Indiana Tribüne, Volume 7, Number 353, Indianapolis, Marion County, 10 September 1884 — Page 3
' - v ,i . ti
f T , A W iur w f 17 - .')-- sll L F 't li 5 i oli : t d f r i V .. - M f ? "- v i - V
Ä z r: 1 n k IY
ir.
üVNch. Jffl&IRR Die ksrz'pe uud bkßr Baha nach Louisville, NashviJle. MempLis, ChattAtiooga, Atlanta, Savanuah, Jackson vills. Mobile and New Orleans. ist dorthkilhast für Paffagir nach lc. Tnden, eine dirrttr Routt zu aehmen. Palast', Schlaf, und ParioxWagen zilschev EHirago u ouisvllk un' St. Loui unk SonUbill ou. Wagen webs,l. fomfott, Schnelligkeit und Sicherhk d'e' I .Jefi- die alte nve?l!sttge & SS. Yi. Tl. Oerlntf. ctjilnmt Stnrial LasfagitlAfltt. ' 9Jjiaon..iX fci jington cib Jinois Lkr , K V McKknna. Superiniendfiiii. Oliiotisro, Ht. Loul cldcI Plttiurr Itallroarl. 8nttabfUr für vurchgehkndk nd LvkalZnge aml7. ?jrtr- 1883 an: Sftiit TUfWn dZ UnisnDV0t. Zndxl.. i folgt! unom. , Bchn,, ,Poft,ag.,Schna,g I. Sdg.Jidianavl' nt.amd'gZ'l? 4:2S$fi;tl0: lchmond . DZizlgn . $'.jua Mdan , . loldu.. . . wart . ... , S?udnviL , Wheeii . P,ttdu?a... Harnöduig.... i'.ibru PaUintDii....! 7:40 , m köashington..! 8:5t t ütlaktlpla.l 7:M) 9itnor!....i'l:2,i oßon j S:2.-3ixi! - Täglich, t Täglich, genommen Sonntag. Pullmann' " aliü. 4laf. nd Hti.Sagr ur4 di Pittd?z. Ha?rt4bur. Ptziladlphta und srk. sfcn S,xl, io in aaenwechs' nzch öa'.umsrt. Vzsdwgttn und Bonon. g" aV ach alle Oftl,ch?n Stä fino ,n 2kn Hauxigdrka:n.?urau Stitml und in dem clafci.Öiurau, St oi Allmot u..l attilngton 5ttaä unk I U Dp urtau. Jndianaxoli. ,ab. S Hlagen'Ikar,n kön nkn in orau! gesichtil vrkii vulch kk'.itilo bei den Lönten i Stadt.-Sur'ka Uw im N--? 0pot zu Jndtaaartt, JA. 0. 7k. Derlnz, A . V. A . ordon-e ldiu. in und J2tnoit Siras.. Jno'xl ?at erea, nag . lumdu, 0d'0 ..,,d. !. Vagagi,, und rickei..-, ittdua. -
4:U9lm fUM
. iZ:ö?m -.41 .
! n:r4 m i : .hj. a i 3i3J .5 ...... H S f, l 47 u Std ! . 4:51 . j:52 . :n:rrji. 6:4o li: . i!3:f.2 , 2:37Jm 5: . 4:24 ! 3: . s:vi ! 7:i!2 . :17
!.... ... 2:5.'! , ! 5:10Jlm!
.... ... L:A m ... ... ö!tö m . .... ... t 3l) m
I 7:m .
ffener-AIarm-Oignalk. 4 Penstvnt uud Marken. ö attvluanler bei Feuer De,7 mtnis. 0üS,ß und Re Kork. 7 bb,!u5d Mtchigzn Slxip. 8 io JeUe,.V:,ai und SSafUsuntt ' tnfton und ts,dSttgß. U Uunsufiittl Ä?s. N2hk 91jMi Ztt. 1 Utlaicar St, in Klt Sane Av. it e Jerle, und jzvtt Wn, Zlsen 15 eru Str. udNa?k4u'ett; IS Zriftian So, und Alb SU. n Pa:! Ave. und Butler Si.-. arrsm 5tr. n &JidU IS und Jvyn s:r. '2 kslez, Äv. und Sl,d,7.i, Sn 124 Aladuma und Ei den St:. 13 Mertdian und Siebente Sti. 126 'ande LN. und Lincoln f IT7 unUung.Gbliud. YJA Eentra!Dv.und Zl.i, Sn 131 Alabama und Morris sn 5i 132 Rohamplon und chie ?k.. 14 Tolleze Ave. uns Zehn, Sii. Jö Home So, und lelamsre : Delamar nd Michigan Str. 21 St. Joe Str.. nde Jllinoi. 23 Pennsilvani, und Pratt Str. No. k. Engine 5use Sechii, "' .'- 26 issiiftjzxi und Et. latr 5tr 27 JLinoiZ und Richigan Str. 23 Pennsylvania Str. und Horn ?lo,. 2) W sfrfc, und Vierte Str. 21? ?e ineffec und SBiSiarn St,. 813 Pn t'V'Vanta und wilchiga?' Sti. 214 31uo 3 u.i Helden tr. Jndian ' i'd ichikn Str. S2 Rendran nd Äalnu: Ltr. $4 (jalicrnia und JSennant f. 35 und Hen Zork Ztr. 36 Jndian A?'. un? 5t. 'iU x Hx 37 SUdt'&OinU . SS u:t und N,rd Str. 89 Nichigun und Lgnti Ltr ZT 2 und zgalnu Str. Z1Z und Tritt Str. 314 Siebente und Horsard ktr. 41 Washington, nahe Wtft S-it. 41 Seizendsrs und Washington öl? 43 Kiffouri und New gor! Skr. 45 Neridiau und Washington tu. ii JZ'.not und Ciu Ltr. 47 Tennessee und Washing , Sr. 45 inga'I Ptk Hous. 4Z Jndianola. 412 Missouri ud ar,ian Stl, IZ Vissilftprt und WidaZlz it:. 41S Ferguson' Port Houk. 421 1. 8. 5 23. ftoun Hu'. 25 Jnsan sylu. 51 Jlltnoi uns WerrUt Srr. 52 J2tnot?und Löulftanu ti. 63 SSeft und Wclait t: . 64 Dtft und South Str. b6 Tenneffe und eorgi, Bit. 67 ridtan nd Sta, St,. 5L Madissn Ao. und Korti St. "ubison Ar,, un 2nlo s ttZ Best und Xoiio eil. 5Z3 entnck, ve. und .rrid 614 Union nd or,z &u kl JlinoiZ und ansa S bi7 Vorril und lacotah Str. ei South nah Telawar Str. 62 Pennsolvania und Louistana Si, && Telarvare und Rc?an, Sir. 4 Ost und klart, Str. U Alabama und irgiana Lv. ti trgtnia v. und ?rad?,a tu ti Ost und oburn Str. S Pennsylvania Etr. und adtsi. tt. 612 VcAernan nnd Duzhkt, Str. 71 Virginia . nah Hnro Skr. 7Z Oft und Seorzia St?. 73 Washington nd ton Sr? 71 lento und ?oria tr. 7SZsrtftv,.und Pin,. 7 XtUca nd SBatcS Str. 'S ?S rirgintaSoe.und Tilon. 79 letcher Av. und DiSon 71L Sxrue und Prospekt St?. 715 ?nglish Ave und Laurl Srr. 714 Oranz und OU? Str. 715 Sheid "eecher Str. 81 W' .' Jerse Str. 82 LZashingt und rlam,r 63 Ost und ins Str. 54 New kort und lavidso St, KZ laub tummen'AnSaU bS er. Ltaateu rsenul er, O.tenta! und Washington tu Z JrautU'Sesängnti. 12 o. Slauch.Hau. Ost asht.igtonftrai 6,3 arlet und odl Str. 14 Odi und Harr? St, 91 Uarland nahe SZeridian Str. S2 Meridian nnd Seorg'.a Ltraie. t-i-1 Pnvat.Zignal. 1-2-1 Und Aasten wiederholt , ,li,r kar. z.Z Eignäl fiirkuer.IrilZ. Zji Schlag. Feuer au. ZOrei Schlage. Druck ad. ' 2415? HU ßt2l.
Haus Siegstled.
Röman bou Schmidt. Wtißenfel (Fortsidung.) IX. Wie betäubt betrat loberi die Straße, ör athmcte auf, als die freie Luft ihn umfing, wie von einem A!pdtttck erlöst. Da drüben waren die Bäume des Tbicr zartens; ihre Kronen trugen noch das öunkle dirün, aus den: der Septembe?irind nur erst einzelne gczbe Blätter rausgeschüttelt ötaien Strahle spielten I, I . I. tsi . l i tt4 7 1t t f4 ivit in nullt i'VHivuji ywuif 46, vvi v ein acquältcs WernütiS flücbtct. um sich ;u berubiqen. Seine Scele lech te nach der ' lausä'iaen Einsamkeit der 'Wald natur, die hier so nahe an das Ge rausch und den Verkehrter Straße sich ausbreitet, weit hinein, ven breiten sauberen Wegen und schmalen, durch Dickicht? sich schlangelnden Pfaden durchZogen. ÄUe die Cmpfindungen,welche derAuftritt mit Elise sö beftig gereizt hatte, hinen hier in der Ruhe und Einsamkeit unter den Bäumen noch einmal und in wildem Durcheinander über ihn. Bis in die Tieren seiner Brust war es in Aufrühr und es stiegen Erregungen aus' ihneu empor, die ihm bisher fremd gewesen waren. ornUnd Abscheu,Berwunderung und Äerger, Kummer und Entrüstung über das, was er von jeur Schwester Lippen gehört, stritten mit einander und konnten länge keinen Ausgleich finden., Bald hing er ihren gefühllosen Aeußerunzen über sein arbeitsloses eben, über sein Äunstlerthum nach, bald ihren Anspielungen auf sein Erbtheil und. ihrem Verdaut seiner Epeculation auf Onkel Friedrich's dereinst sich ergebenden )t'achlaß, was ihm noch niemals im Traume eingefallen war. - Dann gedachte er ihrer schamlosen Offenheit, mit der sie ihre Habsuä't, ihren Sinn nach Gelo und Reichthum an den Tag gelegt, und dann wieder ihrer unerschütterlichen und un erklärlichen Hartherzigkeit. n,it dte sie von ihrem Entschluß eincr Trennung von Mann nnd Kind, gesprochen. Nnd Wie sie ilm von sich gestoßen, überlegt ihn auf's Empörendste beleidigt, zu erniedrigen versucht mit : dem Hinweis auf feine Geburt, sein armes Herkommen, seine Adoptirung durch ihren Bater ! Alles dies wirbelte lange 'durch-, einander ; ihm war, als sei plötzlich die Vergangenheit all' der Täuschungen entkleidet, in der sie ihm bisher so freundlich erschienen ; als seinem Leben ein Stoß gegeben worden, der es aus einem Garten in eine Äüste treibe. Und immer von 9!enem und immer am mächtigsten hob sich eine wehmüthigreuige Empfindung über alle anderen hervor, die in der stummen Frage sich ausdrückte : Warum habe ich noch nie an meinen Vater gedacht? Und wie er auch Elise immer entschiedener verurtheilte und sich gerechfertigter fühlte, ihr fest und vorwurfsvoll, verdammend zuletzt, entgegengetreten zu sein, so klang ihm doch fort und fort der Name Werg in den Ohren und sein Münd bebte leise die Frage ab : ,.Hatte ich nicht eine Mutter und einen Vater, ehe ich Herrn Wilhelm Siegfried's Sohn wurdet , Das Herz war ihm so voll, das; es ;crspringen wollte. Nach einem Menschen suchte er in seiner Beklemmung, an dessen Brust er sich werfen könnte, um Trost zu finden. Es konnte kein Anderer sein als Cnkcl Friedrich. a, dieser Mann stand ihm für das höchste Vertrauen, für Thränen, die ein Männerauge weinen möchte, um die Spannung in der Brust zu lösen, am nächsten. - Der war es gewesen, welcher ilm als Kind immer am liebevollsten behandelt hatte.und der ihm als ein echter väterlieher .Freud bis zu diesem Tage treulich zur Seite gestanden. Was er alsKnabe auf dun Herzen gehabt, mit ihm hatte er am liebsten,und als er älter geworden, nur noch allein gesprochen. Wohl wahr, da sein Bruder Wilhelm für das Kind welches er angenommen und in alle Rechte eines eigenen gesetzt hatte, gütig sorgte und es ihm an nichts fehlenließ; äberOnkelFriedrich hatte sich toch immer väterlicher, immer gleich inseinerTheilnalme gegenKleinen gezeigt. Jetzt kam ihm dieö Alles mehr in Erinnenmg lind in kritischen Betracht, wie je zuvor. Das hatte Elise bewirkt, indem sie ihn an dieZe früheren Verhältnisse so böswillig gemahnt. . Denn er hatte es schon , als Kind gemerkt, nun aber grübelte 'e'r zum ersten mal darüber, damit der Geburt Elise's die Freunde seiner zweiten Aeltern an ihm sich bedeutend mäßigte und sie ihre volle Liebe der. eigenen, Tochter zuwandten. Es war am Ende zu natürlich als daß eS hätte anders sein können, und daher warK ihm auch nicht schmerzlich aufgefallen. War doch immer Onkel' Friedrich da,der unverändert gegen ihn blieb ! Es kam ihm 'jet , ins Gedächtniß, wie dieser oft mit seinem Bruder, dem alten Herrn Wilhelm Siegfried, über die Ankunst Elise's auf Erden gescherzt. Das Siegfried'scheEhepäar war so lange Zeit vorher kinderlos gewesen, daß es alle Hoffnungen auf Nachkommenschaft äufgegeben und deswegen den verwaisten Knaden Robert Werg ai Kindesstatt - angenommen hatte. . Kaum ein Jahr später wurde ihm nun doch noch Elise geboren, und Onkel Friedrich meinte oft, dies un erwartete Ereianiß könne nur durch den Geschrnck'wr. Mutterglüc5wZe es Frau Siegfried durch die Adoptirung des kleinen Robert empfunden, möglich geworden sein. - Frau, Siegfried aber mußte -für ihre so spät geborene Tochter einen schweren Preis bezahlen : ' 'Sie wurde nicht wieder gesund und starb nach einigen Jahren an der Schwindsucht. Sie am meisten, oder richtiger allein, hatte die Annahme des fremden Knaben wohl-als Uebereilung bereut. Bei allen ihren guten Eigenschaften konnte sie doch in der Mutter nicht die innerste Natur desWeibes, die Liebe zu ihrem Kinde und die . Eifersucht . auf - daö angenommene, verläugnen. Ueber drei Jahre- älter war er, Robert, als Elise. und sie wuöbn' wietitl
!e- '
. Tas Buschwerk UUd der ! well er s iuü rm uiiv vrm wiuui,
prangten noä' und die ilaren Hy.nugev ireun cu cü n der späten' ormittagssvnne ! Familie sein könnte, denn sie. Zvie und xruUfir νn Udh ..z ihn dan er cm aufgepfropftes sJicis der Sieg
e'iwwlsierpaar aus. vhan hätte meinen müssen, sie wüßten es nicht anders, als das; sie iils Bruder und Schwester natürlich zusammen gehörten. C L C. t t C tf W W 1 Ms ll'UL'lUUUU JVVVVU V A 'Eifersucht unter den Kindern deshalb hätte erregen können. Wurde spättr Elise herrischer, launischer und oft Aänlisch gegen ihren Bruder, so iraren dies sicherlich aufgegangene Keime, die ihre Mutter ihr in den ersten Mädchcnjahrcn noch ins Herz geworfen.' 'Aber ökobert legte kein (Gewicht daraus, gav tyr nach. frieds geworden, hatte er vergessen; daran ' i C i.' ' ......... f i f i . . . . " " f1. f i wäre,, ihm die vrmnerungcn verblichen und Niemand, fciv,l man, xiq sie wieder stärker bervor. Onkel Friedrich war ein sehr tüchliger Mann im Geschäft, hatte sich gründlich und geschickt nach seinem Studienund Wanderleben dahinein, in Felle und Leder, gearbeitet und sich als Stütze und Stellvertreter seines älteren Bruders, des gewiegten Kaufmanns, durchaus bewährt. Doch zuweilen, mitten in der Woche, zumal im Frühling und Sommer, mußte er hinaus in Flur und Wald, schon in der ersten Frühe und bis die Sonne sank. Aus diesen Fahrten meilenweit über Land, durch den Grüncivald oder nach dem Müggelsce, nahm er gewöhnlich seinen Liebling mit, schon als er noch so klein war, daß ihn die jungen Beine nicht viele Stunden hintereinander tragen konnten, und ebenso als er ein kräftiger Bursch geworden. Und noch jetzt strichen sie so durch die Landschaft gar manchen Som mertag. Allemal war dies ein Festtag für ihn gewesen, denn Onkel Friedrich' erzählte gern von allerhand und in eben so unterhaltender wie bclcbrcnder Weise für seinen Begleiter. Seine Freude an der ?c'atur, an ihrer Schönheit auch in den bescheidenen Erscheinungen der märkischen Waldseen und der Haveluser, der Hügelketten längs der wasserreichen Oberspree, der Inseln und Berge bei Potsdam, lernte der Knabe begreifen und würdigen. Seine Achtung vor allem echt Mensch lichen, seine Auffassungen von Menschen und Dingen waren ihm in Blut und Fleisch übergegangen, und er war dcr verehrende Schüler eines Mannes geworden, der als Philosoph und Kunst ler, als Kaufmann und Gelebrter sich sein bestimmtes, eigenartiges Menschenthum gebildet hatte und dem in den Hauptzüge-.i nachzufolgen ihm Ehrgeiz wurde. Gut sein, um der eigenen und stillen Genugthuung willen ; klug sein, um sich Verdruß und Aerger damit möglichst zu ersparen ; streben, um dem Leben eine höchste Entfaltung zu geben; das Schöne lieben, um dem Häßlichen aus dem Wege zu gehen ; Geld erwerben, um durch Reichthum unabhängig vom Gemeinen zu sein; den Bcsiv von Vermögen hochstellen, um nicht aus eigener Schuld in Bedrängniß oder gar Armuth zu gerath?n; leiblich und geistig sich Genüsse verschaffen, die erquicken und nicht crschlaffen so waren etwa die Formeln der Weisheit Onkel Friedrich's, wie sie :u bert gelernt, oder ioie er sie selbst abgefolgert, um des Hagestolzen Gewohnheiten ' sich zu erklären. Sie mochten Manchem als sehr selbstsüchtiger und eigensinniger Art, und er damit als ein Sonderling erscheinen; aber Niemand besser als er, sein Jünger, wußte, daß er der gütigste Mensch von der Welt war,' wenn man ibm nickt seine Zirkel störte. Und dieser Onkel Friedrich Gott kvnßte, warum ir sich nicht verheirathet hatte ! war eS eigentlich gewesen, der ihn zum Maler bestimmte. Er enrsann sich noch, und jetzt dachte er mit Leb' haftiSkeit wieder daran, wie eines Tages in seiner Gegenwart, als er bereits confirmirt war, Vater Wilhelm Siegfried w seinem Bruder und Geschäftsgenossen sagte: Was soll denn eigentlich der :'lobert werden? Kaufmann?" Na. Junge," hatte ihn darauf Cnkcl Friedrich selber gefragt. i meinst Du?" Freimuthig'batte er darauf geantwortet: ,.um Kaufmann hätte ich wenig " erwiderte Wilbelm Sieg' Lust. ' VCilllN, fried sogleich, sollst Du es auch nicht werden. (5s wäre kein Gewinn für unser Geschäft, wenn es dereinst nicht von einem tüchtigen Kaufmann, der es mit Leib und Leben ist, weitergesübrt würde." Stimmt," bemerkte der Onkel sinnend; .besser auchman sucht einen neuen Compagnon." Dabei hatte er gewiß an seinen Austritt aus dem Geschäft und an einen Ersatz-, mann für sich in demselben gedacht, während sein älterer Bruder offenbar schon seine Zukunftspläne wegen des heiligen Familiengutes mit seiner leiblichen Tochter in Verbindung brachte. Er kannjastudiren," schlug dieserauch sogleich vor. Oder wenn er Maler würde !" fragte Friedrich. Er Hai's dam. Warum soll er sein Talent nicht, wie eö ist, berücksichtigen? Davon zu leben, wird er ja einmal grade nicht nötliig baben. Wäre es Dir nicht recht, u:'ige, mit der Kunst " 9, gern, gern," rief Robert überglücklich. So that man denn ilnn den Willen und auch dem Onkel Friedrick, welcher in allen Stücken viel bei seinem Bruder und ihm wie Robert's Vormund im Besonderen galt. - Mit seinem fünfzigsten Jabre, wie er es sich vorgenommen, hatte Onkel Fried rich seinen Geschäftsanteil an den jungen Bernhard Schaust abgetreten und sich, wie er wohl scherzte, lediglich seinen Musen gewidmet. Auch die Äusiübruna dieses längst gehegten Entschlusses kennzeichnete den Rest seines Lebens, er wie .-i e r i. m " einst seine Jugend, genießen, und besaß j vollauf die Mittel dazu. Wie aron sei -.. v ?.rj.:i .v.' 1 ' ist in " vyuii gezogenes vermögen sei, wußte zwar Niemand. Darüber beobachtete er eben so Stillschweigen, wie Über die Art der Anlage ' seiner Eapita-fe.
A 4 . 4 ? v.;iii)CV
liemano ipracy naa) ocmooe vrn au Siegfried ein Wort, welches auf die
um., i vvi iiuv viuv
,.' ,v M
' I K W Im I. 4. X aauk ,t
Vas war sein Geheimniß, schien es. Die Leute hielten ihn für geizig und man erzählte, daß er auf selbst sehr Vortheilhaft' gemeinte Ansinnen, die ihm seine Bekannten wegen Darlehen machten, niemals eingangen war. Er wollte jedenfalls nicht an seinem fest angelegten Vermögen rühren und in dem Bezug seiner Zinsen weder nach unten, noch nach oben einer kleinstenUngewißheit sich ausgesetzt sehen. Daraus machte er gar kein Hehl. Und doch, Robert wußte es, gab er einen großen Theil seines Einkommens für mildthätige Zwecke aus. Vergebens würde man sich a x ihn gewandt haben, um zu' öffentlichen Sammlungen irgend einer Ar? eine Summe beizutragen, in irgend einer Liste unter den öffentlichen Wohlthätern zu siehen. Aber er studirte in den Zeitungen, wo er im Stillen helfen konnte, oder er ging auf ein ihm zu Ohren gekmmenes Unglück in armen. Familien heimlich seinen Weg zu ihnen, die Hand zum Geben in der Tasche.' 'Robert -hatte ihn schon so manches mal dabei ertappt, den Zweck so mancher dieser Gänge, dieser Geldbriefe und Postanweisungen errathen, daß er den hochherzigen Sinn dieses für geizig gehaltenen Mannes nur zu gut zu würdigen vermochte. ' 1 ' ' ' Den ganzen Weg durch die einsamen Gänze des Thiergartens hatte Robert sich mit ihm beschäftigt, in Gedanken ihn sirt' so in voller Figur ausgemalt. Es war, üls thue er es in seiner tiefen Aufregung sich zum Trost und Zur Ermuthiguug. Er war auch viel ruhiger geworden, und als er sich am Brandenburger Thore sah und hier auf einmal der brausende Lärm des Stadtlebens ihn . umfing, fragte er sich, wie ans seinem Hinbrüten und Nachsinnen cmporgeriffen, warum er so viel an Onkel Friedrich 'gedacht. Da klang es ihm noch immer, wie vorher, in den Ohren: Htte ich nicht einen Vater, der Werg geheißen?" Und weh, wie vorher, int Herzen, aber auch wie sicher, auf dieser Frage, welche in dem Aufruhr feiner Brust ihm geboren worden, ohne Äntwort'zu erhalten, jnnrmeltecr : Darum dachte ich jetzt an Onkel Fried' rich! Darum!" X. Es war grade Aiittagszeit, als Roben wieder in seine Wohnung trat. Er speiste mit dem Onkel zusammen in dessen Zimmer ; ihren Haushalt führten sie ja gemeinsam ; der Diener und die Köchin warteten für- sie Beide auf. Nur batte selbstverständlich der Aeltcrc den Oberbefehl und er hielt streng ans Ordnung auch in diesen Angelegenbeiten. PunlUiii Bicrtcl nach ein Uhr munte die 'c5uppe ans den Tisch kommen. Bei Leibe hätte der junge Mann über Tisch nicht von dem gesprochen, was ihn bedrückte, und noch viel weniger von dem Austritt, den er mit Elise gehabt, und von ihrem häuslichen Zerwürfniß. Aber nach Beendigung der Mahlzeit, beim Kaffee, glaubte er die Frage an den Onkel richten zu dürfen, ob er am Abend zu Hause sein werde und wegen einer Herzenssache mit ihm reden dürfe. Herzenssache?" erwiderte dieser erstaunt. Ich denke, damit ist Alles in schönster Ordnung ?". Er sah die Wolke auf Robert's Stirn und schüttelte sein kables Haupt bedenklieh. Junge, was steckt dahinter ' Du bast einen Kummer. Herzenssache? Die kann dock' nur mit . Helene zusammenhängend ' Nein, nein," erwiderte Robert, darüber will ich nichts mit Dir reden. Es ist auch gewiß gar nichts Unangenehmes für Dich." ' Um so besser," rief Onkel Fried' rich sichtlich beruhigt. Wozu dann bis zum Abend warten? Nur heraus mit der Sprachc! Was Dich so nahe angeht, das kannst Du mir auch jetzt sagen." Der junge Mann legte traulich seinen Arm auf die Schulter des väterlichen Freundes-, die Thränen waren iym nahe und mit einem halben Seuner sprach er: Man kann sich manchmal seinen Stimmungen nicht erheben, lieber Onkel, und es ist heut' eine so sentimentale über mich gekommen " Eine gefül'ls.'.'eiche," schaltete der immer schunfertlgc Fremdworts äzer murmelnd ein. Daß ich ihren Grund Dir anvertrauen möchte. Dir, der nur allein eine Beruhignng ;u gewahren vermag Ich habe," setzte Zlobert sogleich hinzu, an meine Aeltern .gedacht, deren ich ooch nicht mehr mich .erinnere. Mich verlangt sehnsüchtig, von .ihnen etwas ui hören, als sei ein natürliches Gefühl des Kindes erst beut' in mir erwacht." Hin," entgegncte Friedrich mit einem teilnahmsvol!en Blick auf den jungen Maim. Was ist am Ende weiter dabei? Aber wie kommst Du dazu? 'Was veranlaßt Dich?" In dem ich mein Leben mit einem Ernst, der mich in meiner Stimmung überkam, überblickte, stieß ich auf eine Lücke, auf ein Nichts, auf ein Dunkel, dort, wo es seinen Anfang genommen. Nicht wahr, ich hätte schon längst das seelische Bedürfniß babcn sollen, . diese Lücke ausgefüllt zu wiffcn? Wie, lieber Onkel, hat es sich gemacht, daß ich aus Robert Werg ein stöbert Siegfried geworden bin V Na, das ist eine sehr einfache Geschichte und darum hat man weiter nicht darüber gesprochen in spateren Jahren. Wozu denn ? Das hätte ja geschienen, als wollte man Dir eine erwiesene Wohlthat vorwerfen. Im Gegentheil solltest ' Du einmal nicht mehr wissen, daß Du ein angenommenes Kind bist. So meiste ich, und so setzte ich immcr auch voraus, daß es der Fall bei Dir wäre. Fällt dem Jungen jetzt, nach sechsunduoanzig Jahren ein, siaV nach seinen todten. Aeltern zu erkund!gen r t;Km es Dir verdrießlich, Onkel?" Ganz und gar nicht; doch eS muß mich billig überraschen. ' Und so bekümmert, so bewert biit Du. iY feierlich, möchte ick sa
gen, daß doch eine Stimmung allein dies nicht genügend erklärt. Warum bist Du noch niemals bis heute aus diesen Gcdanken gerathen '" Das fragte ich mich, auch." antwortete Robert sinnend, und habe es mir bitter vorgeworfen. Aber mich entschuldigt, daß ich die Erinnciung mi meine erste Kindheit verloren habe. Ich kannte mich nur als Wilhelm Siegfried's Sohn. Eine zufällige Anregung führte mir heut' erst zu Gemüth, daß meine Aeltern anders heißen." . Werg, ja," ging Onkel Friedrich. nun schon dazu über, das Verlangen seines Lieblings zu erfüllen, , und er bezeigte mebr und mehr Befriedigung darüber, die längst verflossene Geschichte sich selbst ivieder ins Gedächtniß zurückzurufen. Da Tu es bist, der die Frage an-mich stellt, so wüßte ich nicht, weshalb ich Dir die Antwort schuldig bleiben soll. Geheimnißvolles, :iomantisches, um diesen zulässigen Ausdruck anzuwenden, giebt's dabei nicht. Keine schrecklichen Enthüllungen, Gott bewahre ! Wenn Tu etwa dergleichen vermuthet bast, Robert"' O nein, ich dachte an nichts, ls zu erfahren, wie ich in dieses Haus gekommen bin, um einen zweiten Vater zu sinden." I," rief ' der Onkel lebhast ans, in diesem Hanse bist Du ja geboren -worden. Junge." Robeit sah verwundert aus. . Hier?" Freilich hier. Die kleine Wohnung zu ebener Erde im rechten Hofgebäude, wo der Johann mit seiner Frau und seinen drei Stangen hauste " Unser Rollknecht?" Ja, dieselben Zimmer hatte Dein Vater gemiethet. Damals gaben wir noch die Wohnungen in jenem Seitenflügel zur Aiiethe Und da bist Du geboren worden. Als ich von meinen Reisen zurüclkanl und in unser Geschäft trat, wohnte Toctor Werg schon ein paar Iahre dort. Du warst "etwa zwei Jahre alt, Deine Äuttcr war wr; zuvor gcstorben." . Du hast sie nicht gekannt?" fragte Robert bedauernd. - Rein." - Du kannst mir nichts, gar nichts von ihr erzählen '." Eigentlich nichts. Wir kümmerten uns nichi weiter um die Leute im Hause. Jä' bade damals nur gehör:, daß Deine Mutter blutjung gewesenhübsch, aber krank und schwächlich. Von Deinem Vater sah und hörte ich auch nicht viel. Er ging selten aus, saß den ganzen Tag zu Hause und arbeitete. Du triebst Dich auf dem Hof umher, spieltest da, und weil ich häufig in die Speicher und Lager hinüber mußte, fielst Tu mir bald auf und wir wl-rdcn gute Freunde mit einander. Du warst ein schönes Kind, das kann ich wobl sagen, ein blonder Lockenkopf mit großen blauen, Augen und Wangen wie gemal. Reichte ich Dir meine Hand, so hingst Du Dich gern an und ich nahm Dich mit in die Speicher. Konntest auch schon recht drollig plandein, so daß ick' oft lacken mußte und Dich manchmal in die Wohnung meines Vrnders brachte, wo er und seine m'au Vergnügen daran hatten, mit Dir zu spielen und sich stundenlang zu unterhalten." Richt einmal. Junge. Es war ein Mann, der einen menschenscheuen, traurigen Eindruck machte. Er grüßte sehr artig, .wenn er mich sah, und ja, eines Morgens sprachen wir auch miteinander. Das ist wohl das einzige mal geloefen." Und lerntest Du denn meinen Vater nicht. naber tenncn ?" forschte Robert be(Fortsetzung folgt.) Vom Auslande Dir St. Z." wird geschrieben : Von ganz vortrefflichem Erntewetter in den ersten Augustwochen ungemein begünstigt, bat die Kornernte in dem
t)rop!?crzo.r!l':ll:t Ä-iecklenourg ganz bedeutende Fottschritte gemacht und das Wintergeireide, wie Jtoggcn, Weizen und Gerste, ist nickt allein überall schon 2c-
TA. f f 1 I u schnitten,fondern grdßtentheils auch schon Ill'on ac; eingepyren.. Eine grozze Menge hoher Kornmiethen auf allen Feldmarken zeugen von dem Reichthum der Ernte.welche ausmnchmcn alle Scheunen nietet ausreichten. Wenn auch die Hagelschläge und Gußrcgen der ungewöhnlich vielen und starken Gewitter, welcheMecklenburg in diesem Sommer durchtobten, an man chen Stellen sehr bedeutenden Schaden anrichteten, so' haben doch sonst beide Großher:ogtbümer ein? reiche Ernte. Man kann im Allgemeinen annehmen: Roggen. -mit die Haupt frucht des Landes, im Stroh mehr als eine Durchschnittsernte, in Körnern eine gnteDurchschnittsernte, Weizen . in Stroh und Körnern eine , gute Durchschnittsernte, Gerste in Körnern mehr als eine Durchschnittsernte. Bei dem Mähen und Einfahren des Hafers und Sommerweizens ist man jetzt eifrig beschäftigt. Auch hier hat die sehr gunstige Witterung der letzten Zeit noch das Wachsthum ungemein gefördert und sowohl Stroh wie Körner geben eine gute Durchschnittsernte. Mit dem Dreschen des Roggens durch Dampfmaschinen ist man in den größeren Landwirthschaften jetzt eifrig beschäftigt, und da Alles größtentheils in trockener Beschaffsnheit eingebracht werden konnte,so sind alle Körner auch trocken, reif und von gutem Geschmack. Die Kartoffelkrankheit hat in letzter Zeit zwar viele Fortschritte gemacht, doch erwartet man bei dem außergewöhnlich reichen Knollenanfatz noch immer eine Mittelernte in Kartoffeln. In V esancon fand am 17. August die Enthüllung des Standbildes von Elaude de Jouffrov. dem eigentlichen Erfinder der Dampfschiffe unter außerordentlich zahlreicher .Betheiligung von Seiten der Bevölkerung der FrancheEomte statt.' Das Standbild selbst ist ein Werk des Aildbauers Eharles Gautier und der Architekt SaintGenest hatte den glücklichen Gedanken, den Sockel durch fließendes Wasser zu schmücken. Ferdinand von Lesseps filhtte.be! der Feier den Vorsitz als Delegirter der französischen Akademie. Jouffroy versuchte schon im Jahre 177 einen kleinen Dampfcr auf dem Döubs, freilich ohne großen Erfola. 1733 aber auf der. Saone in
Lyon einen anderen, welcher sich nun als sehr gelungen erwies. Der Erfinder konnte aber seinen Plan nicht kräftig zur Durchführung bringen, weil das Institut de France ihm nicht nur den nöthigen Schutz nicht angedeihen ließ, sondern seine Versuch-: s?gar. hinderte und lächer lich machte. So kam es, daß Fulton, der erst 1803 Napoleon I. einen Plan zum Bau eines Dampfschiffs unterbrei tcte, allgemein als der Erfinder der Dampfschifffahrt bis in die jüngste Zeit genannt wurde. Fulton hat übrigens selbst, nachdem Arago die wahre Sachläge klar gelegt, die Urheberschaft der
Erfindung Jouffroy überlassen. ; j H e n r i F 0 u a u i e r, der Ehro ; niqueur des XIX. Siecle", welcher aus ! Marseille gebürtig ist, schreibt: Ich er.halte einige seltsame- und - wahrhaft ergreifende Details über die Ebolera in ! Marseille. In einem Theil de'rlBevöl-! kerung war' der Glaube verbreitet, die! Kranken toürden von den Aerzten verzif tet. Darum weigerten sickÄZie!e, sich ins Hospital bringen ui-lassen dder in, ' rrn r 1 i lyrer oynung itfe anzunehmen, und es wurden Unglückliche todt in ihren Behausungen gefunden, wo sie sich abae sperrt hatten. "Im Pharo", wo die Aerzte , von Marseille ' sich so tabfer ge zeigt, giebt ein Arzt einem Kranken sein Ereat" und sagt : Nicht wahr) mein Junge,Du bist froh, daß Du Dich daraus gezogen hast Ja wohl, Herr Doktor, um so mehr, als ich nicht dächte, daß ich, lebendig davonkommen würde, Wieso?" Weil man sagt, da es zu viele Arbeiter gäbe, . müßten die Aerzte die Kranken vergiften." Und 'Du hast das wirklich geglaubt ? Mein Gott, wenn die Regierung jes ilmen befohlen hatte' Der Präfekt stand daneben und hörte dieses Gespräch. Hast Du auch geglaubt," fragte er einen andern, ebenfalls geretteten Patienten, daß' man Dich vergiften würde V Nicht zu sehr aber gesagt habe ich eö doch Es schmerzt mich tief, versichern, zu müssen, daß dieseWorte ganz authentisch sind. Sie. stellen die menschliche Dummheit in ihrer Blöße und in ihrem vollen Umfange dar. Da giebt es also Leute, welche glauben und wiederholen, ohne nur die Ungeheuerlichkeit des' Einfalls zu ahnen, daß die Negierung Befehl ertheilt, Leute zu vergiften, und das; die Aerzte gehörchen. Und was das Kolossalsie ist, dieses entsetzliche Ding schien denen, die daran glaubten, nicht einmal so außer-', ordentlich! So weit sind wir also noch zurück in der dritten Stadt Frankreich, ! in der Stadt, die mit Schulen angefüllt j und nicht für reaktionär gehalten "wird, j D ie Anordnung des öfter-? reichischcn Kaisers, nach welcher in den j Statuten des St. StefanOrdens, des ! Leopold-Ordens und des Ordens der eisernen Krone jene Bestimmungen aufgehoben wurden, denen zufolge mit den einzelnen Ordensgraden der Anspruch auf' eine Standcserhöhung verbunden war, , giebt dem Wiener Tagebl." Veranlassung, -über die Entstehung des Ordens Einiges zu erzählen. Nachdem Napoleon I. sich ; aus den französischen hron erhoben hatte, erfolgte Umwandlung der ' zisalpinischcn Republik in eine erbliche Monarchie. Rapokeon ließ .sichzum erblichen König erklären' und am 20. Mai 1805 in Mailand , krönen. Die Krone, deren , er sich bei . jener Feierlichkeit bediente, war jene der alten longobardifwen onlge. welche m dem Schatze in i Monza bei Mailand aufbewahrt wurde. Ste besteht aus einem vier Finger brei- j ten und 'mit Edelsteinen geschmücktem i rv . o-l '.'V . i gvivenrn eisevvn cer tfonn eines antiken Diadems, hinter welchem ein singerbreiter eiserner Reif liegt, der aus i einem vcagel vom Kreuze Christi gcschmiedet sein soll und von welchem sie den Namen der eisernen Krone erhielt. Na poleon stiftete zum Andenken an seine $riZmirt Wir rWn A fernen V m m v jV0( V Vilh und nannte ihn : Online della coro I na di lerro. Der jedesmalige König von Italien sollte Großmeister desselben sein und die aus achthundert festgesetzte Zahl der Mitglieder bestand aus drei Klassen: Dignitarien, Kommandeurs und Rittern, welche alle bestimmte Pensionen genossen. Das Ordenzeichen stellte die eiserne Krone vor, in deren Mitte der französische Adler mit gehobenen Flügeln stand und um den Reis der Krone lief die Inschrift: Dlo me Ja diede, guai a chi la tocca! (Gott Hat sie mir gegeben, wehe dem, der sie antastet !) Das Königreich Italien ward im Jahre 1814 zertrümmert und mit ihm erlosch der Orden Napoleons. Erst als im. Winter von 1815 auf 18l Kaiser Franz I. seine wiedereroberten italienischen Staaten besuchte, 'wurde der Orden reaktivirt als österreichischer Orden der eisernen Krone. Einem Mitglieds des hohen italienischen Adels,das auf die vorerwähnte napoleonische Inschrift des Ordens im Gespräche mit Kaiser Franz anspielte, sagte der Monarch : Sehen's, ich droh', Niemand', aber mein Orden dauert länger als der Mm Napolium !" Man schreibt aus Her n e '(Westfalen) vom 19. August: Es war gestern. Mittags 12 Uhr, als Bergleute in der Grube Schamrock einen starken. Luststoß verspürten,, so daß manche nie-i verfielen. Auf der zweiten Ticfbausohle. hatten sich, s? wird der ,I. W. Ztg." geschrieben, vor einem Oite schon seit, einigen Tageu schlechte, Wetter gebildet. Diese Strecke wurde daher eifrigst revidirt. Das Schießen war bier.verboten. Um halb 12 Uhr ivar noch das Wetter untersucht word.n.. Da faßten einige Bergleute den ur.heilrollcn Plan, jetzt, da kurz vor beendeter Schicht eine Reviston nicht mehr zu befürchten sei, ihre Arbeit durch einen Schuß ;u fördern. Weil ihnen von der Zeche Pulver nicht v.rabsolt worden wäre, suckten sie dies von Kameraden zu erhalten. Zu ihrem Unglück sollte ihnen dies gelingen. Der Schuß ging los und eine furchtbare E? vlosion war die Folge. Acht Menschenleben waren in demselben Auaenblickevernichtet. Fünf Verunglückte fand man i batd, drei waren durch daö Zusammenstürzen der Strecke lange nicht aufzufin den, bis nach Zuführung frischer Luft die Aufräumungsaibeiien. gestern Abend spät noch zur Bergung der Leichen gelangen licß. Ein Bergmann ist schwer vcrmundet. Am hältesten'ttaf.das Geschick e'n: Familie H . o i'itx VI tr und Seh starben. Drei Ui eru'.lli ttsn .arkN 5?rheirathet.
Die Swee
der Zndiana MhMVS empfiehlt sich zur Anfertigung von Rechnungett, Cirkularen, Brlefköpjeu, Preislisten, Quittnngeu, Eintrittskarten. Mitgliedcrkarten, Brochjiren. Constitntionen Adreßkarten, JDetutsclie Iffiffl-fate s Etablirt seit 1859. Charles Meyen & Co.. 39nnd41PaitEoTriKewTork, , besorgen au Arten ron GescJiäftsanieifea, p9rsmlaiiffordenriigti etc. für diese Zeltanfr, toirie fttr olla doutcdica Blatte in dca Ver. Staaten ia4 23mopa. immtllche Bcntscb-Amcritmlscho Zeltunorn Uegn in ttnaerem 3ctLkii.Xxkal mmr freiem lliaticbt des Iblikasu aat Die kSckkrtem Hcratisgeber dentjoha TiutT rerdea achtunsiroU .raucht, un Ihn JPoUur44C&a tiX VLütx SlstntBr xu tfeetfecAat
