Indiana Tribüne, Volume 7, Number 333, Indianapolis, Marion County, 21 August 1884 — Page 1

, a M?t -V M W ' Jahrgang 7. Office : No. 120 Ost Marhland Straße. Nummer 333. Indianapolis, Jndiana Donnerstag, den 21. August 1884.

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v 13 v in biefer palte unter itm Titel f r lang r, .G e f u 4 V, .Gesunden-, .Be rlo r e n", soweit dieselben nicht Ee schästtanjigen sind und lti Räum von drei Zttlen niAt übersteigen, w.'rden u n e n 1 3 c 1 1I ich ausz!no!ttmen. lujeten welche bis Mittags 1 Uhr abge peben werden, finden noch am selbigen Tage Ausnal,lie. Aerlanat. v!!! Lienftmldchen. Näh un La 0tVlMllli denmZschen ktlzalten oute Stellen edenso Hrrs.haflen gut Mädchen nachgk wxtitn, bniJ) A. 2,$!stiil, 11.1 &xttx Ztxa$t. SHickt cni 'iHfa:t. da Ä, 4. . So? rt ein Knabe mit aultn jCriiailflE Schnlkenntniss''. Siäyere bei U. Pingränk, 9lo. 7 5üj Alabama 2 Ix alt. 23a iXi4tT 4- wird Stellung von zwei tüchtigen V?Il?l .Saiteepern. ähereStn der OMee dZ.AlZ. 127, flicf4- Dienstmädchen, welche VZt-iUViJl eben er't ?on Deutschland an gekommen ist, f jcht fcfoit Stellung. Näheres in der Office dZ. itfli. Sl?27ag ein teutsches Stubenmädchen. 'JUt4Jl . achzu'ragen Sto. 105 S!ord Meridian taße. üjui Hollwez. 27aug A4s4- Von k'nemMann, der in eine? OCriUIIfJi: . Porter und Al Brauerei, zwei ?adr bestzäftijit rrar, wird rrgen welcheAr bett gesucht. NZher? No 521 Oft Washingtons!?. 2 Verlangt : iSil Ein junges Mädchen von 12 zabren oder eine ?rau ninleren 'Alter in einer kleinen Familie für Hau arbeit ans dem Lande. Nachzufragen No. 93 23ft ermont'rr., am Dienstag, zwischen 1 und 3 Uzr. 25 4VoCm44- Ban einem jungen Manne, VJlWlU?l. vor 14 Tagen in deV reini, der iaten Staaten ankam, irgend welche Beschäftigung. Nähexti J-o. l6 Oft Waii? ngtonstraße. 2lag iiACiiJ4- Ei" durchauZtllch'igeZ Mädchen, KJ, lUliM da kochen kann und in allen bäulichen Arbeiten erfahren ist, erhält einen guten Pla mit hohem Lohn. Empfehlungen verlangt. Nähere bei . Schmidt. 113 &tttx Straße. 23a fttf Wäsche in'Z HauZ. Dieselbe -Ot'llCIUijl 1CitS besten, deforgt. io 40 Paca Llraze. 21ug ltis f Klti tin deutsches Mädchen für all VJtllll)t gemeipe Hausarbeit in einer kleixien Familie. '?!c 3 Ost Washington Straße. 24g 11f rtitf Ein guteZ Mädchen für HauZ. ) t CUlIllJI . arbeit, o. Oft Washing. tonstraße, bei Dr. Denke'Watter. Zlag 3 tietben aesuckzt, SS .jimrn kten in einem unbändigen deutschen Hauie, r 3-i einer kleinen Familie zu mietbe gesacht, d essen ur.ter H. . woll man in der Office ot. Bl. hinterlassen. öag 3l vetmictbeii : SJstÄiSKJS' ter lock, Ost Washington Straße. Zlag Zu vsrmietben aniländi" jungen siann. Nachzufragen S!o, 75 ord Pine Etraje . ta Zu vermiethen ,?,?ÄS!IS;: wird auch Aoh dazu gegeben. No. L40Ost Mirket Vtraee. ba 'Ä, t,f?fM, inder . Wagen. u verrniizcii . sgutwneu. Kl Ro. cad Pennsylvania trabe. Aag Z, ,er?,,fk, der,u vertauschen. VxWttUlCll khrer atmen unter sehr oünstijien ?:,drnaunoen. G, A. Wiirzlkr, tr mer No. t. o.7.'. Ost Washibtsn Strade. da Ssmmer-Hültö weiden jetzt zu halben Preisen abgesetzt, da wir unser? Vorbereitungen jetzt schon für das Herbstgeschäst machen. Komme jeder und kaufe sich einen Strohbut sü? die Hälfte der früheren 1'reise. La,mi)6rS6r Nv. 1 Oft Wasblttgtonstr. 30UiYtiv (tiiftvtfitt s IWVmtV ViUVVi V ivried. Urörkel, Eigenthümer. erlaube mir l,irmit anzuzeigen, daß ich den früher von H. Vanje oer i geführten iII(EN IX GARTEN, kZufl ch üdernommin uii aus' Schönste hergerichtet bad und das dkis.lde :tzt dem Publikum zum Be. si,ch osZen steht. ,?a, deionderZ emrseble ich denselben Vereinen, Vnn u. s. u. ,r Abhaltung von LicnicI und 3om m,r'achli?!:en ui'.ler äußerst günstigenAedingungen. lk'lt'. IR'oIc!. tzigenth. Jefferson-HauS,' Jo. Gl usd s3 Hst Soutt) Straße. Deutsches Gas! - Haus ! Aechte deutsche Kost. Einzelne Mahlzeiten oder im Abonne ment. Möblirte Zimmer nebst Kofl. John 5Zcury Grunert, Eigenthümer. Zum (5'tttkaufspreise ! Gasolin uudOel-Oefen Edtnso ein grozZ Lager von Glas- rnid irdenen Waaren. Wir müsse Raum sär unser Lager von Lampen schallen. . Gasolin, und elösen eine Spezialität. fY& 5Ctlel)0n ZU?. F. l SMLITII Ä CO., Ho. 85 Nord Illinois Straöe. Tio, ZI CiiD Nttidlan Straße.

Neues per Telegraph. W 1 1 c r a u i i 4 I e n. Was ding ton. 21. August. Kuh. leres, schönes Wetter, i nördttcher Aich tun trübes Wetter und Rtgenschzuer. Frankreich und China. London, 21. August. Von Peking wird telegrophirt : Tsunq Li Jamen behauptet für den Krieg, vorbereitet zu sein, hosst aber noch auf Vermittlung der neutralen Mächte. Der sranzösische Consu! in Peking zog um 1 Uhr beute Mittag die Flagge ein. Die Interessen der sranzösischen Unterthanen wurden dem russischen Gesandten übertragen. China weist die französischen Forderungen absolut zurück. Paris, 21. Aug. Eine Conjerenz zwischen Ferry und dem chinesischen W sandten verlief resultatloS.

Eöitorielles. AlZ ein Mittel gegen die schlechte Bezahlung der Frauenarbeit betrachtet Ben Butler daS Stimmrecht. Wenn die Frauen Sl'.mmrecht hätten, wurde ihre Arbeit besser bezahlt werden meint er Sonderbar, warum da? Stlmmrecht ge rade bei Frauen diese wohlthätige Wir kung haben soll. Die Männer haben das Slimmrecht, aber darum wird ihre Arbeit doch nicht gut bezahlt. DaS Stimmrecht allein thul's eben nicht. Gerade wie bei unS ! Die London Justice" schreibt: .Der Engländer rühmt sich, in einem Lande zu wohnen in dem das Gtsed keinen Unterschied der Person kennt, in dem alle Menschen vor dem Gesetzt gleich sind. Der General Major Brereton erhielt neulich lM) zugesprochen als Schaden ersatz für einige Verletzungen, die er bei einem Eisenbahn-Ung'ück erhalten hatte. Bei der Urtheilssällung führte der Rich' ter als Entschuldigung für die Höhe V$ Betrages aus : ES ist gesagt worden, dak für Schmerzen und Leiden der reiche Mann nicht mehr Entschädigung erhalten solle, als der arme Mann. EZ unter. liegt jedoch nicht dem geringsten Zweifel, das; der Reiche die durch den Unfall be dingte Verzichtleistung auf die Freuden des LebenS viel schmerzlicher empftidet. als der Arme." Daher kommt es wahrscheinlich auch, dab reiche Verbrecher nicht gehängt und nie zu längere,, Zuchthaus strafen verurtheilt werden, weil sie .die Abbüßung dieser Strafen allzu schmerzlich emvsinden werden . Der New Yorker Turnverein hat am ltt. August in einer Versammlung. an der sich nahezu alle Mitglieder be theiligten, folgenden Beschluß mit rieft ger Majorität angenommen : Da der am 2. d!S. MtS. gefaßle Be schluk. welcher die Uaterslützung deS demokratischen Prändentschaflskandida' ten befürwortet, angenommen wurde. ohne daß der daraus bezügliche Antrag sich aus der Tagesordnung befand und daher auch bei der Majorität nicht be kannt sein konnte, so erklärt Mi heutige Versammlung, dab jener Bcschluk nur alS der MeinungSauSdruck der in jener Versammlung anwesenden Mitglieder zu betrachten ist. und daß wir alS Turner eine strikte Neutralität beobachten, da keine der beiden Parteien in ihren Plat formen Grundfätz: aufgestellt hat, die wir aus G:und der Platsorm deS Tur nerbundeS in corpore unterstützen köN' nen. Wir emvfehlcn jedoch den Turnern dringend, nach reiflicher Erwägung und bestem Ermessen seldstständig zu han dein." Wir nahmen kürzlich Gelegenheit zu erwähnen, in wie alberner Weise der .Evansville Demokrat" uad der .Indianapolis Telegraph- redigirt werden. Hier wieder ein Pröbchen. DaS erstge nannte Blatt schreibt : . .Ist eS nicht eine Asfenschande für den Turnerbund, wenn der Präsident Dr. Starkloss sür Erwählunz deS notorischen Prol,ibitionisten Blaine arbeitet?" Wir gestehen, unser Wissen reicht nicht so weit, um die besonderen Merkmale einer .Assenschande welche dieselbe von irgendeiner andern Schande zu un'er scheiden ermöglicht, würdigen zu können, aber die niedrige DenkunzSweise, welche auS den obigen Zeilen spricht, begreisen wir vollständig. Von der Lüge, dak Blaine ein notori scher Prohibitionist ist. sowie von der Thatsache ganz abgesehen, dab Herr Starkloss zum Bundeösprecher gewählt wurde, nachdem er sich für Blaine er klärt hatte, gehört ein grobes Mab von Impertinenz dazu, eS eine Schande für eine Organisation zu nennen, wenn eines ihrer Mitglieder für einen Kandi' baten thätig ist. für welchen Voraussicht lilh 4 bis 5 Millionen leinn Mitbürger stimmen werden. Dtt Turnklbund treibt leine Partei.

Politik. ES wird Turner geben, welche für Blaine stimmen und eS. wird Turner geben, welche für Eleveland stimmen. Wer von Beiden unter den Turnern mehr Anhänger hat. ist unS gleichgiltig. Voraussichtlich werden sich viele Turner weniger um die Kandidaten, als um die Parteien kümmern, und ein Turner wird dem andern wegen seiner politischen An schauungen nicht gram' sein. Ob Jemand Turner ist. oder nicht, er hat alS Bürger des Landes daS Recht seiner politischen Anschauung, und nur geilt lose'und sanatische Redakteure, wie der deS .EvanSvive Demokrat" dringen e5 fertig, es eine .Affenschande" zu nennen, wenn Jemand süc eine Partei agitirt, welcher sie selbst nicht angehören.

Drahtnachrichten. I n st a l l a t i o n. Philadelphia. 20. August. Erzbischos Ryan wurde heute in feierlicher Weise in der St: Peter u. Paul Käthe, drale installirt. Republikanische Staat?, c o n v e n t i o n. R ew H a v e n. 20. Aug. Die repu' blikanische Staatsconvzntion von Eon necticut. fand heute statt. Henry B. Harrison wurde als Gzuvernör nomi nirt. Demokraten undAntiPro h i d i t i o n i st e n. Topeka, 20. Aug. Die demokra tische Staatscoavenlion versammelte sich heute. Zu gleicher Zeit tagte eine Eon vention von Republikanern, welche die nochmalige Unterbreitung des Prohibi tionSAmendements befürwortet, und es ist offenbar aus eine Vereinigung und Aufstellung eines gemeinsamen Tickets abgesehen. Fallissements. Philadelphia. 20. Aug. War ren k Merritt. Importeure ausländischer Früchte fallirten mit 00.000. Zur Arbeiterfrage. E h i c a g o, 20. Aug. Der Verein der nordwestlichen Sägemüller beräth über die Zweckmäßigkeit der temporären vollständigen Schliebung der Sägemüh len. oder Reduktion der Produktion. G r e e n b a cke r und Demo t raten. Detroi t, 20. Aug. Die Staats. Convention der Greendacker fand heute statt und nahm einen Befchlnb zur Verei nigung mit den Demokraten an. Die Demokraten von M i ch i g a n. Grand Rapid. 20. Aug. Die demokratische StaatSconvention war heute in Sitzung. Sie stellte sieben Kart didaten alS Elektoren auf und indofsirte sechs Kandidaten der Greendacker. R om in atio n. H o u st o n, Trx. 20. Aug. Die demokratische Slaatsconvention nommirte Inland, den gegenwärtigen Gouvernör wieder für. denselben Posten. Ver Kabel. Keine offizielle 'Nachricht. Berlin. 20. Aug. Die deutsche Regierung hat keine ossizielleRachricht darüber.dab dasKciegsschiff.Möve- in Ba geida gelandet sei und daß die Mannfchaft die englische Jlage abgerissen habe. Deutsche K o l r,.n i e n. Berlin. 20. Aug. Dr. Nachtigall, der deutsche Eommissär. welcher mit dem Kriegdampfer .Möve die afrikanische Westküste hinabführt, hat auf dem Ge. bitte südlich vom Eongo, welches den Hamburger Kaufleuten Wörmann gehört, die deutsche Flagge aufgezogen. Die genannten Kaufleute haben mit den Neger Häuptlingen dort Verträge abgeschlossen, in welchen diese ihre SouveränetatS rechte abtreten. Christliche Versammlung. Berlin. 20. August Die zchnte Jahresconferenz deS christlichen Jung. mannervereinS der Welt trat beute Abend zusammen. Gras Bernstorff eröffnete dieselbe, und hielt die Bewillkommungg. rede. Er spricht stiebend englisch. Der Kaiser richtete ein Schreiben an die Versammlunz, worin er sein Bedauern aus drückte, dab seine sch-vache Gesundheit ,hm nicht gestatte, persönlich anwesend zu sein. Die Cholera. Paris. 20. Aug. Ji Toülon star ben heute zwei, in Marseilles 12 Perso nen an der Cholera, in Herault 24. in Gard 3, in Aune 7, im Departement der östlichen Pyrenäen 15. Frankreich und Cdin a. 2 o n b o n. 20. Aug. Eine Depesche der .TimZ- von Peking sagt, bat

Frankreich seine Forderung auf 200 Mi lionen Francs reduzirt habe und dab der Gesandte Auftrag habe, abzureisen, im Falle Zihlung verweigert wird. SissZuacörichteu.

London. 20. August. Die Dam pfer .Oder" und .Pennland" von New Vork, sind angekommen. New York. ' 20. August. Die Dampfer .Belgenland von Antwerpen, .State of Nevada" von Glasgow, .Ethi opia" von Glasgow, sind angekommen. London. 20. Aug.. Der Dampfer .Aurania" von New jork, ist ange kommen. Marktpreise. We,,n N?. 1. K'c: o. Z roth.77e. körn o.Ä weift lic: geld 5?c; gemisch. b,!e Hase r S!o. wiZ Z7c: gemischt Ut. Roggen :0c. K l I c 1 1 Heu tl.ui. Schinken 13,' Uc. Schultern 9c. Spei 1-ic. - Seiten 12c. Schroeineschmat, 9 tf 9,Vc eh l Jamil, 4jX)-i.i0; ane, ?1.W 1.75; ffjua $2.51-12.60. 9 i 1 1 10c ; im Store 1 1 c. er Cttamiro 21c; Dair, 17 ; oun tri, 0 12c. Höhne r Ili-lZc er Pfund. artosfeln Neue HJN l.Ml per Art. Ciem Auslande. Die kleineJnselHerm im englischen ZZanal, gegenwärtig Eigenthum der Mönch; von La Grande Chartreuse, welche als Fabrikanten des Liqueurs die ses Namens bekannt sind, sollte am 29. Juli in London zur öffentlichen Verstei gerung gelangen. Der Auktionator schilderte die Eigenschaften der Insel in den glänzendsten Farben. Dieselbe enthält mehrere Villen ern Hotel, einen ausgezeichneten Hafen, große Granitlager und viele Naturschönheiten. Die jährlichen Abgaben belaufen sich auf Lstr. 210 und die Einkünfte aus dem Verkauf von Gartenerzeugnissen, Kanincken, Fischen, Gra. mt . f. w. auf Lstr. 500000. Tel Eigenthümer der Insel ist thatsachlich souveräner Herrscher über die 91 Einwohner der Insel und ohne seine Erlaubniß darf Niemand in Herm landen. Trotz aller dieser Vorzüge wurde nicht mehr ali Lstr. 5000 für die Insel geboten, ein Preis, mit welchem sich der Vertreter del Mönche nicht zufrieden erklärte. Die Insel bleibt folglich bis auf Weitere? das Eigenthum der Mönche von La Grande E Hartreuse. Von der gegen to artigen Lage des Handels und der Industrie tußlands entwirft die Moskowskija Wjedomosti" ein sehr düsteres Bild, iw dem das Blatt schreibt Schwere Tage sind über die russische . Industrie hereingebrochen. Die lang andauernde Krisis, die sich von Tag zu Tag immer mehr verschärft, stellt dem Lande traurige Folgen in Aussicht. Fast täglich kann man hören, daß diese oder jene Firma ihre Zahlungen eingestellt hat, und mit einem so traurigen Ende schließen jetzt viele solide Firmen ihre Thätigkeit ab, Fir men, an deren Zahlungsfähigkeit bis zur letzten Minute Niemand zweifelte, denen noch am Vorabend des Krachs Viele Waaren für Hunderttausende von Ru beln anvertraut hätten. Jeder Tag bringt schlechte Nachrichten, und es ist sogar keine Hoffnung vorhanden aus baldige Erlösung aus dieser traurigen Lage, in der sich jetzt unsere ganze Land-wirthschasts-und unsere übrige Produk tion befindet. Unsere Markte sind mit Waaren überschüttet, die Händler machen nicht nur keine neuen Einkäufe, sondern inzwischen, nahen die Zahlungstermine für die von den Fabrikanten bezogenen Waaren beran, und es stebt wieder eine Reihe von Bankerotten in'Aussicht. Die Lager der Fabrikanten sind trotz der allgemeinen Einschränkung der Produktion überfüllt mit Waaren, und doch steht die Möglichkeit, diese Lager leeren und die angehäuften Waarenvorräthe verlausen zu können, noch nicht bald zu erwarten, da die niedrigen Getreidepreise, die die Kosten der Produktion kaum decken.wenig Hoffnung dafür lassen, daß der Hauptconsument unserer Waaren, das LandVolk, genügende Mittel besitzen wird, um die Produkte der Gewerbe-EtablissementZ und Fabriken in größeren Massen einzu kaufen." D i e Berliner Gerichte haben sich in letzter Zeit mit dem Tre! ben von . chilenischen Auswanderung Agenten beschäftigt, welche es verstanden hatten, durch die verlockendsten Schilderungen der Zustände in Chile eine größere Anzahl Personen zur Auswanderung dorthin zu verleiten. Geen einen ber selben ist inzwischen auch m zweiter Instanz auf Verurteilung erkannt worden. Eine besondere Beleuchtung findet dies Angelegenheit durch den Inhalt mehrerer neuerer Briefe von zuverlässigen Seiten über die betreffenden Verhältnisse in manchen Theilen von Chile. Es wird darin das Loos der neuen Einwanderei als wahrhaft beklagenswerth bezeichnet. Die Colonisten finden in dem Ansied. lungsgebiet nichts anderes als Wald und Wildniß, wo noch gar nichts geschehen st und wo sie der härtesten und ange sttengtesten Arbeit und den bittersten Entbehrungen entgegengehen. Die einheimische chilenische Bevölkerung bringt I den Einwanderern rnstinctive Feindschaft '

können sogar ihre früheren Einkäufe nicht losschlagen; trotz der Ermäßigung der Preise finden sich keine Käufer, und

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