Indiana Tribüne, Volume 8, Number 77, Indianapolis, Marion County, 4 December 1884 — Page 2

Zudmnü Triöüne.

E r sch ei n Fägttch, WoHzJtkich R. Sonntags. fiZ; 120 O. WZarvlandSr. fVte tätliche ?rür. koet durch den TrSgtr IZ Cen:j xkr lösche, die Ssr.rmg .Srtcti" 5nj; pr Bk,d jufcmsisit ii Cent!. Per Zcst cfchiS: in srsuötezahluvg 5 Mt ü.h - Indianapolis, Ind., 4. Dezember 1834. (5trü5-c::5a'.npf in Tlblng. Mit vornehmem Achselzucken spricht mzn inTc:schland von dem pöbel haften" Ton, der angeblich die amerika nische Poli:ik vorwiegend kennzeichnet.. Es kommen aber im Lande der Denker während jc:e? Wahlbewegung ebenso gut gemeine Äeschimpsungen und wüste Bal gereicn vor, als bei uns, und nur die Viücksicht auf den Staatsanwalt hält die Leute davon ab, es noch viel schlimmer zu treiben. Selbst die (lonservativen, die doch den Anstand gepachtet haben wollen, lassen es kaufig zu sehr bedauer lichen Auftritten kommen. In Elbing, einer gewcrbreichen Stadt in Ostpreußen, haben sie am 1J. 3!ovember sogar ein förmliches Straßengefecht geführt. . Im conservativen vereine zu Elbing waren Stieitigkeiten ausgeörochen, die den Äorsiyenccn, einen gewissen Herrn Ernst Wcrnich, zur ÄNcdcrlegung seiner Stellung veranlaßten. Die Erbitterung zwischen den freiern' Fraktionen war so groß, daß sogar zwei konservative Reichstags Eandioaten aufgestellt wurden. Der zenweilige Vorstand deö Vereins hatte den Beschluß gefaßt, Herrn Wernich und den Ncdactcur dcr am Platze erscheinen den conservativen Zeitung auszustoßen, wegegm &rnid; sichvindiciren" lasten .wollte, wie man hier sagt, b. h. sich um die Wiederwahl bewarb. Da die Generalversammlung, in welcher die Wahl zu erfolgen hatte, allem mensch, lichen Ermessen nach sehr stürmisch ausfallen mußle, halte die Polizei umfas sende Sicherheitevorkcbrungcn getroffen und hielt auch Militär'in Bereitschaft. Am Wahltage war die Versammlung angeblich mit utsknechten aus der Umgegcnd und geinietheten Leuten gepackt", die nicht für Wernich, sondern .für den Eraeb niß der Abstiminung verkündet wurde, erhob die Ah:heit der eigentlichen Mitglieder deö Vereins ein solches Geschrei, daß der anwesende Polizeibcamte die Versammlung auflöste. Doch seinem Gebote wurde nicht Folge geleistet. Niemand entfernte sich aus dem Saale. Auch die sofort herbeigerufene Polizeimannschaft sah sich außer Stande, die Aufgeregten zu beruhigen. Erst als 13 Ulanen unter Fihlu:g des Lieutenants Hering durch eine Hinterthür in den Saal gedrungen waren, wurde leytcrer geleert. Der Streit aber wurde nun erst recht aus ,der Straße fortgesetzt, und alsLieutenant Hering die Menge aufforderte, sich zu zcrstreuen, flog ein Hagel von Steine ?auf ihn und seine Soldaten. Jetzt zogen die Ulanen den Pallasch und singen an, auf den sich rückwärts schiebenden und drängenden Knäuel einzuhauen. Es war rnzwljchen völlig dun 1?l stiMmrWtt. frh,if hti ).rmrrMti niA welchem gerade gespielt wurde, doch schloß man vor lhnen die Thüren. Gegen acht Uhr war die Nubz wiederhergestellt, nur einzelne Patrouillen marschirten in den soeben mit Waffengewalt gesäuberten Straßen auf und ab, an einzelnen Siellen zeugten große Blutlachen von fccr Hitze des Kampfes und der Schwere der dabei vorgekommenen Verwundungen. Urne Anzahl der am schwersten erwuw deten ist sofort nach dem Lazareth ae schasst worden. Von Verhaftungen aus der Stelle hat man in Anbetracht der großen Erregung des Lolkshaufens, von dessen Gewaltthätigkeit daS Aeu perue - zu erwarten war, ganz abgesehen, indeß ist eine große Zahl der Haupttumultuanten erkannt . und dieselben werden der Anklage wegen Landsriedensbruchs nicht entgehen. Das Gefängniß hätte auch die zu nhaftrren den gar nicht zu fassen der möcht. Nur ein Einziger, welcher gerade im Vegrisf war, einen kopfroßen schweren St, in gegen die Angreifer zu schleudern, wurde noch rechtzeitig von nerviger Faust abgefaßt und in sicheres Geahrjam gebracht. Nattenplage. Den Bewohnern des Dorfes Towanda. 33a.. ael?t es iet't. wie vor lanaenIabrett den Leuten in der freundlichen Thüringisehen Stadt Sondcrehausen. Diese wurden in dem Grade von hatten heimgesucht, daß das ochprclpllche onUjtorium einen Extra-ußtag anordnete, um die 3!atten aus Stadt und Land zu be ten. Die Thiere hätten in wenigen Stunden abziehen können, thaten aber den Leuten den Gefallen nicht und es bedürfte der Kammerjäger und Katzen, die Landplage zu beseitigen. Wie letztere in Toiranda entstanden ist, erinnert an das Vellehmen der Wanderratten, welche bekanntlich die Hausratten fast gänzlich aus Europa und Amerika vertrieben und sich an deren Stelle gesetzt haben. Ein wohlhabender Farmer hatte vor mehreren Jahren zwei eigenthümliche Hausratten von seinem Bruder in England zum Geschenke erhalten, kleine zier, Iiche Thiere, höchstens ein Drittel grö ßer als A!äuse und von tiefblauer Färbung des seidenweichen Pelzes. Die kleinen Nagethiere wurden zunächst in einem Käfige gehalten, vermehrten sich ebenso schr.el, wie ihre Vettern änderet Nattenfamilien. und man ließ sie laufen. Ein anderer Farmer erhielt kurz darauf ein Paar sogenannter norwegische Ratten zum Geschenke, große Thiere von hellgrauer Färbung. Dieselben entkamen aus ihrer Gefangenschaft, vermehrten sich ebenfalls enorm und die blauen Statten verschwanden. Seit der letzten Lrnte ünd.aucb die norwegischen Katt

Hauptmann a. 5). -lazj stimmten. Letzterer erhielt in Folge dessen 500, Wernich nur XoO Stimmen. Als das Eraeb-

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), j j 'vttviuiij t vvy erheblich stieg, ttircr 50 Menschen suchten sich in das nabe Theater zu retten, in

äußerst selten geworden und dagegen macht sich eine dritte Ztattenart breit, fast so aroß wie Moschusratten, und über alle Beschreibung gefräßig, schädlich, ja selbst den Menschen gefährlich. Sie finden sich überall in Häusern, Scheunen, Ställen, Kellern, unterwühlen die Fußböden, durchnagen die stärksten Bohlen, wühlen ich selbst durch Steinmauern, erwürgen elbst alte Hühner und fressen sie an, verLehren die Getreidevorräthe, kämpfen zu dritt erfolgreich mit der besten Katze und haben sogar schon Kinder im Bette an-

efressen. ssm wohlhabender Farmer in Zurlinaton schätzt seinen Verlust an Eetreide, das die Ratten seit der Ernte verzehrt haben,auf mindestens 81,000. Viele Milchkeller mußten aufgegeben werden. Niemand hat eme Ahnung dav'n, woher diese dritte Rattenart gekommen ist. Die Annahme, daß sie Abkömmlinge der norwegischen und der blauen Tratten sei en, gewinnt durch die dunkel- und blauaraue Färbung der Thiere an Wahrscheinlichkeit, doch steht ihr die Größe und Stärke der angeblichen Äcischlmge entgegen.'. .Eher mögen einzelne Ratten von den Werften der Seestädte den Weg in s Innere des Landes gesunden haben und erst bemerkbar geworden sein, nachdem sie sich rasch vermehrt hatten, vjdt den auf den Werften vorkommenden Ratten, einem Mittrldinge zwischen Wasser und Wand.rratte, hao.n d:e Verwülter don Towanda und Burlington bis auf die Farbe die meiste Ähnlichkeit. Daß dieFarmer bisher schon jeder für sich alles gethan haben, uch von der 'lage zu befreien, leuchtet ein, doch hatten alle ihre Maßregeln so gut wie keinen Erfolg. Sie werden jetzt für einige Tage alle ihre kleinen Hausthiere sorgfältig absperren und dann in allen ihren Localitäten, in Hof, Garten und Feld vergifteics Fleisch und Getreide in großenQuan itäten aus streu n. LaudwlrtSsÄafrlicheS. Roggen. Die Beliebtheit des Rogk.enS ist in unserem Lande offenbar in Abnahme begriffen. Bei Weitem der größte Theil unserer Bevölkerung ist an Weißbrot und sonach an Weizenbrot gewöhnt und als Mast für unsere Hausund Schlachtthiere ist !ais billiger als Roggen. Zur Eolonialzeit und während des Bürgerkrieges wurde Roggen ausschließlich zur Herstellung von Alcohol und Whisky verwendet. Je mehr der Westen besiedelt wurde, desto mehr trat der Mais auch für diesen Zweck an die Stelle d:s Roggens. In den Neu-Eng-land-Staaten spielt das Boston Braunbrot" noch eine große Rolle unter den allgemein üblichen Nahrungsmitteln, früher wurde dasselbe aus grob ausgemahlenem Roggen, jetzt wird eS meistens aus Weizenmehl und Weizcnkleie hergestellt, ist weniger nahrhaft, als das Vraunbrot aus Roggenmehl, aber billiger und die Leute haben sich daran gewöhnt. Anders gestaltet sich das Verhältniß des Roggens zum Weizen im nördlichen und östlichen Europa. Dort ist die Bevölkerung so ausschließlich an das Roggenmchl gewöhnt, daß sie es dem Weizenbrote vorzieht, selbst wenn cs theurer ru, a:s ras an ncy wenyvouere Wizenbrot. Neben einer Gewöhnung, vle sich über Jahrhunderte erstreckt, sind cö namentlich zwei Eigenschaften, die dort dem Roggen seine Beliebtheit sichern: das aus rhm hergestellte Brot hat einen fräs tigeren Geschmack als das Weizenbrot und läßt sich Tage lang, nachdem es den Backofen verlassen hat, aufheben, ohne r. .!. 1 . , . . rm 10 voulg auszurroanen wie oas merzen brot. Für unsere Farmer empsiehlt sich der Anbau des RoaaenS bis ui einem gewis sen Grade um so mehr, als er für den Großbetrieb der Landwirthschaft im Westen durchaus ungeeignet ist. Diese Frucht gewahrt in Ansehung ihres Anbaues sowohl, als ihrer Verwendung Vortheile, wie keine andere. Gleichzeitig oder avwecy elnd Wenen- und vlomn mehl zu unserm Brote zu verwenden, ist ebenso angenehm als gesund; Roggen ist das beste Futter für Geflügel irgend welchcr Art und ebenso, statt oder mit Hase: den Pferden von Zeit zu Zeit gereicht, ein vorzügliches Pferdefutter. Ebenso ist vloggen als Futter für alle lunaen Mast thiere dem Maise vorzuziehen, und endlich für Karpfenteiche, die bald auf keine: Farm mehr fehlen sollten, ein unentbehrlicheS Futter. Roggen gedeiht aus sündigem Boden vortrefflich und liefert bei geringer Arbeit und spärlichem Dunger reiche Ernten, wo Weizen kaum den Anbau lohnen würde, ist endlich auch den Einflüssen der Kälte und sonstiger iinrtfm1ttrtr sKlitforiitt tant l)Mü 'ViHJ IVVil)V vu vv v setzt, als die ihm verwandte, vornehmere vcabrpttanze, der Wenen. Auch schädli chen Jnsecten ist der Roggen weniger ausgesetzt, wie der Weizen, sein Stroh ist werthvoller, sein Gras, als Grünsutter verwendet, fast so werthvoll und untergepflügt als Düngung mindestens ebenso werthvoll wie der Nothklee. Kurz der Anbau deS Roaaens waleick mit dem ; uio rieoci, einheizen ii rur zeoenano ! Wirth, der nicht geradezu eineBonanza r.- e - " ; . V L Farm" bewirthschaftet, von hohem Wertye. Milzbrand- Schutzimpfungen. Mannichfaltige Nachprüfungen der von Pasteur und Anderen angegebenen Methoden zur Abschwächung deö Milzbrand-Ansteckungsstoff:s .haben als yat acye ergeben, daß der rn so hohem Grade ansteckende Milzbrandpilz durch Culturen in seiner Ansteckungsfähigkeit wesentlich abgeschwächt werden kann. Diese Abschwächung des Giftes sindet t r r r r n, leoocy ieyr ungiela)mamg uan und der Ansteckungsstoff hat sich bisher in einer gewünschten Stärke nicht feststellen lassen. Selbst äußerst geringe Schwan kungen der Temperatur des Brüteapparates verzögern oder beschleunigen die Abschwächung. Die Thatsache, daß Thiere, welche mit abgeschwächtem Milrbrandstoffe geimpst wurden, gegen dieÄnsteckung mit hestia wirkendem Milzbrande unempfänglich sind, ist im Allgemeinen als solche festze stellt, doch sind auch hierbei Ausnahmen zu verzeichnen. Einmal vertragen man che Thiere schon die Vorimpfung nicht, sondern erliegen schon bei der Impfung mit dem abgeschwächten Ansteckungsstoffe dem Tode durch den Milzbrand, und außerdem ist dre Widerstandsfähigkeit ÜLÄt.GLb.M.guen iin kMi

chenMilzbrand außerordentlich verschieden. Der Milzbrand entsteht auf natürlichem Wege wohl meistens dadurch, daß die sogenannten Sporen, die Trager des Ansteckunasstcsses, in den Maaen der

Thiere gelangen und dort, da der Mägen 1 fast nicht rm tance rn, ne zu zerttoren, auskeimen, wonach die Ansteckung vom Darme aus erfolgt. Von fünf mit Pasteur'schem Impfstoffe geimpften Hammeln starben zwei schon nack drei Taaen an dem aewöbnlicben Milzbrande, während drei nur ganz leicht erkrankten. Von sechs-gleichmäßig geimpften cyascn itarven zwei ; die vier überlebenden wurden nach sechs Monaten abermals geimpft und unterlagen dem Milzbrande bis auf eins. Prof. lllenberaer berichtet uver die raebniNc der Milzbrand-Schutzimpfunz auf der n f Y - ri i fT 1 ?" . . f ä r VerlUHsualron Ironie, wo von aeimvkten Rindern, 661 aeimvften Schasen innerhalb eines Jahres 4 Rinderund 9 Schafe an ncuurtrcyem Ä)ttlzvrande gefallen sind. bo lntereMnt dtese Äersuck sind, so bleibt dock die wicbtiae Frage : kann die verderbliche Milzbrand- . r l v l. v:. rrz s...u: .c iranryerr vur uc uiu$unvun$ iit Erfolg bekämpft werden? noch immzr unbeantwortet. Vom Inlande. Ueber die Entführung einer jungen Frau durch ihre Eltern unter absonderlichen Umständen wird aus St. Paul beruhtet : Albert Zaynow, ein junger Mann, hat die Behörden davon in Kenntniß gesetzt, daß ihm seine erst kürzlich angetrautejWattin von deren Eltern gewaltsam entführt worden sei. nrr r . r .. r i r t T. L t:i . jüiic es veipr, oemuyre uco auco ver un gere Bruder des ManneS um das Dtädchen und wurde von den Eltern desselben bevorzugt, während die Schöne sich den älteren Bruder auserkor und diesem gegen den Willen aller Verwandten die vand reichte. Ihre Eltern scheinen; sich nun mit dem jüngeren Zahnow alliirt zu haben, um dte junge Frau zu entfuhren. Jetzt sangt der Klatsch an, sich des erwählten Präsidenten zu bemächtigen, und damit hört die Gemüthlichkeit aif. Schon ist in Newark, N. I., eine .ilte Frau entdeckt worden, welche in ihrer Jugend be: den Eleveland s gedient haden will und sich besonders 'was daraus einbildet, den jetzigen Präsidenten der Ver. Staaten als Säugling auf den Armen getragen und natürlich auch seine Windeln gewaschen zu haben. Obgleich der Junge erst zwel Jahre alt war, als sieden Dienst verließ, so hat sie doch über die besonderen Eharaktereigenschaften, die er zu jener Zeit schon entwickelt haben soll, viel zu sagen, und verschiedene Zeitungsschreiber greifen den Quatsch mit Heißhunger auf. Lot us hao peace ! In einer der letzten N ächte erwachte James Knowles in Avoea bei Hornellsville, N. Z)., durch einen heftigen Schmerz im Ohre aus dem Schlafe und weckte seine Frau. Der Schmerz nahm schnell an Heftigkeit zu und Frau Knowles, die sofort annahm, daß ein Jnsect ihrem Gatten in'S Ohr gekrochen sei, versuchte, dasselbe mittels einer Haarnadel zu entfernen. Da dies nichts half und der Schmerz sich fortwährend steigerte, wollte die Frau nach einem Arzte laufen, als ihr einsiel, tviederholt bemerkt zu haben, wie Jnsecten von dem Lichte angezogen werden. Sie hielt daher ihrem V!anne eine brennende Kerze so dicht an's Ohr, als es möglich war, ohne ihn zu brennen. Gleich darauf erschien der Kops emer ungewöhnlich großen Warne, welche nunmehr glücklich aus dem Ohre entfernt wurde. Die Beobachtungsgabe der Frau hat jedenfalls den Mann vor sortgesetzten chmerzen. vielleicht sogar vor ernsteren Folgen ve wahrt. Wahrscheinlich würde übrigens ne Friu denselben Zweck erreicht haben, wenn sie ihren Mann sich hätte auf die Seite legen lassen und ihm irgend ein mildeS Oel in's Ohr geträufelt hätte. Die Eriminalstatistik deö New Forker Boards der Polizeirichter für das am 31. Oktober abgelaufene 1 -- M r r .5ayr wellt gittern aus, welche co an und für sich als keineswegs ungünstig bezeichnen lassen. Verhaftet wurden in dem gedachten Zeitraume im Ganzen 74,647 Personen, von welchen jedoch 22,730 ungestraft entlassen wurden. Ueberdies entnelen von den Verhaftun gen 23,696 auf solche wegen unordent lichen Betragens, 20,45o aus solche we gen Trunkenheit und 6275 auf solche we gen Vagabondage, so daß die für schwere Vergehen verbleibende Anzahl Veryaf tungen nicht eben beträchtlich ist. Was diese schweren Vergehen anbetrifft, so entsielen 715Verhaftungen auf Anklagen wegen verbrecherischen Angriffs und Schlägerei, während in 791 Fällen Einbruch, in 54 Fälschung, in 83 Todtschlag und in 316 Raub den Anlaß bildete. Ein Fünftel der Verhafteten war m Jr land aeboren und nur ein Vienebntel in Deutschland. Die Italiener stellen im Verhältniß zu ihrer Zahl das größte Eontmgent zu den Verhaftungen. LieöchenEnge mann, das klei ne Mädchen, welches vor einigen Wochen auf dem lutherischen Friedhofe an Long Island nahezu erwürgt gefunden wurde. hat in der Familie des Dr.HenryLöwenftem, eines bekanntenArztes lnWllllams burgh, ein Heim gefunden. Der guther zige Doktor erklärt, daß er das Mädchen zwar nicht adoptirt habe, aber es dennoch wie sein eigenes Kind behandeln werde. In Brooklvn, N. Abstürzten Ende vorige Woche zwei Schieferdecker l. von dem Dache dcr neuen Vaptistenkirche. Ter eme-derselben, der erst vor Kurzem dahin gekommen und dessen Na me unbekannt ist, war sofort todt, der andere,Thomas Vennett von New Nork, hat beide Oberschenkel und den rechten Arm gebrochen und sonst noch tödtliche Verletzungen davongetragen. Der bekannte deutsch amerikanische Sänger A. Blum ist nun auch in New Jork angekommen, um fortan in den Vorstellungen der deutschen Oper im Metropolitan Theater mitzuwirken. DiePatti hat vorige Woche ihr 25jähriges Jubiläum als Sängerin gefeiert ; sie trat in Martha" auf und wurde nach der Letzten Rose" von Blu menspenden förmlich überschüttet. Mordacai Merritt i n New Fork wurde, dieser Tage auf 4 Jahre in'S Zuchthaus nach Sing Qing ge

schickt. Der Schuft, der eine Frau' und drei Kinder hat, hatte die jugendliche Jda M. Eroß verführt und in Babylon, L.J., untergebracht, wo sie von den trostlosen Eltern, die ihr Kind für todt gehalten, durch Zufall entdeckt wurde. Frau Adeline Vetter langte vor etwa drei Monaten mit ihrem 14 jährigen Sohne Christian aus Deutschland in Eastle Garden an und erhielt hnb harauf eine Stelle als .5ausbältt'rin

bei Adolph Müller auf den Jersey City I fZ. 1 &t.i ? a tsZ eX r( fr I wit yvv w in .im iwutii Verhältnissen, aber der Junge nicht; er sehnte sich nach dem alten Vaterlande zurück und erkrankte am Heimweh. Während der letzten Tage war er sehr niederescblaaen und die svreudz über das tfvi: lU o j - - " t n tt i a t.. .r j: .3 annayen ces amjagung,nagec, weites r . ? : . . o v . c . . seine wenigen jungen reunoe runogaWvt. inslffte ibn nur nock betrübter. Am Nachmittage vor dem Dankfagungstage tt j. . 1 t .w.(. rr 1 ..MW L.l.C stx nagle Kf uvvv Miuvviiu uhc vcav i sein Zimmer: er wurde sunr Nac&i tisch gerufen, wollte aber nicht vffen. r v ... tn V. . f ötoei runoen ipaicr wuroe er von jer cm . 1 1 . L. i . . . vTl .11. . ? ner cuner roor rm er.e gesunoen uno fi prklärts. haft sie aus dem Iiscke nake. dem Bette ein Papier gesunden, welches mit dem Worte ..Strvcknine" etikettirt W W T -w w-r-w - - w FF war. siint tljese l lscüast Reifern w -w -w I ' - W Kanada, welcke das Territorium Washington bereist, ist auf äußerst freche mt 'r ?n . .? ji " 2il5eie um ror gqarninud eiiegevau bestohlen worden. In der Nähe der Station Wallule ging ein Mann zu sämmtlichen Reisenden und bat sie um die Marken für das nach Tacoma aufge- . Tt C s& rtsilrt? .1 S tl K y & gCfC.lC VitfUU, JÜUUVV IV IVU III VU9 Hotel schassen werde. Als die Steifenden nach Tacoma kamen, mußten sie die Entdeckung machen, daß dasGepäck schon in Portland gefordert, ausgehändigt ioorl. r t , ... m den uno verjHwunoen war. D a s H 0 l z f a l l e n ist i m w e st- . i . fc.?f .V.f. . . " 1 1 noch in denen der Richardson Eompany gearbeitet. In Peru bat sich eine Gcse'lsel'aft gebildet,' welche in sämmtlich . c , I . v .1 ... :t 1 . . rr..-e. triuxen oes anes ereririscoe rrapenbelcichtung einzuführen beabsichtigt. Li ma undEallao waren bi her die einzigen Städte mit Gzbeleuch'ung, a''e übrigen hatten nur Kerosinlampen. Vom Auslande E i n großartiges Slavew fest soll am 5. April 1885, dem tausendjährigen Todestage des Slavenapostels Mcthodius, in Welehrad in vkähren gelegentlich einer Versammlung slavischer Bischöfe stattfinden, an welcher sich sowohl die römisch-katholischen, als auch die unter dem Papst stehenden unirten Bischöfe aus allen slavischen Ländern betheiligen werden. In Olmütz, Krakau und Lembcrg haben sich bereits Eomites gebildet, um die umfangreichsten Vorbereitungen zu jenem Feste zu treffen. In Welehrad, welches einst dcr Bischofssitz des Methodius und einige Jahrhunderte auch die Residenz seiner Nachfolger war, nunmehr abcr zu einem unbedeutenden Städtchen herabgesunken ist, sollen, für die Pilzer Baracken errichtet werden, welche 30,000 Personen aufnehmen können. Da wird das InfektenPulver im Preise steigen. JnGrimsby (England) kam die englische Schmacke General Wolseley" an, welche die einzigen zwei Ueberlebenden der 15 klopfe starken Mannschaft des holländischen Häringsluggers Matfje" aus Vlaardingen landete, die eine gräßliche Leidensgeschichte zu erzählen hatten. Während eines fürchterlichen Sturmes am 28. October, 100 Meilen von Spurn, kenterte der Lugger, wodurch elf Mann in der Eajüte eingesperrt wurden, von denen sieben ertranken. Die übrigen vier fanden, nachdem sie das Schiff theilweise wieder aufgerichtet hatten und sie dicEajüte verlassen konnten, daß der Eapitän und drei Mann, die auf dem Verdeck gewesen, verschwunden waren, der Mast gebrochen und daS Schiff ganzlich unter Waffer stand mit Ausnahme der Spitze des Vorderstevens, an welchem sich die vier Männer die ganze Nacht hindurch' festhielten. Bei Tagesanbruch wurde einer von den Wellen weggespült. Der ganze Tag verstrich, ohne daß ein Schiff in Sicht kam. Abends wurde einer der Unglücklichen wahnsinnig ; er lachte unbändig und sang. Eine weitere Nacht verstrich, ohne daß Hilfe erschien; aber am folgenden Tage, als alle vollständig erschöpft waren, nahte sich der General Wolseley" und brachte Rettung. Trotz des sehr hohen Seeganges entsandte der Eapitän der . Schmacke ein Boot, deffen Mannschaft cS nach unsäglichen Anstrengungen gelang, zwei- der Holländer an Bord zu nehmen ; aber der wahnsinnig gewordene Matrose weigerte sich, an Bord zu kommen, und verschwand schließlich unter gellendem Gelächter in den Wellen.' Eine unteres saure s iscalische Bescheerung martert seit langer ftdt jene armen Musiker, schreibt die Wiener Allg. Z., die einstens" das Glück hatten, von der ehemaligen Directrice des Ringtheaters, Frau Völkl.'Strampfer, mit einem dreijährigen Eontracte engagirt zu werden. Welche Freude herrschte. unter den Musikern, als sie den dreijährigen Eontract nach Hause tragen konnten ! Wie sich aber die goldenen Träume erfüllten! Zuerst kam ein voller Monat von Proben- ohne Bezahlung. Dann kam der erste Gagetag. Freudig fingen sie zur Directions-Kanzlei, wo sie sedoch als Gage für den halben Monat activer Thätigkeit die Rechnung für die auf ste entfallende Stempeltaxe des dreijährigen Eontractes erhielten. Im nttten Monate ihrer Wirksamkeit erhiel ten sie wieder etwas die Kündigung. Dann, bekamen sie sehr lange nichts,' nicht einmal eine anderweitige Befchäftigung. Endlich erbarmte sich ihrer dos Schicksal, sie bekamen wieder etwas den Zahlungsauftrag der Finauz-Bezirks-Direction für den dreijährigen Eontract : Stempelgebühr sammt doppelter Straf ta;e, denn Madame Völkl hatte ihnen wohl die entfallenden Beträge abgezogen, aber selbe nicht an daS Taxamt abgeführt. Dann erfreuten sie sich wieder lange Zeit s? AfcheüÄühe, die nur

lichen Arizona in diesem Jahre ungewohnlich frühzeitig eingestellt worden; von sämnrtlickien Säaemüblen wird nur

av uno zu durch Besuche des FinanzEre

- , cutors unterbrochen wurde. Allein auch dieser glückliche Zustand sollte nicht ewig währen ; jetzt muthet man ihnen zu bei sonstiger Execution auch die Stempelgebühr sammt Strafe der Direction Vötll-Strampfer u zahlen, da bei der Directrice Völkl die Einhebungsversuche fruchtlos blieben. So würden die schwergeprüften Orchestermitglieder für ein dreimonatliches Engagement die Stempelgebübren für einen neunzehnjährigen Gehalt zu zahlen haben oder mindestens, nachdem einzelnen im Gnadenioege die trasquotc nachgesehen wurde, für neunjähriges Engagement, so daß die Steuer die ganze Gehaltssumme des dreijährigen Eontractes überschreiten würde. W erbarmt sich d i e s e r Ringtbeater - Opfer? . . ' ' In den letzten Sitzungen der Pariser "Acadernie des Sciences" wurde die interessante Mittheilung gemacht, daß die Untersuchungen des Tr. Tomingos Freire in Rio de Janeiro, welche auch für das gelbe Fieber einen Bacillus aufgefunden, durch längere Zeit fortgesetzt sind und daö Ergebniß bestäti gen. Dcr Bacillus des gelben Fiebers ist gezüchtet und hat, eingeimpft bci Thieren, alle Erscheinungen dcr Krankheit hervorgcrusen. Auch die Möglichkeit, durch Uebertragung Verdünnren rankheitsstoffes Personen vor dec Krankheit zu schützen, wenigstens zeitweilig, soll durch zahlreiche Versuche bewiesen sein. Die mit der verdünnten giftigen Materie Geimpften zeigen alle Symptome des gelben Fiebers, aber in einem sehr gelinden Grade, und im Blute finden sich die Spuren des Krr-Ptokolkus, aber derselbe stößt nicht seine Hülle ab, welche das Ptomaine, die vergiftende Substanz im Blute der Fieberkranken, bildet Das einzig wahre DM sgTCflD reinigt da Blut, n?rlZrt tie Lebtt uns vitertn uuv bringt ut Wesuno heit und vrast der Jvprnd wieder. 'spepne, pxklmojigktt wirre auttiell, rasnnangn nnv wzl tiakett uniedinat aedeill. R a c&tn. zvcusrem uno Zerren empsange eue ?rn. ö3 deicrt rea Qbtqt unv rrksttgt ras veytru. Damen.? Beswerin!?iden, finden i Dr. Harte?' Iron Toaio ein stieres, schnell wirkendes Heilmittel. Ei p.ictt klaren Teint. ie Versuche es nachzumachen, er li.bcii nur iie Beliebtheit deS echten. Probire nicht aubere, sondern brauche das chte, beste. (,itSxt (Ettrt drepe an The Dr. Harte- Med. CJo.X SULonK Mo., um unser prenrn Book " fca 1 titU seltsame und tiCell&t ukunft W leiltufrel ju bekommen. 3m KheaV. Offen jeden Abend ! und j) ieflag, Donnerstag nnoSamflag XL A. T I IV K Hl. Populäre EintrittS.Preise: Abends. Matinee. Orchefterstühle 85 Cents. 25 Cents Parquette 25 , 15 . Eallerie 15 , 12 , . Loge (Bor) 75 . 75 . & SMITHER, 69 Mst Marrand Str. Fabrikanten und Händler deö Materials für Kies -Bedachung ! ferner Filz und anderes Dachdecker Material. Warncr's Asphalt Dachbedeckung. Televbon No. öl. Germania Garten. N.'W.'Ecke Market u. Noblestr HübschcS Lokal. ÄuSgezelchnete Getränke t Guter Lunch, Aufmerksame Bedienung EO- Um zahlreichen Zuspruch bittet Heinrich Isomann. Rail Boad Hat Store, Herbst - Hüte ! Neuester Faeon soeben ange kommen. Billige Preise! Gute Bedienung ! Vlau besichtige die große Änswalzl von Herren-u.KnabeN'Hütcn. V. 76 Hft ZSesslngt Str. Boi, nach VndwtMyMs ;B& (ZebvöbeV Fveuzel. E. W. Ecke Wastlngton u. Mridianftr.

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