Indiana Tribüne, Volume 8, Number 47, Indianapolis, Marion County, 4 November 1884 — Page 4

i ".-i. MWMUsUsZ) ; J Wf,, .'TS4-.- . iiMtJiC f.. v ..-.tf;V r ITW r4 n L .rvfffv' Ist daZ beste Heilmittel gegen die verschiedenen Leiden der Lunge und Kehle, wie Husten, ftetferfeit, Bräune, Erkalt ung, Engbrüstigkeit, Influenza, Luströhren - Entzündung, sowie gegen die ersten Grade der Schwindsucht und zur Erleichterung schwindsüchtiger Kranken, wenn die Krankheit schon tiefe Einschritte gemacht hat. PreiZ, 25 Cents. Hiesiges Indianapolis, Ind., 4. November 1334. Eivllstandöregißer. Geburten. KZ anz,sa;r:n 5iamen sind die bei Vater ad, der Mutier.) Kaufmann, tt.iabe. 2. Nov. John Wright. Mädchen, 15. Okt. Eduard Ruh, Knabe. 20. Okt. Josephina Keating, Mädchen, 22. Okt. H e i t a t h e n. Nevitt Dick mit Parthena Johnson. Bensiuzin F. Wood mi: Ella Martin. Charles Williamson mit statt Moffette. Fred W. Vovers mit Kate Skanlon. Lanirence Vanie mit Minnie Panie. Todesfälle. CharleZ E. Kaufmann, 2 Tage 4. Nov. Jda B?!mer. 8 Monate, 2. Nov. B. F. Hancock, 63 Jahre, 2 Nov. Westhausen 1. Nov. Oliver, 5 Wochen, 2. Nov. Hannah Hartn'm. 57 Jahre. 2. Nov. Äachel R. Henthorne, 76 Jahre, 3 Nov. Dyptheria 215 West North Stk. 3 Scharlachsieber 10 Malott Are. Die hartnackigsten Erkältungen, ge roöhnlich von heftigen Hustenanfällen be aleitet, weichen der heilenden Kraft von Dr. AullZ Husten Syrup. Preis 25 Cents. Wer noch nicht gestimmthat, erfülle schleunigst seine Bürgerpflicht. t Gestern Abend sollte eine Stadt rathssttzung stattfinden, aber eZ kam kein Quorum zusammen. Nauche Mucho'S "Beat Ilavana Cig&rs." T,ie Rioerfide Nod and Gun Association ließ stÄ in der Recorders Office inkorporiren. Zioeck der Gesell schaft ist die strenge Durchführung der Jagdgesetze zu bewirken. Her? Henry Laah hat daS Ma schinenfach aufzegcben und ist in das Gcccerie Gesckäst gegangen. Er hat sich jetzt in No. 510 Süd Ost Strafe etablirt und wird st6) freuen, wenn seine Freunde ihm einen Besuch abstatten. Nur die besten Waaren weiden zum Verkaufe ge boten. Wo kaufen EicJbre Koblen? A.M. Kttbtt ö5Co., führen die besten Sorten von Kohlen und Coak zu den billigsten Preisen. Die Counky'CommWre haben gestern N:chnunge:i m Betrage von Z2.0O3.23 zur Zahlung angewiesen. Cy' ruZ Laughlin wurde wieder in daZ Amt des Friedensrichters von Jrvington in gesetzt. Er war kürzlich von dort weggezogen und die Stelle war mittlerweile noch nicht besetzt worden. T T. O'Brien wurde gestern Nflch mittag unter der Anklage des thätlichen AngrissS verhaftet. O'Brien .trug Ksh len in ein HauZ an Ost Washington Straße und soll b.'i dieser Gelegenhtit den neunjährigen Knaben Charlie Sni der in einen Stall geschleppt und einen unsittlichen Angriff auf denselben ge macht haben. O'Brien ist etwa 20Jahre alt und soll etwa schwachsinnig sein. Kaufe Mucho'S "Lost Ilavana Cigara Sinker & DaviZ wurden heute gegen die Stockman Jce Maschine 6o. klagbar. Kläger verlangen, das die verklagte Partei gezwungen werde, unter Eid den Stand ihrer VermSgensverhält niste anzugeben. Kläger haben nämlich zwei Forderungen gegen die verklagte Partei, diese aber hat sich süe Zahlung? unfähig erklärt. t5r Zwei Rusöolde Namens John Sullivan und E. Traxell, bestiegen gestern Abend eine Straßencar der .West Washington Straße und indem sie sich weigerten. daS Fahrgeld zu bezahlen, fingen sie Skandal an. Die Passagiere verliefen die Car, und der Fuhrmann war gezwungen, Pzlizei um Hülse anzurufen. Die beiden Burfche wurden ein gesteckt. Verslcbert Euer Eigentbttm in der alten bewährten iJlttv ZlorZ NnderwriterS Feuerversicherung. Fred. Merz, Agent, No. 18 Virainia Avenue.

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Die Wahl ! ES war ein Glück, dak der heftige Regen, der fast die ganze Nacht über her abströmte, gegen Morgen nachließ, sonst wäre das Arbeiten an den polls eine höchst unangenehme Aufgabe geworden.

Ob das den Demokraten oder den Re publikanern nachtheiliger gewesen wäre, vermögen wir nicht zu entscheiden. An den Wahlplätzen ging eS schon vom Morgen an sehr lebhaft zu, und wie gewöhnlich standen viele Neugierige umher. Im südlichen Stadttheil betheiligten sich die Deutschen sehr lebhaft und viele deutsche Demokraten strichen Geay und stimmten für Calkins. Auch Carter wurde von vielen Deutschen gestrichen und IameZ Roß an seine Stelle gesetzt. Im 1. Prec'mkt der 11. Ward versuchte Dr. Sharpe einen Neger am Stimmen zu verhindern, schwuppZ hatte ihn ein Deputy Marshall am Kragen und verhastete ihn. Im nördlichen Sladttheil, in welchem eS eine Anzahl Prvhibitionisten giebt, wurde Roß von denselben gestrichen, der Verlust wird jedoch durch Gewinne im südlichen Stadttheil wieder ausgewogen. Um 11 Uhr Vormittag? schon war zum Mindesten die Hälfte der Stimmen abgegeben. Viele deutsche Demokraten stimmten für Butter. Im 1. Precinkt der 11. Ward trieb Roß Clark wie gewöhnlich sein Unwesen und benutzte jede Gelegenheit die Stim men von Republikanern, zu beanstanden. Im Laufe deSVormittagS schien eS, als ob die Demokraten eine größere Thätig keit entwickelten, als die Republikaner. Wenigstens begegneten Einem auf Schritt und Tritt demokratische Wagen, wahrend kaum ein republikanischer zu sehen war. Die Eintheilung der Stadt in kleine Wahlbezirke erwies sich wiederum al ein großer Vortheil. Die Stimmenabgabe geht dadurch rascher vor sich und die An sammlung großer Menschenmassen wird verhindert. . Roger Shiel, republikanischer Kandidat für daS Amt des StaatSschatzmeisterS wird allenthalben sehr stark gestrichen. In der 1. Ward wo Cpt. Ritter und Consorten wohnen, wird Roß ziemlich ge strichen, dagegen gewinnt er um so viel mehr in den mittleren und südlichenThei len der Stadt. Die 2. Ward behauptet, daß die Ma jorität für Blaine daselbst um 200 Stimmen größer sein werde, als die für Garfield. Im nördlichen Stadtheile stimmen die früheren - deutschen Republikaner auch alle wieder republikanisch und zwar meist da? volle Ticket ohne Strich. Trotz der ungemein großen Ausregung, welche seit einigen Tagen herrschte, geht doch die Stimmenabgabe mit merkwür diger Ruhe vor sich und gewiß trägt der Umstand, daß sich überall Bundeömar schälle besfnden, welche eigentlich Nie mand kennt, viel dazu bei. Um 2 Uhr waren ungefähr zwei Drit tel der Stimmen abgegeben. Im südlichen Stadttheil konnte unser Berichterstatter kein Prohibitionsticket entdecken, bloß in der 22. Ward stimmte ein deutscher Barbier und ein Cigarren macher für die Prohibitionisten. Der prohibitionistische Sherifsskandi dat Woodard war in der 20. Ward wahrscheinlich der Einzige, der für ihn stimmte, er behauptet zwar, er habe 15 Stimmen bekommen. Gestrichen wird im südlichen Stadt theil nicht viel, die Republikaner streichen fast gar nicht. In der 20. Ward beanspruchen die Republikaner eine große Mehrheit. In der 16. Ward wird Steinhauer einigermaßen gestrichen, dagegen ist er in der 22.. 23. und 24. Ward voraus. In der 23. und 24. Ward, welche beide stark demokratisch sind, bleibt jede Partei so ziemlich auf ihrem alten Standpunkte. In der 17 Ward geht eS einigermaßen lebhaft zu. Im 2. Precinkt wird stark zn. Gunsten von Steinhauer und Roß gestrichen. In der 15. Ward machte sich ein ge wisser L. Moore ein Geschäft daraus, die Stimmen von Leuten zu beanstanden, welche schon seit Jahren in der Ward wohnten, bis ihm schließlich die MarshalS das Handwerk legten. In der 23. Ward, in welcher sich die Brauereien befinden, entwickeln die Re publikaner die alte Stärke. In der 25. Ward wurde John Cronin verhaftet, weil er Jemanden einschwor, der nicht zum Stimmen berechtigt war. Unsere Berichte gehen bis 3 Uhr. Da ist eS natürlich unmöglich, auch nur annähernd das Resultat in unserer Stadt anzugeben. ES ist dieS um so weniger möglich, als Viele, speziell Deutsche mit ihren Stimmzetteln in der Westentasche ankamen und Niemand sagen kann, wie die Betreffenden stimmten. Wir können nur sagen, daß wir sehr enttäuscht sein würden, wenn die republikanische Majo rität in Marion County unter 1800, und sehr überrascht, wenn sie über 2200 be trägt. Mucho'S Cigarrenladen befindet sich in No. 209 Ost Washington Straße.

BundeömarschSlle.

Dem Bundesmarschall Foster wurde gestern folgendes Gesuch vorgelegt: Indianapolis, 3. Nov. An R. S. Foster. Bundesmarschall deS Distrikts von Jndiana. Wir die unterzeichneten Bürger von Indianapolis ersuchen um die Anstellung von Deputy Marschöllen. Wir glauben, daß die Ernennung derselben nothwendig ist zur Sicherung einer ehrlichen Wahl. John R. Leonard, Geo. R. Wright, William Kercheval, E. W. Halford. Geo. W. Powell. O. H. Hasselman. P. H. Fitzgerald, N. R. Nuckle. I. A. Wildman. Fred. Knefler, Geo. P. McGinniS, L. S. Shuler. John C. New, G. S. Wright, W. Trumbull. Ein folcheS.Gefu'ch ist Alles was nöthig ist, um den' Marschall zu verpflichten DeputieSnzustellen. Die Zahl derse! ben ist ihm überlassen. Die Pflicht derselben besteht darin. Jeden zu verhaften, der einen Bürger am Stimmen hindert, oder durch Dro hungen oder mit Gewalt am Stimmen zu hindern oder zu beeinflussen sucht, der öfter als einmal stimmt, der die Wahlbe amten an der Ausübung ihres Amtes zu hindern sucht, ebenso jeden Wahlbeamten zu verhasten, welcher sich eine ungesetzliche Handlung zu Schulden kommen läßt. Die Anzahl der so ernannten DeputieS war nicht in Erfahrung zu bringen, eS mögen deren jedoch wohl 300 gewesen sein. Auf eine Einsprache deS Ek'SenatorS McDonald hin. bemerkte Herr Foster, daß wenn nichts Ungesetzliches vor sich gehe, man von der Anwesenheit der Mar schälle nichts bemerken werde. Sämmtliche Angestellte erhielten noch gestern Nacht gedruckte Informationen. UnglückSfSlle. AlS gestern Nachmittag Emil Fertig die Tennessee Straße entlang fuhr, zer brach ein Rad feines Wagens und Fer tig fiel auf die Straße. Das Pferd wurde scheu, schlug um sich und brachte dadurch Herrn Fertig mehrere Verletzun gen am Kopfe bei, die zwar nicht gesöhr lich aber sehr schmerzhaft sind. Der Verunglückte wurde per Kregelo & Whitsett's Ambulanz nach seiner Wohnung an Nord Mississippi Straße gebracht. Charles Plummer, der Sohn deS Con stabler Plummer fiel gestern Abend aus einer Schaukel und erlitt einen Armbruch. Geschworene. Folgende Herren werden als Geschwo rene bei dem NovemberTermin der Superior Court in Zimmer No. 1 fun giren: William M. Black. Cal F. Darnell. John Pakquer, William C. Lynn. Ed. Basstng, David Beaden. John Smith, Center Tovnship ; Wm. SanderS. Robert Kenworthy, Decatur Township Henry P. Todd, Henry A. Johnson, Wayne Township ; Samuel AdamZ, Pike Township. ayors'Tourt Daniel T. O'Brien, über dessen Ver gehen wir an aderer Stelle berichten, wurde den Grobgeschworenen überwiesen. John Sullivan, A. Traspell, Martin Gamion und Peter Brady, der Friedens störung angeklagt, werden übermorgen prozesstrt. Auch George Taylor. deS Hühnrrdieb stahlS angeklagt, soll übermorgen ins Gebet genommen werden. John Connelly wurde wegen Wider setzlichkeit bestraft. ZrnndigeuthumS Uebertragungeu. Peter Baltrip an Emanuel Hart u. A. Lots 42 und 43 in Charles St. John West'S Add. an Indianapolis. $125. Julius Ladendorf an Jacob Walter, Theilvon Lot 19, 20 und 21 in der Sub. von Outl. 10. H1000. ' NicholaS McCarty an Michatl'Greely, LotS 67 und 63 in McCarty'S 1. West feite Add. an Indianapolis. 5400. , Frank Barton und Gattin an Henry E. Prange. Lot 6 in Sar. 5 in Hubbard u. A. Südost Add. an Indianapolis. 51.800. Die TravelerS Jnf. Co. an Rebeca Carr, Lot 67 in Julian Johnson u. A. Subd. und Add. an Jrvington. tz2300. Arthur G. Foödyre an Algeron G. Patterson, Lot 4 in Hanaman'S Add. an Indianapolis. $200. Baupermit. Albert Jzor, Anbau an HauS an Pine Str. zw. Michigan und North Straße. $600. Man gehe wohin man wolle, überall wird Dr.BullS Husten Syrup gebraucht; diese Popularität bat er einzig und allein seiner Güte und Wirksamkeit zu verdau keo. ET Die Firma Ward BroS. hat im SuperiorCericht eine Klage gegen Paul P. L. und E. R. Nowland, Sheriff Heb und A. H. Smith anhängig gemacht Kläger haben kürzlich gegen die Gebr. Nowland in Squire Smocks Gericht die Summe von $124.77 zugesprochen erhal ten. AlS Constabler Plummer da? Ur theil vollziehen wollte, stellte es sich her auS, daß die Apotheke der Gebrüder Nowland auf ein von Smith erlangtes Urtheil hin, durch Sheriff Heb bereits mit Beschlag belegt war. Ward BroS. behaupten jedoch, daß ihre Forderung vorgehe und daß daS vonSmith erlangte Urtheil im Interesse der Nowland BroS. vollzogen wurde. Sie verlangen des halb, daß das Urtheil Smiths für nichtig erklärt werde.

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Ö Im CourthauS war heute Alles wie auSgtstorben. Verlangt Mucho'S "Ilavana Lest Cigars." tS" EliaS D. Bruner klagte auf Scheidung von Jennie Bruner mit wel cher er feit 10 Jahren verheirathet ist. Vom Auslande. Im Städtchen Barde an der jütischen Westküste hat man einen 15jährigen Knaben entdeckt, der eine unglaubliche Fertigkeit im Rechnen ha ben soll. Das dortige Lokalblatt erzählt von den schwierigsten V!ultiplikationsaufgaben, welche dieser Knabe in wenigen Sekunden zu lösen im Stande ist. Unter Anderem soll er nur ein paar Sekünden gebraucht haben, um die Aufgabe 30 X 789 1145 zu lösen. Der Knabe beißt Niels Bertelsen und ist der Sohn eines dortigen Schiffers. Eine spaßhafte Wahlanekdote wird in der Sonneberger Wahlzeitung" erzählt : In verschiedenen Orten des Herzogtums Memingen, schreibt sie, korrmt es vor, daß die Landbewohner sich im Wirthshause rasiren lassen. So saß kürzlich ein Bauer schon halb rasirt in der Gaststube, während ringsherum flott politisirt wurde. Wen wählst Du denn?" fragten ihn plötzlich seine Genossen. Ich wähle Zeitz!" gurgelte der Halbrasirte. Dann lass'n sitzen rasir nicht weiter," war der Ruf, der von allen Seiten lebhaft unterstützt wurde. Und das halbrasirte Opfer seiner Ueberzeugung mußte sich aufs flehentlichste Bitten verlegen, um sich aus' seiner Vartwildniß völlig zu retten. Der 8tud. phiJ. Jakob Schreiber war unlängst in Hamburg wegen Diebstahls zu vierzehn Tagen Gefängniß verurtheilt worden. Der Genannte hakte seinem Vater, einem Pfande Verleiher, der ihm die zur Fortsetzung seiner Studien nothwendigen Mittel nicht bewilligen wollte, eine Anzahl bei ihm (dem Vater) versetzter Pfänder entwen det, dieselben in Kiel seinerseits versetzt und den Erlös zur tveiteren Verfolgung seiner Studien verwendet. Das verurtheilende Erkenntniß haben sich die Eltern des unglücklichen Studiosus so zu Herzen genommen, daß sie gemeinschaftlich den Tod suchten, den sie auch in den Wellen der Lllster gefunden haben. Ein Redacteur des genuesischen Blattes Jl Eassaro" erzählt von einem Besuche, den er dem in Genua zu Choleraswdien weilenden Prof. Klebs gemacht hat. Folgendes : Nachdem wir das Hospital der Herzogin Gallier besucht hatten, verfügten wir uns in das Laboratorium, das der deutsche Gelehrte, Professor Klebs, sich hier eingerichtet. Wir fanden ihn über feine Präparate gebeugt, mitten unter einer großen Anzahl von Jtetorten und Instrumenten absonderlichster Art. Sein Gebilfe, Dr. Ceci, diente uns als Dolmetsch. Herr Klebs drückte uns die Hand, sagte uns einige Worte halb in italienischer,' halb in französischer und deutscher 'Sprache, und lud uns sodann ein, serne.Neinculturen von Bacillen mit dem Vergröße rungsglase in Augenschein zu nehmen. Die Linse schien ein Spielzeug zu sein, und doch war sie ein Werkzeug der allervollkommensten Art. Das Auge sah einenHaufen von kleinen schwarzenZeichen, r ti ..mW rst t (mia V tciu uiiv uyiuui tuuu vit päne, in der Form von Beistrichen, von ateinischen L und von Halbkreisen. Des deutschen Gelehrten Ansicht geht dahin, daß diese Lebewesen nichts als Bruchtheile eines einzigen Körpers, des sögenannten Spirills, seien doch hat die Wissenschaft darüber noch nicht das letzte Wort gesprochen. Ein Uhrmacher, Namens Pel in Montreuil, bei Paris hatte eine Dienstmagd,welche im Juli plötzlich verfchwand und an die vielleicht Niemand mehr gedacht hätte, wenn ihre Nachfolgerm den Leuten nicht dadurch aufgefallen wäre, daß sie die Kleider der Vermißten, trug. Pel wurde, da in ganz Montreuil das Gerücht von einem Verbrechen umlief, die Einen im Juli nachtliches Schreien gehört, die Anderen versengtes Fleisch gerochen und die Dritten den Uhrmacher - zu wiederholten Malen gesehen haben wollten, wie er mit großen Packeten unter dem Arm wegging und leer zurückkam, vor einigen Tagen verhaftet. In seinem Hause fand die Polizei einen der einstigen Dienstmagd Marie Vöhmer gehörigen Koffer mit Klei dern. Pel behauptete, sie habe versprochen, ihn holen zu lassen, wenn sie aus dem Hospitale, wohin sie sich am 12. Juli führen ließ, wieder herauskomme. Was für ein Hospital das war, wußte er aber nicht anzugeben. Eine Menge Cyankali, die ebenfalls gefunden wurde, erklärte er durch seine chemischen Arbei

ERBRICH,

CHRISTIAN TVATERMAN. ten, denn Pel vescyasttgre ncy neoen tu nem Beruf mit allen erdenklichen Versuchen wienschaftlicher Art. Er war zweimal verheirathet. Seine erste Frau starb nach sechswöchentlicher Ehe, wie ihre Familie behauptet, an Gift. Ihre Leiche soll dieser Tage ausgegraben werden. Die zweite Frau, noch ganz jung, kehrte bald zu ihrer M'ltter zurück, um seinen Mißhandlungen zu entrinnen, und wird voraussichtlich gegen ihn zeUgen. Ein Sachverständiger will in den Ritzen des Fußbodens der Schlaskammer des Verhafteten Würmer entdeckt habcn, welche nur durch Blut entstanden sein können, und darüber soll der Gerichtschemiker Lauth jetzt nähere Aufschlüsse schaffen. Aisher 'bat Pel die vollste Kaltblütigkeit bewahrt, stellt sich gleichgiltig gegen die Anschuldigung, die auf ihm lastet, und geberdet sich wie ein Mann, der sich für Nichts interessirr, als für Chemie, Physik und Mechanik. Er hat eine elektrische Kanone erfunden, und es wird versichert, seine Mutter, welche dieselbe unvorsichtigerweise berührte, sei dadurch getddtet toorden. Eine interess anteRuine wurde vor Kurzem in Zara, nahe beim San Tonato, aufgedeckt. Dieselbe bildete ersichtlich ein Triumphthor, das aus der Augustinischen Zeit 'herzustammen schien. Der dortige Conservator war eifrig bemüht, die werthvollen Bautenreste zu studiren, doch dieselben wurden, noch ehe er seine Studien beendet hatte, trotz seines eifrigsten Einspruchs wieder eingegraben, da nach dem Urtheil der Gemeindebehörden die Ruine die Stadt verunziere (!). Das berüchtigte Buche lchen la suciete le Berlin", das so viel Aufsehen und in Berlin fo viel, böses Blut gemacht hat, soll ein Seitenstück erhalten in einem von demselben Pariser Verleger angekündigten Werkchen: la societe tle Vieirne". Man ist gespannt darauf, ob in demselben die be kannten Wiener Persönlichkeiten in gleichem Maße durch die Hechel gezogen werden, wie in dem ersteren Werkchen die Berliner. D i e eben in 3!eapelzur Linderung des Elendes unter den dortigen Eholerakranken weilende französische Philanthropin Madame Meuricoffre kündigt ln den dortigen Blättern an, daß sie jedem Knaben, der sich wäscht und kämmt, täglich einen Kreuzer und jedem Mädchen zwei Kreuzer verabfolgt. In Folge dessen sieht man jetzt schon täglich Morgens Hunderte von Knaben und Mädchen, alle gewaschen und gekämmt, in dem Vorzimmer der Philanthropin harren, um hier ihren ?!einlichkeitspreis entgegenzunehmen. Aus Osnabrück 16. Okto ber, wird gemeldet : oOO Bergleute des städtischen Kohlenbergwerks Piesberg haben wegen Abänderung der Arbeitszeit ihre Arbeit eingestellt. SIMS & SMITHER, K9 West Marytand Str. Fabrikanten und Händler deö Materials für Kies -Bedachung ! ferner Filz und anderes Dachdecker Material. Warner'S Asphalt Dachbedeckuug. Tlevdon No. 861. Odorless Vault Cleaning Cornp. . Gruben gereinigt ! ohne üblen Geruch zu verbreiten ! Alle Aufträge werden prompt auöge führt. Zufriedenheit garantirt. Ernst Bühning, P?o. OO Moplo Str. cltnfcltiottSmittel ,um vttkauf. Zum Einkaufspreise ! Gasolin und Oel-Oefen Ebenso in große Lage? von Glas- und irdenen Waaren. Wir müssen Raum skr unser Lager on Lampen schaben. Gasolin, und Oelöfen eine Spezialität, elexhon 907. F. 1?. SSIITH 85 CO., No. 85 Nord Illinois Straße. No. L7 Süd Meridian Straße.

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