Indiana Tribüne, Volume 7, Number 360, Indianapolis, Marion County, 17 September 1884 — Page 3

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Haus Siegfried.

Nomanvin Ich midi Weiße n se ls. (ttortskdung.) Und r.un spielte crulMrt ' die leiten Trümpfe iubem a luifKr lvt$: Ueber d,e Pcrsöniia'ieik noch so viel 'lUttZchst berichtet.sein. das: der Baron v. Scbaal ein Kellner )kan:cnö Schal! aus Böhmen ist, dar. er vor iwbrcvcii Iadren sich mitevT'ochter e ines sebr wohl-, bauenden Mannes,' den er ofsrnbar be schwindelt hatte. verl'eirallete, und das: er. nachdem er sich in den Besitz d'r nicht unbedeutenden Mitzist seiner Frau ,u icix gcn'n o.eirzoen,tt cni . ..ndc von .hmverlt. ohne ,ide. ' i t . vr.r.ri.. .. I teren um ne bisher rumme zu ; ben." ' , Und so ein Lump," schlug hier Bernhard in einen: Ausbruch seines'JnZrrmms mit der Hand auf den Tisch, so ein Lump.....'." ' ' ' : ... Er brach ab und schwieg. - In dem Btuskelspiel seine Gesichts verrieth sich seine innere Bewegung. Robert allein verstand ihn und winkte ihm bedeutsam Zu. ' V ,)tun tserden wir ja sehikn grollte es noch aus ihm' heraus, .und noch ein mal, leiser, gedantenvoller wiederholte er : )!uu werben wir ja sehen !" xni. Am nächsten Tage ar Sonntag und Robert ließ die Ärbeit ruhen, um ihn zu heiligen. DaS Auswischen seiner Pin sel, wonli: er sich in seinem Ätelier beschäftigte, erschien ihmals keine Berläugnung dieses Bsrsahes. ,',Denn lver seine Pinsel reinigt," brunnnte er vor sich hin. will sie wieder brauchen, und das ist gut." Pli?tzlich öffnete sich die unverschlo))en gewesene Thu.' seiner !Z)!alcrstube .n.ich der Trepvenflur und ein.' Dame, duschte leise, Schritte'?, aber angstvoll wie eine Verfolgte herein. Sie hatte den Schleier vor, aber lodert erkannte im Augenblick Elije. Er wunderte sich übe? !hr Ko:nnien nicht einmal; aber förmlich entsetzt fuhr er zurück, als sie denSchleier zurückwarf und er ihr Gesicht erblickte. Sie sah ans wie ' aus dem arge entztanden, so todt.'nbleich. Entstellt war sie in ihren Zügen bi? ;ur Unkenntlichkeit. Schmer', und Lerzweifluna mußten sie surchtbar beimgesucht haben. Der Maler brachte diese Beiheerung ihres Acußeren und ihren Besuch bei ihm ohne Besinnen mit den Enthüllungen in Verbindung, die am Abend zuvor über den Baron v. Schaal gemacht wurden. Der Gedankenstrom, der sich in ihm daraus erzeugt hatte, beeinflußte ihn unwillkürlich angesichts dieser so unglücklich erscheinenden zungen Frau, nls müsse sie wirklich dem Verdachts Bernhard's entsprechend von dem Schicksal des Barons, der nur ein Kellner war, besonders be rührt worden sein. . Sein Mitgefühl überwog schnell jede andere über ibn gekommene Empsinduna. ! Er trat schnell zu ihr hin und sagte wegl: Elise '. Was ist wieder geschehen V' Ucbcrwältigr von ihrer vteue warf sie sich an seine Brust. ' 'Robert !" stöbnte'siö 'unv 'hob ihre großen, unheimlich starrenden, tief ein: gesunkenen Augen mit flehendem Ausdruck zu ihm auf. Bergieb mir ! Verzei he mir!" Du .siehst ja," entgegnete er sanft, ,,daß ich Dich nicht böse empfange." D, ich' mußte zu Dir ! Zir keinem Anderen hätte ich's gekonnt. Du bist ; mein Bruder: wie ein wahrer Bruder ' t i . i ;f i. ' ." van VW immer, jur rnicy geuyti. u, Robert, verzeihe mir," ich bin. eine Unglückliche, eine ölende, zeibrochen, zer ich lagen, zerrauft von eigenen Händen ! Was ist sterben dagegen, qualvoll ster ben i Eine I Qual, Ih zur Erlösung ringt und die der Tod dann stillt für im mer. Aber die Qualen, die meine Seele inartern, o ökobert ich breche zusam inen i" Beruhige Dich,'etze Dich." sagte er und führte ne nach dem Sopha. Schürte, mir : vertrauensvoll Dein-Herz au5. wie eine' Schwester und 'es' wird Dich erleichtern. 'Es wird auch Trost, es wird auch Hülfe für Dich zu finden sein." ... ,'. Sie siel schlaff hinein in das Soph-a, erschöpft, dann sich sammelnd, sich beru higend. Noch zitterten ihre Hände und zuckten ihre blassen Lippen und entzünde ten Augenlider. Die mächtige Erre gung, unter der sie stand, verrieth auch ibre Kleidung. Ti? .sonst so L eitle und aufs Sorgfältigste kokett, sich v '' t. - ..v t.ivsf'. lraenoe rau raiic ..eine naryiainge Toilette. " Ihr Häär war rückwärts zu einem Knoten' aufgebällt' and hing ' wie zerzaust . unter, .dem . breitkräinpigen, mit traußsedem .gezierten SammetHut hervor. - Ihr schwarzseidener Ueber rock war unngilmaßiz über ihrer Brust geschlossen; ihre schwedischen Handschuhe zeigten ebenfalls die' flüchtig seit und Zerstreutheit, in denen -sie dieselben geknöpft. Es tvar, als wenn sie einem körperlichen' Kanipf eben entronnen. Jch munDir allein beichten," slüsterte sie bittend. . ' ..Wir sind allein, Elise: ungestört." Deine Fran'" fragte sie noch be- ! sorgt.?. v . . ; ., .. ' Sie ist in die Kirche LtZganzen und Onkel Friedrich hat sich auch bereits aus dem Halse. begeben. Aber ich schließe, noch die Thüren." Beruhigter und mit einem Kopfnicken dankend sah sie iu, wie der junge.Mann die drei Thüren seines Ateliers 'verriegelte. Dann setzte er sich neben sie, ergriff ibre Hand, und seine Äugen warm in die ihrigen senkend, sprach er : Run erzähle, wa hat sich mit .Dir Annen so Furchtbar ereignet ?" Eö wurde ibr schwer, damit nzufan gen. Als 'müsss'sie' noch mehr ihren Bru der überzeugen, daß sie zerknirscht von Reue sei, klagte sie : Du wirst mich verachten. Stöbert." MZVette itleidfütlOiH'häben." vLuwirft'eS' nicht graüben, wie ich .' ni hsbz.vergeffen, , wi? ich ni6 hab gwerfen können' welchen' Trugge bilden ich m meiner Verblendung nach

gegangen bin, bis mir dw linken floc?!1 net wurden und ich znit Lntscycn rtannte, wobin ichgeratheu war. Die 2&ar. Preßt mir die Stimme .u. Verzweiflung bat mich Tag und stacht nach einem Ausweg aus meiner schuldbeladenen Lage sinnen lassen. Ich fand im langen Zlampf mit mir nichts, als Deine Hand, nach der ick den Muth hatte, zu greifen, alö Deine Freundschaft, Bruder, die ich so schmählich von mir gestoßen und um die ich jetzt stehe, wie un: eine Gnade ; auf die ich einzig noch hoffe, daß sie mich aus dem Äbgrund heben könnte. Meinem Manne vennöchte ich nicht zu sagen, was ich Dir gestchen will, noch nicht, je.P noch nicht nein, zu tief habe ich ihn ackränkt und beleidigt, als daß ich den Ton

zu einem Worte an thn nnden wurdv ; u iiuii iuv u z denn in schweigender, nirscbnna vor ibm auf den Knieen . bis er mir ferne Sand reicht, bis er mich roicdc? als sein Weib aufnehmen will." Elise !". xief. Roöett in höchster Freu-. deÄer.den Sinn 'dieses Eeitändnisses. Solche Wandlung kann nur Gutes brin' gen." - O, ich würde ihm fortan eme andere Frau sein ! Bin ich doch binnen ein paar Tagen durch Zegeseuer und Hölle gegangen, id da ich noch lebe, wie ders muß ich auS dieser Reinigung anim Feuer, daS mich durchlohte, geworden sein! Aber ach! Wird er es glauben? Wirst Du es vermögen, Robert, daß er es glaubt' Ich hoffe. Elise ; hoffe auch Tu. Bernbard ist herzensgut und liebt Dich- . Nickt mebr, und wie könnte es anders sein !" ' . Die Verirrte, die bereut, die wird er wieder lieben !" ' ' Elise schaute auf ihren Bruder nachdenklich mit Zweifeln und Hoffnung. Dann hub t wieder an : Eine Verirrte, ja. 'ch war nur eine Verirrte, und darum kann ich wobl um Mitleid und um Gnade bitten. Ein Damon, ein tückischer, bat mich in die Irre gelockt und wie ein thörichtes .iind, einfältig und doch von Hochmuth erfüllt, bin ich ihm gefolgt. War es denn nicht, als hätte man meine angebornen Sinne weggezaubert und mir andere eingesebk andere, nein, einen nur, einen ein zigen, so 'gewaltig mich beherrschenden, daß ich willenlos ihm Unterthan wurde i Ja, ja, Robert, so tvar's. Das muß man berücksichtigen, entschuldigen, meinem, schwachen Äkenschenzhnm barmherzig vergeben, wie einem Wahnsinnigen sein Gebahren, wie einem ranke seine Fieberraserei. Wahnsinnig, sieberrasend, so war ich Sie hielt ibren Atbem ei:: u::'d bauchte dnn einen langen Seufzer aus, irw.it ihr bedrücktes Her; sich eine eiste Befrei ung verschaffte. Robert drückte ihr die Hand und blick: antheildöller auf sie, je mehr er in ihre Verirrung zu schauen begann, je stärker der Äusbiuch ihrer Reu.' geworden war. - Ein Dämoii also," uabin sie wieder das Wort,' der mich unwiderstehlich lockte, und eine Leidenschaft, die mich to!l machte. 0, kennst Du die Macht einer Leidenschaft?. Ich wußte mein Lebtag noch nichts davon, aber mit Grauen kann ich jetzt als ihr Opfer davou sprechen. Das ist ein Fluch, dem man erliegt ; das ist schreckliche Wonne, in der man schwelgt, dasisttretzigesEntzücken, indem jman athmet: hundertfaches Leben an der Anochnband des Todes, tausendfältiges, wildes Rubeln der Menschennatur mit dem Giftpfeil im Herzen. So wird die Leidenschaft des Spielers sein, so die des Trinkers.. Aber die ich kennen gelernt, die habe ich damit gezeichnet; die mich erfüllt bat, wie wenn sie auf einmal aus den Tiefen meiner Brust in die Höhe geschesiett wäre; die mich beseligte,, als sei 'Himmelsthau aus mein .17er; gefallen; die mich entzückte, hinris;, dem Irdischen entrückte, Älles um mich ion gemeiner Wirklichkeit verschwinden ließ. Alles in rosi verklärtes Licht tauchte diese Lei--deni chaft, Robert, habe ick vollauf gehabt, die war über mich gckommen. 9, nur ein Weib'kann dafür empfänglich sein, nur eines solchen Brust sie bergen ; und nur einmal in: Leben, nur ein Erblü hen dieser prächtigen, berauschenden Bin me des Herzens ist möglich, und aus einem niemals entweihten, niemals berührten Boden kann sie crstebcn.' Ein göttliche? Funke muß dahin fallen, um ihren tfeim zu belebe:,. Diese Leidenschaft. Roj , i . bert " Ich verstehe." sagte er halblaut, als sie vier wieder inne bielt. Es ist die Liebe' so bebte es dann wie ein Nachball der entfesselten Stürme in ihrer Brnst von ihren Lippen. Ibre Augen glänzten, ihre Wangen hatten sich geröthet, ihr Mirnfc hatte seine schwungvolle 'Fonn zurückgenommen. Als ein Gluthstrom war ihre Leidenschaft herrorgebrochen. Eine Weile schwieg sie, und ibr Bru der störte nicht das Hinbrütcn, dem sie sich überließ. Schüchtern und flüsternd fuhr sie endlich wieder fort : Bom eruen Moment, da ich ihm beg.'gnete. war ich in seinem 'Zaud.-s-bi?'n. Jener Baron v. Schaal Du kennst ibn ja war mein Herr und Mei st er." '.Also doch '." entfiel es Robert in Bit terkeit.. Sie beachtete seinen Ausruf nicht. Ich salnur noch ihn. und alle meine Gedanken, alle meine Gefühls richteten sich nur auf ihn. Er wußte es auch vom ersten Blick an, den wir mit einander tauschten, und ich brannte nach einer Gelezenheit.'mich' ibm eisen zu entdecken. Ach, welchen Aufregungen war ich an je dem der Tage, die wir in der Scholastica" verlebten, preisgegeben, und wie suchte ich. mich doch zu beherrschen '.vor den Äugen der neugierigen Gäste !Seine Ruhe, .seine, vornehme Zurückhaltung schrieben mir mein Benehmen vor. Ich vergaß mich nicht als Frau, aber ich war als Weib von der verheirathetcn Frau abgelöst. Die eine' erkannte sich als un glücklich, das Weib schwelgte in einem ge Heimen Glück." So lange mein Mann da war, kam siu keinerlei wörtlichen Erklärungen zwischen mir und dein Baron. Doch hatte ich mir fest vorgenommen, auf ir gend eine Art solche herbeizuführen, ehe wir abreißen. Ich konnte den Ge-

danken nicht fasssn, tneine Leidcnschaf: für ihn still verbluten zu lassen. Da er eignete sich das Unerwartete, daß Bernhard nach Hause inußtc und ich allein in der Scholastiea" zurückblieb, u:n Eure Ankunft zu erwarten. Ich jauchzte im Stillen, wie AllcS sich so trefflich -für meine Liebe fügte, und ich brach eigentlich schon beim Abschied von meinem Mann mit ihm. um frei dem Wahn meines Hcrzenö folgen zu können. Schaal war mir ein Gott, dem ich mich ergeben wollte weiter bestand für mich nichts mehr auf der Welt. Wenn er befahl, wollte ich ihm gehorchen, und ich wäre mit ihm geflohen, wohin immer, ioenn er es wünschte. Endlich, kaum daß mein Mann mich

verlaffcn, sagten wir uns, N'as wir längst i empfunden. Er ließ mich glauben, das; ; er meine Leidenschaft erwidere, und ich machte auö der meinigcn kein Hehl. Und nach diesem Geständniß war ich so glück-' lich, so friedlich im Herzen, so sicher in Hoffnungen romantische? Art, daß ich während - Eurer Anwesenheit leichtes Spiel mit meinem äußeren Benehmen batte. Gewiß, Ibr ahntet nichts ; nicht wahr, Robert?" ,Rein," entgegnete er kurz, ganz in das Gehörte versunken und bedrückend davon erfaßt. Als müpte sie ihn in der moralischen Verletzung, die ihre Geständniffe in ihm hervorgerufen haben mußten, begütigen, wandte sie sich mit flehendem Ausdruck zu ihm hin und sagte : ! Eine Schuldige beichtet Dir, Robert.' Soll ick nicht wahr sein) nickt Alles sa-' gen?" ' Sprich, Elise, ich höre. Die schwere Stunde ist ja Dein." Sie seufzte.und klagte dann : Wie kann es doch so tückisch über einen Menschen kommen ! Wie hätte ich damals mir träumen laffen, daß ich um eines Elenden willen mich verlor ! Wenn ich in Schaal nicht das Ideal eines. Mannes nach meinem Sinn erblickt hätte, wie wäre ich so kühn und entschlossen aus daS Ziel meiner Leidenschaft zuge-, steuert 5" Robert, ich hatte eben der! Verstand verloren, und nun vcmimm. ' was ich in diesem Zustande gethan. Schaal sprach gei'n,wenn wir auf Spa' ziergangen oder sonst uns in aller Unbe fangenheit allein sahen, von seiner vornehmen Familie, seinem Vermögen, seinen Plänen, sich eine schöne Herrschaft zu kaufen, um dann zu heirathen und mit seiner Frau ein bencidcnswerthes Leben zu führen. Mit Entzücken dachte ich. Thörin daran, dies Loos mit ihm theilen' zu können. Ich war es, ich zuerst undallein, die diesen in meinen Verhältnisfen freventlichen Gedanken gegen ihn fallen gelassen, nachdem ich mich ihnt als unglückliche Frau genugsam geschildert, und er hatte ibn gebilligt und in mir gestärkt. Wenn Sie es wollten und könnten." sagte er mir in dem letzten solcher Gespräche zwischen uns, so gave es von meiner Seite keinen Anstand." Ich will," entgegnete ich bestimmt. Und warum sollte ick eine Ehe nicht trennen lassen können, die mir zur Last ' geworden ist, die miä, in Allem ent täuscht hat? Ja, ja, Robert, so sprach ich zu ihm, und so dachte ich, so hatte ich es mir mehr und mehr eingeredet!" Uk,d wahrlich," ging sie wieder zu ihrer Erzählung über, eS wurde schon zwischen unS verhandelt, als sei ich bereits frei und die Hcirath zwischen uns in nächster Zeit zu bewirken. Wir machten Pläne mit einander, wie Braut und Bräutigam, ohne daß ein Dritter etwas davon ahnen konnte. Ich gab unvcrhohlen Mittbeilungen über meine Ve m ög e n Sv crhä l : n isse . und wir rechneten ganz freudig zusammen, wie viel wir zu--sammeii a':MattnilndFrau habenwürden, wie viel Einkünfte und dergleichen mehr. Als wir uns in der Scholastica" trenn ten. stand mein Entschluß fest, die Schsi düng von Bernhacs durchzusehen,' koste es, was wolle, und war ich von dem angebeteten Manne überzeugt.daßcr mich als sein zukünftiges Weib betrachte." , Aha" warf der Maler bier unwillkürlich ein, daher der Auftritt mit Bernhard gleich nach Deiner Rückkehr V Daher, ja." Und die Erbitterung gegen mich, alS ich versöhnen wollte; als ich, . durch Bernhard's nur zu scharf blickende Eifer sucht veranlaßt. Dein geheimes Verhält niß mit Säaal gegen Dich selbst berührte." I'i, ja," nickte sie ihm tranrig'erge ben zu. Du verurtheiltest es gereckt ; doch damals, o, hätte ich mir nichts Feindseligeres gegen mich denken können ! Damals als ich eben meine Leidenschaft für Schaal mit Hoffnungen nährte, die der Erfüllung sicher zuzureifen schienen. Heute sehe ich ein, wie abscheulich ich Dir erschienen sein muß. Nochmals. Robert, vergicb mir! Und immer wieder bilte ich: Verzeihe einer Kranken, einer irre Gewesenen und nicht einmal Genesenea ! Sondern hier bin ich vor Dir eine Zerknirschte, eine Büende, die nickt wein; was aus ibr werden wird, wenn Ihr sie nicht wieder aufnehmt, wenn Ibr nicht barmherzig seid, wenn Bernyard nicht, Gnade' übt Ich verdiene es nicht nackAllcm, 'was geschehen; aber,' aber, Bruder ich bin schon furchtbar gestraft worden für meine Schuld, und fo oder so, mein Leben ist davon vergiftet und trägt das Brandmal derselben unauslöschlich." Aus ihrem Gesicht lvar daS belebende und verschönende Erglühen wieder ge wichen ; es starrte bleich und 'schmerzen!: stellt. Ich kann. mir denken, wie es weiter kam," bemerkte Robert nach. ihren letzten Worten, die ihn tief, ergriffen hatten. Die Geschichte dieses falschen Barons, eines Schwindlers ersten Ranzrs, steht ja jcht in den Zeitungen. Äcißt Du das':" . Ja," hauchte sie. Ich las es gestern auch, aber ich wußte davon schon einen Tag frilber. Es war ein gräßlicher Sturz aus dem Himmel. Ein Schwindler sagst Du, ein Elender, sage ich mit Dir. Und doch. Robert, wenn ich dies Wort aus ibn höre, zieht es mir daS eu zusammen, und wenn es urer meine Lippen will, mochte ich dabei aufschreien vor innerenl. Schnierz. . Ist es denn, na tu i lich, das; Liebe, leidenschaftliche Liebe troy Verachtung, trov Abscheu, welche sich ihr in derlelbz? entgegenstel

le:?, docb nicht weichen will ? Ist denn glauölich. daß ich nock nickt rhne einen öirampf in meiner Brust diesen Mann verdammen lann, der wahrlich ein Elender ist. der uf'S Schändlichste mich betrog und beraubt hat?" Beraibt fragte ibr Bruder betroffen. ..Auch dies ? Da? G;ld. welche? Du Deinem Manne , nicht geben wolltest solltest Tu etwa an diesen Menschen verloren babcn V Alles '. Alles!" rief sie, sich erregend. Werft Steine auf mick. ich bin es wertb. ein Mitleid verdiene ick ; Recht. Steckt ist mir geschehen. Ihr werdet es nicht glauben, waö ich' gethan, und ick glaube es nur. weil es eine Thatsache ist. die ich aus'S Genaueste kcnne.'Schaal. ich nenne ihn so. gleichviel nun. wie er unterhielt mit mir einen sehr lebhasten Briefwechsel. Ich schrieb ihm in flammenden Worten, was mich beseelte; kein Ende konnte ich oft mit einem Briefe .finden, in dem .ich überschwänglich - mein? . Leidenschaft für ihn äußerte, meine Hoffnungen auf ihn, mein Wonneglück in dem frevlen Beginnen, mit aller. Vergangenheit mit Euch, mir meinem bürgerlichen Dafein zu brechen, um an der Seite dieses schönen, bezluberndenMannes in die Sphärcn - der vornehmen. Gesellschaft zu steigen. Hochmuth, Hochmuth ! - Vielleicht, daß ihm diese unsinnige Leidenschaft ent-' stiegen ist, um ihn zu brechen, niederzutreten, im Schimpf vergehen zu laffen. 0, in stiller Raserei habe ich Tag und Nacht furchtbare Abrechnung mit mir gehalten, hundertmal' Urtheil über mich gefällt! Um auf den Briefwechsel mit ihm-zurückzukommen, so waren seine Anttoortcn entzückender Genuß für mich. Er breitete darin sein Herz vor mir auZ ach, wie edel und groß mußte dieses Herz sein! Er beschmeichelte meine weibliche Energie, mit der ich die Fesseln drückender Verhältniffe abstreifte, und pries mich als das herrlichste der Werder, das besitzen'' zu 'dürfen den kühnsten seiner Träume über sein zukünftiges Eheglück erfüllen würde. Äch, warum sollte ich dies nicht .glauben, da ich es wollte !" ..Ganz und gar," fuhr sie fort, zog er mich in sein Vertrauen.in Bezuz auf seine Vermögensverhältnisse. Welch' ein reicher Mann war er danach doch. Aber es können reiche Leute nicht immer über große Summen baaren Geldes verfügen, ivollen sie sich solche nicht unter zu schweren Opfern verschaffen. Einen ganzen Roman schrieb er mir, in vielen Eapiteln, von seinen Unterhandlungen mit Graf Wardenbeig, die ja damals in der

..Scholattica" der schwäbische Profeffor bezeugt hatte ; von diesem alten, schön ' gelegenen Fehles, aus dem wir dann wobnen würden, von diesen weiten Feldern und großen Wäldern, von dem alten Grafen Wardenberg und feinen Eigensinnigkeitcn. Deuiauf mit ihm war schon so gut wie. abgeschlossen, die bedeutende Anzahlung lag baar vor ihm aus dem Tische, als er plötzlich erklärte, er müsse noch '.ireih'lnderttausend Mark als' An geld bekommen, sonst könne ein für allemal aus dem Handel nichts werden. Das schrieb mir Sckaal und weiter nichts, alv das; cS ihn: im Augenblick nicht möglich sei, noch so viel Geld flüssig zu machen, daß er daher sehen müsse, ob t es nickt als eine hypothekarische Schuld irgendwie aufnehmen könne, oder er müsse zu seinem höchsten Bedauern auf den Er werd dieser' sckwnen Sckloscherrsckafr verzichten." Und da warst Du es wohl," machte Robert seiner immer wachsenden Verwundei'ung Luft, die ilnn dies Geld gab V' Ja," vernickle sie ein böbnisckeS La che!n;ich!"' Unglaublich !" schüttelte er seinen braunlockigen Kops. (Forlsedung folgt ) Qom Auslande Aus Lemberg unterm 27. Aug. schreibt man : ES bluten noch die frischen Wunden, welche die. heurige Ueberschwemmun'gs-Kütastrophe unserem Lande geschlagen hat, und schon stiftet ein anderes Element mit . hartnäcki ger Wuth neues Unheil und Verderben. Eine Reihe von 12 Ortschaften, darunter die Städte Belz, Bursztyn, Dukla, Hirliez und Rawa sind in jüngster Zeit ein Raub der Flammen geworden. Freilich seit Jahren haben Feuersbrünste in erschreckender Weise in Galizien gewüthet ; leider hat man aber wenig oder gar nichts gethan, um dem Ausbruche und dem Umsichgreifen solcher Brände für die Zukunft nach Möglichkeit zu steuern. Die Feuerwehren sind mangelhaft organisirt und seh? spärlich an Zahl.' Nach einem Lemberger Blatte kommt auf fünfzehn Ouadratmeilen ei:e Feuerwehr. Gegen Assecurirung des Eigenthums herrscht besonders in den niedersten Schichten der Bevölkerung, sowie bei den Landleuten ein . sonderbarer Widerwille. . iezu kommt eine unverbefierliche, durch keiner lei Erfahrung, gewitzigte Nachlässigkeit und Unvorsichtigkeit. Die Bauart der Häuser in den kleinen galizischn Städ ten ist die denkbar feuergefährlichste. Die meist hölzernen Ehaluppen kleben förinlich aneinander, die .Nachbarhäuser haben meist gemeinsame Wände, keine Feuermauern, auf den Dachböden ist daS feuergefährlichste Material zufammengetrafen. - Ein Feuerfunke und ein leichter Windstoß genügten gewöhnlich, um die ganze Stadt im Nu in Brand zu setzen. Äehnlich verhielt es sich auch bei dem jüngst stattgesilndenen Brande von Ra; wa. Eine halbe Stunde nach Ausbruch des Feuers auf dem Dachboden eines Hauses stand die ganze Stadt in Flam men und spottete das entsetzliche Element jeder menschlichen Hilfe. Bei dem empsindlichen Wassermangel und der rasenden Banique, welche die Einwohner ergriffen hatte,wagte man kaum Rettungsversuche zu unternehmen. Die freiwillige Fcuerioehr erwies sich als vollstän dig mangelhaft; auch war nicht die g: ringste Spur einer einheitlichen Leitung und Führung der Rettungsversuche,ivenn von solchen überhaupt die Rede sein könn te. -So kommt es, daß heuie an 4000 Einwohner von "Rawa obdachlos, eine große Anzahl hievon auch iubziste,.;!oZ ist." , , - ' Der- t apfere Bertegerj aus Chemniß". C. A. Hager, welcher -en Herausgeber deS Kladderadatsch",

Dr. Rudolf Löwcnstein,' in seiner Wohnung ausgesucl'k und hinterrücks geschla gen hat, besiyt die außergewöhnliche Unver frorenheit. sich dieses meuchlerischen Ueberfalls noch öffentlich zu rühmen, und zwar in einem Plakat, das er in Ehemnih an d?n Straßenecken anfchlagen, mlvvid.!K;i vertheilen und auch an auswärtige Redaktionen versenden läßt. In diesem Plakat erzählt Hager, daß er von Norderney, wo er sich aufgehalten habe, direkt abgereist und Tag und Nacht gefahren sei, um jene Heldenthat in Berlin zu verrichten. Er giebt zu, daß er sich unter falschem Namen Zutritt verschafft und auch sonst stimmen seine Angaben so ziemlich mit der Darstellung des Dr. Löwenstein übcrcin. Nur behauptet er, vermuthlich um den Vorwurf abzuschwächen, daß er hinterrücks angcgriffen habe, daß sein Schlag nickt nach dem Hinterkopf, sondern nach demGesickt des Uebcrfallenen gezielt gewesen fei. Komzzch klingt übrigens in dem edlen Selbnkenntniß des Helden die Versiche? rung, daß er nachdem er den Scktaa r. e j. t f. . . ' i

gcsupr? vie treppe hinunter und auf die andere Seite der Straße gerannt fei, um sich bei. der Polizeiwache selbst v.i

denunziren !" Man berichtet auö Buda. pest: Während in Wien Feld!,- der muthmaßliche Postdieb von 30,000 fl., dessen Unschuld sich unzweifelhaft heraus gestellt hatte, freigelassen wurde, inhaf tirte die hiesige Polizei den Postkutscher Bereu'i und dessen Gattin als desselben Postdiebstahles verdächtig ; diese wurden jedoch nach Bekanntwerden von Földi'S Freilaffung gleichfalls enthaftet. In, zwischen ist ein von den Getreidehändlern Bischitz & Sohn aufgegebener Geldbrief, welcher 2000 fl. enthielt und an einen Getreldehändler in Ruma gerichtet war,' spurlos verschwunden. Obwohl der Brief schon seit sechs Tagen verschwun ta. isi. . V . r t k r-' m ' r r . ,. Polizei die Anzeige erstatteten, ist bisber von de? Polizei selbst keine Mittheiluna an die Bläkte? gelangt. Die Polizei wollte die Affaire vertuschen und deßhalb ! erregt die Äiittheilung in einer Zeitung ! große Sensation' i Ein italienisches Blatt berichtet über einen interessanten Fall de? Cholera - Uebertragung durch Kleider stücke. Das erwähnte Blatt schreibt: Am 1. Aug. bekommt plötzlich ein Mädchen aus öiviznano Krämpfe in der Musculatur der unteren Ertremitäten und Durchsall; sie stirbt TagS darauf und ihr Leichnam wird im Ortsfriedhofe begraben. Die Vkutter erkrankt unter ahnlichen Symptomen und stirbt gleich darauf ; der jüngste Sohn wird am 17. Aug. gleichfalls schwer krank. Dr. Pcl l legrino Azzi constatirt dasVorhandensein der asiatischen Eholera. Am 13. d.M. zegen andere Personen, Verwandte der bezeichneten Cholerakranken, die nämlichen heftigen rankheitszeichen, so daß man über die 3!atur der plötzlichen aufgetretenen Krankheit vollkommen im Klaren ist. Natürlich entsteht sofort die Frage über die mögliche Herkunft des Cholerakeimes, denn eS ist wohl wahr, daß einige Handwerker aus Marseille heimgekehrt sind, die sich nun in Livignano und in den umgebenden Ortschaften befinden, aber bei Keinem von ihnen zeigte sich irgend ein verdächtiges Zeichen. . Wohl ist aber wie oben erzählt , V . C . wuroe von oer anatmen ,euq?e ei ne ganze amilie befallen worden, di 4 i beständig in Lidignano gewohnt hat, der man aber von Marseille leiverstücke zugesendet hat. Man würde also in diesem Falle nicht fehlgehen anzunehmen, daß die der Familie per Post zugeschickten 5tleiderstücke das Vehikel für die Verschleppunz der Cholera - Mikroben gewesen sind. ' Es muß zum Schluffe noch hervorgehoben werden, daß die Kleider an der italienischen Grenze der streng' sten Desinfcction oder Räucherungen unterzogen werden. Zur nach stj ährigen Weltauöstellung in Antwerpen. Die Anzahl der Beitrittserklärungen zu der Weltausftellung. in Antwerpen im Jahre 1635 übersteigt alle Erwartungen. Die 70000 Quadratmeter, welche nach dem ursprünglichen Projekte in dem Palaste mit seinen Anhängen für die Aussteller reservirt waren, werden bei Weitem nicht den von allen Seiten des Erdballs zuströmenden Anfragen genügen. Nun hat aber die StadtAntwerpen ein Terrain von 22 Hektar offerirt, welches sich für die nothwendigen Erweiterungen sehr gut eigner. Nicht nur die europaischen Länder betheiligen sich eifrig, auch iapan, das 5önigreichSiam und anderestaaten deZ fernen Orients werden glänzend vertreten sein. Ganz außerordentlich sind die Anstrengungen, welche Deutschland und Italien machen. In der neuesten Nummer der WochenschriftFürsHaus"wendct sich Dr. Karl Ruß gegen das Zungenlösen der Vögel. Mit Nachdruck hebt der bekannte taturforscher hervor, daß daS Zungenlösen durchaus überflüssig ist, und daß 'jeder Vogel : Elster, Rabe, Staar, Papagei u. A. m. ganz ebenso gut sprechen lernt,w.enn dieZunge ungelöst bleibt, als wenn man jene unnöthige Thierquälerei vornimmt. . Zur Be nrt h e ilu ng d e ö regen Handelsverkehrs,' welcher Europa mit Westafrika, insbesondere auch mit jenen Gebieten verblndel, welche in jüngster Zeit unter deutschem Schuy gestellt wurden, entnehmen wir einer Statistik, die sich mit der Einfubr nach West-Afrika im Jahre I831j82 beschäftigt, daß in genannten Jahren die Gelammt - Einfuhr auf 65 Millionen Mark geschätzt wurde. Davon entfielen auf .England etwas über 26 Millionen, auf. Deutschland nabezu 22$ Millionen Mark. In den Rest theilten sich die übrigen seefahrenden Mächte und zwar : .Holland als nächst bedeutende Handelsmacht nack dort mit fast Mill, Mark, Nordamerika mit 4, Frankreich nur mit 3 Mill. u.f.w. Unter den unter englischer Flagge versandten Waaren dürsten übrigens noch.- manche , Posten deutschen Ursprunges sein, die ! über Liverpool verschifft warben. Die Vedeutung deS deutschen Handels nach lenenZonen ist al,o schon heute m dieAu. aen springend.

oeu iz, uno ic.oot,'i oie Hirma tlHiy & Sohn. so. vie die Ungarische Eseompteund Wechslerbank, welche denZ Versandt der Summe besorgte, bei de bieiiaen

Dös Dffie

der Zndiana möWNö l vipftehlt sich zur Anfertigung von Rechnungen. Cirkularen. Brleftöpfen. Preislisten. Ouittnngcu. Eintrittskarten. Mitgliederkartcu, Brochürcu. Constitnttonen Adretzkartcn, JDeutsche ianigta . Etablirt ccit 1859. Charles Meyen & Ca. 39 und 41 Paii 5ow, Xew Ycrrk, , besorgen ua Arten tou CeicLUUanrelgen, P-irso n AaiTanie ntc etc für diesa Zeitung, tnrl für llo deutsclien Blatter in fc& Ver. Staaten-tad Stacpa. irnmtllche DTiticl:-AinftrIxanLch Zelrimsni liegen in tinsereia C3Cbit-lx4al tat treten tluklclit des rabUkui ccL Dia gafthrtea XlerausgeLer döutscier Utt trordea &cLtxsfiSToü cxiuefcl, ran ILre Full ftiMStaa Kl uutera Ccxutntür sa JcmcjM i

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