Indiana Tribüne, Volume 8, Number 76, Indianapolis, Marion County, 3 December 1884 — Page 2

KWMM XWÜM. Er sch ei n Füglich) WSHeulliH n. Sonntags.

57, . ?" ? ykttt i; .uv viUiiuuuviii. frvUilä'.iS? !o':fi durch ien TrZger 1Z 'V Jr.;i J sSigc, ti LonntiizZ ,,?rtiüt-b Cents xer Veit z::Zae 15 Zntl. ?er 5vl lüCiWrft ia 8:r:c25c$mn3 p per LSr. Jndianzpelio, Ind., 3. Dezember 1334. Ci.". icc:;c? Hnnd. St. üuI ha: dcr Farmer Philipp 'Valrd cü$ tcui loeztlichen Manttoba zur zxtr.i (Etappe scrnes Wlnt.'raufcntyalts erwähl:. 3;i dcm -??sftsn, in dem ich mein Heim errichtet hatte, will ich nie wieder einen Winter verleben ; der letzte hat mir o mitgespielt, daß ich es ver schworen habe, außerdem hat mich auch später das Unglück so verfolgt, daß ich wahrscheinlich auf die Dauer nach Manitoba nicht zurückkchre." So sagte Vaird zu seinen schnell erworbenen Ae kannten und Freunden, klopfte zärtlich den tfopf eines ungewöhnlich großen Hundes, der mit seinen schönen Augen zu ihm aufsah und fuhr fort : Wäre nicht .mein gewakizer Pet' hier, so wäre ich längst ein todter Mann. Er ist nach Abstammung und Liasse bloö ein ge wohnlicher Schäferhund, aber unter sei nem zottigen Felle ll?pft das Herz des treuesten und tapfersten Freundes. Jra vorvorigen Herost waren es drei Jahre, svit ich am Ufer deö Flusses Bow mehrere Di:il:ii von dessen Einflüsse in dc'n Saskatchewan, den jungfräulichen Äooen zuet mit meinen beiden Zug Meilen nach verschiedenen Richtungen von meinem Vlockhaufe entfernten FortS Walsh und Mceod gewährten mir guten Absatz für meine Ernten. Zwei Winter hatte ich in meinem guten Hause zugebracht wie der Dachs im Bau, gegen Ende kcs dritten war mir die Einsamkeit und Beschäfligungslosizkeit unerträglich geworden. Zu arbeiten giebt eS auch im Winter für die Farmer immer, aber das Leben während jener nördlichen Winter wird unerträglich einförmig, die paar Bücher und Zeitungen, die ich besaß, hatte ich wenigstens schon ein Dutzend mal durchze lesen. So sperrte ich meinen Pet als Wächter undHüter im Hause und Hofe ein. der damals mit einem hohen Palissadenzaune umgeben war, und durch den eil Vächlcin rann, das nie gefriert. Futter hatte der Hund reichlich zur Verfügung. Mein Brauner brachte mich im selbstzezimmerten Schlitten in drei Tagen nach Fort Walsh, der Schnee lag hoch, aber das Thermometer siel auch in der Nacht nicht unter Null und ich war so gut mit Ausfelfelleit versehen, daß weder ich noch das Pferd von der Kälte u leiden hatten. Die Besatzung im ftor: tränte ihren Augen nicht als ich dort einfuhr und versuchte, nach fröhlich verlebten Tagen alles Mögliche, mich von einer frühzeitigen Ztückreise abzuhalten. Ich bestand auf meinem Kopfe, schlug jedoch einen Weg ein, der zwar et was länger, aber besser gegen denSchnee geschützt ist. Am zweiten Abend meiner Reise hörte ich das heisere Bellen der Wölfe hinter mir. Die Töne waren mir wohlbekannt, allnächtlich hatten diese Thiere mein festes Blockhaus umschwärmt. Mein Pferd bedürfte keines ermunternden Zurufs, daß es denSchlit ten pfeilschnell durch den Schnee dahin riß. Fünf Feuerwaffen mit 14sorgfäl tig geladenen Läufen hatte ich im Schlitten; als die Wölfe auf Schußweite her angekommen, siel einer nach dem andern von ihnen. Jeder gefallene hielt die an dern einen Augenblick , auf, der genügte, ihn aufzufressen. Doch die Wölfe folgten stundenlang und überholten mich schließlich, da das Pferd nur noch' sehr langsam vorwärts zu kommen vermochte. Schon hing ein Wolf dem Pferde am Halse, ich hatte genuz zu thun, mich meinerAngreif-r zu erwehren; da erscholl Hundegebell, Pet raste heran, biß dem Wolfe, der das Pferd attackirt hatte, den Hals durch und kam dann mir zur Hilfe. Wir kamen glücklich in meinem Hause an. Monate lang habe ich mir den Kopf zerbrochen, wie mein Hund im Stande war, mich in einer Gegend ein '.nholen, d.e weder ich noch er jemals rher betreten. Als ich im vorigen ommer in dem Fort war, erfuhr ich, ß Pet kurz nach meiner Abreise dort gekommen und mir, nachdem er derölich nach mir gesucht hatte, gefolgt ..ar. Nach meiner Rückkehr aus dem Fort, Anfangs September d. I., erwachte ich in meinem Hause aus dem Schlafe und sah das gan;e Zimmer mit dem Scheine blutrother Flammen angefüllt. Ich kannte die Ursache und wußte, was mir bevorstand: die Prairie brannte. Ich steckte mein Vaarvermögen, 83,000 in guten kanadischen und amerikanischen Banknoten, zu mir und lief in den Hof, mein Pferd zu besteigen. Da sah ich dasselbe in der Ferne verschwinden. Das Thier hatte, von Entsetzen erfaßt, den unglaublich hohen Sprung über die Ein friedigung gewagt, und er war ihm gelungen. Nirn alt es, für's Leben zu laufen. Zehn Metfw waren cs bis zum Aow, der einzigen Aussicht auf Rettung. Ich lief, Pet fortwährend vor mir, wäbrend er viel schneller aus dem Bereiche der Gefahr hätte kommen können. Kurz vor dem Flüßchen stürzte ich, ohnmäch tig, einen Schritt weiter zu thun, zu Bo den ; Pet schleppte mich in's Wasser, in dem ich rasch wieder zuinir kam. Un mittelbar neben mirhatten sich zwei Büffel im Flüöchen niedergethan. Die Flammen prasselten über uns hinweg, ergrissen am jenseitigen Ufer das dürre Gras und rasten weiter. Oft mußten Mensch und Thier völlig im Wasser un tertauchen, um dem glühenden Hauche des Flammenmeeres zu entgehen. Schnell .wie der Prairiebrand ko:nmt, ist derselbe erloschen. ' Ich beschloß den Weg nach dem Sas katchewan einuschlszen, an dessen ZZfer

ochzen und meinem Pferde pflügte. Ich hatte ausreichende Mittel mit in die Einöde nebracbt und die einiae dreinia

zwei Ansiedler ibre .veimstätten errichtet haben. 'Der Weg war 'weit, ich war ohne Waffen, der Hunger starrte mir und Pet in's Gesicht, aber indem wir am Flüßchen blieben, entgingen wir wenigstens der Gefahr, vor Durst umzukommcn. Die Erschöpfung hatte mich dicht am Flüßchen in Schlaf sinken lassen. Am nächsten Morgen erwachte ich, weil Pet mir das Gesicht leckte. Zu meiner Seite lag ein halbgerösteter Prairiehase, den der Hund, auf eigene Faust auf dem verbrannten Boden pirschend, glücklich gefunden hatte. Er hatte das Fleisch nicht berührt, siel aber, als ich solches gleichmäßig zwischen mir und ihm vertheilt hatte, mit Heißhunger über dasselbe her. In ähnlicher Weise hat der Hund an jedem Tage 9!ahrunz für uns herbeigeschafft, bis wir eine Ansiedlung erreichten und gereitet waren. Endlich erreichten wir auch Fort Walsh, wo mein Hund natürlich schnell der Liebling der Ofsiciere und Soldaten wurde. Den Winter beabsichtige ich bei meiner hoch betagten Mutter in Elmira, N. I., zu zubringen und im Frühjahre geht es wie der nach dem Nordwesten. Von meinem Anwesen werde ich natürlich kaum eine Spur wieder sinden, aber das Land ist dort gut und durch die Asche frisch ge düngt, ich besitze die Mittel, mir ein des seres Haus zu bauen, mich mit den nöthi gen Hausthieren zu versehen und mir die erforderlichen Geräthe anzuschaffen. Wer noch im kräftigsten Mannesalter steht und daö Leben im Nordwesten ein mal kennen gelernt hat, läßt sich durch alle Faßlichkeiten nicht abschrecken, thut aber, wenn er's machen kann, gut, den Winter unter Menschen und in einem freundlicheren Klima zu verleben." Letzterer Rath ist jedenfalls sehr cer nünftlg, beweist aber, daß Manitoba keine geeignete Gegend für arme Ansiedle? ist, die nicht jeden Winter südlich reisen können. Unsere Mündel.

Mit Genugthuung weist der Minister des Innern in seinem Jahresberichte darauf hin, daß während des verflossenen Jahres keine Jndianerunruhcn vorgekommen sind. Seiner Ansicht nach ist überhaupt das abgelaufene Jahr ein Markstein des Fortschritts unter den Indiancrn. Nie zuvor haben sie ihre Kinder in solcher Menge nach den Schulen und gewerblichen Erziehungsanstalten ge sandt, welche für sie von der Regierung eingerichtet worden sind, und außerdem haben sie sich einem neuerrichtetcn Gerichtshofe zur Schlichtung kleiner Streitigkeiten mit einer Willigkeit unterworfen, welche beweist, daß sie das Wesen der Staatsautorität zu begreifen anfangen. Einschließlich der im letzten Jahre ge gegründeten Anstalten gibt cs jetzt auf den verschiedenen Reservationen 81 Pensionsschulen (boarding schools), 76 Tagesschulen und sechs industrielle oder Handarbeitsschulen, die unter Controlle der Regierung stehen. Außerdem leistet der Bund Zuschüsse an 14Pensions- und 4 Tagschulen, die von religiösen Genossenschaften unterhalten werden, und 23 Schulen werden von kirchlichen Gemeinden allein erhalten. Von besonderer Wichtigkeit sind natürlich die Anstalten, in denen die jungen Indianer zur Arbeit angeleitet werden. Die Ackerbau-Schule.in Ehilocco, I. T., die eigentlich nur für 150 Kinder bestimmt ist, wird durchschnittlich von 168 Knaben besucht. Ursprünglich verfügte sie über 640 Acker, doch wurden ihr später 1,200 Acker und noch später abermals 13 Sectionen (von je 80 Acker) zur Verfügung gestellt,damit sie neben der Landwirthschaft auch Viehzucht betreiben könne. Während des verflossenen Jahres brachen die Knaben 275Acker neues Land um, besäten 50 Acker, zogen Gemüse auf 15 Ackern, machten 400 Tonnen Heu und besorgten außeroem 425 Kühe. Nebenbei hatten sie Zäune herzustellen und arr den Gebäuden zu helfen. 565 Indianerkinder sind in Industrieschulen untergebracht, die in Kansas, Nebraska, Iowa, Illinois, Jndiana, Pennsylvania, Nortr) Earolina, Tennessee, Wisconsin undMinnesota gelegen sind. Sämmtliche Jndianerschulen zusammen werden von 3440 Kindern besucht. Es ist jedoch zu bedenken, daß etwa 1,200 dieser Kinder in die Schulen gehen, welche vom Staate New Iork auf den in seinen Grenzen gelegenen Reservationen unterhalten werden. Jene Indianer stehen seit mehr als 100 Jahren unter dem Einflüsse der Civilisation und geben sich auch äußerlich als civilisirte Menschen. Sie sind mit den Blanket-Jndianern" und selbst mit den Angehörigen der fünf civilisirten" Nationen im Territorium gar nicht zu vergleichen. Wenn Herr Teller diese Leute beobachtet hätte, wäre er vielleicht etwas weniger sanguinisch hinsichtlich der Civilisationssahigkeit der Indianer überhaupt. Sie sind gebildeter als ihre Vorsahren, aber ebenso faul. Der Minister weiß denn auch, daß mit den Schulen allein noch nichts gethan ist. Er empfiehlt, den Indianern vorläusig gar kein Geld in die Hand zu geben, sondern ihnen das, was ihnen vertragsmäßig zukommt, in Vieh und Gerathen -auszuzahlen. Sie kennen den Werth des Geldes nicht, wenn sie nicht für dasselbe gearbeitet haben und betrachten den Dieöstahl nicht als ein Verbrechen, sondern als eine Heldenthat, vorausgesetzt, daß er gegen feindliche Indianer oder gegen Weiße gerichtet ist. Man wird fortfahren müssen, die Rothhäute zur Erwerbung eigener Heimstät ten anzuhalten. Ferner wird man da rauf bestehen müssen, daß die großen Viehzuchts-Gesellfchaften, die den Stämmen ihr Land abpachten, nicht mehr 1 bis 2, sondern 4 bis 6 Cents Pacht für den Acker bezahlen. Alsdann werden die Pachterträge ausreichen, um die öffentlichen Ausgaben der Indianer zu decken. Daß die Nothhäute dem Weißen je gleichstehen werden, ist mehr als zwei felhaft, aber es erhellt aus Teller's Bericht, daß man sie nicht gerade auszurot tezrsöraucht, wie wilde Thiere. . m m m Granaten. In Spanien sind Heuer die Granatäpfel ungewöhnlich gut gerathen und Sendungen dieser Früchte nach New Iork und Boston haben dieselben weniastenS vorübergebend zu einem gesuchten Artikel

gemacht! der in'Mitbewerb mit den Orangen getreten ist. Diese Frückte erreichen die Größe mittelgroßer Quitten, sind meist roth, aber auch gelb gesärbt und enthalten ein rothes, mehr oder weniger süß'und weinartig schmeckendes Fleisch,, welches die zahlreichen Fruchtkerne umgiebt. Es werden auch kernlose Varietäten gezogen und diese sind besonders beliebt, inen komischen Eindruck macht es, wenn ein 5)bstliebl'abcr. der die Frucht zunl ersten Male versucht, in dieselbe birieinbciszt. ebne sie vorher geschält zu haben. Die lederartige Schale cnthält so viel Gcrbstosf oder Tannin, daß sie in Spanien in der That zum Gerden verwendet wird ; ihr in Folge dessen bittererund zusammenziebeiidcr Geschmack ist natürlich nichts weniger als angeuehm. Die Fruchtvcrkauser kündig-n die Granaten als aus Jerusalem oder aus Palästina kommend an, dieselben stammen aber ausschließlich aus Spanien. Aekannt waren die Granatäpfel nicht nur in Palästina, sondern in ganz Asien und Afrika schon im grauen Alterthume. Ninive wird ob der Blüthen und Früchte seiner Granaten schon im Alten Testa mente gepriesen, Odysseus fand sie in den Gärten des Phäakenkönigs, auf Cypern hat Aphrodite den Baum angepflanzt und die Römer lernten ihn während der drei punischcn Kriege in Karthago und dessen Colonien kennen und nannten ihn Punica, welches noch heute der wissen schaftliche Name desselben ist. Sollte die Beliebtheit der außerordentlich halt, baren Frucht von Dauer sein, so werden sich unsere Südstaaten dem Anbau der selben zuwenden, in denen sie trefflich gedeihen würde. Die Orangen sind Heuer ebenfalls von ganz besonderer Güte ; vom 1. Oct. bis Mitte Januar beherrschen die Apfelsinen aus Florida, später die aus den Ländern am Mittelmeere kommenden den Madt. Vom Jnlande. Ein fast ebenso hartnäcki ger Selbstmörder, wie Alexander Lockardt in ?tew Iork war, ist Henry Fox aus, Houston, Texas. Derselbe hatte seine Frau gefährlich gestochen und war deshalb verhaftet worden. Nachdem er einen Versuch gemacht, sich mit einem Teppichstrick zu erhängen, wurden ihm die Hände auf dem Rücken mit Handschellen gefesselt. Es gelang ihm jedoch, seine Hände nach vorn zu bringen und durch irgend eine gheimnißvolle Manipulation sein Hemd abzustreifen und zu einem Strick zu drehen. Mit diesem wiederholte er die Hängerei, wurde aber auf der That ertappt und dann mit einer Kette an einem Ring im Fußboden angeschlossen. DaS eine Ende der Ketts lag lose am Boden ; er legte sich dasselbe um den Hals und wandte seinen Körper herum, bis er bereits ganz dunkelroth im Gesichte war. Darauf wurde er dann zur besseren Bewachung nach dem County Gefängniß geschickt. Fox scheint über geschnappt zu sein. Im Harvard-Co l lege" bei Boston war kürzlich ein Plakat angeschlagen, dessen Inhalt eine Sensation unter den Studenten hervorrief, als ob eine Bombe unter sie gefahren Ware. Das Plakat besagt, das; das Comite für gymnastische Uebungen beschlossen habe, die Fakultät um ein Verbot des Fußball spieles zu ersuchen, da dasselbe nicht al lein roh und dcmoralisirend sei, fondern auch im höchsten Grade gefährlich. Diejenigen Studenten, welche mit einem solck-ea Verbot nicht übereinstimmen, sollen in einer demn ich st ftattsinden den Specialversammlunz des Comites im Hemonway'Gymnasium".erscheinen. Die Studenten sind durchweg sehr entrüstet über diesen Schritt und bringen mit demselben das Gerücht in Verbindung. daß das Comite die Absicht habe, Col. Bancroft, den Direktor der Rüde rerGesellschaft, abzusetzen. Die Studenten sind in diesen Sachen sehr empsindlich und behaupten, daß die Professoren von solchen Sachen nichts verstehen. Die im Colleg erscheinenden Blätter verdammen die Handlungsweise deö Comites. Die Ausdrücke roh" und demoralisirend" seien zu stark und fän den keine Anwendung auf daS Fußball spiel. Welcher Art auch immer die Schattenseiten des Spieles sein mögen, sicher ist, daß dieselben allmälich verschwinden werden. Wenigstens sind die Studenten der Ansicht, daß es zu deren Abstellung nicht der Hilse des Comites bedürfe. Wie es scheint, hat das Spiel jetzt im HarvardCollege" den Todesstoß bekommen. Der Gasleger WilliamValfe in New Iork ist der einzige Sohn deö bekannten Componisten gleichen Namens, dessen reizende Oper Die Zigeunerin" zum Gemeingute der ganzen cwilisirten Welt geworden und der im Jahre 1870 in England gestorben ist. Er ist weiter der Schwager eines der reichsten Manner Deutschlands, des Getreideexporteurs, Schiffsrheders und Geh. Commercienra thes Maximilian Behrend in Danzig und des reichsten Granden von Spanien, des Herzogs von Frias. Seine beiden Schwestern waren Prima Donnen und haben sich ihre Millionäre ersungen. Der junge Balse hat in allen Hauptstädten Europa's daS Geld mit vollen Han den hinausgeworfen, wie selten ein Mensch; von Vater und Mutter, sowie von den beiden Schwägern, wur den ihm alle Summen, die der ta lentvolle junge Mann, der fließend

englisch, deutsch, französisch, italienisch w r. rrs. r. . r. r . , iv uno Ipaniia) iprlHl, oegeyrre, aus m gebigste gewährt. Michael Wilhelm be kleidete glänzend bezahlte Stellungen in dem Geschäfte seines Schwagers inDan zig und im Rothschild'schen Bankhause in London, er hielt aber nirgends aus und ein rollender Stein setzt kein MooS an. Jetzt erwirbt er seinen dürftigen Lebensunterhalt als Gasleger", in 9!ew ?)ork und hat eine Feuerungsanlage für Backöfen erfunden, die im ganzen Lande eingeführt ist und ihn zum reichen Manne gemacht haben würde, wenn er verstan den hätte, seine werthvolle Ersindung ge schäftlich auszubeuten. Ende vor. Woche wurde Aalfe unter der Anklage verhaf tet, sich im Söffe an einer Frau thätlich vergriffen zu haben. Obgleich eS ihm seit Jahren, schlecht geht und Mutter, Schwestern und Tchwstflt? nichts mebr

von inin wipen 'woUen. kann er doch seines Vaters schönstes Lied singen : Das Herz von Kummer tief gebeugt Hält an der Hoffnung fest." Sein Vater hat ihm die Summe von 560,000 mit der Bestimmung hinterlassen, daß dieselbe erst nach dem Tode der-Mutter in seinen Besitz übergehen soll. Die Erben des in ganz New Aork wegen seiner Lustigkeit und Gut müthigkeit bekannten Bäckers Jacob Schwalbe zerbrechen sich die Köpfe über den Verbleib seines auf mindestens 520, 000 geschätzten Nachlasses. Der Verstorbene hatte seine Gattin zur Universalerbin eingesetzt und in dcm Testaments bemerkt, dieselbe wisse, wo sein Baarvermögen angelegt sei. Am Tage seiner Beerdigung wurde seine Galtin vom Schlage gerührt und der Sprache sowie des Gebrauchs ihrer Hände derartig be raubt, daß sie weder -mündlich noch schriftlich die geringste Mittheilung über den Nachlaß machen konnte. Acht Tage darauf folgte sie dem Gatten in's Grab. Ihre Mutter soll wissen, wo das Geld sich besindet, ist aber über 100 Jahre alt und eine verbissene mürrische Frau, die auf alle an sie gerichteten Fragen nur die Antwort hat: Laßt mich in Ruhe!" Schwalbe hatte, kurz bevor er bettlägerig wurde, alle seine Schmucksachen, weil so häusige Einbrüche vorkämen", der Sicherheit wegen für eine Kleinigkeit ver setzt. . Diese Schmucksachen habe.n einen Werth von ungefähr S1,000 und bilden den einzigen bisher bekannten Theil deS ganzen Nachlasses. Daß auS Zuchthäusern auS gebrochen wird, kommt jedenfalls viel häusiger vor, als daß in fol ehe eingebrochen wird. Kein Spitz bube begiebt sich gerne in die Höhle des Löwen. Als jedoch dieser Tage der Zuchthausvorsteher seinen ersten Rundgang durch die Strafanstalt in KingsCounty, 3t. 9)., machte, entdeckte er, daß während der Nacht Einbrecher in das Zuchthaus eingedrungen waren und eine Tischschublade geplündert hatten. Unerklärlich bleibt es jedenfalls, daß keiner von den vielen Gefängnißbeamten irgend etwas Verdächtiges wahrgenommen oder auch nur das geringste Geräusch in der Schuhmacherwerkstatt während der Nacht gehört haben will, trotzdem dcr Diebstahl nur unttt Anwendung von Gewalt verübt werden konnte. Von den Spitzbuben fehlt soweit jede Spur. Aus diesem und andern Gründen sind ZuchthausverWalter Green und DetcctiveS der Ansicht daß ein Einbruch überhaupt nicht stattge, funden, daß die Eisenstangen des Fen sters, um irre zu führen, von innen durchsägt und das Geld, welches der Bay State Shoe und Leatbcr Company gehörte, von Jemand gestohlen worden sei, der wußte, daß es in der Tischschublade und nicht im Geldspinde aufbewahrt wurde. Thomas Reed, ein im Dienste der Bay State'Shoe Company stehender Wächter, hatte, wie er sagt, schon um 4 Uhr Morgens den Einbruch entdeckt, theilte aber Niemand davon etwas mit ; er will keine Zeit dazu gehabt haben. Deutsche Lokal - Nachrichten.

Ccuflrdct Vaser. Die. Müllersöhne Karl und August Eberhard von der Klaubmühle bei (5ltmann, erhielten wegen Brandstiftung 5 resp. 1 Jahr Zuchthaus. Durch UnVorsichtigkeit verbrannte die Frau des Großhändlers Karl Mölbe in Würzburg. In Guditzmoos bei Bayreuth- zersprangt beim Böllerschi:ßen bei einer Wahlversammlung daS Geschoß und traf den 19jährigen Uhrmacher Pfassenberger so unglücklich an die Brust, daß der Tod sofort erfolgte. . In Laineck bei Bayreuth ertrank der Fallmeistersohn Leykam von Sulzbach, desgl. in Erding der Sohn des Notariategehilfen Alois Senft; in Kipfenberg wurde der Arbeiter A'aver Gietl von einem fallenden Baumstamm erschlagen, in Landshut stürmte der Maurerlehrling Schachtner von emem Baugerüste und blieb todt. In Schönberg bei Lauf wurde der Ockonom Gemmel von seinem Schweinsbär (Eber) angefallen und an der Brust so verletzt, daß an seinem Auskommen gezweifelt wird. In Neustadt a W. N. verbrannte die Tochter des Zieglers Weidner, die dem Schürofen zu nahe gekommen war,, bei Pasing wurde der Bahnwärter Förg von einem Bahnzug überfahren, desgl. bei Parsberg die Bahnwärtersfrau Belzl, die ihren Mann abgelöst hatte. Der Gemeinde kassier I. Nießl vonJbenthan beiSchwandorf sprang bei der Station Haidhof sei nem Schwein, bei dem er im Gepäckwagen eines Zuges saß und das aus dem rm vollen Lauf besindlichen Zug hüpfte nach und blieb mit zerschmetterten Gliedern am Platze, während das Borstenthier wohlbehalten den heimathlichen Stall erreichte. In Hornsdorf bei Straubing wurde der Söldnersohn Schneider überfahren, in Schnackenwerth starb der Oekonom Schraut an Blutvergiftung, die er sich durch einen Schnitt mit einem rostigen -Messer zugezogen hatte, in Wemding stürzte der 74jährige Maurer Hasinger von einer Leiter und war sofort todt ; in München fand ebenfalls durch einen Sturz der 68jährige Stabsaudlteur Martin aus Würzburg seinen Tod. Durch Feuer wurden in München die Oekonomiegebäude des Klosters der armen Schulschwestern am Mariahilfsplatz z?rstört. in Bremberg, Gemeinde Hopfenbach,das Anwesen desSöldnersUlrich Wiedermann, auf der Einöde Korbsen, Gerichts Oberndorf, ein großes Oekonomieanwesen, wobei die Schwester des Besitzers in den Flammen ihren Tod fand, in Berg am Laim das Oekonomieanwcsen des Besitzers Graf, in Trudering das Wirthsanwesen und in Peiting der Stadtmüller'sche Gastbof zum Steingadener Hof". . Dem Feuerwehrmann Martin Scelos wurde beim Löschen von einem stürzenden Balken ein Bein abgeschlagen, f Bürgermeister Kammerlober von Neuhausen in München und der pcns. Ober appellationsrath Ad. Schuch in Amberg. Eine bei der Neichstagswahl in Berneck abgegebene Stimme fiel auf die Pfarrcrsköchin in Kirchenlaibach. Der Bauer Sponse! in Voigendorf brach das Genick. Der Söldner Joseph Prestel in Gundclsingen wurde von Strolchen erschlagen. In Haarbach wurde dem dortiaen Pfaner und seinen beiden

j tet. Der diesmalige Marktsonntag in Mühldorf ist recht gemüthlich verlaufen. Ein 14jähriger Knabe erstach einen gleichaltrigen Kameraden beim Streit um eine Wurst, der Gütler Huber von Seeon wurde auf dcm Heimweg niedergeschlagen, schwer verwundet und beraubt, desgl. der Bauer Hackner von Altmühldorf, 'dem Knecht Pfassenhoser wurde ein Auge ausgeschlagcn, dem Bauers söhn Josef Straßer der "Arm abj geschnitten. Kürschnermcister Alois I Ebers berger in Passau hat sich erhängt. A)er 3jienulnccl;t tzieorg Sirscherl von Untergrafenried wurde wegen Mordversuchs gegen seine frühere Geliebte, zu 3 Jahren Zuchthaus verurtheilt. Um mlitärfrei zu werden, ließ sich der Gemeine Ludwig Polmann vom 0. Jnf.-Reg. in Sulzbach in Garnison, von seiner Schwe ster das erste Glied des Zeigesingers der rechten Hand abhauen. Das Militärgericht verurtheilte ihn zu einem Jahr Gefängniß und Versetzung in die 2. Klasse des Soldatenstandes. Wegen Sittlichkeitsverbrechens wurde der Maurer Des. Zwierlein von Heustreu zu 2 Jahren Zuchthaus verurtheilt. Köntgreick Württemder. Die Schauspielerin Frau Louise Schmidt in Stuttgart feierte ihr 70jzhriges Bühnenjubiläum. Der Postillon Lutz in Backnang verbrannte auf dem Anstandsorte. Der Herausgeber des demokratischen Blattes Der Albote", Chr. Göbel in Ebingen, feierte seine goldene Hochzeit. Seine Zeitung wird nächsten 1. Januar ihr 50jähriges Jubi. läum feiern. Der Polizeiwachtmeister Flink in Gundelsheim, welcher wegen verschiedener Unterschlagungen flüchtig war, hat sich erschossen. Der in Ulm wohnhaste Bremser Jaus wurde auf dem Bahnhöfe getödtet. Die Gemeinde Unterjesingen feierte das 400jährige Jubiläum ihrer Kirche. Der vermißte Weingärtner Chr. Diener in Untertürkheim wurde als Leiche aus demNeckar gezogen. Miau', IT. (DMy Stachliger von REW & WASSON, Kohlen-Handler, No. 14 Nord Pennsylvania Str., No. 126 Jndiana Avenue. lT Telephon 1?9. j. A. Elirenspergor (Nachfolger von S. Keyler.) Praltischcr Buchbinder, No. 22 Talbot & New Block, 29K 95. Pennshlvanka Str , iübkr Cüdinae't Tbeeladen.1 ruyer oti . . cynav. I, Mkl i W . Advokaten u. Nechtsauwälte, glo- 30i Zl,rd Delawartstr. Indianapolis, ... lud. Germania Garten. N.'W.'Ecke Market u. Nobleftr Hübsches Lokal, Ausgezeichnete Getränke Guter Lunch, Aufmerksame Bedienung ty Um zahlreichen Zuspruch bittet lleinriek Isomaim . Rail ßoad Hat Store, Herbst-Hüte ! Neuester Ja con soeben angekommen. Billige reise! Gute Bedienung ! Man besichtige die große Aniwahl von Herren- u.Knabcn'Hütkn. 3fe. 76 Hst WasZIngto Str. Von VCMeU nach MNdiskMHyMs MS. GebVÜöee Frenzel. 6. SB. EI Wasbinaten 11. Meridian?. ITO3TED AGENTS PEOPLES FOIi THE 11.11:8111 ATEl und DIdCIlTlVJC Family Atlas OP THE VVORLD-INDEXED. The Best, Latest and Cheapest werk of the Wnd In tna market, ltla & cumblned Geography, History, Gaietteer and Panorama of the World, lta People and lts Industries. It romblne sourbookilnonet A complete Atlas of the World; a complete Atlas of the U. S.; a complete Illustrated Hlstorv of the World, and complete Gazetteer of tbe U. S. It laalars book 12x141 neben, contalnlng 850 pages and boundla elepant style. Tnemaps are all frora copper platea and are brought np to date. Agents are averaging 20 to 40 Orders per weelc, and they 11 Claim It to b th eaileiticlllnff book IbeT Ter kandled. Send for colored descrlptlve clrcular. -Liberal terms. PEOPLE'S PÜB'G CO 15 Washington St Chicago both IUir andpluth. - naeTamllySIUMi An entlrely new and eiegant llne er Aioumt, tftaaan rlW

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