Indiana Tribüne, Volume 7, Number 346, Indianapolis, Marion County, 3 September 1884 — Page 3
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Südlich. J I & I R B Tie kürz'fte nud dkßc Bahn uach IjOiiUville, Nashville, Mcniphis, CJluiltanooga, Atlanta, gavannah, Jackaonville, Mobile and New Orioana, ss ist vsrlHeUHafi für Passagiere nach ttu. Tüdev, eine btrttie Route zu nehmen. Palaft. Schlaf und Par!orWazeu zwischen Chicago u suisville hin St. Loui' unr Lou'.Zville rfcu. WagtQwechsel. Comsoit, ScheUigKU nd Ticherhkil biete! 3ef? die alte gsbexIZplg S. "ÄN. & Ä. M. M.
tt. I. Dcringj Ssfislent (Sentral Pajsagie,Azer, üatiiK'< ßritjingtjn und Zlinsil tt , 3atyll K. W McKirn, StiperintendAW.' - Chloncro, Ht. Louis and FMttntourgj Xttillro!. 3.Tad,U, für durchgehend und Lska!Züe Hot. 17. d?. l83 an: . V,rlu5n da NnwnDe,vt, Indxi.. i etattonen . ' Schnlltt iVsstzuz .,Lcha tt ! skm ! ! vs 4:2tiön:tl:15 4:W5bi Är.!.(3!nd'i:4it? b., , - KL : ,. . InManavl isw 13:59 Jl 6:41 t:n iimonj . 6:53 1:37 3:84 2:47 4:M 6:40 7:i tlb't . 8: 9 . 9:53 . ll:i . '2:378 4:24 . 6:1 , 6:n . 2:m 6:. j laijtsn Piaua Uitana . Sotuc-ul... , Newark'. , SteudenviS . ö$Usa.... üt6u:ti... : S:57 . : li I Alls ! :i:.T0-3Jn-.' 12:52 ! ; 5ü9 , I ti:S2 I i 7:03 . ! 4:151 : 7:io . ! . Harr'.Lduzg.., .. SaUlntore..., S'.tOXm. . :5 , . 6: 5 I ' I 7;i)!wi. Vasiwgrgn ! b:M . iilubeirila.l ' era fsxt ... H:2J . Boston j 8:2YRrn " "xifltt. t TägNch. nommen Sonntag. i'usmjin'j alaft. 4Uf und Hotel.Wager durch i ?tttdvrs, Harriidura. Philadelphia unb ew Vi,rk. ohn, iS'chjtl. Blo t'.n WZen,chs,I nach a.tin-.e. Washington und Voilon. Zah'kartk,. nsch alln Oestlichrn Eüldlen ftnd aken Hauxt.ahrtatten.Vureau d,Äen nd in dem StadZ.Bureau. ke o,r JUwoi un WaZhinzron Straße un im Lawn Dep Vuregu. Jodtanzroll. ,u haben. Stafrsugn.i:tn kön, nen tn tor2u3 ftiflctcrt ae6en durch ppltfattJ 9(i den Rqenten im S'adt?" t im Uno i-epex ö JnoillroliZ, Ind.. 4. 51. Ttvlttg, Sl. 0. P. . f!3:e'1.J ffiauifl. und liwei etra. Jnd'vK. 5a.al er,a, Nanzge., Eo'.UVd, Oi . . a , d, enl. Pagagi. und rükl..gn, tttb,a. ZZener-Alarm-Oignale. t i.'.i?l!,nta u Bluikee. ; ,uötua:t.er d? Zeuer Tr,: ment. 7. ck.ttZte und T.ew Vrtt. 7 iZk: und iUchigan lui. , w r,.?ttait und aiautetil - CJinfion iind 9fb5ttjSf. jxufiaufittJ Äo. nhe 5iju Äti. Ii kklskk Sir. und Zisrt Wu,k 4 iita Jr??: und Oit Saan, ?e?" -ly ?ra Ltr. unb3T.af?iu'u 1 4nftrt 9t. ttri -äUi S:r 17 fa.! ctrf. U"- uvif SU. in ijit! f ti, nui'.a . a;c5er iui 3oV 2t. vj tfc"'i; Ave. und fumnU t: i.l ÄliiAüia und Sie dein U i'Ieitlian und firhtni tu. li 'jnb' gir. u5 f;nc$!n ä? :17 -Xulv.sSunijl-ÖtWBftf. 143 riu:sl t. u;t5 Ächt s:, I kl äj'.cdaira uns -Jltfrr.li! Sl lü Äo&dintUü üiiä Sch:e Ii4 iPßgf nl ,in feti. :'o Hsm äc. nd Z'iatoj.c S: klZä:e id ?!tchlgan ir-, 21 St. Jee Str., t Jlmsi. " i3 PtnnszlvZniZ und Pratt Sir. Ro. 5. Engine 5us Lech't, '.'Z kiisstssix?i und St. Elaik Ltr '7 Jl:invi4 und Michiz, Str. B Penrisliiänia Str. und Hse M ssisftxsi und vierte Ltr. Li? ?e l?gk und ZLillilm St. 'il3 Pn ,?:via ndMichigitt t: UU JS'.n 4 und Htderl Str. I??dian : Äre. u::d iichan Str. L2 Meridian nv ttsln-ui S:r. St ??:i'srniz uns i;as:u t . . iö ölate und T.tva Zs:k St.. 'Ürsi 3;. : irt. ilrr Sl: t:'.td!ritx'-. iA 5U!c und Äirs tu. ichizun und AgneS tr 911 X3il und Kali'.ut 5ti. 31.: Lest und Dritte S:r. 314 Siebente und Hr4,d t'.i. 41 Wzs'ziNjZlsn, nztze 32u fit. 44 iZeizendsrf und Safhs.sn 45 Vi.ffsuri und : Svi! fti:. 45 Lkttidizu und Balzi.ißts - i 4 JSinoi und Oi tk. 47 TenntIe L'nt.Sii. 4L 5inzan' Hsu. 4S Jndtsao:. 4!2 üxifta' ui.v iii:vij"i 413 NiZsisstrxi und iäatuil, St,. 415 Zerguson'L ttt onu. ttl I. B. H SUk-d $oaU. 4J3 Jr.sane Sszlu. ii JLtnot und &itua eu. 5i antil and Ufatsüna t.i U ffiest und J3cIp.:U &u. 4 SeZl und Szu:5 k?6 ?nnesik ud ?.srg.a s? n SUsltis.-. td aa Sti. ' Uj Cladvfon S uns flc:.i i.. 5 '"fftifen Are. un tc.Ur in 112 VBi. und risset ie. M3 Äer.tai Ä. uid :.i.i. Cll Union und Hin. 4 SIS givnjll und ar.?a4 S At7 2i:ts und 2ac2ta'i Stj. i Ssu:h a; :Iaxsrt ti. !rt Dianf?lctnia ar. Viufü:.j ti; i3 TklSVärk undlüclsrt? fu. Oft und clarti S!?, filatana und Eirgiana Ar. 67 CUj:r.i2 25. r. ?:a fca ; iZ Oft nd Esburn St.. 9 7kvr.s'.?zn'.a ?tr. u.'d Sist'" e. e.t2 LZcSirnan und Dsuzheri, Zu. :i Oirgtnta Lv. nsie xriv 5;. 73 OZund Sesrzta Str. ? - 73 SLash'.ngn und r tiai t - , L 74 ntoa ued Geoea: i ? . f -75Zist Ar?.u?d Ikin. ?6 DlSsn und S?it4 S. JirziziaArt.änd !:!!., 74 !tft)( 4r. ttltd LilOit 712 tfpree it9b IJtof pfx 5tt. 7IZ Snglij? Ave U7.d LaunI ?I. ' 714 Crans nd Ov?e Ltk 71) Lz!d ?ch,e -u. sl U. St tfaf;n;;fa eu? Le'.z.'? t zy und .arl .1 Lem joirnnd i-as'-d''' si iS "töiid ivnocn-SnUaU zi ?:. tajiii Iifinsi i Ciifttsi ant BafsH S-.' 3 ,ia:;:; Scf-Jngntfc . ri ?;i.5 SlÄa-äs'-i. asaji'.ijuun:!, :Ä tarlit und ksd Stt. ä!4 C$i und Hzzvk Skr . . :t Marvlnd pae n:n!ijB Str. ' , 2 jkild:sn nnd Bierzia Srias. . -y xmUZml ' : 1 'i-1 Und l?aflt ui2iaU. j)iv;ni JiUrui.. . :vl Signal für geucit rai. . , . . " . . v iu.it CiSj. 'kue? aui. i tit Sze. X:ü1 ad. .ix:i! ;'.5sf t2 sr Nrttk.
Daß Wedüillon.
I ((ms Erzählung aui dem deutsch'französischen Zin?gk.) i (JortskdunA und Lchluk ) sy.WM l'ts.in) jiw litii't tu rncsttcr 2tint:i:uii. jyie Dazobri cc bcsttici tct l'attc ; mit il'.r ctcivobntirii r-tiu, fast . ' .. . . IvitcT tarn ic ibm ntgegktt. ,AUir tt, als sei eine schwere Vctjt von mir ojcuonimeli," sagte sie, clU sönne ich nai l.ittger. trüber ;cit Unccer frei aufatl;;ueu. t Min vcn Uclattre ttichtö mclr l'dri?" )lcin. criiiocrte Xajobai ; ich vcr--mutbc, das; er bereits fcie zli:cft ergrif eu Kit -- 3ie iVfrttn tlm wdl'l nicmal wied ersehen." f : Wci.tt lch an aS Xiöi denke, wel ches mich an der Seite. -biises :?iannes crlvcirtet battk, dann kennt rnem ni gegen ie keine Grenzen," nahm Henda nach einer Pause loieder das Wort, i?ährend Peioe langsam . dein fernen öeuchtthnrm zi'chritten, ivtlchen die sinkende Sonne mit ibxnw rothett Lichtschein übcizok. ,Äie iel'r rn if lott danken, cän er 2ir hierher süt'tte ! Wenn Veon Telatti? auch nicht meine volle Nei gung b.esaß. so mußte ich thn rod achten und ih!n vertranen ; ich -konnte ja keine Aynnttz von seiner Vergangenheit haden. ; ..Ut'.d vielleicht wurde diese 'ergangenheil nie an4 Tageslicht gekommen jein, wenn er lmen nicht das '.VIcdaillon gegebcn hätte." . greifen Sie diese Thorheit?'" Wshilb n'jchkl ur Zeit, alö er eS ,lii5K schenkte.. durfte er wohl annehmen, dan das verbrechen langst vergessen sei ; an die Möglichkeit, der : Oiraf vi;i A'aisonrouge hnen jemals begegnen könne, 'dachte er nicdt. 'erkaufen durfte er. da' weni'voile 'edailln nicht; es L:r.te ia dadurch v rnther an ihm werden." 5o hätte er e vernichten sollen !" G'v.i Spieler und Äbeilteurer. wie er, wirf: ei:;en solchen werthvollen Schmuck nicht fort. ' UeberöieS kannte er das Por. trait d-er eleganien, vornebnien Tanle als da-Z Bilsnift seiuer Mutter ausgeben; aucb das batte Werth für ihn' Welcb' fucchtöares Schicksal für mich, wenn ich a i öiesen Maim mit unlösbar ren teilen zesessei: worden wäre !" sagte' Hertha mir bebender Sliinme, und wieder traf den Assessor ein dankbarer Blick auö ihren tiefblauen, feucht schimniernden Äugen: , . Und doch wollten Sie meiner War nung keinen Gkaaden schenken!" erwlder-. te DagobeN n,it teiseni orwurf. durste ick es, so lange diese War nung nur aus Versachtsgründe sich stütze te 1 Cr war.niein Berlsbter; durfte ich' ohne beweise für feine Lügenhaftigkeit das Wort zurücknehmen, das ich ihm vcr pfändet hatte ? Nein."' auch' dann noch nicht, als sein eigens Benehmen mein erlrauen auf eine glückliche Zukunft er schüttelte." Beide waren stehen geblieben. DaS. Meer, vsn rotber Gluth Übergossen, rauschte zu ihren .üVenDägodett warf einen Blick zurück der Iustizrath und die alte 'Dame wa ren noch ziemlich lvkit von ihnen entfernt. Vielleicht . würden wir da? Alles schon in Jnterlaken erfahren haben. wenn wir uns damals mit der keraangenheit dieses Herrn Delattre beschäftigt dätten." brach Hertba endlick wieder das j Schweigen. Sie reisten aber so rasch ' und plötzlich ab, und Herr Telattre'wu ; :e sich durch seine Liebenswürdigkeit uns ! in so hohem Grade angenehm ;u machen, ! das: wir uns seiner Gesellschaft nur freuen konnten. Mit dieser angenehmen Lr ; inneiung schieden wir von il".n, und jener l froh durchlebten Tage gedachten toir wie ! der. als cr später in der Ncsiden; 4lns bei suchte." ? Wäbrend ick' vergessen Uar !" sagt Dagobert mit geprcjUer Stimme, und sein starrer Blick war dabei in die unendliche erne gerichtet. Vergessen?" wiederholte Hertha leise, und wie herber Vorwnrf klang es aus ih rer Stimme. Wenn Sie leinen Worten nicht glauben wollen, so fragen Sie Maina; sie wird Ihnen sagen, wie oft wir von Ilmen g;prochen l'abcn." Der Blick Dagobert 's '.heftete sich auf das erglühende Antlitz des schönen ?)käd chens. ' ' Ähncn Sie nicht, weshalb ich damals so plötzlich abreiste V fragte er mit umhsam erzlvungcner Nuhe. Nein, wehren Sie mir nicht, Hertha, lassen . Sie mich ausreden," snhr er fort, indem cr die Hand' erfaßte, welche sie, wie zur Abtvehr, erhoben hatte. Es war für mich eine Qua!, diesen glatten Franzosen stets an JhrerSeite zu sehen; eS kennte mir ja nicht verborgen bleiben, ' wie sehr . seine Galanterie Sie und Ihre Mama bezauberte. Ich hätte mein Leben für Sie bin gegeben, Hertha, Taglich, stündlich lchwebte das . ö:ständnitj 'meiner Liebe mir auf den Lippen Sle sahen es nicht Ihre Blicke galten nur noch dem Franzos,n ich fand keim Gelegenheit, die entscheidende Frage an, Sie ' zu richten, und ich, fürchtete auch,. daß.Sie mir eine tknnde Anttvort' geben Kurden. .Sie hatten von Scheveninaen gesvrochen 1 ich durfte hoffen, Sie hier . wiederzusehen, und ein Jahr war rasch verstrichen. Freilich bedachte ich auch nicht, 'wie viel in einem Jahre sich ereignen ckonnte ! Ss reiste ich 'ab, und obgleich Ihr Bild seitdem stets meine Seele beschäftigte, fand ich doch nicht den Muth, Sie in der Residenz' aufzusuchen oder' Ihnen zu schrei' den; ich wollte meinem Glück vertrauen ! .und mich gedulden, bis ich Sie.hier.wie- ! derfehen'würdV." . ' l . ißtit gesenkten Wimpern stand Hertha ! ueben'ihm. Die Öluxt) auf ihren 2anj gen und das Zucken aus ihren Lippen be j kündeten ihre tiefinnere Erregung, j Ich danke Ihnen, daß ie mir erlaut haben, Ihnen daö zu. saZen," fuhr eraiaq emerie su,ait t m cvivergen versunken blieb; ich weiß ja, daß meine Hosfnungenverwelkt , sind ; aber vielleicht ist es spater ein tröstender Gedanke für.Sie, zu wissen, wie treu und innig mein Herz Ihnen pKtban fcarund fär'alleZerten bleiben tvird So nebme ich Abschied von Ihnen " . JCiiltrj ,u?Uttbrach.s ihtvfcrn 91 f. f ;,. n fcs. Slii trn :,0, Wtrngj
damals gesprochen !. Ivartetc ja nur m t l w lT
aus ,yre rage, oie zu rejayen mein Herz sich sehnte ; aber Zic sprächen das Wort nicht ie reisten ab ich sah mich in meinen Hoffnungen getäuscht und suchte sie zu vergessen. Dann kam Delattre, den ich nicht liebte, aber achtete, und ich wus;U, Wie sehr Mama um meine Zukunft besorgt war ; was soll ich Ihnen noch mehr sagen?" Dagobert wute genug und die wenigen, aber bedeutungsvollen Worte, welch e Beide noch wechselten, besicaelten den Bund ibrer Herren. WaS 5abe ich Untcit gesagt ? 0 wandte Nch der' Justizrath scherzend zu seiner Begleiterin, als sie sich jetzt dem jungen Paare näherten. Der 'Bund ist bereits geschlossen man darf gratulien f Die Doktoritt'crwircrte kein Wort; aber ls sie nun dem Assessor beide Hände reichte, da schimmerten in ihren Llügen Thränen des Mutterqlücks. ' Als Dagobert am Abend in sein Hotel urückkehtte, fand er vor der Thür desselben eine Troschle, und aus der Loge des Portiers kam der Graf von Maisonrouge ihm entgegen. Es frent mich, das; ich persönlich von Ihnen Abschied nehmen kann," sägteder Graf, ihm die Hand reichend ; ich reise mit demNachtzuge abund solge Delattre, der es rathsam gefunden hat, sick' aus d?m Staube zu machen." Ich sah das' voraus," erwiderte Dagobert ; wo aber wollen Sie ilm suchen?" In Paris. Legrand begleitet mich. Wir werden nicht ruhen, bis wir ihn gesunden haben." Erst jetzt erkannte Dagobert in dem clegant gekleideten Manne, der mit dem Hute in der Hand an der Wagentbür stand, den ehemaligen Vagabunden. Der struppige Bart, der früher das pockennar bige Gesicht umrahmte, war sauber geschoren, der Änotenstoä verschwunden, und JaVgiies Legrand machte gan; den Eindruck dev Reisekouriers einer vornebmen Familie. . Jch'werde für ihn sorgen," sagte der Graf, dem die Ucberraschung Dagobert's nicht entgangen war. A. proposs, wie nahm die junge Dame die Nachrichtcli auf, welche Sie ihr brechten?'' Wie eitle Erlösung von schwerem Druck," antwortete Dagobert, in' dessen Augen es aufleuchtete. Ich reise mor en mit den Damen ab sie werden sich in der Stadt niederlassen, in der ick' iooh:ie." Der Graf blickte ihn lächelnd au. Darf man schon gratuliren ,.2ie dürfen es." Aun. dann empfangen Sie meine h.'rzliä 5ten liilückwünsche," saglc der Graf, imnnoch einmal die)a:iS drücke nö. Leben Sie wob! und glüälich " Dagobert begleitete ihn zum Wagen. : Darf ich Sie bitten, mir das Schicksal Delattre's zu berichten, ivenn es sich entschieden bat ?" fragte er. Sie haben nieine Karte auf ihr finden Sie den Namen der Stadt, in der ich weile." Ich' werde obren Wunsch gern er füllen." erwiderte der Graf, der inzwischen eingestiegen war. Leben Sie wobl!" Der Wagen rollte von oa-.'.nen, ,agg freit kebrle in den Gasthof ziui'uf. um ohne B?r,ng dienöthigen'orbereitungen für die Abreise zu :reffcn. Der Graf von Maisonrouge bieltWort, aber Dagobert hatte fck'on längst deli eigenku Herd gegründet und all der eite ertba s das erlebnte l!lück aeiunden. als der Bericht über Delattre eintraf. Nab langem Suchen ivar Leon Delattre endlich in einer Pariser Spielhölle entdeckt worden. Irr leugnete trotzig, aber durch die Aussagen Legrand'v und durch dieschlift-. liehen Ertläriingen Martin Aeimer's wie auch durch den 'Besitz des Medaillons wurde cr überfuhrt, und das Gericht ver urtheilte ihn ;n vierjähriger ;-chihaj strafe. Diesem Bericht war ein kostbares, mit Brillanten reichgeschmücktes Medaillon mit der Bitte des allen Herrn beigelegt, die junge rau möge dasselbe anneblnen zur Erinnerung an idu und an die bö skn und dr.i'ch Hit'i d;i..gendeu Tage in Schese.::.-a?::. i? IllO Haus Siegfried. Roman von S ch m i d t . W e i d e n f e l S (ffortsktzunjz.) Das glaube ich auch," erwiderte dcr lange Mann ,etzt und wrang von uinein Lager aus. fci erccntricher Mensch ! Excentrisch," wiederholte in einein gewobnheitsmaßig gewordenen Nichtigttellen ihn unangenehm berührender FremdWörter, derheiln. Man tonnte dafür auch sage querköpfig." Meinetwegen denn auerkvpfig ! Ach," uhr Robert hoffnungsselig fon und barg eine theuren Briefe in der Zeilentasche einer dunkelbraunen Sammcljoppe, über ein Jahr wird Alles anders sein ! Dann sind wir Mann und Frau, können thun und' lassen, was wir wollen. Wir werden eine schöne Reise machen jeder Tag wirh voller Sonnenschein unseres Glückes sein." Gönne es Dir, mein Junge ! Und am Nothtgsten dazu wird'S Dir ja nicht J'ehlen. 'Jch glaube zwar nicht, daß der kriegsrath für seine Tochter eine so große Mitgift herausrücken wird, wie man sagt Elise schätzt sie ja sehr hoch , aber genug wird's wohl sein, das; Ihr sorglos in den Tag hineinleben könnt. Das ist ja nun einmal der Wünsche höchster, das ist ja, was die Menschen heute nhr als einst für das wahre Glück haltcn weil Reichthum unabhängig macht, wirklich erst frei in äußerlichen Hinsichten, was ja durch alle verbrieften Freiheiten in den schönsten Verfassungen nicht möglich wird' Ich habe noch nicht danach gefragt, wie viel Helene mitbekommen wird," sagte der junge Mann darauf.' Ihr Reich: thumist mir kein Aergerniß, versteht sich; aber der bat sie mir dccb nicht so lieb werf w fe u rick. lestt seine beilm z den lanen.
Hände fest aus dessen fnochiac Su 'altern und mit seinen hellen, klugen Augen in dessen treuherzige, kluge blickend, s:.te er hinzu : ,,Es ist eine Jugendliebe, Onkel, Dn weißt ja. und wie schwer ich mir den'Sieg habe eningen. müssen." Ja Wohl," nickte ihm dieser zu, und alle Achtung auch vor dem Mädchen. Das hat sich'Tir vom alten Jsegrimm Kriegsratb ertrotzt." ' . Sie Mlicßcn ihr Ziminer und streiften vor den Häusern der . Scholaftka" am See herum und dann auch durch die Säle. Sie glaubten Elise zu finden; wunderten sich aber nicht, daß sie vergeblich suchten. Alle Welt war aufgeflogen und vor dem Abendessen kehrten die Meisten gewiß nicht zurück. Mit dcni Professor zusammen setzten sich Onkel und )!esfe rn einem Tisck auf der Veranda, ließen sich ein: Flasche Tiroler kommen und genosien in . Ansicht des schon dunkelnden Seeö den köstlichen Sommerabend. Bei der scharf ausgeprägten jchwabischen Eigenthümlichkeit des Professors t Dettinger, eines übrigens gutmüthigen nd knnstwiffenschaftlich wie politisch sehr gebildeten Mannes, blieb es wieder nicht aus, daß zumal Onkel Friedrich mit ihm sich stritt und neckte. ' ' Der Professor war trotz seiner sechzig Jahre noch nicht über die Mainlinic hinaus gekommen,' wogegen er Oesterreich, die Schweiz- Italien und Frankreich bcreist hatte. Bei seinem munteren Geplaud'er stellte sich heraus, daß er sich von Nordoeutschland'ctwas sibirische Bcgriffe machte; seine ererbte, innerste Abneigung gegen die Preußen und Berlin zumal verrieth sich auch genugsam, und da war nun ein so richtiges berliner Kind, wie Onkel Siegfried, nicht fanl in dein Lob und Preis seiner Vaterstadt, wobei ihn Robert redlich Vntcrstützte. Lieber Sck'wabe," sagte nach längerem Hin und Her der Erstere, kommen Sie doch einmal nach Berlin ! Wagen Sie eö nur ! Ich versichere Ihnen, Sie werden über Ihre falschen Auffassungen von dem Völkchen an der Spree,sehr beschämt werden. Das hat freilich sein Selbstgefühl und seine Eigenart, aber das hat sich das Recht auf das Eine durch die Arbeit und rührige Geistigkeit erworben, mit denen es Berlin so groß gemacht hat, und was seine Eigenart betrifft, so ist sie vielseitiger und fruchtbarer, als zum Beispiel Eure besungene sck'ioä-bisch?."
Die iN uralteu Rechts," wars Dct-. tinger lebhaft werdend ein, von reinem Suevenstamme, wogegen das Berlinerthum, sein bissiger Witz, sein schnarrender Humor, sein prahlerisches Gebahren eilt Ergebniß aller möglichen Nationalitätsbrocken ist, die in dem großen Stadtkessel zusammengekocht sind. Parvenutbum, und das kann der Sckwabe nickt leiden." Parvenuthuln Raiionalitätsbrökken !" glossirte Friedrich zuerst. Was ist das wieder für ein Teutsch ! ?fa, und was Sie fönst behaupten," fuhr er launigen Tones fort, so ist es weniger unrichtig als schlecht beleuchtet. Bei Euch Schwaben kann ein ?korddeutscher, wenn er auch von uraltem Stammblilt ist, niemals recht abwachsen, der bleibt in Eurer abseits liegenden Welt Euch und Ihr ihm fremd, weil Eure Art gar unschmiegsam und von allzu mißtrauischer Schwerfälligkeit ist. Aber, sehen Sie, der berliner Geist zieht Alles an si:b, was in sein Arbeitsbereich kommt, der zerfrißt das Einseitige, kleinlich und zöpflisch Landsniännische, und macht Alle, die er erfaßt, zu Berlinern. Und das ist eine gut gekreuzte Art deutscher Stainmung, mit dcm Blick ins Grope und Weite, immer freuoig iin Iortstrcben. ehrgeizig, siel' seine geschichtliche Aufgabe nicht bee in trächtigen zu lassen und auch in der g ec bc i. me schlichen Bildungswelt eine mitbestimmende Rolle zu spielen. Darum ist Berlin grade in der Neuzeit' so erstaunlich gron, so reich, so schön, so be-deutung-övoll geworden. Es ist ungeheuro Lebenskraft darin und der Strom der Zeitgeschichte nährt sie. Sehen Sie sich drei Wochen diese unsere,!eichshauptstadt an, vernehmen Sie ihren Herzschlag, hören Sie da. wie selbstlos fremdes Gute anerkannt, kleinliches freilich auch mit dem Witz und Geist gegeißelt wird, die der Berliner urer )emc eigenen Schwächen und Mißstände zuerst leck und laut ergießt ick sage Ihnen, Prosessorle, Ihr schwäbisches Zöpflein schnei' den Sie selber dann mit Vergnügen ab." Jn.diescni Zwcilampf. für ben Dettinger immer wieder der herausfordernde Theil war, befanden sich die Reisegefährtcn noch, als mit der einsinkenden Tunkelheit Haus und Veranda sich von "den bcimgckehrten Gästen belebten und im Speiiesaal mehr und mehr derselben ihre Plär.e eiinlabinen. Elise war darunter. ' Als die Si ,gsrieds sie durch das Saalfenster bemerkten, beeilten sie sich, sie zu begrüßen und sich die Abreis.' ihres Mannes erklären zu lassen. Die j inge Frau, welche das belle Uei am Nachmittage mit einem dunielwollenett vertauscht batte, gab ul.befangen und init dem befriedigendsten Allsdruck über die endlich ersolgte Ankunft ihrer Verwandten Ant Wort darauf. Robert begnügte sich damit ; Onkel Friedrich jedoch schüttelte nachdenklich sein Haupt, als gefalle ihm weder der Grund so plötzlicher Abreise Bernhard's, noch die leichte Weise, wie Elise ihn behandelre. Aber cr äußerte, sich nicht. Man setzte sich zu Tisch. Der Professor kam herzu und wurde von dllobert seiircr Schwester vorgestellt. Dann erschien auch der Baron, grüßte. Frau Schaust sehr artig imd nahm seinen gewohnten Platz ihr gegenüber ein, indem er einige verbindliche Worte an sie richtete. .. Sie benutzte augenblicklich die Gelegenheit, den Baron mit den drei Angekommenen bekannt zu machen. Dabei ergab sich, das; Demnger und Herr v. Schaal sich nicht zum ersten mal saben. Vielmehr beeifertc sich der vor; nehme junge Mann, den Profeffor mir ! gewinnender 'leocnwurdlgtelt als. Belannte'.l zu begrünn und ihm die näheren Umstände zurück va rufen', welche sie. Beide 1 .'inize Wochen zuvor erst zusammenge vviMiv...yiMt,n. ; migtt tut kuch fn Eingehe, . führt., hatten, i . Prorenor. .ettlnger i be
so erfuhr die Gesellschaft, das; Beide sich zufällig auf dem Schlosse eines Gras?n v. Wardcnberg im Oberfchwäbischen ge troffen, wo der Professor einige Zeit lang als (!an Studien in der alten, reichen Vibliothel getrieben, und darin einen Dag verlebt hatte, als cr wegen Unter. Handlungen über den Ankauf der Herrschaft ihrem Besitzer sich vorgestellt. Er war, wie er fallen lß, mit tom Grafen , fit t f ' . . , L S
nocv mem ranoclcclnö geworden, vors inoenen, iiw mir centteioen noa' zu verständigen; denn die' Herrschaft gefalle ihm und der bejahrte l'Zraf mochte sie los werden. ttl. Bernhard Schauß ioar nlit schwerem Herzen und verdüstertem Geiste nach Berlin zurückgekommen. Je mehr er sich der Heiniath genähert, desto beunruhigter war sein Gemüth geworden. Tie Hiöbs -Nachricht, die er in der Scholastiea" erhalten, betraf die Zahlungseinstellung eines großen Geschäftes,' an welches das seimge bedeutende -Förderungen hatte. Es war nicht der erste . Schlag überdem, der ihn in der letzten Zeit betroffen z.es stand Überhaupt nicht ' so glänzend mehr mit der von 'ihm vertretenen und allein geführten Firma Wilhelm Siegfried u. Eo., als die Leutt im Allgemeinen glaubten. Bernhard wußte es am besten, er wußte es auch nur -allein. ES drückte ihn wie ein Alp' daß die alte, gute Firma seines Schwiegervaters vielleicht wanken könnte ; nur ivanken weiter zu denken vermochte er nicht. Wie ans Furck't ließ er sein Denken uN dieser ersten Möglichkeit stillstehen. Wenn seine stolze Frau,wenn Onkel Friedrich mit dem starken Ehrgeiz auf die kaufmännische Stellung des Hauses Wilhelm Siegfried u. Eo. von dieser Möglichkeit eine Ahnung erhalten sollten es bräche von dieser Seite ein furchtb-'.rcs Gericht über ihn herein. Mit Grauen erwog er seine Lage wahrend der Rückreise ; mir einem trampfhastelt Schmer; in der Brust verglich er die Empfindungen, iniur denen er aus der Sommerfrische am Achenfee fliehen musue, mit der Sorglosigkeit, in der sie seine 7rau dort weiter geikn. herzkalt gegen ihn. in - der Gesellschaft des Barons vielleicht pflichtvergessene Frau und Mutter ! Es wurde wieder sin stcr vor seinen Augen. Tie fünf Jahre feiner Ehe mit Elise Siegfried hatten ihn in seiner HerzensWelt so heruntergebracht, wie in feiner kaufmännischen Zuversicht. Er hatte Elise, geblendet von ihrer neunzehnjährigen Schönheit, geliebt und zu bald erkannt, daß sie ilrn nicht glücklich.zu machen vermöge. Sie toar kalt und berechnend, arm an Gemüth, wenn nicht dessen gänzlich bar. Putz und Glanz, ein Leben weltlichen Genusses in Gesellschaften, im beater. auf önentl'.chen Promenaden, : Bällen, auf Reisen in '.ornehlnsteln Stil j danach stand einzig ihr Sinn, und sie ! beanspruchte dergleichen mit einer hoch- j müthigen Hinweisung auf ihr'ermögen. j Er hatte es mit Schrecken kennen gelernt, ! was es bedeutet. t'ue reiche Partie zu ! machen. . Die Ideale feiner Duzend waren damit gren'.sa'.n zerstört wordk;, das Herz für sich, welches er in der Ehe gesunden. Ein inniges Zusannnenleben mit Elise war niealc inöglich geivesen ; sie hatte sein Bedürfnis; und Berlangen danach gar nicht. verstanden. Ihr Glück bestand in WoYlgernchen und Geräusch von ?vesten, und um es ihr zu gewährrll, die es begehrte, die es fast herrisch forderte, und uin des äußerlichen Ehefriedens willen, hatte Bernhard ein großes Haus gemacht, verschwenderisch das Geld ihren Launen, geopfert. Sein eigen Geld aller dings nur, mit dem er Evmvagnon der Firma Siegfried geworden war.eheer der Schtoiegersohn des alten Inhabers derselben wurde. Der Aufwand hatte schnell in das Vermögen Verheerungen gebracht imd Unglücksschläge im Geschäft ioaren hinzugekommen, um die Stellung Bernhard's rn der Gesellschaft ernstlich zu bedrohen. Die neueste Post hatte ihm auf einmal die Augen darüber geöffnet, das letzte Träumen, in dem er immer noch befangen gewesen, verscheucht. ' Sein erster Weg, als er in Berlin an gekommen, richtete sich trotz aller Angst und Sorge geschäftlicher Art, nach der Wohnung seiner Mutter. Dort war sein Kind, sein einziges, sein vierjähriger Wolfgang. Elise hatte es, wie immer bei ihren Reisen, der Pflege der guten Großmama überlassen. Sie könnte sich, sagte die junge Mutter, mit kleinen Kin dern nicht befassen,ain allerwenigsten eine solche Last auf Reisen mitnehmen, die ihr zur Erholung dienen sollten. Aber Bernhard war ein Vater, der sein Kind liebte, um so inniger, je schmerzlicher er sich durch die Eitelkeit und Gefallsucht und die Lieblosigkeit seiner Frau in dem Gefühl gegen sie erkaltet tonßte. Er eilte dorthin, wo sei Sohn war, mit seinen Qualen in d?r Brust; er umarmte die alte, liebe Frau, die ihn geboren, und preßte den Kleinen an sich, bei ihm sein blühendes, noch unschuldsvolles Leben verdankte. 'Da liefen ihm die heißen Thränen über die Wangen, wie oft er sie auch abtrocknete. Mutter !",.rang es sich wie ein Jammerruf aus " seinem Innern. Mein Junge ! Mein lieber Junge !" Er drückte sein Kind stürmisch an sich und küßte es unzählige male. Sie Alte begriff ihn nicht; der Junge sah ihn mit seinen großen blauen Augen , fast erschrocken an. ,Wanlm weint Va va ?" fragte er. ' Dann eilte er sogleich in's Geschäft in der Neuen Friedrichsstraße. Eine Droschke brachte ihn dahin. DaS alte, große Haus sah ihn so sreind, so unheimlich an. Der größte Theil der vielen Fenster war mit grauen Wettervorhängen verschlossen, dort oben, wo Onkel Friedrich und Robert ihre Wohnungen hatten, aber auch in dem anderen leschoß zu- ' (Fortsetzung folgt. D a S in San Francisco e rscheirende Fachölatt für Medizin und Journal sagt, daß sich in California all jahrlich und durchschnittlich 240 neue Aerzte , etablirtn. Dieselben drängen sich hauptsächlich in den großen Städten zu lammn, während viele von iinen in den kleinen Städten und - in aufblühenden Ansiedelungen tinroSföintiie (Fristenj finden könnten: " .-"! - ;
Deutsche Lokal-Nachrichtett.
fconfjtrf irf Äavern. Gestorben in München Gras Äximilian v. Montgelas, Eeneraldirektwnsrath 5ert. Piibn. der srübere Brauereibesttzer A.,:..'?'. Reicht, Geist!. Rath Jos. Probst und die Gattin dcsHofraths Simmerl. Eisenbahnadjunkt Werner in München bat sich vergiftet. Gewitterstürme haben in der Umgegend vonÄ!ün'chen, Püsmg, Schwabing und Scndling großen schaden angerichtet. Der ver storbene Fabrikant Mack in Augsburg j bat dem evangelischen Waisenbause i 25,000 M. hinterlassen. Der Kassier 1 iTJrfi'r v $Xi.yAtnan.Vlf Nlsit i tvtl vv .VIUU,'MIVIIUVIU 4Ui)'tlU hat sich ertrankt. Gestorben : der 0jährige Hacker Peter Schreiner in Bamberg. Der irrsinnige Brauer Michael Weiß zu Reisach bei Hengersberg erstach seine rau und setzte sein .vans in Brand. Gestorben : Elfenbeinkamm - Fabrikant l Adam Buckmg in Erlangen und Bezirks amtmann Hauer in Forchheim. T'Lpfermeiste? Matbias Schorer vonWaalhaupö ten bat sich wegen getäuschter Liebe An Augsburg ctschossen. Der pens. Oberrechnungsrath Wilhelm Haberstrumpf in Nvmphenburg bat seinem Geburtsort Atzensdors t',000 ,Bt. vermacht. In einem Granitsteinbruch bei Metten wurden durch einen sich ablösenden Felsblock 3 Arbeiter, der ledige Xat-cx Geßl, det dreinndsiebenzigsährige Gecrg Gegen furtner und der verwittlvete2)ii'ch Krönet Vater von 5 kleinen Kindern, e7,'chlagen. Gestorben Bezirksarzt a. D. Theodor Niedcrreither in Oberdorf. Gelegentlich des im Setzkcllcr in Straubing ab gehaltenen Maurer Jahrestags wrde der Maurer Bachl von Hornsdorf von dem Ä!aurc? Aachmaier erstochen. 1 Der Bäckergeselle Ehr. Vlendinger von Sulzbach wurde mit zerschmetterter Hirn I schale ausgründen. Tas Städtchen Tölz wurde am August von einer großen Feuersbrunst heimgesucht. Dieselbe brach mitten im -Markte im Hause des Lohnkntschers Geiger aus, vcrnichtete dieses und das große Eckhaus, des Kupferschmieds Weber, das Kolber Bräuanwesen und die Wohnung des Bade arztes Dr. Höfler. An dem ober, bayerischen Turnfeste in Weilhcim betbeiligten sich etwa 500 Turner. Der Südfrüchtenhändler Parsche in Würzbürg ist verschwunden.- Zu Tirschcnreuth wurde der Glasofenmacher Wolfgang Binder von Plößberg durch einen Blitzstrahl getödtet, ebenso zu Schambach bei Straubing die Schuhmacherssrau Schreiner. Ein durch Blitzstrahl verursachter Brand legte zu Poxau be! Dingolsing die Häuser des Söldners Wag, ner, des Kränlers Stuber, des Schmieds Wimmer, des Binders Wicdermaier, des Krämer Sporrer, des Söldners Schroder und des Wirtbs Ernst in A?che. i Jil Wolkerdorf sind abgebrannt das Huber- und das Wagneranwesen, ferner zu Spalt die Anwesen der Oekonomen Anton Asaili und Rik. Bader. Ertnm ken sind in der Amper bei Haimhausen der k. Bahnadjunkt Felir Ertl vonMüni chen, in der Vils bei Gressenwöhr ein Sohn des Gastwirth Graßler, in einem Weiber bei Dorfen eine Tochter der GastWirthseheleute Kanunerleher von Seinmering und ein Sohn des Aufingergüt lcrs von Forsting. . : Ai'iiigreid) Württe,nd,rg. Der Kanzlcirath Firderer inStuttgart, Buchhalter bei der Staatöschuldenkasse hat sich entleibt, nachdem er hohe Geld betrage veruntreut und an der Börse ver spielt hatte. i In Eannstadt der Besitzer der Stuttgarter Badeanstalt. Tbeo. Neeff. Der Lehrer Kocher in Falkenberg ertrank, foauch der Glascrgehilfe Wacker von Heilbronn. Kammmacher I. M. Schneide? in Lcutkirch feierte seine goldene Hochzeit. Der Sohn des Ochsenwirths Seifeit von Massenbachbäuser wurde so unglücklich von einem Pferde geschlagen, daß er starb. Ein furchtbares Hagellvetter richtete in der Gemarkung S'chwenningen großen Schaden an. Der in der Gerberei von Stortz und Sohn in Tuttlingen beschäftigte Taglöh' er Vephelmann starb an Blutvergif tunz. In Ulm iourde Barbara Lud wig von Langenau wegen Kindesmords zum Tode verurtheilt. f Verwal wnzsaktnai Mofer in Wildberg. Der u n i c 1 1 o l l c S p r e n gft o j f. welcher in den Händen der Bosheil und der Niedertracht Leib und Leben schädigt, wird seit einiger Zeit in Oester reich als Heilmittel gegen Vrustbeklemmung. Asthma, ?teuralgie und Kopfschmerz vielfach mit großem Erfolg angs wandt. Man verkauft dort in den Apo theken kleine Ehokoladetäfelchen, : welche den zweihundertsten TheileineS englischen Grans an Nitroglycerin enthalten, n so kleiner Gabe wirkt das an und für sich m größerer Dosis giftige Nitroglycerin in den genannten Fällen heilend und schmerzlindernd. Nach dem Entnehmen eines solchen Tä'felchens entsteht im Ver laufe der ersten fünf Minuten ein Gefühl der Schwere und ein Pulsieren im Kopfe, das bald vorübergeht, um einer wohlthuenden Erleichterung Platz zu machen. Besonders günstig erweist sich das NitroGlycerin bei der Brustbeklemmung, da eine einzige Tablette die unerträglichen Schmerzen stillt oder wenigstens lindert, ohne irgend welche nachtheilige' Neben Wirkungen zu äußern. ' - Wie dem Tiroler Voten" aus Eortina berichtet wird, haben die Herren Dr. Emil Zsigmondn und Hein rich Köchlin, beide. aus Wien, die bisher von keinem V!enschen betretene und allgemein als unzugänglich erklärte Spitze der Eroda da Lago vor Kurzem ohne Bergführer erklettert und dort zum Beweise ihres kühnen, waghalsigen Untcr-, nehmens etne Stetnpvrinntde errichtet. , AuS Breslau wird' dem Berl. Tagbl." geschrieben : Im benachbarten Dorfe Eonradsdors wurde ; am Sonntag, den I. Aug., dieFrau des' Stellenbesitzers Sch. begraben. , . ?!achfraglich tauchten Zweifel darüber auf, ob j die Frau eines natürlichen Todes gestor-! ben, und es erfolgte deshalb den 8. ds5. eine Ausgrabung der Leiche. - Dabei soll sich die schauerliche Thatsache herausgestellt haben, das; die. Frau im Sarge entbunden hatte. Bei der Lriche fand sich nämlich ein vollständig angewachsenes . v tu .u. ...... rno. 4r.iii:n rur kinrn . unnararit--chen Tod - hat die Leichenöbduktien .der lrrau nibt erzeben.
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der Zndiana mtif.tW sich ,ur Anfertigung von Nechnuugett, Cirkularen. Briefköpfen. Preislisten. Qliittnngeu. Etntrittskatteu. Mitgliederkarten, Brochürcil, Collstitutionen Adrcßkartc, )Snrc:Ii.s iWK-KMk, Tt2Urt 5eiö 1L5O. Charles Meyen & Ca; 39 und 41 Par'- Ucw, Kew Yorl, besorgen xu6 Arten vca GeKChkftaai2eiea, Pr8onalau3brdnaiet etc für diese Z -(t oTpid fir illo deutsche Blätter dn Vor. fitoatca und Europa. ftinimtlicb Dentfcb-AiaerlkaTiisrha Zcltncgn llrea In nn-rorn Getafts-LotU xer freies Eindfbt des lhtMIlams tut Li geeinten Herausgeber deutsetry BlltW rerdea acbtusfsroU cnucht. untl2m'lalufxticmwj fux ' lr Uür Bexistratu U tJtccaoulAa
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