Indiana Tribüne, Volume 8, Number 82, Indianapolis, Marion County, 9 December 1884 — Page 2
i? G M NSMNK MWUN s V E r scb ei A ßaglich, VokZenilich u. Sonntags. Qfssce: LS O.Marylandstr. rrv. tau.. .Crililr.e kostet durch den TrzrIZ Crnti pe: 2J0e, die esnajag Srtdttnr 9 Ztntl xcr i?;..- ?sid jufaisaea 15 SentS. P, cil --s?l$t2i t Vor!nSdezhius $5 per J?.dianapo:i'5, Ind., 9. Dezember 1334. 5ini?3 bera!:fc5,c:ideS Mittel. Die Menschheit leidet an bekannten ocrausä'enden Mitteln nicht gerade Man ßcl. Während die an der Spitze des ?-4T,-?;m3 rnhr-.tri'rjSffrt Nnlke? em V . j V . t . V - wr . v - - w " " - Wein unb Bier sich erfreuen, auch ein Schnäpschen zn seine? Zeit zu würdigen trizen, die Enthaltsamen von Beruf aber im Geheimen Schnaps saufen, verthie rcn die Leute-im ganzen Oriente und in Auen durch den velschiedenartiaen G? nun von ipiuni; in sinzm großen -fciw, - . ' e ct-t. r von Asien und 'Jlsnu durch denL)eo?auch von Hanfpräparaten. Jetzt hat der (Sa pitän einer aus der Südsee' zurückgekehr tcn Barke zum ersten Akale die Pflanze nach diesem Continente gebracht, aus welcher ein schnell aussterbender Mal-, yenstamm das' entsetzlichste berauschende Mittel herstellt, welches auf der Erde vorkommt. Es ist ein Pflanzenstengel von der Lanze und dem Umfange eines r cn-:..:t."i-i..r3 ..:rvecjuiueiumapitjui uuiuiiuppti, öar einer (iaeteenart entstammend. Ueber das Aussehen und die Verwendung der Pflanze geben wir dem Capitän das Wort. Die Wilden der Insel Gauptil, die am nächsten an dem Archipel der Molüften liegt und die einzige ist, auf der ich die Pflanze gefunden habe, nennen letztere Gazus". Sie kommt im Innern der Insel massenhaft vor, schießt vom Boden als ein mit seinen Stacheln bewachsener Stengel empor und ist von prachtvoller purpurrother Färbung. Hat .die Pflanze cir.e Höhe bis zu höchstens vier Fuß erreicht, so treibt sie lange, dem Besenkorne ähnlichl'Zweige ode? wohl richtiger BlüthenthAle ode? Staubfäden, die gelb und roth und grün gefleckt sind, in de? Weise hervor, !daß sie unwillkürlich an einen unserer Besen erinnert, der mit dem Stickende in den Boden gesteckt ist. Eine miti blühenden Gagus-Pflan-zen bedeckte Fläche gewährt einen wun derba? schönen Anblick. Ich habe früher eine ziemlich gut erhaltene Pflanze einem Bekannten in Melbourne ' mitgebracht, der alle Pflanzen der ganzen Welt kennt; derselbe kannte den 3!amen Gagus nicht, sondern nannte mir einen andern, der wenigstens drei )ards lang war und den ich schon in der nächsten Viertelstunde vergessen hatte. Mir ist der sJfarne Gagus gerade gut yenuz und für das verdämmte Zeug sollte es gar keinen andern geben, als den ihm jene stumpfsinnigen Wilden beizelegt haben. Die letzteren wissen schon lange daß aus dem (öagus ein berauschendes Getränk mit wenig Mühe gewonnen werden kann. Sie sammeln die Pflanzen, deren feine Stacheln bei der Berührung mit der bloßen Haut niehr schmerzen und brennen, als rother Pfeffer, der sich uns in die Augen verirrt hat und zerquetschen dieselben mittels großer Steine, in ausgehöhlten Baumstämmen. Reichlicher, grauweißer Saft rinnt au den Stengeln und ver wandelt sich durch Gährung in ein be rauschendes Getränk. Die Leute trinken im Anfange nicht über ein halbes Pint dieser Flüssigkeit und fallen nach einer halben Stunde in einen Zustand halber Bewußtlosigkeit, der einen Tag bis 36 Stunden anhält und während dessen glückliche Träume und Bilder die Be rauschten häusiz zu Ausrufen der Freude und der Ueberraschung. veranlassen. Ist der Rausch verflogen, so haben die Leute eilten sehr asslinden Ävvetit. dann - - - - i - - ... -j- t " aber tritt eine entsetzliche Abspannung ein. Die Mengen, welche die Wilden wieder und immer wieder zu sich nehmen, müssen schnell vergrößert werden, um die gewünschte Wirkung herbeizuführen und entsetzlich sind. die Folgen des fortgesetzten' Genusses. Längstens nach einem Jahre sind die Knochen so brüchig gewor den, daß die Leute kaum mehr ihre Glie der gebrauchen können, schließlich können sie nur noch liegen und noch nie hat ein vem Gazus Verfallener länger als zwei Jahre nach feinem ersten Trunke gelebt. Rinj vor dem Tode schwillt der Kopf zu einer unförmlichen Masse an und das thierische Schmerzgebrüll, das die Leute ausstoßen, giebt einen Begriff von den Qualen, die sie erdulden. Unmittelbar nach dem Tode schwillt der Leib an und ?latzt, wenn die Leiche nicht sofort vercharrt wird, über dem Boden, unter Verzreitung eines entsetzlichen Gestankes. . Als ich vor ' drei Jahren bei Gaüptil bor Anker gegangen war und mehreren Matrosen Urlaub für einen Nachmittag gestattet hatte, kostete einer derselben den UUL. Jk. I11.LL UL LiailULlL lUii LA IkLJ iULU&klLlI häßlichen Stoss. Er sagte, derselbe schmecke an, angenehm und durchaus nicht scharf, wurde aber am nächsten Tage -so., aufgeregt, daß er förmlicher Tobsucht nahe kam und während mehrerer Wochen in Eisen gelegt werden mußte. Vornehmer. Schnaps. Am Nachmittage des letzten Danksaaungstages verließ auf der Station Derby, 12 Meilen vonNewHaven,Eonn., eine reich aber geschmackvoll gekleidete Dame, die augenscheinlich in den Vierzigern stand,den Eisenbahnzug und nahm auf den nach dem Stationsgebäude führenden Stufen Platz. Sie hatte eine tleganlc Reisetasche bei sich, gegen welche sie sich stützte und schlief bald ein. Dort herrscht, wenn nicht geradeZüge passiren, lehr wenig Verkehr und so dunkelte eö bereits, als das'Legislaturmitglied Jackson und der Zahnarzt Joslyn die Schlasende fanden ; beide entdeckten, daß dieselbe bewußtlos war und brachten sie in das in der Nähe befindliche Bureau des Dentisten. Der letztere versuchte zunächst selbst, die Bewußtlose zu sich zu bringen, holte aber, da ihm dies nicht gelang, den praktischen Arzt Dr. TJJewett . von
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Birmingham 'herbei. Auchdieser hatte keinen besseren Erfolg und ordnete an, daß die Frau bleiben müsse, wo sie wäre ; die Gattin eines Weichenstellers wurde als Wärterin , für die Nacht engagirt. Als Joslyn am andern Morgen nach seinem Bureau kam, fand er die Fremde bei Bewußtsein, aber noch sehr schwach. Er lieb ein leichtes Frühstück herbeiholen, vnließ in Geschäften seine Ossice und fand bei seiner 3!ückkehr die Fremde auf dem Boden lieaen. Neben ihr lag
eine bis auf den letzten Tropfen geleerte Flasche, welche Joslvn gehörte und em Pint Eau de Cologne enthalten hatte. Bei der Frau traten alsbald Krämpfe ein und der zum Glück hinzukommende Dr. Jewett erklärte, daß er schon am Abend zuvor die Ueberzeugung gewonnen habe, daß die Frau am Säuferwahnsinn leide. Er verordnete beruhigende Mittel, blieb bei der Kranken, die natürlich auf ein Ruhebett gebracht worden war, und dieselbe starb, ohne das Bewußtsein wieder erlangt zu haben kurz nach Mitternacht. Joslyn und Jewett öffneten die Reisetasche in der Hoffnung, in solcher einen Anhalt über die Person der Todten zu entdecken. Ein silbernes Plättchen auf derTasche enthielt den Namen Thomas Elmes. Ein Mann dieses Namens lebt .in Birmingham und von der Gattin desselben erfuhr Dr. Jewett, daß die Ver storbene ihre Freundin Lydia E. Rushby aus der 125. Straße in New Jork sein müsse. Dies hat sich als richtig heraus gestellt und die Todte wurde von ihren Angehörigen in einem Metallsarge abgeholt. Die Unglückliche war früher eine tressliche Gattin und Mutter, aber seit Jahren dem Trunke ergeben. Es mochte ihr vielleicht nicht immer ganz leicht sein, sich Spiritussen zu verschaffen und daher nahm sie zu Kölnischem Wasser ihre Zuflucht. Es ist dies bekanntlich kein vereinzelter Fall unter den Damen unserer sogenannten vornehmen Kreise. Erstickt im Aschenhausen. Selten hat die Auffindung einer Leiche, die sich seit mindestens zwei Jahren in ihrem unnatürlichen Grabe befunden haben muß, die Spuren eines entsetzlichen Verbrechens nach so langer Zeit noch so deutlich enthüllt, w:evornnlgen a aen die iIntdeckuna. des orvers einer jungen Frauensperson in dem seitanger Zeit nicht mehr benutzten Höhler des srtrsfrtit (aimi? In ST?otn )1rrf Tlto .'t VHitvtvil tyvujv ivv v... rviv vr che war vollständig mit Asche überdeckt, letztere hatte jede Verwesung verhütet. gleichzeitig aber alle Feuchtigkeit aus dem Körper so aufgesaugt, daß dessen Flelschtheüe und die inneren Organe zu sammengeschrumpft waren. Die außerordentlich weiße und zarte Haut war nicht entstellt, alle Glieder und Organe zeigten noch trotz ihres einaetrockneten Zustandes, daß sie sich zur Zeit des Todes der Person m vollkommen normalem Zustande befunden haben mußten,außere Verletzungen waren außer einer Haut: schürfuna am Nacken nicht zu entdecken. Die Hände waren klein und weiß, hatten offenbar schwere Arbeit nie verrichtet, die Fingernägel waren mit bewndererSorg fält gepflegt. Die Füße waren klein. für Schuhe No. 2 geeignet, elegant geformt,in blau und weiß aestreiste,scidene Strümpfe gehüllt, wie solche seit höchstens drei Jahren in Aufnahme gekommen und. Alle Kleider und Wäschestücke bestanden aus werthvollcn Stoffen. Das braunseidene Kleid zeichnete sich durch einen reichen und. geschmackvollen Besatz von schwarzem Sammet aus. Das Gesicht war wohlerhalten, zeigte feine Züge, schöne Zähne, das volle Haar war lang und seidenweich. Die unbedeutende Hautschürfung an dem blendend weißen Nacken ist nach Ansicht der Aerzte höchst Wahrscheinlich noch vor Eintritt des Todes durch ein scharfes Stück Asche, das gegen den Körper drückte, el.tUattden. Daß die Todte noch lebend in die Asche gestürzt und mit solcher bedeckt worden ist, zeigte der Befund durch folgende Thatsachen : Der Körper, der 5 Fuß 1j Zoll lang ist, nahm, nachdem man die ihn bedeckende, eine völlig gleichmäßige Oberfläche bildende Asche vorsichtig hinweg' geräumt hatte, folgende Lage ein : das rechte Knie war mit einer Ascheschicht von etwas über 2 Zoll Dicke, die Brust mit einer solchen von 16 und das nach oben gerichtete Gesicht mit einer solchen von 23 Zoll Dicke bedectt. Auf der cylcht uoer dem lLeUcyte lag ein großer, quadratischer, 26 Psund schwerer Stein. Dieser Befund zwingt zu der Annahme, daß die Frauensperson lebendia in die Asche geworfen und mit Asche bedeckt, daß dann die Asche über dem Gesichte mit dem Steine beschwert und daß letzterer noch durch den oder die Mörder so lange niedergedrückt wurde, bis der od eingetreten sem mußte. In - dem furchtbaren Todes' kämpfe drängte sich die blos mit Asche bedeckte Brust nach oben, während das rechte Bein so krampfhaft sich durch die Asche durcharbeitete, daß das Knie dieselbe beinabe durckdran. ?ttr da , I ' " "J ' " Opfer, als es in der Asche vergraben wurde, narkotisirt, so ist die Betäubung im Todeskampfe geschwunden und der Korper bat bei den verzweifelten Versuchen, sich aus dem Grabe zu befreien, die beschriebene Lage angenommen, in die man eme schon todte .Person nur mit Mühe und Zeitauswand hätte bringen tonnen. Ueber dem Aschenhausen besmdet sich eme Fallthür rn der Decke, 4 Fuß 3 Zoll lang und 4 Fuß 6 Zoll breit. Die Leiche wurde nach der Morgue gebracht, nach welcher ein ungewöhnlich großer Strom Neugieriger sich ergoß. Dort hat Charles Sprenger, Verkäufer in einem Herren-Ausstattungsgeschäfte, die Leiche als diejenige seiner Schwester Johanna Schmidt geb. Svrenger mit Bestimmtheit erkannt, dasselbe hat später eine Schwester desselben, Emma Sprener, gethan und beide Geschwister machen folgende Angaben : Johanna war ein ungewöhnlich schönes und zierlich gebautes Mädchen, und würde jetzt 29 Jahre alt sein. Sie verheirathete sich vor 9 Jahren mit dem Bleiarbeiter Frederick Schmidt, der bei Ausführung und Reparaturen von Gasleitungen viel Geld verdiente und ein Ehrenmann war. Wir waren damals beide noch .unverheirathet und oft im Hause unseres Schwagers, der mit unserer Schwester sehr glücklich lebte. DasLaus anerLtantonstraße,
das ie bewohnten, war für ihre Aedürsnisse zu groß und sie nahmen drei respektadle Leute : John Collins, der jetzt Polizist ist, den Eommis Gustav Hinkeldey und den Barbier Ludwig Hart, die sämintlich noch in New Aork sind, in Kost und Logis. Unser Schwager wurde auf Hart eifersüchtig, machte unserer Schwester, die ihn auslachte. Vorwürfe und trieb tS endlich so weit, daß Johanna am 20. Juni 1882 das Haus ihres Gatten verließ' Sie hatte für uns eine 3!otiz hinterlassen, daß sie uns von ihrem Aufenthalte in Kenntniß
setzen werde, wenn sie sich entschloen habe, wohin sie sich wenden wolle. Unser Schwager war durch daö Verschwinden seiner Gattin durchaus nicht erregt und schimpfte aus dieselbe, well sie außer ib ren Sachen ihm gehörige $50 und ein Einlagenbuch der B.?wery Bank über eine große Summe mitgenommen habe. Das Buch ist fort, ein Äersuch, das Geld zu heben, wurde bisher noch nicht gemacht. Wi? haben alle nur möglichen Nachforschungen nach dem Verbleib unserer Schwester angestellt und . anstellen lassen, aber nicht das Mindeste ermitte! können. Hart war mletzt m Gesellschas derselben und zwar kurz ehe sie das Haus verließ. Wir haben ihn schon am Tage nach ihrem Verschwinden gesehen und gesprechen, derselbe hatte Thränen m den Augen, wußte aber von unserer Schwester, nachdem sie das Haus verlassen, nichts, konnte auch nicht wohl etwas wis sen, denn er war die ganze Zeit nachher in seinem Geschäfte gewesen." Die Geschwister haben der Leiche aus dem lutherischen Friedhofe ein würdiges Begraoniß bereitet ; die Annahme, daß ihr Schwaaer Schmidt bei dem Ver schwinden seiner Gattin betheiligt gewe :n sein könne, Welsen dieselben mit EntÄstung zurück. Die Polizei wird nichts r i . i r- . r, ' inver ucy: lauen, zu ermitteln, wie vrau Schmidt in das Carleton House und schließlich in den Aschenhaufen gekom' men ist. Vom Inlande. In Pittsbura treffen die Llrbeiter umfassende Vorbereitungen, um durch Theater-, Concert- und andere Vorstellungen die ausstehenden Grubenarbeiter im Hocking - Thale in Ohio zu unterstützen. InPouahkeepsie, N. N., hat eine Jury dem in Stewart's Fabrik angestellten Arbeiter Th. Cahill 87500 Schadenersatz zugesprochen, weil bei der Zieinigung der Maschine die Leiter, auf welcher er stand, zusammenbrach, und er den Arm verlor. Der Zusammenbruch der Letter sei Schuld der Fabnlherren, die es unterlassen hatten, die Letter in brauchbarem Zustande zu halten. Eahlll tte L20,000 verlangt. JnMilwaukee wurde dieser Tage A. I. Vennett mit Orpeh Grubb getraut. Beide sind aus Preston in England, und Frl. Grubb ist die Tante Bennett's. Das Paar war eigens nach Wisconsin gekommen, da eine eheliche Verbindung zwischen Tante und 3!effen ' f . rt tr- i c r c jr. Nlcyl allem m nglano, sonoern aucy in den Ländern des europäischenContincnts, wie in vielen Staaten der Union verboten ist. Jetzt kehren die ?!euverehelichtcn nach England zurück. Da Herr Bennett em sehr reicher Mann ist, so konnte er sich diese weite Hochzeitsreise wohl gestatten. Die berühmte N aturBrücke in Virginien, wohin allsommerlich Tausende von Besuchern wallen, hat an einem der letzteren Abende bedeutend an Gewicht" verloren, indem sich un auf 60 Tonnen geschätztes Felsstück abgelost hat und mit donnerähnlichem Geräusche in die Tiese gestürzt ist. Der Brückenbogen selbst ist nicht beschädigt worden. Seit 1789 hat sich nichts Aehnliches ereignet. In Süd - Ottawa wohnte bis vor wenigen Tagen in emer überaus armseligen Hütte ein stiller, alter Mann, Namens John Vrennan, dem es offenbar nicht an der Wiege gesungen worden. daß er in den Tagen hilflosen Alters von der Barmherzigkeit guter Menschen sein Leben werde fristen müssen. Den Vorschlag, in's Armenhaus u gehen, wies der Alte stets mit Entschiedenheit zurück. So sorgten denn einige Bürger der Südseit? dafür, daß es ihm wenigstens nicht am Nothwendigsten in seiner elenden Behausung fehle. Als zedoch kurzlich in der Nacht ein scharfer Frost eingetreten war, eilten die besorgten Nachbarn schon in früher Morgenstunde trotz der grimmiaen Kälte nach der Hütte des alten Mannes. Dort bot sich ihnen ein schrecklicher Anblick. In einer Ecke des Gemaches stand em kleiner Oren und. über denselben gebeugt, lag der Körper des alten Brennan, starr und steif gesro ren. Die Mark und Bein durchdrin aende Kälte hatte den frierenden Greis von seiner erbärmlichen Lager statt nach dem Ofen, in welchem vielleicht noch em paar Funken glühten, getrieben, und hier war er .m semer Hilslojlgkeit, von Erschöpfung und Kälte überwältigt, zusam mengcbrochen und erfroren. So sagen die Aerzte. Die mit der Einschätzung des beweglichen Nachlasses der Wittwe Roß m New mit beauftragten Versonen san den nur Effecten im Werthe von 585 vor. Der älteste Sohn aunerte, der ge rinae Nacklak falle ibm um so mebr auf. als die Mutter noch kurz vor ihrem Tode geäußert habe, ihre Kinder würden mehr Geld unter ihren Sachen sinden, als sie erwarteten. Das Haus wurde nunmehr gründlich durchsucht und auf dem Boden fand man hinter altem Gerümpel einen mit Eisen beschlagenen Koffer, m dem 518,000 in Ver. Staaten Bonds auf's Sorgfältigste verpackt waren. Laura Trautmann war die sehr hübsche, aber leichtsinnige und launische Tochter des ehrsamen Fleischermeisters Georg Trautmann in Eentralia, Pa. Sie brannte mit I. I. Cook, einem professionellen Faustkämpser, durch. Nach kurzer Zeit machte sie es ihren Eltern sehr leicht, ihren Aufenthalt zu ermitteln, aber ihr Vater ließ ihr sagen, siesolle bleiben, wo sie sei, er sei froh, sie so billig losgeworden zu sein. Wie wir bereits ausführlich berichteten, sind zur Zeit über 1000 Personen.mit der Beobachtung unserer Zug,
Strich- - und Wandervögel vcscyasttgr. Diese Beobachtungen werden in Ausführung eines von der Ornithologischen Gesellschaft gefaßten Beschlusses gemacht und werden seiner Zeit zusammengestellt und im Auszuge veröffentlicht werden. Unter den Beobachtern befinden sich über 300Personen, die auf den Leuchtthürmen und Leuchtschiffen in den Ver. Staaten, in Canada und in den sonstigen britischen Besitzungen unseres Ccntinents angestellt sind. '
Ein aus 13 Jungen best eben! v. cr..r a : cnt. :rv.rt.: r. i I vt civmmtivvif s ui 4H;uuvtif im im, auch nachdem des beinahe unblutigen Kiieges Stürme schwiegen, so energisch fortgetrommelt, daß die Nachbarschaft sich an die Polizei um Abhilfe wenden mußte. Jeder der Trommelvirtuosen wurde unter 5300 Friedensbürgschaft gestellt. Der Golf von Mexico hat laut der neuerdings beendeten Vermessung einen Umfang von 395.000 Qua dratmeilen. Die größte Tiefe des Wassers beträgt 2,119, du durchschnittliche Tiefe 858 Faden zu ze annähernd 6Fuß. Die Vertretung der Nation der Cherokees besteht in ihrer gegenwärtigen Zusammensetzung aus einem OberHause von 16 und einem Unterhaus? von 58 Mitgliedern ; die Parteischattirungen innerhalb beider Häuser sind lediglich localen Characters. Jn Dayton, Ohio, begaben sich an einem der letzten Abende D. Hansen und seine Frau wohl und munter zur Ruhe ; bald, darauf klagten Beide über Schmerzen, Vergiftungs-Symptome stellten sich em und trotz der herbeigerufenen Aerzte starb Hansen am nächsten Morgen. Die Aerzte, welche hoffen, die Frau zu retten, sind bis jetzt noch nicht im Stande, zu sagen, durch was das Ehepaar vergiftet wurde. Unter Denen, welche in den letzten Tagen im Castle - Garden" zu New Jork vorsprachen, , um Angehörige abzuholen, befand sich Henry Webster von Brewster, in Putnam Co., N. , mit seinem Sohne. Webster wollte seine von Liverpool angekommene Frau abholen, und schwelgend führte ihn der Lazarethgebilfe nach dem Hospital, wo die Frau in den letzten Zügen lag und wemge Minuten darauf den letzten Athemzug that. Die Scene, welche sich da abspielte, war eine erschütternde und rührte die Umstehenden zu Thränen. Die Frau starb an den Folgen einer Erkältung, die sie sich auf dem Schiffe zugezogen. Norwich, im Staate der Grünen Berge, hat dieser Tage viertausend Sacke Bohnen nach Boston verschifft. Die Neu-England-Staaten sind in Verlegenheit, wie sie das Loch füllen sollen, das an jedem Danksagungstage in Boston's Bohnenvorrath gegessen wird. Die bei Norwich gebauten Bohnen sind von der kleinen weißen Sorte, die sich nur durch runde schwarze Fleckchen von den ausgezeichneten mericanischen Bohnen unterscheiden. Jene 4000 Säcke bilden wohl in der Bohnengeschichtc die größte Einzeljenduu, die jemals crsgeführt ivordn i't Vom Auslande Wegen Zweikampss mit tödtlichen Waffen hatten 'sich jüngst der Studirende der Baukunst Julius Harb und der Student der Philosophie Josepy Gellach vor der Berliner Straskammer zu verantworten. Die Angeklagten, die den Corps der 9!ormannia und Vandalia angehörten, hatten eine sogenannte Bestimmnngsmensur zum Austrag zu bringen und zwar mittelst geschliffener Schläger. Es war vereinbart worden, daß die Paukanten während des ersten Ganges ihren Kopf mit einer Mütze bc deckt, bei den übrigen Gängen auch diese abzunehmen hatten. Beide erhielten bei diesem Rencontre einige Schmisse, deren Heilung gut von statten ging. Die wegen dieser3)!ensur eingeleitete Untersuchung schwebte, da der erste Angeklagte inzwisehen beim Ältilitär eingetreten war, zunächst bei dem Auditoriat in Metz. Dieses lehnte aber ein Einschreiten ab, weil es in Gebrauch von Schlägern nicht den von tödtlichen Waffen fand. Inzwischen hat bekanntlich das Reichsgericht entschieden, daß , auch geschliffene Schläger, je nach ihrer Benutzung, als tödtliche Wasfen angesehen werden können. Die Angeklagten räumten den thatsächlichen Theil der Anklage ein und bestritten nur die Qualität der Schläger als tödtliche Waffen. Trotzdem nun der bei dieser Mensur als Paukarzt thätig gewesene Sachverständige diese Ansicht ebenfalls vertrat und die Vertheidiger, Rechtsanwälte Römling und Brückner hervorgehoben, daß die Schläger, um ihnen die Möglichkeit der Beibringung todtlicher Wunden zu nehmen, in ihrem Gewichte bedeutend vermindert worden sind, - und daß unter taufenden Mensuren kaum eine Todesfall zur Folge hat, erachtete der Gerichtshof doch geschliffene Schläger unter allen Umständen für tödtliche Wasfen und verurtheilte die Angeklagten zu ie drei V!onaten Festungshaft. Ueber die Freßwerkzeuge der Walsische, die Barten, wurden in einer Bremer Naturforscher -Versamm-lung folgende Mittheilungen gemacht: Die Barten bestehen aus groben verwachsenen Haaren und hängen beiderseits vom Gaumen wie Kulissen cherab. Die Wale sischen", indem sie mit geöffnetem Maule langsam an der Meeresoberfläche in den dichten Schwärmen kleiner Krebsthierchen und -A!ollusken dahinschwimmen, welche in solcher Dichtheit nur in den kalten Meeren vorkommen ; das Wasser läust zwischen den Barten seitwärts durch,, während die kleinen Thiere in dem Haarsilze liegen bleiben und von Zeit zu Zeit hinabgeschluckt werden. Die Frage nach der Entwickelung des Bartenapparats führt unmittelbar zu derjenigen naa) der Entwickelung der Wale selbst. Die Wale treten zuerst in der Teriiärzeit auf. Sicher die älteste Form der Wale ist die Familie der Zabnwale, zu denen Delphin, Braunfisch, Potwal und Finsisch gehören. Es deutet sehr Vieles darauf hin, daß sie aus Hufthieren durch Anpassung derselben an das Wasserleben entstanden sind., Bei den Zahn walen zeigt. sich nun eine vielfache Neigung zum Verkümmern der Zähne. AIS
ein Ersatz 'derselven entwtcrein sich nun die Barten (von welchen ja eine kleine Andeutung schon am Gaumen unserer Kinder vorhanden ist). Noch jetzt besitzen die Jungen der Bartenwale ein unentwickelt bleibendes Milchzahngebiß von echten Zähnen. Die Kleinheit der Futterthiere machte eine immer stärkere EntWickelung des Bartenapparatcs und damit des Kopfes nöthig, welche wieder eine Vergrößerung des gesammten Körpers bedingte. o kann man den scheinbar paradorcn Satz aufstellen, daß die Bartenwale so groß geworden sind, weil sie von so kleinen Thieren leben. Am Ende der ganzen Entwickelungsreihe steht der Grönlandswal, dessen Kopf zum allergrößten Theile zum Freßwerkzeuge ausgebildet ist, und an dem das Gehirn und die Sinncswcrkzeuge nur einen ganz kleinen Raum einnehmen. Ein deutscher Kaufmann berichtet über seinen Aufenthalt in Cypirn sehr interessante Dinge. Ueber verschiedene' orientalische Gebräuche schreibt er: Wir hörten in der Ferne Musik, die echte JanitscharenMusch und begegneten bald darauf einem arabischen Hochzeitszuge, voran die Musik, dann Männer und Kinder, und die Braut im Wagen, ein zartes zwölfjähriges Mädchen in rosenrothem Gewand und weißemSchleier. Als ich diese ehrfurchts voll grüßte, kam der Bräutigam heran und dankte mir höflich. Nun traten wir in den Garten des Khedive ein, der ursprünglich großartig angelegt war, prachtvolle Blumen undFruchtbäume ent hält, aber nun sehr vernachlässigt ist: ebenso geht es dem Marmorpalast dicht am Meere, der in seiner . wunderbaren Weiße und seinen edlen Verhältnissen wie ein Zaubermärchen anmuthet. Als wir aus dem Garten kamen, hielten zwanzig Schritt gegenüber zwei elegante Wagen, aus denen fünfDamen, in große schwarzseidene Mäntel und Schleier gehüllt, Ausstiegen; es waren die Haremsdamen Blum Paschas, die sich jetzt über setzen ließen, um im Parke ihres Herrn am anderen Ufer spazieren zu gehen. Sie sahen trotz der dichten Hüllen sehr elegant und kokett aus, und beim Ein steigen in das Boot zeigten sie so viel als möglich von den buntbeschuhten Füßen und spitzenumgebenen Knöcheln. Die allein sichtbaren, neugierigen schwarzen Augen hafteten fest auf uns, aber der glänzend fchwarze Eunuche hielt uns in respeltvoller Entfernung. Jni arabischen Quartier begegnete ich einem Begräbniß : mehrere Männer trugen den Sarg, der mit einem bunten Teppich bedeckt war, und sangen einen arabischen Grabesgesang, etwa nach derMelodie: Müllcr, Müller, mahl' er einen Sack voll Thaler." Zwei- bis dreihundert verschlcierte Frauen liefen hinterher, beulcnd und seidene Tücher hoch in der Luft schwingend. Wenn ihr Geheul ein Maßstab für das eben durch den Tod zerstörte Glück ist, so müssen die Freuden des Ehestandes groß gewesen sein.
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