Indiana Tribüne, Volume 7, Number 358, Indianapolis, Marion County, 15 September 1884 — Page 3

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k Keit.Tabelle für durchgehende nnd Loka!Znge. Vv 17. br. t8S3 an: iJtts trUtn d 4 Nnton.Devot, Jndpll., t folgt:

Statt. SchnllzgPoft,ug.SchNjg Sdg.Jndianerl' MtStiFm fl0:15 Bl:SSKm ttnt.amd'g? : . jlZ: :4I . . 1 - I . I m . K . tchmond 6:52 l'.Sl T. 1 , Da?tgp... .Piqua... . . Urbar a .. . Colurcbul. .! 8:57 . .1 S;.-s .' 9:S6 . .51:.Wkm 3:3J 3:17 :5t 6:40 .11 , H:5. . : 9 . :M . 11: . :u?ark :2:y 2:37w Steudenville.i SV - ; 4:7 . s:f7 , 6:17 -2:5i 5:IOm : . 5: 5 7:30 . 7: o1 . fcJitelm? ! 6::ri , I . Tuttbu-g....! 7:inj . . Har?dut...i 4:lS3tn, ttaütinore , 7:40 i Siftuinton.., s:50 Ulabtlrila 7:N) ! l:'Jt ! 3:vsimi Nm Baft, 2äalt$. TKaitch. ausgenommen Sonntag.

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U&IRR Xlr lürj'pr naD dkge Sahu nach J.oni3ville, Nashvillc, Mernphis, Cbattanooga, Atlanta, Savannah, Jackgouville. Mobile ncl New Orleans. tl ist dottbeilhast für Passagiere uack deir. Sädc, ik direttk Route zu nehme. . Palüft. Schlaf, und Parlor-Wagen zwischen hicago u ouiSdille un' St. Lou! un ' onitdille ol,. Wagenwechsel Eomfort, Schnelligkeit und Sicherheit biett Jess" die alte zuderlZsiige 5ö. M. & 5ö. M. 9II. K. Dorintr. Assistent Seneral Vaffagier,gent, ?!orboftZe VaKtgton unb Jllinoi Str , Jnbvl ') :. McKeksa, Superintendenu Fetter-Alarm-Qistna.e. 4 Pennszloanla uub Uiaitet. 5 $9t4Urtitr b 3uer Ikpar mtl. 6 Cft'Stufce unb em Z)ork. 7 odl nb ichigan Stra . em Jers,.Ltrai unb affaulett

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Haus Siegfried.

Roman on Schmidt.Weinfeli. (Fortsetzung.) ' ;a, oer nattc siecht. sein hiibscl'cö 'eid ,var äuä' eine rciche rau, und sie Kitte ihm doä' star kcin Vermögen an (-icld zugefndrt. So war'. den cld, diesc Att Vermögen, nicht so notwendig zum ebenöglück, wie er, der Weise, im mcr .icdacl't. Und sie waren doch alücklich, die jungen Leute. Er gestand siä''s mit inniger Befriedigung. - freilich, , aucl' bei VernKird und (ilise hatte vS .' t . rJ ?. ...r I ansang?, ein paar ;arre lang, yv au gesehen, als wären sie so glücklich wie nur möalick'. und wie trauria war die Veränderung nun erfolgt! Konnte mit ; . i- r- i vr. - . j- i :ucDcrt und .eiene Uteri aua; eine ai;n licde Wandlung stattfinden t Äükgte etwa dafür, daß ihr .inime! immir wolkenleer bliebe, ihre,, 'litterwochen nicht wie bei Anderen ebensalls ibr linde sän den? Aber es ging dem Alten doch nicht in den 2m,i, daß es so kommen wurde. Eine Saite klang ihm im Innern an, de ren garten, wohlthuenden Ton er noch nicht gekannt zu' haben meinte. Eljse und Helene toelch' ein Unterschied ! . Und dann. Elise und Bernhard heirathen sich, ohne sich' recht des 5täberen gekannt u baben im Fühlen und Tenken. Taö istja uineist beim Heirathen der Fall. Matt leämct auf ein Jneinanderleben und auf ein Au-zzleichen der Gegensätze während der El'e, und hofft das Beste. Zwiespäl te. die schon da sind, werden überbrückt und übergoldet, und damit beruhigt man siä'. . cin Wunder dann, wenn der Zwiespalt sich erweitert und die goldene Brücke darüber auseinanderkracht, wie bei Staust und Elise. !obert dagegen und Helene, das waren verwandte )!atu ren, die sich in der Kindheit schon gefnn: den und in einander gelebt. '2ic kannten sich in it'rem Innersten ttnd es andeite daberauck nicbts in ibrem Verl'ältnist. . al die anhexen ttlücksumstände sich bei Helene wandelten. Sie waren geistig schon längst verheirthet. eine Enttäufcbimg des Einen über den Anderen war unmöglich, .hre Liebe war. erprobt und ecbt, und die Liebe bildete die Grundläge ibr.lücks- ' Er daä'te dies Alles, indem er in der Sophaccke saß. da Licht Vpr sich, halb hinträumend. Tie Liebe war doch am Ende eine fe stere (Grundlage des Lebensglückes, als der gesick'ertste Besitz von Geld und Gut. Seine Philosophie hatte doch wobl einen ebler im Aufbau. Der unae. der Robert, aab ihm i rathen I auf ' de.wegen. Der iübtte sich sei? .viuu letver aus, am lgtNLiil, imi vr,lt, was er iir sich. trug und erkannt hatt. Das Geld war. ibni nicht Alles, aber die LieK. t Wie die feine Saite wieder in dem As ten erklang ! Wie er lauschte ! Er schloß die Augen. Längst versunken, Erinnerungen" stiegen in ihm auf. Eine holde :V!ädä'engL!Ult leuchtete ihm entgegen. ölck', ja : Er hatte sie einst gekannt, v?r dreißig Jahren ivohl. Er hatt? st gcliebt. Da er sie nicht zum' Weibe kxbalten fonnte. hatte er gar nicht geheiratbet. Ach ! Was tauä't sie jetzt wieder aus? Warum? Ist Liebe Glück, so verlorene Liebe verlorenes Glück..... Junggeselle, Hagestolz ein halber Mensch nur ! Chw Liebe '. Es war schon Schlummer, in. dem er weiter träumte mit .feuchten Augen, XV. Früdlinz tvollte es werden. In Busch und Hecken regte sich das Leben und trieb grüne, schwellende Änospen. Märzsonne färbte den Rasen grün. Jnen Gärten vor den Villen am Thiergarten zeigte sich lora in ihrer lieblichen Zkleidung, in der sie nach der Winterverhüllunz ins Freie getreten war. Beilagen ; dufteten und Hyazinthen, und prangende Tulpenblüthen leuchteten aus dem sm.nagdenenSammcUeppich. Sp wohlgepflegt war auck' der kleine Vorgarten der Villa Schauß, die Elise jetzt allein betvohnte.Zii Neujahr, hatte zwischen ihr und Bernhard noch einmal ejnGesvräch stattgefunden, ein letztes, kurzes, kaltes. Sie batte ihm erklärt, daß sie im Hause verbleiben und hier ihren luxuriösen Neigungen auf tbre eigenen kosten weiter leben werde, bis zu dem Tage, an dem sie auch rechtlich nicht mehr seine Frau sei. Er seinerseits hatte verlangt, daß sie das Kind bei ihm. lasse, wofür er ihren Gründen ur Scheidung keinerlei Ein wand entgegenstellen würde ; auch sollte sie sich nach ihrem mütterlichen Bedürfniß den kleinen .'Wolfgang zu Besuch, auf einige stimfcnj des Tages holen lassen können.' ' Dann hatte er ihr das Feld geräumt, weil er es nicht länger ertrug, mit . ihr noch unter.' einem Dach . zu wohnen und Zeuge eines hochmüthigen Treibens sein zu müssen. Er tvar zu seiner Mutter mit .seinem .Sohn, gegangen und hatte nun dort sein Heim. Elise hatte seither noch kein Bedürfniß bezeigt, sich von dahx ihr ,znd zum Wiedersehen holen zu lassen. , Sie war in der persönlichen Zwanglosigkeit sichtlich sehr zusricdenund die Umgestaltung ihrer ' Lebensverhältnisse gewährte ihr offenbar eine hohe Befriedi gung'.' Nichts von einer Bitterkeit war zu merken darüber,.. in ihrer Ehe, aus welchen Ursachen immer, unglücklich ge-

jvprden zu sein. - Starr Enttäuschung zu empfinden, stxghlte sif . jn Hoffnung, daß die letzte äußere Fessel, die ihre Berhejrathung bildete, demnächst .falle spürte, Bald sollie es sein; der entscheidende Ter min stand bevor und das Urtheil des Gerichts war .vorauszusehen. Sie wurde als schuldiger Theil.. erkannt, aber sie wurde doch, geschieden und das war die Hauptsache. ' ' Zchöner als je erschien sU. Das Ge langweilte. Unbefriedigte, Mißmuthige, tvas ihren Zügen unvoxtheilhgste Schärfe und ihre - leuchtenden Antlitz Schaff ten verliehen hattk war verswunpes? und ein fröhliches Erwarten, wie bei einer glücklichen- Braut, an , dessen Stelle getreten. Es sprach aus der Heiterkeit ihrer Mienen;, selbst in den stahlkalten Äzen !lieeI..jtttt?u einpreNZtes DjKmaMenfeuer,Elastche?'ar it)r

Gang, graciöser ihr Bctvcgen, und tn der goldblonden Fluth ihrer Haare, die über ihren Nacken sloß, rics sie bei ihrer Jugend das Bild einer Lorclcv auf, einer verführerischen und verführuagslnstigcn Sirene. In einer besonderen Erregung lebte sie seit ein paar Tagen; man hätte sogar meinen können, es habe sich in den freudigen Eharakter derselben mit jedem Tage inebr etwas Unruhe und Ungeduld aemischt, die sie nur schwer überwinden konnte. Sie ging über den smvrnacr Teppich ihres Zimmers viel auf und ab in hastigen Schritten ; sie endigte jeden dieser Umläufe mit einem Stillstehen am Fenster und staute von bier über den Grasen und die Blumenbette dc Vorgartens sehnsüchtig nach der Straße hinüber, nach dein Gitterthor, durch tvelches Jeder scbreiten mußte, der sich dem Hause nahen wollte. Sie sah nichts, was diese fieberhaste Begier stillte. ' ES kam Niemand. Auf dem Tische vor dem Polstersessel am Fenster lag' eine Menge geöffneter Briefe durcheinander. Man' sah auf den feinen Äogen Papier prächtig ausgeführte Buchstabenverschlingungen in i?er linken Ecke, wappenattig, in Gold und Purpur, und die mit einer eleganten Schrift bedeckten Seiten. Immer lvieder griff ihre kleine, Weiße Hand da hinein, nahm , einen der Briefe vor Augen, las itvi in stillem Entzücken, und ihr suchenUt Blick flog dabei von den Schriftzeilen durch die Scheiben nach der GartenPforte, ob sich denn nock ?ttemand dort zeige, die Person nicht komme, welche sie in so wachsender Erregung erwarten mußte. Das Stubenmädchen trat ein und fragte, ob die gnädige Frau so ließ sie sich seit der Entfernung ihres Mannes aus dem Hause von ihrer Dienerschaft nennen auszufahren belieben werde. Es war NachiiittUg, die Zeit, zu der sie gewöhnlich ihren Wagen bestellte, um eine Spazierfahrt zu machen. Das Wet

ter war angenehm, die Lust lau, sruhlingömäßig, der Himmel freundlich, die Straße trocken. Al!f$ lud heute besonders ;ilr Ausfahrt ein. Aber sie sagte Rein; sie wollte zu Hause bleiben. Und wieder ging sie in der stille ihreö reizend ausgestatteten Gemaches auf und nieder; wieder hielt sie vor dem Fenster an und blickte lange,' kopfschüttelnd, schon verstimmter, traurig fast, hinaus. Wieder nahm sie von den Briefen den und dann jenen zur Hand, warf sick' in .. i v e..Vs. ", rr.'.i...oen ccisfi, las wt pesa'iiepencu erneu unter einer neu sich vollziehenden Verklärung ihrer Züge, toie wenn der Mond aus Wolken tritt ; ließ das eine Auge in blitzenden S trabten nach dem Garten hinaus schweifen, um dann enttäuscht aufzuspringen, mit einem leisen Seufzer den Brief hinzulegen und den Gang über Teppich wieder guf;unehinen. Diese Briese da wie theuer, wie wichtig mußten sie it'r sein ! Wie viel Antworten gewiß auf so viele Fragen, die sie gestellt hatt 1 stundenlang an manchem Tag hatte sie innerhalb per letzten Monate Briefe geschrieben, die sie stets selber auf die Post getragen, oder auf ihren; Ausgang in den Vneskasten geworfen. Es wurde schon spät, Dämmerung, trat ein im Zimmer. Wieder also woyl ein Tag vergeblichen Wartens, wieder eine stundenlange Aufregung, die mit der fonv menden Nacht sich ermattet niederlegte, um anderen Morgens abermals begehrlich ngch erhoffter Befriedigung sich zu er heben. Sinnend schaute sie durck die Scheiben. Ihre prächtige Büste wogte pnter der Fluth und Ebbe ihrer Empfindungen auf und niedfr ; ihre Wangen waren ge röthet, ibre Hände drückten sich ttöxvos gegen einander. llnwlllttirltch stampste sie me.'inials mit ihrem Fuß inf den Boden, so daß die inattgrüne Seite ihre Rockes, den echte '2pit)en auf dunk -len Mlasslreisen zierten, knisterte und rausck'te. Da stammte ß ihNN Anen, ihre Gestalt schnellte aus duich ein freudiges Zucken; es bebte aus ibren schmalen, rotben. geschwungenen Lippen wie ein Gott sei Dank, endlich '." Der Briefbote war ji den Garten getreten, ßx zog die Klingel an der Hausthür. ' Sie hatte selbst ihm entgegeneilen mögen, ui il'm den ersehnten Brief abzunehmen; aber t bezwäng sich, es konnte ja nur Secunden noch währen, ehe der Brief ihr zugetragen wurde. Heftig klopfte ihr Herz, so daß sie ihre Hand dagegen druckte; ihre Augen zitterten iu,d es trieb sie mächtig, gegen die Thür u lausen, wo das Stubenmädchen erscheinen mußte. Eine Ewigkeit dunklen ihr die Secundcn, die sie da gleich einer Horchcsi;i verbrachte, Endlich, endlich vssnete sich die Tbiu und die Wienerin überreichte aus cinei silbernen Platte im Stil der Renaissance, ihrer schnell ivieder in's Zimmer zurück geschrittenen Herrin, den Brief. Beim verlangenden Blick darauf fühlte sie sich schmer lich enttäuscht. Ihr Mienenspiel verriet!' es, daß sie einen anderen Brief als diesen lange ersehnt und jetzt sicher erwartet haus . Ti.ser besaß nicht die Form, nicht das Aussehen, die il.'r so ant bekannt und die Zeiche, froher Meldung waren. Die' ser breite Brief gröberen Papiers über raschte sie nach der ersten Enttäuschung; denn sie sah es iym an. daß er eine gerichtliche oder eine behördliche Zustellung war. Und das Mädchen reichte ihr auch sogleich noch, einen gedruckten Schein zur Unterschrift, wie e d.'r Brjefbute be.zebrt hatte. - . Elise stuyte nochmals; dann nahm sie den Schein, ging an ihren Schreibtisch und schrieb ihren Namen darunter. Sie gab ihn der Dienerin, welch? damit das Zimmer verließ, und ergriff danach mit einei7geu'issen Wnlnrund lelassenyeit das Schreiben. Von; Gericht, wie sif vermutbet. edenfallsitt'iyrerZcheidtiN.zangclegenheit. Die.Vorladung zum Tfrmisi, die sie ja auch so sehr ersehnt Patte, nnnert'jn also eine . angenehme Botschaft, war ftf auch nicht die viel ungeduldiger erwartete und deren Ausbleiben ihr räthselhast wurde.

Wemad) luch und mit ihren Gedantcn mehr mit diesem rätselhaften Ausbleiben beschäftigt, als mit der Botschaft in ihrer Hand öffnete sie dieselbe. Fast zerstreut glitt ihr Blick über die .wenigen gedruckten Zeilen des Formnlars. Es kannte sie ja nichts weiter davon intcrcssiren, als die Angabe des Tages, an dem der Termin zur Entscheidung über ibrc Ebetrennung stattfinden sollte. Vormittags 10 Uhr; das siel ihrdeshalb zunächst als eingefügte Handschrift in den Blick,' und sie murmelte verdrossen darüder, so früh schon auf's Gericht kommen zu müssen. Und der Tag ? Sie machte plötzlich sehr große Augen. Mittwoch, den 20. März!" las sie jetzt und sprach sie zugleich erstaunt. Ja, daZ wäre ja morgen bereits. Unglaublich ! Eine Vorladung von heute auf morgen welche Rücksichtslosigkeit:" .. Nun sah sie näher hin und las tvirllich das Formular. Schrecken, Staunen,-Ent-setzen drückten sich in ibren Zügen auö und verzerrten ihre Schönheit. Sie traute ihren Augen nicht, sprang auf von dem Sitz an ihrem Schreibtisch und stürzte mit der Zustellung zum Fenster. Hier las sie noch einmal beim matten Schimmer des Tageslichts. Sie fühlte sich an die Stirn, ob sie bei gesunden Sinnen sei, und konnte noch immer nicht fassen, lvas ihr da gemeldet tvurde. Kurz und in Amtssprache ward sie zum nächsten Morgen 10 Uhr zur Vernehmung als Zeugin vorgeladen, vom Untersuchungsrichter. ' - Was hatte ein Untersuchungsrichter mit ihr zu thun ? TaS war also eine Eriminalgeschichte, in die sie gezogen wurde, ohne es sich irgendwie erklären zu könneu. E ie und eine Eriminalsachc wie war dies zusammen zu reimen? Als Zeugin ? Für waS? Gegen wen? Sie zcrbrach sich den Kopf darüber. Und die Drohuitg dazu, daß sie zwangsweise vorgeführt werden würde, wenn sie nicht pünktlich erscheine ! solche Sprache gegin eine feine, reiche, in Berlin angesefsen? Dame ! Zu einem so widerwärtigen Gang geztvungen ZU sein.ohn? sich einen Grund dafür denken zu können und vhne daß ein Grund in der Vorladung nur angedeutet gewesen ioäre ! Morgen zudem, wo sie ihnwiedex kNvgNe.le,worgu.s sie heute, worauf sie gestern und vorgestern schon geharrt, und weil vergeblich, so inorgen desto zuversichtlicher auf Erfüllung. Sie wagte nicht das Haus zu verlassen, um den ihr angekündigten Bcsuch sich gar nicht entgehen zu lassen, seiN? Minute durch ihre Schuld hiess B?aegnung zu verzögern. S ie lebte deswegen seit ein paar Tagen wie eine Gefangene und stand von srüh bis Abend zuin Empfang bereit. Und sollte sie morgen Vormittag nicht zu Hause sein, stundenlang vielleicht in den bäßlichen läu-

men des Gerichts am Molkenmartt, von 'eenn si? ja schon öftx gehör;, hlezben müssen m ü s s e n, bei Gewärtigung einer Abholung durch einen Polizeibeamten ! Als Zeugin Alcde stehen vor einem schrecklichen Untersuchungsrichter, sie wußte nicht über was, während viel leicht, ja ganz gewiß zu Hause die Person eintraf, die mit leidenschaftlichern Ungestüm von ihr ersehnt und erwartet Wurde Es war. um rasend zu werden : C(m: Mächtig sah sie sich dieser Widerwältigseit gegenüber. Für sich allein iiur konnte sie darüber ihren Zorn auslassen und dann auch wieder einer Beängstigung vor dem unheimlich Geheimnißvollen dicfer Vorladung in einer Eriminalsachc verfallen, ciemanden hatte sie zum Fragen, zum Beruhigen.zum Ausfprechen ihrer marternden Empfindungen ; Niewanden. Sie war so allein, jetzt fühlte sie es und es schauderte sie in ihrer Vereinsamnmng. ie erschrqk.als dasMidchen Mlt der Lampe' hereinkam. Wünscht die gnädige Frau den Thee?" Sie bezwäng sich. , . Ja. bringen Sie das Abendessen, ich will gleich danach zu Bett gehen."' XVs. Robert's fertiges Bild war seit einigen Wochen schon iui Saale des .lunstoereins ausgestellt und hatte alle die Hoffnungen erfüllt, welche er daran geknüpft. Als ein Künstler, der sich seines Berufes bewußt geworden, ohn? Hochmist.h. sondern in strebendem Eifer, .hatte er das Gemälde geschaffen und dem öffentlichen Urtheil ÜK'. geben; einstimmig war das LoK welches er dafür erntete. Das ergreifende andschaftöbild, so ausnehmend stimmungsvoll gedachr und wiedergegeben. wurde ein lockender Reiz für das berliner tunstliebende Publicum und die Kritik rühmte es laut in ihren übcrzeugendsten Stimme. Robert 'Siegfried wqr aus einmal ein Rame von hellem öilang in der .vnnstwelt und erregte allacincinere Ai'smertsamleit für die zukünf Ngen veinungen, y;e damit verytn den N'ürbeil. '. .kauflustige Liebhaber gab es verschiedene für sein Bild. Er brauchte nur darunter zu wählen, und nun hatte er endlich gewählt. - Der .Kunsthändler, welcher den, Kauf für Roben a:n vortheilhastesten vermit telt. hatte ihm am- Morgen den. Preis dafür- Han gebracht.' sechstausend Mark in blanken Zwanzigmarkstücken waren vor ihm auf den Tisch im Atelier hingezahlt worden, ie standen da in ;wölf glänzenden Säulchen, und kaum, daß der Zahler das Zimmer verlassen, als a große Freuden- und Jubelfeier daselbst anhub. Der Glückliche holte sein junges Weibchen herbei von ihren wirthschaftlicheit, Beschäftigungen das Häubchen guf dem Kopf, i$ Schüsze VPr9fbundc.ilditf Aer? mel des tleidsqnlen Hausrocks etwasausgestreift. Er zeigte ihr das Gold und , , m sie laa'len es so yerzinntgilw an, so rcredtfain ohne Worte, und küßten sich, al gehöre solche Siegelung noch auf . den Pact, der da mit dem Golde ausgedrückt wurde. Sie nahmen eine Atolle nach der anderen in die Hand und wogen sie und weideten, ihr? leu.cht5it.d5n Augen barqn, als hätten sie jhr Lcbtag solchen Mammons Gewicht und Zauber noch sticht gekaisnt. Tausend Mark sosch'. Eäitlchei, zweitausend, dreitauMd, vier , fünf-, sechs tausend ! zählten . sie. Einer um den Anderen, indem sie - diese Goldrollen wieder ausbaut

.. Dann, in heller Sivgeslust stürmten sie hinüber ;u Onkel Friedrich und holten ihn im Sch lasrock und Pantoffeln, noch sein Pfeifchen mit türkischem Tabak, wie er es zum Morgenkaffee rauchte, im Munde. Er mußte all' dies Gold sehen, er mußte sich an der stürmisch werdenden Freude dto lieblichen Frauchens mit dem kindlich;,! Ges'icht laben, und die Ansgclassenheitcn Robert's dazu steckten ihn an. Er wurde sehr aufgeräumt und machte Echerzc über Scherze und schließlich tanzte er, der kahlköpfige Alte, zu Viebi der übermütigen Jugend, mit ihr um das goldene Kalb. Mitten in diesem wunderlichen, und doch als Aeußerung dreier hochbeioegter Herzen so rührenden Preis-und Dantopferdicnst für den eisten, hoffnungshell strahlenden Ruhm des Künsters, brachte das Dienstmädchen Z!obert's .die Karte eines draußen harrenden Besuchers. Professor Dettinger !" rief der Maler überrascht aus, als er emcn Blick auf die Karte geworfen, und reichte sie dem Onkel. ' . Na," entfuhr diesem die berliner !edensart, nun brat' mir Einer 'nen Storch! Kommt der wirklich nach dem schrecklichen Berlin aus seinem schönen Schwabenlande'." Natürlich ließ man ihn bitten. ein;utreten ; Helene aber machte sich eiligst ans dem Zimmer. Der Professor kam in feierlich schwarzem Anzüge, einen funkelnageln?n Eylinderbitt in der Hand, feinen flachsfarbigen, mit Grau gemischten Bart .um Mirnd und Kinn höchst sauber gestriegelt.Grüß Gott '. Grüß Gott in Berlin !" bewillkommneten ibn nach süddeutscher Weise die beiden Siegfrieds, in denen die ausgelassene Laune noch arbeitete.' & .j ftcV k t & jjs i s W Z 1. "2. W

uhv itiu;icu iiiu iuu'itjiv cic 'Vnvv, -v r r ' . . . ?ä . . diesem erlln.ln der veimatl' von :'.'iUtta undVata!" Warten Sie nur!" drohte Friedrich schelmisch. Fangen Sie schon wieder an?" Sie sollen doch-Mutta und Vata noch ehren lernen !". stimmte Robert ein. Wie lange werden Sie denn bier bleiben, err Professa Dettinga ?" Wr we.iß;' brach er den Spott freundlich ab. Ich habe in höherem 'lustrage die Reise höchst unerwartet ma4en müssen, um über die Funde aus Olympia Bericht zu erstatten. Man will womöglich Abdrücke vossi. Wichtigsten. Das dachte ich nicht an, Achcnsee, so bald nack Bersiss zu kommen, komme u xiv-. K.'? Uno seit wann sind Sie denn hier?" Seit gestern." Seit gestern erst ? Ja, dann haben Sie auch von Berlin noch gar nichts gesehen, '.'.nd die Frage ist überflüssig, wie es Jhnen gefällt," 'Ah, xs imponjrt mir doch, was ich bisher gesehen." Jmponirt '." neckte Onkel Friedrich. Einen stattlichen Eindruck machen, wäre SW lang, um es deutsch Zuzudrücken. TaS ist auch eine Ursache dieser verwünschten Fremdwörtrej. daß di Deutschen ?ine Sucht habeis. ins Ausdruck zu kürzen und daher mit fremden Wörtern oder tollen örtzusansmenstellungen um sich werfen, weil man sich dabei hinzudenken muß, was sie eigentlich richtig sagen wollen. Na. Professorle, darum keine Feindschaft nicht!" Flächen Sie sich nur. Herr Siegfried. Ich bin darauf gefaßt und Ihr Eisej ge sällt mir, '3je willen es ja." Wo wohnen Sie denn V fragte Robert traulich. (Forlsitzung folgt ) i . Velstfcke okalNacl,rickiten. Tdüringisebe Staaten. Die Knaben Rumpel und Kellermann in Allstädt fand man in einer Scheune erhängt vor. Wie man annimmt, hat sie bei einem thörichten piel ?er Tod ereilt. Aus dem Bahnhöfe in Sonneberg kam der Feuermann Karl Wirsching um's Leben. f Der frühere Jnhfb;r der Hofbuchdruckerei in Sondershausen. Adolf Eupel in Wien. Hessen'Darmftapt., Zwei Bursche von Dieburg, Joh. Thomas und Adolph Hock, wurden wegen Kilchhofsschändung zu 15, bezw. Mo natcn Gefängniß verurtheilt. PferdeHändler Sck'loß in Eppelsbeim wurde um 80Xt At. beraubt. Matter Derheimer in Flonheim erschoß sich. Der von seiner Frau getrennt lebende Wirth Ludwig König in Lawpertheim erhielt von seiner Gesiebten tödtliche Stiche. Im Streite erstach der Fuhrmann Josef Borck zu Sindcrsheim den'Taglöhner PH. Meid aus Pfungstadt. In Folge eines Insektenstiches starb der Oberamtsrichttr Alt wsyn inNauheim. tir Ndetnpsal,. f In öleichenhall Dr. Georg Heinrich Emonts von Homburg, ein geb. Speverer. Jakob Svringer in Freinsheim feierte seinen 100. Geburtstag. In Landau wurde d Ziegler Joh. G.Guhmann unter der Anklage, im Verein mit seiner Frau und deren Schwester die irrsinnige Oktavia Weigel aus Rheinza bern aus der Irrenanstalt gewaltsam entführt zu haben, zu kurzer Gefängnißstrafe verurtheilt. Die 24 jährige Bergamtmannstochter Adelheid Hochstctter in Odernheim bat sich aus Liebesgram ertränkt. Die Pfalz ist in letzte Zeit sehr stark von (ejyit,ei'ii. heimgesucht worden.. - jiöttigrekch Vaver, Professor Leo Ziegler in München wurde wegen Unzucht zu tj Monaten Gefangniß verurtheilt. Der Privatier Dr. FranzKurz inMünchen hat sich aus Gram über einetreulose Geliebte erschossen. Ebenda erhängte sich Sergeant Allioli. Der Mörder Jmbiehl wurde zu lebenZlänglicher Zuchthausstrafe begnadigt. i Der Bürgermeister Augsburg's, Vcter Weber, und der Direktor derAugs burger Kattunsabrik, Karl Jordis. Bei einer Beniinerplosion in der Wälze! schen Kunstsärbere! in Äayreuth wurde der Lehrling E. Hahn und der Besitzer tödtlich verletzt. Im Gasthause Zum Wendelstein'. in Bavrischiell . coastituirie

1, ia) vm i ' antwonete dettinger. den dieser herzliche Empfang sogleich von aller Befangenheit und ernsten' Zurückbaltuna befreite. ..Leibbaftia . in

sich auf-Veranlassuna des Lehrers Jos.

Vogel ein Verein, deffen'Hauptzweck'dl'e Wiedereinführung der ursprünglichen Volkstracht im Leitzachthale ist. fGastWirth Nif. Hofer in Mkt. Brück. Ein Sohn des KnabenlehrersFabß inHaßfurt spielte mit .einer Granate; dieselbe explodirte und der Knabe wurde in Stücke zerrissen. Der vrbeirathete StefanZink von Jrsee hat sich erhängt. Die Frau des Schäfflermeisters Karl de Eortins in Krumbach beglückte ' ibren Gatten mit Drillingen, 3 Knaben. Der Mehlhardtbaue? Job. Hauthaler zu Haimbach bei Nußdorf wurde von einem Strolch erschossen. In Schmiechen bei Acering er tränkte sich die reiche Älankmüllerin. In Unterköblitz hat sich die Schmiedsehefrau Post ertränkt,weil ihrHaustyrann" einem Schmiedegesellen, ihrem Galan, den Laufpaß gegeben hatte. f Tr. Ludwig Aerthold in Nürnberg. Daselbst erschoß aus reinerMord lust der Schreiner geselle Buscheneder den VinselmacherKobel. Frhr. Marimilian v. BerchemKönigsfeld ist in Reaensbürz gestorben. Bei einer Kahnfahrt ertranken die Zimmerleute Joh. Kr'ober und Kaspar Hager, sowie der Schmiedssohn Joh. Trettenbach, in Vilseck. General Kar! v. Orff in Würzburg feierte sein 50-jäh-riges Dienstjubiläum. Der Weinhändlerssohn G. Strobel von Würzburg erschoß sich im .Bad Seeon. Die Strafkammer in Würzburg verurtheilte wieder eine Anzahl Studenten wegen früher auszefochtener Mensuren. Je 3 Monate erhielten Heinr. Kofahl aus Dannhof, Gust. de Ruyter aus Quackenbrück, Mar Sieber aus Germersheim, H. Wendland aus Homburg v d.H. und Aug. Kießling aus Hosheim. Durch Blitzstrahlen wurden erschlagen zu Beuerberg der Flöße? Goldbofcr von München, de Söldner, söhn Groller von Merchnig. derOekonom Göbel von Grcsuhal, der Schuhmach Joftf Pichler vo.i Zornedlng. Kbuirld Württemberg. Im Königreich warten WO Lehrer aus Anstellung. Schuhmacher Rathzeber in Aöblingen tvurde wegen Verdachts der Brandstiftung verhaftet. Den Gasthof Zum schwarzen' Adler" in Ebingen kaufte um 55.000 M.Kaufmann Mattin in Heiligenberg. An seinem Hochzeits tage ist der Uhrmacher Schellmann von Ehinzen mit dem Gelde, seiner Braut durchgebrannt. - Der Sohn des pens. Oberlehrers Stehle von Ehinzen, Musiklehrer am Augsburger Konservatorium, ertrank auf einer Vergnügungsreise im Hochgebirge. Im Jahre 1S82 wurden der Marg. Gackenhetmer in Gultingen L300 M. in Werthpapieren gestohlen. Jetzt wurden die Papier.' in der Esse des Schlossermeisters Seeger in Ealw gefunden. Die Wobnbäuser der Bauern Aischosberger und Al. Rümpsle in Mittelurbach wurden durch Feuer zerstört. f Bezirksrabbiner Oberdörfer in Ober dorf. Für die in Schonidorf beschäftigten Arbeiter wurds eine gemeinsame Ortskxankenkasse errichtet. Wegen Sittlichkeitsverbrechen wurde der Bauer I. Hahn zu 8 Monaten Gesänzniß verurtheilt. In Böblingen erhängte sich der Taglöhmr I. Knoll, in,Türchhauscn der Taglöhner A!atth, Seeburzer. Bei der Rettung eines in den Brunnen gefallenen Mannes stürzte der Arunnenmacher König aus Brühl selbst so unglücklich in denselben, daß er ertrank. In Rottweil ertrank der Jagdausseher Bippus. Der Fuhrmann Wagner aus Balingen stürzte vom Wagen und brach das Genick, ebenso der Maurer Franz Mobr. VomSchlage gerührt wurde der Weingärtner Biedermann in Untertürkh;im. f$rolui $e ften.R aftau. Der Ockonom Horch ler in Kassel erhielt wegen Wechselsälschunz 1 Jcbr Gesängniß. Peter Metz von Borelch bei St. Goarsbausen wurde als der muthmaßliche Mörder des vor Jahren als Leiche gefundenen Müllers Lanbach verhaftet. Landmann Fliegel von Eschbvfen und seine 'Z Kinder wurden vom Blitz erschlagen. Durch Blitzschlag verbrannte das Franz'sche Mühlen-Etab-lissement in Woraberg, serner ein Wohnhaus in Ellerberg und ein solches in Lohne. Durch Feuer zerstört wurden 9 Häuser in Neukirchen, 7 in Braubach, 3 Geböfte in Schwalbach, und ein Wobn-

haus nebst Scheuer in Dörscheid. S August v. Nordheim, Bildhauer in Frankfurt a. Ai., 71 Jahre alt ; Gustav Scherbius, Kaufmann, Handelsrichter und Präsident der Taunusbahn, in Frankfurt a. M. Dem Getrcidcmakler Joseph Strauß in. Frankfurt wurden 3;,000 M gestohlen. In Niederrad wurde ein Stadtbeamter, den seine Untergcbenen durchgeprügelt hatten, abgesetzt. Ndtiiivroolttj. Der 18jäbrige E. Hermann aus Dellhofen erschoß auf der Jagd ein im Gebüsch verstecktes junges Mädchen. Der Kaiser hat den zum Tode verurtheilten' Gattenmörder Barbier Ziethen von .Elberfeld zu lebenslänglicher Zuchthausstrafe begnadigt. Die diesjährigen Kaisermanöver werden erst am 15. Sep. beginnen. Referendar P. Tauer aus Boen ist wegen Zweikampfes mit dem Luucnant Schnitzler zu 4 Monaten Fc stungshast verurtheilt worden. Der Kaiser hat den durch die jüngsten Unwetter geschädigten Bewohnern des Kreises Muhlheim a,00o Ak. geschenkt. rchlsts'Holflein. Der Bau der Bahnstrecke Flensburg Glücksburg Kappeln mit den von Seiten des Ministeriums gestellten Bedingungen ist jetzt v$m Kreistage genehmigt worden. Bei einer Segelpartie in der Nähe von Hadersleben ertrank Kapitän G, Henninigsen.-Jn Eckernförde ist der Fischfängen den verflossenen Monaten ein äußerst ergiebiger gewesen. Blitzschläge und Brandfälle : Zu Folge Blitzschlagt gingen in Flammen auf: in Tetenbüll ein großer Hof, in Marnstorf und in Sinstorf je ein Gewese, in Rederstall ein Gewese und in Hansühn das Wirthshaus. Aus anderen Ursachen brannten nieder: in Süderhostrup der Hof des Hans Jürgen Nissen, in Schwan sen das WohnhM de Parzellisten Leckband, in Pries das L. Witt'sche Wohn Kutf, in Medelbvseld das Armenhaus, r; Etörkathe das ganze Nuhser'sche Ge t?;se, in Tönning das Haus des Kaufmanns Earstens, in Hohenwestedt die Westpharsche Gerberei und in Lunden die neucrbaute Fabrik des Hchhandlers Ions.

Eln ergreifnder Zwlscbenfall. Geiste Sderwirrun g eines jungen Mädchen Wodurch sie der. ursaa)t wurde Etliche neue und erschreckende Wahrheiten. Der St. Louiser Srpreßzug der ed, Sork Centralbahn war an einem der ke)ten Abende überfällt, alt an einer der Zwischenftationen ein ältlicher Herr, begleitet von einer jnozeA Dame, die Waggons betrat und schließlich ei nen Sihpla erlangte. Als sich der Conduc. teur dem Paare näherte, erhob sich die junge Dame und sagte in flehendem Tone . .Ich bitte Sie, Herr, lassen Sie ihn nicht mich nach dem syle schleppen. Ich im nicht derröckt; ich bin etwas erschöpft, aber nicht toll. O nein, gewiß nicht ! Wolleu Sie nicht erlauben, daß Papa mich ach Hanse znrii. bringe ?" Der Conducteur, so sehr er auch a alle Phasen des Messchenlebevs gewohnt war, blickte mit eben solchem Staunkn wie die andern Pas. sagicre in der Umgebung auf das Paar. C. nigk Worte dcS Vaters iedoö senöaten nnd der

eonductkur stle seinen Weg fort, während die junge Dame ihr Gesicht dem Fenster wandle. Schreiber dieses saß zufällig gerade hinter dem alten Herrn und konnte sich de Wunsch nit versagen, mit ihm zn sprechen. Mit trauri gem Antlitz und zitternder Stimme sagte d?c Vater : ' .Meine Tcchter besuchte das Seminar in el ner entfernten Stadt und war .bemcrkenswetth erfolgreich. Ihre natürlichen Elienfchafi, verbunden mit großem Ehrgeiz, stellte sie in die vordersten Reihen der Schule, aber sie ftn dirte allzu eifrig, w nicht auf ihre Sefund. heit bedacht und ihr armes Gehirn ward da. durch angegriffen. Ich bringe sie jetzt nach einer Privat-Heilanstalt, roo sie, die wir hoffen, bald hergestellt sein wird." Auf der nächsten Station derließea da alte Mann und seine Tochter den Train, aber ver so sehr an Ehakspeare's Ophelia maljnende Zwischenfall erweckte sonderbare Sedanke in Geistere? Schreibers. Es ist eine feststehende Thatsache, daß, während die BedöUernnz Ametika's im Laufe des Jahrzehnts zwischen 1570 und 1880 m; dreißig Prozent zugenornmem hat. die Zunahme der JrrfinnssUle über einhundert fünf und dreißig Proeent in derselben Periode betrug. Rei. seude aus Eiscnbahnea, auf Dampsbooten der in Wagen sehen in jedem Theile des Landes große und vollendete Gebäude und fragen, was dieselben sind Irren.?! syle '. Wer erbaut sie ? Jeder Staat; jidrs Counih; Hunderte dsu p.ivaten Individuen, und in allen glllen ift ihr Belagkraum bis zum Aeußersten in ' spruch genommen. Weshalb 5 Weil Manner, in Geschäften nud in den Ve rusksohären, Frauen, la ihrem He imwese oder in Gesellschaft, und Kinder in der Schnk ihre gtisligen und Nerven.Kraste durch ?rbeit,Sor. fm iTYtH 0riw ifTkti tn aI t An " tv ItVUVUlVlII U? Mft VUiM nervöse Unordnungen, Underdaulichkeit nd gkgebenenfalls Manie herb:!. vs ist nicht immer Kopfanftrengung, welche Geistesstörung zur Folge hat ; diese entsteht weit öfter aus Uebeln in andern Zlörpertheile. Das Nervensystem ist bestimmend furdinZustand des Gehirnkö. Jcd r, der an zeitenweisim sps schmerz; an gelegentlicher Dumpfheit ; an Trü. bung der Sehkraft ; anOhrensausen; an sieber haftem Kopfe ; an häufigem Sodbrennen oder dumpfem Schmerz im Magen leidet, 'sollte nderzüglich darauf achten. Der Magen und der Kops stehen in urimitte'.barei Beziehung zu ei ander nnd tvenn der eine angegriffen ist kann der andere nie in Ordnung sein. Veute pcpsie verursacht mehr Selbstmorde im Irrsinn als irgend eine andere bekanrteUrsache,und der Mann, die Frau oder das stind, dessen der de ren Magen in Unordnurg ist, kann nicht als b. wah.t vor dem wann immer erfolgenden QinUe ten einer Manie in irgend einer ihrer qiele entsetzlichen Gestalten betrachtet werden. Der Werth derMäßignog und die gebieterische Zlothwendigkeit der Obsorge, den Magen iuOrd nung zu halten, muß daher Jedem einleuchte. Die geringste Erscheinung don VerdaunngsftZ. rung oder schlechter Zersetzung der Nahrung sollte ebenso sorgsam überwacht werden, die die erste Annäherung eines Juvasionsheeres. Viele Mittel wurden zur Bekämpfung solcher klnsälle befürwortet, aber bis dahin waren sie allzumal mehr oder weniger ohnmächlig. Ss kau indeß nur sthr wenig Zweifel daran obwalte, dsß zum Zwecke der Regelung des Magens, zur Au regung desselben zu gehöriger AcUov, zur ErHaltung der Nerven in richtiger Beschaffenheit und zur Reinigung des Blutes, Warner'sTiPpe eanoe das Beste, alle alten oder neuer Srsin düngen übertrifft. Es ist dnrchanö rein und vegetabilisch ; es ist zuverlässig zur Stärkung bei Erwachsenen, wahrend ti unmöglich selbst einem Kinde irgendwie nachthetlig sein kann. Die Thatsache,daß es in den Tagen der berührn, ten Familie Hanisin gebraucht wurde, bildet den sichersten Beweis seiner Sutr, da es die Zeit so siegreich überwunden hat. Als Toni, und Wiederbeleberist es einfach wuuderb. Es hat in Tausenden Fällenden Magenschmerz ge h , die erschlafften Nerven angeregt, ruhi gen Schlaf gebracht nd das Hereinbrechen ei uer mehr als den Tod selbst gesurchteten Manie verhindert. MQllllS l n. 87 & 59 ca ätuzxt eszz. Das größte,schonfie nnd ällesteLoknI bdGUM etrsnke aller rt. ste kalte exetft voalich v.ii. Emj t achtvou igrtchtet Hai Ittyitkx wen, Loien und Privaten kdhattxnt rfGSU Un, onrtn nd ecrfcmmlangtn untci Ubrl vedingnngkn u? erfäguni. toiin BKnivn:i2üEir)xf Ciarnttcta. A. SCH5IIDT' Buch- u. ZeitungöAgentur. l. 113 Grcor Straöao. 3 tl l fl H o I i I. . strZze erdtu f4m8 Nd ilaSIt UoxgU ?cher billig und fötn ccIcaHa,

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