Indiana Tribüne, Volume 8, Number 34, Indianapolis, Marion County, 22 October 1884 — Page 3
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Goldene Schvwgen.
Roman d,n R. E l ch i. (Fortseduug.) WaS Du thun mußt?" Reinhold er. hob sich und schüttelte ven Kopf wie em grollender Löwe. ,,Deine Pflicht, Msid chen. Deine Pflicht, voll und ganz! Hätte Kranlitz Dem Glück zertreten und meines und das von Millionen Menschen, so müßtest Du doch jetzt für ihn eintreten, wo allem Anschein nach ein Verbrechen gegen ihn begangen wird. Das Verbrechen geschehen lajsen heißt in diesem Falle Theil daran nehmen. Verfüge über mich und jeden Heller, den ich besitze. Du darfst Deinen Oh!im nicht .im Irrenhause zertreten lassen !" O, Neinhold," rief Hedwig halb jauchzend, halb schluchzend, wie danke ick Dir für dieses Wort ! Du überwandest Deinen Groll, überwandest Dich selber. Nun gehe ich getrost ansWnkund essoll uns schon gelingen, ,die Infamie zu ver mchten!" Unter Tbränen lächelnd lehnte sie sich an die Brust des jungen Mannes und er lählte, daß sie jedt .erst, daS Wort eines sarkastischen. NehbacherS begreife, u5er welches man einst im Hause dees MäjorS, gelacht habe : Blanko sei , recht zu bekla gen, denn sie habe 'einen vernünftigen, Mann im Irrenhause und einen tollen an ihrer Seite. Hedwig sprach die Hoffnung, aus,. daß die Schule des Leidens hcn. Onkel ganz verändert und sein Herz geläuteriaben werde. ' Neinhold wischte ir die Thränen von den Wangen' und erwiderte: Möge Dei ne Hoffnung nicht getäuscht werden.. Drin Oheim mag von machen Verblendung gt heilt sein, aber die Leidenschaften - ? ! Wer diese bis zur.Mitte seines.. Lebens und weiter ur.gezüg:lt walten ließ, der kann unter einem furchtbaren Druck einige Zeit Mäßigung und Selbstbeherrschung zeigen, aber so bald er sich frei füblt, schließt die dämonischen Gewalten in sei ner Seele wieder auf. Doch, komme. was immer kommen mag er bat an uns er Herz avpellirt und wir müssen ihm zu Hilfe ei Un." An demselben Tage . noch, nahm Hidwig einen Sachwalter an und ließ durch diesen die Freigebüng ihres Onkels bean tragen. . Die , Angaben, welche Hlrnsld machte, veranlagten das ' Gericht, Erhebungen durch ein Midizinal'Kollegium anstellen zu lassen. Hedwig glaubte ss est an die .Befreiung .ihres öheimS, daß ie nach dem Seehof reiste, um dem Ge-! angenen seine Erlösung anzukündigen. Hier aber wurde ihr die erste Enttau schung bereitet. Der Direktor der An! t. w , M r , r i f . rw 1 stau erossntte.ior im veromoliaMN .one, daß er ihrem Wunsche, den Patienten seben, nicht Folge leisten könne, da tx jede Aufregung von demselben fern zu halten verpflichtet wäre. Hedwig wandte sich hilfesuchend an die Polizei, wurdet aber auch ricr abgewiesen, und so kehrte sie niedergeschlagen in .die Hauptstadt zu, rück. Die Entscheidung des Medizinal-Kol-legiums erfolgte erst nach mehreren Wo chen und auch diese wirkte sehr übsrra sehend. . Die Sachverstandiäen.kümmer ten sich um die Person des Baren Kran litz gar nicht, sondern nahmen die beiden Gutachten von Hoßlar'S und jenes Medizinalraths, welcher den Kranken einmal gesehen hatte, vor, prüften die Motivirungen und. erklärten dann, daß Krcmlitz nicht mehr die Konsequenzen stirer Hano lungen übersehen vermöge, .folalich seine Ceisteöstörung einen gememgefahr lichen Charakter -habe. Daraufhin, ent schied das Gericht, . ,daß die .Gattin'. deS Barönswphl berechtigt.seidenPatiea len einer Heilanstalt zu übergeben .und daß nur auf ihren Antrag Ißi'n' und sofern sich dieselbe verpflichte, den Kranken in ihrem Hause zu pflegen, und; zuüberwachen, die Entlassung . aus, demSeehöf erfolgen könne. Hedwig', iwolltegegm diese Entscheidung an eine, höhere Jn stanz appelliren, ihr juristischer Rathzeber aber erklärte ihr, da die Ritter aller Jnstanz'genau dasselbeVeroikt fällen würden, .weil Niemand mehr. den. Geistes,stand des. BaronS prüfen sondern nur nach den beiden. Gutachten urtheilen wer fcv, ' . . Wenn aber die., beiden Gutachten oon zwei. Schurken herrühren, die sich zum-Untergang ''eines Menschen der schworen haben 'rief Hedwig verzwei felnd. 7 So bleibt der . Vernünftige im Toll hauS, bis ein Zufall oder der Tod ih!serlöst. Es. giebt nur noch.' einen Weg zur Zelle Ihres Onkels.' Eichen Sie.die Ba. ronin zu bestimmen, .daß sie. ihren Gat ten befreit." : Hedwig hatte das brennende Per langen, den Obeim' zu sprechen, 'bevor sie dies letzte Mittel . versuchte. Eine zufällige Begegnung .mit dem Fürsten Tabor ließ' ie neue Hoffnuna schöpfen. Als sie demselben difurchtbareLaäe ihres Oheims enthüllte, 'gab ihr derselbe zwei Empfehlungsbriefe mit, von denen der erste an einen hohen'. PerwaktungS beamten in de'rProvinz, .der zweite an einen Patbologen, welcher auf.dasMe-dizinal-Kollegium. Einfluß besaß, gerich tet war. .. .Y .. Hedwig begab sich zunächst zu dem Gelehrten, um an denselben die . bestimmte Frage zu richten, das. Wedi zinal - Kollegium nict die .Ueherfüh rung des Barons m eine andere Hkil'an stalt, behufs neuer Beobachtungen, gestat ten könne. Der Professor empfing das Mädchen in einem Kabinet, -dessen Tisch und Schreibtisch mit Hau fen.be staub ler.ManuZkrlpte, Broschüren, Bücher und Hefte, dessen Schrank z und Schüsselbrett aber mit Menschenschädeln bedeckt . waren. jr schaute mit müden Augen über die goldene Brille wea, und .als er .das erstaunte und zaßhaste ÄNdchen gemustert batte, zuckte ein k. spöttisches Lächeln über sein Gesicht. Sie haben mir be treffö JhreS OheimS eine Bitte vonutragen, schreibt mir Fürst Tabor. Ich muß Sie nur ersuchen, sich- so kurz wie möa lich zu fassen,, denn meine Zeit ist kostbar." MeinOheim befindet sich im Seehof, Herr Profeffor er ist jedoch nZcht'gesste.S. krank " Y" . - . .... Das ist ein V5knstand, über wel-
eyen ich dem LalenIeinUrtheizugejtehen darf," unterbrach sie der Gelege in dozirendem Tone, und streckte sich derart in seinem Segel aus, daß sein Körper fast ganz unter dem Papierberg des Schreibtischeö verschwand und nur sein mächtiger Kopf auS den dunklen Polstern her vortrat. Als erWhilescphnd Staats mann Burke- eine Irrenanstalt" ganz durchwandert hatte, richtete er zuletzt an
seinen Führer die Frage: Wo sind denn 1 1 y;, rtiS.Ua?nK- W e.t51omm T7. i
(IHlUUtUI llfe. U iMUtttM I. WIVUi m..i, wiv wm, wvmv vii sinn b.i den Patient, nicht ,u .cknnen. I And Sie wollen sich unterfangen, eine so seltene KrankheitSerscheinung, wie ' sie so seltene KrankheitSerscheinung w ' sie r .' i-sr rJ . .5 . ' l btt'LhruN'Oheim zu.T. triuzu-beur theilen? .Ei, ei, mein Fräulein, daS ist 11 1 keck!" Herr Geheimrath, ich kenne " Urlauben Sie, meine -GnÄie, rneine Zeit ist kostbar. Sie wollen mir sagen, daß Sie den Kranken länkr ken nen als die Aerzte, allein darauf muß ich Ihnen erwidern, daß die Spuren des Irrsinns erst vor einemJabre ' petft wurden. Es giebt wei Kranleiisfsrrnen, welche in wechfelfeltiaer O:ziehunz zu ein ander stehen, sie Heide Irrsinnigkeit und rtz. . . h u - ' v 1 .. i " ' . ? - Epilepsie " Der Professor vertiefte . sich nunmehr in das Wesen dieser beiden Krankheiten, feafc baiin 4itiVHSmßlSt:H er? KiVMÄ tyorea, siellte ruyne Hvvolyesen detresZq der Vererbung der Krankheiten auf, warnte aber vor den- Konsequenzen des Dar winismus, verbreitete sich über die Trug schlösse Häckel's, - acriclh allnäliS aus das zoologische Gebiet, ereiferte si .über die unsinnigen Spekulationen, welche, in der 9!euzeit an die,anthrovomorphen.!lf sen geknüpft würden und schloß miteins eingehenden Charakterisirung des Gorilla c ,v;, 5-. JWTjU ' ! ao. Der Vortrag des ProsefsorS hatteein volle Stunde gedauert. uÄnfäng tl ftlbeu wagte öedwig einige ' schkterne Versuche, den Äedneru unterbreche,' lein i sie gelangte dan lur -Erkenntniß, daß es ganz.veraeblich sei, gegen, diese unaestüm hervorbrechende, löedankenfluth anzukämpfen. So ließ sie denn' in stum' ' .yi ' w . ft - rn 4. r - r r ' ' mer lengnalion pic mtvt uver sie? erge hen. ' ' x- ; ' ' ' Der Pathologe redete, als gelte eS, eine große Volksversammlung von aefähr f i r. , it. ( ' ' X. c; ! lichen Irrlehren äbzuöringen. ' Hedwia sah jede Hoffnung aus Berstandigusg schwinden. Ihr schien es, als blickten die Todtenschädel, .weichenden .Sprecher um-! gaben, höhnisch grinsend aufsie nieder,' als wollten'.sie sagen: Warum häft.Du uns nicht Deine Bitte vorgetragen ? Wir besitzen offene'Obren' ' aber' kein Gehirn,! livelches durch drei Worte in; Mhruna versetzt wird und keine Zunge, welche Dich durch ihre Redseligkeit ' zur Verzweiflung bringt.' .' Endlich, erhob sich der Vortragende, warf einen Blick i oufdie.Uhr und. schloß' mit den Worten : Meine Zeit Ist .längst vorüber., , Ich habe Ihnen eine Stun de geopfert,. indessen wenn .ich.. Hof? fen dlzxfte, Sie überzeugt zu haben, so' wäre diese Stunde wenigstens keine ver-' lorene. v ' " ' . v Hedwia's - Ungeduld und Mißmuth .Wurde durch dse Schlußbemerkung., zur! .Empörung gesteigert und -.sie. erwiderte.: Sie depnden.slcy in einem beklagenS. .Werthen Irrthum, '.zerr .Poseffor,.kj'enn Sie' haben .nicht mir, sondern y habe Ihnen eine Stunde yutzloS . aepsert. Wenn Stt Jhre Zeit für kostbar halten, so fasset ich eö nicht, weshalb. .Lle 15 ! stundenlang vo Dingen reden, für welche ich weder Jiu?resse noch Verstandc L r J u , , Niß besitze." i Hei" Der Gelehrte starrte daS Mäd chen sprachlos-vor. Erstauntu an, dann schüttelte er.den Kopf und stotterte: Sie wollten doch" : , . . Fragen Was muß geschehen, jda mit mein Oheim aus dem Eeebofiiach ei.ner andern. Heilanstalt gebracht werden ' 9 k? . m t ...; lJ Ll'.nl.ltl..ni- ' unii r ßjfkv wui , ivu ivirnu wvui, und Sie begehrten mich über Darwinis mus und menschenähnlicke Affen. Es thut mir leid, daß ich Ihnen für diesen, gedankenreichen Vyrtrag .nicht einmal danken lann.". . Mit - einer kunen .Verbeugung, schied das Madchen von vem verblüfften Kelehr- . ' . - , i . I t'i . , ? ' ten. Hedwig reiste am nächsten Tage in Be gleitung von Reinhold S Mutter .'noch einmal zu der beim Seehofdelegenen Hafenstadt und gab. den .zweiten .Brief des Fürsten bei dem. hohen Verwaltungsbeamten ab. Sie fanden .einen -sehr frmndlichen, alten Herrn,. Welcher, sie. mit großem. Woblwöllen'aufnabm und dann persönlich zur Anstalt' geleitetes ..'Es ein wündersch öner, MaiAlTend, als' Hedwig zum zweiten ' Male den Seebof be trat. " " " ' ' In der grünen Umhegung deS Parks und der goldenen Belevchtung nahm sich daS HauS deS Jammers wie. ein ; Luft schloß outV DieFinkeir-und "Lerchen, welche. zirpend und zwitschernd durch, die BösquetS, flaUeiieuschttäem.WKZzlle .. I f V t ' v. w-IT.-7 preisen zu wollen. -Ander Seite des Präsidenten wurde . Hedwig auch ein freundlicher .Empfang .seitens deS DirektörS zu Theil. . $tnx. beklagte eS, .aß auch diesmal dle Besuchszeit mcht sehr glücklich, gewählt sfi.-id 'Baron 'Kranlitz In- Folge eines 'Tchwach'ezustandeS das Bett hüte, allein er stellte . der ' Untexreung der, beihen: Verwandten, doch kein Hinderniß in den Weg und ließ Eedwig durch tntn Diener ' zu ihrem heim ' geleiten.-Er selber zeigte unterdessen dem Präsu)'enteu und Kau Back sein BlumenArgues'unö hauSY'"" '.' ' ' ' ; Kranlitz lag im Bette und las, als Hedwig daS lkrenkenslmmer $trai Das gedämpfti .Tageslicht siel auf seinen opf. Ein Ausruf schmerzlicher Uebertäschung stahl sichonen Kippen der Ein tretenden beim Anblick deS ÄanneS, dess$n Ha? t)tbleichtF?ssenWanen sahluyd essenZüge erschreckend ernstund'grämvöll geworden waren. .DaS Geräusch schreckte den Lesenden auf ; er sah die Eintretende so starrend groß an als i'hab'e ' er eine freundliche Müdchingestalt in lern licht Sommergewand Hedwig ? VZar daS Hedwig,' deren Augen in Thränen Schimmerten, deren Hände sich zitterndnach ihm ausstreckten, während hreSriunexleise und bebend seinen Ätamen sprach? Ja,
Sie, mem FrauUi vk XW ' 9 erwarM? tnt Ritvf hrmftÄt Won CTTIaV, I
Viston. .Nach ezner Weile fuhren mit derHad über die Augenl War die
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es war ffine überirdische z Ljchtgestalt, sondern ein. Weseix voä-FltischmndÜlut, eS war seine Hedwig,aber sie erschien ihm wie ein Engel der Erlösung, denn sie lächelte, unter Thränen und ihre Mienen sprachen von Vergebung und Errettunz. Eine furchtbare Erregung über iam deiz Kranken, deZ Buch entsank sei ner-Haud', wu eur Ertrinkender warf
er die Arme in die Höhe und nes in heiserem Tone : Hedwig, Kind, , Du ndliq. Indlich fn O, : wie . 0 ' . . r T . - rr ff fr jr 1 rr cmv r ukkchwch py aZ Madchtn die Arme deS Leidenden, welcher . gleichJ,s.ff. !;ft., '". jt ' cnn c tue RA&H K4 ßUth hfT GUmTl hflhlN i r ' v vr73 vir? " r-." uy v ipw-v wie w unkruolingsweyen. w Vie- ' . - t 1 . L . ner, welcher Hedwia gefolgt war, schloß rt r. t "t.ii t. . ai f p iftc v,e yure. r oane oeim niia der Gruppe das Qekahl als müsse er die bnden'Mtnsche von der Welt abschließen, wie der Hohepriester im Tempel das Allertzeiligste vor profaner Neugierde schützt. . ranl NS Hnge rebllch, Wch assung : : er, vor. .dem manch, uner chrockene Mann gezittert hatte, weinte wie ein Kd : er, welcher Bittende und Hilssbedüchi so oft mit einem kaltelr. drohend Blick fortgescheucht hatte, umklammerte daS Mädchen, als sei eS der rettende dFelS im 'rauschendenMeer il er, . . T .... r .. . r - i c-en .vMMleyte. letzteme "Vixätt .. : . " -. . . um Verzeihung an.Hh,.da,. war' pnd lich doch ein erbarmendes Menschenkind, daß pa) an, seine Prust rangte da, pochte ein MitlekdigeSHrz geen sein arambeladtf nes, da Possen heiße Menschenthränen' um seiner Noth willen ! Und daS ,Md chen stammelte Wyrte de Mitleids und der Liebe! welche für Kranlitz 'erquickenkZer waren, als der Moraenthau ' für ver schmachtende BlumemO, wie grausam haben Deine Feinde an Dir gehandelt, armer Onkel ! Äyiold at unS;p,n;inen Leiden erzählt. ..O, ich ahnte nicht, daß man den . Gefunden in . eine - solche . Anstalt .sperren können Ich war schon einmal hier aber man ließ mich nicht zu Dir. Diesmal bin ich mit Hilfe deS Präsidenten hier eingedrungen!" ' ' Kranlitz trocknete seine Augen, aber er ließ Hedwig nicht auS seinen Armenl DaS eigene 'Weib bat mich verrathen und verkaust ! Blanka machte . gemein. sckaitliche Sache mit dem Schurken, den ily sur meinen zreuno yieik, vem tq mein Vermögen , anvertraute, O, die Schändlichen! Nun geben sie mich für wahnsinnig aus. Blick' mir ins' Ge sicht,' Hedwig glaubst Du die Lüae?". DaS Mädchen schaut ihn zärtlich an. Ich sehr, daß Du furchtbar gelitten haft armer Onkel Thomas, nichts wei ter.". Unsagbares hab', ich. in, dieser Hölle erduldet 9?icht wie.ein kranker,,. pflegebedürftiger, Mensch, nein, wie' ein wildes Thier hat man mich hier behandelt, mich, der Ich' auf des Lebens Höhe stand, der ich zu herrschen gewohnt war. Wo blieden die Freunde, die an meiner Tafel schwelgten, die Geschäftsleute, welche an meinen l Spekulationen verdienten, ; die Parteigenossen, für, die ich wirkte , und ; groxe Vummey opsene i Lvarum kragen pe nichts nach -mir ?. Ist man sorasch ver gessen 0. Hedwig,. bin ich Kranlitz, der Millionärs oder ein' welkes Blatt, der schwächste Windhauch vom Baume der Gesellschaft wegbläst 's ' ,Du warst ein Simson, Onkel,, so lam ge Du die Millionen besaßest", entgeg nete hedftig'.Wchtern. ', Alanka hat Dir Deine Kraft.' genommen, indem sie Dir Dein Bumögen nahm. Ohne Reichthum bist Du. nicht stärker alswir Alle. sKkiner, von Affen, die jn den Ta: gen des Glückes zu Dir standen hat'. nen Schritt zu Deiner, Rettung . gethan. Das Äokd erweckt keine Liebe, nur. das Herz thut'es." ' Du hastrecht ich war verblendet, furchtbar verblendet ! Doch sprechen, wir leise l'Hier bin ich von Spähern imatden. Haft Du meine Befreiung erwirkt ? Wann kann ich den Kerker Verlassen z Sprich Kind, spricht i. Hedwig schlug die Augen , nieder, und schüttelte leise den Köpf. Wie ? !" rief Kranlitz entsetzt. . Du antwortest nicht ? Man. kann ,mich doch nicht länger hier festhalten ! Hast Du nicht die Anzeige erstattet von dem um s geheuren Frevel, der an mir begangen I . k. a cm ...... , . t t - y Miro ! man rann ooey unmogttQ oa Verbrechen auf die Spitze treiben, jetzt, wo ein Kläger - auftrug. . Sprich, Hed, toi, folüre mich rnchti" ; Sie' gab Auskunft undberjchtete au füiUchr welche, Schritte sie. gethan amd, Pt arg ihre Hoffnungen, täuscht wor-. I leieAlssie nunium Schluß ,crj .ane, vag vas cyia'at ves Gesangenen : enrf. .r..i. r : ; ruii m vc yttiip utaiua gicgi ci,t baß sie aber, ßöffe,. Jene 7 überreden zu. können, ibr Unreckt wiederkäut lu ma, chm, brach Kranlitz in Verwünschungen. aus und rief : Ich ,kann undj.wlll chre , Gnade, reicht, annehmen, ich nrnj& sxei wes-. Wn gegen den Willen der. Ver.brechersn,'. dennoch dürste nach.RaHe !" ' ' ' Hedwig entsetzte, sich, vor . der Leiden-j schast deS Rachsüchtigen und flehte.ihn en,, von solchen Gedanken abzustehen. Nach. ' einer Weile erst hörte' er auf sie und. schaute dann der-Bittenden-tief in die. Äuen. Wenn Tu, gutes Mädel, an memer Seite bist, bändige. ich. die. Drä-. chen in mein Brust. Ja, uh.will rnichj so schwer es mir auch .wird unter's Joch beuaen, und sie soll straflos auöge! jen,.die'.Vfrwörfene ! Aber six wird.'. sich', mcht iühren ' lasset, d'enn .sie . fürchtet,, daß ich sie ermorde. Zudem steht der. Teufel an ihrer Seite! der Bube von , Hoßlar! O, Hedwig,'mefne Lage ist entsetzlich,ich fühle.daßich hierin nächsterZeit entweder., toll werde, oder vor Gram per-, .be. Ich. wollte,. der. Tod erlöste mich. 1 . Mir ist das Herz so web und es stürmen so , .gräßliche. Gedanken. auf mich ein .Gott, schütze mich vorLLahnsinn. .Er faltete, die Hände und seine Micke i richteten sich flehend, nach öden. , ' Der Jammer schnitt Hedwig in die See le. ZöaerndbLtsiedem. Gefangenen einige Goldstück? an.mit der Bemerkung, .daß er .vielleicht durch . Bestechupg.de; Wärt hsne Lage, etwas .verbegern..tn 'ne. " ' ' '", 11 ' Kranlitz lächelte unter ThränenZüßtz das Mädchen auf die Stirn und fragte.
.vds Ersparnisse desitze Hedwig.mußte ie5. pernemen nund . ihm, gestehen, daß sie gar nichts mehr ' besitze urüxdaß sie durch Neinhold erst in den' Ständ igesetzt worden sei, dieseReise zu unternehmen. " O.ich Verblendeter!" Kranlitz brach ab-und horchte nach der 'Thüre.' -Man vernahm - Stimmen i und - . Hu ndegebell ,O weh der.Tvrann vom Geehofsistm. Amug, 'wir .müssen uns trennen!. Saa'.
mir noch einmal, LiebUngdaß.Du..treUk zu mir,häutt, daß Tu mich. n;e. verlassen wirst! . . . !
. Sei versichert. Onkel THomasdM.. zx. w ai z. n ' rr . k -.st.-
unv ,.jiuww .hu uutitr mujit aufbieten, werden, um Dich wieder zu befreien." ' . ..Sei gesegnet, kind, für.d lesen Trost. ' O, daß ich jetzt wieder Herr meiner Mil- ' '. ' ttt ' r tmt r r . r c ilonen wäre, wie wouie ry ic oegiurken. Dich und den brauen' -Butschen,den Neinhold. Grüße ihn, sag' ihm, wietlef. es mich reutseine: Mahnungen überhört zu haben ! t.-&fc. Wohl mein Libl!ng.ch hore .denDirektor kommen,er dem PrüftdelltenseineMnagerieiZeigt Der Hausyarr soUvir. nicht Ins Hesichtgaffenund er soll nicht ahnen,, daß Ich geweint habe. Geh mein Kind, geb!" ' " 1 Er schob sie von seinem Lager fort und Hedwig taumelte hmauS auf den Gang.Als sie irv den blühenden, duftiaen'Garten kam, war es ihr, als erwache sie Uts einem . seltsam-schaurigen und. doch: süßen Traum:; -. - . . . . .. ' Neue Hoffnungen belebten ihren gesun jenen Muth und KlS sichdas schwere Thor. deS Seehofhxuterj ihr 'schloß, kehrte ?s .ihr. Gesicht ach dem rolhbeleuchteteri Gie bel hes 5 Hauptgebäudes um ,und .ruf Äch kehre. wieder, Onkel ThomaS bald, bald !" ''.'" ' ' ZwölfteL Kapitel. Blanka kehrteerst im Juli von -weiten Reisen InSÄehbacher Thal mrüS. ÄlS Hedwig .die 'Nachricht von ihrer Ankunft . empsiyg, fügte es der Zufall, aöRein.' hold den Auftrag erhielt, eine neue-Fa-vrik in der Mhe -von Nchhsch mit Äalckinen aus den Werkstätten der Zvinna Rasch zu verseien.' Da nun Hedwig'ß Geldmittel' vollkommen erschöpft warena : rw . X. m. . ci . X. ' Ltiw uno ?neinyt?iy voey na?7 srea JXin mukte. so beschlossen die Verlobten, dai Reinhold mit Blanka. betreffs ihres Vat. ten verhandeln , solle. : Jener tauschte sich nicht - über die Schwierigkeiten .seiner Mission, und hielt , Hedwig. .sürinen. ae eignetereu Sendboten,, kllein der Feidige Geldmangel, zwang ihn, sich den Am, ' ständen zu füen. ' Im Rehbache'r Thal vollendete Reinhold Zunächst seine Arbeiten und seme glühende Energie brächtet :' ' . cm w.. anr i ... 7 a... . fn't... I in einer oac oas zu wegr,; rvosur rym ein Zeitraum von vierzehn ' Tagen l be stimmt war. ' Zur. Konttole M Diäschp ven mußte.er noch einige Zeit.ikrer.Oe .Hend verweilen,. und-er hatte, nun die,nH ty lge Ämße, um , sich , der .uranlitz'schett Angelegenheit widmen zu können,?M ersuhr.zunächstdaß. Doktor Hyßlartsll gewirthschaftet und eine heillose Verwirz rung in der Verwaltung er,, Fabriken Gruben und Guter herigefübrt' habe Betreffs der . Beziehungen HoßldrkS' zu .Blanka, waren.die- widersprechendsten Ot .rüchte un Umlauf? die mildesun-Äeur Theiler meinten, daß. Blanka? sich v durch .ihrenLZerkehr mit-duq Doktor und . ba .rachselhafte.Verschwinden.i schper kympromittirt abe die schärfjUn Zungen aber sprachen ganz ungenirt.davon.' daß die Baronin den Gatten mitdes Hausfreundes Hilfe bei - Seite gefchäfft und daß der. DWor. sich' nicht nur det Millionen, sondern auch der Frau seines Freundes .und Wohlthäters . bemächtigj ,ha.be. .', ' - . Während. der ..langen. Abwesenheit der Baronin war der Doktor ein,, tagj licher Gast, der Frau Wachter Lewksem welche sich'ln der Stadt ein Hotel gekauft batte.' sFortletzung fokt.) veutfch Loeai . achrlclten j 1 rfni nfCtfrcU Die GesTnaenen Aufseber WilbelM Huhn und Einil Braun in Kassel twurde schuldig erkannt, mit weiblichen. Gefan genen untüchtige Handwnffen.voraenom men zu Laben ; Huhn erhlelt73,'.Äraun lh Jabc GefängnißT . Der Schuhmai cher Schmidtnn Frankenberg,.Zerischon früher' einen erfolglosen Selbstniordveri such gemacht hatte, .erhängte sich. Der Bäcker Adolf Geißel in Dotzheim, erhieltwegen unzüchtiger Handlungen an einem minderjährigen Mädchen 2Ljahre Zucht HauS. Die Bergbahn AßmannShausen Niederwald wird im nächsten Frubtäht eröffnet In Asbach verlor der Zim mermannHottenroth .durch. Stur .t?om Gerüst daS Leben ebenso in Oeskich det. .Winzer Henrich. - Auf dem Seinheime Hofe .starb .der Ärbeiter Dietz. in. Folge etneS Sturzes .vom Scheunendach.'' Nieder, brannten : in Kapel". drei Xfei bäude : in Oberspai Eschwege.' und' Gei; senbeinr ie neS. Beim SastwiM Prinz, sowie bei dem sozialistisches Neiqsttlgscanoivaien aoer . tn tjraxu fnrt J M. fanden Haussuchungen - ftatk 7- Das 5ase Bäuerin der Schillerstraße? zu Fraykfutt a. M. wurde festlich, eröffnet.; VA Ostrrlch. sÄ Feldhof. bel Graz der frühere Admiral Frhr. v. Pöck und in Wien der! berübmte Zoologe,. Hofrath Jitzinger. j Der.Anarchist Anton ,Kammerer vürdei in Wien im sog. Bandehösver Alser-j kaserne gehängt. Anläßlich der' Ent--deckung der anarchistischen Geheimpresse: in Wien wurden neuerdings 17'Perso-z : nen in . JägerSdorf.' c Stecke?auund im j Datschitzer Bezirk.in Mähren verhaftet. i In Brünn .haben .samAtlicht.Löeö swhlarbeiter der Tuchfabrik. Brüder. Stmsny.wegMeugeiterLohnerhö-; hung die Arbeit eiest:llt.Der bekannte -Grundbesitzer Julius Okolicsanyini Er lau wurde m inem-Duell. schössen, ,Der MagistratSbeamte. Hnnch .Eäger h Graz ist nachVerübung von Betrugereif . " . . 9 r r fr t. r . . - en unv unrericytagungen nuqrig gerpor den. In St. Georgen?, einer - kleinen
Ottschast b, Weil brach Kni un, L.r" riS?. seSii. zns ört sSymMÄSGzuMFl.cken,. j U hU irq. -. 'L'Z'?.",.!'' iünät'tnÄw;6tW.tJ;, ÖffiwÄSa anwltJ.klMRaI!!?icKttftt AAÄMSWWU hn,u.Mrsl..Ltt. jiSBBüSSff Ä
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Leute, welche slcb ein vorzügliches PianolansSässen und dabei ersparen wollen, der Vetrag welcher gewöbnlich bei solchen Vianoö, die in auögedeVnter Weise annoncirt werden, daraufgeschlagen wird, werden in dem
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gerabeznaS linden, waS sie wünschen. änßtnnent bat sein n W,a in nabezu
Fünfer dieser fltadt gesunden, ein Umstand, der
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lZesonders niedrige Preise. -MsHlagszahlungen.
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'i Oimmn. In Demmin fanden Schlägereien, zwi eschen Civil und Militär statt ; zahlreiche .Vhaftiznaen wurden . vorgenommen. t :rif.t "X rc'.' j.t äjci rciftiag pcioß oic vixriciung Meier Natural-Verpflegungsstationen in Pyritz-und'Dölitz.- Die im Keller des Turziger Kruges beiSchlawe gefundenen echs Gerippe: entpuppten sich , als Harn :melsknochen. Unvorsichtiger Gebrauch :,vpn s-Vchubwaffen rostete - dem nischer ?Ferd. Hägler .un . Misdroy das , Leben, .desgleichen, .dem 12jährigen Sohn dee Kolonisten' Krüger m' Buddenbrock. 'Zn Puddemin bei Gärz a. R. trank der Arbeiter Vronier-aus einer mit Karbol -säure gefüllten Flasche ' und starb als' ' bald. In der- Ascher'schen . Brauerei : starb dn Arbeiter stutzen durch Sturz in ..den.Eiekellerebenso der Kuhsütterer Lorenz mLlubenow e durch Sturz vom Heu bope-Jn Anclam .verbrannten zwei . 3knwesen.6arunter die König'sche Brau -erei), in Retzog 4 Gebäude (darunter das Schulhaus) in' Klemhin-Z Anwesen. ' ebnigreikd kZiltttemberg. :: f Der ' Gründer, des Spar und Kon sumvereinS in Stuttgart, Heinrich Auer. Beim Abseuern eines Böllers war htm temporären ; Kanonier Valentin , Bernhard II.,irf,Albig' die Ladung in'e w.-rr w r i isezikyr gelwgen .uno .enagr meinen ei .den unter. gräßlichen Schmerzen. f Der 'Senior d?s Gemeinderaths Jl Engler in Mngen. Bei einem Streite in Sachsenhausen wurde der Dienstknecht Beck'' -von Fleinheim ' von einem lKämeradenmiedergeswchen. Gestorben i Stadtschultheiß Kohler in Künzelsruh. Der bei einemNeubau in der Karlstadt in Ludwigsbuxg . . beschäftigte Steinhaun Strauß. v.n Egolsheim wurde durch ein j niederstiliendts Dach' so schwer verletzt. daß er starb.' Für 20 Gemeinden des 'OkramtibezirkS '' Ludwigsburg ' wird - in Asperg eine Ortskrankenkässe errichtet.' Jn dem Dorfe Lichte! bei Ereglingen versuchte' der Schreiner Deeg - aus . chnerbach.uuiS. Geschäftsneid vor dem Hause des Schreinermeisters Kaulbersch eine Bombe zum Explodiren zu. bringen. .Das Attentat. wurde vereitelt, und der Thäter, verhaftet. Der flüchtige Kassier der'Zu'ckerfabrik Altsbausen, Dirsch,wurde in München erwischt und sicher zurück bracht. DaS landwirthschaftlicheGauest in'Ulm siel gut aus. Bei einer in j jenvorf zwischen Bauernburschen und einauartierten Soldaten ausgebröchenen SchUaerei wurde der Dragoner Hägr ,,vonÄeidenstetten erschlagen . . Vo .ÄuSlande. t Aus Dabomey wird be. richtete daß Prinz Matohroh , zu . einem Shr grausamen Tode'verurtheilt wurde.' rinziflatohroh der 'Feldmarschäll der 'Truppin vdn Dahomey ' gewesen, wurde, Hit eShiMdeS HöchverrathS schuldig befunden Das TodeSunheil wurde in grausamster Weise vollstreckt DerPrinz .wurde bis zur Brust rim Erdboden . er f raber:,.worauf die Amazonen , auf ihn chossen, bis er todt war t. B ei - d er ... zweiten Eröf fnünaSvorstelluna im neuen Bester OdernHause stürzte, ein Kronleuchter auf der ÄÜbni? kurz vor Beginn 'dee.Vörstellung herunter,' shne jedoch Jemanden zu ver 'lehen'' Dat'HauS'war nichtvoll beseht Vor 'demlelbenilvaren' wieder Tausende vcn schvtrsammelt Die Polizei h Ute zahlreiche berittene Mannschaft auf5tbstk? -UN Z"dem warenalle Eingange , von.Plizift, besetzt.. , - . Wit Aberglaube und;Beschränkcheitz i Verbindung mit einem lebhaften Temp:ratnt sich), in - Neapel als dämonische Werher für . die- Cholera 'kuftAsikt1da5 zeigen uns "täglich' neue "Schilderungen rn stets -neuei, 'gräßlicher VeleuchtUnz i '" Die Hilflosigkeit und Ver eiplnz Hat b - Oande ' der Ordnung ! Usalle Laster :enesseltuind; die Ver plend'Zf Kurst.' re . tollsten ? streiche en--Den-he?rschendenAberglauben illustrirt das folgende Placat, daS, eines schönen ac ren Straßen-Ecken eines StaiviertelS erschien. ES lautete: Bleibe Jeder cheute Abend und diese 'ttet t'Haust, die' Cholera null auch in unsere Quartiere kommen." SchonMit . . ".Mi ' : r - t. .
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hatten sie denn aucy im Morgengrauengesehen. Wie sah sie denn auS?" Schatte einen schwarzen Mantel an, den Kopf, aus dem ein Paar glühende Augen leuchteten, mit einem Tuch umwickelt: in der rechten, hocherhobenen Hand hielt sie eine Flasche und streuete gegen die Häuser." Laßt uns zur Ma donna fliehen !" In Bezug auf die in Ber lin lebenden japanischen Offiziere wird der Post" geschrieben : Schon seit vielen Wochen hat Deutschland den Vorzug, eine große Zahl von Offizieren und Be stmten des Kaiserreiches Japan xa beherbergen. Dieselben sind unter Führung des Kriegsministers hierher gekommen, um durch eingehende Studien die militärischen Verhältnisse kennen zu lernen. Der Inselstaat Japan, größer als England mitJrland und größer als Preußen, hat eine Bevölkerung von ea. 34 Millionen Einwohnern, schreitet seit Jahren in der geistigen Entwickelung rüstig vor wärts und entwickelt sich immer mehr als ein Culturstaat. Bereits vermitteln Eisenbahnen den Verkehr, Telegraphen durchziehen den Staat. Bei dem großen Dränge deSjungen Kaisers, immer mehr europäische Bildung hinüberzuleiten, ist auch das Bestreben hervorgetreten, die Militärmacht neu zu organisiren und zu vermehren. Bestand bisher die Armee nur aus 46 Bataillonen Infanterie, 3 Schwadronen Cavallerie, 20 Batterien 17 Compagnien Pioniere und Trains mit einer Friedensstärke von 34,700 Mann und einerKriegsstärke von 50,000 Mann ohne Offiziere gerechnet, so hat sich dieselbe jetzt schon bedeutend vermehrt Und formirt fortgesetzt neue Truppenkörper. Der jetzige Stand ist: 72 Ba taillone Infanterie in Brigaden und Di Visionen getheilt, 6 Regimenter Artillerie (incl. 1 Gebirgsregiment) mit 16 Ab theilungen und 6 Geschützen PerBatterie, 1 Batterie Pioniere zu . 3 Compagnien und 1 Bataillon Tram. Die Vermehrung der Cavallerie wird folgen. Auch in Japan hat man Garde und Linien Regimenter. Um nun die preußischen Armee-Einrichwngen ganz durchzuführen, ist diese Commission nach Berlin gesendet worden, um durch practische Anschauung sich über viele Einrichtungen volle Klar Herr zu verschaffen. Dem Correspondent, Dr gan für Deutschlands Buchdrucker und Schriftgießer", entnehmen wir Folgendes: Der verheiratete Lehrling, von dem einmal aus Altenburg berichtet wur de, wird von den Zöglingen einer Londoner Druckerei übertroffen. Von den dort stehenden 4 Lehrlingen ist der älteste 19 Jahr alt, erhält 13 M.Pro Woche und besitzt eine Frau ; der nächste ist 18 Jahr, lernt erst in 3 Jahren aus und hat bereits 2 Kinder ; noch vorgeschrittener aber ist der jüngste, denn der ist erst 16 Jahr, und mit 11 M. unterhält er sich, eine Frau und ein Kind. Auch ein Fortschritt im Buchdruckergewerbe ! i u v (du h x a u gey : ver Schles. Volks-Ztg." ein Bericht über einen Tumult zu, der sich dort aus Anlaß der Landvermessung ereignet haben soll. ' Die Aecker des Fürsten von Pleß Werden durch die mitunter ganz kleinen Parzellen der bäuerlichen Grundbesitzer von Gubrau durchkreuzt und unterbrochen. Behufs Arrondirung derselben beantragte der Fürst in diesem Jahre die Separatisn. - Am 15. September kam ein Feld messer nach Guhrau, um zunächst die Vonitirungsarbeiten zu beginnen, aber schon beim Betreten der ersten Feldmark wurde er von einigen Einwohnern insul tirt ; die Leute wollten auf ihren Aeckern keinen Spatenstich machen lassen ; daher nahm derselbe von der Fortsetzung der Arbeiten Abstand. Am 2'. 'kam er dann' in Begleitung mehrerer Beamten wieder ; außerdem waren einige Gendarmen zugegen. Die Bauern widersetzten sich nichtsdestoweniger und es mußte zur Verhaftung eines derselben geschritten werden. -Während des Transpotts des Arrestanten rotteten sich immer mehr Menschen zusammen, uni den Verhafteten m befreien, 'im Dorfe wurde Sturm ge läutet und die Gendarmen auf's Acußcrstc bedroht. Einer der Letzteren konnte sich nicht . anders helfen, drückte ab und brachte einem der Tumultuantcn eine Fleischwunde am Bein bei. Nun ließ die Menge die Gendarmen ruhig passt ren. Da im Dorfe neue Wulhausbrüche befürchtet wurden, mußte Militär requi rirt "werden. Die gerichtliche' Unter suchung ist bereits eingeleitet.
