Indiana Tribüne, Volume 8, Number 46, Indianapolis, Marion County, 3 November 1884 — Page 2
n&tana riöüne.
Q x fdj et nt FSglich, ??S Se!lZÄ u. SountagS. CfSe: 120 Ö Msrylandvr. 51, tägch r.iiiru- toütt smch btn Xragcrli Ötr,:: te: D;$, tit Sonniag IridU" 5 tnti pt: &o. 5ttb jufaaoen 15 $ntJ. Per u;tJWt in LsrSb,ahlng $3 pci Jbr. Indianapolis, Ind., November 1834. Die Stimme deS VlttteS. Die Weltausstellung in New OrleanZ bat in be;n 3i:tlaate ßecrgia, on ehe sie eröffnet worden, Langgetrenntes ver einigt. Vorigen Montag standen aus dem riedhofL deZ Städtchens Acworth ein älterer aber noch rüstiger Herr, dessen jugendliches Abbild, sowie einezunge Fran und zvei reizende Kinder vor einem sorgfältig clhaltencn Grabe, dessenMarrnotlafcl die Name Lharlcs und Marie Litchstelo, vorher verwittwete Wilson trägt. Der ältcre, stattliche Mann dermochte seiner Erregung nicht Herr $a tvcrden, mächtig arbeitete die breite Brust, an die er"r?idcr und wieder die prächtigen Knaben drückte, die dem Groß Vater liebkosend die thränen aus dem wttttsgc bräunten ' Gesichts streichelten. Die Weltausstellung in ?!ew Orleans bat die Familie zusammengeführt, wir müssen über weit' zurückgreifen, um chr sondeibares Geschick erklären. Im Jahre 184S war das Städtchen Nuckols ville in Gcorgia eine ausblühende Mine nicdttlafsui'g. Unter den rauhen Bewohnern ga!) c wenige Frauen und Madchen, und diese wenigen gereichten ihrem Gsä'lcchte nicht zur Ehre. Wie eine Huldg?stalt ragte unter ihnen Mar Dickson hervor, die Tochter eines angese henen N.uengländer, der einen einträglicken andcl mit Ällem" in der Nieder lassung betrieb. Die beiden tüchtigsten und gebildetsten Bergleute der ganzen Gegend, N. W. Wi'lion und Charles Litchfiel). entbrannten in heißer Liebe zu der Jungfrau. Ersterer war der Glück' liche.der die Braut heimführte, und Litchfiel) hlub der freund des in inniger iebe vereinten Paares. Ein un ttlückfeligcs Zusainmentrcsfe:: von Umständen, Bemetkunzen der Bekannten und sogenannten Freunde erregten Wil. son's Eifersucht und in einem Augenblicke ihn übermannender Leidenschaft . rief er der treuen Gattin zu : Behalte alle?,was ruf erworben haben, mich stehst Tu niemals wieder." Der Gattin wurde es nicht schwer, ihren reichlichen Lebensunterhalt durch Besorgung der Wasch.' für die Miner zu erwerben, und als sie nach einigen Monaten ein:) Knaben genesen war, hatte sie in der Pflege und Erziehung desselben eine Aufgabe zu erfüllen, der sie sich mit ganzer Seele widmete. Bielfach wurde die junge Frau umworben, offen und stürmisch von adt: jungen Männern, still und bescheiden von EharleS Litchfield. Sie lebte der Erziehung ihres Kindes -und hoffte und hante auf die Rückkehr des Gatten. Der Krieg spaltete das Land in zwei Theile. Die Pkänner begaben sich in die ökeihen der Armeen, die jjtuuui luuiiitu tu vic yivjjtuu viuvic, Frau Wilson blieb. General Sherman i( . . j, i . i i. v : . ivi. hatte den Kaiser) von Ebattanooga nach Atlanta erzwungen, Regiment nach Negiment zog durch NuollS ville, die verlaisene Gattin und l-iiMa musterte die Reihen, ibr patriotisches Herz flüsterte ihr zu, daß ihr Man in die Bundesarmee eingetreten sei, und daß ste ihn unter den Alauröaen finden und erken nen werde. Des z'lrieaes Stürme schwie gen, Wiison hatte sich nicht unter den Truppen befunden, welche jene Gegend passtrt halten, imb für seine Gattin spann sich das Leben in der bisherigen Weise ab. Wieder war es der Zufall, der Litchsteld eine Zeitung in die Hand spielte, welche die Notiz von dem in Ealifornien erfolgten Tode des St. W Wilfon ent hielt. Nunmehr verheiratete sich dte Wlttwe devlelben mit lhrem langiährr gen Verehre? und zog mit ihm und ihrem Zünde, das iich zu emem stattlichen Jünglinge entwickelte, nach Acworth, wo ste und ihr Gatte kurz nach einander im vorigen ayre verstorben sind. Im von gen Monate ernannte der Gouverneur von Eallsornlen Bollson, der in Callfor nien als Junggeselle gelebt und es mm Millionär gebracht hak, zum Commissär jene (Staates der der Weltausstellung w VCerv Orleans. Äer dem Betreten b Südstaaten packte ihn die Erinnerung an vergangene, glückliche Zeiten, er begab sich nach Viuaolecille, von da nach Ac worth und fand dort seinen Sohn, den er auf seiner Pflanzung mtt Baumwoll pflücken beschäftigt antraf und zunächst an seiner Aehnlichkeit mit ihm selbst errannte. Zur Nettung Schcintodter Die Furcht vor dem Lebendigbegra benwerden ist begründet. Selbst eine sorgfältige Leichenschau reicht nicht aus und letztere ist bekanntlich nicht immer forgfälng. Wir ei innern an .den kürzlich nnsgetheilten Fall, daß ein recht und ordnungsmäßig durch den Strang hingerichteter Neger wieder zum Leben erwaä-t ist, nachdem er von den Aerzten für todt erklärt worden war. Allerdings beschränken sich derartige Fälle verspäte ter Wiederkehr des Lebens fast blos aus Erhängte uns Ertrunkene, es stnd aber genug Falle v0:r dem Wiedererwachen Begrabener festgestllr, um zur größten Vorsicht in dieser Beziehung zu rnahnen. Zweckmäßig eingerichtete Lcichenhäuser, welche der G. far, lebendig begraben zu Werden, vorbeugen, haben wir hier nicht, und aus diesem Grunde dürfte ein Sarg, der in Deutschland hergestellt und durch praktische Versuche erprobt worden ist, hier noch größere Beachtung verdienen, als in Deutschland. Die Eisindung, welche die Welt dem Mechaniker Maihias Schilling im Wald horngarten zu .Verg bei Stuttgart ver dankt, ist folgende : Ein Sarg von der in Deutschland gewöhnlichen Form, der ur ttas breiterund böjer.ist als sonst.
birgt in seinem unterenTheil eineMulde, welche mit zwei Stiften in den Schmalfeiten des äußeren Sarges liegt und bei der geringsten Bewegung der darin Liegenden wie eine Wiege in Schwingun gen versetzt wird. Im Sargdeckel bestnden sich zwei runde Oeffnungen, in welche lange Röhren von Eisenblech gesteckt werden, die auf Mannshohe über den Boden herauf reichen und dem Begrabe nen Luft zu- und abfuhren ; durch eine der Röhren geht außerdem ein Drabt von unten herauf, der mit einer Glocke in
Verbindung steht, die am Ende desRohrs r r p. , . i. c V. . fi ... ?r j ? vete tlgl t uno ver oer geringsten seuwrn- . t r . . . i gung oer '2lUtoe im )raoe ooen raurer. Diese Glocke ist alsdann mit einer zwei' un entfernten, etwa in der Wohnung des Friedhofwächters, in Verbindung gejetzt, welche gleichzeitig lautet, so dag der Wächter sofort von dem Erwachen eines Begrabenen in Kenntniß gefetzt wird. . , r i. r m , ?er virpnoer wuroe oer oicjen Prooen vor einem zahlreichen Zuschauerpublikum in den Sarg gelegt, der in ein 5 Fuß tiefes, Grab, versenkt und vollständig mit Erde, bedeckt wurde. - Der .Begrabene blieb eine halbe Stunde in feinem engen Gefängniß, ließ stch.oft durch Glockenzeichen vernehmen, hörte, was man zu ihm durch das Rohr heruntersprach und ga) selbst Eommando zu seiner Befreiung. Herr Schilling führt zur Zeit in Wien seine Ersidung vor und dcmonstrirt deren praktischen Werth durch Versuche, wie die von ihm in Stuttgart angestcllten. ?adS SchissS'Eisenbahtt. Capt. James B. Cads, der LessepZ Amerika's, ist von seinem Aufenthalte in England vorige Woche zurückgekehrt und hat zur Zeit in Pittsburg, Pa., ein M dell der von ihm projektirten Schiffs Eisenbahn ausgestellt, deffen Anfertigung 510,000 gekostet hat. Dieses Mo dell veranschaulicht das Ueberführen der Schiffe auf die Bahn, deren Beförderung auf solcher und Nuckkehr in's Waffer,unv zwar so deutlich, daß mehrere Techniker und Mechaniker, welche bisher demPlane deS Herrn Eads mit geringem Glauben an dessen Durchführbarkeit gegenüberstanden, ihre Zweifel für völlig widerlegt erklären. Bor vier Jahren trat der Erbauer Jetties bekanntlich zuerst mit seinem Plane, den atlantischen und den pacifischen Ocean mittels einer Schiffö-Ersen-bahn mit einander zu verbinden, vor die Oeffentlichkeit. Das Handelscomite des Bundessenates hat die Entwürfe und Zeichnungen einer eingehenden Prüfung unterworfen und dem Senate die gorderung des Unternehmens. einstimmig empfohlen. Eads bat bereits im Jahre 1831 von der mexikanischen Ikegierung die Concession zum Bau und zum Beine be der Bahn auf die Zeit von 99 Iahren vom Datum der ausgefertigten Urkünde erhalten, welche ihn berechtigt, neben der Schiffs Eisenbahn noch eine gewöhnliche Eisenbahn und eine Telegraphenleitung über die Landenge von Tehuantepec zu bauen und zu betreiben. Ferner ist bestimmt, daß Zölle von den auf der Bahn zu befördernden Schissen und Waaren nicht zu entrichten sind, daß die Regierung von Mexico den Schutz des Baues und Betriebs der Bahnen zusichert und sich verpflichtet, dem Unternehmer bei Vollendung der Schiffs Eisenbahn eine Million Acker öffentlicher Ländereien unentgeltlich zu übereigenen. Die Bahn zur Beförderung der Schiffe über den Isthmus wird eine Länge von 131 Meilen erhalten, die Schiffe werden aus dem Golfe von Mexico 25 Meilen den Fluß Coatzacoalcos bis Minatitlen hinaufgehen und dort auf die Bahn gebracht werden. Von dort fährt letztere zunächst über angeschwemmtes Land, dann über wellenförmiges Tafelland, in welches Ausläufer der Cordilleren hineinreichen und senkt sich dann langsam zur Küste deS Stillen Meeres hernieder. Die größte vorkommende Steigung bez. Senkung beträgt noch nicht ganz 1 Fuß auf 100. Der Endpunkt der Bahn wird sich bei Bocca Vorra besinden, in welchem Hafen der Wasserstand bei Ebbe und Fluth um fünf Fuß differirt. Nach dem ersten Plane des Capt.Eads sollten an jedem Ende der Bahn Rampen sich bis zu 30 Fuß Tiefe unter dasWasser erstrecken. Dus ist aufgegeben, und die Ueberführung der Schiffe auf die Bahn wird in folgender Weise vermittelt : Ein großes schwimmendes .Dock, construirt wie ein Ponton, wie diese für Schiffs' brücken gebräuchlich stnd, 450 Fuß lang, 75 Fuß breit, mit 15 Fuß hohen Seitenwänden, enthält am Boden Schienen, welche genau den Schienen der Bahn entsprechen, und auf solchen das Fahrzeug, den. Waggon, welcher zur Aufnahme des SchisseS bestimmt ist. Vermittels mächtiger Pumpen wird der Raum zwischen dem doppelten Boden des Pontons und in den auf beiden Sei' ten befindlichen Wasserthürmen desselben mit Wasser gefüllt, der in eine beliebige Tiefe niedersteigende Ponton wird mitj tels besonderer Maschinen unter das Schiff dirigirt. das Wasser wird aus ', demselben ausgepumpt, der Ponton steigt und tragt den Wagen mit dem Schisse an den Anfangspunkt der Bahn, deren Schienen alsdann die Fortsetzung der aus dem oberen Boden des Pontons besind lichen Schienen bilden. Vor.den W' gen, der das Schiff trägt, wird eine Lokomotive gespannt, und die Reise kann losgehen. Interessant ist dte Eonstruc tion des Schissswagens, welcher den na türlichen Druck des daS beladene Schiff umgebenden Wassers möglichst ersetzen und der geringfügigen Biegungsfähigkeit des SchisseS Rechnung tragen muß. Der Boden dieses Wagens, auf dem das Schrn ruht, besteht aus Stahlplat ten, welche gegen eingeschlossenes Wasser drücken und schon hierdurch eine elastisch Unterlage sichern. Die Platten erheben sich aber auch an den Seitenwänden dei SchisseS so weit hinauf, als dessen Tiefgang im Wasser beträgt. Die das Schiff umschließenden Seitenplatten schließen sich durch angebrachte Gelenke ode; Scharniere der Form des Rumpfes an und werden um'und an solchem gewisser' maßen sestgeknebelt oder getoggelt". Der Wagen ruht auf 360 Rädern, deren Ränder an beiden Seiten über die Schienen hinabreichen ; jedes Räderpaat mit seiner Achse ist von dem anderen un abhängia. Die Stüden oder Ctützbal.
ken, auf denen der Boden des WägenS aufliegt, ruhen auf zwölf starken Federn, und das Gewicht vertheilt sich auf di Räder in der Weise, daß jedes derselben bei volle? Belastung 8 Tonnen zu tra gen hat. Die Federn haben eine Spielweite von 5 Zoll und sind so stark, daß auch bei einer Belastung des Wagens mit einem bcladenen Schiffe von tt,00lRegistertonnen noch 2 Zoll Zwischenraum zwischen ihrem untersten und obersten Theile verbleibt, mitbin eine Federkraft, die auc '.ei einem unvorhergcsehe-
nen Stoße diesen aufnehmen und von dem Schiffe abhalten würde. Die Räder sind natürlich auf eine viel Höhe Tragkraft geprüft, als sie zu bewähren haben, und wurde trotzdem gleichzeitig ein Dutzend derselben brechen, so würde bei ihrer großen Anzadl und der Nähe der durch sie unterstützten Punkte an einander der ltt Bewegung bestttdllche Zug keine Erschütterung erleiden, noch viel weniger zum Entgleisen gebracht wer den. Der Möglichkeit von Entgleisungen wird ferner dadurch vorgebeugt, daß die Bahn ohne alle Curven gebaut wird. Da dieselbe jedoch nicht in völlig gerader Linie angcl-gt werden kann, so werden an fünf Stellen derselben Drehscheiben oder Schiebebühnen angebracht, welche das Einschlagen neuer Richtungen ermögliche und gleichzeitig als Auswci ä'evorrichtungcn auf der eingeleisigen Bahn dienen. Je zehn Schisse werden die Bahn an jedem Endpunkte derselben täglich betre ten und unter ungünstigen Umständen in längstens 0 Stunden passiren können. Wurden die die Bahn benutzenden Schisse nur 1500 Tonnen täglich repräsentiren, so ergäbe dies einen Verkehr, der um 25 Procent' größer ist, als derjenige durch den Suez Eanal. Der Tonnengehalt der auf die Bahn zuzulassenden Schisse ist auf 5000 Tonnen beschränkt. Die 5losten des BaueS der Bahn und sämmtlicher für den Betrieb nothwendigen Einrichtungen, sowie der Anschaffung . des eigentlichen BetriebsMaterials stnd auf S75,000,000 veranschlagt.' Durch den Suez Canal stnd die Seereisen von London nach Ealcutta um 4-00 Meilen karzer geworden, durch die Bahn über Tehuaniepck würden die Schlffsreisen von London nach irgend einem Punkte an der pacisischen Küsti um Hihi) Meilen kürzer werden. Vom Inlande. Ein soeben aus einem Zncht Haus in Pennsyloanien entlassener Morder ist von einem Eisenbahnzuge überfahren und getödtct worden. In Davenport, Iowa, starb unlängst eine Canadierin Namens Aspasia Belongie bochbetagt. Sie war so alt, daß ste ihr Geburtsjahr vergessen hatte und behauptete ste, ste sei die erste weiße Frau in Iowa gewesen. Eine Dame imStaateGeorgia ließ folgendes Heirrthsgesuch in ein Blatt einrücken. Verlangt : Eine junge Dame, die das 30. Lebensjabr noch nicht überschritten, einen Gatten, sei er Junggeselle. Wittwer oder Dude". Ich b:n hübsch, wiege 110 Pfund, kann kochen, waschen und bügeln." Ein sonderbares Thier ist unlängst in Elmira, N. A , eingefangen worden. Der Kopf gleicht dem einer Bulldogge und der Leib dem eines großen Fisches. DaS Thier scheint kein Gefühl zu haben, jedenfalls machen Na delstiche , in seine Haut keinen Eindruck auf selbiges. Thomas Scott wäre unlängst in Midland, O., von dem unter dem Namen Menschenfresser" bekannten Hengste des Hrn. Pierson um ein Haar getödtet worden. Das Pferd hatte Scott bereits niedergeworfen und ihn mit seinen Zähnen schrecklich bearbeitet, als Chsrles Oscar'S Bulldogge Sykes" dem Unglücklichen zu Hilfe kam und dem Hengste einen furchtbaren Biß in die Nase beibrachte, so daß er seine Beute fahren lassen mußte. Der Hund rettete dem Manne das Leben und Scott machte dem treuen Thiere ein Geschenk mit einem schönen Halsbande. Ein Knabe in Spirit Lake, Iowa, sing innerhalb zweier Tage 774 Frösche, die er zu 2 Cents das Dutzend verkaufte. Hätte er die Dinger in New Aork gehabt, cr würde damit ein reicher Mann geworden sein. Die Staats-Fisch-Comrnis säre von Pennsyloanien gedenken in Erie, Pa., eine Laichanstalt zu etabliren. wo der sogenannte Whitesisch, für den Erie-See bestimmt, fortgepflanzt werden soll. In Vuffalo und Fort Erie, Canada, herrscht nicht geringe Aufregung ob eines zwischen zwei Dampffährgesellschasten ausgebrochencn Krieges". Die eine Gesellschaft ist im Besitze einer cana dischen und die andere im Besitze einer amerikanischen Concession. Eine Dame in Pittsburg. Pa., hatte vor einem Jahre ihre Stimme verloren. Unlängst sprang ihr eine Maus zwischen den Füßen hindurch und so stieß sie einen Schreckensruf aus sie batte ihre Stimme zuruckerlangt. Sie ist wieder im vollen Besitze ihres Organs und ihrem Gatten soll daS gar nicht so feyr tleo jcm. . Gar manches anständige wohlerzogene Madchen, welches eine vortreffliche Gattin, Hausfrau und Mutter werden würde, bleibt unbeachtet sitzen, während es Männer giebt, die sich in Ermangelung von Damenbekanntschaften an das erste beste verworfene Frauenzimmer wegwerfen; natürlich fallen sie hinein. Nach Pittsburg kam dieser Tage ein reicher Viehzüchter und Farmer von Kansas und suchte eine Gattin. Er ging nicht zu anständigen Familien, son dern m .einen Tingel -Tangel, dort f. i t.? .n . ,r r p. . rm -1. miüjis er cic -ueiannijcpaji emes l'SstDchenS, brachte dessen Namen jedoch nicht in Erfahrung und heirathete dasselbe vor Alderman Cassidy. Schon am folgenden Tage erschien er vor der Polizei und bat, lhm behilflich zu sein, seine Frau zu suchen. Er sagte, seine Frau habe sich bald nachher einen Haarbeutel angetrunken und sich geweigert, mit ihm zu kommen. Sie kehrte naö Collinö'
Svelunke zurück, vnd er wollte nun da - . . '. . v
Gesetz in Anspruch nehmen, um seine neugebackene Gattin zu zwingen, mit ihm zu gehen. Geheimpolizist Brophy begab sich mit ihm nach Collins' Lokale, wo sie das Madchen inmitten einer Anzahl an derer heruntergekommener betrunkener Weibsbilder und Männer fanden. Zu erst weigerte sich die junge Frau, mitzu kommen, der Geheimpolizist überredete sie jedoch schließlich dazu, und das ntvgebackene Ehepaar begab sich für die Nach; nach dem ' St. Nicholas - Hotel". Si beschwört, daß ste ihren Galten nicht naa Kansas begleiten wird, obwohl er ein große Farm und großen Viehstand besitzt. Er hatte ihr einen schweren goldenen Ring und vollständig neue Kleidung an geschafft. Sie stellt nicht in Abrede, daß sie verheirathet wurde, giebt jedoch an, daß sie am Morgen ihrer Hochzeit erst aus der Jail entlassen worden sei; um diese Begebenheit würdig zu begehen, sei sie an eine Spree gegangen, und wahrend sie betrunken war, Habs McCul lough sie überredet, ihn zu heirathen. Sie war immer noch betrunken, als sie mit McCullrugh nach dem Hotel ging und wird vielleicht auf avdere Gedanken kommen, wenn sie nüchtern wird, und die gute Heimath annehmen, welche ihr Gatte ihr in Kansas bietet. Sie heißt Nora Donahue. Aus Watertown, li v e r-
schwanden letztes Frühjahr zwei junge Opfer der Dime" - 'Nooellenlectüre, der Itijährige Sohn des Fabrikanten John Shermerhorn und der 15jabrige Peter Lawrence. Beide gelangten wohlb.'wasfnet und mit gestohlenem Gelde nach Og den. Bald verging ihnen das Indianersiebcr und so sucbten und fanden beide Helden Beschäftigung in einer Fabrik. Unlängst hat der kleine Lawrence vo.n Heimweh gepeinigt seine Eltern um Ber gcbung gebeten und ist das Pärchen auf telegraphischem Wege nach Hause besohl len worden. Der kleine Shermerhorn will unter keiner Bedingung zu seinen Eltern zurückkehren, weil er sich schämt oder sich vor einer körperlicher Züchtigung fürchtet. Der in den Ver. Staaten immer mehr einreißende Trinkgeld Unfug wurde soeben in New Z)ork durch eine Entscheidung des ölichtcrsNehrbas streng verurtheilt. Vor diesem Ätichter schwebte nämlich ein Prozeß der Kuischenbauer Arewster & Co gegen den Börsenspekukanten Rusus Halch. Onkel RufuS hatte Bezahlung einer Rechnung von Brewiter & Eo. verweigert, und im Laufe der VerHandlungen hatte es sich herausgestellt, daß Brewstcr & Co. dem Kutscher vn 3!usus Hatch Trinkgelder gaben. Brewster & Eo. hatten dies mit dem Bemerken zugestanden, das Trinkgeldgebcn sei eine von Europa herübergebrachte Sitte, die ste beibehalten hätten, ste pflegten nicht nur dem Kutscher von Rufus Hatch. son dern den Kutschern ihrer sämmtlichen Kunden Trinkgelder zu geben. In der von Richter Nehrdas ausführlich begrün beten Entscheidung dco Gencral-Termins des Stadtgerichts wird das zu Gunsten von Rusus Hatch lautende Erkenntniß, gegen welches Appellation eingelegt worden war, bestätigt. In B.-zug auf Trinkgeldgeben heiß: es in der Entscheidung : Diese Sitte, falls es eine solche ist. kann von den Gerichtshöfen nicht aufrecht er halten werden ; sie steht im Widerspruch mit allen Prinzipien von Treu' und Glauben; sie verschlechtert die Äoial der Angestellten und macht dieselben zu ungetreuen Dienern Derjenigen, die ein Recht auf deren Treue haben. Solche Praktiken stnd sicherlich nicht in Harmonie mit ehrenhaft. Geschäfts Prinzipien, und Diejenigen, weiche dieselben befolgen, haben die ,'3'n zu tragen." Deutsche Lok- U 'Nachrichten. ri Ziilit. Die ncucrbante Marthastiftung in dct Baustraße zu Burgrelde unweit Haml-urg wird demnächst eröfft'.et werden. Biehr war diese Stiftung ''r Dienstmädchen Biftungs Anstalt und Krippe, jetzt wird dieselbe auch zur Mägde Herberge erweitert. Zahlreich besucht war der in Hambürg stattgehabte 15. Eongreß des internationalen Vereins der Gaftbofbesitzer. Die Bremer Schisfsbauzesellschaft beabsichtigt in nächster Zert auf ihrem Grundstück zu Fähr ein großes Gebäude aufführen zu lassen, in dem die entfernter wohnenden und fremden Arbeiter untergebracht werden sollen. In der oberen Etage sollen sich die. Schlafkabinen für die Leute befinden, während unten ein geräumiger Speisesaal, Krankenzimmer, üche etc. hergerichtet werden. Das neue Reichspostgebäude in Lübeck ist fast ganz vollendet und ist die Eröffnung für den 13. October in Aussicht genommen. Der Gencralpostmeister Dr. Stephan wird zu den Feierlichkeiten erwartet. Der Neichstaz hatte für den Bau 00,000 M. bewilligt. -r In Lübeck der in weiteren Kreisen bekannte Ober-Ap-pcllations Gerichtsrath a. D. Dr. Oppenheimer im 7v. Lebensjahre. Scdwkl,. t Sensation erregte unlängst eine Nach richt von Bern, daß das Milizheer in ein stehendes Heer umgewandelt werden soll. Ursache soll ein Artikel eines französischen militärischen Blattes sein, worin der Neutralitätserklärung der Schweiz für den Fall eines Krieges zwischen Frankreich und Deutschland bezweifelt wird. Der Bundeörath Droz hat sich nach Genf begeben, um mit dem Staatsrath die Mittel und Wege u besprechen, wie der drohenden Einschlcppung der Reblaus vorzubeugen ' sei. Der von dem Gericht in Llestal als Polizeispion entlarvte angebliche Anarchist Weiß hat hier ein Pendant gefunden in der Version eines am Krankenhause fun girenden Cand. mcd., der nicht allein mit den Anarchisten in Verbindung stand, sondern ihnen aucy noch Geld zufließen ließ. Im Canton Bern hat sich die Zahl der Geisteskranken derartig vennehrt.daß man an den Bau e :e zweiten Pflege anstatt in Münsingcn denken mußte. In Aarau feierte Frau Siebcnmann' Wydler ihren 100. Geburtstag. In Baselstadt starb der'NotarDr.Heimlichcr nach längerem Leiden. JnLiestal ist die große Spritfabrik von Kaiser total nie, dergebrannt. Der Schaden ist ein sehr groß.'?. DöS Cantonsericht in St. Gallen hat die Frau Egger, welche ih: 17 Taz altes ttind ermordet, zumTode
verurtheilt. Der Cantonsrath wird je : d.'NkallS fen seinem NanakiannaZrk'ckt i
i -Q--" jj-.v-y Gebrauch machen. Ebendaselbst ist der rühmlichst bekannt; Gastdofzum Hecht" zum Kaufpreis von 620 000 Fr. an Hrn. G. Humbel von Ludern übergegangen. In Rappel starb d.r 89jährige Volk?' mann und Schriftsteller Prof. Dr. Karl Bolter, eines plötzlichen Todes. In raubündten verwarf die Volksabstimmung tai Prß esey und das Gesetz betreffend beig nschasts-Verzeichnisse. öavos erhalt diesen Winter eine Postcureverbindung. Das für 73,000 Fr. v.rsichcrte Hotel Mühlerain bei Pasugg ist zum zweiten Male innerhalb dreier Jahre abaebrannt. Auch dicömal entstand der Brand in unaufgeklärter Weise. DaS Deficit in der Staatsrechnuag des Kanton Genf, der kaum 1v0,0u0 Einwohner hat, wird pro 1884 auf 6150,000 Fr. steigen. Ter Kapitän deS Dampfers Simplon" auf dem Genfer See, Mackmann aus Luzern, hat sich auf der Ueberfahrt von Ouchy nach Evian in's Wasser gestürmt und ist ertrunken. Er war ein junger Mann von 23 Jahren, seit 2 Jahren Kapitain und befand sich in sinanziellcr Bedrängniß. Die reiche Dampf schissoerwaliung sll ihn ein miserables Salair gezahlt haben. Die vermißte Leiche des Stationevorstandes Kaufmann in Gislikon wurde in einem Canal bei Biel gefunden. Anfangs Oktober ist in Tcffin die Ei'endahn Porlezza Wenaggio eröffnet worden. Die rasauische Hausirerin Helena Krön, die zwischen Ttammbeim und Niederneuforn die Hausirerin Ätarie Gubler beraubte, ist zu zehnjähriger Zuchthauehaft verurtheilt worden. Wegen amtlicher Unterschlagung ist der Rechtsagent Briod iu Payern im Canton Waadt zu sechs A!onatcn Zuchthaus verunheilt worden. Für das hiesige 50jährige Theaterjubilaum am 10. November ist eine Dop vclauffuhrung des Lohcngrin" mit dem Tenoristen Vogl von München und Frau Dircctor Schrotter in Ausicht genommen. Der jährige Boßhard, der der Brandstiftung in Altstcttc dringend verdächtig, im Bezirksgefängniß verhaftet saß. hat stch daselbst erhängt. Er hatte an die Wand seiner Zelle geschrieben : Ich habe das Haus angezündet aus Rache." Die Gotthardbahn läßt für die Linie Luzern Kußnacht-Jmmensen ein neues Project ausarbeiten, nach welchem in dem Secarm zwischen Babnhos und Secburg' ein Damm hergestellt würze, der in der Mitte durch eine drehbare Brücke verbunden wurde. DaS ist gerade daS Wetter für Schweinefüße. Eingemachte r . . . . . fit rr m. . &&lhWMVtiftwf ?i( vl fr V VWV W v bei Ai'cUftdeacom sind auq"fiiäV, durchaus rein, gut gelockt und mir reinem we ßen tff'ia rmpemachr. Sie sind grr? gewürzt unk 'ch',',äv vorugliai Restau ratie und Pr va'famili.n werden tieselt-en a' Lunch vorle flicli finden. Verlangt bi nrfm iftrocei Archdeaeonö eingemachte Tchwkincfl ß. Arch:earon's Essia ist reiu und gut. ' C. Nillkclsliauö' OROCERY. B u Jva ffaffee der 0fund 80e. 17 Pfund h'lldranner Zucker l.0. 1 Psund Ttandarft Zucker $l.ftO. Japan, Jmverial nnd Gunpowder Thee SS Cent per Pfuuk. Alle and,r-u SpkeereiWaaren zu herabge selten Preisen. C. NucklAbauS, 277 IJ R n 1 1 Straße. Pouder's reiflicher leisch-Ma?A, ? RortD Vrnfaloftnta E kratze, ZX ü Oasblngfon tratzc, 875 ftrRrfwntnln S rratze. uni tttan 1 S Off Warfst enT(. INOIANAPOUS IND. Court !iouü Asisch-MaM von Fritz Böttcher, ls. 147 Vasginatonk?. Mitmirt viUe l TLe. 37 & 89 Cn5 Telawtte StraZe. Das grötte,schSufte mrd ältefteLokal iu dnStadt Getränk all, Sri. kalt Cpctftn CortüeliA Leding. SEaT ' ptaOtooa tngertict Hall flit ttitn, Loan und Privaten ur bhattung 0 BSl lkn, lon,tttn und ersammiungtn unter ltbtrale Vedtngunain zur vrsSgng. JOHJS BERNHARDT, SiaentbSmer. Von i v ( f,tm t rtu uuu y uu nach HttV5zmsyMs MS. Gebrüder? penzel. S. W. Eck, Washington u. Mnidlangr.
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Germama Garten R.'W.'Ecke Market u. blestr Hübsches Lokal, Ausgezeichnete Getränke Guter Lunch, Aufmerksame Bedieuuug S3T Um zahlreiche Zuspruch bittet Heinrich Isoraann. asseewevVe. Ura die Zahl unserer Kunden zu demehreu, werden wir Straßen und Hof.Arbeit zn - 25 Cents per Fuß verrichten. rlrakarke ZsMöhrtn find hier e tngkschlosse. Für VerdmdungerShren wirb nicht ertra berechnet. LZasser.Raten: HauS mit S Zimmer per Jahr; icbcl roeltere Zimmer l jährlich ; Badezimmer 13 xer Jahr; .WUer.Tiofe:- ZZ rer .ahr. Reinere, dtssere Oasser al QueZroasser. Ler neu ArdeUen irgend wetcher Lrt iu e, geben hat. tft ersucht, bei uns vorzusprechen. Indianapolis Vater Company 23 Sud Ve-nnsyltiania Str. ALEX. XETZliEß'S Odd JtüoroS Halle. 2. Stockroerk, ?n,ralptr de? HrSSten und fiLerKe Feuer Verncherungs GcscUschaftcn in und Verkauf von rundklßentdum. Schtfskschetn tut aUr cut(fec " enjlt4- fitntrn Ein,tt)n v Srb'chaNen tn lln kUen eut'ch land und der c?,!e', Lnfenigung on omachn An uo Ber 'hn vcn Kar tauen. Ssldu,ah unen ndZLech el nach Ve rdeiten EurvraT. .Llc.Lr.. 6uropatst)5 Jnkaffo Geschäft ri. BoUmachtcn nach Deutschland, Oesterreich un der fiet gesettigt. Gonsularische Veglaudigungen besorgt. Erbschaften . s. . prompt nd sicher etnkasstrt. Mechsernnd FoSanszatZknugn, Vttn end fich in Jndtanaroli an ?KiI!p Rüppaporl.. H. 1!0 Oft Varhld Sti. i MrsttZen.IyrSenütztdie YANDALIA LINE ! rcr Warum? Wtil fiedie kürzeste und beste Linre über Xonls, Mlftöourl, San sasi Iowp,, Nebraska, Toxflfli Ar Iran Kiiw, Colo rado, IVo-vr Mexico, !- ootannd Calirornia Ifj. , Da Vatznbett 13 ton Stein nnd die 6$ie acs find auf S'ahl. Die Wagen haben dir aeneften Verbesserungen. . Jeder Zug (ot Schlafwagen. Passagiere, ob fi nux Billete erster Masse oder SQigranten.Dillete haben erden durch uusere Passagierzuge erster Klaffe befördert. Ob Sie nun ein Villet zu erraäßtgteu Vreifeu, ein Exenrf.nbtllet oder irgend eine Sorte Siseubahndrllete wallen, kormnen Sie, ode? ichreiben Sie an II Tl. Dorinff, SssiZent Ze?eral i!asiaaier'Z!get. . rist. Sash'ngto und Zlln ot StrJnd'xt y. H ill, Sen'l SnVt. St. Louu, No'i Z. N. K,,d. Üt fi. 6k 2auU XXl
