Indiana Tribüne, Volume 7, Number 354, Indianapolis, Marion County, 11 September 1884 — Page 3

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Haus Siegfried.

Roman von Sckmidt.Weißenfelk. , (iZoilsttzung.) .Äas o, ich bitte-Dich, Cnfcl Friedrich, was sprach er? Berichte inir. so vicl Tu von ll'm weißt. Q'xn jedes i?rt darüber, ein jeder uz davon ist mir kostbar." Was wir mit einander sprachen 't Er bezahlte die Miethe, und da mein Brn der nicht anwesend war, an mich. Dabei bedankte er sid das; wir uns seines ttlei- ; nen manchmal angenommen, daß ihm j Naschwerk und plelereien ein paar nial geschenkt worden waren. a, das war M.vi " uvv. ; Und wie sprach er :" , ')!a. sehr mündlich, sehr bosiich.' -i vlnä) er war noch jung:" Höchstens fttttfund;wan;iz abre. Ein kleiner, feiner Mann mit' einem klugen, garten, bartlosen Gesicht, schwel mütbig büßende-.? Anen, schivärmerischen Llnscrncks. Die Nökde seiner B'anzen freilicl verriet!' den Brnstleiden den." ,.(5r war arm ?" Uebriz bat er jedenfalls nichts ge--habt, einc tleinc Wohnung war höchst dürftig cingcriä'tet ; er lebte o zurückgezogen wie einfach. 35ai merkte man ja, oder erfuhr es, wie es so in einem Hause urch die Dienstboten bewirkt wird im Lauf der ?eü. Cir bekam sein Mittag essen ans einer Kellerspeisewirthschaft, wo um drei Groschen gegesseii wurde, über: raschcnd billig für das. was man erhielt. Ä.'on unseren eutenaßen mehrere dort. Eine Suppe, ein femi)Y und ein gute) Stück Fleisch dazu und Brot nach Gefa!len ich hatte Gelegenheit, Mich selbst davon zu übereuaen, wie schmackhaft und reichlich dies ?llles war. Für Doctor Werg genügt? es auch und Du wurdest noch mit gesättigt von dem, was ihm au dieser fluche als sein Gericht zugetheilt war." So lebte er also in tlend !" Wein Aruder," ergänzte Friedrich weiter, kannte seine Schicksale, die ihn in eine so dürftige Lage mit Frau und Kind versetzt hatten. ' Er war Lehrer geWesen oder doch zu dem Amt eines solchen befäbigt. ' Äber wegen seiner BetheUigung an den Vorgängen im Jahre 1848 batte er sich mißliebig dei derBebörde gemacht und bekam daher keine Anstellung, ia, wurde eines öffentlichen Lehramts sür untauglich erklärt. Äerheirather war er schon. Wovon nun leben ? Da schrieb er denn Geschichten für die Blätter, und das trug wobl nicht viel ein." Geschichten schrieb er ?" .fragte Robert mit erhöhter Theilnahme. . Also ein Schriftsteller. Und baft Du nie etwas von ihm gelesen, besitzest Du gar nichts von seinen Arbeiten V' Potz Blitz !" Dabei knallte Onkel Friedrich über seinen Einfall mit den Fingern. Ich muß noch eine ; Erzählung von ihm haben. Warte in mal ! Daran habe Ä gar meM mehr gedacht." Er besaß eine kleine Büchersammlung, die in zwei Glasschränken das Zinnner zierte, m d?m er sich mit Robert befand. iix öffnete die Thür des einen dieser Schränke und nahm, ohne lange zu sueben, einen sebr dicken und in einfache Pappe gekleideten Band herau?. Blättemd dann, sagte er: Die Geschichte laö ich damals init viel Genuß. Es sind Stimmungsbilder da rin, packende Schilderungen, ipannnngsvolle Vorgange. ' Ich lese ja nicht viel solä-e Erzählungen rein zufällig kam icd dazu, als ich mir zum Einschläfern nach .isch einmal das Blatt genommen hatte. Den Beobachter an der .pree früher gehörte der in jedes berliner Haus. Ah, das ist's : Der Eontrebandier" Schmuggler hätte er eben so gut schreiben können Roman von H. Werg." Er zeigte den aufgeschlagenen Aand seinem Neffen, der ihn mit Hast in seine Hände nahm nach, dem Titelblatt schaute und seine leuchtenden' Augen über die Schrift des Romans seinem Vaters fliegen ließ. Ich nehme den Band nut, Onkel; das Muß ich doch lesen !" rief er, indem er das 'Luch unter den Arm steckte. Lies, mein Junge!" Nirn weiter, Onkel, weiter ! Sieh, wie viel kannst Du mir von meinem Vater mittheilen! Lebte er denn nach dem Tode meiner Mutter ganz allein mit mir? .""atte er Niemanden weiter um ,-ich?" Eine Frau," berichtete Friedrich weiter. ..beträte ihm sein kleines HauSWesen und wachte auch über Dich. Sie - war ! im Hause, eine Nachbarm von ihm und an einen unserer Arbeiter .verheirathet. Oefter besuchte ihn eine ärmlich gekleidete und elend aussehende Frau,seine Schwägerin. Die pflegte ihn denn, auch als er bettlägerig wurde, und war um ihn, als er nach mehrwöchentlicher Krankheit starb." ' DU Schwester meiner Mutter V Aber unzweifelhaft bedeutend älter als diese. Eines Morgens kam sie weinend zu uns auf die .Schreibstube und zeigte uns den Sterbefäll an. Sie hatte Dich an der Hand und klagte, daö sie in ihrer eigenm Dürftigkeit als Wittwe mit mehreren Kindern unmöglich Dich noch als neue Last sich aufbürden könne, sondern daß Du ins Waisenhaus gebracht werden müßtest. Na," stieß Onkel Friedrich' hervor,' wle es so seine Art war,wenn er über einen hindernden Punkt schnell hinweg wollte, was ist nun ei-' gentlich noch zu sagen ?" ' Ihr nähmet. Euch nun meiner an," hielt Robert ihn beim Gespräch, überwelchem das Gemüth des Alten doch warm geworden war." . ' ' und machte sich folgendermaken,"' hob er denn auch wieder und lebhaft an, als sei die Vergangenheit ihm zur Geainwart geworden. 'Mein Bruder Wil' Helm war schon an die zehn Jahre derdeirathet und seine Frau hatte ihm . noch kein Kind geschenkt.- t Sie hofften Beide nichts mehr m dieser Beziehung und das trübte ihre glückliche Ehe, zumal ich fest entschlossen war, mich nicht zu verheirat then. Die ich 'einmal 'haben wollte, entführet ihm hierbei, bekam ich'nicht,' und eine Andere nuzchU'.iü .'Mr ''cht.

mehr. So sah es denn mit der cieg sried'schen Nachkommenschaft schlecht aus. Äls mir die Frau die Ohren voll jammerte und ich Dich kleinen, unschuldiacn Knaben vor mir sah, wie Tu trau-

rig warst, weil die Tante weinte, und vielleicht auch, weil Du gehört hattest, dast Dein Vater todt sei und Du ihn nie wiedersehen würdest da dachte ich an meinen kinderlosen Bruder und ob er Dir nicht den Vater ersetzen möchte. Ich nahm Dich bei der Hand, führte Dich in die Wohnung zu ihm und seiner Frau, machte ihnen Beiden den Vorschlag, und sie besannen sich auch nicht lange, sondern stimmten freudig ;n. Du bliebst gleich bei ihnen und Deine Tante dankte Gott daß es so gekommen. Darntt ist die Geschichte aus. Tu wurdest nach einigen Wochen gesetzlich Wilhelm Siegfried'S Sohn und erhieltest dessen Geschlcchtsnamen. Na, so bist Du regelrecht Robert Siegsried geworden. &em Vater Werg wurde anständig begraden. Seinen geringen Nachlaß nahm Deine Tante an sich, die wir noch ein paar Jabre lang unterstützten. Dann starb sie auch," ' Onkel Friedrich schwieg, auch Robert. Aber nach einer Weile löste sich noch eine Frage von seinen Lippen, die ihm langsam auSdem Herren cmporgestie gen war: Und nichts ist für mich zum Andenken an meinen Vater Werg gcblieben?" Du lieber Gott," erwiderte Friedrich, wie entschuldigend auf diesen klagenden Vorwurf. Wer dachte daran ? Es gab ja auch nichts, kein Bild, kein Kleinod. Und wir meint.', daß es am besten sei. an Dein Herkommen weder Dich noch uns zu mahnen, mit Deiner Aufnähme in unser Haus zivecklose Erinnerungcn an Deine ausgestorbene Familie unberührt lassen zu sollen. Du solltest schließlich gar nicht anders wissen, als daß Du Robert Siegfried immer geWesen wärest. Das geschah doch nur' in guter Absicht. Es war aber, wie Du nun beruhigt sein wirst, auch keinerlei Grund vorhanden. Dir von Deinem Va--ter nicht sprechen zu sollen, tvenn Du ein Bedürfnis; danach bezeigtest in Folge einer eigenen Erinnerung an sein Dasein, oder von irgend einer anderen Seite, was sieb ja nun wirklicb ereignet hat." Gerührt umarmte jetzt Robert den Al ten. Dir verdanke iä also eigentlich AI-, les," sagte er. Und Du warst mir und bist mir noch ein wahrer väterlicher Freund. Na, na, Junge," wehrte Onkel Friedrich freundlich ab ; das soll auch, denk' ich, so bleiben. Wir passen," lächelte er mit einer drolligen Miene, als Sohn uno Vater recht gut zu einander, ebne daß rin .weibliches Wesen unser Verhältniß vermittelt hat. Es muß so etwas wie WahlVerwandtschaft dabei im Spiele gewesen fib." XI. Mit heißer Begierde las Robert auf seinem .ilnmcr von dcn grauen und vergilbten Blättern des Beobachters an der Ssree" die Erzählung, wclche. seinen Vater Werg uuii Verfaffer hatte. Das liar keine Geschichte, wie sie rncist?nt he ilb zum Zweck der Nnterbalrung für den größeren Leserkreis der Fami' lienblätter geliefert zu werden pflegen, die Einbildungskraft wo möglich überhitzen und das Gemüth leer ausgeben laffen. Hier zitterten und sprachen wahre Empfindungen, und in der romantischen Be leuchtung, wie sie dem Geschmack vor dreißig Jahren noch entsprach, wurden Vorgänge des wirklichen Lebens mit einer erstaunlichen Treue und Anschaulichkeit dargestellt. Welchen Eindruck das Gelesene auf ihn gemacht, verschwieg er Onkel Friedrich, und dadurch war er mit ihm noch einmal auf Vater Werg zu sprechen gekomnten; dem, der ihn einst persönlich gekannt, war noch mancher Zug eingefal'. len, dessen, Mittheilung das Bildniß d? feinen, blassen, schwermüthigen Mannes nicht weiter veränderte, aber doch ergönnte. Auf dem Kirchhof der Gemeinde, traußen vor dem Oranienburgcr Thor, w.u er in der Frühe eines Apriitages beerdigt worden, erfubr Robert noch hierbei, und diefe Mittheilung war es, durch welche alle die Erregungen feiner Seele einer bestiinntten Richtung zugetrieben wnrden. Er wollte seines Vaters Grab aufsuchen, war es auch nur noch die Stelle, wo seine in Staub gcsuukenen Gebeine ruhten. Er wollte den theuren Todten noch in seinem Grabe wecken, ehe auch von seiner Asche nichts mehr blieb, feines Sohnes Ruf und Gebet darüber ertönen lassen ; wenn noch ein Letztes seines Irdischen da unten war, diesem eine erste und eine letzte Liebe erweisen. - Er machte sich in einer seltsam feierlicheu, freudig gehobenen Stimmung auf den Weg. auf dem die Einbiloungs kraft seine Sinne mehr und mebr umfing. . Robert mutzteden Todtengräber fragen, wohin er seine Stritte wenden könnte, um die ihm theure Stätte zu finden. Dreißig Jahre lang blieben die Grüfte ungestört, das wußte er. Die lehtc Wohnung seiner Aeltern mußte also rni vorhanden sein. Hier," sagte der Todtengräber, sieben bleibend und indem er uack seiner Auf. Zeichnung die Stelle prüfte, mußte es sein. Schriststellcr Werg -vor -2ü Jabren wurde er hier begraben.. Da ist noci' ein unterhaltenes Grab mit ?t'ummer 81 1 ; hier, diese verwitterte Steintafcl auf der Graserde ist Rummer 8 !.'. Ta-zwistben, es ist ja Alles versunkenes Land." Er grüßte und ließ Robert allein. rfnnkenes Land, aan; ricl'tig. über versunkenen Menschengebilden. Wildes Gras darauf, Dornen, vennodertes oli als Ueberrest eines rtrnts; maifjAh noch ein paar rostige, metallene Aucl'staben. setner früheren Inschrift darauf. Dem Tlchter Berg war es nick't gesetzt worden Z.die Buchstaben geborten einem anderen Namen an. Kein Denkstein war ihm gewidmet worden. Und wäre es gewesen, wer gedachte darum seiner . "br? Äuch .die da waren vergeffen, Lerzchollen) über deren Hügeln sich K reu-

ze und Säulen erhöden. Auch um dicse kümmerte sich Niemand mehr. Wie tönntc es auch anders sein ! Wie viel bricht während eines Vicrtcljahrhundcrts nicht über die Familien herein die einen Todten hier ruhen hatten, zerreißt sie, führt die Einzelnen in alle Welt hinaus? Und über, ein paar Jahre währt selten auch die tiefste Trauet" sie erstirbt, jc mehr die Vorstellung von dem Vorhandensein der int Grabe liegenden Gestalt abnehmen muß: sie zerfällt mit dieser und sammelt sich dann nur an einem Tage, den man dem Andenken des Gestorbenen gen'idmet bat. XII. Onkel Friedrich hatte bisher immer ri och nichts, weder von dem Zerwi'trfnißsciiicr Richte mit ihrem Manu, noch von den schlechten Vcrmögensverhältnissen vernommen, in denen der Xriegsrath Sieberg gestorben war. Bei seiner Le bensweise hatte er noch keine Begegnung gehabt, wodurch er aus seiner gewohnten Auffassung von Elise's Thun und Helene's ?)!itgift hätte gebracht werden kdnnen. Weder Robert, noch Schauß, dcn er öfter unten im Geschäft getroffen und auch gesprochen, hatten ihm etwas verrathen. Sie dachten Beide, daß er früh genug noch erfahren werde, was ihn unangenehm und enttäuschend berühren mußte. Elise selbst, die er fast niemals in ihrem Hause besuchte, hatte er seit der Rückkehr von der Reise noch nicht wiedergesehn ; er wunderte sich nur, daß sie nicht schon einmal wieder zu ihm gekommen war, was sie doch sonst ein oder das andere mal im Mrnat zu thun pflegte. Selbst beim Frühschoppen in der Habel'schen Weinstube, hatten seineFreunde es aus erklärlichen Rücksichten vermieden, des offenen Geheimnisses zu erwähn nen, wie es unter den vielen Bekannten des verstorbenen Kriegsraths sich längst verbreitet hatte. Man wußte ja hier, das; Robert Siegfried mit der Tochter desselben verlobt war und daß Onkel Friedrich eine große Genugthuung über die gute Partie gehegt hatte, welche sein Liebling machen werde. Der Umstand, daß er eines Morgens in diesem Kreise froher Zecher von der nahen Hochzeit Robert's mitHelene sprach und wie das junge Ehepaar bereits drauf und dran sei, sich in dem Siegfried'schen Familienhause sein Nestchat einzurichten, gab einem derAnwescnden Veranlagung, auf die täuschenden Künste Sieberg's ii kommen, wie er sich bis zuletzt als reichen Mann geltend zu machen verstanden, und da man annahm, dem Herrn Siegfried jetzt gar nichts Unbekanntes noch Vcrdrießliches mehr zu sagen, hörte er bei dieser Gelegenheit Alles, was alle Welt schon wußte. Sein Erstaunen war groß, uvint er es auch vor seinen Freunden verbarg. Er war wie aus den Wollen gefallen. Um sich völlig zu vergewissern, daß man ihm wirkliche Thatsachen verrathen, zog er persönlich noch Erkundigungen darüber bei Sieberg's ihm wohlbekannten Bankier ein und erhielt da natürlich volle Bestätigung über die Berartnunz Helene's. Da hing er seinen glatten Kopf mit dem grauen Lockenbusch am ?!acken ; ans seine-kahle, hohe Stirn traten dicke Jaltcn.seinc sauber rasierten Lippen prcs;ten sich zusammen und seine klaren, fro' hen Augen erhielten einen Flor und einen ernsten Ausdruck. Er, der den Sorgen sonst so viel als möglich .ans dem Wege ging und ihnen mit seiner selbstsüchtigen und doch cdelsinnigen Plutos phie den Zutritt zu seinem Gemüth versagte, et hatte nun deren auf einmal, und sie gingen il'm naher, als mau hätte Kit ton sollen. Aber kein Wort kam deswegen über seine Vippen, ir.id er speiste mit Robert zuhtmmeii, als sei nicks vorgefallen, und er ging nach wie vor aus seinem VittipäU; durch die stille, kleine Kunst' gallerie !' in über nach den Uffii de:- Ma kxf:, sah seiner Atb'it zu un? plauderte mit ihm beim Rauchen !r .nv.iuia. als drücke nicht ans seiner Seele und al vergrübele er deswegen nicht manche Stunde auf seinem nachmittäglichen Spazierzange, oder Abends, war cr nicht in einem Tbeater oder Eo'neert, in der Einsamkeit seines Zimmers. Seine Augen strahlten auf, wenn er Robert sah, lebhafter als je klopfte ihm sein Herz entgegen.n'ährend sein Verstand seinetwegen rechnete. rechnete,düftelte, und. durchaus doch zu keinem befriedigenden Ergebniß gelangte. Wie ganz anders leuchtete es jetzt ans jüngste Wünsche und Vornahmen 3iV bert's,denen Onkel Friedrich, waren sie ihm auch etwas sonderbar erschienen, weiter keine Beachtung geschenkt hatte ! Wie erkannte er jetzt, das; in dem Jungen ein anderer, ein gan;neu Geist gefahren war, woran die Armuth seiner Braut schuld sein mußte ! Er arbeitete mit einem Feuereifer, was sonst nie der Fall gewesen, und er saß oder stand vor seiner Staffelei init einer Begeisterung, die nicht mit dem früheren anspruchslosen Selbstgesallen zu vergleichen war. Er war viel ernster, sinnender, und legte eine Gleichgültigkeit gegen Vergnügungen und Zerstreuungen an den Tag. denen er sonst wie lieben und nothwendigen Gewohnheiten ergeben gewesen. Und darum auch derWunsch nach der bescheidenen Wohnung im Hause, UM hier mit seiner jungen Frau zu leben Der brave Junge trollte sparsam werden und Geld verdienen, Heknc zu Liebe. Unzweiselhast ! Sehr rühmlich, sebr trefflich," sagte sich der Onkel mit inniger Freude. Er hat ein gutes Herz, er ist edel und lvill daö arme Madchen nicht sitzen lassen. Aber cö ist eine ungeschickte Wendung, die sein Leben jctU nimmt. Was ist da zu thttN r Darüber grübelte er hin und her ein paar Tage lang. Dieser Jungewie er ibn gewöhnlich noch immer nannte, war ibm doch das Liebste aus der Welt. Jetzt grade gestand er es sich selber unumwuuden. Kein Mensch, dem er sich so nahe in Allem gefühlt hätte. Er lebte auch in diesem und ein leiblicher Solm hätte ibm nicht mehr fein können. Ihm Wales der Sol'n und er war ihm ein Vater aus Kerzen ödrang und man kann auch sagen aus Stolz' auf die von ihm still j . . . i i. t .f. . r. . ?.

und doä' Wle eine vewei'.K.m vcrfoigie Glückseligleitsbestrebung. iu Sinne derselben wollte er den

Himmel von Robert's Leben so heiter als möglich sehen, und nun fand er häßliche, nichts Gutes versprechende Wolken daran aufsteigen. So viel und so weit er die Bahn seines irdischen Wandels zu bestimmen vermochte, wollte er es bewirken, um ihn glücklich ,;u machen. Daut gehörte nach seiner Anffannng Geld, ein gewisses Maß von Reichthum. Robert war ein solches gesichert gewesen, als er von Wilhelm Siegfried an Kindcsstatt angenommen worden lvar, und von diesem Augenblick an haitc sich Onkel Friedrich darin gefallen, etwas wie Vorsehung für ihn zu spielen. Was Herz und Kopf, Auffassung von Welt und Mischen betragen konnten, das Glück des anfgepfropften Sprößlings der Siegfried'schen Familie zu machen, wollte er ihm zulciten, und das war ihm ja zu seiner Genugthuung vortrefflich gelungen. Erst jetzt wieder erhielt er unwicdcrlegliche Beweise, stärker als je, von Robert's guten Eigenschaften, und darauf hatten ihm die Frage desselben nach seinem natmlichcn Vater und die Begeisterung, mit der er dem Andenken des Verstorbenen sich zugewandt, sogar ein neues und schönes Licht fallen lassen. In Allem also war der junge Mann mit den Schätzen Versehen worden, die sein Pfleger für nothwendig hielt, um ein glücklicher Menschu sein und zu bleiben. Alles, was er dazu besaß, befand sich in einem natürlichen, ungekünstelten Einklang ; von keiner seiner äußeren wi innereueEigenschaften gab es zu viel, von keiner zu wenig, um diesen Einklang ;u bedrohen. Onkel Friedrich faßte dies wie einen prächtig gelungenen Versuch auf, den seine Weisheit davon getragen an einem anderen Menschen, wobei er seine eigene Zufriedenheit für ein nicht minder gelungenes Ergebniß derselben hielt. Nun machte das Schicksal doch seine Striche hindurch und ließ ihn um sein Werk bangen. Es war, als wenn der Neid der liottec da hinein schlug.Guck, guck," spottete er über sich selber ; du Weiser, es geht doch nicht Alles, wie du dachtest, und es ist Alles nicht das Beste geworden, was es nach der Berechnung werden sollte! Nicht einmal bei nur uud beim Rober: es wird immer mehr schief unter seinen Füßen." Das ging ihm nicht aus dem Kopf. 'Wenn er jetzt nachdachte, fand er, daß sein Schützling ihm eigentlich die meiste Sorge im Leben verursacht hatte. Im lrunde genommen schon damals, als nach seiner Annahme an Kindestatt das Wunder geschah, daß sein Bruder noch der Vater ei'ier leiblichen Tochter wurde. Es wann ja nun zwei Kinder da, statt des einen, und das väterliche Vermögen rußte atio auch dereinst in zwei Theile zerfallen. Indeß tröstete sich Onkel Friedrich damit, daß das Robert zukommende Erbtheil noch immer groß genug sein werde, tun ihm die Unterlage f.ür ein freies, unabhängiges und damit möglichst glückliches Daseist zu bieten. Wilhelm Siegfried war ja sehr reich, viel mehr, als er, sein Vrudcr, der in den jüngeren Jahren eine, grop.en Betrag seines Vermögens verbraucht nnd als später eingetretener Eon:pagnon deS Geschäfts, nur cincn mäßigen Antheil da ran ni beanspruchen hatte. ' (Fortsetzung folfit )

Im ;-i.",r. pi ital'PlcntüCicS SttUubisiutrt :i;it iltlirm -.fc.4. JJKilf. Dort unten im Geröhre da wohnte man- . ches Jahr Vergnügt in Nh' und Frieden ein fein Bach stelzenpaar. Sl; lebten gar bescheiden und einfach dort am Bach Und leisteten sich höchstens einen Regenwurm pro Tag. Doch ist's eine alte Sache : Es kann auf dieser Welt Kein Mensch in Frieden leben, wenn's Andern nicht gefällt. Und so auch hier. Gar bald entrollt? sich im Nu Ein Ehebrecherdrama nach Vk'trn-k.ii Snrtloi. 'S war nämlich vergangenen Sommer, da nistete nebenan Eine sittenlose Gesellschaft Rohrsperlinge, Frau und Mann! - - Sie war, wie man's ja häufig bei diesen ' Thieren hat. Klatschsüchtig, dumm und gefräßig, unsauber im höchsten Gr-.d. Auch hatte sie ein Verhältniß mit einem Ortolan. ' Gewif; eine böse Geschichte für einen Ehemann, Weshalb er selbstverständlich aus schnö der .lalmisie i Sich anderswo vergnügte, das kleine Fe- j dervieh. I So ist's denn auch gekommen, daß schon ,' am dritten Tag Der Sperling des Rohrs entbrannte in Lied für dte stelze des Bach; war null ich es nicht bestreiten, sie hat ihn vielleicht verführt. Indem sie mit dem Schwänzchen ein wenig kokettirt. Doch. dies :st für die Sache ja schließlich ganz egal Und jedenfalls keine Enlschuld'gung für einen Mann von Moral. Genug, mit Redensarten hat er sie Wohl bethört, Ais sie die inn're Stimme des Gewisiens überhört. Und eines Tages fand man im Rohr da leere Nest ; Fünf oberfaule Eier sind nur noch drin geWest. Es waren fortgeflogen wobl in die weite Welt Die Beiden, wo man die Leute für Ehegatten hält. Die Frau des Sperlings schimpfte na " turlich Hinternach, Wie eben nur eine Spätzin des Rohrs zu schimpfen vermag ; ' . Doch bat sie sich getröstet und ist voll Freuden dann j Zum Traualtar geschritten mit dem fet'l - " :en Ortolan.

Da Vachstclz'rlch Hingegen, in seiner großen Roth, Der suchte in den Wellen des Baches seinen Tod ; Und als v.uv.x dann geschnitten im derbst das reise Robr, Fand man H- kleine Leiche am Rand des U'.rsvor. Mir sang dies Lied eine Unke an einem Abend int Len;.

Sie meinte, cs sei cinThei.:a für'sThea- ' ler ocr :)lkjtdenz ; Doch es ui drainatisiren, das hätte wobl . : T? r " teincit tun, Man würd' es ja doch nicht nehmen, weil I ich kein Franzmann bin. Vom Auslande. Die Tropp. Ztg." berichtet: Ein gewisser Gerhard Kral aus Gilschwitz unterhielt mit der zuletzt inJakubschowky w?hnhaf:en Marie Hruby - ein Liebesverhältniß und hatte auch die Äbsicht, das Mädchen zu heirathen. Die Verwandten der Hruby versagten jedoch hiezu ihre Einwilligung, roeil Kral ein lockerer Zeisig ist, der kaum sich stlbst, geschweige denn Frau und Kinder ernähren kann. Als unlängst die Hrubv nach Freudenthal und von'dort zu ihrem Schwager nach Klein-Mohrau reisen wollte, hatte sich Kral auf dem Eentral bahnbofe eingebunden und sich demMäd chen in scheinbar freundlichster Weis: genähert. Vor dem Einsteigen bat 5lral die Geliebte um einen Abschiedskuß und als ihm diese Bitte gewährt werden sollte, bis; der zärtliche Liebbaber der Hrubv die Nase total ab. Das unglücklicke Mädchen wurde in das allgemeine Krankenhaus gebracht,wohin sie dieNas, die in ein Stück Papier eingewickelt worden toar. mitnahm. Kral wurde auf dem Bahnhöfe sogleich festgenommen und zur Polizei gebracht, von wo aus er denWeg in die landesgerichUiche Frohnveste an.treten wird. In belgischen Blättern wird eine sehr merkwürdige und der Aufklärung bedürftige Geschichte von einem deutschen Arzt Dr. Bormann errählt. Derselbe ist schon vor längerer Zeit ' in Paris festgenommen und in's Irrenhaus von Bieetre gesteckt worden, angeblich, nachdem er den dortigen türkischen Botschafter mit dem Tode . bedroht hatte. In Wirklichkeit aber Hatte derDr.Bormann, welcher starke Verluste in türkischen PaPieren erlitten, nur geäußert, er werde Alles aufbieten, um wieder zu seinen: Gelde zu gelangen. In Bieetre ist der Unglückliche alsdann 13 Monate festgehalten worden, trotzdem er keine Spur von Wahnsinn zeigte. Erst auf Verwendung der deutschen Botschaft, wurde er entlassen, jedoch nur, um nach einer Jrrenanstalt in Aachen überführt zu werden. In Aachen gelang es dem Jnbaf-a?-l... rt f . y . . tt ' irrten, icinc tiua;i zu vewerineuigen, i worauf er sich nach Lüttich und London Wandte, hier von bedeutenden Aerzten ! sich seine geistige Gesundheit bescheinigen ! ließ und, darauf gestützt, nach Paris zu-' rüäkehrte, um sein beschlagnahmtes Ver- 1 mögen zn rellamiren. Indexen erhielt ! er von der 9!egierung nur den Bescheid, daß die in. Verwahrung genommene j l0fV4t4A AstVArV st4;.4.Tl4 ftAt V A 0. t sten seines Aufenthaltes' in Bieetre zu decken. Auch Verstellungen bei der Neichsregierung sind angeblich erfolglos geblieben. In Brüssel tst Dr. Bormann der Gegenstand ausgesuchter Zuvorkammenheit seitens der ärztlichen Kreise, die in ihm eine Eapacitat auf dem medieini-. schen Gebiete zur würdigen wiüen. vr ; ji uMiiuiüti; - 7 7 rc, in Folge deren ein als gefeierteBeaute bekanntes Mädchen spurlos verschwunden ist, beschäftigt je.tzt die Pester Polizei insofern, als dieselbe bemüht ist, die Spur ' der Unglücklichen aufzufinden. Ueber den Vorfall wird Folgendes mitgetheilt: Neulich erschien eine Dame Namenö Kapvbei der Oberstadthauptmannschaft und machte die Anzeige, daß ihre 22 Jahre alte Tochter Marie aus der Ortschaft Haraszti, t in welcher sie die Stelle einer Erzieherin bekleidete, spurlos verschwunden sei. Das selten schöne Mädchen hatte vor einiger Zeit einen jungen Lord kennen gelernt, welcher zum Besuche der Hauptstadt eingetroffen war und sich mehrere Wochen hindurch in Pest aufhielt. Der Lord war in so heftiger Liebe für das schöne Mädchen entflammt, daß er ihr einen Heirathsantrag machte und sich förmlich mit ihr verlobte. Dann reiste er in seine Heimath, um die Einwilligung seiner Eltern zur Trauung zu erlangen. Marie Kap beschloß, die Zwischenzeit bis zur Rückkehr ihres Bräu tigams in ländlicher Zurückgezogenheil zuzubringen und trat als Erzieherin in das Haus eines Gatsbesiers in Harast,ti. Dort erhielt sie die Hiobsbotschaft, daß die Eltern des jungen Lord ihre Einwilligung veriveigerten und' daß ihr Bräutigam, dessen materielle Verbältnisse nicht gestatteten, eine eheliche erbindung gegen den Willen seiner Eltern einzugehen, sich in London erschossen habe. Ant Abend verschwand das arnte Mädchen aus Haraszti und ist seither spmlo? verschollen. Es ist leide? fast .weijsellos, daß ai'ch sie in ihrer Verinxislung Hand an sich gelegt habe. V4,lilll t WL&UCC 4 LiUlt Ll ILi'i. l'UL't. U IC -IV 17 3 ' Etwas Neues!! i! E IFEII ! sind geradezu bollksmmen. Sie haben drei Ringe und können mit verhält mäßig gerirgen Koften unterhalten tverden. Keine Hitze, sän Rauch, kein Geruch! Diese Oesen haben bei der Jndustrie-öulstellung in atncinnalt die silbern üKctaiDe erhalten Monitor Kolileiioel Oeseu in allen GrLKen. Di bewährten Alaska EiSschränke ! t großer AuSwaht. Billige Preise '. Reelle Bedienung ! AUfc EETs 62 Ost Washington Str.-

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