Indiana Tribüne, Volume 7, Number 341, Indianapolis, Marion County, 29 August 1884 — Page 3

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AA lich. H4 JM&IRR Die kürz'fte uuo bkgk Lahu auch Loriisvilte, Nashvillc, Mcuiphia, (..'hattÄnooa, Atlanta, S.'ivamifth, JackHonville, Mobile awl New Orieaii3. &S ist doriyeilhast für Passagier nach de,r Süden, sine direkte Rout? zu nehmen. Pülsst. Sch!af. und Parlvr'Wagen zwischen Chicaga u 1 Louisvlllr w St. 2oui und Loisdilkk o$u. Wgenvechse!. Coms?rt, Tnklligkeit und Ticherit bietet r'3eff rik stltf znvcrlZsiigk 3. Ml. & 3. "23. II. R. Ierintr, Äfsistnt Senersi Barjgtergr.i, Aoist-Ucii iLa'ngton uns 3UinatiStr , Jnb?l4 !' MoKknna. SuperiiitemlftiitOliiUffO, Ht. i -out null li 1 twliii"ij ltiIIrot. 3t'tr.b;M:r tar durchg?kcndk neb VoM-3";q' n 17. ,!7. an: iügt trt:rt?n j Unttfi!'. 3ÄU.. tt tigt: Stationen, r $nS3 iitjug iSchnllzg Itt0m. ftSa li6u-3;' M:Vf'jr M0:I5V4:?5 nt.ftarst'ßCitJ 6:?.J . ;:2:Wa i:'l &3lm:t4.W ! :i3. Si:chmsn) ... Öl : Jijqton : 5?iöua s 3: 7 . Uitana y:" - Vi1 . Co'.u.ebu.... Ji::t)-JJir, b:lO , taatf ... 'V.'l . . tuttnoia: . b:i - ialjeciTi . , Hutibur! '2 - , HarriZduig... 4:!via .il:is!C:e TA'J - 3o?iin-iten.. , . tffc-.UWufci J 7:0 : lf & fjoit , 1:2 . ... 7:1 ' . 6:f-0. .0 ' I 8: 9 . ! v: V2 . ! H: . i 2:37,! . ... 4:24 . i - j 6:17 - I T.Trtlvn VlU'm 6:2 ! 5: '5 i 7: 5 7. 0 'n. H3rton i v-zv-rn tttUiS. t X&QUGj. amiin jmmtn eonntag. uür.ann'J 'alü'- 4Uf und Hs:ei. Wäger durch bii iliädsg. Ha.riibnrg. ihi'ade!rdia un Slto 4JTt. cl're -"chxl. tüo tti Waknwkchs nach äalr.Trore. äSj'im j?o und Öotton. fS?- aVtsn1' noch ei n Oeitlich' S:ä5tn ftnotn an i.duit-Äabrrutf n.tfaul d'ZWk'len! und in tf.r. ctad:-6urci:u. 9St 5fT ltnoi ant ecfjtnijtar. unt i?" Union Dpot tttkau. vdianavo!:. ,il idkn Ü ö'.iu'aen Ä S&intn ivxt'siiüi sf;wt:t ct.ttxi durch Hcp'.ii.utc ttt den 2?4ntc:i r:i rt:;t-surf au oit i;n U't I'jrct ju 3rt;sna;o!:3. ). . Ttrina, a. . -p. ä . 9riort äHJjtu. ':or. uab at:;ci Strai. Zns'vIZ. Zzm, CTcCrra Tlana . olu:tuJ, Oio S. . I ? r (Sin!, atl tgift. t'ndt.lf!.! CtUttuta. Fetter?? larm-Signalc. 4 Ütr.Vi 1 1 .O liiiS iTuftl. 5 JSauiis ja:titr i5 ?ifr ?trar? mtt!s. i C;!rri3 und ?'sr!. 7 )is?el u:.l- rriijan 5t:aj'. ;i;-trj und iBaflaa3u::tl ilUi'lsn und S!3rd-5tra3. !2 i. v1-4;u;TrU3 ,. nahe odl, Ztr. !Z 5 claic li- 2:r. u-id Fsrt Lüzne Äv. ti ltvo Itrs ? u:,d Sott anc ii 15 2ru Ctr. undHailachu' 16 Gtrvli-trt Äc. urb 31Ü f tr. 17 ?a:f A. : ?utlr 1H iar:su;5 tr. um jKatott ct. Ättft p 3ö6 -tr-Z2 ff3iiJ und 5Uinte Str 1:1 UJiiinj und Siefjent tr. ;" aSf:b:a.r u'ld S.rbknt 2t. lti .'tf::b5 Z:: ur.l iltncel-.t 1Z7 3Jui-;Er.:i3-0tiii2. läa Tkf.tr: See. ub 2t 5ti 131 Ititaca ar.5JJorr.3it tt jtfoiarrpiu urtbÄte ti. 1.11 (Tpüc j üDt. u:ib en: t:. Home P.oi. und Delamare ti 3ö Xtlaroa nd Mi-.gan t:. 21 2t. Jze Str., rai J2insi. 2?. 45tnJvIor.U unb Prctt Str. 26 5Jo. 5. Sngwe Laufe Senile, ks',, .i'k" 'L &tf ,".ifü"4 unb Ctair Str VI 3Uino:i ar.6 t'UXijan tr. znnIcZia fetr. unb :rn 5.?,. ' 2i Kiiüiüiri ur.b Viert 211 Tennesi unb SZ-.Iia Str. 213 ?n??'.an:a u-.Zd KichiZa', ?t:. '2A n2in&t und Herbert lr. Sr.iüra Äre. u:b .':rian St.. 52 Kr:;ian nb 3alnat Str. 84 California ur.ö Vermont tr. 3T lu! uub ?jcr! Str. Jnsiana Ä?e. unb Tt. ?tt 57 5tabt jo:p;t.iL 5S B'.a! ur.b ?lotb Str. J äTtiiäaa und UjntJ itr 212 232 unb 2alnit 5t r. S13 i.tit uns I:r;tt 2tr. 314 Hih'r.U wib rtsaib 5t:. 41 iDafiinr.to, nahe TZest is t:. 41 Geißenrots Ui'd öaiinjt?:-. 5: 13 Dliffoari unb flix Hott SU. 45 SJeriSMn unj Nasii'Sto ti. 6 aStr.oii unb Qiio 2ir. 47 Xenncile uns Uafitngton Str, 4S jting-jn'l i'Jrl ?e. 43 Jn'.nilZ. 412 iHtÜaartur.- l-iatUub St? 411 Niift'siVSt ttiib Str. 415 erz'Z S iuf. 4-1 & Zi?u "d 'S'.t'e. 4iS anj'iut !ifU. 51 Jll,r :!,; I r. 52 5:n?'.Z u::s tj ; s.aia tu W ii.ft and 17;-uia 54 5!fl uns S jati St:. 5i T,nn?'? und Pra tt. ?? "c:itia:i uns iUtiu ii. r."j i';ab:5ar. jlc. ui?.' orri ti ." abi'in an iuülos St' t;2 t'l uni r.ria'oj; itt. Ö11 JUlUü-Zs -b 514 II '.'. ' K.'? :rii .-i! 518 i"rS;nk5 tt-9 Äania S M? -iilZii il'.'.i 22Cilr, tU. Cl touti uaj: relarnat Llr. 'eantsiuciua uai ittt;t:i 5:: ea Telawtre unb i'iciariü etr. öl Cü und 47:ciÄit Str, 6i iUSirna un: S r:a:ra f.5t. 67 t'uj:nia und rabj:u St, ßS C.t u:.b 5olur:f Str. t) 5CPntolct:'ia ctr. unt Ü'aluoi. t. 612 S'-ct:.?a.i Uiü Deuzhert, 3;r. 71 zzinia Äot. nc5 Hurvn Str. 74 O't uid ßccriu c'.r. 73 zazh'.nzto ur.t- S3!:a: Sir. 71 er.to.i urb eor-iia Zt.. ,5.jt?i -'s.urtd Pwe. 76 SiUs an 'L!a' ir. 75 Cirrfuüc tce.unb Z):S'. ; metir ii. unb ItSon. 713 H.rii Uttb Pr?sxe:t Ztr. 713 j stc unb aarI St, 714 ijiifii ar i Dlwt ?tt ti5 -r1" v;4r i. 1 f'. . , J?:Zey S:t. ÄaZ!i'z,: 'b zvclawsre i; Ost tib tl - . 4 4Ji:ni jvr! unb IiPtb' si: au& ac-.&ifn-inli'.t w; 'er. ctaauu Htftnai t-, 0rnia irit Üaiiiiöton Zu Vfaitvi ;if i't :& ' i z. 54.aa.?äiul. Crt aafttiiätonjtrafci. tS 3oiUt un JJaiX Stt. M4 Ota und Hatoea Sir t kearylanb :i atje Seribiau Str. 82 IJtit.Sian ni.d L.ora St:at. 1-2-1 Pi'.oat'Zii:!. 43-l Unb Äaflea n;tbeibJl,in;itfr "Jl'.aim. 33 SiHiHii HiwZrui. et LchlSe. euer au. Drei LLli-e. Ztui ad. Ms SliiC, !2 Uir mutiöi.

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Das Medaillon.

(v?irc Erzählung au dem deutsch. srauzösischea Krirge.) (FertZetzung.) Tic beiden Herren erhoben sich und nahmen Absck'iev, zum großen Bedauern der Toktorin, die fick mit dem ?lusti;ratb i lern noch länger unterhalten bätte und die gereizten Bemerkungen Delattre's furchtt'te, auf welche sie sich nun gefaßt -machen mußte. j Die Doktorin ist eine ganz char- i mante Frau," sagte der Justizrath, während er mit seinem jungen Freunde , Arm in Arm von dannen schritt, aber in ibrer bebaqlichen Ruhe will sie nicht . gestört sein. Geben Sie sich keine Mühe '.veiter, Llebzter- Telattre daßt Sie. Ihre Weiteren Bemühungen könnten zu einem bockst unangenebmen (inve führeu." Vielleicht, urtheilen Sie morgen da rüder anders' erwiderte Dagobert. In der Seele Hertha's sind nun auch Zweifel aufgestiegen, und ich glaube, einen neuen Weg entdeckt zu haben, auf dem die War-, nungen Tarbon's bewiesen werden konnen." Welcher Weg wäre da?" Haben Sie den Mann'mit dem Kno ienstock gesehen, vem Telattre folgte?" Ten Mann, der sich vor unserem Tische aufpflanze? ,hm sollte Delattre ge folgt sein ?" ..Taran ist nicht zu zweifeln. Welchen Eindruck machte er auf Sie '." Teil einci tromerö !" J .Und ick vermutbe. das; Delattre gute Gründe hat. ihn zu fürchten - weshalb wäre er ibm sonst gefolgt ? Ein solcher . ' jiai veriausl seine ipcnctmnipc ivenn in an ihm einen anständigen Preiö dafür t'uUi, und dieses Geheimniß dürfte doch wshl geeignet sein, der Doktorin die Augrn zu offnen." Der -,ustizrath wiegte mit bedenk licher Miene das graue Haupt und blieb stehen, um eine Prise zn nehmen. Ein solcher Mal ist ebenso schlau, wie Sie es sind," sagte er. Seien Sie vorsichtig, ihm konnte an der Freundschaft Dclattrc r.icbr liegen, al an hinein Gelde." Er sah mir nicht aus, als ob er dem ilange eines Geldstücks widerstehen könne." Und doch Wird dieser Mlang ihn nicht verlocken, ein Geheimniß preiszugeben, durch das er vielleicht sich selbst in die klemme bringen kann. - Wenn er an der Schuld, die auf Delattre ruht, Antheil hat, dann wird er Ihnen nichts verrathen, wohl aber den Genossen vor Ihnen warnen ; berücksichtigen Sie das ernstlich !" Bor allen Dingen muß ich mich bemühen, ihn wieder zu finden," erwiderte Dagobert ungeduldig. Ich vermuthe, daß er in Haag wohnt. Ich sah ihn nämlich heute Nachmittag, als ich vom Diner kam, aus dem Wagen der Pferdebahn aufsteigen." Das wäre schlimm ; in der großen Stadt wird er sebr schwer aufzufinden sein." Ich will augenblicklich zurückfahren und die später ankommenden Wagen beobachten," fuhr Dagobert rasch entschlossen fort ; entdecke ich ihn, so werde ich ihm folgen, um seine Wohnung zu erfor schen. Wollen Sie morgen Vormittag in die Galerie kommen? Sie erzeigen mir einen Gefallen damit, ich bedarf vielleicht Ihres Rathes." Sie werden dort mit Delattre zusammentreffen; hörten Sie denn nicht, daß seine boshaften Bemerkungen nur gegen Sie gerichtet waren?" Gewiß, aber dennoch werde ich meine Pflicht erfüllen und Hertha vor einer un; glücklichen Zukunft bewahren." Sie sind also entschlossen, die Sache weiter zu Verfölgen ?" Ich betrachte das als meine Pflicht, weil Hertha selbstznich gebeten hat, morgen in der Galerie noch einmal mit ihr zusamm en zu tre ff en ! " Ah. das ist etwas Anderes," sagte der alre Herr an seiner Brille rückend, ölber gefallen tvill mir die Geschichte darum doch nicht, liebster Freund, schon deshalb nicht, weil Sie an der Doktorin eine entschiedene Gegnerin finden werden." Beide hatten den Weg zur Pferdebahn bereits eingeschlagen, n geringer Entfernung vor ihnen gingen zwei Gestalten, die sie in der Dunkelheit nicht erkennen konnten. Wenn Hertha erklärt, daß sie diesen Mann nicht mehr achten und lieben tönne, dann wird die Mama sich wodl fügen." erwiderte Dagobert, u.id dies um jo mehr, n'eiin Delattre von der Höh,: eincv reichen Fabrikanten heruntersteigen muß ! könnten wir nur Darbon bestimm men, den Damen zu wiederholen, was er uns berichtet bat' Die Doktorin würde dann meine Warnung wohletwas ernster auffassen '." Also das Unkraut soll um jeden Preis unter den. Weisen gesäct werden ? Na, meinetiveg.'n ; Sie müssen ja wissen, ob Sie die Berantwortung tragen tonnen. Ich will mit dem voncr heute Abend noch einmal reden ; vielleicht läßt er sich bewegen, Ihren Wunsch zu erfüllen. Sie sollen morgen darüber Gewißbcit erbaltcn." ' Die beiden Personen vor ihnen stiegen in den Wagen ein. Näher tretend, erkannte der Iustizrath nun Matje. Da fahren Sie ja in angenehmer Ge selischaft,"' scherzte er. In sehr angenehmer," erwiderte Da gobert leise, der nun auch die andere Person erkannt hatte. Sehen Sie nur in die andere Ecke dort siyt der Mann, den ick suck'e." j In der That," nickte der alte Herr ; i ich rathe Ihnen noch einmal Vorsicht. ! Tcr Bursche hat zwar kein Galgengesicht, ! aber ich traue ihm doch nicht." Damit j nahm er Abscyicd von Dagobert, der icyt einnelgen tnunte, wenn er mit diesein Wagen noch fahren wollte. .atjebegrühte.ibn. Er verstand den warnenden Blick, den sie ihm znwarf, zu mal er bemerkt, daß sie auch den Bagabunden wie einen alten Bekannten be handelte. Sie brachte die Rede nicht auf Delattre, und er that es ebenfalls nicht, sondern fragte sie nach dem Besinden ihres Batersitzprach mit ihr über Pferde'

krankheiten, von denen er selbst weniger verstand als sie; und scherzte über einige Badegäste in Scheveningen, die , durch ihre Toiletten Jedermann ausfielen. JaequeS Wegrand faß unterdessen schweigsam in seiner Ecke und schien in Rachdenken versunken zu sein ; aber Dagobert, der dann und wann seinem lebhaft funkelnden Blick begegnete, erkannte sehr wohl, daß er voll Mißtrauen auf jedes Wort horchte. Auch an ihn richtete Katje von Zeit ;u Zeit eine Frage. Legrand beantwortete sie kurz, mitunter verdrossen. Dagobert fand keine Gelegenheit, ihr die Frage zuzuflüstern, ob sie ')!amen und Wohnung dieses Mannes kenne; sie konnte ja heute' erst seine Bekanntschaft in Scheveningen gemacht haben. Kat'je schien seinen Wunsch zu errathen ; sie fragte Äi'onsieur Legrand, wie lange er noch in seiner Herberge zu bleiben gedenke, und gab damit dem Assessor die Gewißheit, daß sie ihm über das, was er zu wiffen wünschte, Auskunft ertheilen könne. Um diese Auskunft am demselben Abend noch zu erhalten, bat er ftat je, als der Wagen hielt, ihr das Geleit geben zu dürfen. Dies sei .unnöthig, meinte Legrand mürrisch ; er gehe denselben Weg und werde Mademoiselle unter seinen Schutz nehmen. Katje aber nahm mit einigen scherzhaften Worten des Assessors Anerbieten an, und Jacques Legrand äußerte darauf, dann sei seine Begleitung überflüssig und er wolle nicht länger stören. Äatje blieb stehen und bot Wegrand die Hand. Seien Sie mir darum nicht böse," bat sie, ich will. Sie ja nicht beleidigen, und ich weiß auch, daß ich von Ihnen nur Freundschaft zu erwarten habe. Ich komme morgen früh zu Ihuen " Richt- morgen früh" unterbrach er sie, und der Ton seiner Stimme bekundete, daß er schon wieder versöhnt war. kommen Sie morgen Nachmittag ; vie.leicht kann ich Ibnen cvir.i eine gute Nachricht mittheilen." Eine gute Nachricht für mich und Martin ?" Ja, aber ich sige -.vielleicht; versprechen kann i jetzt noch nichts." Er griff an den Hut. warf einen finstern Blick auf Dagobert und bog um t inc Straßenecke. Und nun sagen Sie mir, wer dieser Mann ist ?" fragte Dagobert, als er sich noch einmal umgeblickt und die lieberZeugung gewonnen hatte, daß Wegrand ihnen nicht folgte. Ein Franzose, nicht wahr ? Und nebenbei ein Bagabund ?" 'Rein, das ist er nicht," sagte Katje. Er ist arm. aber ehrlich ; im Kriege hat er Alles verloren." Er kenn: Delattre ?" Ja. er gab zu, daß er ihn tenne ; avzr

weiter wollte er mit der Sprache nicht heraus, und ich hatte auch noch keine Zeit, ihn näber darnach zu fragen. Er wohnt in einer Herberge an unserer Straße und. wie gejagt, er verdient, daß man Mitleid mit ihm hat. Als ich nach Scheveninaen subr, traf ich ihn im Wagen der Pferdehabn, und da erzählte ick' itnn meine Geschichte " Das war unvorsichtig !" unterbrach er sie bestürzt. Er wird keinen schlechten Gebrauch davon machen. Wenn ich dies fürchten müßte, würde ich ihm gewiß nichts verrathen; das dürfen ie mir glauben. In Scheveningen zeigte ich ihm den Anführe? der Franktireurs, und Legrand sagte mir, daß er ihn kenne. Sie haben gehört, daß er mir morgen Rachmtoag eine gute Nachricht mittheilen will." Wenn er noch so lange in Haag bleibt!" Weshalb zweifeln Sie daran ?" Weil ich gesehen habe, daß er mit Delattre Geheimnisse hat die sebr ernster Naiur sir.d." Katje blickte erwartungsvoll zu ihrem Begleiter auf, dessen nachdenkliche Mieue sie beunruhigte. So wissen Sie mehr als ich ?" sagte sie. Ich weiß eben nur dies.nichts weiter. Die Beiden hatten in Scheveningen eine geheime Unterredung, deren Inhalt ich leider nicht kenne." Sollte dies Geheimniß sich auf das Berbrechen beziehen, dessen Martin beschuldigt wird ?" Es ist möglich, aber ich weiß es nicht." Ja, es ist möglich," nickte .tatje. Ich erinnere mick. daß er mich mit einem sonderbaren Blick ansah, als ich von diesem Verbrechen sprach." Und damit haben Sie ihn gewarnt ! Wenn es so ist. wie Sie vermuthen, dann wird er in Scheveningen die g"heime Unterredung erzwungen haben, um feinen Schuldgenossen zu warnen, sagte Dagvbert vorwurfsvoll. Glauben Sie nicht, daß er morgen Nachmittag noch hier fein wird " Doch, ick zweifle keinen Augenblick daran," rief das Mädchen. Ich glaube nicht, daß er an .einem Berbrechen l:theiligt ist, aber ich glaube wohl, dal; er darüber Auskunft geben kann." Dann müßte dies noch heute Abend geschehen !" ..Besorgen Sie nichts. Wenn er die .vlucht ergreifen wollte, so bewiese er damit seine Schuld und er würde nicht weit kommen ; außerdem wird auch seine Ehr e il'ln nicht erlauben, sich durch heimliche Abreise der Erfüllung seines Versprechens zu entziehen." Wenn erahnen gegenüber ehrlich han dein wollte, dann würde er noch heute Abend Ihnen die Mittheilungen machen. die er für morgen ,xhtten versprochen bat," erwiderte Dagobert, der seine Besorgniß so bald nicht bemelztern konnte. ,ch glaube nun zn wissen, wie die Dinge lie gen. Dieser Man hat Bedingungen gestellt, über die Delattre bis morgen sick entscheiden soll; je nachdem diese Entscheidung ausfällt, wird auch cr seinen Ent schluß fassen." Katje blieb einige Minuten in Nach, denken versunken. Wenn Sie Recht hätten?" sagte sie endlich mit einem tiefen Athemzuge. Wenn cr durch die Bersprechungen Delattre sich bewegen ließe, abzureisen, ebne sein Wort cinzulösen '." Diese Möglichkeit liegt sehr nahe!" Aber ich kann nicht daran glauben ; er macht ja den Eindruck eines ehrlichen j Mannes " . Trauen Sie einer Maske nicht, die

wahrscheinlich' nur darauf berechnet ist, Sie zu täuschen." , Ja, aber was soll ich thun V fragte Katje, indem sie stehen blieb. Schen Sie, dort ist die Herberge, in der Legrand wohnt. Glauben Sie, daß er reden wird, wenn wir ilm dazu zwinaen wollen?" Nein, denn wir können ihn nicht zivingen, so lange wir keine Beweise gegen ihn selbst haben, die er fürchten muß. Ich weiß nicht, was Sie thun sollen ; Sie kennen ihn besser als ich ; Sie wissen vielleicht, wo seine schwachen Seiten sind. Frauenlist hat schon manches scheinbar Unmögliche zu Stande gc bracht." Sie schritten langsam weiter. Bor dem Hause Berschur's blieben sie wieder stehen. Ich will versuchen, was ich kann," sagte das Mädchen ich will heute Abend noch einmal hingehen. Mit der Wirthin bin ich befreundet sie soll mich gleich benachrichtigen, wenn sie merkt, daß er ihr Haus für immer verlassen will." Wenn er überhaupt dahin zurückkehrt!" warf Dagobert e!n. Wir wissen nicht, welche Verabredungen er mit Delattre getroffen hat; seitdem ich erfahren habe, daß Sie ihn in Ihr Geheimniß eingeweiht haben, beunruhigt mich diese geheime Unterredung." Ja, ja, sie beunruhigt auck mich. Ich werde ihm sagen, daß id ihn gesehen habe, als er mit jenem Herrn die Unterredung hatte; ick will ihn ausfordern, mir die Wahrheit zu bekennen. Weicht er mir dann aus, fo weiß ich, daß er mein Vertrauen nicht mehr verdient." Sie müssen dies selbst am besten wissen ; ich kann Ihnen nicht sagen, ob Sie klug daran handeln, oder wie Sie cS rnachen sollen. Ich rathe Ihnen nur. Alles auszubieten, um jenes Geheimniß zu erforschen. Es ist möglich, daß es zu dem Verbrechen in Älkaisonrougc in keiner BeZiehung steht; dann war Ihre Mühe umsonst, ber Sie machen sich dann auch später nicht den Borwurf, daß Sie etwas versäumt'haben, was Ihrem Verlobten die Ehre und Freiheit hätte zurückgeben können." ,,ch sage Ihnen noch einmal, ich will versuchen, was ich kann." Gut ! Sie wissen, wo ich wohne: kom--inen Sie ohne Verzug zu mir, sobald Sie etwas Wichtiges erfahren haben. Gute Nacht!" Gute Nacht !" sagte Matje erregt, indem sie seinen Handdruck erwiderte. Gott schütze den Unglücklichen, der schuldlos im Kerker sitzt." Dagobert schlug den Weg zu seinem Gasthof ein. Als cr an der Herberge vor bei kam, blieb er einen Augenblick zögernd stehen. Ter Gedanke durchzuckte ihn, bei der Wirthin Erkundigungen über Legrand einzuziehen ; aber nach kurzeiii

Nachdenken fand er es rathsamer, darauf zu verzichten, tr? wußte nicht, ob er aus die Verschwiegenheit dieser Frau vertrauen durste, iuld Legrand iolltc nni't ersahren, das; man sick mit seiner Person ange legen! I ich beschäftige. Er war kaum in seinem Gasthose angekonlmen.als cin Kellner ihm, sagte derGraf von Maisonrouge habe schon mehrmals nach ihm gefragt und wünsche dringend, mit ihm zu reden. Einige Minuten später trat Dagobert in das Zimmer des Grasen. Der alte Herr saß mit der brennenden Zigarre' vor einer Flasche Bordeaur. Er empfing den Assessor mit sichtbarer Ungeduld, bat ihn, Platz zu nehmen und bot ibrn Wein und Zigarren an. . Iä? suchte Sie in Scheveningen vergebens," sagte er; so lange Sie bei den Damen saßen, wollte ich Sie nicht anreden, und jetzt ärgert es mich, daß ich es nicht gethan habe." Erkannten Sie in dem Herr, der bei der jungen Dame saß. den Sohn Ihres alten Gärtners ?" fragte Dagobert rasch. Also jener Herr war Leon Delattre ? Nun, trabe ihn lange und seh? genau betrachtet, aber ich fand in feinem Gesicht keinen Zug. der mich an meinen Gärtner erinnerte." Auch nicht an die rau des neis . y" Diese Frau habe ich kaum gekannt ; ich erinnere mich, sie nur einmal flüchtig gesehen zu haben. Zu jener Zeit, als Franois Delattre heirathcte, befand ich mich bei meinem Regiment in Garnison; ich kehrte erst nach dem Staatsstreich Louis Napoleon's, nach Maisonrouge zurück. Inzwischen war die Frau deö Gärtners schon gestorben und sein Sohn bereits schulpflichtig. Von dem Jungen habe ich dann auch nicht viel gesehen. Die Zeitereignisse riefen mich bald wieder zur Fahne zurück, und später war der Bursche seinem Vater entlaufen. Der Mann sprach nicht mehr von ihm, und Sie werden begreifen, daß ich keine Veranlassung hatte, ihn daran zu erinnern. So erfuhr ich den Vornamen des Burschen nicht; ich glaube aber, daß mein Diener, den ich als Zeugen hierher beschieden habe, ihn kennen tvird. Sie sprachen heute Morgen von einem Verdacht," fuhr der Graf mit steigender Erregung fort, ich will jetzt noch kein Urtheil fällen, aber dieser Verdacht könnte begründet sein. Ist die junge Dame, die ich an seiner Seite sah, die Braut Delattrc'ö ?" ,ä. 14 V 1111 l.l'l ' I I 1 1 I L im M. I lr fy i sirr Dame V IV V . cm mit Diamanten ocsetztes .'.'tedaiiIon " ' . Mein Gott, das Medaillon der Komtesse ?" rief jetzt Herr Dagobert überrascht. Ich weiß es nicht; ich kann nur sagen, f iiiii tr.friVvnii spfviltss'fVtf rnif daß es eine frappante Aebnlichkeit mit ' jenem Medaillon hat, das meine? uuglückI fjsfwri Sll.'.AVAUAiMtf j iii ?ji,3v f'i'srr.ff2. mvu .viuiviuiuu iii 1t "V nacht abaerissen wurde." Dieses Medaillon enthält das Portrait einer mir unbekannten Dame. Delattrc behauptet, es sei das Bild seiner Älutter."' Das Medaillon ineirer Tochter enthielt das Portrait meiner Gemahlin," erividerte der Graf, ihn erwartungsvoll anblickend. Sie war keine schöne Frau, aber sie hatte ein angenehmes, geistvolles Gesicht." Große'kluge Augen und um denMund ktnvil 'Mitiyw 4V II ju3 tn0,t tiIt ktjn vlit .öanz rech:

Tann glaube ich, daß die Braut Delattrc's das Medaillon der Eomtesse trägt," sagte Dagobert, nun auch erregt. Es ist möglich," nickte derGraf, aber wir müssen uns Gewißheit verschaffen. Es kann ja wirtlich das Bild der Mutter Delattre' enthalten. Können Sie cs mir ermöglichen, dieses Medaillon genau zu betrachten?" Gewiß," erwiderte Dagobert; es muß um jeden Preis möglich gemacht werden. Die junge Dame kommt morgen zum letz' ten Mal in die Gemäldegalerie. Wollen Sie auch hinkommen, so werden Sie mich dort rinden. Trägt sie das Medaillon nicht', so begleiten wir sie nach Scheveningen ; sie darf sich unter den obwaltenden BerHältnissen nicht weigern, es Ihnen zu zcigen." Ter alte Herr legte die Hände auf den Rücken und schritt auf und nieder. Glauben Sie, 'daß die Dante sich weigern wird ?" fragte er nach einer Pause. ?c'ein, ich Wunsche nur, daß sie morgen das Medaillon mitbringt ; wir sind dann der Unannehmlichkeit überhoben, ihrer Mama die Sachlage auseinander setzen .zu müssen. Die alte Dame ist zu seh? von de? Liebenswürdigkeit ihres zukünftigen Schwiegersohnes eingenommen ; sie glaubt mit Zuversicht, daß ihre Tochter an seiner Seite glücklich werden wird. Aufrichtig gestanden, Herr Gras, könnte ich es schwer begreifen, daß Delattre so unvorsichtig gewesen sein sottte,.dieses Medaillon seiner Braut zu schenken. Darum hege ich immer noch Zweisei an der Wahrheit Ihrer Berrnuthung." Der Graf war stehen geblieben ; sein Blick ruhte mit gedankenvollem Ausdruck auf dem Antlitz Dagobert's. Muß er denn der Raubmörder geivefen fein?" sagte er. Wir wissen, daß die Franktireurs erst kamen, als die Deutschen das Schloß schon verlassen hatten, und daß zu dieser Zeit der Mord bereits geschehen war. In Bezug auf diesen Punkt lauten die Aussagen 'meines Dieners und Ihres Unterossiziers ja übereinstimmend. Mann Delattre nicht das Medaillon neben der Leiche meiner armen Tochter gefunden haben ? Ist es nicht ebenso wvhl möglich, daß er es in der Tasche deS.Sol daten fand, der bei dem Ueberfall cr fchossei? wurde ? Und selbst, wenn er es geraubt hätte.wohl wissend,daßes das E oenihum meiner Tochte? wa?, so mochte er wohl darin, daß er es seiner Braut schenkte, kein großes Wagniß sehen. Er kannte mich nicht, ich war . in Paris, könnte dort von einer feindlichen Kugel getroffen worden sein, und es war nicht wahrscheinlich, daß wir Beide je einmal im Leben einander begegneten. Seine Braut ist eine Deutsche mochte sie das Medaillon tragen we? sollte sie darauf aufmerksam machen, das; sie einen gestohlenen-Schinuck trüge? So weit ivird er überhaupt nicht gedacht haben,

und Wir können erst dann dieser vrage näher treten, wenn wir die Gewißheit erhalten, daß meine Vermuthung richtig xi." Dagobert war nun auch in Nachdenken versunken. An die Möglichkeit, daß Delattre das Medaillon gesunden haben tonnte, hatte er in seiner Erregung noch nicht gedacht. Bestätigte sich diese Vermuthung, so war für Martin Reimer durch diese scheinbar so wichtige Entdeckung nichts getnrtnnpn (Fortsetzung folgt.) (liier ü t. . i Der , E u c a t r.' v t u s. We.rtr ' S. Brisbie von der!undesaruue zagt in seinem verdienstrollen Werke über en aus Australien stammenden Euealyptus, jene Pflanzengattung aus der .vamilie der Mvrlaeeen.das; die LustverBesserung, welche durch Anpflanzung des Baumes herbeigeführt wird, nicht sowohl in der Ausdünstung seiner Blätter, sosern in der Fähigkeit des Baumes begründe! sei. das im Boden vorhandene Nasser bis auf febr große Entfernungen durch seine Wurzeln aufzusaugen. Er empfiehlt daher die Anpflanzung des Baumes auf sumpfigem und morastigem Boden dringend, warnt dagegen vor solche? in der Rahe von Brunnen oder Eisttrnen. Wie außerordentlich groß die Aufsaugungsiähigkeit des Baumes ist, dafür liefert die Erfahrung des Farmers Daniel Sweet in Alameda Eo., I!l., einen überraschenden Beleg. Dieser benutzt seit Jahren einen ausgezeichneten, ausgemauerten Brunnen. Fünfzig Fuß von demselben enfernt wurden vor mehreren Jahren mehrere Euealrptusbäume angepflanzt. Im vorigen Herbste bemerkte Sweet bei einer Untersuchung des Brunnens, daß sich ganz seine 'Wurzelfa'ecn mafsenhast durch die S:iU".:wand des Brunnens gezwängt hatte.,. Dieselben bildeten ein förmliches Geioebe. und dieses war, als man es von der Wand trennte, so schtvcr, daß ein Mu;n seine ganze Kraft brauchte, es mittels der Leiter nach oben zu befördern. Das Wurzelgejlecht wurde in einem zugigen Schuppen aufbewahrt und hier verminderte sich sein Gewicht im Laufe dreier Tage aus wenige Unzen. Die Wurzelfasern gehörten, wie Nachgrabungen ergaben, zu den erwähnten Euealvptus bäumen, hatten den felsigen Boden und die' Mauer des Brunnens durchdrungen und würden, bei dem Wachsthume der Bäume, den Wasserrorrath wesentlich vermindert und schließlich völlig aufgesaugt haben. Schädliche Jnsecten. Dr. E. L. Sturtevant, der Director der Landwirthschaftlichen Versuchsstation des Staates New Z)ork, giebt folgendejbeachtenswerthe Winke über Vertilgung schadlicher Jnsecten : Der gestreifte Gurkenkäse? thut dem Gärtner alljährlich g?oßen Schaden. Wir haben auf der Station die verschiedensten Versuche gemacht, uns denselben vom Leibe zu halten. Kerosin, theils in flüssigem Zustande, theils mit Sand oder Erde vermischt und theils auf, theils um die Pflanzen gegossen oder gestreut, bot nur ganz vorübergehend etwas Schutz. Etwas wirksamer wa?verdünnte Phenylsäure, erwies sich aber bei einigermaßen kräftiger Anwendung als den Pflanzen schädlich. Dann brachten wir Maiskolben, die inTheer, und solche, die in Phenol getaucht waren, unter und neben den Pflanzen an, um zu ermitteln, ob der Geruch das Ungeziefer fernhalte. Dieses Verfahren erwies sich als gänzlich unwirksam und das vorsichtige Bestreuen

der Pflanzen mit Pariser Grün ist immer noch das beste bis jetzt bekannte Mittel gegen jene Jnsecten. AIS ausgezeichnetes Mittel gegen den Weißling, der seine Eier an die Unter feiten der Blätter der verschiedensten Kohlarten legt, hat sich das Buhach-Pul-ver bewährt; dasselbe wird am, besten mittels eines Blasebalges angewendet. Gegen die Larven des Spargelkäfcrs ist Pariser-Grün, in Wasser gelöst, das beste Mittel. Von den Beeren-Sträu. chern, namentlich den JohannisBeeren, kann man die Jnsecten, welche diesen den größten Schaden zufügen, fern halten, wenn man auf die vom Thaue feuchten Blätter den pulverisirtcn Samen der Nieswurz streut. Das Mittel schützt die Pflanzen, falls es nicht vorher vom Negen abgcwaschen wird, für vier Tage. Gegen die meisten sonstigen schädlichen Jnsecten scheint sich eine Lösung des

schon genannten Bubach-Pulrers :u cm . i . psehlen, doch sind die mit demselben angestelltenBeisuche noch nicht abgeschlossen. Wir lösen jetzt ein 'Viertelpfund dieses Pulvers in drei Gallonen Wasser und spritzen die Pflanzen mit dieser Flüssigkeit an. Buhach ist die Handelsbezeichnung für die getrockneten und ganz sein gemahlenen Blüthen des Bertram oder ,vreihnnn rinernnolo'iiim, einer sehr gewürzhasten Pflanze, die gegen wärtig in Ealisornien im Großen angebaut wird. Es kommt in Blechbüchsen in den Handel und ist kräftiger als das ihm verwandte Jnsccteupulver, das bekanntlich ebenfalls aus einer BertramSpielart, dem pyrethrum roseuruni gewonnen wird. liegen das eh tage n der Pferde. Das bekannte' Verfahren, Menschen nicht zu der an sich so berechtigten Entwickelung körperlicher Araft und Gewandtheit auszubilden, sondern in der gemeinsten Sorte von Klopffechterei einzufuchsen.hat zur Entdeckung eines probaten Mittel, den' Pferden das Schlagen abzugewöhnen, geführt. Ein Pferdezüchter aus Kntucky hielt sich vor mehreren Ätonaten besuchsweise in St. Louis auf und war von den mancherlei Unterhaltungen, welche die Königin des Vkississippithales bietet, selbstverständlich ganz entzückt. Än einem Abend schaute er in einer PrivatÄrena dem Trainiren oder den Studien undUebungen angehender Champions im Faustkampfe mit Interesse zu. Die bekannten Erercitien im Stoßen gegen den Sandsack erinnerten ihn daran, daß e? in feinem Stalle da heim einen ausgezeichneten jungenHengst besaß, der ein u:rvc?besserlicher Schläger war. Er reiste nach Hause und ließ im Stalle hinter dem Hengste einen dicht mit Häcksel ausgestopften Sack an Seilen aushängen, welche letztere durch Rollen an der Decke liefen. Der ziemlich schwe?e Sack berührte, wenn er gegen den Hengst in Bewegung gesetzt wurde, diesen an den Köthen ' oder Fcsselgelenken. Das Pferd schlug nach dem Sacke, dieser kam zurück und schlug das Pferd, das Spiel dauerte fort, und nach einer halben Stunde stand derHengst'zitternd, schnaufend und mit Schweiß bedeckt. Der Sack wurde so weit in die Höhe gezogen, daß er das Sprunggelenk des Pferdes berührte. Ungefähr zwölfmal kickte das letztere wüthend, dann stand es wieder still und dachte, der Klügere giebt' nach. Gegen den in der Gegend d?r Schwanzwurrel anschlagenden Sack blieb der Hengst von Anfang un glcichgiltig. Seit dieser Stu.-rde Hai de? Hengst sich das Schlagen so vollkommen abgewöhnt, daß er sich kaum meh? erinnert, iemaiö ein Schläger gewesen zu sein. i ISfi : Eisenbahn -Zeit -Tabcllk. Ankunft und Abganz der Eisenbahnzüge in Indianapolis, an und nach Sonntag. den 11. Mai 1884. iledkland, koknmbni, Eineinneti und Iudis. napoli Eisenbahn (Bee Line.) Abgang: K9Crrf.. 4.10 c nberso Bc.ll.lS 0 ItotonCl ei.lrt.lOBm HI)!! 9t... 7 30 91m 8 3 oshen (?i5.25 N Ankunft: 8 t Z 9t t&g 6.4(1 fürn 3 1 .10.35 Andkkson Kc... 2.10 V., 3 tL il 6.M) 9tm UV 6t 8 9:.10.3? Xm Vrightwood Division, C. C.C.uud I. bgang täglich .:s?m. 10.10 m täglich. 6.40 Cn 10.35 m 3.10 ai 3.25 S!m 4.55 91a - täglich. dO N - täglich. 10.Nm 11.15 Cm 2 2 St , 3.30 92m ttltch. k.?5 Sl 7 3j 9tm I Vrttiiburg, kineinnatt St. Konti Eisenbahn , Rtchm Lee auk. Er täglich 4.22 vm flcnorn esnrit. 9.10 Cm Dck 9t ulgk lNAPS B 5 P noormen6onnt.10.45 Cm r täglich 11.37 Cm R5DeeauIg. 6onntagl 00 Um VVB5P S täglich 4.55 Dayton 9 oulg Sonnt 4.55 8m ff S ttt u. Sonntag! .... 5.27 Y V 5 P $ tagl'ch 10.20 n: Dar. ten &j aul. Sonntag 10.2(1 0n Chicago Ronte via Kokomo. Chicago Schnell ug tag. 11.15 R hicagoSrprei.il Jnd'I Lon. Schnellzug... 3.t9 Bm Jngxi', jtou. Errrek Z.22 Km lerre Haute, Vandalia & St.LoniZ Eisenbahn. all Train .... 7.15Qm Lchnelijug Z t a ag 9xv, v ... 11 K5 R Mail unb Scr...i"."" tt err Haut icc. 4.1)0 Rm Tag mrcfc .... 3 31 9t Paetfte l 10 45 Km fKail unbSlcc... 4. N Cincinaati, Judianapslis, Ct. Louit n. Chicago Sisendahn. Cineinnati Division. XoM.ft 8. 4.3.m Jnbiana? Zt:. 10 30 Cm Eincivnait V" 9 00 Cm EckL'vti! 9tv. 11.50 m tnetnnati i i.O fcm i Bettern es 4 43 rn f.n C. 3..U Km I C 6t & g 8 ttNk. Slcc b.5i R i tlgiich l u c c.iO.45 Chicago Division. o uil Cj. f...6Cm hieag Koil p. 2.10 eftern i d.ro R g 8 täglich r e 11.20 N khk St Lvu A 8. täglich e c u.. 3 3513m Ssfaett Are ..w.40m 8 at! p e.. 3.S0m Eincinnati et. 6 13 Um ZeffersonviLe, Madison und JndlvopoNk Visendahn. üb Qs tag. I.. 4.10 m Jd4NadKall. 9.45 Csi 8 ad ee... 7.25 Bm ' Jn5dtkr, tag m 8nb ab aU 3 SO rn , Y ffl r. 7 w rn den, i p tag. 0.45 Sim ZIÜX EALttg 10.4) )im Wabash, St. Loul, Sa Pacific. ithieail 7.15 Cm Xr 2.1l ?!ui biichl e 11.3) Km his r tg 2.00 a lol t 13 er. 11.3) n. Dt b ait. B.i V Lou'iidille,Nktr, AlbanY 1- Chikago.-Air.Llne. blcago i tßl..i7.C0);ni Cb'cago x. tgl.. 3.102m Mono cc 5.0 j Monvn Ak .... 10.ZOV Mich SU? hieag. ich. Ctt, k Ehi:. j Mail l?.4Nm l j ail. 4.L0Vrn Indianapolis und St. Lontk Eisenbahn. ag rvi, e e. R V u r lg taaltch 7.10 Cm cc 3.55 Cm oft u St 8 15 Km K f) et fe 8r 8oealPaffenger. KO Rm Da,r c c tZgl L.35Zk AnbiaNaxvl! e 3.15N. täglich I u cc.lO E3 9!m glich I ßßgi mit r. t. Lkbnsess!,r mit ., Schlas.Sag,. mttp.?atwr.at. ntt r(.telar

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