Indiana Tribüne, Volume 7, Number 340, Indianapolis, Marion County, 28 August 1884 — Page 2
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II Erscheint )! SüaNH, WöchentliS u. Sonntags,
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XU iW. iViUlIJiUilVlV i,tZgll5k .Tridäne kostet durch den TrZgerlZ Ent per üöoch, bi Sonntag TrtdüneCent! pcx Woche. Beide jujanaren 15 Eent. Per Post UJ:$t!t in VorauZd,ahlung per 35x. Indianapolis, Ind., 23. August 1634. Wucherer. s Gewissenlose Spekulanten schlagen in den meisten Fällen dem Gesetze ein Schnippchen, vermögen aber nicht immer die Folgen ihres sträflichen Gebahrcns auf Ändre abzuladen, sondern verlieren rnitunter auch ihr eigenes 03clb. Da ba "ben es die Wucherer besser; deren Geschästsbetrieb ist so eingerichtet, daß er mit den Gesetzen, selbst wenn diese bester ausgeführt würden, als es gewöhnlich der Fall ist, nicht leicht in unangenehme Be rührung kommt und daß er den edeln - Seelen sichere und colossale Gewinne ab wirft, dieselben aber selbst gegen die Möglichkeit ctwaigerVerluste vollkommen schützt. Dem alten Shvlod" macht man es zuni Vorivurfe, daß er auf seinem Pfund Fleisch halsstarrig bestand, bic modernen EhylockS schälen ihren Opfern jedes Stück Fleisch so gründlich vom Leibe, wie dies einzelne Ueberlebende der Greely-Erpedition an ihren todten Kameraden aus Noth gethan haben. Ist irgend ein schwer und ehrlich ar- - beitender Vkensch durch Krankheit, ohne oder durch sein Verschulden in )!otb gerathen, muß er selbst das schwersteOpfer bringen, um die Seinigennicht ganz und gar verkommen und schließlich umkommen zu lassen, so richtet er seinen Blick auf das Letzte,das ihm außer seinem Wochenlohne geblieben ist, auf seine Möbeln,'seme Haus- und Wirthschaftsgeräthschaften. Zitternd tritt er in eines jener Geschäfte,
t die gegen Verpfändung beweglichen EinmikumZ TVirspfvm .onvis?
QHHW V Y V . VIVHI'IVIII Krankheit von Weib und Kind bat mich in Noth gebracht, so daß ich einer kleinen Geldsumme bedarf, die ich von meinem Wochenlohn in wöchentlichen oder monatlichen Zahlungen pünktlich wieder abzahlen will und werde. Meine häusliche Einrichtung hat mich vor vier ( V V f" 0 4 ftl
l 0UV4U vvl JilvlUvl ?vU;tUUWHUCJ UVtfc i 5400 gekostet ; einen Theil meiner Mo-
beln hatte ich auf Abschlagszahlungen gekauft, jetzt aber ist alles bezahlt." Lieber freund, wie viel denöthlgen Sie?" Ich denke, mit 825 könnte ich das Dringendste decken und diesen Betrag werde ich innerhalb drei )'onaten zurückzahlen können." Lieber Freund, ich kenne das. Fast alle Leute, die in Berlegenheit kommen, redcn sich ein, daß sie sich mit einer Svmme herausreißen könnten, die sich schließlich als viel zu niedrig erweist. Bedenken feie auch, daß Sie von einem so kleinen Betrage viel höhere Zinsen laut des ßciefcc xu entrichten S daben, als von einem größeren. Sagen Sie dreist 75 und vertheilen wir die Rückzahlungen rncht auf drei, sondern auf sechs konate. Ich werde Ihnen außerordentlich günstig? Bedingungen stellen und Ihnen, falls Sie Jbre Zahi lungen pünktlich einhalten, einen höchst ansehnlichen Nachlas; an den Zinsen bewilligen." Bringen Sie du Zinsen sofort von der Summe in Abju.i. dieSie mir leihen Wosür halten Sie, mich ? Leider, leider giebt es in unserem durchaus anständigen Geschäfte Leute, welche die Zinsen sofort von dem Darleben kürzen. Ich würde mich der Sünde schämen, so etwas zu thun. Die Summe, die Sie von mir erhalten, erhalten Sie ohne einen Cent Abzug." Wie viel würden mich S75 für sechs Monate kostenr" Ich mußJhr Mobiliar'durchsehen und ein Inventar desselben aufnehmen, macht 65.00 ; die geschehene Verpfändung muß gerichtlich Verlautbart 1 werden, mackt 85.00. Da'.u kommen 50 Cents Gerichtskostcn .und die Zinsen zu 5 Procent. Wir bedingen aus, daß Sie mir sechs Monate hintereinander allmonatlich 9! abzahlen, doch werde ich, wenn Sie pünktlich sind, Ihnen bei jeder Zahlung bedeutende Rabatte bewilligen." Der Mann denkt an die )coth, die zu Hause herrscht, die Sorge hat so von seinem Kopfe Besitz ergriffen, daß er sich nicht berechnet, daß i mal $18.00 gleich ist $108.00, daß er diesen Betrag für $75.00, die er erb'ilt, in tl Monate be- - i. '.. - l '- ? - j zahlen mun, uno caj; cie Hinzen zu suns ! Procent nicht jährlich, sondern monatlich -zu verstehen sind. Das Geschäft wird abgeschionen. Der Empfänger des Darlehens bat durch die äußerste Sparsamkeit am önde I oes ersten Monats die erste AbschlagsI ..t . iiiiiiiiii.imii sir JuylUllvJ ill cio.i"s Uuiiiiuiü. .u.'uuy er aber von feinern sauer verdienten Lohne wöchentlich ö!.50 zurücklegte, ist es ihm doch klar geworden, daß in den 18.00 der sechste Theil der Zinsen aus 575.00 für sechs 'Monate stcät, während der Darleiher diesen Theil der Summe schon nach einem Monat zurückerhält. Er macht den freundlichen und höflichen n Wucherer hieraus ausmerlzam,aoer dieser zuckt cic Ach ein und nie int, das sei uk J schäftsbrauch und außerdem sei ja die ) Verpflichtung seines Schuldner so deutK lich in den Papieren au i'gedrückt.daß von ' eten Zweifel gar nicht die Rede sein i O- . t x M L 4 il lonhc. . uud) irgcnD weichen navatt könne erer schichten Zeiten wegen nicht gewähren. Gelingt es dem Empsa.zcr des Darlehens, alle Zahlungen einzuhaken, so hat er für $75.00 in sechs Monaten -$33.00 bezahlt, konimt er auch nur mit einer Zahlung in Rückstand, so hat er die Früchte jahrelanger Sparsamkeit verlören. Der erwähnte Fall entspricht genau dem in allen Großstädten üblichen Versahren der Wucherer. In verschiedenen Staaten hat man versucht, durch 1 gesetzliche Regelung des Zinsfußes der ? 'j!aunerei jener Blutsauger wenigstens '.5V,'.Ierniaen vorzubeugen. Dies hat i nirgends Erfolg gehabt. In demselben 0TtnstrF in Vorn Vt ttirtSnrttn (fS-. j 4UViVirnv v vv vvvv yy locks durcb die Gewähr von Darleben mit dem Gesetze in Conflict kommen konnten, machten sie keine derartigen Geschäfte mehr, sondern schloffen aufverträae ab.
in denen ihren Opfern dasN'ückkaufsrecht für eine bestimmte Zeit vorbehalten war. Die Einrichtung städtischer, oder wenigstcns sorgfältig überwachter Leihhäuser ist für unsere großen Städte wenigstens eine Nothwendigkeit. .Geh' nach dein Westen lautet der Nath, den Horace Grcele? der jungen männlichen Bevölkerung des Ostens gegeben hat. Heute ist dieser Rath in hohem Grade auf die weibliche Bevölkeruna des Ostens, namentlich auf heirathsfählge Mädchen anwendbar. Der
junge Mann" hat reelcy's Vlaty ve' folgt, er ist in großer Anzahl nach dem Westen gewandert, hatdieWildniß urbar gemacht und sehnt sich jetzt nach einer Lebensgefährtin, die ihm die Annehmlichkeiten einer Häuslichkeit verschaffen soll. In vielen unserer jungen Staaten und Territorien das unglückliche Utah natürlich ausgenommen überwiegt die Nachfrage nach Frauen das Angebot um ein Bedeutendes. Es ist dies eine Thatfache, die keines Beweises bedarf. Lau fen doch fast täglich in Eastle Garden Briefe ' von westlichen Farmern und Biehzüchtern ein, welche sich von jenem Mittelpunkte der Einwanderung mit Frauen versorgen wollen. Aber die Nachfrage erstreckt sich nicht ausschließlich auf weibliche Einwanderer. Bon fünfzig un'ierbeiratheten Lehrerinnen, die vor einem Jahre nach dem Territorium Washington kamen,, sind, wie Herr Squi're, der Gouverneur des Territoriums, berichtet, heute bereits li) in den Stand der heiligen Ehe getreten. Während im Osten die Zahl der heirathsfähigen Mädchen mit jedem Jahre zunimmt, bietet br N'eite Westen ein weites Absatzfeld, und oer Menschenfreund, der diesen Akangel und Uebersluß systematisch auszuglcichen unternähme, würde it kein öuiiiQj Verdienst dadurch eriverb.'n. - Nebertriebene Trichinenfurchl. Seitdem Jahre 1 800, schreibt man der Berl. Volkszeitung", hat man im Königreiche Sachsen die (5 r k r a n k u ngen durch Genuß t r i ch i n e nhaltigen Schweinefleisches mehr oder weniger genau beobachtet. Erkrankungen sind seit dem Jahre 18X)bis einschließlich 1882 also in einem Zeitraum von ;22 Jahren 2(ii8 vorgekommen, unter denen nur 38 Todesfälle zu verzeichnen sind. Daraus crgicbt sich, daß die Gefahr des Schweineflcischgenusses überhaupt keine große ist, lange nicht so groß, als beispielsweise das Eisenbahnfahren. In dem genannten Zeiträum wurden etwas übe? 10 Millionen Schweine in Sachsen geschlachtet und da sich die 2663 Erkrankungsfälle auf 91 Gruppen vertbeilen, so kommt unzefähr auf 120,000 Schlachtschweine erst eins. Welches eine größere oder geringere Zahl von Menschen trichinenkrank gemacht hat. Damit soll aber nicht von der Vorsicht abgerathen werden, denn in der preußischen Nachbarprovinz Sachsen beispielsweise ist die Trichinosis viel schlimmer aufgetreten, und das eine Jahr 1883 hat mehr Todesfälle dort gebracht, als die Zeit von 22 Jahren im Königreich. Wir finden in der Zeitschrift des königl. sächsischen statistischen Bureaus für 1883" noch die Bemerkung, daß die Vertheilung der Erkrankungen auf die verschiedenen Landestheile eine ganz ungleiche war, und daß auch zeitlich diese Ungleichheit stattfand. So kamen im Osten des Königreichs die meisten Crkrankungen vor; zwei Jahre aber, IS'A und 1866, sind vollständig frei davon geblieben. Im Allgemeinen wird in unserem Lande wenig rohes Schweinefleisch gegessen, deshalb gehören die Erkrankung gen an der Trichinosis wahrscheinlich auch zu' den Seltenheiten. Besonders gefährlich ist das gehackte Fleisch, welches mit etwas Salz und Pfeffer roh gegessen oder in der Pfanne nur angebraten wird. Noch niemals ist dagegen festgestellt worden, daß gekochter Schi ken die Trichinosis erzeugt hat und auch bei rohem, gut gepökeltem und geräuchertem Schinken scheint die Gefahr nicht groß zu sein. Im Osten Sachsens werden viee ungarische und böhmische Schweine gezüchtet, im Westen einbeimische Nasse, und früher kam es auch vor, daß in den Fabrikgegenden, die meist im Süden und Westen liegen, amerikanisches Schweinefleisch genossen wurde. Wie aber schon gesagt, ist die Trichinosis im Osten ö fter vorgekommen als im Westen. Außerdem aber wird noch außdrücklich konstatirt, daß bis jetzt noch kein Fall vorgekommen sei, wobei man der von A m e r i ka e i n g e f u h r te n W aare nachsagen kann, daß sie Tri chinosis erzeugt habe. Und dies ist ja auch im übrigen Deutschland so das Einfuhrverbot des amcrikanischen Schweinefleisches ist und bleibt also iveiter nichts, als eine Begünstigung der Gutsbesitzer, der Schweinezüchter und eine Belastung der Arbeiterklasse. Wieder ein Fehlschlag. Lekanntlich sucht man jetzt in Deutschland dem Bagabundenthum durch sögenannte Arbeiterkolonien zu steuern. In letzteren werden brotlose Leute vorübergehend und gegen sehr geringen Entgelt beschäftigt, bis es ihnen gelingt, anderwärts Arbeit zu sinden. Das heißt,dies sollte ursprünglich der Zweck jener Anstalten sein, aber, wie von allem Ansang an vorhergesagt wurde, haben sie denselben keineswegs erfüllt und können ihn auch nicht erfüllen. Sie trägen höchstens dazu bei, das Selbstvertrauen der Arbeiter noch mehr zu erschüttern und ein richtiges Pauperthum großzuziehcn. Manche dieser Anstalten sind lediglich Privat-Zuchttäuser. Die Arbeiterkolonie für die Provinz Sachsen zu Sehda z. B. hat einen Bericht herausgegeben, nach welchem es dort nicht, gut . steht. Als die Kolonie eröffnet wurde, warder Zudrang ein gewaltiger so daß Hunderte von Arbeitsuchenden zurückgewiesen werden mußten Man hat die Räume nun in besseren Stand gesetzt,aber der Zudrang ist ein so schwacher, 'daß gegenwärtig in der Kolonie noch Raum für 50 Personen ist. Die' Gründe für diese Erscheinung giebt der Bericht,, zwar ohne es zu wollen, selbst an. Die Kolonisten hat man meist wie Sträflinge r)der doch wie ArbeitsHäusler behandelt. Da ziehen dieselben
die staatliche Behandlung doch noch der privaten vor, weil sie der privaten das Recht zu derselben absprechen. Deshalb sind auch viel mehr Rückfällige als in anderen Kolonien entlassen worden, und die draußen sich befindenden Arbeitslosen werden von den Entlassenen gewarnt. Geradezu erschreckend ist das An d a ch t s Pensum der Kolonisten täglich Morgen- und Abendandachten, Sonntags noch crtra ein 3!achmittagsgottesdienst und Mittwochs eine Bibelstunde ; dann tägliches Absingen von geistlichen und patriotischen Volksliedern und eine geistliche und patriotische Uuterhaltungs bibliothck. Wenn man so anfängt, Vagabunden" erziehen zu wollen, so muß man Fiasko machen. Wenige Magen können solche Kost aus längere Zeit vertragen. Dann klagt der Bericht noch, daß die Geldvcrhältnisse der Kolonie keineswegs gute seien. Die ganze Arbeiterkolonie-Jdee scheint nur noch ein Sport zu sein, an welchem sich anfangs zahlreiche Personen bethei ligten, der aber schon den 3?eiz der Neu beit verloren hat. In der Strafanstalt
zu Halle werden zum 1. Januar nächsten Jahres 60 Arbeitskräfte verfügbar. Dieselben sind von einem Fabrikanten zu 70 Pf. pro Tag und pro Mann erwerben worden. Das heißt auf gutes Deutsch : da .mit 70 Pf. kein Arbeiter draußen existiren und deshalb auch keine Arbeit dafür leisten kann, so fällt die Arbeit naturgemäß an das Zuchthaus 60 Züchtlinge werden beschäftigt und 60 freie Arbeiter" werden brotlos und Vagabunden". Im Gänzen aber machen in den dmtschen S!rasanstalten über 40,000 Personen den deutschen Handwerkern Ä!itbewerb, wie viele den industriellen Arbeitern, den Tagelöhnern und Landarbeitern, wissen wir nicbt genau: doch wird die Zahl derselben 40,000 btt Weitem übersteigen. Stanley bei König Leopold. Der Erforscher des dunkln Erdtheils hat ant 0. dieses Monats dem königlichen Obmanns der Afrikanischen Gesellschaft den Bericht über seine vierjährige Thatigkeit am Eongo überreicht. Nach ein gehender Besprechung dieses wichtigen Schriftstückes werden Beschlüsse über das weitere Vorgehen des Unternehmens ge saßt werden. Ob Stanley nach Afrika zurückkehren wir5, ist noch nicht entschieden. Er selbst spricht sich nicht darüber aus. Aus seinen Angaben haben wir Folgendes unsern bisherigen A!ittheilunlungen hinzuzufügen. Die postalischen Beziehungen zwischen den europäischen Ländern und dem Con-go-Gebicte sind. Dank der Afrikanischen Gesellschaft, die den Wechselverkehr zwischen ihren Mitgliedern und deren Angehörigen mit' der möglichsten Schnelligkeit vermittelt, den gegenwärtigen Bedürfnisien entsprechend geregelt. Eine Kabel legunz bis zur Congomündung wäre vorläufig kein lohnendrs Unternehmen. bekanntlich ist der Eongo von Vivi bis oberhalb des Stanleyfalles wegen der unzähligen Fälle nicht schissbar, so daß nach crfolater Anerkennung der Äesell schast durch die Mächte vor Allem an die Herstellung einer Eisenbahn zu denken wäre, um den einwandernden Eolonisten die lLrrelchunq des oberen Eonao zu er möglichen, wo nämlich das Klima für den Europaer weit vorteilhafter ist, als an der Mrnidmm und am unteren Theile des Flusses. Je nachdem eine solche Eisenbahn entweder für die gegenwärtigen Bcdürsnine der Stationen der Gesell schaft mit schmaler oder unter Berücksichtigung der zu erwartenden Eolonisirung für die Beförderung von Massengütern mit breiter Spur angelegt würde, schätzt Stanley die Kapitalsanlage aus 500,000 oder 1,000,000 Pfd. St. Wie Gesell schaft, meint Stanlev, müßte wobl Dreiviertel des. Anlagekapitals zeichnen und einen gewiisen Zinsertrag verbürgen. Den vorteilhaftesten Gegenstand der europäischen Einfuhr bilden gegenwärtig zerlegbare Häuser aus Eisen mit fertiger Ausstattung, wie solche den Stationen bereits zum großen Theil dienen. Außerdem läßt sich bei den Eingeborenen aller lei Waare' anbringen : die Afrikanische Gesellschaft versendet von Zeit zu Zeit eine Schiffsladung der verschiedensten Gegenstände für Putz , sowohl wie .für praktische Brauchbarkeit in ihre LagerHäuser, welche, wie Stanley bemerkt, an die bekannten großen Pariser Bazare ä v t ttt?tat " lillilillli tlUtlllt Die Dampferfracht von den europäischen Häsen nach der Eongo-Mündung beträgt gegenwärtig noch 2 Pfund die Tonne. Der Hauptgegenstand der Aus fuhr ist gegenwärtig Elfenbein und wird es Stanley zufolge trotz gegentheiliger Behauptung noch lange bleiben. Dem cinwandernde.i.Colonisten wird sich in der Anlegung von !1kelsseldern eine eyprleßliche . Thätigkeit darbieten. Die durch die Araber am obern Eongo betriebenen Lteispslanzungen sink allerdings , recht blühend, doch verhaltnißmaßlg wenig einträglich, weil wegen des Mangels an Handelswegen das Erzeugniß keinen lohnenden Absatz hat. Es erklärt sich denn auch, daß die Araber den vceisbau Haupt sächlich als ein A!ittel zum Sklavenhan del und zur Sklavenzucht betrachten. Wäre dem Verkehr mit einer Eisenbabn im Innern des Landes und mit kleinen Dampfern auf dem Conao und denen Nebenflüssen dauernd gedient, so könnten vorderhand dle Stationen der Gesell schaft, statt ihre Lebensbedürfnisse auö Europa zu beziehen, mit geringen Kosten CVl f. 1 1 A A ä c wm milgue yii vrzprvvlaniiri iveroen. Kleme Aampfer von 50 oder 100 Tonnen Gehalt könnten in diese? Hinsicht r -rlP.. i 9im m vereus jerjt Belästigung nnden. Außer dem )leis, welcher am Kongo em dickes großes, reinliches, weißeS und. fettes orn ausweist lassen sich im Eongo-Ge biet alle Arten von Brotfrüchten in vor züglicher Eigenschaft aewinnen. . " . Wären die schwebenden Fragen über V t Wn orFjttmtvt Vov tn(.vMtttAf X. tv iv4vukvn) vn lUKlilUllUUUKIl Vit' sellschaft seitens der Mächte ausgetragen, so könnte die Einwanderuna ihren Anfang nehmen. Die Eolonisten müßten arbeitsame und namentlich mäßiae Ackerbautreibende sein ; zur Errichtung eines oynyau es wurde denselben der uner meßliche Holzreichthum des Landes einen vorzüglich : geeigneten Rohstoff abgeben. So kräftig ist der Holzwuchs, daß. ein 1 t t. I.. ' i .u . . a t c cuuiii in ivenlgeil ziuiiuuii auogewacy sen ist, und daß eine Einfubr von Stein kohlen niemals zur Nothwendigkeit wird.
Aehnlich den Wolga - Dampsergefellschaften gebraucht auch die Afrikanische Gesellschaft auf ihren kleinen zerlegbaren Dampfern nur Holz als Brennstoff. Kohlenlager hat Stanley selbst nicht am Eongo gefunden, doch haben ihm Araber Proben von eine? Art Lignitkohle aus einer entlegenen Gegend überbracht. An einen Betrieb der im Innern des Landes gelegenen Erzbergwerke ist unter den gegenwärtigen Verhältnissen und vielleicht noch lange nicht zudenken. Bei
den Eingeborenen fänden einwandernde ! Eolonisten willige Hilfsarbeiter. Diese Wilden sind doch bessere Manschen" es i ist genügend bekannt als ihr früherer 3kuf. Der Vertreter der Afrikanischen Gesellschaft in einer Station hat, wenn Aufopferung und Entsagung seine Eigenschasten sind, ein in seiner Art anzenehmes Leben : er waltet unter den Einzeborenen mit unbestrittener Autorität als Kauk oder Ortsvorsteher und bat vollauf Beschäftigung. Wo die Gesellschaft hinkommt sat Stanley verschwindet die Sklaverei von selbst in's Hinterland, und der sihnllchjte Wunsch aller Mltgueder der Gesellschaft besteht darin, diese sowohl vom Standpunkte des Nechtes wie der Volkswirthschaft entsetzliche und verderbliche Einrichtung gänzlich verschwinden zu sehen. Stanley s Gesundbelt ist vortrefflich. In Wirklichkeit läßt sich von seinemAussehen sagen, dap es selbst bei einem süngeren Manne von dem betten Besrnden Zeugniß ablegen würde. Stanley ist 4 1 Jahre alt; die frische Gesichtsfarbe,. das weiße, kurz geschnittene Kopshaar, der schwarzeSchnurrbart ließen eberaufeinen Abkömmlinz einer südlichen Nace,als auf den naturwüchsigen Angelsachsen, eher auf einen Ospaer, der seine Epauletten rn Feldzügen unter südlichem Himmelsstriche geholt hat, als auf.cincn Mami schließen, der halb Eiviltechniker, halb Journalist ist. Im Gespräche erscheint de? berüymte Jteiscnde zuerst als ein thatkräftiger und namentlich besonnener Mann ; im weiteren Verlaufe der Unterhaltung wobei er immer ungezwunqen freundllw bleibt wird seme Rede lebendiger, und in den Ausdrücken, Welche er mit Vorliebe der praktischen Wirksamkeit entlehnt, tritt der cnschlossene Amerikaner hnvor. Aus der Vorliebe, womit Stanley sich über die Zukunft des diktatorischen Un.ernehmens ausspricht, an das er seinen Namen gebunden ist zu schließen, daß es kaum vielen Zuredens bedürfte, um ihn zu einer nochmaligen Lkeise nach EentralAfrika zu bestimmen. Vom Inlandc. Ein New Zlorker T5.bakssabrikant will ein Verfahren entdeckt haben, nach welchem die Stengel und Stämmchen der Tabakspflanzen in ausgezeichneten Papierbrei verwandelt werden können. In dem O ch e e c e a Su m p f e bei Ehattachoochee, Fla., wurde vongeWoche ein nackter, am ganzen Leibe dicht mit grauen Haaren bewachsener Mann eingefangen, der auf'sAeußerste abgemagert ist, zwar einige Wortesprechen kann,abcr m f. . - v t- r-w.i rrs sonsl an voulgem nocjinii uicei. derselbe muß schon vor Jahren aus irgend einer Jrren Anstalt des Landes cnsprungm sein und sich seitdem in dichtenWäl: dern umhergctrieben haben. Unter d en arm l.ichen E f f ecten einer alten, in voriger Woche in Oswego, 3!. ?)., in den dürftigsten Verhältnissen verstorbenen Frau wurde ein vor 30 Jahren ausgestellter Wechsel über 5400 aus eine New Yorker Bank gesunden. Die entsprechende Summe wurde seiner Zeit von einem Sohne der Frau bei der Bank deponier, der schon seit Jahren todt ist. Die Erben können das Geld, sobald sie sich legitimirt haben, erheben. S a l l i e South, die Tochter des Er Aloerman in Trenton, 91. I., 20 Jahre alt, ihre Cousine Maggie Kinderline, 19 Jahre alt, und die lütter der letzteren fuhren Ende vor. W. in einem leichten Wägelchen spazieren. Als sie in Lamberton, Va., angekommen waren,riß etwas am Pferdegeschirr und Frau Kinderline sprang vom Wagen,um dcnSchaden zu reparircn. In diesem Augenblicke scheute das Pserd und drängte den Wagen gegen das abschüssige Ufer des nahen Kanals. Die beiden Mädchen fielen hierbei in das Wasser und ertranken, da Frau Kinderline nicht imStande war, ihnen Hülfe zu bringen. Im Zucht hause von Ehester, Jll., haben sich die Sträflinge als Beschäftigung in ihren Mußestunden sehr nützliche Arbeiten ausgesucht. Kürzlich wurden bekanntlich drei dabei abgefaßt, wie sie sich eine kleine Schnapzbrennerei eingerichtet hatten, und jetzt ist ein Gefängener, Namens Woods, bciin Falschmünzen erwischt worden. Doch hat er feine Kunst bisher nur an Nickeln versucht, von denen etwa 200 in seinem Bette gefunden wurden. Woods war in der Ziegelei beschäftigt. Seine Formen hatte er aus Gvps und Eement hergestellt, und als Metall gebrauchte er Zink, Blei und Messing, das er im Kesselhause stahl. Wie er sein Fabrikat in Umlauf setzen wollte, ist eine noch nicht aufgeklarte Frage. Eine Seltenheit in Gestalt eines neunzigjährigen Beamten hat der Staat Georgia aufzuweisen. Auf der unlängst in Atlanta abgehaltenen dcmo k?atischen Staats Eonvention erhielt der gegenwärtige Staatssekretär Aarnctt die Nomination für einen weiteren Termin, nachdem er das Amt bereits seit dem Jahre 181Z ununterbrochen versehen hat. 5r ist jetzt 90 Jahre alt, in Eolumbia Eounty, Georgia,geboren und war schon, als er vor 42 Jahren zum Staatssekretär erwäblt wurde, ein bedeutender V!ann in der Partei. Während der Neconstruktionsperiode, als alle Staatsbeamte abgesetzt wurden, war er der einzige, der im Amte verblieb. Einer der kaltblütigsten Morde, die je Vermont vorgekommen sind, wurde am Samstag früh rn MontPelier verübt. Elark M. Sanders, ein Farmer von 35 40 Jahren, der in East Montpelier, fünf Meilen vonÄcontpelier, wohnt, kam am 23. Morgens in die Stadt und begab sich nach dem Waffenladen von Blanchard Bros., wo er einen Nevolver von 22 Kaliber kaufte. Er lud drei Kammern und ging dann nach dem Laden von Daniel Earr. - Der Letztere stand an seinem Ladentische, mit zwei
Damen veschastlgt, als anoers niu, seinen Revolver zog und drei Schüsse auf ihn aöfeucctc. Earr stürzte, von allen drei Kugeln in Hals und Brust getroffen, zu Boden und war in wenigen Minuten eine Leiche. Sanders steckte ruhig seinen 3!evolvcr wieder ein und entfernte sich aus dem Laden, wurde aber von einigen Arbeitern, die ihm nachliefen, verhaftet. Der Mörder sagte ganz ruhig : Ich habe ihn geschossen und hoffe, daß er todt ist, da ich mit der Absicht kam, ihn aus der Welt zu schaffen. Jetzt holt Eure Polizisten und thut ivit mir ivas Ihr wollt." Auf dem W.'ge zum Gefängnisse sagte' er dem Polizisten, daß er die Absicht gehabt habe, Earr zu todten und daß er ihn drei Mal geschossen habe, aber nicht wisse, ob er todt sei. Er bat den Polizisten, ihm zu sagen, ob er. todt sei. Er fügte hinzu, er kenne die Strafe und erwarte, gehängt zu werden. Die Ursache des Verbrcch.'ns war, daß S.inders eifersüchtig auf seine Frau nur. Ter Ermordete war 00 Jahre alt und hatte ein Provision- und 'Auction?cschäft.
Er hinterläßt keine Faintlie. Sanders hat einen kleinen Sohn von zweiJahren, den er gestern von Hause fortnahm und zu seinem Bruder brachte. Die T a l l a p o o s ci", das in Folge der telegraphisch gemeldeten Eollision untergegangene Bundeslrlegsschisf, ist ein aus Holz gebauter ladoampser, ein sog. ilmible cnder," von 050 Tonnen Gehalt, und hat 2 Geschütze an Bord. Sie wurde int Jahre 18 3 in der Bostoner Navyart) gebaut und im Jahre 1874 gänzlich umgebaut. Die Kosten des Schisfes beliefen sich bis zum 1. Oktober 1881, inklusive derReparaturen, aber erklusive der Maschine, aus 8303,835. Sie wurde in den letzten Jahren nur als Aviso- und als Frachtdampfer gebraucht, um die verschiedenen Vorräthe aller Art an die 'Navy-?)ards abzuliefern. Trotz ihrer veralteten Bauart war sie als flacht sehr beliebt und wurde von den früheren Marinesekretären Nobeson, Thompson, Hunt und auch von Herrn Ehandler, dem jetzigen Seeretär, mit Vorliebe zu Jnspeetionen und Zlusslügen benutzt. Als Präsident Garsield feine Todeöwunde erhalten hatte, war es die Absicht, ihn an Bord der Tallapoofa" einzuschiffen, um ihn durch die Seeluft zu kräftigen. Dieser Plan mußte aber wegen der Verschlimmerung seines Zustandes aufgegeben werden. Seeretär Ehandler, dessen Absicht es war, sich an Bord zu begeben, hat einen Theil seiner Baggage, welche sich bereits auf dein Schiffe befand, durch die Katastrophe eingebüßt. Die Kosten der am PanamaEanale zu errichtenden Schleusen sind in dem neuesten Berichte an das Directorium in Paris auf 80 bis 100 Millionen Franken veranschlagt. Außerdem iverden der Betrieb und die Unterhaltung derselben die Verwaltungskoflen wcsentlich erhöhen. Die Zeichnung der Acticn ist bekanntlich auf die Zusichcrung hin erfolgt, das; der Kanal im )iveau erbaut werden solle. Nachdem sich dies als unausführbar berausaestellt hat, fürchtet man, daß viele Actionäre die Nückzahlung der eingezahlten Beträge aas dem Grunde fordern werden, loeil die imProspecte gemachten Zusicherungen nicht erfüllt werden.' Die Hauptschlcusen sollen in Eulebra crrichtcs werden, jenen; in der Geschichte des Eanalbancs berüchtigten Platze-, an dem in Folge eines technischen Irrthums .Bauten zum Betrage von einigen Millionen am unrechten Orte ausgeführt worden sind. Die Schwierigkeiten, die dem ganzen Unternehmen entgegenstehen, toerden iniraer größer und vielleicht unüberwindlich. Von, Äluölande. M a n berichtet a u s Bad ttPest vom 10. August : Die jüngste Nacht gehört zu den schrcälichsten, die Pest yt erlebt hat. Von Uhr Abends bis 7 Uhr früh wütbcte fast uz:unteibrochen ein Ungewitter, Blitz und Donner wechselten fast unaufhörlich mit einander ab. Man wähnte sich mitten in ein Bombardement versetzt. Dabei gingen stundenlang förmliche Wolkenbrüchc nieder; bald erwiesen sich die Kanäle ungenügend, die ungeheuren Wassennassen zu fassen und von zehn Uhr angefangen, jagten einander Meldüngen von geborstenen Kanälen bei der Polizei, die bald Nicht genug Organe hatte, um die Feuerwehr mit Pumpen an die bedrohten Stellen zu beordern. Ein schreckliches Bild der Verwüstung bot heute Nachmittag noch die fener Seite. In den breiten Gräben, die zum Auffangen der Aergwasser bestimmt sind, wälzten sich trübe Fluthen. die, stellenweise austrctcnd. die schönen Ehausseen zum theile m Reiche verwandelte.:. 2 Ofen, Neust ist und Altofen sehen manche. Straßen wie Hochgebirasschluchtcn aus. Die Straßenbahn mußte trotz ungeheurcr Anstrengung den Verlebr einstellen. Die Bevölkerung besonders , des rechten Ufers verbrachte die Nach! in fürchterlicher Angst. In Neustift sind viele Häuser von herabstürzendem Gerölle zerstört, viele unter Wasser, aleiä'wobl ist der Schaden an Privateigentum nicht bedeutend ; nur Kommune und Straßen bahn haben größere Wicderberstettunas kosten. Aus der Provinz langen nun ebenfalls nähere Details über den Schaden ein, welchen der gestrige Wolken bruch angerichtet hat. Am ärgsten m.tgenommen wurde die Strecke dcr Ocster reichisch - Ungarischen Staatseisenbahn von Nagy-Maros bis Waitzcn. Alle an dieser Strecke liegenden Ortschaften litten mehr oder weniger durch das heftige UnWetter. Mehr als 70 Häuser wurden niedergerissen und deren Einrichtung von den Zll)0gen weggeschwemmt oder vom Steingerölle vernichtet. In Zebcgeny sielen sieben Menschenleben den Fluthen zum Opfer.- Eine kranke Frau und de ren vier Kinder, ferner ein 15jähriger Knabe mit einem ihm anvertrauten Säugling kamen in den Wetten um. Unter den Lebensrettern welche nach mehrjährigem Gebrauch von dem Ausschusse der 3toyal Humane Society in London für ihren Heldenmuth mit Medaillen und Ehrenmeldungcn belohnt worden sind, befinden sich diesmal nicht weniger als vjc? Kinder von 10 bis 13 Jahren. Der zehnjärige T. Bevan erhielt eine Silber -Denkmünze für die 'tettung der Kinder Mary Arnold und Mary Jones. Am 21.. v. M. spielten
diese Mädchen aus den Dünen bei Mary Port Harvour in Earmarthenshire. Sie befanden sich aus einer Landzunge, als die Fluth in ihrem schnellen Hereindringen ihnen den Rückweg abschnitt. Ein drittes Mädchen befand sich in ihrer Gesellschaft. Der kleine Bevan sah die Gefahr, in der sie schwebten. Obschon er nicht schwimmen konnte, watete er durch das Wasser, das ihm stellenweise bis unter die Arme reichte ; erst versuchte er daö dritte Mädchen, das ein Baby trug, zu retten da er nicht die Kräfte dazu hatte, brach U er erst ein Mädchen und dann das fttaVltt,- . C(lAV,1li IH (Hlt.A Mll. Vii.
ßiv'iiiv in viu;vu;vn uuvivuivt, uui vuiiy die immer stärker werdende Strömung abgehalten, einen Versuch zu machen, auch noch die Leichen der Ertrunkenen an's Land zu bringen. Der 13 jährige Heetor McEellan, der sich am 25. v. M. vor dem Ouai bei Eaststonehouse in seinen Kleidern in's Meer stürzte und zwei Kinder vom Ertrinken rettete, erhielt ebenfalls eine silberne Medaille. Die Namen der zwei anderen zugendlichen Helden sind W. Havwood (13) und A. E. V!itchcll (13). . Die deutschen Dampf fchifffahrts-Gesellschaften, so Wirdaus Bremen geschrieben, haben sich bemüht, die Eajüten ihrer Dampfer auf das Eomfortabelste auszustatten und sie übertreffen darin die englischen Dampfer bei Weitem, dagegen sind diefe bestrebt geWesen, die Plätze im Zwischendeck viel praktischer, als es auf deutschen Dampfcrn der Fall ist, einzurichten, und es inuß darauf gedrungen werden, daß man in Deutschland dem Beispiele folge. Das Zwischendeck der meisten englischen Dam pfcr enthält kleinere und größere Eabinette für einzelne Familien, während dieselben ohne Lkücksicht auf deren erWachsens Kinder im Zwischendeck der deutschen Dampscr in einem Raume zubringen müssen. Auf englischen Dampfcrn ist für die Zwischendeckspassagiere ein Speisezimmer vorhanden, wo ihnen die Akahlzeiten ordnungsmäßig servirt werden, auf deutschen Dampfern müssen die Zwischendeckspassagiere ihr Essen selbst von der Küche holen und, auf Ki sten und Kasten hockend, verzehren. Ferner halten wir es für sehr bedenklich, daß die in's Zwischendeck führenden Treppen so eng sind, daß zwei Personen sich nur mit Müh? begegnen können,auch die Gänge unten im Zwischendeck sollten breiter fein. Im Interesse der deutschen Dampfschissfahrt muß immer von Naiem darauf hingewiesen werden, jene gerügten Mängel zu beseitigen. Ebenso sollte inan dafür Sorge tragen, daß unreinlichen Subjecten ein besonderer Raum angewiesen werde, waS bis jetzt nicht der Fall ist Ob Butter echt oder na aemackt ist. kann, wie Pros. Thomas Taylor vom landwirthschaftlichenBureau in Washington mittheilt, leicht entdeckt werden. Er sagt: A!an mische ein paar Tropfen Schwefelsäure mit ein wenig Butter: Ist die Bntter echt.und rein, so wird sie zuerst eine dunkle weißlich-gelbe Farbe annehmen, später aber so roth werden 'wie ein Ziegelstein. Wenn jedoch die Butter nur Oleomargarin oder Kunstbutter aus Rindsfett ist, so wird sie zuerst wie klarer Bernstein aussehen,nach Verlauf von etwa etwa zwanzig Minuten aber eine tiefe karmäsinrothe Farbe annehmen. .Der Eanariensamen, bekanntlich das Lieblingsfutter der meisten Stubenvögcl, wurde früher in verschiedenen Aüttelstaaten, namentlich in Illinois, mit gutem Erfolge angebaut, die Eultur wurde aber wegen der Billigkeit des eingeführten Samens wieder aufgegeben. Zur Zeit ist der Preis in Folge der Miß ernte in Deutschland wieder hoch und die Aussaat würde sich wieder lohnen. Der Samen kommt von dem sogenannten Glanzgrase, phalari3 canariends, einer Pflanzengattung aus der Familie der Gramineen, die auf den Eanarischen Inseln wild wächst und in Deutschland vielfach eultivirt wurde. Kindes m und. Karl : Mama, sind denn wirklich Engel im Himmel V Mama : Ja gewiß, mein Karl !" Karl: M alaub' es aber doch nicht. denn sonst müßte man doch ihre Beine herunterbaumeln sehen l" h Das einzig wahre O, ,WMZ reinigt daS Blut, aulirt dle Leb W L .11!. ? w iinp jHicrrn uuo cnni rie i&tnnB Dcu iir. Kri rcr gr Kicccr. usprpne, rxetmongkei unr rauua'iet!, rasnnangri unv 2ar ltgkettundeltngt geheut, nochen. kusretnunv s,erren emxsangk neue rast. delkbt den tt und kräftigt das Wlirn, DamettwkibNch?! - r c . & t W t T ..Herren u'trrn, imccn in ut. jiariei-s xron :v o kiil fixeres, schnell lrirkendeS Heilmittel, iss it ttaren 2s int. Ti Versuche eS schzumaidea, er. 1 ih'ii mit tie euedlvkli res eren. Prvore vicri tr.:cte. entern brau ra3 eckte, beste. x e,!ktCr rrsie an The Dr. lUrter Med.Co. & i'liouia. Mo., uni unser " Dreain Book tat ) i Vu'U )ilt;aint und nichlich Auskunft tyält, ksstknfrei im bekommen. tsssz ASEINECKE,jr., Kuropäisches Inkasso . Geschäft ! Oinoiniiatl. Vollmachten i'.ech Deutschland, Oesterreich und der Schwel, gejertizt. Gonsularische Beglaubigungen besorgt. Erbschaften u. s. ro. prompt und sicher einkasflrt. Mechselund Foftanszayknngen gf Man ende sich in Jndtanaxolt an : Philip Bappaport, . Ns. 120 Oft Marhland Straße. il M 5s!
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