen au Arten von Gesebästs&nzeigen, PersonaUtifönlenuigeK etc für dies Zeitung, sowie für ülo deutschen Blatter in den Ver. Staaten und Europa. ßkmmtlich De-atach-Ameri'xanlBche Zeitungen liegen in unserem Gesch&sta-Lok&l zur freien Einsicht des rnbliknnis ant; Dia geehrten Herausgeber deutscher Eli t ter wanden achtungi-roll nacht, ua Ihn PubUr9Ba für Eelitratu lu Ubeendo

T'trr in i ii i ii b. H .N'itryTLj' " - - ' r.-.fci-,vr- T--. . yr : ymrr . .3 : VnU-'-W: ins Eisenbahn -Zeit. Tabelle. Ankunft und Abgang der Eisendahnzüge in Indianapolis, an und nach Sonn, tag. den 2. Nov. 18&1. kledeland, Colurnbu, Civeinvati und India. napoli Eiseubshu Line.) Abgang: .. 6.15 Bm nderson Se...i0 50rm ton 5 1 g.io.MBn 8... 7,5 8 3 oshen (Jj5.2i 32a Ankunft: HQS .10.35 flm ndetson e... 2.U1 'J 5.5U5JB V LtLr!w.55u vrightloood Division, . C.E.uud I. gang tZglich 6.15. ' 10.10 ?m " ii.i5 rn 7 2?.'vt ' Z.'V Rtn " tlalti. r, Vi glich. 6,40 Ba 10.35 Cm J.ooKm ?5s CJRm tagltS. b&i fim tflaliA in m. 7 1 BI I ViUbutg, iViaciiit & Ät. Losl ifeaBabn H3 , ich Hcc .Uk. ci tflgaa) 4.X5 Bet gen Sonnt 9 n in 25 Er eukge. I P ja R Dccttula. nuinmincsni'.lU.45l'n, IttialiOl.- II TM. Sonntag i.l Rm NVVWP rtäglichsh.. t.L5R Dayton E auz nnt 4.5b Bm D Cr aal. Ä1 .55 m NV PLZ P t tSgfch 10. Dayton j aul. onntagg 10.20 Bb Chicago Route dia okomo. khtcaao Schnell mtig 11.15 Km Ehteago rpref. 11.00 s. Znb', Lon. SSnellzug... 3.i9Ba Jndxl' Lou. rrrej 3.35 Km Vandalia Line. VR!lTrat aa Qrv. s . . i.io vn , cjjnHua 3 53 B 1!"?'B I?a unbck...lo.,Ba Terr baut see. .oo?: Tag Erxretz.... 3.30 aUnbee. 4. Sould Vend And'xlsEr... t0.Bm EtdBenbJ Ei b4?m Batike r ... 0.45 J?rn Jnc'xlSLouth enb ex f.lOXvx Jd eihBend! i.UüBrn Cineinuati, Judiauapolis, Et. Louis n. Ckikacg eBkIIk ir. j i: rv !, rwi'iuvuyu. iMiiuaail ZlvisitZN, CJouto.9; 8. 4.00 Cra tnetnnatt rr Vm Cutcirntatt 1... 10.45 Um . fi 5r lt.. 3. 45 9lm Sndianax ftec. 11 (6 Cm 8'PtLj,. n.5o Xm ßtirn Gz 6 20Xm C 6t ii si fi Eine. cc 6.4U m I glich tue e. 10.45 Chicago Diviflou. ro utl Oj. 7.lOCm I die St fcou . ttcaflo Kau x.:2.l0 A täglich ecul.. 3.33 Bn Slf on4.esrv; 5 10 5,01 1 LäfShttt, Kcc ..1U.40B ü S tagltch I I 4 Ü kalt x c. 5.30 r c 11.30 Xat (iinetnnatt ce. 6 2 9tm Stffttstmville, Nadise nnb Jndinapoli Eiseudadn. üb ( tag. 4.19 Bnt 3nbcbMatl. j.45 Bn 8 afcfccc... 815 s'ZNkCl)lkrtaa?4Z B 3nd ab aU 3 50Rm,VR i 9t. 7 oo tt bnb i v t&g . v.45 na I ; a öü tag 10.45 Wabash, St. Loui, & Pacifie. etChic Raii 7.15 Bm hick R xtSg 8.00 R, v l 2.15 m dick ich Er. e e A i 7.00 Nm xoi gi 10 ..ll.jj C Del u h all. 85 LauiSville, New Albanh & Chicago. Air-Line klztcagrtgl..lZ.0i?:m Monon Zkec 5.0nr ich Eit? hicag. il Matt IZ.ViNm Elz'cagoSr. tjl..ll.45i?in IXonon Ac .... lUUMBrn ich. 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