Indiana Tribüne, Volume 7, Number 349, Indianapolis, Marion County, 6 September 1884 — Page 3
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Haus Siegfried. 4. - Aiiman vsn'S.ch midt-Weihensels.
(Forisktzung.) ,iva '" ictc iln leiu änvazer zur iik'itfrcn iluctsliiuüi an. Cs ist ein sä'wcrer Stritt 1 , Wohin 5 lim Bankier r.'-.) Ja. Du mußt' mich .recht versieben, Robert. Die Börse da: gär seitje Dhrrn und vr Eredir deö .aufuns ist ein empfindlicher, eizenfinnigir Schah, der es gern beweist, wenn män ihn in außergewöhnlicher Ärt in Anspruch nimm:. Man weiß in der Hanrelswelt .Berlins, daß ich durch den erwähnieit bankerott in Mitleidenschaft gezogen bin. Merkt man es, indem ich Geld aufnehme, so kann es leichr jenes unheimliche flüstern an der Boise bewirken, welches das Gerücht aufruft, auch da? Hau5 , Wilhelm Siegfriev n? Compagnie sei in Gefahr. Erklärlicher eise, daß jeder gure Kaufmann, jedes alte auf seinen iHnf eifersüchtige Geschäft auch nur den schatten eines solchen Argwohns zu verinelden sucht. Daher sagte ich, es ist mir ein schwerer schritt, den ich nun wegen des Mißnauens meiner mau werde lhun Ntttssm." Tu dantt ihn uicht thun, Bernhard. il darf nicht möglich sein, daß solche töeriichie austauchen," anlworteic ihm Robert mh groß?r Bestimmtheit. Ehe ihre liundlosigkeil sich bewiese welchen iHi'rger. welche Verdrießlichkeiten, welchen scharen vielleicht auch hättest Tu ! Durch (iliie und durch Onkel Friede rich schütt, die Dir es nicht veriben würdc?t." ja, Cnfcl Friedrich '. Aor dem banal mir auch." tfCi weiw, wie iptt dtt!?r ote uore dc ..luscs urih. tcytn Mitinbaber cr jelbit gew7Z5!t. "ienn der nur bfttunibigt in rieicsi 5lt'l; aus di irma wur?c es gab; ci.i lli;lt'(f ! Die aanw Familie käme Uncinifeit. in Hak.'r und Zwiu." ,;Atv." cairstji. es sich BvVjihait, cK muß tcA) scitt. dafi ich alledeiu nöthigenfal! Troy viele tnit meinem guten (e wisicu. At;l besten vielleicht ick habe jetzt schall Diesen bedanken gestreift , wenn ich Onkel liedrich reinen Wein einschänke." Daß cr Dir das ttcld liehe i" fragte ökoberterstaiml. Er bat doch Verständniß für solche Beträngniß eines Kaufmanns und taun ja auch die in Bücher einsehen, um sich zu überzeugen, wie ti steht." ' Thue es nicht, ich bitte Dich, Schwaqer! Der Otlkel ist in seinen Geldaugelegenheiten unnahbar, wie Elise. Da muß in der Familie liegen. Ist er ge wiß nicht so herzlos selbstsüchtig, wie sich Elif. Dir gegenüber gezeigt hat, so hütet er doch nicht minder sein Vermögen, und er würde krank, glaube ich, sollte er in dm ruhigen Genuß desselben irgend' wie gestört werden. Es -.könnte Dir ergehen, wie bei Deiner Frau, und der häßlichste . Auftritt toäre gewiß, weil das Haus Siegfried Geldverlegenheit habe. Nein, nein, er darf nichts ahnen. Wie viel brauchst Du denn, Bernhard?" . - Der Kaufnrannwarvon seine Schwagers Erklärung über Onkel Friedrich wie vernichtet, weil er die Nichrigkeir iöreö Inhalts nur zu wohl würdigte. Er überbörte die daran geknüpfte Frage als etwas Nebensachttches, und erst als Robert sie eindringlicher wiederholte, entgegnete er murmelnd : r Hunderttausend Mark !" Gut: rief der Maler, so viel ist Du ja von mir in Verwaltung. Nimm sie!" Bernhard schnellte auf, feine Augen blitzten, seine Wangen erzlübten. Dein (veld. Robert " ' Nun ja, ich leibe e Dir gern, damit aller NotY und allen Widerwärtigkeiten ein Ende sei. Ob es bei Dir im Äasten als Papier liegt, in Deine Kassel! alö baares Geld stießt mir ist's gleich. Du vereinst t mir ja, wie bisher." . . i Aber es ist Dein Erbtbell, Robert, Tin Alles, und Ml willst heirathen." Allerdings, aber ich brauche es doch auch nicht einmal dazu. Es geht mir ja nicht verloren, sagst Du. und iä vertraue Dir." ' . Ich schwöre es Dir, Robert, und ehe ich Dich um Dein Vermögen brächte, würdeich den Tod vorziehen. - Nein, deshalb kannst Dir unbesorgt sein. Nach menschlichem Ermessen bedroht mich keine lvefabr mehr, sobald ich Um kostspieligen Aufwand unseres bisher geführten Lebens vermeide. Uud das geschieht, mag Elise es aufnehmen, wie sie will, mag ich deshalb mit ihr bis auf's Acußerste kommen. Aber ich verhehle Dir nicht, daß ick) diese mir jetzt noch mangelnden hunderttausend Mark ohne neue Sorgen, ohne neue Verlegenheiten nur borgen 'kann, wenn mir zu deren vollen Rückzahlunc; Zeit gelassen wird. Ein Jzhr vielleicht, oder wobl auch noch länger." ' ' v Gleichviel,", erwiderte Robert ohne Bccenken'. . Behalte mein Capital so lange, als Dir nothig ist. Ich wüßte nicht, warum ich .Dich it der Rkckzahlung bedrängen sollte. Mit meiner Hei' rath bekomme ich ja überdeutGeld genug in die Hände, unr mich einzurichten. Es sollet ja auch so an die hunderttausend Mark sein. Nun, ist's auch tveni: ger, hinreichen wird es, um' unö unser Nest zu bauen, nnd mehr als meine Zinsen verzehre ia) nicht. In dieser Be Ziehung bm ich genau, das 'habe ich von Onkel 'Friedrich. Nur Glicht am Capital bröckeln, sagt der; daseist wie am Grundstein eines Hauses ausbrechen. Man sieht's nicht, aber das Haus kann dadurch in aller Pracht zusammenstürien," Cr stellte.sich indrolligerHaltung, sein braunlockiges Haupt zur Seite nemend, vor Bernhard und setzte wichtig thuend hinzu: '.' ' . . Jo sono pittoiö ! Aber ich bin auch auö einem Kaufmannshaüse und habe Rechnen . gelernt.". Ach. Du lieber Junge," umarmte ibn sein Schwager 'gerührt, Du weißt sogar mit. dem Hen zu rechnen. Octt lehne es Dir. Du hast mir den furchtbaren 311) 5N der Brust nomnn UN.A-
ve in ittetuer ?t'otv gar nicht einmal an Dich gedacht." Du hast Unrecht daran gethan, wie Du nun einsehen mögest." Und er schüttelte freudig lächelnd die Hand, die ihm sein Schwager dankerfüllt gereicht batt'e. VI. Mit dem Kricgsrath Sieberg ging es immer schlechter und unter seinen üblen Launen hatten Frau und Tochter zu leiden, die seine Familie bildeten, und auch Robert, der Bräutigam Helene', wenn er sie besuchte, und die fand jeden Abend statt. Sie hatten wahrlich lange genug schon harrer und dulden müssen, ehe sie es durchgeietzt, daß sie ein Brautpaar wurden. Ihre erste Bekanntschaft hatten sie vor vielen Jahren gemacht, als Robert noch ein Gymnasiast und Helene ein Kind war. Damals lebte auch noch der alt Herr Wilhelm Siegfried der Dritte, der bejahrte Bruder von Onkel Friedrich. Er war mit diesem, mit Ellse und Robert aus einige Wochen nach Rügen in dic Sommerfrise gegangen und dort hatte man den Kriegsrath kennen gelernt, der mit rau und Tochter seinen Urlaub auf der Lstseeinsel zubracht richtiger sich abnörgelte. In Robert mochte sich schon der Maler regen, als er dort der kleinen Helene beeifert den Hos ulit den ersten Lrebesschwärmereien seiner Jüng ligseele machte. Denn Helene war ein schönes Kind, und Elise, nur wenig älter und nicht , minder reuend, behandelte sie deswegen auch mit großer Eifersucht, Sie war bisher gewohntgewesen, von Robert ihrem Bruder.allein auvgezeichnet zu werden, und es erbitterte sie, daß er des Kriegsraths Töchterchen eine sichtlich viel lebhaftere Neigung bezeigte. In kindlicher Unschuld hatten sich damals in Spielen unter den herrlichen Buchen au? Stubbenkammer oder am Strande der blauen'S dic Herzen dicser Beiden gefunden und sie blieben seit; dem mit einander innig vereint. Die geschlossene Bekaniitschaft der beiden Familien gestaltete e, daß Rcbcvt und Helene osier in Berlin wieder zusammcnkamen. sei es. daß die Frau Kriegsrath mit ihr eitlen Besuch in der Naien riedrichsslraße abstattete, sei es, daß die Geschwister Siegsried nach der Königgräzcrstraße zu der sanften, immer gütigen Mutter Helene's gingen. Genug.sie verloren sich nicht mehr aus den Augen, die nun ein Brautpaar bildeten, und. je älter sie wurden, deno unverhoblener aaben sie sich ihre viebe zu erkennen. So glnctlich wie Helene in dieser Leidenschaft gewordenen Neigung war, so auch iinc Mutter i;i der Ueberzeugung, caß Robert iht chmann werven witidc. Der Kriegsrath hatte in ie:n Bett, in welches ihn der Arzt verwiesen.keine Ruhe. Wie von bösen Geistern gequält, sprang er unzählige male auf und erging sich in polternden ökeden. bösen Porten und Verhihnungen Der.'r, die ihm am theuersten sein sollten. Es war Fiebergeist oder gar Irrsinn, der so aus ibrn sprach uud den.die Seinigen halb mlt Mitleid, balb mit' Ergebung ertrugen. Unvermuthet machte ihn in einer Nacht der Tod verstummen. Eilt Herzschlag schnitt sein letztes Lästern ab.. Tief konnte der Schmerz nicht sein, den in der Familie dieser Trauerfall aufrief. Aber eS war doch für die Frau der Gatte, die Tochter der Vater.den man nun in den Sarg bettete, um ihnder ewigen Ruhe zu übergeben,und der Tod bleicht schnell die Flecken, welche der Charakter des Lebenden gezeigt. Ein stattliches Leichenbe-. zangniß war der Aoschluß dieses Ereign nisses, welches auf einmal den zwei schwer heimgesuchten weiblichen Wesen, die vom Kri?gsrath abgehangen hatten, eine Erlösung gab und dein Brautpaar alle Wolle am Himmel verscheuchte. EineWcche wardarbüer vergangen.als Roberr bemerkte.daß Mutter und Tochter eine bange Gedrücktheit in, ihrem Wesen zeigten. Er konnte sieZsich nicht erklären, und auf seine Fragen deswegen antwortete die Wittwe mit Thränen.Helene mit einer schweifenden, beunruhigenden Umarmung. Was war da geschehen V War dies ein stärkerer Rückschlag der Trauer um den Verstorbenen v. Helene's Mutter widerstand nicht län ger den drangellden Aufforderungen Rodert's um Au'sllärung. .'on den etwas telcn Reichlbüincrn des Kriegsraths hatte sich keine Spur gefundenz ev gab kein Testanient und auch senst keine Papiere, welche über das Vermögen des Verstor. benen irgend welchen Aufschluß gegeben hätten. Einige hundert Mark in Gold in der Kasse seines Schreibtisches war Alle?, was mau vorfand. Und doch war Sieberg anerkannt ein reicher Mann gewesen, ein sehr reicher, loie es immer geheißen und wie es scine Familie gar nicht hatte bezweifeln können. Der Schrecken, dic Bestürzung über diese Entdeckung batten aus den Geist der Mutter wie der Tochter eine lähmende Wirkung '"ibcn mnsstn. Ader man glaudie nicht anders, als daß sich die Wunderlichkeit des Kriegsraihs auch darin brthätigt l'ave und cr aus Schabernack, u:n die Seinigen noch nach seinem All: den ängstigen u.rd zu g'iälcn. das Geld erborgen hab'. Man forschte in seinem Bureau auf dem Ministerium nach, bei dem Bankier, mit d:n cr gewohnlich Geschäfte m machen pflegte und mußt rndlich v,h Granen die Ucbcr:eiiaung g?U'innen. daß der Al te no6 mit einer sündigen Lüge ans dem Leben g.'fahr.':! und cr d.n Seinigen so gut wie nick tö an larem Vermögen hinterlsssen hattet E cig.ib sich, daß er seit ,ahvii!id I5ag sch.m an der Börse mit 'initust fclvuü und in der blink! Leicenschafi. viilcs wieder gewinnen ;n wollen, and da Lcic verloren. Um die Enttäuschung vollständig .zu machen. 'stellten sich iög.rr noch ansehnliche 3cht:l ; den beraus. Da trat denn Vieles von den Launen. Widersprüchen. Gereittbeiten und höhnische Recen des Kriegs raths aus der letzten ZatV in ein anderes Licht. Er hatte offenbar in einer Art Galgenhumor dic Menschen und seinc Familie über seine wahre Vcrmögenslage zu täuschen gesucht, vielleicht immer und zuletzt wohl in dic Verlobung seiner Tochter mit det.i Maler Robert Siegfried aus guten Gründen gewilligt, die er aber mit dem Schein des reichen Sonderlings listig verhüllt und die bei .der eirach schleich' verrathen ;u
müssen, ihn halt? 'narrizö? gcinacyk yaven konnte. Frau Sieberg hatte dies unter dem tiefen Schweigen ihrer Tochter an Robert berichtet, tief bewegt von Kummer und Sorge, "schmerzlich ergriffen über die unglückliche, unvermuthete, äußere Wendüng ihrer Verhältnisse. Lieber Siegfried," schloß sie mit hervorquellenden Thränen, auch Du bist getäuscht worden w'ie wir. Helene ist ein blutarmes Madchen sie und ich und Du, wir haben es bisher nicht geahnt. Icl)t können wir nichts Anderes thun, als Dir Dein Wort zurückgeben." Was denn fuhr der junge Mann wie in flammenden! Zorn in die Höhe. Habe ich Helene nicht um ibrer selbst willen umworben? Messet Ihr meine Liebe zu ihr nach der Mitgift? Ist sie artn, nun so bedarf sie erst recht der Stütze im Leben, die ich ihr bieten wollU. O, wie konntet Ihr so klein von mir denken, daß ich jetzt in Eurer Roth mich davon drücken würde '" Robert " jauchzte seine Braut aus ihrem dumpfen Brüten auf nnd flog wonneselig an seinen Hals. ' Ich wußte es ja! Ich wußte es j ! jubelte sie der Mutter zu, die ihre Hände dankend zum Himmmel hob. Meine Helene !" preßte er fie, wie eine Wiedergefundene, stürmisch an .seine Brust. Nein, nicht wabr. Du, Du hast nicht an mir gezivcifelt V Ach, ach ! ' schluchzte sie auf unter strömenden Thränen und überwältigt von allen auf sie einstürmenden Empfindüngen ' wie reich war ich,' wie reich bin ich noch immer ! O. viel reicher als jemals !" Und ich nicht ärmer'' schloß er sie inniglich in seine Arme. Es war lwch einmal Verlobung. Vif. Die Wohnung, welche Onkel Friedrich im zweiten Stockwerk des alten FamilienHauffs in der Neuen Fricdrichsstraße seit vielen, vielen Jahren inne hatte, bestand ;unl größten Theil aus unbenutzten Zimmern. Er selbst hauste in dem vor deren Eckgemach auf der rechten Seite, und in dem eben so geräumigen Flügel zur Linken hatte Robert seine Malerwerkstatt. Da saß cr nun vor der Staffele! und malte an einer großen Landschaft. Er hatte immer gern den. Pinsel geführt und seine Kunst aus wahrer Neigung betrieben. Von Kindheit auf war er durch Onkel Friedrich darauf verwiesen tvorden und in dessen kleinem, vielseitigem Muscuni hier oben immer wieder Gelegenheiten zu Studien gefunden. Auf der Akademie hatte cr fleißig gelernt, bei einem tüchtigclt Meister noch außerdem sich vervollkommnet. Aber sein erster Lehrer war doch der Onkel gewesen und unter deffen Aug?n arbeitete cr nach wie vor. Kein Tag, an dem der lange, dürre Herr mit dem dicken, grauen Lockenkränz hinter seinem blanken Schädel und mit dem glatten Gesicht, aus dem dic grauen Augen so klug und lebhaft sprachen, nicht von seinem Pitti durch den Verbindungsgang nach den Ufsizi geschritten wäre, um 'seinem Neffcn bei dessen Morgenarbeit zuzuschauen undmit ihm traulich wie ein Freund und" rathend wie ein Vater .zu plandem. Er war wieder da, rauchte seine Cigarre nnd sah gelegentlich vergnügt auf das Bild, an dem Robert mit seinem Pinsel eifrig sich zu schaffen machte. Das geht ja tüchtig vorwärts," meinte er, ,.m.an sollte glauben. Du bast es eilig. damit fertig werden." Habe ii auch, Onkel." El ! Elwa bestellt V Ach nein." sem'tte dr jnnge Mann in seiner grattleinenen Blouse, so glücklich biil ich :ch nicht. Aber ei ;a.tjj jetzt dahin kommen. Ich werde mich anders rühren, als bisher' Kein Fehler, meiit Junge, kein Fehler. Woher aber auf einmal dieser Ehrgeiz, dieser Feuereifer? Seit ein paar Tagen merke ich, daß Du viel fleißiger bitt, als m ii ' lonit." Robert bielt mit dem Pinsel inne, richiete seine Aug.m groß und erlist aus den Alten, und dann Farbe von der Palette nehmend, entgegnetecr beinahe feierliche' Tones: Mit dem Arbeiten, weißt Tu, Onkel, will ich es doch jeht ernster nehmen. Ich habe es mir viel zu bequem damit gemacht'. Das ziebt dann auch nicht. Ich.t tommt'ö anders. Ich will mit der Malerei Geld verdienen, viel Geld." Friedrich lächelte. Leicht gesagt. Robert und schwer anszuführen, wenn man nicktt in großer Nachfrage steht." Dahin muß man es bringen." Versuch's, recht so. Aber Du wirst sehen, wie viel Müde es Dir bereiten wird, ein paar Tausend Mark, jährlich mit Deinen Bildern zu verdienen." Verdienen doch Andere damit genug, uni sich lind eine Familie gut ;u ernähren." Teil Meisten wird's recht sauer." Nun, so mag'ö mir immerhin auch sauer werden." warf Robert mit energischem Ausdruck hin. Der Onkel verwunderte sich über diesen Geist, der ans dem sonst so sorglos gestimmten jungen Mann sprach. Teufel!" sagte er scherzend, Du scheinst das Heiratben nicht leicht zu nchmen. Du thust ja. als würde Dir Dein Hausstand erschrecklich viel Geld kosten. Hast am Ende' auch vor. Dich mit Deiner Helene so vornehm und theuer cinzurichten. wie Bernhard sich mit Elise, richt! - ger sie mit ibm. Willst wobl wetteifern darin mit ihr?" om Gegentheil," anlwortete er schnell und bestimmt. Ich will mich wehst einfach einrichten." lind was wird Deine Braut dazu sagen? Sollte dies etwa, ibr Wunsch sein? Das ließe ich mir gefallen, das könnte meine Achtung vor ihr nur ver mehren. Geld genug bis zum Uebcrfluß haben, und nicht übermüthig werden, nicht eitel damit prahlen, das Glück nicht - im glänzenden Schein des L?bcns finden : von einem jungen Weibe ist dies besonders ehrcnwertb. Und so wäre Deine Helene also wirtlich ? Höchst einfach sich einrichten, das wäre ibr Wille?" Friedrich Siegfried, der an dem Lei
cen'e'egangttin des Kriegsrathspslichtschuldigst '-Theil genommen, wußte noch nicht voa der Entdeckung der gänzlich zerrütteten Vermozensverdältnisse deyelden, obgleich alle dem Verstorbenen näher gestandenen Kreise bereits davon erfahren hatten. Noch balle sich Niemand v'ra-.ttzßt v
; fühlt, ihn mit dem bekannt zu machen. was in den letzten zwei Wochen gespielt und die ihm Nächsten in so starke Mitlcidenschast gezogen hatte. Am allcrlvcnigstcn fühlte sich Robert, der seinen Onkel verehrte und auf's Genaueste kannte, angereizt zu solchen Eröffnungen gegen ihn. Auch jer.t nicht. Ja." sagte cr vielmebr in voller Unbefangenbeit, so istHelene, und was mich betrifft, lieber Onkel, ich will denken, sie sei ein ganz armes Mädchen." Auch eine Einbildung ! Etwas sonderbar allerdings von Dir." Mag sein ! Ich will überhaupt fortan das Halde Bummelle.ben aufgeben, das ich geführt. Ein junger Mann, der eigentlich schon wie ein Rentier lebt " Rentner ist eben so gut," schaltete Friedrich unwillkürlich ein, wäbrend Ro bert ungestört weiter sprach und dabei malte: . Der versündigt sich doch gegen die Welt. Wenn ich unter vielen Tausenden das Glück gehab:, ohne Arbeit durch meines Vaters Siegfried Fleiß und Güte ein sorgloses Dasein führen zu können, so soll mich dies nicht abhalten, jeyt mir eine Sorge damit aufzuerlegen, däß ich selbst zu verdienen trachte, was ich zum Lebensunterhalt brauche. Ich will denken, daß ich nichts, gar mches habe, als mein Talent, und nun sott es sich zeigen, ob es so viel werth ist, als ich mir davon verspreche. Das kommt mir viel schöner, viel gesunder vor." Junge, Junge '." rief der Onkel ganz entzückt, was ist denn in Dich gefahren ? Das stellt sick' dock nicht von ungesabr ein!" ' - Ich denlc eben ernstlich daran. Hochzeit ii machen." erwiderte Robert.' den das versteckte Lob in den Ausrufen des väterlichen Hausgenosse, sichtlich er--freute. Nun ja, aber d stimmt Dich ja merkwürdig bescheiden. Es hört sich ja an, als ob Dir Wohlbabenheit. Dein Geld und das Deiner künftigen Frau G.noissens bisse verursach:." Gott bewahre, lieber Onkel ! KeinesWegs. Nur hebt c gleichsam mein Gewissen hober, wenn ich mir und den Leuten beweisen iverde, wie ich in eigener Kraft meinen Man stehen kann. Habe ich dies erreicht, dann ist noch immer Zvit gentlg. sich das Leben mit dem, ioas ich besitze, nach Belieben behaglich einstrich'teil. Darin sollst Du mir ein Vorbild sein. Onkel." Gut. Robeit." sagte ' dieser her;ig. Das lobe ich Alleö. und ich habe einst es eben so gemacht. Bis zu meinem dreis ßigsten Jahre arbeiieie ich nicht mehr, ds ich Lun hatte, weil ich nicht recht wußte, was ich werden sollte.. Ich studirte diese und dann jene Wissenschaft. Mein Va ter ließ mir alle Freiheit und gab mir alle Mittel, sie zn genießen. Er wünschte nur, ick' sollte ein gelehrter Mann werden, sei e5 nun ein Ant oer Rechlbeslisseuer. oder sonst den Wissenschaften Ergebener, und mein Binder hatte denselbe:: Ebner, für mich. (Fortsetzung folgt.; kom AttSlande. Au s A la wird d'em Boten für Tirol geschrieben: Dieser Tage wurden die ersten in Per! quarantöinirten Personen 14 an der Zahl entlassen. Ein deutscher Geistlicher, welcher zioei Knaben aus einer adeligen Famili? nach Italien begleitet hatte, mußte, obwohl der Vater zur. Empfangnahme derselben am zweiten Tage aus Florenz in Per! eingetroffen war, zwch mit ihnen die Ouarantaine bestehen, bevor ihm die Rückkehr über die österreichische Grenze gestattet wurde. Ani Abend des fünften Tages wieder auf österreichischem Boden' angelangt, gab dieser Geistliche mehreren auf dem Bahnhofe in Ala diensthaben' den Beamten folgende Schilderung der Ouarantaine: Seben Sie mich an, meine Herren, diese Schuhe, diese Kleider sind noch im gleichen Zustande, wie ich sie getragen, als ich vor fünf Tagen in Ouarantaine trat. Obwohl ich und meine Genossen erster Klasse untergebracht waren, gelang es uns nicht, irgend welche Bedienung zu erhalten. Wir waren zu sieben in einer elenden Kammer eingepfercht, deren Fensterchen auf einen Hühnerhof gingen, aus welchem ein unerträglicher Geruch herausdrang. Die Bellen waren so schlechtdie Hitze und der Geruch so lästig daß die meisten von uns die ).'ächte hindurch kein Auge zu schließen vermochten. ?!ur durch vieles Bitten gelang es uns, die Erlaubniß zu erhalten, uns in einem ganz engen Hofraüme ergehen zu dürfe, um doch etwas frische Lust'einathmen zu können. Wenn man etwas bestellte, mußte man eine Stunde daraus warten, und dann war noch Vieles ungenießbar; es wurde uns in den ersten Tagen sogar das Brod in altbackenem, verschimmeltem Zustande verabreicht. Dabei sind die Preise un verhältnißmäßig theuer, und wenn man nicht genau nachsieht, übersteigt täglich die Rechnung den Tarif um einige Francs. Die italienischen, in der Ouarantaine beschäftigten Beamten gaben sich allerdings ancrkennenswerthe Mühe, unser? Lage zu verbessern, aber die ihnen zu Gebote gestellten Mittel sind un;ureiche:.." ' Die aus Ungarischen in Deutsche Blatter übergegangene Nachricht von einem bedenklichen Nervenleiden Munkacsy's bestätigt sich erfreulicherweise nicht: der- Pariser Eorrcspondent der Ntr-Ztg.". kann sie als unbegründet bezeichnen. ' Wie dem Pozor" aus Karlstadt geschrieben wird, soll sich dort am i. Arg. folgender schreckliche Vorfall ereignet haben: Am genannten Tage ging ein Artillerist der dortigen Garnison, Namen Borie, an den dortigen Obstgarten vorüber, und da die Zwetschen, welche an einem auf den Weg heraushängenden Aste hingen, ihn so verführerisch anlächelten, daß er nicht widerstehen konnte, pflückte er eine Hand voll der noch nickt ! . ttc . . ... ii. ... i . rft r r ' voutg rclsen Hrucrre uno wollte ste eoen i in die Tasche stecken, als ein Schuß ! i Erachte und der arme Ulcann zu Tode getroffen zusammenbrach. Nur dem raschen
Einschreiten der Gendarmerie hat cö der Mörder, ein Karlstädter Wirth, dem der Obstgarten gehört, zu danken, daß er nicht von den auf den Schuß hinzugekommenen Soldaten gelyncht wurde. Der Erschossene ist aus Jezerane gebürlig. Vater von drei Kindern und war kurz vorher als ?keseivist zum Herbst-Ererci-lium nach Kallstadt eingerückt. Die Beerdigung des auf so schmähliche Weise ermordeten Mannes fand unter vollen mili täuschen Ehren statt. Eine Zns amm enste l lu ng in den ,.?!ieuws van de Dag' bezeichnet die Zahl der in Holland ansässigcnTeutschen auf 00.000. .Auf 'Amsterdam cntkalken davon über 10,u00, aufRotterdam fast die gleiche Zahl: ferner sind dieOrle Utrecht, Groningen, Arnhcim nndLurembürg stark mit Deutschen bevölkert, während Harlem, Herzogen busch, Dordreckt und bcscncrs der Haag wenig deutsche tahinlrnv ftrtfror ,
j ' . "l . k V VVIViliv'V 'U I i . ! v.r. .. . v .Tk ... - , . lu3 ia?incn,caT) Mlnre nens cmrlMt aller Holländer der deutschen Sprache mächtig sind, und daß beispielsweise in Amsterdam ein Teutscher, ohne ein ho!ländischcs Wort zu verstehen, dnrchkömmen könne, eine Ansicht, die von Allen, welche Amsterdam je besucht, bestätigt werden kann. Ter Artikel schließt mt dcn Worten : Wenn auch dic starke EinWanderung Teutscher lange vor demJahre 187071 ihren Anfang nahm, so datirt doch die Einbürgerung der deutschen Sprache erst seit der Zeit nach dem großen Kriege. H i r a m M a i; i m i n L o n d o r., der du rch seine Glühlicht Lampen und andere Erfindungen bekannt gewordene Ingenieur, hat eine Vorrichtung auSze sonnen, mittels welcher cepetirgewebre sich von selbst laden. Äkarim benutzt den Rückstoß der Waffe, um den Hinterladungsmechanismus in Thätigkeit zu versetzen. Durch diesen Rückstoß wird näni: lich in einer Feder so viel Kraft gcsammelt, um die Vorrichtungen zum Ausziehen der abgeschossenen Patronenhülse, zum Spannen des Gewehrs, zur Ueberführung der Patronen aus dein Magazin in das Hintere Ende des Laufes, zum Einstoßen derselben in den letzteren und zum Schließen des Verschlusses in Thätigkeit zu versetzen. Der'Schütze hat somit nur zu zielen und abzudrücken.' Auch bietet ein solches Gewehr neben dem Vortheil der großen Schußgeschwindigkeit den Vorzug, daß der Rückstoß, weil dessen Kraft in einer Feder gesammelt wird, die Schulter des Feuernden nicht vcrlcken kann. Die Vorrichtung läßt sich auch auf Revolvergcschüve anwenden, wobei der Rückschlag des einen Laufes den nächste-, ladet. -Ein Mitglied dr britischen Admiralität. Sir Thomas Brassev, hielt dieser Tage im liberalen Verein in Portsmouth eine Rede über den Zustand der englischen Kriegsmarine, imVerlaufe welcher er constatirte.daß Englands, seetüchtige Panzerslotte gegenwärtig 329,5 5,20 Tonnen ?epräsen!ire,wäbrendFrankreich nur 201,78'.', Rußland 82,021, Deutschland 74,007,Ocsterreich 03,110 und Italien 50,005 Tonnen aufzuweisen haben. Auch in der Anzahl ungevanzerter Kriegs fahrzenge überflügelte England Frankreich bei Weitem. Die tu Dienst gestellte englische Kriegsflotte übersteige.was deiiTonnengehalt betreffe, die französische um dasDoppelte,1vährcnd die englische Handelsflotte zehnmal' größe? als die französische fei. ' Dic Darlegung aus dem Munde eines Lords der Admiralität hat Wohl den Zweck, dcn englischen Patrioten vor Augen zu führen, daß Englands Flotte noch immer die meer-beherrschende sei. Indeß ist in öiechnung zu ziehen, daß z. B. die Franzosen im Falle cineö Conflictes nicht nöihiz haben, soviel Kriegsschiffe für den Schutz der Kolonien auszusondern wie England. Ferner bietet gerade dic englische Handelsflotte, als Trägerin fast des gesammten britischen)!ational-Reich-thums, das breiteste Angriffsfeld für Kaper, und schwerlich würde eine mit England im Kriege befindliche Macht darauf verzichten, Kaperbriesö auszustellen. Man würde sich in einem solchen Falle daran crinncrn,dgß England allein eS war, welches sich der völkerrechtlichen Bestimmung entgegensetzte, das; auch das schwimmende Vrivateigenthum unantastbar sei. Welchen Schaden aber schnell laufende aoer anrichten können, das wird den Engländern von der AlabamaAffaire noch heute unangenehm in den Ohren klingen. Es ist au ffa! le n d, w i viele Verschwenderinnen sich in Frankreich unter den Damen der großen Welt befinden. Eine jener Salondamen, du das Geld mit vollen Händen ausstreuen, äst die Herzogin von Persignv, die aus Antrag ihrer Familie gegenivartig untci Curatel gestellt werden soll. Ibr eigene: Sohn, der Herzog Jean von Persigny, und der Vormund ihrer Tochter sind es, welche bei Gericht die nöthigen Schritte gethan haben. Die Herzogin, so schreibt ,man aus Paris, hat lange Zeit in seh: prekärer Lage gelebt, bis sie sich endlich beim Tode ihrer Mutter, der Fürstin U Moskowa, in den Besitz eines großen Vermögens gesetzt sah und dreimalhuw derttausend Francs Jahresrente zu ver Ziebren batte. Die uniinniae Verschleu, verung dieses Vermögens wird nun dei Herzogin zum Vorwurs gemacht. So Hai re sich unter Anderem in Cannes ernt Villa aebaut, die den voetiscken Namen Villa des Lottos" führt, aber an Kosten das Sümmchen von achtthunderttau send Francs verschlang. Damit nichj zufrieden, ließ sie, um ihrer lururiöser, Residenz einen originellen Anstrich zu geben, aus Japan ein kunstvolles Br,n bushaus und eine japanesische Familie kommen, die dasselbe bewohnen sollte. Zu diesem Vehuse hatte sie' selbst ein Seife nach Japan gemacht und dabei ar. zweimalhunderttausend Francs vergeu det bei der Herzogin scheint es immei gleich in die Hunderttausende zu gehen. Das kann aber selbst ein so bedeutendes Vermögen, wie das von. der Fürstin dt la Moskowa hinterlassene, auf die Längi der Zeit nicht aushalten und deshalb )vldieser Versch! seil judiciaire" einen Hemmschuh an zulegen. Das Urtheil des Gerichts er iokat in acht Taaen. - - Rauche Mucho' "vsn Cte,. Ilavnna
cyen nun eoen die zungeyorigcn oer .ve?: ; zloain von Perfiany den Ercentricitäter. '
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