Indiana Tribüne, Volume 8, Number 44, Indianapolis, Marion County, 1 November 1884 — Page 3
üvl ich. LSt: J I k I R R Tie kürzeße und dcße Sahn nach Louisvillo, Na3hville, Mempkis, ChatUnooga, Atlanta, Savannah, Jackaonville, Mobile and New Orleans. fl ist t0rt!)fiK)aft für Passagiere nach bm Enden, eise direkte Noute zu nehrata. Palaft-, Schlaf und Parlsr-Wagen zwischen hieago u ouisville und' St i und ouiidille o$u Wagenwechsel. Eomfort, Schnelligkeit nnd Sicherheit biete! .Jeff die alle zuverlässige D. Ml. & D. M. M. JT. H. Dei-lnc:, fstSent 9encral Baflagterage nt. NordoÄSck, OssdwgZ und II!oSt?., Jndvtt I? W MRfw RnprinfTMlflnt. C tl 1 C? l. I .OlliM tlttCl PlttMtfeiirir Itnllroacl. 3ftt-Xabfllr für durchgud, nd Eafal-Sfifl-0 17. Zkdr. '885 a: Lkae ilafl daUn,0".Devot. Andvlli, folgt: Station n.
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Zurückgekehrt.
Erzählung von Edard H estermann. -(Foriseßunz.) HanS mochte fühlen, dap Etwa?, was kx vcrdorbcn, Tür ihn lieber gut zu machen gäbe. Er lehnte sich iin Stuhle zurück, streckte die linke Hand in die Tasche seines Beinkleides, 'aarisr mit der reck'icn ein Messer, und isut der Mltnac desselben taftmasjtg den Ra:.d de-J vor j ihm stehenden or,cllitiitellcv5 berühr . " L ' . . !" I xcwp. aio PiUV er trgen? tn ,eang.': stück zu begleiten, begann ci im Tone schlecht verfehlten 2?erdrueö : kulire, da ist nicht viel zu erzählen. Was mir während der ersten faiifabn Jahre meiner 5lb?eseuheit passirte, ist Euch dur.b meine Äriefc bekazznt gnvo?' den." Welche aber die wemg erbauliche Eigenschaft besaßen, im tlc:,' zischen Lapidar styl abgefaßt zu sein,"'., unterbrach ihn Anna scherzend. . Einem Geschäftsmanne, zunial einem amerikanischen, ist die Zeit knapp zugemessen," erwivcrte HanS. ,,Schlimmge niig, denn liin', in u y ! Tie Zeit, di; er i brflussig weitläusigai Privatkorrespondenzen triomet, entzieh erdcmGe schaft und stiehlt sich somit das Geld fei ber aus o.r Tasche. Tcn'e, daft das einzusehen ist." - Und als hierauf Alle betteten schwie gen, fuhr cr,s.ch zu einer gewizZen Artigleit zwingend, gegen seine Vcachbarin ouise gewendet fort: Aber ic wissen vielleicht nicht, wie und unter welchen Uinstandcn ich vor etwa zwanzig Jahren das elterliche Haus verließ, um in die Fremde zu ziehen, und da kann, ich denn wenn Sie wollen damit an fang.n." , erzählen tt nur," antwortete jetzt rulje. Ich war immer" so begann er, das Spiel mit dem Messer fortsetzend und mit starrem Blick die blauen Figuren auf dem Teller betrachtend, ich war immer ein unruhiger Bursch, obschon man mir's von Außen nicht ansah. ES war ein Drängen in mir, das mich schon als Kind nicht lange an einem Platze weilen ließ. , Irgend ein närrischer Kauz soll einmal gesagt haben, daß des Menschen Glück da ist, wo er sich just nicht besindet." Er wandte sich wieder gegen das Fräulein und es klang wie Hohn und Entschuldigung zugleich, als er fortfuhr: Es soll in einem Buche stehen, Sie Werden's vielleicht gelesen haben; was mich betrifft, so befasse ich mich nicht mit Büchern, außer mit Geschäftsbüchern, kalkulire, eS ist eine unnütze Beschäftigung, die nichts einbringt. ? tv l jr c ff r?.. . : 1 jtirn, ote mpnnoung qicn, was jener Büchermensch gesagt, muß wohl schon damalS unbewußt in mir gelebt haben. Am ruhigsten saß ich noch am Seestrande und sah übcrö Waffer nach den weißen Se geln am Horizont. ES kam mir vor, als, müßten eS die Menschen recht gut ha ben, die so rastlos hin und her ziehen können von einem Ort zum anderen, wie die Wolken am Himmel, wie der Aogel in der Luft. 5Zurzum, die Wanderlust steckte mir damals schon mächtig in den Gliedern. Als die Zeit meiner Kcnsirmation heranrückte, gab eS ein langes Hin und Hergerede im Hause, waS ich werden wolle und solle. Ich .bat, man möge mich nach Hamburg bringen und dort eine Stelle als Schiffsjunge für mich suchen. , Es: wäre das Beste, gewesen, denn nicht allemal ist die' Henne klüger als das Ei: aber man wollte nicht; eS wurden viel Thränen . vergossen und das Ende vom Liede, war : ich kam zu einem Apotbcker in. Lübeck in die Leb- " ' .Anna warf einen langen, sanften Blick auf die Eltern, als wolle sie bitten, man möge dem Bruder ob seiner unziemlichen Siede nicht zürnen. Die Alten begegneten diesem Blicke mit freundlicher Ruhe." Dem aus wüster Fremde Zurückgekehrten müsse man ja schonManches nachsehen, mochten sie denken, sein ungefügiges Wesen werde sich mildern, die rauhen Ecken und Kanten sich schon abschleifen in der neuen, sittlich besseren Umgcbung. Der Bruder aber sprach weiter: Bei dem Apotheker behagte es mir gar nicht ; das Kräutersammeln ging noch an, aber in dem halbdunklen Laboratorium am Morser zu stehen, das war ein Gräuel. Die Geschichte nahm denn auch bald ei i Ende. Ich trieb mich in meinen Frei' stunden viel am Waffer umher und fand auch Gelegenheit, ab und zu auf eins der Schiffe zu komme, die im Travemünder Hafen lagen. All' das alte Sehnen erwachte dann wieder in meinervrust, und als mir an einem Sonntag Nachmittag der Schiffsjunge auf dem Barkschiff Eastor" erzählt hatte, in der Frühe des nächsten Morgens würden die Segel gelichtet werden und das Schiff hinaussteuern in die Ostsee, um Stückgut nach der livländischen Hauptstadt zu bringen und von dort mit Getreide zurückzukehren da war mein Entschluß gefaßt. " Es gelang mir, mich im Schiffsraum zu ver-, stecken, und erst als wir anderen Tages längst aus der 9!eustädter Bucht das offene Meer erreicht hatten, kroch ich aus meinem Bersteck hervor und stand zu nicht geringem Erstaunen der Schiffsmann schaft auf dem Deck der Bark vor dem Kapitän.. Daß ich sehr freundlich von diesem begrüßt wurde, kann ich nicht eben sagen. Er machte zu meinem gewagten Spiel cir sehr , ungnädige Miene und wollte von irgend einer Verwendung meiner kleinen Person auf dem Schiffe nichts wissen. An'S Land aber konnte er mich nicht setzen lassen, und so mußte er mich denn wohl oder übel mit nach Niga nehmen..- ' Ich wurde unsanft in. einen Winkel gestoßen, wo ich der arbeitenden Schiffsmannschaft nicht im Wege war, und hätte ich. meinen Freund, den Schiffsjungen, nicht an Bord gehabt, so w.:r'S mir mehr als übel ergangen. Die Seeluft zehrte an meinem dainals noch sehr dürren Gebein und aus dem Hunger ritt ich während dieses meines ersten Ausflugs in die weite Welt gar nicht herausgekommen. Im großen Ganzen aber faßte ich meine Lage doch sehr philosophisch auf. Ich hatte erreicht, was ich gewollt: 6; reiste und hatte mich mit nichts Kleinem befaßt. Der Wind strich frisch über daS $e ich sal, die dunkel
blauen Wellen um die Planken des chlsfeö fvielen und am unermeßlich weiten Himmel die Möve mit den Wolken umdie Wette ziehen. Die Fauftstöße und Fuß tritte der Ä!annschaft und des Kapitäns erduldete ich mit der Siesignation eines Forschers, der hohenZielen entgegenstrebt und das Opfer einer Naturnothwendigkeit wird. Ja, ich zürnte den Leuten nicht einmal deshalb." Haus that einen langen Zug aus seimm Weinglase, legte das eine Bein über das andere und fuhr dann fort : Wir kamen nach schneller Skeise in der alten Hansastadt Stiga, die bei Weitem mehr deutsch als russisch ist,an.' Während die Mannschaft veSEastor" löschte,rannte ich vom Deck, begleitet von den Segenswünschen des Kapitäns, die darin gipfelten, mich nie wieder an Bord zu sfhen, andernfalls mein Geschick in Form einer furchtbaren Tracht Prügel besiegelt sein würde. Da strich ich denn durch die Straßen der großen Stadt, ohne einen Pfennig Geld in der Tasche, aber mit yesundem Appetit und trotz alledem die Sin ne weit geöffnet den Eindrücken einer fremdenWlt." Und waren Sie denn gar nicht besorgt um Ihr ferneres Geschick?" fragte Louise, von der Erzählung deS kühnen Äiannes eigenthümlich ergriffen. Kam kein Bangen über Sie, IvaS ' denn nun aus Ihnen in der fremden Stadt, viele Meilen von der Heimath entfernt, werden solle?" 9fn, entgegnete Hans mit einem Lächeln, als. freue er sich noch heute der damals an den Tag gelegten stoischen Viuhe. Ich war ein abenteuerndes Kind, dachte wenig und besah mir die Stadt wie einen bunten Bilderbogen. J3ch stand gaffend vor den Festungswerken mit den langen Kanonenrohren, sah zu dem hohen Thurm der St. Peterskirche hinauf und dachte, wie weit, man von dort oben über die blaue See . hinausblicken könne. Ich betrachtete mir das lath'Und Äiitterhaus, den bo.nbenfesten Packhof. und das HauS der schwarzen Häupter", bis es mir endlich einfiel, es sei nun Zeit, e!was zu essen. Das war nun nicht leicht, und ich strengte mein Gehirn an, wie dies wohl zu bewerkstelligen sein würde. Während jch so in tiefen, unfruchtbaren Gedanken mitten im Fahrwege der Straße stand, rannte, mich fehr unsanft ein Junge an, wohl wenig alter und nichts größer als ich. Es kam zu einem Streite zwischen unZ, der in eine solche Prügelei ausartete, und welche dem Lligaer Schusterjungen nicht zuni Heile gedieh. Das Ende war, das ich mich urplötzlich in den Händen einer behelmten, und schwertuingurteten Persönlichkeit sah, und als sich meinausder Prügelei riesengroß herrorwachsender H'.'lreiünllt'y auä dahin verwieg, mich Legen diesen Schützer der öffentlichen Ordaung aufzulehnen, war ich vor der Hand am Ende aller meiner Thaten angelangt. Eine halbe Stunde später skß ich, ein Gefangener, in einem dunklen schmutzigen Nauni mit allerlei Gesindel zusammen, um dann nach Perlauf von weiteren zwei oder drei Stunden vor einen grimmigdrinschauenden, der deutschen Sprache durchaus mächtigen Polizeibeamten geführt ;u werden, der ohne Schwierigkeit und in Kürze aus mir her ausverhörte, was von mir zu halten fei. Dann wurde ich in den Gewahrsam zu rückgebracht, bekam auf dringendes Bit ten eine Schüssel grober Grütze und ver siel endlich in einen tiefen, langen Schlaf. Es vergingen dann' mehrere Wochen, ohne daß ich erfuhr, was aus mir werden würde. Nach langem, sehnsüchtigen Harren, da? mich geistig wie leiblich fast krank gemacht, trat an einem Nachmittage derPolizeibeamte mit dem Kapitän deS Eastor" zu mir ins Gefängniß. Zwischen dem Beamten und dem .Kapitän wurden einige Worte in russischer Sprache gewechselt, iud dann meine zum Skelett abgemagerte Person dem Letzteren überantwortet. Diesmal waren die sollen geivechselt, diesnia! wußte ich, was ich früher gewollt hatre, und sehr unfreiwillig kehrte ich, von dem Kapitän nicht, allzu liebevoll geleitet, an den Bord deS Eastor" zurück. -Nach etwa einer Stunde knarrten die Naaen des Schiffes über mir im Wind.', kräftig fuhr der Ost in die weiten grauen Segel, die Wellen schäumten am Buge, und ich stand vorder Kombüse im Mitteldeck und studirte die AnfangSgründe der Kochkunst als unfreiwilliger Kochsmaat, nachdem ich vorher durch eine kräftige Ohrfeige in mein neues Amt feierlichst ein geführt worden. Was dann des Weiteren noch. geschah, vermag ich nicht mehr genau zu sagen. Jch erinnere mich einer stürmischen Fahrt, vieler Schläge, starker Kopfschmerzen und eines gewissen träumähnlichen Zustandes, dem ich mich erst zu entreißen vermochte, als der Eastor" an dem Leuchtthurme TravemündeS still vorüberglitt und gleich darauf im heimischen Hafen ankerte. Ein paar Stunden später stand ich in Begleitung des Kapitäns und jenes Apothekers, dein ich aus der Lehre gelaufen wieder vor diesem Hause, verhaltene Thränen im Auge, wust und wirr im Kopfe, keiner Bitte und Entschuldigung fähig, und dann .... Ihr wißt's er sah'den Vater wie die Mutter nach .einander ein dringlich an wie lang und schwer die Krankheit war, die mich darnach besiel." Wir brachten Dich glücklich durch, armer Junge, aber schwer genug war'S , sagte still . bewegt die' Mutter, ihre Schürze auf den Knieen auseinander streichend. Gottlob, eS war deS Herrn Wille und er h.rt. Dich ja darnach zu Deinem Heile geführt." Es war kein allzu freundlicher Blick, der aUS den Augen des Sohnes die alte Frau traf, und das höhnische Lächeln jchwebte wieder um feine Mundwinkel. Auch wie ein liebloser Vorwurf klang es, als er dann sagte : Es ist lvle mit dem Fisch im Vas'er, nur da ist ihm Wohl, er kann nicht im
Grase hüpfen wie der Frosch. Denk tete er beschwichtigend ein, als er eine Bewegung an dem Alten beinerkte ; Du hast's gut gemacht, und hätt' sich ja auch immer zutragen können,' daß ich meinen Sinn änderte. Es ist nicht geschehen rniSdaX ist LirM for trnh s?Mh l w "ü" 7 ' ' viivv u., l Alles gut !" . - hielt sein lZlaS über den Tisch dem'
daher, man soll nicht allen Naturgeseen zum Hohn, den Fisch zum Frosch maivx wollen. Nun, es ist gut, Vater", schal
Alten entgegen, und dieser stieß gern mi: j
ihm an. Als ich meine langwierige Krankheit überstanden hatte", fuhr Hans alsdann fort, und ich den Bollbesitz meinerKräfte wieder erlangt, fand mein Wunsch, auf einem Handelsschiffe einen Platz zu sin.den, um die Seemannskunst zu erlernen, seine Erfüllung. Der Kapitän des schönen Bollschisses Marie Henriette", daS für die Fahrt nach den chinesischen Gewäffern segelfertig im Hamburger Hafen lag. nahm mich als Kajütenjungen an, und so verließ ich denn etwa um diese Zeit es war im Juli, und die Blattern forderten viele Opfer in der Gegend vor 20 Jahren daS elterliche Haus,um, diesmal meinem wirklichen Berufe folgend, in die weite Welt zu gehen. Allerdings ahnte ich damals nicht, daß so lange Zeit verstreichen werde, ehe ich den Fuß wieder über die Schwelle dieses Hauses setzen könne. Wir segelten ab, die Eltern hatten mir das Geleite bis an Bord des Schiffes gegeben : mir war doch recht schwer ums Herz viel schwerer als damals, als ich mich im Llaum des Lübecker Schisses versteckt hatte, um zum ersten Male die Welt zu sehen. Wie Wehmuth und Sehnsucht zugleich kam'S über mich, als wir bei Eurhaven in die stürmische graue Nordsee hinaussteuerten, über die schäumenden Berge, durch die klaffenden Wasserthäler, und ein feiner Sprühregen mich, trotz deS OelzeugS, daS ich trug, nach und nach bis auf die Haut durchnäßte. Und seht" er leerie hastig sein Glas und fuhr mit der Hand über die Lippen , das ist das Näthsel meines Wesensund meiner Art, ich darf nur zu wollen brauchen, und gleich geht'S mit meinen Wünschen in die Brüche. . WaS mir daS Leben auf dem Prasentirteller entgegenträgt, mundet mir nimmer ; ich hole mir die Frucht lieber vom höchsten Gipfel deS BaumeS herunter, auf die Gefahr hin, beide Beine und den Hals obend'rem zu brechen, als daß ich sie mir bequem vom untersten Zweige absuchte. ?!ehmt es' wie Ihr tvollt: ist'S Trotz, ist's Ungebcrdigkeit oder regellose Abenteuersucht: mir darf einmal im Leben nichts bequem gemacht werden, und ivas nur am nächsten liegt, daran greife ich allemal vorbei, und erhäsche ich's doch ausnahmsweise einmal, hat's seinen Werth für mich verloren." Die Mutter schüttelte leise den Kopf, als vermöge sie sich in einen so verwunderlichen Eharaktcr nicht hinein zu denseit. Hans schwieg einen Augenblick und starrte auf seinen Teller, als denke er noch einmal über daS, was er soeben gesagt, nach, und als komme er sich selbst wie ein Fremder vor. dann sprach er langsam Weiter: Aber die sentimentale Stimmung damals hielt Dank meiner kräftiaen 'Natur nicht lange an. Was die Ostsee mit ihrem sonnenglatten Spiegel, was N ga mit seinen attersgraucn Mauern? ! Die große Welt sah mich bald mit ganz anderen Augen an ; ungestümer wurde es um mich ber, gewaltiger und großartiger stellten sich Natur und Mcnschen mir in den Weg. und unnennbar verschwoinincnen Bilder meiner Kindbat, die ick bier in kräftigen Kontouren U festen Nal'mctt' sah.: Diese Welt der Abenteuer, das tvar m eine Welt, mein Element, in dem ich wie der Fisch im Wasser dahinschwamm daS waren nicht die ledernen Forschsprünge auf eine? von nüchternen Hecken ' begrenzten GraS.'läche. Als wir im. Hasen bei -Shanghai ankerten, batte ich nichts mehr mit der Heimatk und den Menschen aüdort gemein' 'SoÄn. 2 b:5 !" siel die Mu'.ter in fast Q.'.'A '.ii1 Zc' .in. Laß cS gut lächelte Hans, nach jener Zeit kam wieder eine andere das ist längst vorbei." Eine große Veränderung war mit ihm vorgegangen. Fast athemlos hatte ihm seine Schwester Anna gelauscht. Der Widerwillen, welchen Louise gegen seine. Persönlichkeit und sein Gebühren hegte, war' m' den Hintergrund gedrängt: auch sie hörte dem eigenthümlichen Ätcnschcn mit denkbar größtem Interesse zu. Drc wilde, nicht lodisch genug klingend, doch um ihr Ohr rauschend ging wie ferner Breiten Passatwind. , Hans sah sie seit einiger Zeit nicht mehr an; eö war, als spräche . er überHaupt zu sich selber und wiederhole unbewußt laut die Ereignisse seiner stürmbewegten Vergangenheit. Die Flasche war leer geworden ; er ergriff sie am Halse, drehte sie, und dann mit raschem Ausblick zu seinem Vaicr, der ihm tief in das eigenthümlich bewegte Auge sah, sagte er : Noch eine Flasche, Vater, wenn Du willst. Der Wein ist gut und ich bin lange nicht so froh gewesen wie heute." Still sah er dann vor sich hin. Ja, mein Sohn," erwiderte der Vater in bedauerndem Tone, während er aufstand, von diesem Wein kann ich Dir' leider nichts mehr bieten; aber wenn wir'ö einmal mit . einer anderen Sorte versuchen wollen? Du mußt wissen, ich bin eben kein Weintrinkcr und halte mich mehr zu einem Glase guten Kieler Bieres. . Aber wenn ich nicht irre, sind noch ein paar Flaschen Ungarwein unten, die mir Louisens Bräutigam " er neigte daS Haupt leicht gegen die jun ge Dame ,,vor Kurzem verehrt hat. Den wollen wir probircn, - er wird auch unseren Damen am Ende besser mun den als der herbe Rheinwein. Nicht wahr, Kinder." sagte er scherzend abgehend, süß will zu süß, und sauer will nur daS Alter." Hastig wandte sich HanL gegen Louise Nodeck. Tief hatten sich seine Wimpern auf die urplötzlich wieder ihre gewöhnli che Stanheit annehmenden blauen Augen fcerniedergesenkt, die dünnen Lippen traten auseinander wie in maßloser Ueberra schung. Sie sind verlobt, Fräulein?" fragte er rasch und hart ; Louise wurde roch, sie fcufctt selbst ntgjtuc: .
seltsam wirkten alle T'mge m ihren Eindrücken auf mich. Und doch, so mußte eS kommen, so sein!. Das waren die
poeselose Ursprungllchkeit jener catur, die erst jetzt zum drastischen Durchbruch kam, fesselte sie. Auch fah sie jetzt den Menschen nicht, sie borte nur sein Wort, das unme-
,,a," erwiderte sie sie wollte noch etuv sagen, aber das Wort wollte nicht üb.'r die Lippen. . Sein Blick glitt an. ihrer feinen, an muthigen Gestalt zu Boden. Dann schob das Messer, welches er noch immer in fccr Linken biclt, weit von sich weg über das den Tisch bedeckende Linnen, und -schien den Versuch machen zu wollen, ein Flotensolo vorzutragen. Louise, die vorher crrothct war, erbleichte nun. Unsere junge Freundin ist die Braut eines angesehenen und beliebten Arztes, deS Herrn Wallbcrg in H ", erklärte die Mutter, indem ihr Blick bedeutsam von dem Sohne, zu der Freundin des Hauses streifte. Die Erklärung schien in der Hauptsache das drückende Schwcigen bannen zu sollen, welches nach der letzten Frage und Antwort beängstigend die Gemüther der im Zimmer Anwesenden umspannte. Etwas seltsam Fremdes hatte sich zwischen . die 'kleine Menschengruppe gedrängt und .schien da? nach der Erzählung HansenS langsam sich geltend machende Behagen im Keime bereits wieder ersticken zu wollen. Du wirst den jungen Acann kennen lernen, lieber Hans," setzte die Mutter hinzu, ,und schon Gefallen an ihm finden; es ist ein frischer, freimüthiger und herzensguter junger Herr, den wir Alle hier im Hause lieb geWonnen haben. Im Herbste soll die Hochzeit sein, und da kannst Tu zeigen, wie ein Ainerikancr tanzt"', schloß die Mutter scherzend aber es kam ihr nicht recht von Herzen.' Dcr Vatcr kam inzwischen mit einer zweiten Flasche Wein zurück. Es wurde wieder angestoßen, und Hans leerte mit einem Zuge sein GlaS. voll des schweren feurigen TrankeS. N'un " fragte schmunzelnd der alte Nitter seinen Sohn. Guter Wein das," sagte dieser, beide Hände in die Taschen semes Beinllcidcs schicdcnd. Wenn der Manul der den Wein gab, so gut ist wie dieser selbst, dürste mit ihm auszukommen sein. Traue dem Fräulein ohnebin guten Geschmack zu." . Louise zwang sich hieraufzu der Frage: ,Und diese vortheilhafte Meinung, die Sie so gütig sind, von mir zu hegend sindet ihren Grund in ?"
Hans streckte die Beine weit von sich, x : .: cm.: tl' 1 u9 n !, uuii zmiiiiiT uiillvortcte: ' Nun ich kalkulire: Gleich und Gleich gesellt sich gern, wie der Deutsche sagt. Wenn man hübsch ist, wirft man sich nicht leicht ans 'Häßliche weg, besonders, wenn man's nicht notblg hat." Louise zog die Schultern, als verstehe sie die plumpe Auseinandersetzung ihres Tischnachbars nicht, und sehr gelegen kam des alten Nitter Aufforderung an seinen Sohn, nun die Schilderung seiner Erleb nisse vi vollenden. (Fortsetzung folgt.) Vom Ausland,. Durch die ital i enifch enZei tun gen läuft feit etlva einer Wcche ein Nachricht, welche an das Unglaubliche grenzt, bis jetzt aber offiziell nicht dementirt wurde.' Dieselbe bezieht sich auf die Anwesenheit einer fürstlichen Famalie aus Assab am rothen Meer in der großen Ausstellung in Turin, wo dieselbe Gegenstand allgemeiner Aufmerksamkeit War. Der Fürst wie die Fürstin wur den mit Ehren überhäuft, sie wurden bei Hofe vorgestellt, sie reisten auf Kosten des Staates durch ganz Italien, hatten Audienzen und Unterredungen mit dem Minister des Aeußern, Mancini, unter dessen direkter Leitung die kleine italienische Kolonie Assab stebt. Die fürstliche Familie mit ihrem Gefolge soll der Regierung mehr als 300.000 Lire g kostet h i ben, theils an Geschenken, theils an baaren Ausgaben. Nachdem dieselbe feierlichen Abschied, wie verlautet, in Eapa dimonte von Mancini genommen hat und in die Heimath zurückkehrte, wie versichert wird, ebenfalls auf Kosten Italiens, berichtet nun plötzlich eine Körre spondenz aus .Assab an die Mailänder Lombardia und eine zweite an die Niforma, das; die fürstliche Familie und ihr Gefolge Schivinvler sind und ihre Reise nach Italien auf einer kolossalen Mystisication beruht, bei welcher die italieni sche Negierung ihre Hand im Spiele' ge habt haben soll, um Reklame sür Assab zu machen. Der Fürst soll gar kein Fürst sein; die Fürstin wird als eine Wenig gut beleumdete Abenteurerin bezeichnet, der angebliche große -Krieger Kamil, welcher sich im Gefolge befand, soll ebensowenig Krieger sein, wie der angebliche Diplomat Kretu der als sol cher neben dem Fürsten auftrat. Ein salomonisches Urtheil ist jüngst vom Schöffengericht in Königshütte gefällt worden. Mehrere junge Leute hatten vor einiger Zeit in einer dortigen Restauration einen Sommers veranstaltet, bei dem 'es ziemlich laut zuging. Sie erhielten daher einen polizeilichen Strasbefchl wegen Berübung ungebührlichen und . ruhestörenden La?mens. Auf den von ihnen erhobener. Einspruch erkannte nun das Schoffengericht auf Freisprechung, indem es ausführte, jener Lärm sei zwar ruhestörend, nicht aber ungebührlicher Weise verursacht worden, da er ja vom Wirthe ge duldet worden sei. Nun ließ die Polizei dem Wirthe selbst einen' diesbezüglichen Strafbefehl zugehen, aber auch hier ererkannte das Schöffengericht auf kostenlose Freisprechung und legte auch die dem Angeklagten erwachsenen nothwendigen baaren Auslagen deshäldebenfalls der Staatskasse auf, weil 360 I I Str., G.-B. nur den bestrafe, der sÄbst ungebührlicher Weise ruhestörendenLarm errege, nicht aber denjenigen, der einen solchen Lärm dulde. . . Paul Lindau entwirft von. dem Gasthofslebeu in Warschau, daS er gelegentlich der Drei Kaiser Zusammenkunft kennen zu lernen Gelegenheit hatte, folgende Schilderung. Für den Fremden ist in Warschau vortrefflich gesorgt. In dem' mächtigen Eüropäischen Hof'" ist man gut aufgehoben und auch die Verpstegung in den verschiedenen Wirthschaften und Weinstuben der Stadt läßt nicht? zu wünschen übrig. Einen eigenthümlichen Eindruck macht eS auf uns, daß in den beiden besten und von der besten Gesellschaft besuchten Weinstuben Ut Stadt bti VtenlowU;
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&mU, welche flch ein vorzügliches Vlano anschaffen und dabei 8 H0 ersparen wollen, der Betrag, welcher gewöbnltch bei solchen VlanoS. die in ausgedehnter Weie annoncirt werden, daraufgeschlagen wird, werden in dem - Y ;
Gewiss
gerade. daS finden, waS fle wünschen- Dieses Jnttrnment bat elntn Weg in nabezU 1,000 Hanser dieser Stadt gesunden, ein Umstand, der gewiß zu seinen Gunsten spricht.
'Besonders niedrige Preise. -Abschlagszahlungen.
PeaFSm's
Ro. i N. Pennsylvania Str.
und Bouqüet, keine Tischtücher aufgelegt und. keine Servietten gegeben werden. Die Schüsseln werden einfach auf ein Blatt Fließpapier, daS über den Tisch gebreitet wird, gesetzt. - Das erklärt sich so : eine Gaststube mit Tischtüchern, Servietten und Kellnern wird als R staurant" aufgefaßt und muß demgemäß Abgaben zahlen; fehlt die Tischwäsche und das dienstthuende Personal, so ist die Gaststube, nur. ein Nebengemach, ur Weinhandlung und die Steuer ist eme weit geringere. ES giebt daher auch keine Kellner" in diesen Wirthschaften. Die Speisen werden uns durch jugendliche Handelsbeflissene auS besonderer Gefälligkeit gereicht, und sie würden sich in ihrer Ehre tief gekrankt fühlen wenn man ihnen das Trinkgeld, - nach dem des Bern fskellncrs prüfendes, Auge lüstern schielt, anbieten wollte. ; Ein für die Presse höchst bedeutungsvoller Zwischenfall spielte sich im Schwurgerichte zu Stuttgart ab. Vm den Schranken deS Gerichts stand dei Kutscher Dottling, des Raubmordes angeklagt. Er war beschuldigt, am 23. Februar d. I., den Pfandleiher Reinhardt ermordet und aus dem Laden bei Erschlagenen eine Summe von etwa 20C M. entwendet zu haben.. Die Verhand. lung dauerte vier Tage, dieselbe gcstab tcte sich immer verwickelter und schließlich wurde Dottlinz durch den Wahrspruch der Geschworenen freigesprochen. An? letzten Verbandlungstage verkündigte dei Präsident Bucher, dah der Hcrichterstat' ter deS Neuen Tageblatts, ein. Haupt mann a. D, Fischer, sich in seinen Refe raten etwa vier cöer'.fünf Unregelmäßig leiten habe zu schulden kommen lasser und daß derselbe überdies, wie es ihm. dem Präsidenten, und der Staätsanwald schaft scheine, für den -Angeschuldigte Partei ergriffen habe. Man habe bahrt beschlossen, ihn auf acht Tage von bei Journalistenbank auszuschließen, und F. habe dieselbe auf der Stelle zu räumeu. Vor gedrängt -vollem Saale mußte dei Ausgewiesene die Bank verlassen und ei entfernte sich sogleich . auS dem Saale. Sofort protestirte daS Tageblatt gegen die Unterstellung, als ob sein Berichte? statter wissentlich Partei für. den Angeklagten ergriffen habeund betonte, daß eine Berichtigung seitens des PräsidiumZ oder der Staatsanwaltschaft . von ihm stets aufgenommen worden wäre.'- Gegen diese schimpfliche Ausweisung seines Berichterstatters müsse eS sich mit allen erlaubten Mitteln wenden. Das gemäßregelte Blatt hat eine Beschwerde gegen den Präsidenten eingereicht. .,''. . . V ei E h a p e r i a imJurahat sich ein schreckliches Unglück zugetra wn. Ein zehnjähriger Knabe hatte die Schafe der Gemeinde auf dem Felde zu hüten und ..entzündete einen Haufen Reisig, um -sich zu -erwärmen. Vom Dorfe auS bemerkte man -wie nach-Ent Zündung des Feuers der Knabe im Kreise herumlief,' von einer Rauchwolke umgeben; man glaubte, -daß er. sich mit Feuerbränden vergnüge.'-. Bald aber war öer Knabe nicht mehr zu sehen und man lief. Schlimmes ahnend, herbei. Den Leuten bot sich ein entsetzensvoller Anblick: der Knabe lag halbverkohlt auf dem Acker. Seine Kleider hatten ver muthlich Feuer gefangen und 'in seiner Angst war er hierhin und dorthinge rannt, bis er erschöpft niedergesunken und allmählich dem qualvollsten Tode erlegen war.. Die Spuren. .. dieser angstvollen Jagd, -die man vom '.Dorfe aus für ein kindliche Spiel gehalten hatZe, zeigten sich weit in der Runde 'auf dem Ackerboden. Da, wo das bejammerNöwürdige Kind niedergesunken, war das Gras völ lig verkohlt und mit den Füßen hat der Kleine im Todeökampfe den Boden tief aufgewühlt. ' ' - : ElneExPlosion erfolgte am 10. Octolber im vierten Horizont . deS gräflich Wilczek'schen EmmaschachteS in Polnisch -Ostrau,.in. einer Grund strecke, welche sich gegen den Wctterschächt'hin tUht.- Schon zwei. Tage bevor hatte eine Ueine Explosion stattgefunden in Folge deren einige Bergarbeiter leichte .Verletzungen erlitten hatten. Trotzdem den Leuten die größte Vorsicht eingeschärft und daS Sprengen verboten worden war, dürfte ' doch ; einer" der Arbeiter 'einen Sprengschuß abgefeuert haben, welcher die Katastrophe herbeiführte. Dieselbe erfolgte zu einer Zeit, wo gerade Schich tenvechscl stattfinden sollte und ein Theil
rnrroaiZ3 LciHtc der Bergleute sich auf dem Wege zum Ausgange befand. Diebin der Nähe deS Unglücksortes befindlichen . Bergleute wurden durch die Explosion selbst getöd tet, die in den Strecken auf dem HeimWege besindlichen erstickten durch die die Grube erfüllenden giftigen .Verbren nungSgafe; selbst der Heizer bes in einem von dem Unglücksorte nemlich entfernten - WetterofenS im Elisabcthschachte erstickte, da sich die Vcrbrennungsgase : dort den Ausgang suchten. Unmittelbar nach der Kata strophe waren Beamte, Aufsichtsorgane und Llcrzte zur Stelle, um ans RetwngS werk zu gehen, doch wurden die Verun glückten sämmtlich als Leichen zu Tage gefördert, und es blieben alle Wiederbelebungsvcrsuche ohne Erfolg. Ein einziger Verunglückter wurde in schwerver letztem Zustande, total verbrannt, mit gebrochenen Beinen heraufgebracht und in daS Spital transportirt, doch erlag derselbe schon nach wenigen Stunden sei nen Verletzungen. Die Zahl der Opfer dieser Katastrophe beträgt im Ganzen 20. Nur jene Bergleute, die sich bereits in der Nhe des AuszanzeS befunden hatten, konnten sich retten. Die meisten Leichen bieten, da sie am ganzen Körper verbrannt sind, einen furchtbaren Anblick; die durch Gase Erstickten jedoch sehen vollkommen unverletzt aus. Das einzig wahre Q)sn m N4tr 5 v vuu ' 4 n W üliiU rekigttaZ Vlut, rtnxVrt tle Leb uus s.tttcn ukd Sttngt rle se ütu US Kfi i rer Jvsk wtev. sxkpi'.e, xxktosigke'.t, Urn dauiUdkelt. rafkulsngel ,v Kot iiaiexi unMttitgt ßö,ui. Kvocra, r tun toast. 01 kklcittkkveH sxusrkia nv Vicnet tmt3vfra und krkftist tai Skbku. Wanten, 'Reiben leiten, steint lz Dr. JTartera lroa on; c cia s:itrei, schnei clr? tuttt OeUmtQkl. C4 f übt Hot S ein. ie Versuche eS nachmakie, tr .);tn u::r tie VeUrblteit dei echt. KuftttBt an:ere. srnrern brauche re nie. bette. (! fcu iyiTia, Mo um unser " Irim Hook.icnrtt tur r.trefl i h Dr. Harter . üo. 0 iclt cucme w.i ttüSüA üul'itr.ft nyÄt, IcitMjvet fü htitmmtn. AM-M-l.Ml!M mr, ß (ÄS .-- m ;3 V iT- f j SsZi ksls? ; v&r - jf -is. , Ä, XA p-& s -j sLASWlZ L , m n fi - re mn i n MWkL THB BUSIKE8S HL&H " T2ion ho travcis w.mts to ff qnlck. n ants to l ffiinsortoblp, wuuts toaiTivo at des t mation i i tni'.o, in tuet, wunts a strictly busincs i ip. iivl eonscqncntly takes the TwpuUr V. .ii.;i.a Rout, fecliiifr thnt ho ia suro to meet ii s rn!X!V-?tiueiits and coatxnue to prosper and iKjintppy. THE TOURIST Iluq ton: &inc chosen the Wabash tts tbe f.wcine routj to all tho sunitner rcorta of th EatT, Nortü and West, and Winter Resorts ot the Sr.uth as the Company haa for years proviilrd better aecomraodations anuxnore at tract ions than any of its oompetttors for thl c'assof travel. 1 ourist Tickets can d had nt i educea ratpa at all rrinoipal oßlcca ot tb Company. THE FARMER Ia sarchof a new lomc, -where ho can tniroittter Tctnrns lor bialabor, thouid re nieniber tliat tüe Wabash is thomost direct xoute to Arkansas, Texas, Kansas, Nebraka, and all polnts bouth, Ycst. andifortbvest. end thas round-trip land exploror' tickots "-4,v tj.-l , v - , - . THEn-nrAim V'M Cnd the tVabash the tnoefc cönrenlea imb to all of tbe notod bealth reaortj v lUinoIs, Jlissourl, Arkansas aniTex&j, aiid that the extensive througb. car ey&tTC asul pniwrior Bccornnrodatlona t pepular lino will add greatly to bis corafert "wlaleen route. Ian3phlct8 deskriptive of the m ny eclebrated ms neral prines of the Wee n n Eoatü sent free on application." THE CAPITALIST - Canpet the Information necessaryto seenn soie and prolitable Investments In agricul ture,.ftock-ralsSnsr. mininpr. lumberuis-, or any cf the manynvitinf? üelds througboat thoFouthand West, by addreising tlie rmdersisnei. . - F. CIIANDLEH, Cnenl Fasses; QlTldttlrttt.SUUtb, Ci. ILLINOIS-r-IOWA-r-MISSOURI f. n rrr Ä rli4
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