Indiana Tribüne, Volume 8, Number 103, Indianapolis, Marion County, 31 December 1884 — Page 1
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Die lalle Welle. C K. i c a a o. 2l. Dez. Da Therso mtttx fiel seil Mitternacht um 30 Gra). Oaka berichtet 4. ffargo 20. Wivni. m 36 Grad unter Null. St. Paul 6, tteoknk4 XLead über Null H o ch O a s s e r. Ch ic ag o. Lt.. Dez Ju mittleren und südlichen Jllinoi sind überall die Flüsse auSgetretin und grober Sckaden entstand an Eisenbahnen. Brücken. Jen ZkN u. f. XD. Der Sturm bat die Telegraphenver tindung nach dem Westen unterbrochen. Noch mehr Erdbeben. Madrid, 31. D,z. Ja Aale,. Provinz Malaga fanden gestern wieder beZtie Erdstöße sta'.t und viele Häuser stürzien ein. In Alhama wurden lii jetzt 192 Lei chen au? den Trümmern hervorgezogen. Der König bat ine Subskriptionsliste mit Z6M öffnet. EditoricUcs. AuS dem kürzlichenBerichle derBcadstreet Agentur über die AibeitSlsstgkeit gebt helvor. daö die Lodnreduktior.en da am giößten waren, wo entweder gae keine.' oder nur sebr schwalbe Arbeiteror ganisationen bestanden. Ein lehr beut; licher Wink sür die Arbeiter. Die Presse beschäftigt sich vielfach mit Sem wahrscheinlichen Verhüten deS niutn PrÜstdentkn den Beamten gegen über. Wir können's abwarten. ES scheint, daß Clkvsland nicht die Absicht hat, den großen Besen m gebrauchen, ob er aber dem Drängen seiner Prlei auf blt Dauer tdersteden können wird, ist eine andere F.'oge. Wie es aber auch kommen ma. die rtvublikanische Parlti hat kein Retl sich zu beklagen, menn der demokratische Prä stdenl das thut, was die Rkvudlikaner vorher gethan haben. Berschieoene eselhafte deulschame nkansche Zeitungsschreiber ärgern sich darüber, dak dem .großen Lkanzler die zur Anstellung eines zveilen Direktors im auswärtigen Amte nöthige Summen nicht bewilligt wurden. Für die mit Arbeit überbürdeten kleinen Beamten haben solche Blätter kein Wott, dab der groke Kanzler" den RelchStagSabgeord neten keine Diäten gewährt, finden sie natürlich, daß er so klein war, den ReichSboten, welche sonst gar keine Be Zahlung bekommen, die Eisendahnfrei karten zu entziehen, finden diese Protzen auch in der Ordnung. WaS sür arm selige Kriecher sie sind '. Drahtnachrichten. Assignment. N e w 71 o r 30. Dezember. Joseph BcookS und JameS B. Dickion. Firma Brooks & Dicksop, machten ein Assizn ment an Jacob Nunnemacher. G r a n r's Lag e. e w V o 1 1, 20. Dez. Sherman, Field und Drerel halten täglich Consul tationen ab, wie dem General auS seiner bedrängten Lage zu helfen sei. ES ist jedenfalls nicht allgemein bekannt, dak sich im Hause Granl'S ein Depuly Sheriff befindet, welcher darüb-r wacht. daß Nickt entsernt erde. ES dürste auch fraglich sein, ob eS rathsam ist, die Schuld an Banderbilt abzutragen, da die Gläubiger der Firma Grar.t & Ward ebenfalls Beschlag auf daS Vermögen Grani'S legen können. Jedenfalls wer. den die Genannten nicht? unversucht lassen, um die aerlhvollen Geschenke und Andenken, welche Grant besitzt, demsel ben zu retten. AuZdemHockingTdale. . Co lu mbuS, 30. De,.. Bon Lo.' gan wird gemeldet: Im Hock'.ng Thale herrscht ein allgemeine? Ausstand. Ehe. riff McCarty begab sich per El'razug mit einer .Posse- dahin. In Nelson ville traf gestern eine bedeutende Sen dung Dynamit ein. Der eiste Angriff geschah gegen die Brücken. Die Berbin dung ist abgeschnitten .und E'nzelnheilen fehlen deshalb. Lvhl. rrduktion. G r e e n c a st l e. 30. Dez Die hie. stgeEifen und Nagelmühle kündigte ihren Arbeitern welche $1 20 per Tag btkom men eine Lohnreduktion von lö Prozent und denen, welche 11 bekommen eine Re. duktion von 10 Prozent an. Die Arbeiter fügten sich Ein interessanter Prozeß. T oledo. O.. 30. Dez. In der Eommon PleaS Court wurde heute eine
Klage ineefeicht. milche allgemeines Jnteresie irrest. Henry B. Glover. ein Bäcksteinmaurer vzzklaate die Union der
Z.Backgeinmaurer. welche u den Kclzdls ! of Labor aebö?l, auf Q(JO Stt-aoiner-ersetz. Ja der Klage de,ßt d'k die 'genannte Organisation daran lckntn se,. dab er seine Beschäftigung verloren habe und keine andere Beschäftigung b. kommen könne, und dad er dlöhald nicht im Stande sei, seine Familie zu ernähren. MI Kälterm Nordwesten. . St. Paul. 30. Dez. Ein äußerst heftiger Schneestarm setzte heute Morgen ein. I bt um Mitternacht bläst der Wind mit einer Geschwindigkeit von einer Me:le per Stunde. AuZ dem Nordwesten kommt eine kalte Welle, loelche St. Paul morgen erreichen wird. ' B e st ra fua von Wahlde trüg e reie n. ' Cincinnatk, 30. Dez. Bundes lichter Sage verurtheille beute eine Anzahl Gefangener wegen Verletzung der Wahlgesetze. Robt. Beny. JaS. Usher und JaS. McLaughlin wurden wegen ungesetzlichen Slimmer.s. Shannon und Ferd. Noth auS gleicher Ursache Zu 60 Tagen, und Henry Schäfer und Daniel Kinney wegen Verhinderung Andere? am Stimmen gu 0 Monaten verurlheUt. rr Kad?-!. D'a S Erdbeden in Spante, l. Madrid. 30. Dez.- In Grenada wurde heute ein Te Deum gelungen und um ein Aushören deS Erdbebens, ge betet. ,. In Priego kamen die Erdstöße gerade zur Zeit als daS Theater gesüllt war und eine furchtbare Panik entstand. Viele Leute sprangen -von den'GaUeritn herab und auS den Fkostern. Zwei Persontn fanden sosort ivren Tod und über 40 wurden verletzt. ' In Malaga erschraken die Kianken in den Hospitälern derart. . dak sie ihre Krankheit vergaben und davonlilsen. Die SlrSslinge in den GelSlignisien wkigerten sich in ihre ZUn zu gehen -unö blieben die ganze Nacht im Hose. Äthama und Santa Et) strd voll ständig zerstört. Soldalen suchen unter len Ruinen nach Leichen. In AlbunuelüS wurden über 200 Per sonen verletzt und bereits über 100 Lei chen auS den Trümmern der Häuser her vorgezogen. Die Kasernen zu Loja in der Provinz Granöda stürzten ein. In Zasaraya kamen 50 Person: um. In Nerja. einer Stadt von S000 Per sonen folgte auf daS Erdbeben ein farcht barer Sturm. Die Emwohner flohen schreck und angstersüllt auS ihren Häu fern und kampirten außerhalb der Stadt. In VentaS de Tain fand man fünfzig Leichen unter den. Dümmern der Häuser. In vielen Dörfern stürzten die Häuser und verletzten und tddteten die Bewohner. Soll nicht wahr sein. P a r i S. 30. Dez Die Regierung stellt die Wahrheit de Berichte, daß ein Transportschiff in den Grund gebohrt worden sei, in Abrede. SStffOaareDvr,n Nework, 30 Dez. Angekommen : .Eity of Richmond-, Bothma", .Lake Huron" von Livetpool ; .West, phalia'von Samburg z .Egyptian Man arch- von London; .Furnessia" von GlaSgo. L o n d o n. 30. Dez. Die Dampfer .Pennland". .Arizona" und .Ei:y of Montreal" von New York. Glasgow. 29. Dez. .S'ate In dlana' ist von New Park angekommen. Marktpreise. ,."--. I . ?6c: o. 1 rot,?4c. ,rn . et e: 4ld 36e: ,emUch. 35 f X 910. votit Ae : gemilcht . RgSa 4:. Jt ( U H.7i. tu 110.30. inten Il-tl Schult n - 6S'e. Spck S:. tt n 8c. SchWtschMl, 8X i Vc. hl -ZamU, ?Z.t'0-Z.ü: t tttal.vt3.O0. i r 32c ; im Stet i4. Bvttct 8amrf 2-21c; Dot 1 k Counini 14 15c. 8khnr per Pfund rtlfcln - -5i r,?uld. Vom Auslande. Am 5. December ereig nete sich in Wien der gewiß seltene Fall der Freisprechung eines Todten. Es be traf die Verhandlung über die Benrfung des Dr. med. Gustav Spitzer gegen ein Urtheil des Bezirksgerichts Neubau. Vo, einiger Zeit wurde Dr. Spitzer von dem selben wegen Einpinselung emes nkrank ten Fingers mit Jodcollodium, wonach der Finger abstarb und amputirt werden mußte, zu 200 Gulden Geldstrafe, 500 Gulden Schmerzensgeld und zur noch maligen Ablegung erner Prüfung verur theilt. Beim Appellsenate -stellte Dr. Neuda den Antrag auf Einholung eines Gutachtens der medicinischen Fakultät. Dem Antrag wurde stattgegeben und da? tür Ir. tzpitzer sehr günstig lautende
(Sutachten 'wurde, gerade an' dem 5agl veröffentlicht, m- welchem die Leiche det einen SIbstmurb beaanaen.
Ci Ottt) von der Donau angeschwemmt I wurde. Die Vttndwna 'vom 5; xtc. betraf also eigentlich, die.. Berufung. des i . i. t i ' .v r 's. I booten uno enoere.ntti, cern repru deS Dr. Spitzer von der angeblichen Uebettretung. Mit. Rücksicht auf den Ausfpruch der höchsten medieinifchen Au toritär konnte der Gerichtshof, wie.eS in denGründen des. Urtheils heißt, nicht an nehmen, daß eine ' Unwiffenheir, oder überhaupt eme Fahrlässigkeit deS Dr. Spitzer nach der, vorgenommenen Be Handlung erweisbar wäre. - Zur Ehrenrettung SSr. gey's hat der in Ventimiglia domicili rende Kapitän Franz Faver v. Stainl, Itx vom 3. November 1343 bis zum Tage von Vilagoj als einer der Adju, tanten Görge)?'s fungirte, der N. Fr. Pr." eine Darstellung der Umstände, ein geschickt, unter denen die Waffenftreckung der Armee GSrgey'S erfolgte. Wir ent nehmen dem Schriftstücke folgende Thab fachen : In dem - großen Saale emer Villa bei Vilagos hatte Görgey einen Kriegsrath einberufen, an dem der. alte FeldmarschallLieutenant Kiß, die übrigen später Hingerichteten. Generale unr fast sämmtllche Oberste und Stabsoffi' ciere der Armee Görgey's theilnahmen. Görgey hielt an dieselben eineAnsprache, worin er ihnen die Lage der ganzen In surrektion darlegte. Koffuth befand sich bereits auf der Flucht, Bems Armee Wal vollständig geschlagen und zersprengt. Nagy hatte bei Debreczin, Demöinski bei Tenresvar Niederlagen erlitten. Der tapfere Klapka war mit seinen Truppen in Komorn cernirt. Görgeto's Armee bestand damals kaum aus 20,000 Wlam schlagfertiger Truppen, die sich in trau rigsten Zuständen befanden; man hatt kerne Lebensmittel,' keine Munition und kein Geld. Vor unZ fchreibt Stainl standen 200,000 Muffen, hinter uns 30,000 Oesterreicher, während weiten Hunderttausend im Anmärsche begriffen waren. Aus dem russischen Hauptquar tier war von Seitens russischen Gene rals Simonitsch die bestimmte Mitthei lung eingelaufen, daß, wenn die 200,00Z Ruffen nicht aenügen sollten, Kaiser Ni kolaus, der seine (?bre als engaglrt be . . . ew p 1
. r 1 1 . ' t,r n OY t t 5 ,l luiuv vvvh vv WH iwnu v. SSrtÄI? f2Ff4Jea-P,i Stricke und 'w "ö'V, wars Mus,7,vkrg,cn idn7 Em'Nachbar,"der'daZ
was nun zu thun sei; das. Land sei muthlos und erschöpft und eine Fortsetz tm w. TiiiTi 1 11 i nwn iaw n r linnn iai ung des rrezes unter dlesen Äerhalt nissen nicht möglich. Er gehe jedoch kei nen Nath oder Befehl,' sondern lege rnn die Situation dar. Sollte man sich Rußland auf Gnade oder Ungnade ander trauen ''i Er unterwerfe sich in allem der Entscheidutt, welche die anwesenden Ge nera'c und Stabsofsiciere beschließen n.'eion. Nachdem eine zeitlang berathen :vi)'.r?k wär, nahm Feldmarschall-LieU' Ui-ar.i Zliß das Wott und erklärte : Wi, sind vclttomn'.en einverstaüden mit dem Vorschläge des Obergenerals," was un !er allgemeinen Zurufen acceptirt wurde. Nur Oberst Szambelli vom vierten Hu saren-ö!egiment schlug vor, den Kampf als Guerillakrieg fortzusetzen. Görge. antwortete darauf kurz: Vom Guerilla zum Skäuber ist unter den gegenwärtigen Verhältniffen nur ein .Schritt, und da wir bisher ehrlich gefochten haben, wollen wir mit Ehren enden und. weiteres Blut vergießen, wodurch daS Land in noj größeres Elend gestürzt würde, vermei den. Ich vertraue, auf die Erprobtheil der einzelnen Corps- und Truppencom Mandanten, daß der Akt der Waffen st reckung morgen ohne Ruhestörung, ohne Exceffe und mit gewohnter Subordina' turn vor sich gehen wird." Vor einigen Tagen ließ, wie die Köln. Ztg." erzahlt, . in Stadt, oldendorf (Herzogthum Braunfchweig) eine Frau ihren in derWiege schlafenden Säugling unter der alleinigen Obhut ih res größeren Töchterchens, eines 4jJahre alten Mädchens zurück. Das. Mädchen spielte mit Streichhölzern und setzte dii Wiege in Brand ; doch kam dieFrau noch so rechtzeitig zurück, daß sie , daS Feuet löschen konnte und der Säugling mit geringen Verletzungen davonkam. Du Frau machte nun dem ältesten Kinde sc heftige Vorwürfe, daß dasselbe in Folge großerAufregung in nächster Nachl am Herzschlage verschied. Als das Mäd chen beerdigt werden sollte, vermißte man die Frau und daS kleinste Kind. Nach längerem Suchen fand man Beide todt im Dorfteiche und der unglückliche Vater stand vor den Leichen seiner sämmtlichen Angehörigen. Der bekannte Vorläufer deS Frauenmörders Hugo Schenk, der Ritter Blaubart, hat in Paris ein seit sames Widerspiel gefunden. Während der sagenhafte Galan mehrere Frauen unter einem seltsamen Ceremoniell vom Leben zum Tode beförderte, thaten sich in der französischen Hauptstadt mehrere Frauen zusammen, um einem Manne .die Bürde des Daseins, sowie eine Summe Geldes abmnehmen. Ein älterer Arbei ter spanischen Ursprungs, Namens Josef Larras, hatte sich während seiner mühse ligen Laufbahn einen Nothpfennig von 2000 Frcs. erspart, welche er der Sicher heit halber, nach Art der mittelalterli chen Kaufherren, stets in seinem Gürtel verborgen trug. In einem unbedachten Moment ließ sich LarraS verleiten, einer Madame Carrere, die ein kleines Gast bauS fühtte, einen Geldbetrag vorzu ßrecken.. Die Vergeßlichkeit der Dame veranlaßte' den Arbeiter, nach eiyigen
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dkin, Felg?F, Mfinc!!, Cörm.hltt, PrüncUcu, Franz. und türk. Pflaumen, -überhaupt getrvckrcte. 4iu5 tiianabtt Irnchte " , . . . -n Her' A r tin den bekannten Laden von m. "l'HE OROCEß" Monaten eine Klage gegen feine Mh'uld nerin anzustrengen, was die Wirthin in eine äußerst mißliche Lage versetzte. Sie faßte daher den Entschluß, ihrem unbe quemen Gläubiger den indiscretenMund zu stopfen und wählte zu diesem Behufe eine mit Arsenik gewürzte Suppe, welche der nichts ahnende LarraS zu Tisch aß. Das nach der Suppe dem Arbeiter vorge setzte ölindfleisch erwies sich jedoch offenbar als eine Art Gegengift, da Larras vom Tische aufstand und nur ein ganz unbedeutendes Unwohlsein verspütte. Sonst erlitt er keinen Schaden an seiner Gesundheit. Madame Carrere verei nigte sich daher mit. zwei anderen Da men zu einem Vündnip gegen das Leben des LarraS. Unter dem Vorwande, sich in die pittoresken Schönheiten des Pyre näenGebirgeS von dem Spanier einwei hen zu lassen, lockten ihn die drei Frauen 1 V in Ctrt4rfit&slia sil.ttHy " Geschrei des Opfers gehört hatte, machte der Behörde die Anzeige von der Mord that und die drei Mörderinnen wurden vor Gericht gestellt. Die Jurv fällte ei nen Schuldigspruch, und Madame Carrere wurde zu lebenslänglicher, ihre Complicen zu 20jähriger Haft verurtheilt. DaS originelle Testament eines russischen Literaten lag kürzlich dem Bezirksgericht in Kasan zur Bestätigung vor. Löelch' ein komischer Kauz der Verstorbene gewesen sein mag, geht aus sei nen testamentarisch .niedergelegten Be stimmungen über seine einzige Liegenschaft", seine Leiche die er zum Nutzen der Wissenschaft einem anato mischen Museum einverleibt wissen will, hervor. Seine Augen, schreibt der Erb lasser, seien dadurch merkwürdig, daß sie einen Beweis dafür liefern, was man dem menschlichen Auge zumuthen könne. Er habe sie von frühester Jugend auf mißbraucht durch übermäßige Anstren gung beim Lesen und Schreiben ; beim Kattenspiel habe er dieses spater noch mehr übertrieben, indem er manchmal drer Tage und Nächte hindurch am Kar tentische gesessen und sich höchstens erho ben habe, um etwas zu essen und zu trm ken, und trotzdem sei er in seinem 63. Jahre noch im Stande' gewesen, ohne Brille zu lesen und zu schreiben. Das Merkwürdigste an ihm aber sei der Schä del. Die Natur habe demselben einen Umfang von vierzehn Werschok gegeben, um zu zeigen, daß der Mensch auch beim größten Gehirnumfange, sofern er keine streng wissenschaftliche Bildung genossen habe, höchstens im Stande fei, eine Reihe kolossaler Dummheiten zu begehen. Selbstverständlich hielt sich das Gericht nicht lange mit der Bestätigung des letz ten Willens des Erblassers über seine einzige Liegenschaft'' auf. -- Im Cercle social ds Fernmes in Paris schwatzten am Abend des 4. Dee. ein paar Weiblein und Männlein, vorwiegend aber Weiblein, über den'Casuö der Frau Clovis Hugues eine Masse höheren Unsinnes zusammen Vorsitzende war ein Fräulein Louise Barbe rousse,.die das ehemalige . Kommunemit glied Jules Allix,den Schneckendoktor", zum Flügeladjutanten hatte und ge nehmigten dann einmüthig folgende Adresse an die Gattin des Marseille! Deputirten: Paris, 4. Dezember 1L84. Madame ! Sie waren starker, mächtiger, gerechter, als die Richter. Ehre Ihnen!' Die Frauen, welche so lange ihr Haupt unter der Wucht der Vorurtheile und der Verfolgungen gebeugt, welche so viel gelitten haben und noch leiden, und welche alle Ihren Muth .haben sollten, die Frauen bewundern Sie! Wir wünschen, daß die ungewöhnliche Handlung.zu der Sie durch die Langsamkeit einer hinken den, kostspieligen . Rechtspflege getrieben wurden, das Signal des Erwachens und der Beginn einer neuen Aera sein möge. Außerhalb des Gesetze? gestellt, minder jährig, aber verantwortlich, ohne Rechte, aber Sklavinnen aller Pflichten.schutzlos, wehrlos, müssen die Frauen sich selbst vertheidigen. ' Madame, Sie haben wohl gethan. Ehre Ihnen! (Folgen 250 Unterschriften. ' .
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