Indiana Tribüne, Volume 8, Number 42, Indianapolis, Marion County, 30 October 1884 — Page 3
SÄdttch. JM&IRR Zt kürzrfte Äd beste Sah nach Lorrisville, Nashvillo, Memplris, Chattanooga, Atlanta, Savannah, Jackaonville, Mobile and New Orleans. Es ist vsrtheilhaft für Passagirre nach dem Täden, eine direkte Route zu nehmen. - Palast, Schlaf, und Parlor-Wagen zwischen hicaga n oaisdille und St ii und ouisdille ct)fc Wagenwechsel. Eomfort, SchnellizleU nnd Sicherheit biete, ,3eff die alte zuverlässige B. Ml. & 5b. M. M.
H. TL. Doring:, Assistent Seneral PassagirZlgnt, ottoft.Jike Washington und JZtnoil Str., Jndxl E. W McKenna. Superintendent. Ohicacro, rtt. Ltonls and Pittstotxrc: Rallroad. Zeit-Tabelle für durchgehend nnd Lokal-Züge. o 17. Febr. 1585 a: ßflae klaffen daUnion.Drot.Jdxl.,wt folgt: Ltattontn.
Poftzug. Schnlljg eesm. tlO:UC I-döNm t.Oü 13:59 6:41 , 6:13. 1:37 7:ii 6:50 3:31 . 8:57 , s:47 . 8:a9 . 4:51 . 9:52 , 6:40 . lt: :2:37Crn 4:24 , 8:02 . 6:17 2: 5: ,m 6:2- . 5:i5 . Vj30 f 7:?OWmi.
Sba.Jndianavl' '4 ni.amb'git? 6 Siichmonb .... ti Da?ton 8 , Piqua... .... 8 , Urbana 9 C0lU3llul....ll :28Lm : . ri 0 :&7 . :i8 . :56 . :3Mm mark 13 . StenbenvtZ. d 62 :i9 ! m :u2 . . Iheeling V . Cittltura.... 7 , fcarri4burg... 4 altimore 7 :15üm 43 . Vaidinatsn.. 8 :50 . Cbiiabifibla. 7 :M . New York.... !l , VSltsn I 8 2j . 'ibUm Täglich, f Täglich, auSgeriommen Sonntag. " Pullmann' ? alaft. las. nnb Hotei'Wager durch dt PtttSdvrg. Harrildurg. Phtladelxhta un Htm ork. lzn Sechs!. Blo in Saaenchs' nach ÄaUimsr, Washington und Boston. cty Fah'katten nach o3n Oeftlichen Städten indin allen Haux.?ahrkZNn.u,au dkWftnt nd in dm Stadt.Burau, Xt ser Jlltno, und Wasktngton Straße und int Unten Depot Bureau. JndiinaVoli. zu haben. Schlafmugen.arte tön. nen t oraui gcfichert den durch Kpv.ltjuoi bt dngentn im StadtBrau ,dr im Unter Dexot zu JndtanaxoliI, Ind. H. K. Dering. . . P. . ordoft., ashiug. ton und Jllinoia Strai. Jnd'pl. James VZtZxta, Nanagtl, Eolumbu, Oh' ..Ford. tat. Passagi. und rit..Fgn, Viuiura. Feuer-Alarm-Signale. 4 Pennsylvania uud Narket. i Hzxtquarttr dZer De?arl.mnt. Oft.Strztze und New Dort. 7 Nbl und Nichigan Straß. 6 New Jrse,-Ltraie und Vkafsachusett 9 Wtnfton und NordLtraß. - 12 raffachussettZ c. nah Nodl Str. !Z Tse!aare Ltr, und Jatt Wa?ne Ave. 14 91 Jrs? und Fort Wayn vn' 15 Peru Str. undMesiachufett 16 khrifiia Ks. und Ash Str. 17 Park Xve. und Butttr Etr. li Varros St?, und VZslolt So. 19 Srcher und John Str. 122 College Sve. und Liebnt tr 12S ladana und Siident tt. " 125 eridian und Sibent Str. 2-26 Handel Str.und Lmeoln 2ip 117 LuenellungZ-SebZuk. 133 Ent?alv. und x$t Str 131 XUdaina unh 3Jlorn!on 6tx 132 Rodampto und Acht 5ti. 14 Eollege a. und .ihnt Str. 135 Home So, uud Telarosr Str 15 D!aroar nd Michizan Str. ' 31 e:. Jot Str., nahe JSinoig. LZ Pennsylvania und Pratt Etr. 25 Rs. k. Sngine House Sechft. nah JUi 26 V!tsftssir?i und Et. Clair ?tr97 JUinoi nd Vlichigan Str. 93 Pennsylvania Ctr. und Hom Ao. ZS 'sftssiL?i und Vierte Ttr. 212 Tennkfs und William Btr. iU Peunjhlvania undMichigan et. 114 Jlino i und Hrbrt Str. 31 Jndan, Av. und Vlichigan Str. S2 7Zndtan und Lainut tr. - 14 California und rvs:! ? . 85 läse und e Jorr it:. LS Jndian Cae. und St. IIot tt 57 5tadtto'rta:. 83 Blak uns ird Str. S9 tchiin und zn St, 31? 33 1 und SSalnut Str. 313 Lest und Tritte Str. 214 Stdnt und Hoa,d Str. 41 Washington, nah West Str. 42 Seißindorf und Washington 9s43 iffouri und em Kor! Str. 4S WertdiZ und Washmgton S:r 4 Zlllinois und Ohio Str. 47 ' Änn,sse nd Washingtsn Str. 48 ingan'k Park Hos. 49 ndtanola. 412 ?issourt und sryland Str, 418 tsfilftVpt und Wabslh Str. 415 Srguson'4 Pork Hous. 42l I.. 9t 13. ound Hous. 423 Jnsan s?lm. 61 Jlltnot und rriN Str. S2 Jlinotl und Louisian Sn SS Wft und VcTart, Str. 54 Sft nd South Str. renueflee nd eorgia Str, S7 Uridian nd Rag Str. ' 55 Vadison ,. und orrt Str. S9 ??adison v. un Tunlop Str 112 Oest und Stockmood Str. 515 entu, . und Zn,d e 514 Union und Vtorri Str 515 Jlinotl und ansa S 517 orri und Dacotah Str. 51 South nah Delaaar Str. 52 Pennsylvania und Louisiana tr CZ Delamare und VeZart? Str. K4 Oft und crt, Str, U Alabama uud Lirziaua v. 57 Virginia . und radshaw Str SS Oft und kodurn Str. t Ps,loania Str. und adison . 51Z vlernan und Doughrt Str.71 vttgwta ve.nah Huron tr. 72 Oft und orgia Str. 7Z Washington und Bknton Str. 74 Benton und eorgia tr. 75Zoreftoe.nd Pin. 75 TUlo und Vat tr. 78 Virginia ve. uud Dillon. 79 ZKtchr . und DiUon. 71 Sxruc und Prospekt Str. 713 nglish Re und Laurel Str. 714 Orang und Otto Str. 715 Shell und eecher Str. a 6 Irs, tr. Lashingt und Dlamar St,. SZ 5ft und 4irl Str. U lUm jlort und Davids tr 55 raud5uulnnstalt. SS LZk. Staate rsenal. 87 Orintal und Washington Str 9 FrauiN'Vesängniß. 12 . chlauch.Hau. Oft ashin,tstrt ,15 artet und odl Str. . 514 Ohi und Harve, Str 91 arland nah Meridian Str. 92 eridian nnd Seorgia Strai. 4-5-1 Prtvat.Signal. 1-2-1 Und aftn iederhoU.zmeiier Alar. k-3 Signal für Zur.Dru. Lt Schläge, Feuer au. Drei Schläge, Druck ad. Löls Schlag, 13 Uhr itt
Goldene Schwingen.
Roman von R. Elch o. (Fortsetzung.) Und Tu zitterst nicht für sein Leben, wenn er fortgeht V Du fürchtest Dich nicht hier allein zu bleiben in dem einsamen Hause V Hedwiz erröthcte. Ja," etttgegnete sie, ich zittere, trenn er die weite 3!eise antritt, und ich sehne mich nach seiner Wiederkehr, allein , f. V - . - ' . f. . l ? 0 icy iage mir auc?, oap lauseno grauen um kleiner, bedeutungsloser Unternehmungen willen ihre Männer scheiden und gefahrvolle Wege wandern sehen. Soll ich verzagen, wo es sich um große Ziele handelt? In der Kolonie aber fühle ich mich so sicher, als sei jedes Mitglied der Gemeinde mir verwandt. Hier- sieht Jeder in -meinein Manne den Freund und Wohlthäter, und wenn Neinhold fort ist, so stehen Alle für mich ein. ' Wir haben uns redlich bemüht, ein Band der Liebe zu schlingen und Das in unseren einfachen Gefährten zur Entfaltung zu bringen, was Edles und Gutes in ihnen lag. Du ahnst kaum, wie viele Tugenden die braven Menschen bei den schwierigen und mühevollen Arbeiten gezeigt haben und wie dankbar sie sich zeigen für die gewonnene Unabbängigkeit uud Wohlhabenheit." Alanka schaute nachdenklich auf das Meer, dessen Wellen unter starken West' wind den Strand herauf rollten. Ich muß an Bord des Dampfers zurückkeh reu", sagte sie und erhob sich. bleibe doch bis zu vkelnhold's An kunft ! Er wird Dir crzäblcn, daß er in München Poldi Lom begegnet ist, dessenIdealfigur Die Hossnung" durch die große goldene Aedaille ausgezeichnet wurde. Lom's. Haar soll stark ergraut sein, aber sein Herz glüht mcbr als je für die Kunst." Der brave Mensch !" Blanka senkte die Blicke. Man konnte es in ihren Zügen lesen, daß sie auch diesen Freund verloren batte. Ist Dein Gatte noch anderen Bekannten auf seiner ledten Jleise begegnet? Seit Jahren bin ich in der Frenidc " Rcinhold sah auch Herrn von Hoßlar," bemerkte Hedwig zögernd. Meinen bösen Dämon! was ist aus ihm geworden V Besitzer von Wächter's Hotel. Nach meines Oheims Tod fehlten ihm die Mittel, sein verschwenderisches Leben fortsetzen zu können, und. während der Berwälmng hatte er seine Kundschaft als Arzt eingebüßt. So kam er bald in eine bedrängte Lage und heirathete Lottchcn Wächter, die Tochter der verwittweten l üotelbesitzerin Wächter. Als Gastwirth soll er seinen Gästen ein glänzendes Beispiel als Trinke, und ganz Erstaunliches im Konsum von Jlothwein' und anderen Getränken leisten. Seine früheren Bekannten weichen ihm aus, als trage cr ein Kainszeichen auf der Stirn. Die Natur verlieh diesem Manne herrliche Gaben, aber seine Selbstsucht und niedrigen Leidenschaften werden ihn zu Grunde richten, wie cr andere Eristenzen vernichfei fort.. xHuf Blanka'S Stirn zeigte sich eine tiefe Falte und die zuckenden Lippen deu tcten auf Sturm in ihrer Seele. Am Ende ist Allcö eitel weise Hedwig," sagte sie im Tone großer Bitterkeit. Oder glaubst Du,daß den bravenMcnschenmehr Glück beschecrt ist 'i Das Leben hält Keincm von uns, was die Kindheit versprach. Alle Träume und Illusionen der Jugend läßt die fortschreitende Zeit zerrinnen; sie zerstört langsam Schönheit und Lebenskraft, sie streift Knospen und Blüthen, Blätter und Sprossen vom Baum des Lebens ab und zuletzt sehnen wir das Ende h.rbei und gestehen uns, daß Alles eitel war." Hedwig ließ gedankenvoll ihre Blicke über das weite Meer schweifen. Die trübe Stimmung Blanka's warf Schatten auch in ihre heitere Seele. Wie sie sich aber nach einer Weile umwandte. leuchteten die Häuschen der Kolonisten. aus dem t.yal, die heimkehrenden vbmzer sangen ein Lied und jetzt tauchten die eigenen Kinder aus den liebenspalieren der Berglehne auf, gefolgt von der Lehrenn, dem Doktor und elnem schlanken Huramädchcn. 0 nein, Blanka, nein," rief Hedwig und ihre Augen erstrahlten wieder in froher Zuversicht, uns ist eik besseres Loos beschieden ! Wohl mögen die Illusionen der Jugend vergehen, wie der Blüthenschnce von den Bäumen fällt, allein der Blüthe folgt die Frucht. Aus den poetischen Jugendträumen hebt sich das Familicnglück, die goldene Frucht am Lebensbaum, heraus. .In den Kindern lebt für uns der Vkorenglanz der Jugend noch einmal auf. 9!ein, ich gehe dem Zauberhain der Zukunft frohen Muths entgegen. Mag sich unscr Lebensweg abwärts senken zum Thal des Todes, mag dieser Körper stückweise vergehen, unsere Aussaat bleibt sie ist nicht verloren. Wir haben gearbeitet und gewirkt für unsere Nächsten, die auf der Schattenseite des Lebens wanderten, und in der Menschheit werden wir fortleben. Glaubst Tu,, daß das Borbild von Energie, Selbstverleugnung und Opfernmth, welches mein Neinhold im Nehbacher Thal uns hier gab und immer wieder giebt, spurlos verloren geht? Glaubst Du, daß die guten Lehren und Gedanken, welche ich in die Seelen der Jugend streue, vom Wind verweht werden? Nein, nein, das Gute, waswirvollbringen, wirkt fort von Geschlecht zu Geschlecht!" Hedwig schloß das Bübchen, welches ihr jubelnd in die Arme flog, an die Brust und fuhr mit bebender Stimme fort: Wenn einst 'der Schnee des Alters aus unser Haar fällt, dann wird hier unsere Aussaat reifen, dann werden wir uis erquicken an dem Aufblühen und ZÄachsen dieser jungen Welt, an den Fortschritten deS Aienschengeistes. O Blanka, eS giebt Ideale, welche uns forthelfen über das Thal der Thränen, über Elend und Barbarei sie heißen Humanität und Kunst. Tu bist ruh- und sriedlos, ich fühle es. O, bleibe hier bei uns, führe wie wir ein Leben der Nützlichkeit. Nimm Theil an unsern Arbeiten und Sorgen, an unsern Kämpfen und Siegen. Tu wirst es nicht bereuen. Es lebt sich so schön in einem Lande, aus dem
man das Gespenst der Armuth verscheucht hat!" Die Baronin schaute in das Gesicht der Sprecherin und konnte das Gefühl der Bewunderung' nicht unterdrücken. Die junge Mutter war in diesem Augenblick schön wie ein Engel der Verheitzung. Wohl klang die Einladung ve?lockend und Blanka's Blicke schweiften sehnsuchtsvoll über die schöne Landschaft, dann aber kam ihr der Gedanke an ökeinhold und sie wendete sich mit einem Seufzer ab. Es ist zu spät, zu spät", murmclte sie.
Der "Naturforscher trat aus die Veranda und gab seiner Verwunderung darüber Ausdruck, daß cr im nahegelegenen Hain Vögel gesehen habe, die nicht in Amerika """""""iSölub - Zurückgekehrt Crjählunz von Edard Hestermar.n. ErstcsKapitel. Hans, der Kater, lag auf der zweiten Stufe einer von der Atittagsgluth eines heißen Julitagcs erwärmten Steintreppe, welche zum Eingange des nicht allzu großen einstöckigen Hauseö führte, das mit seinen glänzenden Fensteraugen über stille Buchenwipfel hinweg nach der blauen Ostseite schaute. Hans schlief und träumte seinen Katzentraum. Eine kleine Stocke von ihm - entfernt lag Prinz, der schwarze Pudel des Hauses redlicher Hüter und ärgerte sich mit großer Beflissenheit über die vielen Fliegen, die ihn umschwärmten, und die nach und nach zu haschen sein eifrigstes Bestreben war. Wenn's nur nicht gar so heiß gewesen wäre; die Sonne schien sich wirklich als Friseurin an seinen schwarzen Zottelpel; machen und diesen gam überflüssig kräuseln zu wollen. Wohl strich ab und zu von der See ein Hauch wie kühlende Linderung über die Wälder, Saaten und Strohdächer am Strande, und auch Prinz bekam feinen gerechten Theil davon ; doch war es für ihn nicht der Slede werth. Plötzlich aber wurde der wackere Pudel aus seinem Aergcr durch feste Schritte auf dem knirschenden Sande zu nützlicherer Beschäftigung aufgestört. Mlk kurzem, kräftigen Gebell betonte er die Thatsache, daß er nicht allein dem unvergnüglichen Zeitvertreib des Fliegen schnappens obzuliegen habe. Hans, der Kater, fuhr aus seinen Träumen auf und erreichte ohne Mühe mit drei, in der Schlaftrunkenheit mehr unbeholfen als zierlich ausgeführten Sätzen die neben dem Hause stehende mehrhundertjährige Eiche, von deren unterstem Aste herab er den weiteren Ereignissen mit Nuhe entgegen zu sehen vermochte. Der Man, welcher mit schwerem Schritt über den sandigen Weg dahinwanderte und sich demHause näherte, ohne vor der Hand auf des Pudels Gebell oder des KaterS Flucht zu achten, war stattlich gewachsen, hoch und breitschulterig; seine derben Beine zeigten an den Knieen jene Ausbicgung, die man nicht allzu selten an Seeleuten gewahrt. Auch wiegte sich sein Oberkörper in jener eigenen Weise in den Hüften, die man an Theerjakken" zu bemerken gewohnt ist, welche auf schwankem Schiffe das Meer pflügen. Bon den breiten, braunen und behaarten Händen war in diesem Augenblick nur die eine zu sehen, da die andere in einer der Taschen seines Beinkleides von hellgrau und braungcwürfeltem Stosse stak, wie denn der ganze Anzuz des Ankömmlings aus letzterem verfertigt war. Das Gesicht des Mannes war breit, aber im Relief mager, tief durchfurcht, bräunlichgelb gefärbt und nicht ohne auf 3!ohheit dcutende Züge; die Nase lang, die Lippen dünn, die Augen groß und blau, sicher blickend, aber von einer gewissen Starrheit. Alles in Allem genommen, machte der Mann keinen guten Eindruck. Es lag etwas Gleichgültiges, geistig Abgestumpftes und 'grob Arterielles in seinem ganzen Wesen und seiner Art. Als der Mann sich der Thür des Hauses ziemlich nahe befand, entleerte er seinen Ä!und des darin enthaltenen Kautabacks auf sehr ungenirte Art und versuchte dann den bellenden Pudel durch einen Fußtritt zu beseitigen. Prinz, der an dieser Art von Behandlung wenig Erfreuliches finden konnte und schon in seiner Jugendzeit den Beweis geliefert hatte, daß er die Furcht stolz zu verachten gelernt er hatte sogar einmal den Bet-, telvogt, der ihm mit dem Stocke gedroht, durch eine wüthende Attacke zu eiliger Flucht gezwungen Prinz also ließ sich diese Mißhandlung nicht gefallen, und da ihm außerdem vielleicht auch das Mu ster des Stoffes, aus dem das Äeinllelo des Fremden gefertigt war, uicht gefallen mochte, fuhr er diesem wüthend an die Beine und versuchte als Siegesbeute eine Probe des benannten Stosses davonzutragen. Damit war das Signal zu einem Aufruhr gegeben, welcher sich zunächst dadurch äußerte, daß der Fremde in ein wüthendes Geschrei und in Schimpfreden ausbrach, welche theils in deutscher, theils in cnglisch-amcrikanischerAkund-art geführt wurden und selbstverständlich zunächst dem schwarzen Prinzen", dani'. aber auch den Bewohnern des Hauses als muthmaßlichcn Besitzern des Pudels galten. ' Darauf wurde die Thür des Hauses geöffnet und ein alter Mann erschien mit kräftigem, ärgerlichen Zuruf auf der Schwelle desselben. Der Pudel ließ den Fremden, rannte gehorsam auf seinen Herrn los und stand nun schweifwedelnd vor diesem, als rechne cr auf eine Anerkennung für die von ihm verübte Heidcnthat. Diese aber blieb nicht nur aus, sondern ein kräftiger Schlag belehrte Prinz außerdem auch noch, daß er in seinen Amtspflichten zu weit gegangen sei. Der Pudel entfernte sich danach mit herabhängendem Schwänze und einem Blicke, in dem durchaus nicht zu lesen war: Ich grolle nicht V Der Fremde, der während dieser Bege benheit mit einer gewissen Unruhe Alles rings um sich her geinustert hatte, sagte, nachdem er vorher in echter Aankee-Ma nier ausgespuckt hatte: Kalkulire, solltet den Hund an die Kette legen. Hätt' ich meinen Itevolver bei mir, konnte die
Bestie in diesem Augenblick schon begraben werden." Ich bitte sehr um Verzeihung," sagte der alte Mann, daß Sie auf diese Weise von meinem Hunde angefallen wurden. Er ist sonst nicht bissig, außer zur Nachtzeit, wo er an die Kettelelegt wird. Wollen Sie in tnein Haus treten V Der Fremde schien wenig a?f den altcn Ac'ann zu hören, firirte jedoch diesen unausgesetzt sehr scharf und fragte daiin: Ich denke, Ihr seid der Andreas Nitter?" Der alte Mann sah den Fremden vcrwundert an, dann begann er plötzlich am ganzen Leibe zu zittern, beugte den Oberkörper vor und rief mit bebenden Livpcn und einem Tone, den nur eine Mischung von Angst und Freude hervor-
bringen konnte : Hans ! Gott steh mir bei ! c.'.' st's Traum oder Wahrheit? .Du bist's, Hans... mein Sohn!" Die Stimme versagte ihm, die dicken Thränen drängten sich aus seinen sanften blauen Augen hervor : er breitete die Arme aus, wie Einer, der nach langer Oual sehnsüchtigen durstigen Harrens, des Kleinods seiner Wünsche sich bcmächtigen und in seinem Besitze schwelgen will. Aber der Fremde machte keine Bewegung, die errathen ließ, er habe für die Wünsche des Alten irgend ein Berständniß. Er streckte nur' die Hand dem Alten entgegen und sagte mit einer Stimme, die trocken und ruhig erklang : Hast Dich nicht geirrt, Alter, ich bin Hans, Dein Sohn. Ja, ja, da bin ich wieder ! Ein respektabler und wohlhabender Kerl ! Wirst Augen machen." Aber was bedeuten die frostigen Empsindungen eines nach langer Irrfahrt aus fernen Landen mit crtödteten Gemüth zurückgekehrten Sohnes, gegenüber treuer Vorliebe mit all' ihrem Reichthum an Zärtlichkeit, Hossnung und Geduld ? Der alte Maim hielt den Sohn umschlungen, fest und kräftig, seine Thränen rannen an dem staubigen Kleide des Wiederge kehrten herunter, und seine grauen Haare mischten sich mit dem dunkelblonden, nach Yankee Art geschnittenen Bart des Sohnes. Wenn Du's abgemacht hast" der Sohn kam mit der Pbrase nicht zu Ende, der Vater mochte ihm in seiner heißen Freude doch zu rührend und ehrwürdig vorkommen. Er schob ihn sanft von sich, Wie geht's der Mutter und der Schwester? Laß uns zu ihnen gehcn." Du hast Recht, mein Sohn, mein lieder, theurer, mir zurückgekehrter Sohn; woran dachte ich nur ! Ach, wenn die Mutter nur nicht von der Freude getötdet wird ! ?" Der Sohn war wieder kalt gcworden, so kalt, als lägen nicht zwanzigJahre zwischen dem Einstmals und dem Heute; so kalt, als hätte cr für den Vater Getreide im Nachbarstädtchen vcrkauft und nun Bericht zu erstatten über den Ertrag des Geschäfts. Ich denke," sagte cr, die Mutter wird vernünftig sein." Der alte Ritter stürzte voran ins Haus. Mutttt !" rief er fast athemlos, Anna, Louise ! Heraus kommt heraus!" .Alterchen, welch' ein Lärm!" klang es in freundlich mildem Tone durch die geöffnete Hausthür. Was ist denn passirt?" Hans, unser Hans o mein Gott ! so komm' doch Junge ! Unser Hans ist wieder da!" Der Alte brach im Flur des Hauses zusammen, sank aus den dort stehenden großen Koffer mit den blauen Vkcssingbeschlägen nieder, preßte die Hände gegen seine thränenfeuchten Augen und begann nun' laut zu weinen. Ihr Deutsche bleibt doch ewig Deutsche ! Immer noch die alte Scntimentalität," brummte der Söhn. Was ist denn so gar Besonderes daran, daß ich den Katzensprung gemacht über den Ozean, und mir drüben ein paar Tausend Dollars verdient habe '" Letztere Thatsache schien ihm denn doch bei Gelegenheit seiner Rückkehr die bemerkenswertheste zu sein. ' : Mit einer Art roher Gemächlichkeit i atte er die Schwelle des elterlichen Haues, auf der er vor mehr als 35 Jahren seine Kunstfertigkeit in Bildung von Sandtümpeln gchrüft, überschritten. Nun stand cr der Atutter gegenüber, der würdigen Vkatrone mit den silbergrauen Haarflechten, die mit einer gewissen unbewußten Koketterie um die feingezeichnete klare Stirn geordnet waren, mit der Weißen Küchenschürze und in der Hand einen großen 'von Bickbeermus roth gefärbten Holzlöffel haltend.. Wiejebr die Sonne ihn auch verbrannt. Das Mutteraug' hat ihn doch gleich erkannt !" Der Holzlöffel siel der Alten aus der Hand; es bedürfte für sie keiner weiteren Auseinandersetzung. Sie glitt an dem Sohne kraftlos nieder und drückte seine Hände an ihre Lippen. Der Blick, den der aus der Fremde zurückgckehrte Sohn auf dieMutter warf, die keines Wortes mächtig, in ihre stillen Küsse das Gebet legte, welches ihre Seele sprach, war nicht liebclos, aber hatte nichts von Dem, was eben dieser Augenblick in denselben hätte hineinlegen müssen. Nun, nun, Mutter," sprach er, sie vom Boden erhebend, warum denn die Thränen? Ist's denn ein Wunder, wenn ich nach ein vaar Jahren einmal Lust verspürte, nachzusehen, wie's in der alten Heimath aussieht? . Wie ich bemerke, seid Ihr gesund und steht noch fest auf den Füßen das ist ja gut; und was mich betrifft, ich bringe ein paar Thaler Geld mit, und es hat mich nicht gereut, so lange draußen gewesen zu sein. Da ist doch kein Anlaß zu Thränen, von denen ich wie Du weißt nie viel hielt. Also, laß es gut sein und laß Dir sagen: ich bin verteufelt hungrig und durstig. War ein weiter Weg von Lübeck hierher und habe viel Staub. geschluckt auf der Landstraße." Die Mutter umarmte ihn noch einmal inbrünstig, dann wischte sie mit der Schürze die letzten Thränen aus den großen, starkbewimpcrtcn grauen Augen und sagte, ihn bei der Hand nehmend und mit fortziehend : Sollst Alles haben, was
cut .oe:j degcvtt, Herzenskind ! Komm' mu.'! D-.r alte Ritter war mittleriveile von dem Koffer aufgestanden und folgte ,nii gefalteten Händen den .Beiden. Teufel!" rief der Zurückgekehrte, plötzlich stehen bleiben aus. Wen haben wir derm da r T)ie Frage bezog sich auf zwei junge Mädchen, welche Arm in Arm in diesem Augenblick über die Schwelle einer zur Rechten des Flurs befindlichen Thür traten und den Ankönnnling ebenso verwundert und fremd ansahen wie dieser
l lle. . Die Alte hcn die Reckte des Sobnes fahren und rief den .Mäochen mit einer ! Behendigkeit entgegen, die ' im seltenen li i.. , r :r. nri..r. . jwiuia;; zu u;icm i'iiicr iam. le umschlang das eine,, altere der Mädchen und küßte sie mehrmals auf Münd und Wangen, während sie athemlos dazwischen die Worte hervorstieß : Er ist wieder da Anna fr ist wieder da!" Tu erstickst mich ja," erwiderte das junge Mädchen, eine hübsche Blondine von etwa 25 Jahren, indem es die Mutter sanft von sich schob. Wer ist denn wieder dar" Da steht er !" Die Mutter wies auü e r I oen zuruagereynen oyn. ein Vruder ist's die Sonne Amerikas hat ihn arg versengt, und mager ist er auch geworden aber seine hübschen blauen Augen sind noch immer die alten. Ist's nicht so, Anna? Nun, so geh' doch und umarme ihn." sFortsetzung folgt.) Qom Auslande. In und vor der Kirche Saint Nieolas des Ehamps in Paris spielte sich am 8. Oet. eine Scene ab, die stark an die Vorgänze der ersten Nevolution erinnert. Die Stadt Paris hat vor etwa 25 Jahren das Pfarrhaus und die Sakristei dieser Kirche expropriirt. Das erstere ist niedergerissen worden und die Sakristei soll jetzt, da sie der Regulirung der Straße Euningridaine im Wege steht, demolirtwerden. Die Stadt hat zur Wiederaufführung der Gebäude zwar das benöthigte Terrain zur Verfügung gestellt. Der Kirchenrath behauptet aber, zum Bauen die nöthigen Mittel nicht zu besitzen. In Folge dessen Weigerung des ErPriesters von St. Nkolas,' die Sakristei gutwillig zu räumen. Der Seinz-Präfckt hatte Herrn Pfarrer Rivie ankündigen lassen, daß die Besitzergreifung gestern um 2 Uhr stattfinden würde. In Folge dessen hatten sich über 1000 Wünschen um die festgesetzte Zeit vor der Kirche, zu allen Streichen bereit, eingefunden. Im Widerspruch mit einem von dem Präfekten kurz vor dieser Stunde an den Kurator eingegangenen Brief, mittelst dessen Jener zu einer neuen Besprechung in das Bureau des Herrn Pontelle citirt wurde, erschien plötzlich, der übereifrige Verwalter der Kommunalhäuser in St. Sttcolas, ein alter Eommunard, den Floquet als Seine-Präfekt seiner Zeit in die Administration cingeschoben, um die.Auslieferung der Sakristei zu verlangen. Von dem Geistlichen und dem Säckelmeister der Kirche nach seiner Legitimation befragt, mußte Herr Eallet, dieses ist der Namen des städtischen Beamten, gestehen, daß er als solcher nur seine Visitenkarte vorweisen könne, die natürlich als nicht genügend befunden Äürde. Herr Eallet zog sich unter dem Halloh der Menge zurück und ward nicht wieder gesehen. Inzwischen wurde vor und in der Kirche, die sich mit dem Abhub der Pariser Bevölkerung gefüllt hatte, allerHand widerwärtiger Unfug getrieben. Man wusch sich in den Weihwasserbecken,' sang die Marseilles, persiflirte die geistlichen Gesänge und Amtshandlungen. Auf dem mit einer Himmelfahrt von Simon Vouet geschmückten Hochaltar faß ein Frauenzimmer und verspeiste gebratene Kartoffeln. . A!an rauchte, man psiff, man heulte, man zechte in der Kirche, und nirgends der Schatten eines Polizisten, um diesem Unfug ein Ende zu machen. Endlich gegen 5 Uhr treffen starke Polizei-Abtheilungen ein, die zunächst die Kirche im Innern wenigstens soweit säubern, daß ein Leichenzug dort eintreten und ein Todtenamt abgehalten werden kann. Nach diesem Akte erst wird das Publikum vollständig zerstreut. Die Schwäche der Polizei spottet hier aller Beschreibung und in geradem VerHältnisse steht dazu die Unsicherheit in Paris. Die äußeren Boulevards, die Vorstädte sind zur Nacht waffenlos nicht mehr passirbar. Kaum ist die Einbrecherbande in Neuilly abgeurtheilt, so ist eine Einbrecherbande in Passy der Schre cken der Bevölkerung geworden. Mehr als 23 Einbrüche mit bewaffneter Hand sind in ganz kurzer Zeit konstatirt. Hans Rosenplüt, ein? kannter Dichter des fünfzehnten JahrHunderts, hat einen schönen, die ehrliche Arbeit ehrenden AuSspruch gethan. Er sagt, der Schweißtropfen spalte sich in vier Theile: der erste steigt zum Himmel auf und harft und geigt, daß der dreiernige Gott bewegt wird, der zweite fließt in die Hölle und löscht, ihr Feuer ab, der dritte rinnt in die Seele und wäscht sie klar, der vierte bringt solche Früchte, daß er die g.in'e Welt aussucht, Gut zu sammeln und wieder zu spenden. Zehn Jahre nach dem West phälischen Friedensschlüsse begegneten sich einmal im Haag der französische u!id der spanische Gesandte, Gefolge begleitet, in ihren Staatskarossen, die zu jener Zeit bekaüntlich von unmäßigem . Umfange waren, auf offener Straße. Da diese eng war, wurde es unmöglich, aneinander vorbeizufahren, und es blieb nichts weiter übrig, als daß eine Partei 'eine Strecke zurückfuhr und der anderen Platz machte; aber hiergegen, gegen solche Nachgiebigkeit, empörte sich auf beiden Seiten der Gesandtenstolz. Man wich nicht, und da es hier wie dort zu lebhaften, crölterndcn Debatten kam und das Gefolge wahrscheinlich bei der Sache auch nicht müßig blieb, mußte sich ein holländischer Offizier mit hundert Mann dorthin begeben und diese zwischen die Hartnäckigen aufstellen, um nur die Dienerschast von Thätlichkeiten abzuhalten. Wciter.aber konnte auch er nichts errei chen ; die Herren . blieben standhaft in ihrem Stolze und wären wohl nie, trotz Wind und Wetter, mit den Wagen ge-
Des
(V 1 T P 1 (Pf iü; UyiivUL
Leute, welche flch ein vorzügliches Planolanschaffen nnd dabei $100 ersparen wollen, der Betrag, welcher gewöhnlich bei solchen PianoS, die in ausgedehnter Weise annoncirt werden, daraufgeschlagen wird, werden in dem
ß
to
geradezu daS finden, waS sie wünschen. Dieses Instrument bat seinen Weg in nabezu I.tt0 Hänser dieser Stadt gesunden, ein Nmstand, der gewiß zu seinen Gnnften spricht.
Besonders niedrige Preise. . Abschlagszahlungen. Peaison's Insik
No. 1 S5. Pennsylvania Str.
wichen, wenn nicht die Generalstaaten, um ernstliche Mißhelligkeiten zu vermeiden, eingeschritten wären und dem Streit dadurch ein Ende gemacht hätten, daß man die Einfassungen der Straße, die schützenden Geländer neben dcn Häusern wegriß und Platz zum Ausweichen schaffte. Stolz fuhren nun die Herren Gesandten aneinander vorbei; jeder in glücklicher Befriedigung uvd mit dem Bewußtsein,sich und seinem Staate nichts vergeben zu haben. Der heftige Eyclon, der am 8. October in Eatania wüthete, alle Telegraphenleitungen zerstörte und mehrere Häuser zum Einsturz brachte, hat, so viel bis jetzt festgestellt werden konnte. 27 menschen getodttt und 350 mehr oder weniger verletzt. Die Verunglückten mußten größtentheils unter den Trümmern der eingestürzten Gebäude ausgegraben werden. Der Schaden, den man anfänglich auf annähernd zwei Millionen Lire bezifferte, wird jetzt, wo man den ganzen Umfang der Verheerung besser übersehen kann, auffünf Millionen Lire geschätzt. Die Umgebung von Paris, namentlich, Passy, Auteuil, Neuilly und Boulogne, wurden seit längerer Zeit von einer gefährlichen Diebesbande unsicher gemacht. In dem kurzen Zeiträume vom 25. September bis zum 2. Oktober waren die Strolche in nicht weniger als acht verschiedene Häuser eingebrochen und hatten reiche Beute von bannen gefübrt. Als sie schließlich eines Abends nach acht Uhr bei einem Kohlenhändler eingedrunen waren und dort dreitausend Franken m Vankscheinen eingeheimst hatten, wurden sie beim Davonschleichen von zwei Polizei - Agenten bemerkt, deren einer sofort seine Vorgesetzten benachrichtigte, Während der andere die Spuren der Uebelthäter nicht aus den Augen ließ. Die Diebe, vier an der Zahl, begaben sich nach Grenclle (Stadttheil von Paris auf dem linken Seine-Ufer), wo sie in einer Kneipe einkehrten. Die Polizei folgte ihnen nach und drang in das Zimmer, wo sich die vier Strolche befanden. Zuerst, überrascht, zogen sie alsbald ihre Revolver und Dolchmesser heraus. Ein heftiger Kampf entspannsich, die Polizeidiener behielten aber die Oberhand. Fast allen Kämpfern waren die Kleider vom Leibe gerissen; einer der Strolche war ganz nackt und man mußte für ihn Kleider von der Präfektur holen. Ein Polizist war sehr übel zugerichtet. Die vier Diebe wurden gefesselt und nach der Polizeipräfekwr gebracht. Johannes Schilling in Dresden, der Meiste? des Nationaldenkmals auf dem Niederwalde, hat eine für Leipzig bestimmte Giebelgruppe Apollo unter den Hirten" vollendet, die als äußerst anmuthig geschildert wird. Apollo nimmt, auf einem Felsen sitzend und die Kithara spielend, die Mitte ein; die Schaar der Hirten sitzt andächtig lauschend umher, und zwar sieht man zur Linken zunächst einen Greis, in welchem die himmlischen Töne alte Jugenderinnerungen zu erwecken scheinen ; daneben eine Frau, dje . von Wehmuth überwältigt, ihr Antlitz verhüllt ; dann . einen Knaben, der sich zur Anbetung hingerissen fühlt; auch die ihr. Kind stillende Frau, Hoffnung genannt, wendet ihr Antlitz dem göttlichen Hirten zu. Eine lang hingestreckte Quellnymphe als Ortsandeutung mit einer Nachtigall auf her Hand schließt die Reihe. Auf der rechten Seite folgen neben Apollo die Liebe, durch ein liebendes Paar dargestellt, der Tanz, ein tanzendes Kind, welches die Kastagnctten schlägt und von einem springenden Vöcklcin begleitet ist, endlich Mursyas als bockfüßigcr Pan dargestellt. .Der Quellnymphe links entspricht rechts in der Ecke eine Waldnymphe. Aus St. Gallen, 5. Oktober, schreibt man der Voss. Ztg.": In der toggenburgischcn Gemeinde Kappel starb, 89 Jahre alt, Karl Völker, einer der Freiheitskampfer von 1813 und 1814, dann ein politisch Verfolgter. Karl Völker, 1795 zu Eisenach geboren, ein intimer Freund Jahn's, widmete sich nach den Freiheitskriegen im Verein mit Maßmann und Dürr in Jena d'er'-Pflege der Turnkunst. .Er 'folgte fpät'ey einer Einladung, in Tübingen das Turnen an der Universität einzuführen. In die Burschenschasts - Bewegung verflochten, mußte er nach dem Sand'.schen Attentate aus Deutschland fliehen. Von der würt-
Pliii JLi LaJJ 11LL y
Mmw l Leichte tembergiscren Regierung unterstützt, ging er in die Schweiz, zunächst nach Zürich, wo man ihm eine Anstellung im Fellen bcrg'schen Institute in Hofwvl verschaffte. Später war cr in Thur turnerisch thätig.' Das. Mettcrnich'sch'e "Regiment gönnte ihm aber auch in der 'Schlei keine Ruhe; es ließ nicht eber mit Drohungen und Vorstellungen n..ch, als bis der gefährliche Demagog? aus dem iande gewiesen war. Volker fand darauf in England ein Asyl, wo cr zuerst in London mit großem Erfolge turnerisch wirkte, dann Vorsteher crner großen Eruchungs anstalt in Liveipool wurde. Nach fast sechsjährigem Aufenthalt in England kehrte er" in die Schweiz zurück Ui-.d gründete, wesentlich für engli che Sck ükr, ein Erziebungsin'titut im St. Geller Unierrhcinthal. Er ahiclt darauf daö Bürgerrecht und envarb sich in so bvhem Maße das VcNraucn seiner neuen Landslcute. daß cr in den St. Galler Großen Rath gewählt wurde. Er nahm Antheil un allen politischen Bewegungen und wirkte, immer der Sache der Freiheit dienend, durch Wort und Schrift. Der Herzog von Manche st.'r. welcher gegenwärtig Australien beX'Ci, wurde kürzlich i:n nördlichen Territorium mit seinem zahlreichen Gefolge von Schioarzen angegriffen. Es entspann sich m Handgcmi tt,ze, in welchem mehrere '.chwar,e gctodlet wurden. Der Herzog scldcr sch'v:b:? eine Ztit lang IN arönter l'saiir. Das einzig wahre Wö Ulm ri reinig! raZ Blut, r,zul!rt IU Urin nd yiitrtn und bringt die Sksund heit und rast rer Jngend wieder. '-yspkx'lk, urxeimvstzrtt unver camia-mi, rarrmsugtt uno ivui tumi uvvecingt gebeut, knochen. axii&KW und Nerre ernrsanzen ueue ras?, us itxai itn ui;t uud kl5ftizt laS Skdtru. Damett!i5n schwerdeakidk, finden in Dr. Harter Iron Voni c ein fixeres, schnell wirkendes Qeilminei. LZ ei:lt klaren leint. Die Versuche eS uschzumachen, er l.dkn nur die Beliebkheit deS echten. Prvdire vicht Ä7kre, sondern drauche das echte, d e st e. Ccnfcrt Eure Stresse an Th Dr. Harter Med. Co ' 0 ist. Louis, Mo., um iint'rr " Dream Book " fc ) A oieie leiqatnc und nueiide nueutnft kyk, tcstenfrci ju bekomme. 0K!0-INDIANA-MICHIGAN THE BUSINESS HAN TÄThcn he travcla vrants to ro quick, -wants to Im cosnfortablc, wartts to arrive at aestination on tinie, in fuct, wants a strictly businesa tiiv, nd consfuently tat es the populär W.ibnsh Route, feelins that lio is ure to uieet lü 4 iiLruenieata and. continuc to prosper and be ljappy. THE TOURIST TTas lonjr since chosen the Trabash as the f avorite route to all the surniner re9ortsof the Kost, North and West, and Winter Resorts of tlie bouth aa the Company has for years proidcd Letter -accommodations anu more at traetlons than any of its competitors for thia c'sxssof travel. Tourist Tickets can be bad at i cduced rates at all principal onlcea of tn Company. THE FAHMEB In searchof a newhome.trhere he ean e eure better return9 for Ins labor, ehould re mumber that the Wabash is the rnost direct route to Arkansas, Texas, Kansas, Nebraska, and all points South, West, and Northwest, and that round-trip land-explorers ticket atvery lowratos are always on aale at th ticket oillccs. Descriptive adrertising matter es Arkansas and Texas ent free to all n;iplicants ly addres&ing the General Paseener Agent. THE INVALID Will find the Wabash the most convenlent route to all of the noted health resorts of Illinois, Missouri, Arkansas and Texas, and that the vaxtensi?e througn. car System and superior accommodatlons of this populär lino will add greatly to his eomfort whileen route. Pamphlets descriptive of the mapy cclebratedrmneral prin?s of the West aad South sent free on appücaüon, THE CAPITALIST Cah pet the Information necessary to secure safe and proütable Investments In ajrricultare, Etock-raisin, mlninjr, lumberinff, or any of the many inviting fields throughoufi tnefiouth and West, by adtlressing th uadersijned. F. CÜAXDLEIV Ceaenl fusarstruf Ticket lgent.St. UiU, I. ILLINOIS IOWA MISSOURI
Store,
Pf IPflM fellMlnJ ITOTTO
