Indiana Tribüne, Volume 8, Number 77, Indianapolis, Marion County, 4 December 1884 — Page 3

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te tönten t 4; ,- Xü3 Recept, nach welchem Mishler'ö Krau ter Bittnö zusammengesetzt ist, ist über zwei tantfrt Jahre alt und deutschen Ursprungs Die ganze Reihe von Patent-Medizlnen kan mcht ein Präparat auftseifen, daß sich solch' einer hohen Achtung an dem Orte erfreut, an dem es angefertigt wird, als ITTER ES ist das beste Helwittel tti Nittti: nd Lcber-Beschserden, TyZpesie C&w stampfen, UllöndSRlichkeit,' Nakria, vcriodischen Seschserden, etc AU ein Blntreiniger hat es uicht sein Gleichen. ES stärkt daS S?stnn, kräftigt und schafft neues Leben. Ttr Verstorbene Riitter Haye on fancafter Soja., ein rüstiger Jurtit uudaeachktte? Bürger, schrieb einit: ..Misdler' rZute? Bitter! tft wett ad dreir itfannt und bat durch seine rnethiaifchw. deUeuden Eigenschaften einen großen Ruf erlan,. seld't unv xatiat Familie Hades verschiedene Flasch ge brauet uud ich dia Lberjtugk, daß der SZus wöht ver t-littl tjV ZNWkller Aerb Bitters Co. 625 Cormnerce Str., Philabelphia. Vrstr's ang?ehn LZrm'2NnkZ schlagt U fehl. sfc j I & IRE Tie kürzeste und beste Bahn nach Xouisville, Nashville, Mernphis, Chattanooga, Atlanta, Savannah, Jacksonville, Mobile &nd New Orleans, ist tartljtiltjaft für Passagi' uach dem ffc?u, eine direkte Route zn nehmen. Palast, Schlaf, und Parlor-Wagen zwischen hieago n oaUtnlle und St ii und :oniövillk o?)i Wagenwechsel. 'Comsort, Schnelligkeit nnd Sicherheit bietet ..Jefi" du alte zuverlässige 3. M. & D. M. M. II. Et. Deriuff, LsftZient Seaercl Vaffagiergt, Tts&Hfz.'&tc Löilhwgton und JlinoiZ Str., Jndvl E. W 5oKknna. Superintendent. Feu-Alarm-Signale. 4 $ntivoaaia uub IS artet & fcaustauartUr itt jeuee part. tenti6 C'l'Stne und New Dort. 7 Nobel und ichiga Strj,. j 5 em Jerse,.Srraie und Ma?chuiett ; Wtnfton und ord'Ttraße. ! 12 sffzchufsett ve. ahe 3UdU Str. j 13 t!care Sir, und Fort Wagn u. i : II Jerse, :,d Fr: Wa,ne . j 15 Peru Ltr. undVZsffachusett ;16 Ehriftran . und Äli Str. IZ7 Park ve. und uUer Str. 7iT Barrom tr. und jfcclott oe. US r.rchs? und Jodn Lir. CcZege se. und Siedelte Str ;c:4 Siiiaata und Sikdrn, Ztt. Veian und Siebente Str. 1 and Str. und Lincoln , 137 uiv2ung.Sebäud. US t!Ttl Coc. und a)te St, Ul SIbamdBiorrtson Str 152 Rohamrtsn ud 2ch:e t,ti IM College Sve. und Z?hnic St,. l3S Home ve. und Delasare St' 1 Telasare und WtchiK Str. a et. 3o Str naie Jllinoi. LZ Pennsylvania und Pratt Str. - S 0. S. Engme Hause Sechste, , tze Jt - : 26 Rilstssirrt und St. lair St? : S7 Jlinoi und Vitchlgan Stt. ? tS Pennfvlosnta Str. und Hov o 49 .flikstxxi und Ciert Str. r 212 lenneffe und ÖitticTi si;. ;213 Pen?,,lvznta und Richizan Str ' ZU 32ln'. und Herbert St. : ll Jndrana ?. und Wichtzan tr. 92 Rendian und Walnut Str. .34 alifornt, und Lermont t-. :ZS Slake und Rem Sork Str. :26 Jndian, oe. und St. kl2,r Stk :57 Stadt.Hosptta. 3 Blake und Skord Str. ZI Rtchtgun und LgneS Str ?31i Oeft und Salnut Str. J1Z Oeft und Dritte Str. 214 Siebente und Hölvard Str. 41 Washington, nahe eft St,. eizendorf und Washington St' U isiourt und Rem Kort Str. i5 Skeridiau und Washington Str. 4 Ilmoi und Ohia Str. 47 Tennesiee und Sashtngto Str. 43 Älnjan'l PrkHotst. 49 Indianola. -412 üxiffourt und Zar,land Str. 413 Vtsstsftrri und Wabash Str. - 415 Ferguson' Port House. . 421 I. . B. ound Hous. . 123 Znsnt s?lu. 81 Jlltnoi und Verrill Str. : 52 Iltnoi und Louiftana Str ; SZ ZZeft und NcLarr? Str. . 54 Weft und South Str. !SS renneffee und eorgia Str. S1 ridian und Ra? iz. adiso Se. und orrt Str. L? yaUson ve. n Dunlo? tr H2 Best und 3Uiced Str. 613 entuZ, Zl,.nd tteniii e 514 Union uud ern Str 618 Jlinoi und nsa 617 Vorrtl und Dacotah Str. 61 South nah Telaware Str. S2 Pennsylvania und Louistana Str. Z Telamare und SXcSartq Str. XA Oft und JRclart Str, 69 Slabarna und Birgtana Zlo. ,57 Ltrgtnta So, und Bradsha t, 8 Oft und koburn Str. Pennsylvania Str. und Vladtson . i612 VeKernan und Doughert? Str. 71 virg'nia Sve. nah Huron Str. 72 Oft und eorgia Str. - 73 Oashingto und Lenton Str. -,74 nton und eorgia Str. IZZsreft oe. und Pin. '76 DUlo und Bäte Str. 78 ustn,ao.und Dtllon. 79 Gleicher . und Dillon. ?12 Spruc und Prvixetl Str. TIS flltia e und Laurt Str. 714 Orang und Otto Su. 716 eoiitu uo eecher Str. $1 v 0 Mw 3tff Str. 2 Washington und Delasar St,. 3 Oft und earl Str. M em ivund lavidsn Str S Taui'tumen'TnfiaU. ÜÜ er. Staate rlenal- ' ft, Orient! und ashwgton Str brauen esängnii- . ... . . . 12 . Schlauch.Hau. Oft Lshingtonft,Z 'S artet und tr. 14 Ob und Harve, Str 91 ar?land nah Meridian Stt. 92 Uerid,an nnd (JeorgU Citat. 1-2-1 Pnvat.Lignal. 1-2-1 Nnd Kaen tederholt. ,li, la. 3-3 Signal fSreuer Druck. LtSdUtg. euer au,. toiti Schlage, Druck ft. MZlSchäa., m,g,

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Roman von Bernhard Frey. (FortZetzung rsxavL vc:i ;pnuu trat neoen ivre Knaben und dtüäte ib.i zürtllch. an ihr Her',. Nun sollte sie ihn bald fortgeben, er würde selten nur noä nachlaufe kommen, und seine herbe, junge 2eelc würde sich vielleicht denElternderzen entfremden, ie seufzte tief auf und küßte das schwarze, s.unmetweichi: Haar und die ernstbaften 'luaen. Tu kominst wegen' der Geschenke, Mama." sagte der Sohn, und legte drei Päckchen, ans deren jedem der-Na--me des ' Empfängers von . seiner Hand verzeichnet stand, vor sie yin. Hier sind sie!" ' - ' ' " " . ' i " 1 1 " HastD nicht fin unsere kkeme 25ir gmie gemacht, mein Kind?- !.sragte die Butter venvundertl' . 'Ein attes sprichwort sagt: Kkndes'Hand ist bald gefüllt,". Du hättest ihr mit einem winzigen Spielzeug' für wenige Pfennige eine grof.e Freude machen können." ' Ich weift nicht, was so ein Mädä'eir. sich wünscht", sagte der nabe leise und zögernd,' -.aber aber' Mtt. aber 5" Aber ich werde ihr doch etwaö schen. ken, ohne' daß sie cs merkt." Waö soll das heißend Ich sage es nicht. Keiner soll es merken. skeiner, Ich sage es nicht !" wiederholte er.noch einmal mit seinem gan zen Knabentroy. Frau Doris schüttelte den 5kopf. Hast Du daS kleine Schwesterchen gar nicht lieb, mein Sohn ?" Es ist nicht meine Schwester 5 Es ist ein aufgelesenes fremdes .linb " Da Deine. Eltern wie ihr eigenes aufgenommen haben und erziehen werden !" unterbrach sie ihn jetzt streng. Last mich nie wieder ctwao hören. Alexander Bist Du gar t bochn.ütbig. wie?" ,:)Uii. Mama. Du versiebst mich licht!" Ueber das liebliche grulicgestcht slog ein Lächeln. . . Das wäre schlimrn trenn eine -Mut-ter ibren- elfjährigen Jungen nicht mehr verstehen sollte ! O Du Trotzkopf, Du Kindskopf, weißt Du, bedenkst Du denn auch, daß dies vielleicht Deine letzten Weihnachten für lange Jahre sind, die Du im Elternhause feierst 'i Sieh, der Weg ist weit, und wenn wir harte Kälte haben, wird Vater Dich nicht kom men lassen wollen. Nun seirecht froh und glücklich heute, mein Sohn, wir haben Dich reicher beschenkt, als sonst, und auf Alles gedacht, waS Dir Freude machen könnte ! Du lernst ja so gut und bist mein kluger, tüchtiger Junge, Du wirst hoffentlich einst ein kluger, tüchtiger Mann werden ! Aber an den Abschied darf ich nicht denken, ohne daß mir daS Herz unendlich schwer wird...... Vater und ich, wir lieben ja 9!iemand in der Welt so wie Dich unser einziges Kind!" " Dein einziges Kind ! Mama Ma ma!" Selbst jetzt, imdunkeln Zimmer, rang sich nichts weiter ls dieser Ausruf auS tW verschlossenen Seele des 'Knaben. ' Aber wie er setzt seine Mutter'ungestüm an sich preßte, sie seine glühende Wange, seinen fliegenden Athem fühlte da stahl sich eine Ahnung in ihr Herz, zum' ersten Mal kam ihr derGedanke, der Knabe . könne eine quälende Eifersucht empfinden' auf daS liebreizende kleine Geschöpf, daS ihm, nach seiner Meinung, den Platz im Herzen der Eltern, der so lange ihm aU lein gehört, streitig machte. Diese 3tüh-'. rung überkam sie, als sie überdachte, wet. che Schmerzen Wohl durch dies scheue ttinderherz gezogen sein mochten ... sie wußte aber, da sie jetzt nichts sagen durf te, sollte sie nicht daS kaum aufgekeimte Vertrauen ersticken, und so küßte sie nur' stumm ihren Knaben und zog ihn fest an sich.-'-' Vom Dorfkirchthurm kam tiefer, fei erlicher Glockenklang und zog hallend' durch die stille Luft. Beredter als Menschenmund sprach die Glockenstimme in der Christnacht, und auf daS Herz der weichgestimmten, gemüthvollen Frau siel mit aller Schwere die Verantwortung, die Leitung . und Erziehung dieses Sohnes, der so schwer zu verstehen war, der so sorgfältig ; und vorbedacht gelenkt und unmerklich fast nur geleitet sein wollte auf sich übertragen zu 'sehen, und mit Angst fragte sie sich, ob sie dieser Auf gäbe auch gewachsen sei, sie, eine wei che, liebebedürftige, zarte Natur, so ohne jede Spur allen schroffen Zurückwei chenS !" Auch des kleinen Fremdlings ge eachte sie, den sie so warm an ihr Herz genommen, dessen bestrickender Liebreiz eine große Versuchung zu unbegrenzter Nachgiebigkeit bot, und sie gelobte sich ernst ünd feierlich, hier und dort ihr Be stes zu thun, mit Liebe und Strenge diese! beiden Kinderherzen an sich zu fesselnund ihnen Alles zu geben, was GuteS und Reines in' ihrem eigenen Innern wohnte. , Allmählich wurde ihr leichter um's Herz, die Angst und Schwere wich von ihr, die . tiefe Glockenstimme sprach sie :ur Ruhe und aus der aufgeregten,kleinenMenschen-' furcht war ein stilles Gebet geworden, das die Seele frei hinweghob über irdische Bedenken. ' . Wo bleibt Ihr denn rief eine fräs tige Stimme, und im ?kahmen der geöff neten Thür, sich von dem inzwischen er leuchteten Korridor plastisch abhebend, stand Herr von Tyrnau, die kleine Virginie auf dem Arm, die Tischglocke in der Hand. Ich komme alsWeihnachtsmann!" sagte er fröhlich. Komm, liebeS Wnb, nimm Deinen Jungen unv folge mir nach, der Weihnachtsbaum brennt schon drüben im Saal!" "v ES war ein schöner, festlicher Anblick, diese lange, weißbedeckte, mit den man nigfaltigsten Geschenken geschmückte Ta fel, in deren Mitte die prachtvoll gewach sene Tanne 'prangte, "mit buntem Flit terwcrk behängen, strahlend und slim mernd von Kerzen 4 Virginie tanzte jü belnd um den' Weihnachtsbaum) sie ver mißte kein Geschenk . von Alexander und fragte nicht nach ihmTT-diegryßeWachs puppe im rosa Kleide mit beiden- Armen ans Herz druckend,' 'war d'aZ'Kmb enge! schön in seinem jubelnden (Entzücken, und

Thereska konnte nicht müde werden, ihre Herrin heimlich anzustoßen Üttd leise zu fragen: 'Ist sie nicht wie ein kleiner Seraph?" Der kleine Seraph weinte und benahm' sich keineswegs seraphisch, sondern wie ein richtiges unartiges klcineö Äkenschenkind, als eine Stunde später die Ordre ausgegeben wurde, es sei jetzt Schlafenszeit. Thereska mußte der zärtlichen kleinen Puppenmutter die Wachsdame im 3Isakleide gewaltsam entreißen und trug ihren schluchzenden Liebling zur Thür Humus, um ihn selbst zu Bett zu bringen. Als die Alte eine gute Weile später in ihr Stübchcn trat, huschte ein dunkler Schatten im Korridor an ihr vorbei, und als sie Licht angezündet hatte, bemerkte sie, daß am Fenstcr,tvo sie eine prachtvolle selbstgezogcne Epheulaube, ihren Stvl; irnd ihre Freude, stehen hatte, eine Gardine. aus den Falten gekommen war und einige Blätter abge riffen am Boden lagen. Kopfschüttelnd sammelte sie diese auf und überzeugte sich, daß sonst Alles lag. und stand, wie gewöhnlich. . Um halb elf Uhr war Alles im He--renhause zu Lobkowitz in tiefer öluhe. S!ur im unteren Stock öffnete sich jetzt geräuschlos ein Fenster und eine dunkle, kleine Gestalt, eine .Pelzkappe tief in'S Gesicht gezogen, glitt leise in die hohe, weiche Schneeschicht hinab. Wie ein Schatten huschte sie bebend dahin, kletterte ge wandt über die wohlöerschlossene Garten mauer und stand alsbald vor der niedri gen Einfriedigung des Kirchhofes, der mit seinen überschneiten Hügeln wie ein wei ßeS, im Wellenschlage erstarrtes Meer anzusehen war. - Nun machte derKnabe in seinem eiligen Lauf Halt und schritt gebückt, aufmerksam suchend, zwischen den Gräbern ' einher. Keine Spur von Grauen oder Aufregung lag auf seinem Gesicht, nur ein nachdenklicher Ernst. Jetzt hatte er gefunden, was er gesucht, ein tief verschneites Grab unter einem riesigen entblätterten Ahornbaum. Der Marmorstein, der nur ein Datum und ein einfaches 3kuhe sanft" trug, tvar im Schnee begraben todcsstill Alles ringsum, nur der Himmel funkelte von MilHonen goldener Sterne, und ganz in weiter Ferne schlug ein Hund an. Unter seinem pelzgefütterten Nock 50g der Knabe einen kleinen Epheukran; hervor ; er war ohne Uebung und Geschniack gewunden, aber cS prangte eine blaue Seidenschleife mit Goldfranzen daran, die Alexander so schön fand, daß er sie einst heimlick sei ner Mutter entwendet hatte, um sie im Stirnhaar seines geliebten Ponys zu bcfestigen. Niederknieend scharrte er mit beiden Handen den aufgehäuften Schnee fort, bis er auf harte Erde stieß, und nun legte er seinen Kran; auf das Grab und sagte leise vor sich hin : Es hat Keiner an sie gedacht am Weihnachtsabend! Morgen ist wieder Alles vollgeschneit, und das soll auch sein ! Es braucht's Niemand zu sehen !" Er hauche sich in die nassen, frosterstarrtem Hände und erhob sich von den Knieen, r.ickte dem Grabe im, als hätte ihn die darin Schlummernde sehen können und ging langsam den wohlbekannten Weg zurück. Das war Alerander's Weihnachtsgeschenk für seine kleine Pflegeschwester. Vivät Albertma!" Pereat den Philister !" Hoch Cerevis !" so brauste es. auS vielen Kehlen' durch den ' geräumigen, festlich geschmückten Saal unb dazu ein Gläjerklingen, ein vielstimmiges Gelächter mit. einem Wort ein so betäubender Lärm, wie er nurje bei einem Kommers vollführt wird, wenn die Lust ihren Höhenpunkt er reicht hat. ' ES waren ganz jugendliche, bartlose Gesichter, die der belle Glanz der,- Gaskronleuchter anstrahlte, 'sie glühteij von, Genuß der edlen Weine des alten Biers, daS dem ökebensaft Platz ' gemacht hatte und in großen Seideln vor ihnen auf der festlich dekorwen Tafel stand. ; Die Albertina, der so schallende VivatS gebracht wurden, kannte die ganzeGesellschaft, mij Ausnahme einiger Auserwählten, die als Senioren" den Ehrenplatz am oberen Ende der Tafel gefunden hatten nur vom Hörensagen, wie ein Philister sah kein Einziger aus, und mit dem Ee revis" nahm man es gewaltig ernst und suchte sich den Anschein zu geben, als sei man durchaus daran gewohnt, Glas auf Glas und Seidel aus Seidel zu leeren. Hier und da gab es schon bedenklich trübe Augen und schwere Zungen, die hei den einfachsten Satzkonstruktionen ' auffällig stolperten, aber das that nichts! Nur trinken, immer trinken und kreuzfidel sein, daS war heute Ehrensache, und so trank man denn und renommirte im voraus mit dem riesigen Kater" und dem koloffalen ' Brummschädel", der morgen unausbleiblich sei. Wer dachte im Ernst an morgen VCarpe diem, das war das Losungswort, und wo ein wohlerzogener, solider Jüngling, der noch nicht vollständig willenlos vom Strudel der allgemeinen Ausgelassenheit erfaßt war, der väterlichen Mahnung eingedenk sein wolltet dje da gelautet hatte : Jun? ge, gieß nur ab und zu einen hinter die Binde !" da gab es ein ungeheures Halloh: Kerl, Du wirst doch kein Phili ster sein ? Schäme Dich, schäme Dich, alter Gesell!" iientiurn " schrie eine gewaltige timm5 vom oberen Ende der Tasel, es war einer der berühmten Senioren", der bereits seit einem vollen halben Jahr der Haft der Schule ent rönnen war und des Lebens vollen Be cher schlürfte" wie er eine ' Stunde zuvor in einer famosen" - Tischrede 'geäußert hatte. Scherge, füll' die Pokale, und dann gesungen: Gandearnus jgi tur!" Die jungen Stimme, von denen sich einige gewaltige Mühe gaben, einen droh nenden Baß zu entwickeln, sielen vollstimmig ein, und Lied reihte sich an Lied. , . -, ' - . ,' ., Stoßt an, Albertina soll leben Hur rah hoch ! Die Philister sind uns - gewogen zumeist, Sie wissen den Teusel, was Freiheit .Uul . . . Wie daS glückselig klang, und wie keck dcu die Auzm blijten und die .Hand in

nngeduldigcr Unternehmungslust die stelle suchte, wo dereinst der Bart über der Oberlippe zu prangen hatte, ein paar Senioren Hatten bereits einen, und man konnte es wch längst so weit gebracht haben, wen die Gesetze der Schule, die jede freigcistige Regung unbarmberzig knebelten, es den Gymnasiasten nicht streng untersagt hätten, einen Bart zu tragen, es war einfach ein Skandal ! Stoßt an. Frauenlieb' lebe ! Hurrah hoch ! Wer des Weibes weiblichen Sinn nicht ebu"

Für einen nüchternen, gereiften Beobachter wäre die Wirkung dieser Strophe eine humoristische gewesen ! Aber die Her-

ren Abiturienten nahmen die Sache ernst, und das Mvstmm der Liebe begegnete hier einer vielfachen Erfahrung. Wer da nicht liebt Wein, Weib, Gesang, der bleibt ein Narr sein Lebenlang l" Und Braunes Bier, das trink' ich gern, schwarzbraun' Mädel, das küß' ich gern!" .so rief es durcheinander, während Einzelne aus der Gesellschaft es für angezeigt hielten, für. die Dauer einer Minute . mit finster gefurchter Stirn und düster brennenden Augen vor sich Hinzustarren, un; den Anderen auf diese' Weise die Kenntnis einer tiefgewurzelten, unglücklichen Liebe zu verMitteln. . Othello, ich komme Dir ein Garn zes !" sagte ein junger Mensch init fröhlichen blauen Augen ttnd einem inadchenhaft rosigen Teint zu seinem Nach-' bar, der sein vollkommenes Widerspicl war: dunkel an Haar, Farbe und Augen, bildete er eine auffallende Erscheinung, er sah fremdartig aus wie ein Zigeuner, und wäre in der ungarischen Puszta, einen tveißcn Mantel u:n die Schultcrn geschlagen, auf seineni SteppenPferde sitzend, äußerlich besser an 'seincm Platze gewesen, als hier. Man hatte ihn in der Schule den Brauiicn" genannt, bis man ihm in der Prima den Spiynamen Othello" gegeben hatte, einmal wegen seiner dunklen Farbe, sodann wegen seines jähzornigen Temperaments. Mit seinem blonden Nachbar tvar er intim befreundet, obwohl oder vielleicht weil sich nicht gut ein stärkerer Kontrast denken ließ. Der Witzbold der Prima hatte die Beiden Tag und Nacht" genannt, weil sie einander stets unmittelbar folgen". Der Tag," mit seinen gewöhnlichen Spitznamen Röschen" genannt,' seines zarten Kolorits wegen, hieß Heinrich Arns' berg und war der Sobn einer unbemittelten Wittwe, N'acht", Alexander von Tvriiau, einer der begabtesten Schüler des Posener Gymnasiums, übte, ob gleich er zwei Jahre jünger war, als Arnsberg, dennoch einen grcken Einfluß auf diesen aus. Die kommen aus dem Winter nicht heraus", hatte der .Spaßmachcr einmal lachend geäußert. Tie Nacht behält immer die Herrschaft und der Sommer mit den langen Tagen kommt gar nicht an's Regiment !" . l''u,tdi'U, Röschen!" nickte Alexandr, und stieß sein Glas gegen das des Freundes. , Er sah jetzt nicht ernst und verschlossen aus, wie gewöhnlich, der Wein und die allgemeine jubelnde Freude ließ seine großen, stolzen Augen leuchten und seine Lippen lächeln, daß man die weißen Zähne sah. Eigentlich ein schöner Kerl, diese? Othello, wenn er 'mal freundlich d'reinsieht," meinte ein Senior zu seinem Nebenmanne.' Heinrich Arnsberg hatte das Trinken etwas sentimental gestimmt ; er hatte überhaupt ein weiches Gemüth und jetzt siel ihn! der Abschied von seinein Jntrmus schwer aus Herz. Denn Alexander, der Medizi r stüdiren wollte, ging binnen we-igen Wochen räch Wien, er dagegen blieb, durch seine Mittellosigkeit festgebannt, für'ö Erste i x Posen, wo er durch Stundengeben nach und nach so viel zu verdienen gedachte, um eine Kunstakademie beziehen zu können, denn er ! wollte Maler werden. Daß er gleichfalls in Wien seine Studien machen wollte, sobald er erst einmal das nöthige Geld beisammen battc, stand far iba fest, ! liber das Weitaussehende dieser unbestimn.ten Zukunft warf jetzt plötzlich ei- , nen traurigen Schatten in sein sür gewohnlich so helles, hoffnungsfreudiges Gemüth, und der Gedanke der Trennung von Alexander that das Uebrige dazu. Du wirst mir sehr fehlen, alter Kna- j be !" fagte er leise. ' j Es dauert nicht lange, so kommst Du mir nach!" tröstete Älerande?. Wir spielen ja mit einander in der Lotterig nnd daß Du gewinnst, ist mir ganz sicher. Tu warst immer ein Glückskind. Das mit den Privatstunden steck' nur auf, da kannst Du Jahre lang arbeiten, ehe Du das nötbige Kleingeld für den Anfang los hast!"'. ' ; DaS wohl, Othello ! Aber mit dem Lottericgeloinn ist das eine hcilloS unsi chere Eha.ce !" . Ach, Unsinns Warum bist Du so dumm und nimmst nicht leihweise eine kleine Sulnmc von nieinem Kapital, daS mir mein Vater zu diesem Zweck mit Freuden" Ueber Röschen's" mädchenhaftes Geficht ergoß sich eine helle Rothe.' . ' ' Davo.l sollst Tu nicht sprechen, daS weißt Tu ! So etwas kann niannur annehmen, wenn man gewiß ist, daß man es 'zuräcka'lea tonn!" Und das könntest Du nicht, Dil ErzPhilister? Mit Deinem schönen Talent,' das Alle anerkennen" Nun. ich kann ja sterben !" Alexander sah ihn an, als habe er nicht recht gehört. Du kannst doch jetzt nicht schon einen moralischen' haben?" fragte er' bedenklich. Gut, daß uns in dem Höl lenlärm Keiner zuhört. die Kerle würden Dich schön bringen,' wenn sie Dich reden hörten !" . 'Ja, mir ist auch'wunderlich zu Sinn, kurios, sage ich Dir ! Wenn Du et was allein singen wolltest, Otbello, Du hast solch' schöne Stimme, ich habe Dich immer so sür mein Leben gern ge hört. Was meinst Du. ich proponire kS !" V ; Aber Mensch ! Besinne Dich' doch, wo Du bist ! WaS in aller -Weitsicht Dich denn heute an ? Am KommerStage einen Sologesang l DaS. wäre die Vol

iendung! Es könnte dofr, höchstens ein

x iülted fein, und darin buben wir, sollt' ich meinen, schon Großes geleistet'" Ja, ja. Du hast Recl't. Aber, wenn ich Dich besuche zum Abschied, dann " So viel Du willst ! Dann mußt Tu aber morgen Vormittag kommen, denn gegen Abend geht cs fort !" Ich weiß, ich lveiß ! Was hast Du denn eigentlich nach Hause telegraphirt?" .Nur was nölbiz war ! Diöpcnsirt Alcrandcr !" Das sieht Dir ähnlich !" ' Zur Ordnung, Tag und Nacht !" rief der Festordner und klopfte mit seinem Stäbe auf. Es ist nicht zu dulden, daß man intime Zwiegespräche pflege an einer .asel, die dle lhre hat, von der Blüthe deutscher Jugend zum Bcbuf eines solennen Festmahls, genannt' Komincrs, uinsessen zu werden. Hoch die Gläser, und laßt uns anstimmen das schöne Lied, das hoffentlich auf Keinen unter uns eine verkehrte Nutzanwendung erfährt : ' Wer niemals einen Nausck gehabt. Der ist kein braver Mann !" Ein brausendes Hurrah ertönte diesem zeitgemäßen Vorschlag. ..Eö war dies in dessen das letzte Lied, das gemeinsam gesungen wurde, denn fortan that Jeder, waS ihm beliebte, und Niemand hatte Acht auf seinen Nachbar. Hier stieg Ei ner aus einen Stuhl, dann auf den Tisch und hielt eine feierliche Ansprache an die Versammlung,auf die kein Mensch hörte, dort sang ein Anderer ganz für sich allein ein melancholisches Lied, die thränen der Rührung über den eigenen Gesang im Auge, mit beiden Händen den Takt auf den Tisch schlagend. Am Ende der Tafel hatten Mehrere den tfopf auf die verschränkten Arme gelegt und schlie fen den Schlaf der Gerechten. ..Einige der Muntersten hatten den Festredner auf ihre Schultern genommen und trugen ihn im Triumph durch den Saal, die Senio ren lagen sich in den Armen und schworen einander ewige Freundschaft, während einige wenige Nüchterne ein Paar Kampfhähne zu trennen suchten, die einen bösen Rausch hatten und Händel ansingen. . Schon wehte eine kühle,' scharfe Mor genlust, als die lustige Gesellschaft auseinanderging. Unter den Vereinzelten, die aufrechten Gangesund trotz allen Genusses ihrer Sinne mächtig, ihren Behausungen. zustrebten, waren Othello und Röschen. Ganz aber hatte der Geist des frohen Studcnschmauses sie noch nicht losgelassen, denn sie sangen, Arm in Arm durch die Straßen ziehend, das wohlbekannte Lied: , Freundschaft und Liebe, Himmlische Triebe!" Die Chaussen entlang liefen Herrn von Tyrnau's wohlgenährte Schimmel in icytantem rave. Ihr Denker Janko konnte nicht umhin, sich dann und wann auf seinem Kutschersitz umzuwenden und einen bewundernden Blick, begleitet von einem vergnüglichen Schmunzeln, hin ter sich in den Wagen zu werfen. Denn da saß an deS Gutsherrn Seite der junge Pan Alexander", und auf seinem Haupt prangte verwegen und schicfgerückt eine rothe, nagel,ieue Studentenmütze. Der Vater hatte den Arm um die Lehne des offenen Jagdwaaens gelegt und sprach eifrig mit dem Sohn, während seine ehrlicheil, hellblauen Augeit vor Freude strahlten, ; - .. : lJortiedupg folgt j Vom Ausland. In einem Artikel des of siziellen Organs des Finänzministeriums über den Detailhandel mit Getränken im Jahre 1833" werden sehr ergötzliche Mittheilungen über die Art gemacht, wie man in Rußland der enorm hohen Ge tränkesteuer zu entgehen sucht. In dem Artikel heißt es : Eine große Anzahl Buden und Magazine, die mit eingemachten Fruchtsasten handeln, tjt in letzter Zeit eröffnet worden. In Wirklich' keit sind diese Säfte aber nichts Anderes als schwacher, mit Fruchtsästen gefärbter Kornbranntwein. Diese Säfte, Mors", genannt, sind fast in jeder Fruchtbude zu haben, ohne daß letztere djeserhalb ein besonderes Patent für den Getränkehandel gelöst haben. Dieser Mißbrauch hat namentlich in der ersten Hälste des vergangenen Jahres eine unerhörte. Ausdehnung genommen. Die andere Erscheinung, auf die man ebenfalls erst im vergangenen. Jahre aufmerkfam geworden ist, die aber jedenfalls schon bedeutend älteren Datums ist, ist der Gebrauch des Eau de Cologne als Getränk. Der Gebrauch des Eau de Cologne als Grtränk erregte zuerst im Uralgebiet, wo zum Theil der. GetränkeHandel verboten und Branntwein für kein Geld zu bekommen ist, die Aufmerk samkeit der Acciseverwaltung. Die Bevölkerung hatte sich hier, wahrscheinlich schon seit längerer Zeit, dem Eau de Cologne zugewandt und diesen Artikel in unglaublicher Quantität konsumirt. So sollen in der winzigen Stadt Gurjew allein jährlich 2000 Dutzend Flaschen Eau de Eolygne abgesetzt worden sein. Am Ural "ist diese Erscheinung , insofern besonders bemerkenswerth, als daselbst die Bevölkerung, die sich eines bedeuten den Wohlstandes, erfreut, das echte Eau de Cologne trinkt, das infolge seiner ätherischen Oele und anderer Bestandtheile auf die Gesundheit unbedingt schädlich wirkt. An anderen Orten, wie im nördjichen Kaukasus, in de Gouvernements Jekaterinosslaw und Taurien, wird eben falls Eau de Cologne getrunken, das aber imGrunde genommen nichts Anderes als Kornbranntwein von höchstens 40 Gr. ist, dem einige wohlriechendeEssenzen beigemischt sind. Der Handel mit die sem letzten Artikel, dem sogenannten in ländischen Eau de Cologne, ist in stetem Wachsen begriffen und hat in den ge nannten Gegenden eine Menge Eau de Cologne Fabriken ins Leben gerufen. Eine ZeitungS Ausfiel lung wird Ende Dezember in Niza er öffnet. Diese Internationale Zeitung? Ausstellung" wird alle Journale der Welt umfassen. Ein Cirkular des Di rektors dieser Ausstellung, Dr. Czarnowtz ki, ersucht alle Journale um Einsendung eines Exemplars ihrer Zeitung unter der Adresse : xpositioti des journaux ttizza, poste restante.

Lvtüst imfl länger au Rheumatismus oder Neuralgie. Herr M. C. Warn, Assiilent-Kösstrer der Merchäntö' Natiknal Bank in Toledo, O., sagt: Nachrtm mein lU'm Mädlbrn unzefäbr drei ?konake gelttten, wurre es durch trn ?cdrauch ten tblopboroS ten Rdeumatikmu grbkilk. Ich tmpk'ehle tt ALen, welche an tiefer Kranket leiten." v JßST Es ist nie vorher eine Medizin ent. deckt worden, welche diese Krankheiten so schnell und sicher; heilt als

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W. K. Smith, KaNkakee, 23., sagt: ..Meine ffrcn litt fSnfjtf n Jadre Iarrt' 5 fest!. tiqem LZdeumati-mu und Neuralgie. StttjloHfiirra J ist tie erst Medizin, die tbr wetr al temterdre Hil gewüdtte. ie tat davon erst grrei Flaschen jenem men, betrachtet ei aber a!i eine Himelgade.2. T. Smich, 164 Washington Skr.. Chicago, ftgt t ..Haie fünf Jsdre tanz an Ndenmirikmu ae. ' ' ' litten. Nach tem Gebrauch cn 2U glaschen Mo jitjoroi bin ich gänzlich seu aken Cchmerzkn befreit." - Wenn Sie lblapharoZ nickt l IZrer vothe?e er .hatten können, werden wir Idnen. nach Smpfang tt ...regulären Preistt-ein Dollar per tzlasche daieik per Srvrei franco zusenden. Wir sehen es lieber, roenn Sie tl von Ihrem Lvotbeker taufen, aber roerm er dasselbe nicht fctri. lassen Sie sich rrtt überreden, twas ndert px versuchen, sondern bestellen Si: o fort bei unk, wie nzegeden. Athlophoros Co. 112 Wall Str., New York. WmeGVseeey. 2ch zeige hi-rmit dem geehrten Publikum an, daß ich in No. 50 South Eaststr , eine Vene Hrocery eröffnet höbe. Ich werde mich bemühen, meine geehrten Kunden, durch aufmerksame Bedienurg. jederzeit gute und frische Waare und billige Preise zufrieden zu stellen. . Waaren werden nach alle Stattheilen hin besorgt. Achluugsvoll, II IE:?rraTf LAATZ. Spiel - Waaren ! Puppen und Puppenköpfe größte AusWahl. Blech-, Holz-, Gummi- und Por zellan-Spielwaaren. Laterna Magica, Dampfmaschinen und Mechanische-Spiele. Steit die neiesten tzrscheinunzen in dieser Branche empfehlen öhas.Maye?&Öo. 29 und 32 Wcst Washington Straße. Dr. O. G. Psass, lrzt, Wundarzt und Geburtshelfer. ft a ch f 0 l g e r d ( Dr. U. 0. Paiitzer. Office und Wohnung : 405 Xadinon Avoniio. Sprechftu d n : rzen rsn 8 bl 9 Uhr. Nachmittags von 1 tt 8 Uhr. - L5d tw 7 bik 8 Lhr. toff- ttltvbi n ZUZ. Dr. C. C. Everts, DeutscherZahnarzt. kNachsolger von ia. . Taldett., Y..W.-CSc Washlngton u. Vennsylvaniq Str. üHnnntUi Dr.H.S.Cunningham (VS wird Teutsch gesprockeu.) t::.. ! o. 354 Süd Meridian Straße. ludiannpolin, Inl. Office tan den : g 9 Nhr Vors.. 13 2 R,ch 7-9Nlzr Ubendß. keledbouire nach Seorg ft. NorS'5 Avotheke. Kauftllur AkIAD OEFEX und Ranges, . Die besten in der Welt- j Garantirt aU die besten im Markte. Die Mi. ' . chigaa Stove Co. in Detroit, Chicago und Vuffalo. Zum Pcr?auf tei i j. A. Lyons, 88 West Wafbiugton Straße un 80 8s 88 Ofld Selaware Qtt. Mehr Licht ! gkektrislSeStndir- u. Kängelampen Neue Sorten Parlor Lampen. Wholesale und Stetail. No. 7 Süd Meridian Straße. No. LS Nord Illinois Straße. Reine, nicht explosive Oele und 7tgra'.ge Saso lin, ein Spezialkät. Wir erkaufen da Oel nicht auf W:gen, aber un sere Oele find reiner alt jene. Zclcpon 207. IT. P. OWLIXII CO,

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Eisenbahn -Zeit. Tabelle. Ankunft und Abgang der Eisenbahnzüge in Indianapolis, an und nach Sonn tag Uv 2 Nov. 1884. ! Eleveland, Crlumfcn, ir.cinncti ant Jndta. ncpcltl Siskubc'dn (Pee Line.) Lbaana: N F Bikki-etbvm,LetLktöa ea, Snderson Lic...to 5 vm jfrgj5'S S'i" 11 91 'S ,l,Cm Anders. i?.1.: 5:fä Dt. 7 15 e.. 'I et ii i v 3 Eshn c15.2i 1 5 v ii !, Vrightwood Didiflon, k. C.C.nd I. gana täglich e.tti?.. . ttglich. 6. . tf-jo ; : 10.35 . U'i8? . 2lN . . ,-25 j.-v ?p 4.35 92m täglich. S .5 5. j - ,a glich' blO ' 1 ! - töglich I0.35m Plttbrg, Sineivncti Sc Tt. Uoutl ilenbalzn V P W e P . ich tutM m I ' ' " r7,u',450n i a Sfi-i-j" - Ri)8ft!S! onriUUt UUWn. finntnnl iu . täglich h .?5 Da?tln & ug Sonnt 4.55 8 HQUi i lgl ch .10 Dln r au. Sonntao. ,,. Cölcago oute via Kokomo. Chicago Schnell , Jnd' Jt , ,ug tag . ....,l.,sm Lchnell,, ' , Sr.l 41 . j ! 7.- ."I . . . vt znm i jnri l K9U I rxr ß ,k Zmt Haute. Vandalia & Sl.rou, diselldayn. 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