Indiana Tribüne, Volume 7, Number 331, Indianapolis, Marion County, 19 August 1884 — Page 2

ittbtmta Hriöüns.

E r sch et nt FSgttH RöchenMH n. Sonntags. Osflce: 120O.Marhlandstr. fZyitljliSe .Tribüne- loM durch den 1:12 11 W Ctr.ttrer Koche, die Sonnt? ..rribü' Xentt ptz Woch. Veid (ufanenen 16 Cent. Per Po? lugeMt in tJorßii35itt$l'jnj fö per 35t. Indianapolis, Ind., 19. August 1834. Ein See-Ullglück. Auch bei hm Zusammenstoße dei Dampfer Gijon" und Larha:n" in der Mhe von Eap Finistere, bei dem 130 Menschen den Tod in den Wellen fanden, sind schreckliche Scenen vorzekominen. Giner der geretteten Seeleute des ar harn" erzählt : . . - Die Wucht hl Zusammenstoßes wai eine fürchterliche ; der GJijon" durch schnitt die Seite des Laxbam" vollftä dig, doch blieben beide Schiffe nur etwe uO Sekunden zusammen. Wir batter schrecklichen Schaden gelitten, das Was sei strömte in großen Massen durch da ungeheure Lech in der Leite und wir sa hm ein, daß der V'ctrluni" binnen Kur itm sinken müsse. Wir hatten nur du; Boote, von denen zwei bei der Kollision. das dritte an Backbord durch den fallew den Schornstein zerschmettert waren. Nun folgte eine Scene der wildesten Ver.wirrung, die ich nie vergessen werde. Während eide schiffe noch zusammenhingen, erklo:nm unsere Mannschaft, du sofort vollzählig an Deck gekommen war, den Gijon", wohin wir auch die Frau und das Kind retteten, ali aber die Maschine Mückarbeitete und der 8rbam" frei wurde, bemerkten wir, daß sich noch drei Tlann auf dem sinkenden Dampfel befanden. Am Bord des Gijon" herrschte die schrecklichste Verwirrung und das Schreien der Paffagiere war btxfflx reißend ; der schrecken der Lage steigerte sich jedoch noch, als man entdeckte, das auch der Öijon" derartige Veschädigun gen erhalten hatte, daß er nicht langl mehr flott bleiben konnte. Man konnt deutlich hören, wie das Wasser durch d'tt Löcher strömte. Während man bereits mit dem Aus sehen der Acote beschäftigt war, ließ ich mit Hilfe mehrerer spanischer Matrosen die Gig hinab und ruderte in der Nich' tung deS Lazham", doch war der Nebe! so dicht, daß wir das Schiff anfänglich nicht finden konnten. Mitlerweile hör ten wir beständig das Schreien undJammern auf dem Gijon", das schrecklich klang. Endlicb fanden wir den Lar hm", dessen Deck schon fast mit dem Waffer gleich war, während auf dem Vorderdeck schon drei Fuß Wasser stand. Wir retteten nun unsere Kameraden, da runter den ersten Maschinisten Milton, der beim Verstcn deS Tampfrohrs furch terlich verbrannt wurde und die größten Schmerzen litt, und stießen wieder ab ; gleich darauf bemerkten wir an der Be wegung des Wassers, daß das Schiff ge funken war. Wir rinderten nun nach der Stelle zurück, wo wir den GJijen" ver lassen hatten, konnten ihn aber nicht wie ' dersinden, trafen jedoch bald nachher zwei Boote, von denen das größere mit Men fchen überfüllt wr, und hörten, daß der Gijon" ebenfalls gesunken sei. Beide - Schiffe müssen beinah.' gleichzeitig in die Tiese gegangen sein. ' etwa zwanzig Wnuten nach dem Zusaminenstoße. Der dritte Csflciir des spanischen Dampfers, de sich mit mir in der Gig befand, er zählte, der Qijon" babe eine Besatzung von 73 Mann und ll.i Passagiere gehab:. Soweit wr erfahren haben, sind nur drei Boot: zu Wasser gelassen. Wir ra derten längere Zeit an der Stelle umher, wo der Qijon" gesunken sein mußte, fanden aber weder Menschen noch Wrackstücke und auch das Schreien hatte aufge hört, sodaß wir annehmen mußten, daß Niemand mehr zu retten sei und beschloss sen, dem Lande zuzusteuern. In unserm Boot befanden sich 9 Spanier und 4 Engländer. Eine Stunde etwa befanden wir uns in Gesellschaft des einen der beiden Bo'.'te, das andere hatten wir schon früher aus Sicht verloren, dann waren wir allein. Die ganze Nacht, die ziemlich stürmisch ioar, ruderten wir; -der Nebel war sehr dick und gegen Mor gen wurde der Wind noch stürmischer und " begannen die Wellen in' Voot zu schlagen, sodaß wir beständig schöpfen mußten, um dasselbe flott zu halten. Um 6 Uhr, a!S wir schon fast erschöpft ioaren, kam der französische Dampfer Ville de VaUn:t" in Sicht und nahm uns auf. 'iäl,tc?inn?n. Seit der englische Dichter Thomas Hood daS Clend der armen Londoner Nähtcrinnn in seinein Liede vom Hemde !.i ergreifendster eize geschtt dert hat, Ialvn kenschensreunde diesem Elende in b;r verschiedensten Weise ÄbHilfe t schasscn versucht. Jenes Gedicht r . i . ... ."i . l. - . Jf. dj erjagen in la-w im vono. -puncy , aber troy aller Einlbestrebungen ist seit jenem Jäh die Lage gerade jener ArKeiterinnen in keiner Weise beffer geworden. In London tritt das Elend dem Beobachte? in seiner arös;ten Vaifenbaftigkeit entgegen, aber es fehl: bei keinem cirilisirten Volke, und der neuen Welt o wenig wie. der alten. Von der (frfin dung der Nähmaschine hatte man eine Verbesserung der Lage der J!ähterinnen ' erwartet, doch wenn dieselben vorher mit oAiirt tiVnTf Vtifv4v immViu rt fJtjHH VHWilVH IVUtivll; IVlilvil jetzt mit Skorpionen gezüchtigt. Die Kunstfertigkeit des Malens ist ungemein verbreitet, und darum ist auf diesem Gebiete das Angebot von Arbeit so groß, aber mehr noch wie dieser Umstand drückt " . das Verfahren der sogenannten MittelspersoneAgenten, v caters" dieLöhne diese? Klaffe von Arbeiterinnen. Diesel-, ben nehmen aroße Bestellunaen von den . großen Kleider- oder WäschcHandlungen entgegen und liefern die fertigen Arbeiten für Preise ab, bei denen ein beschei dener Arbeiter noch leidlich bestehen könnte. Aber ein.bedcutender Theil die fer Vreise bleibt in den öänden der " ,intin ' t?rsi fifir h 5itfi 5tVir i ' 5'f iy V! vyv

diese nicht selbst mit den Ärdcttcrn, jonden: erst wieder durch weitere UnterAgenten in Verbindung, die natürlich alle verdienen wollen. rr er r r . " r a cvt

vrinc ia)vn ineisaa; vcwayrre wan i s,s,?nsreundin in rtndort. vran .Cadfford. ' 1,1 ' r welche auch die Heimathen für obdachlose Frauen und Mädchen ins Leben gerufen, hat es unternommen, die Lage der Nähterinnen zu verbeffern, und zwar durch eine Einrichtung, welche überall nachgc ahmt zu werden verdient. Sie hat mit einem Gründungssa?ital von nur $2500 ,4 eine Wäsche-Handlung ctablirt und tritt sowohl mit ihren 5iunden, als mit lyren Arbeiterinnen nur in directe Ärbin: dunz. Letztere arbeiten in gemietheten, luftigen und gesunden Arbeitssälen acht Stunden den Tagend erhalten die ganze Bezahlung für ihre Arbeit, welche dieselbe der Arbeitgeber! werth ist. Hierbei wird einerseits streng darauf gesehen, daß die Kunden keine höheren Preise bezahlen, als in anderen soliden Wäsche .hÄrdlunn'gefordett werden, während ' ä p - cm . anderer! eus cie onen für ivcieiye, iqivzunz, Beleuchtung, Versicherung, kurz für die ganze Geschäftsführung und die Zinsen aus dem Anlazekapitale streng kaufmännisch .von den zur Verkeilung kom menden Löhnen abgezogen werden. Die letzteren sind trotzdem so hoch, daß die Arbeiterinnen der Frau Hactford von denen in den übrigen Ctablisfements glücklic gepriesen und beneidet werden. Diese rühren täglich 12 bis 1t' Stunden die steigen Finger und verdienen trotzdem ein Drittel weniger, als ibre Eollezinnn im Geschäste der Fiau Hacksord. Es i't dies der erste Versuch, auch auf dem Gebiete der weiblichen Arbeit das Princip eines genossenschaftlichen Vtriebs ein - und durchzuführen und derselbe ist so außerordentlich gelungen, daß er Hofsinllich Nachahmung finden wird. Der Schrecken von TexaS. Ein Sprung in den Abgrund hat da Leben des Bill Posey geendet, des grau samstenund verwegensten Banditen, fcei jemals den Staat Tcras, namentlich den fast ausschließlich von Deutschen bewohn ten Theil desselben unsicher gemacht hat. chon in seinem 15. Lebensjahre sammelte Posey eine Bande Verbrecher Uttl sich und begann seine Laufbahn als3!äu1 er-hauptmann. Damals machten die Commanches noch häufige Einfälle in das Thal des Guadaloüpe und in die deutsche Kolonie Neu - Braunfels am (5omal. Dann wappneten sich die mannhaften Söhne der Gründer der -Niederlassung mit den noch aus Deutschland stanimenden Waffen der Väter, zogen den rothen Teufeln entgegen und kehrten nicht zu ihren, Heerds zurück, bevor sie die Umgegend völlig von den Indianern gesäu, bert hatten. Dieselben tapseren Man ner wagten aber nicht, es mit Bill und dessen Äande aufzunehmen und zogen cS vor,. sich den Brandschatzungcn der Räuber an Geld und Hausthieren zu fü-gen.-Die Bande war so ausgezeichnet beritten und bewaffnet, daß sie selbst in mehreren Kämpfen mit teranischen NangerS obgesiegt haben. Vor nnhreren Jahren war Bill mi. seiner ganzen Bande wieder einmal nach ?ieu-Braunfels gekommen. Die Kerls sprengten durch die Straßen, feuerten ihre Gewehre ab und schrieen, keinMann solle sich. außerhalb feiner Wohnung sehen lassen, dieFrauen und Kinder dagegen brauch'tenMh nicht zu fürchten, ihnen sollte' kem'Leid geschehen. Die Straßen waren wie ausgestorben und die Banditen trafen in einer in der Nähe des tathhauseS befindlichen Wirthschaft zu sammen, wo sich ' bald eine wilde 5)rgie abspielte. Während deffen begab sich der Sheriff von Eomal Countv, ein furchtloser, un.erschrockener Mann durch die Hinterthüren in verschiedene Häuser und forderte die Bürger auf, sich zu bewaffnen und unter seiner Führung die ganze Bande gefangen zu nehmen. Einige Zwanzig junge . rnuthige Männer entspra chen der Aufforderung, gelangten ungesehen nach dem Nathhause und rückten von dort vor die Wirthschaft, deren Thüren und-Fenster offen standen. Bill erblickte die Feinde zuerst, befahl seinen Leuten kaltblütig, von möglichst gedeckten Stellungen aus den Sheriff und seine Mannschaft auf'S Korn zu nehmen, aber nicht fnäher, als auf sein Commando zu schießen. Er selbst trat dem Sheriff ent gegen und schrie ihm zu, er solle sich ergeben. Ein Schuß aus dem Revolver ves Beamten war die Antwort, aber er streifte Bill nur und in demselben Au genblicke faß dessen Kugel dem braven Sheriff im Herzen. Der Bandit trat an den Mann, der zu Boden gefallen war, hinan, rief seinen Räubern zu, sie sollten Jeden aus der Mannschaft des Sheriff, der die Waffe erbebe, über den Haufen schießen, zog seinMeffer aus dem Gürtel, ließ dasselbe blitzschnell um den Schädel deS Sterbenden kreisen und riß ihm sodann die Kopfhaut ab. Den blutigen Skalp schwingend, rief er den Leuten des Beamten zu, sie. sollten in die .Wirthschaft kommen und mit ihm trinken. Dort wurde das Posse entwaff net, da Saufgelage wurde noch kurze Zeit fortgesetzt und dann sprengten die Banditen, Bill an der Spitze, aus der Stadt. In EamZzasaS wurde Bill in einem Gefechte mit den. Rangers schwer ver wundet; esLelang seinen Leuten, ihn in :in sicheres Jersteck zu bringen, aber die Sande wu?d'ek?ährend sie ohne den Anführer vorzznz, so vielfach geschwächt, vaß die Reste derselben nach dem Jndia-ncr-Territorium - übertraten. Dorthin folgte -ihnen Bill nach seiner Genesung, aber nur, um rasch an das Ende seiner blutigen Laufbahn zu gelangen. Die Kerle hatten in der Nähe der Grenze Pferde gestohlen und wurden von einem Hilfssheriff und deffen zahlreiche? Mannschaft hart verfolgt.. Der Gegend nicht volltominen 'kundig,'' ließen sie sich auf e mkr Bodenerhvhung an eine Stelle treiben, an welcher eine steil abstürzende Felswand jedes weitere Verfolgen der eingeschlagenen Richtung unmöglich machte.' Die Reihen der Fliehenden Waren durch die Kugeln der Verfolger gelichtet einige der Räuber hatten die saften von sich geworfen und slch ergeben endlich stand Bill noch allein an dem - Abgrunde und beantwortete die I - 1 1 rr.n . er . i r i Aufforderung, o,e Ivanen nieoerzutegen.

nzit.dem Ruej Seht her, wie ein

Tapferer .starbt:" XcCm Ichwang er seinen Hut und stürzte sich kopfüber in die Tiefe. Furchtbar zerschmettert wurden seine Gebeine aufgefunden und an rt und Stelle verscharrt.

Die Sonen(5orona. Die Strahlenkccne der Sonne konnte bisher nur bei vollständigen Sonnensinsterniffen beobachtet weiden und wurde allgemein als erleuchtete Sonnen -At-mosphare gedacht. So sehr aber zuverlässig.' Beobachtungen erschwert, waren, so l'.tte man doch erkannt, daf; das Llus sehen der Corona innerhalb der elsjähriaen Sonnenfleckcn Periode bedeutenden Veränderungen unterliegt, die nicht wohl obne Rückwirkung auf gewiffe Verhältnisse unserer Erd- und Lufthülle bleiben können. Dem englischen Physiker William Huzginö, dem wir die werthvollste:r Enthüllungen auf dem Gebiete der Speü trosropis verdanken, ist c jetzt gelungen, die Sonnen-Coro.ua direct zu photographiren, und zwar beiroFem onnen scheine. Aus der am 17. Mai vor. I. bei der in Egvpten sichtbaren Sonnen sinsterniß gemachten Beobachtung, daß das Licht der Eorona sehr reich an blauen und violetten Strahlen ist, schloß Huggins, daß es möglich sein müsse, bei aus' schließlicher Benutzung dieser Strahlen die Sonnen Eorona zu Photograph iren, auch ohne daß eine Finsterniß stattfindet. Wenn man durch farbige Gläser alle Sonnenstrahlen mit Ausnahme der blauen und violetten auffängt, so wird sich das Licht der Eorona, weil es reich an solchen Strahlen ist, durch größere Helligkeit auszeichnen, oder mit anderen Worten : die Eorona wird in größere? Deutlichkeit hervorteten. HugginS be festigte daher an cin Newton'fches Spiegelteleskov von 1; Zoll Durchmesser und ;j Fuß Brennweite eine kleine Photogra phische Camera und brachte unmittelbar vor der photograpbischen Platte Gläser und andere, gewisse Lichtstrahlen verschluckende Stosse an. Er erhielt Aufnahmen, die um die Sonne h.'rum einen eigentbüinlichen Schein zeigten, der ganz genau den Abdildunaen der Sonne glich, die man bisher bei Finsternissen erhalten hat. Die eigenthümlichen Bildungen dieses Scheines blieben sick bei verschiedenen Aufnahmen Völlig gleich und ent sprechen speciell den am 17. Ä!ai in Egypten gemachten Aufnahmen aus's Genaueste. Hicrdurck ist es möglich geworden, fortlaufende Beobachtungen der Eorona zu machen, ihre Veränderungen zu erkennen ,und vorauSsichtlichverden schon in nächster Zukunft von geeigneten Berghöhen auS täglich photographische Aufnahmen der Eorona gemacht werden. Hierdurch muß sich mit der Zeit das Wesen der Strahlcnkrone erkennen lassen, müssen die Forscher zu einem' bestimmten Urtheile darüber gelangen, ob sie in der Eorona eine gasförmige Annosphäre oder einen ununterbrochenen Neen glühender Mttwu vjr k die von allen 5r..tou:'.,v:ii b die Sonne stürzen. Nussische in Deutschland. ('li,4 der Btk!mer Lol!S;,itz''. In aller Stille vollzieh: sich gegenwärtig in Berlin ein Vorkommniß, welches lebhaft an die Austreibung der Ju den aus Rußland erinnert; nur ist es bei uns nicht ein erregtes Volk, sondern die Polizei selbst, welche das Geschäft der Austreibung besorgt; nur vollzieht sich dasselbe nicht auf dem Wege brutaler äußerer Gewalt, sondern in aller Stille vermittelst polizeilicher Zwangsmaßregeln. In Berlin befindet sich eine starke russische Eolonie, welche auf 15,000 Köpfe geschätzt wird; fast will eS den Anschein gewinnen, als ob man dieselbe mit Mann und Maus, mit Kind und Kegel aus der Hauptstadt des neu gegründeten Reiches vertreiben wollte. Tagtäglich erhält eine Anzahl dieser Ruffen, Familienväter,, welche seit Iahren friedlich unter unS leben, Studenten mit einwands freien Paffen, Männer, die hiesige Mädchen geheirathet haben und sich der neuen Heimath freuen, Frauen, die in Berlin geboren, aber an Ruffen verheirathet sind, hoch und niedrig, jung und alt, den Befehl, Berlin zu verlassen. Die einen erhalten die Ausweisnng in's HauS geschickt, die andern werden zwangsweise im grünen "Wagen nach dem Molkenmarkt geholt; den einen wird eine Frist von einem Jahre gesetzt, ben andern eine kürzere bis herunter zu vierzehn Tagen. Niemand aber erfährt den Grund, Niemand weiß, weshalb es ihm untersagt wird, in Deutschland sein Brod zu suchen, wie zahllose Deutsche in Rußland ihr Brod suchen; Niemandem wird eine Anklage unterbreitet, gegen welche er sich vertheidigen, Nieman dem ein Verdacht mitgetheilt, den er ent kräften kann. Wie vrelen Personen bis her schon die AuSwäsungsordre zugegangen ist, entzieht sich unserer Schätzung ; man spricht von dreitausend. Ist auch diese Zahl bei Weilern zu hoch gegriffen, so sind die Ausweisungen nach den uns vorliegenden Berichten doch bereits in ei nem solchen Umfange erfolgt, daß die ganze Eolonie in die größte Aufregung verseht werden muß. Die Ausweisung von Angehörigen eines anderen Staates ist eine Maßregel eines internationalen Charakters. Es .ist zunächst und in erster Linie Sache deS Staates, deffen Angehörigen der Ver bleib in Berlin versagt wird, über die Veranlaffung Aufklärung zu erbitten und, wenn ihm diese nicht genügend erscheint, seinen Einfluß geltend zu machen, um seinen Staatsangehörigen denjeni gen Schutz angedeihen zu lassen, dessen sie im Auslande bedürfen. Unzweifel haft hat Rußland die nöthige Macht dazu. In Nußland wohnen weit mehr Deutsche, als Ruffen in 'Deutschland ; Wollte das Zarenreich Gleiches mit Gleichem vergelten, so unterliegt es keinem Zweifel, daß deutsche Interessen schwer geschädigt würden. Einzelne der Bedrängten baben sich denn auch in ihrer Noth an cen Vertreter ihreö VaterlandeS gewandt; aber die Auskunft, die ihnen geworden, war so kühl und gleichgiltig, daß sie Wohl einsahen : von dieser Seite ist keine Hilfe zu erwarten, und fo suchen sie die öffentlicheMeinung Deutschlands für ihre Sache zu gewinnen. - Die öffentliche Meinung Deutschlands! Hat die öffentliche Meinung, in Deutsch-

land überhaupt noch eine stimme, auf die gehört wird ? Wir möchten cs stark bezweifeln. Ist es doch ein vrfassungsmäßiges Recht der !egicrungen, die öffentliche Meinung unbeachtet zu lassen. Der Reichstag nag beschließen, was er will, er ist in'scinen Beschlüssen von der Regierung unabhängig. Aber die Negierung ist ebenso unabhängig vom R.cichtag. Sie kann zwar keine Gesetze erlassen, ohne daß d:r Ztcichstag sie gebilligt hätte, aber sie ist ebensowenig verpflichtet, Beschlüsse de-5 Akeichstags, und wenn sie ein Du',w.dt!ial einstimmig gefaßt wären, zur ötusfübrung zu bringen, wenn sie ihr nicht conveniren. ni Allgemeinen nimmt man zwar an, daß, wo die 'öffentliche Meinung des Landes ein parlamentarisches Forum hat, auf dem sie sich aussprcchen kann, auch die iegierunz bestrebt sein wird, sich, mit der öffentlichen Meinung des Volkes, an dessen Spitze sie gestellt ist, in Eintlang zu setzen ; denn die Negierung ist doch nicht um ibrer selbst willen, sondern lcdialiä'

des Volkes wegen da. Aber in Deutschland ist dies anders. Je lebhafter die öffentliche Meinung gewisse Forderunzen betont, um so energischer führen ibr "die Regierungen den Nachweis, daß die öffentliche Meinung bei uns keine Macdt ist, wenn sie sich in Widerspruch setzt mit den Anschauungen der Negierung. ' In diese unwürdige Lage hat sich die öffentliche Bkeinung in Deutschland selbst versetzt. Sie hat darauf verzichtet, sich ihre Machtstellung zu sichern, als die Re' gicrungen mit ihr vakiiren mußten. Und damit nicht genüg. Die v.'rrück!en Thaten zweier groImannssüchtizcr Narren genügten, sie so aus dem Haussen zu bringen, daß sie selbst danach verlangte, gefesselt zu wde:i. Sie hatte Furcht vor sZä, selbst bekommen. iobiling's Flintenschüsse riefen ein eigenthümliches, nie gehörtes Echo in ihr wach : sie verlangte nach der Diktatur und nach Ausnahmeinaßregeln. linciv in serwtiuin. Die Äuznahmemaßregegeln sind ihr geworden. Zwar ist es nicht gelungen, russische Lürgerfreihe.t auf das w i deutsche Volk zu übenragen, aber man bat doch einen Theil damit beglückt. Man hat das Wohl und Wehe des Vatellandes wieder in die Hände der Poligelegt. Wenn die Polttei es überhaupt für nöthig hält, ihre Äaßregel vor der bffentlichen Meinung zu verantworten, so wird sie mit geheimnißvoller Miene sagen : das Wohl des Volkes, für das ibr uns veranNv!?rtlich macht, verlangt es so. Sie wird der öffentlichen Meinung a nau so viele Gründe angeben, wie sie für die Verlängerung des Belagcrunzszustandes angicbi : nämlich aar keine, Sie hat es auch nicht nöthig und sie wäre thöricht, wcnn sie es ti'äle. Sie wird mit Recht sagen : Ihr selbst babt russische Zustände bei uns einzefübit und wollt jey! klagen ? Das sind die Friichte Eurer eigenen Aussaat. Und die ösfcntliche Meinung wird sich dabei beruhigen. lom Ittlandk. Aus Eoney - Island, N. Z?., giebt's in einigen Wirtbshäuscrn, resp. Hotels, grübe Gesellen.' In Bauer's Hotel wurde eine Familie, die selbst ihren Lunch mitgebracht hatte und. nicht die horrenden Preise des Hotels bezahlen wollte, gröblick insuliirt und hinausgejagt. Die Polizei legte sich in's Vttttel, und als die Bauer'schen Kellner sich zur Wehre setzten, erhielten sie arge Hiebe. In New 0 r k hat e i n n a ch Chicago geschicktes Comite der Sani tatsbehörde Beliht über die Art und Weise des Schlachtens von Nindvieh und des Verpackens des Fleisches abgestattet und nichts Anstößiges darin gesunden. Die Angabe, daß das Fleisch in einer Weise gehandhabt werde, die dasselbe ungesund mack e, sei grrndlos; die Sa nitätsbehörde müsse sich anderweitig umschauen. Die Fleischzufuhr von Ehicago könne nicht als die Gesundheit benach theiligend betrachtet werden. In Worcester Eo., Pa., will die religiöse Sekte der Cchwenkselder" den hundertundfünfziasten Jahrestag der Ankunft der Nachfolger von Easpar. Schwenkseld m Amenka rm Jhre 1734 am 24. Sept. d. I. feiern. Caspar Schwenkfeld war. wie die Geschichte mel--det, ein schlesischer Edelmann und im Jahre 1 190 geboren. Schon frühzeitig den. kehren des Johann Hup zugethan und ein Zeitgenösse Martin Luther's und der Reformation, gründete er bald eine besondere Sekte, deren Anhänger spottweise die Schwenkfelder" genannt und grausam verfolgt wurden. Die Mitglie der dieser Sekte sahen sich schließlich ge zwungen, ihre enaere Heimath zu verlassen. Sre fanden eine Zeit lang Schutz in Sachsen, toanderten aber von dort nach Amerika aus. Am 11. Sept. 1734 (alten Stylö) langten diese AusWanderer, ungefähr 40 Familien, in Philadelphia an, und der erste Tag nach ibrer Landung wurde von ihnen als Danksagungstag anläßlich ihrer glückli chen Reise und Ankunft in der neuen Welt, gefeiert. An diesem Tage, dem 24. Sept. (neuen Styls), ist seitdem alljahrlich eine religiöse Dankfeier gehalten worden. Ex-Gouverneur Hartranft von Pennsylvanien gehört zu den Schwenkfeldern" und will bei der Feier eine Rede halten. Eine get)eimnißvolle Entbindungsgeschrchte, in welcher Dr. McCorn in Batavia, Long Island, eine Rolle spielte, ist dieser Tage an's Licht gekommen. Vor einem Jahre erhielt der Doktor Abends eine Notiz, ra'ch nach McClure's Farm zu kommen. Der Doktor spannte em und fuhr fort. In der Nähe des Farmhauses trat ihm ein Mann entgegen und sagte, der Kranke fei nicht direct in McClure's Hause, son dern in einem verlassenen Hotel. Der Doktor ließ sich endlich bewegen und fand in dem halbvelfallencn Hause einen alten Mann, eine Frau, einen jungen Mann und ein junges Weib, das seines Beistandes bedürfte. Er half ihr und als er sich entfernen wollte, wurde er geknebelt und gebunden, man steckte ihm eine Banknote in die Tasche, und die Gesellschaft entfernte sich. Dieser Tage erhielt der. Doktor einen Brief auö Eoming, O., in welchem ihm mitgetheilt wurde, daß das Kind ein Jahr alt geworden sei, und

dem Briefe war eme co-Note oergeschloffen. Der neue Census des Staates Michigan ist jetzt fast vollständig, nur die dünn besiedelten Counties Jsle Rovafc und Ontonagon, welche 1880 zusammen 2320 Einwohner hatten, und daS Township Burt in Schoolcraft Eounty sind noch mit ihren Berichten rückständig. Nach einer officiellen Tabelle belief sich die Bevölkerung des Staates im Jahre 1860, abgesehen von jenen rückständigen Bezirken, aus 1684,317 Seelen und be--läuft sich jetzt auf 1,850,925, so daß eine Zunahme von 223,003 Seelen in einem Zeitraum von vier Jahren stattgefunden hat. Die Zunahme betrug also etwa 13z Procent, oder Q per Jahr. I n Fountain-Cith, Minn., gericthen dieser Tage die Farmer Ä?. Kurt und Jasper Keller wegen des Bcsit)rechtes auf Bieh in Stleit, und Keller ward von seinem Gegner erschossen. Kurt Wurde nach Alma gebracht, um zu verhindern, daß Lvnchziistiz an ihm geübt werde.

Jnvoriger Woche zeigten sich einlge Bürger des Eountys Dorsey in Arkansas ein wenig zu eifrig in AusÜbung des Lvnchvcrfahrens. Im Monat Juni hatte nämlich die Wittwe Barnes die Summe von L150vauf räthselhafte Weise verloren. Ein Farbiger, Alfred Hollowav, wurde verdächtigt, weil er mehr Geld als sonst blicken ließ. Eine Partie Vermummter lauerte Holloway auf, sie singen ihn ab und hingen ihn an einem Strick auf, um ihn zu zwingen, ein Gestandniß abzulegen. Trotz aller Martern blieb der Gequälte dabei, daß sein jüngerer Bruder $10 gefunden habe; daher käme daS Geld in feinen Besitz. Montag wurde Holloway einem legalen Prozeßverfahren unterworfen und freigesprochen, da sich seine' Unschuld klar erwieS. L e w i S Eounty, T e n n. , in welchem die fünf Z)!ormonen ermordet wurden, ist eine dicht bewaldete, von schauerlichen Klüften durchzogene und schr schwach bevölkerte Wildniß an U.x Zuflüssen deS Duck Niver, auf dem Westlichen Hochlande von Tenneffee, wo fast nur die Erdnuß (pea nut) und ein Wenig Obst gedeiht. Mormonen, die sich dorthin verirrten, find hart genug gestraft und könnten füglich in Ruhe gelassen werden. Die eingeborene weipe Bevölkerung, oov vrliite trasb," wie man sie im Süden nennt, ist jedoch sehr intolerant, weil sehr ungebildet. Vor zehn Jahren war Newburg, der Amtssitz des Eonntys, noch ein von allen Bewohnern verlassenes Dörfchen von etwa zehn Framehäusern, und eine Schule gab es im ganzen Eounty nicht. Dieses selbst war an drei angrenzende Eounties zertheilt und ist in neuester Zeit wieder selbstständig organisirt worden. Die Bewohner nährten sich hauptsächlich von der Jagd und ein wenig Viehzucht und hatten von Gott, Christenthum und Welt die beschränktesten und seltsamsten Begriffe, wiewohl man sie nicht als besonders lasterhaft oder krawallsüchtig bezeichnen konnte. Es ist nicht unwahrscheinlich, daß ein in jener Wildniß herumstreifender Wanderprediger auf seiner Seelenjagd die barbarische.Schlächterei veranlaßt hat. Auf der andern Seite lehrt auch dieser Vorgang, daß die Mornwnen ein Krebsgeschwü? sind, das beseitigt werden muß. Ihr Präsident" Canneo sagte neulich : Unsere Kirche hat vor etwaigen Maßregeln des Congreffeö gegen sie nicht entfernt-so viel zu fürchten, als von der wachsenden Prosperität im Allgemeinen." Wenn man un ter Prosperität versteht: Bildung, (!e denn offenbar ist es das Bestreben dc MormoniSmus, sei.ic Bekcnncr in sllavischcr Abhängigkcit von den Häuvtern der nräe zu ci halten. Die Einwanderer, au denen sie si.l) vermehren, bestehen ans den rohestcn Elementen Englands, Eeandinav'ienS und Deutschlands, und Her wird von den Mor.iwnen dafür gesnzgt. daß diese Elemente nicht zur Prosperität" kommen. OrtttsHe Lo?al.75ach?icht:tt. 5ros;',erzizthtt:i ZZadkn. In Urloff n bei Appenweiler erschlug der andwlrly 'lnton Schneider in einem Anfall von Geistesstörung seine Frau. Bei einem Sturz von einem Nculau erlitt der Dachdecker Job. Wickert von Fueten den Tod. Von der Balustrade der Ltheinbrücke in Äreisach, wo er Bcrmeffungen vornehmen wollte, stürzte der Jngenieur-Licutenant v. Hilsa auf den Brückenpfeiler und zcrschmeticrle sich den Kopf. Ein Ausschuß der Heidelberger Studentenschaft" erlies, a 1 sammt !'ch ehemalige Kommilitonen einen Aufruf, zur Gründung eines akademischen Festfondcs Beiträge zu leisten, der zur würdigen Begehung des im nächsten Jahre stattsindenden 500jährigen Jubelfcstcs der Universität verwandt werden soll. Dcr Ziegeleibesttzer und Gemcinderath Beckmann von Bilfingen gericth unter die Räder feines Wagens und starb an den Verletzungen. Glasermeister Appel in Mannheim wurde wegen eines an seiner 13jährigen Pflegetochter verübten Un zuchtverbrechenS verhaftet. In Zienken bei Mühlheim erschoß sich Altbürgermeister Müller. Auf dem neuen Friedhof rn Pforzheinr wurde ein Auerbach-Denk-mal enthüllt. Uhrmacher Kramer in Pforzheim hat' sich erschossen. . In Schönfeld wurde der Gemcindcrechner Hermann Ketterer wegen Unrcgelmäßigkeiten im Amte" verhaftet. Große Gewitterschäden werden gemeldet - aus dem Kinzigthal, dem. Bauland, dem Kraichgau, vom Kaisersthal, von Friedrichsfeld, Wieblinger, Forchheim, Weißweil. Abgebrannt sind in Wolterdingen das Haus des Schneiders Wintermantel in Öberlauchringen der große Bierlagerkellcr des ' Joh. . Mühlebach. !önlzrich Sachsen. Dresden: Der verstorbene Privatmann Aug. Kirsten hat dem Bürgerhospital 10,000 M. vermacht. f, Der bekannte Taubenzüchter Fabrikant Wilhelm' Kollnpp. Wegen gewaltsamer Entehrung eines jungen Madchens werden in Freiberg drei dortige Bergakademiker, ' F. Braubach im' Reg. Bez. Wiesbaden'' B. D. aus Lyon und I. aus Dresdens steck-

sittung und Wzhlbavenhclt, o hat der Präsident" mit diesen: Aussprache sich ziemlich tief in die Karten sehen lassen.

brieflich v'erfolgt.-Jm Walde bei Untersachsenbera hat der löjährige HarmonikaArbeiter Müller aus Quittenbach daS jährige Kind einer Wittwe, mit der er ern Verhältniß unterhielt, ermordet. Bei dem Schützenfeste inöeipzig stürzte ein mit Menschen überfüllteS Gerüst ein, wodurch 20 Menschen verletzt wurden. Der großen Hitze erlagen in Pirna ein Familienvater Namens Kaiser und in Porschwitz Frau Schanz. Im Gerichtsgefängniß zu Plauen i. V. hat sich die wegen betrügerischcn Bankrotts jnhaftirte Ehefrau des Handelsmannes Ed. Keilhack von Oelsnitz, erhangt. Durch Blitzschlag wurde in Lauterhofcn das Wohnhaus des Oeco nomen Müller und in Bärenwalde das des Tischlermeisters Riedel eingeäschert. Jn Pfaffroda brannte die Besitzung des Maurers Ernst Storch nieder und in Mügeln die Obermühle. klu der Rheinpsalz. Die Familie Kramer in St. Jngbert hat der von Hilgard errichteten Diakonisenanstalt in SpeYer 2000 M. zugewieen. Die Ferd. Kleeberger'sche BuchHandlung m SpeYer feierte ihr 60Zähri ges Bestehen. Wegen Mißhandlung seines 6jährigen Söhnchens ist in Spever der früher hier, jetzt in Leipzig wobnende Kaufmann Paul Paschasius zu 4 Monaten Haft verurtheilt worden. Hr. Döhmer in Edenkoben verkaufte die Löwenapothcke um 110,000 M. an einen Hrn. Ludwig aus Mittelfranken. Der wegen Sittlichkeitsverbrechens im Jahre 1831 nach Amerika entflohene Lehrer Georg Mohr aus Alsenborn hat sich jetzt freiwillig gestellt. Zwei junge Mädchen, Johanna Frey von Ludwigshafen und Philippine Borch vonJggelheim ertränkten sich in Rheingönheim. Der Wagenrevisor Kienast in Neustadt a. H. wurde aus Dienstneid von seinem Kollegen Lechner und einem Helfershelfer, dem Barbicrgehilfen Ziemer durch Meffersticke tödtlich verletzt. Das I. Scharff!sche, vormals Gienanth'sche Besitzthum in ?!eustadt a. H. kaufte Weinhändlcr Schäffer um 75,000 M. und das vormals Gustav Geisel'sche Anwesen in Winzingen Weinhändlcr Eron von Neustadt um 35,000 M. Schwere Gewitter haben in der ganzen Vorderpfalz großen Schaden angerichtet, namentlich in Dürkheim, Freinsheim. Wachenheim, Neustadt, Landau und Wilgartswiesen. In AlbertsWeiler sind die Häuser des Josef und Anion Sicner nledcrgcbrannt.

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