Indiana Tribüne, Volume 7, Number 325, Indianapolis, Marion County, 13 August 1884 — Page 1

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. - '. v i ) . . HK YM MYNxH i . ' Jahrgang 7. Office : No. 120 Oft Marylaud Straße. . '. Nummer 325. .l - i iIndianapolis, Jndtana Mittwoch, den 13. STttgufl 188. . -

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Auzeigen . in dieser 3pali; unter te rn Titel .Ver langt, .i? e s u ö t", Gesunden", .verloren", soweit dieselben nicht ?e j5ästNnz:iz!N find ud den Azum von drei Zeilen n'uht übersteigen, w:rden iiniatgelt ii auf;nDsiinfn. Anzeigen, welch: bil Mittag? 1 Uhr adzeeben werden, sinben noch am selbizen Tage lusiufirne.

Gedankt.

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tt..f .a DinKiSdch,NähnLa verlangt lemnav4en r$sUen gute iuliin eve., herrsch zfien gute Mädchen vachze ,rjn. kur$ A. Schmidt, 113 Brw 2ittt. 3$tJl inePiZikatte. . ' d, Cl f 4 ihrlichk, intelligenter verlangt . Jm,g,. tou3,2w ehernen oU, eiil'.t einen eke achzufea i,n ,mis,n 4 ,id Uhr tn ux Office es Bit., der v-5rer Slufce. 1

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trfrfntisi .ür ,inen 8J5 "Zl5len Oi tlllllfll Wann ttnr etiSe in einem siaura:,: oder Heiel, dal shen gründlich.! k'.erneu. nnttr :escheistnemAns,ruch ausLohn. uSZunft in der Osfie der Tribüne. - IS aiU AMftii4. Ki utel MIdchen s2r Hau! rl-zattr . arbeu. o.,( Nord Meri tiiv Strafe. D. Pink. - . ltaj

!lirfrtitrtf 3roti ut- AusZrter: dli vOtrinilQl: . Lolch di kt verstehen, brauchen sich ; vlklsen. Cirle Park Hotel. ' . lZaz

loflrtitrtf guik Mädchen fürHaul ertuttftr ; axtzt, m.m O Bert

straze, s ibert?.

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Taw(ii 4- ünTläditn für HauTarbeii. 43CriailiT niUtttt &X Slate, Cle tilimlif lrar,e. : MfA . 6'.n u,it ttn besten Ernvsei CCianai . ixigm versehener, tüchttser arkeever tossttize Sttllunq. Zu erfrazea Rs. ITC Cfi WiMttzion Erraße, im Lalssn. 2ig

Jltori mto4- in tZdchn fUrfjaul 3criaur. axitu. s.-Ost ÄZsti:,,. tonftia,, bei Tr- DenIe'Äalter, Zkag

...51. . Drei dübscbe .im

ru VVKUUVlVVll . merinDeutt.Wal

Wetternsichttn'. Was hi 'li&t d n, 13. An?," ttZkuitteS Wetter. NordostuiM. "' -' Tik Nordpolsahter. Po rtSrnouth, N. H..' 14 .August. Sin Agent der asiociirten Pre'sit besuchte MarwesekretSr Händler nnS ft'agtt ihn in Bezug aus die 'Mttldellungen det .TimeS. Dk' .Sekit!Sr -Ichien sehr

fgeregt unö s'zLse.'da dät Marlne departement keine irattlgeÄitichte mu pfangen habe. . Auf die Frage, ob die Geschichte wahr' sei. weigerte-, er sich zu antworten und schln überhaupt jede weitere Auökunst ad. Große Feuer. . E t it..ycL. 15. Aug:? Heule Vkorgrn brach m Vröokin? und JlemStmg'ö Aps lheke in Noith East Feuer aus. da rasch um sich griff und in kurzer Z'ik den ganzen GeschZslZlbeil deß Städtchens inÄsche lete. ...

t:r' Wa. DU 2öajhittz:ou Tiraße.

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Zu vcrmiethen li'J.Ä.Ä

aq,u?rage ?io, ,9 94

stZndiaen iungen fjunu

ord Prne errate.

t. ZtU. in rnidlUtea. Zimmer

vwiiuividi an zweijunzeerren.

U5 wd auch Ston dazu gegeb:: tflo.U Ojl Siarm rtraje- b

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IZaueoutraktoreu ad Private sind ersucht,

dStjusprechen.

GdttorieLes . - Wir baden schon wiedeeholentlich bemerkt, da wir keine Lust liabtn, die von Cleveland erzählte Skandatgeschichte mitzutheilen, he Rede urd Vtgenrede ersolat'iss.Wir glauben nun- dak ?ir nicht Ursache haben länger darüber zu schrskjgen, Nacdnn. die Sache säst durch die ganze amerikanische Presst aegarkgen ist und nachdem beide Seiten gesprochen haben kann - man un3 nicht wohl beschul digen. daft wir beabstchligen, dieselbe olS poliliiche Kapital benuhen'zunollen w mal unsere -Leser ein NÄ .iabt'n von unk zu verlangen, dav wir sie über alle

Vorgänge aus dem Lausenden hatten. Der Bussaloer Evening ' Telegraph erzählte die Geschichte zueist in seiner N um mer v om Z1JuU.und zwar wurde

tte diesem non einem Geistlichen. Namen?

Ball mitgetheilt. Darnach 'hZtte vor etwa zehn Jahren Cleveland ew Verhüll -nib mit einer jungen achtbaren Dam5

Namen? Marie Halpin gehabt da nicht

ohne Folgen blies. Alle ihri Bitten sie

zu heirathen, habe Cleveland unbeachiet gelassen. - AuZ Verzweiftu-g habe sich

dann die Dame . dem Trunke ergeben

Cleveland bade schließlich beschlossen, sie

sich vom Halse zu schaffe.!, da ibm die

Sache lästig wurde. Maria Halpin hatte ihm nämlich verschiedene Male gedroht, ihn, sich selbst und daZttin) umzubrir'g'n, wenn er sie nicht heirathe.

Er engagirte zwei .DetectiveZ, welche

die Wohnung der Maria Halpin ermit

selten. Ihr Knabe war zu dieser Zeit etwa Xl Jahre- alt. Die D-.ectiveS schuppten da? 'Weib gewaltsam U nnt

Kutsche und brachten e? in eine Jrrenan

statt, von wo sie allelding? nach einigen Tagen wieder entlassen wurde, da ne

ohneAustrag derBetiörden dafür gebracht

worden und auch nicht irrsinnig wir.

Ihren Knaben fand sie nicht mehr vor und sie wandte sich an einen Advokaten. Ehe derselbe jedoch irgend welche Schritte gethan hall?, kam ein Schwager Glut land? zu ihm, um die Sache beizulegen. Ein Vergleich sand statt, unter welchem Maria Halpin $300 bekam, und derKnab einem Arzte zur Erziehung übergeben wurde. Die? ist der Inhalt der ursprünglichen Erzählung, welche die Namen dt? Ad vokalen und de Arzte? enthält, dieWoh' nung der Maria Halpin angiebt, die Schönheit und Tugend d? Mädchen? vor ihre? Verführung hervorhebt und ihre Schande und ihren Ruin in sensa tionellerWeise au?malt. ' . Dak die Sache Aussehen erregte, läßt sich denken und mit Recht durste man er

warten, dak von Seiten Cleveland? oder seiner Freunde eine Erklärung folgen würde. Dieselbe km denn auch dieser Tage. - Darnach -war Maria Halpin nicht eine' reizende tugendhafte, junge Dame, sondern ein dem Trunk ergebene Wittwe mit zwei Kindern. Die Vater schaft de? Kindes, da? sie nach ihrem Verhältnis mit Cleveland gebar, sei rvc zweifelhaft gewesen,' aer Cieo-!,n) hrbe trotzdem für da Kind gelo-gi nd ek in einer Waifenanstalk untergebracht. Die Mutter habe ihre.Einwilliznnz darn g. geben und da? Kind öfler in dec Anstalt besucht, schließlich aber habe, sie dak ttn) heimlicher Weise au? der A istilt forkae trage. . Cleveland habe darauf einen Geheim Polizisten engagiit. um den Aufenthalt de? K.nde? zu erforschen. ' Der G'heimPolizist sand die Mutter am Säuferwahn leidend. Da? Kind lag aus ocm Boden und sie drohte, e? zu morden. ' Daß Kind wurde wieder in da? Waisenhau? ge bracht und Maria Halpin wurde Mnitf kunst in einem Asyl süe Trunkenbolde gegeben, au? dem sie nach ihrer Heilung wieder entlassen wurde. Der Unterschied zwischen beiden Ver sioneu ist ir. die Augen springend.. Nach :e: erfiei Version hätte Cleveland ein

rugeudhaste? Mädchen eidarmnngslo? ruinirt. nach der zweiten Version bätte er bloß mit einem Frauenzimmer zweifel haften RufeZ l'en wir. Unglück ge bobt ' ' " ' :" VUV. , 4 - - , Wir sitgen hinzu, dak Citoeland un verheir'atbet ist. Welche Version die richtig ist ? Wir haben durchaus keine Neigung dieseFrage zu beantwort,. Da jedoch der eine oder .der .andere unferer Leser Lust haben mag, die Frage für sich selbst 'zu entscheiden, so wollen wir auc Va? Neueste in dieser Sache au? dem New Jork Mmuiu" mitthti len, und der Leser kann dann urthei len. mit 'yelcher . Version die Angaden über das gkg'enwäetige Leben der Maria Halpin am ehksten in Einklang zu drin gen ist. . .. - : -Als Mädchtn'hitk die Wiliwe Halpin Maria. Crost?. Sie war eine Waise und wurde in ih?em,12. Jahre von ihrer kinderlosen Tante Frau Secord in New Rochille ausgenommen. Sie wurde ein bübsches. brave? Mädchen und heiralhete einen jungen Mann, men? Halpin, der in Buffalo eine einträgliche Stelle hatte. Ihr Mann starb und binterlie sie m.t drei Kindern. Sie blieb itt Bus falo und nun kam die Periode ihre? Verhältnme? mit Cleveland. Ihre Beziehungen zu ihren Verwand len in New Aochelle hatte sie durch Öftere gelegentliche Besuche ausrecht erhalten und vor fünf Jahren zog sie wieder zu denselben. Sie wurde von ihren Verwandten und Bekannten herzlich aufge nommett. Herr Skiord bk-oohnt ein dübsches Hau? und lebt in behaglichen Verhältnisien Frau Hilpi-, ist trvß idrer i odir "0 J;i'jr noch immer eine hübsche. Frau. Vor ungefähr sieben Monüen stuid

Frau Secord und Fraa Halpin w:irde so zu. jailitt, die Herrin de? H.use? Sie war beliebt in.New Rochelle und bewegn sin in der besten Gesellschaft - Seitdem die Geschichte ihre? Aerhä.tniste? mit Cleveland in die Oessentlichkeit drang, wurde jeder Schritt der Frau Halpin bewacht, und c? existirte offenbar da? Bestreben, sie bei Seite zu schaffen. Schließlich machte man ihr denVorschlag, New RocheUe zu vee lassen, und sich irgendwo zu verbergen. Jevensalls ging sie aus diesen-Vorschlag ein. denn ste ist zur Zeit spurlos verschlrunden und kein Uneingeweihter kennt ihren Ausent halt Einem Reporter de? .Mercury" gegenüber drückte Herr Secord sein Bedauern über da? Verschwinden feiner Nichte in warmen Worten aus. Er sagte, sie sei ihm wie eine Tochter gewesen

und es sei ihm ein schwerer Schlaz. daö

sie ihn verlassen. Dies ist in kurzen Worten die Erzäh lung de? New lork Mercury". Man sieht, da nach derselben Marie Halpin al? sie mit Cleveland bekannt wurde, allerdings kein Mädchen, sondern eine Wittwe mit mehreren Kindern war. aber da? Bild, da? uns hier von ihr ezeben wird,' pißt nicht zu der Befch?ei dung in der zweiten Verston. Wir haben die vorstehenden Thatsachen einfach so mitgetheilt, wie sie. die Runde durch die Presse gemacht haben.

Im Uedrigen ist es möglich, dak die

Neugierde de? Publikum? in dieser Ange ltgenheit noch weiter befriedigt wird. Eine Bostoner Zeitung hat den Geistli

chen Ball wegen Veröffentlichung dieser

Skandalgeschichte aus'? Heftigste ange griffen und Ball hat gegen die detr. Zei lung eine Injurienklage anhängig ge macht. Kommt der Projek noch vor der.Präsi dentenwahl vor, so dülste dabei die Ge schichte der Maria Halpin eine Rolle spie len. kommt er nicht mehr vor der Präsi

dentenwahl vsr. so wird er nach unsere'r

Ansicht im Sande verlaufen.

Ohn: UN? de? Weiteren aus eine

Commenkar dieser kan)a!geschichte ein lassen zu ollen, scheint e? un? jedensall

nicht erwiesen, dak Cleveland wie in der

ursprünglichen Version darzustellen ver

such' lvorden ist. ein uijchuldigMäöche,

ruinirt und in Schinde und Elend ge

stoß'N habe Olzne diesen Erwi ad.r ist dir Sich? 'lich'Z 'v.'i'e . li ei i? .,a ,z geiröleHl'che Skand.iteich?ch e. welche i'

höchst u'isch ckilcher ititvt gerade jetzt in

de.i VorJerruuV gebracht wird.

Handelt e? sich aber um eine bloe

Liaison eines unoeeheiraleten Manne?,

10 dürfte, we n von denen, die am Lrute

sten vor sittlicher E trültai schreien.

Derjenige den erstenSte,n auf Ctkveland werfen soll, der sich frei von Sünde fühlt, dieser erste Stein lange auf sich warten lassen'. ; Drahtnachrichten. Entsetzlich, wen n wahr. New P ork. 12. Aug. Die ime?" veröfsentlicht heute mehre, e Dokumente in Bezna aus die - Greeley Erpevition. wrtche gräfliche Mittheilungen enthalten, und welche di? jetzt au? Räckstcht für die

Geretteten und die Angehörigen der Tod ten nicht der Oesfentlichkeit übergcbm wurden. Die-. -Mitlheilungen bestehen kürin. da. die unglücktichen Nordpolsah' rrr von Hunger.etrieb.-n. sich von Men jchenfteisch ernährten. Man wurde aus diese entsetzliche That sache ausmeiksam. a!? die Hiissezpedition vie Unglück:ichen.entdtStt. Einer der Nordpolsahrer. ehi Deutscher, befand sich zur Zeit in hefkigem Delirium und schrie:

O erschikkt mich nicht, ivie den armen

Henry Miifc ich denn geiodtet und ge

gesien werden, i der arme Henry '? 0,

thut '5 nicht !" Die Mitrosen waren eutskt'.' und eine nähere Untersuchung üderlkugtc Commandeur Schley. dak die

Unglücklichen, umsich vor dem Aerhun

gern. zu jchüd?n.-i d.l? Fleisch von den Leichen ihrer -todten 5kam;raden abge

nommku und 'gegessen hatten.

Greelrv erhobEinwand gegen da? Au?

graben u: Leichh; aber Commandeur

Schtty bestand darauf. Die meisten der

decken enth'eltea- nicht? al? Knochen.

von denen viele ganz abgeschält warez : nur die Zeichen an den Decken machte die

Identifikation möglich.

Die? ist die Ursache, warum die Leichen in metaUene statt ötzener Särge gelegt

wurden nd Nitn'tind die Besichtigung derselben geflattetward.

Der Tod des-Deutschen Charles B.

irii) ifijr- be'onper? traglich. Äon Hünger getrieben, persuchte er in seiner

öerlw.''flui!g Etwa? von den dem geein

gen Vorrath der LedenZmittel zu stehlen. Er wurde darüber, erwischt und erschos

sen. Haube und Gesicht seiner Leiche

wiken unversth't. aber an fast allen an

deren Stellen war daZ Fleisch von den

Knochen gcschält.. selbst da? Herz und die

Lungen waren ae.ik1sen.

Die Gereltelen wollten e,st über die

Sache nicht sprechen, machten ader schlie?. lich aas da? Velip.echen der G.him)al taug hin, Miilh iizn.i ' J-e' u?s.,,ikN wurden n Pivicr gebracht und d m Marinrdfpjrlerneiii üderichickt

Selbstmord. Phil o. Jll.. 12. August. Miu Ger-

trübe Voonur. eine junge geachtete Dame und Lezrerin an der öffentlichen Schule

beging in einem Anfalle von Geistekstöe ung auf entsetzliche Weise Selbstmo:d.

Sie iiberok sich mit Petroleum und steckte dann ihre Kleider in Brand. J!ee Mutter kam hinzu, al? die Unglückliche in

hellen Flammen stand.

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reterhon u v.

E m a n z i p a t i o n ? f e i e r Lockport. N. 12. August Die

hiesige farbige Bevölkerung seie.'lk heule den Emanlipiüonst.ig durch eine gros;i Prozession.

Mord u.ud Selbstmord. W i ch i t a. Kas. 12 Aug. I. Daniels

schol; heute seine Frau und seine Tochter

todt iind jate sich dann selbst eine Kugel

in den Kod f-

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No. 18 Ost Washington Straße.

Groke Hitze. London. 12. ua. Die 4ie hier

ist surchtbar. Zn wmh Jahren war da? Wct'.er nicht fa heiü. Mehrere To deSsälle in Folge von Sonenstlch sind

vorgekommen. Die s r a n z ö s i i ch e A e r s a s s u nz. Paris, 12. Aug. Der Congrek zur Revision der Verfassung verwarf die Vorschläge zur Abschlssung der Präsi' dentfchast. zur Wahl de? Präsidenten dtt-ch allgemeine Abstimmung und zur Abschaffung deö Senats. Auch der Vor. schlag zurAuZweisung von Prinzen frühe rer Dynastien und zur Confiscation ihre? Eigenthums wurde verworfen.

D i e C h o l e r a. Paris. 12.' Aug. S neue Fälle in Custelnupro und mehrere mißt in ande ken italienischen Ortschaften. In Mar feilles 1 Todte während der letzten 12 Stunoen um 8 Uhr heule Morgrn. E? herrscht groe Hibe. In einem Dorfe der Niederalpen.wo sich kein Arzt befindek. starde.i au einem Tage 21 Per tonen Marktpreise.

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Die Büffelknochen, die seit vielen Jaoren aus den westlichen Prai rien bleichen, werden jetzt systematisch aelammtlt. nach dem Osten gebracht und dort in phokphorfaure Salze, Leim, Knöpfe. Aezenfchlrmgriffe und dergl. ver wandeln.

Waaren werden nach irgend einem Stadtiheil prompt uiit nnenkgelllich abzeliesert.

Vvur Auslande. - E i n e r v rn a n t i s ch e. Stau berzeschichte wird in der jetzigen Enten eit wieder flügge. Die gut erfundene Mär lautet : Zur Wärnuuz für Touristett in Italien. In Mailand schlenderte

ein junger Deutscher, den rothen Bäde-s

ker"- in der Hand, langsam durch cie Straßen. 3?i einem Limsnadenverkäufer machte er Hai: und verlangte eine Crfrichunz.' öine june, tMsch geklei dele Dame trat .knapp chinlr ihm zu dem Tische und begehrte eine Limonade. -Als sie. aber nach iyrer'Äörse- greifen wsllte, fand sie zu ihrem Schrecken, daß ihr die selbe fehle. Galant erbot sich derFremde. die Kleinigkeit zu befahlen, und sie nahm es an.' Er wollte die glückliche Gelegen heit benutzen und bot ihr seinen Arm an, um sie nach Haufe zu begleiten. Auf dem Wege erzählte sie ihrem Ritter, daß ihr der Arzt in Folge eines Kopsleidens , verordnet habe, Tabak zu schnupfen. . Sie zog dann, auch ein zierliches silbernes DöSchen aus der Tasche und bot dem Fremden scherzend eine Prise an. Die

jer schnupfte, doch nach einigen Schritten wurde ihm plötzlich ganz sonderbar zu Muthe, und nach einigen ekunden siel er bewußtlos zu Boden. Ach, ine!n Mann ! Ach, mein Mann " begann die Dame jetzt zu jammern. (5r iü todt! Ist keine Rettung!" Man brachte den Ohnmächtigen in eine nahe Barbierstube und di? PleudoGattin bat, auf ihren Gatten Acht zu haben, bi? sie mit einem Arzte kommen wstrde. Aber so kann ich ihn nicht liegen lasten," sagte sie zu dem Barbier, ich iverde einstweilen sein Geld und seine Uhr zu mir nehmen, sonst kommt es abhanden." Der Barbier fand die? ganz in der Ordnung und die Dame eilte mit den Effekten davon. Als der Fremde sich erholte, lourde der aanze Schwindel offenbar. Die Polizei sahnbet" nun nach der schlauen Betrügerin. D r. W u r st e r. d e r das Un . glück Patte, am H. Juli aus der Place

de la Concorde in Paris vor der Statue von Elsaß angegriffen und verfolgt zu werden, hat einen Brief an den Echlo. M." geschrieben, in denr er ausführlich über das Mißgeschick berichtet, das ' ihm widerfahren ist. In diesem Briefe ver sichert Dr. Wurster auf Ehrenwort, daß es ihm nicht eingefallen sei: Nieder mit Frankreich" zu rufen, und er fahrt fort : ,,Jch kann mir den Umstai.d, daß ich als

'Deutscher erkannt wurde, n'lck't anders

erklären, als durch meinen Jager zchen Rock, dec bereits mehrere Male in den Straßen von Pari.'Zett Nus veranlaßt hatte: Ein Deutscher! Diese? Brief wird auch vom Pariser Temv" in französischer Uebersetzung abgedruckt, und zwar macht der Uebersetzer au? Herrn Dr. Jäger einen Schützen und aus seinem Wolikieide eine tiliiiu -.'(s seur. N;u;, Jäger 5tck", f;n. das auch übersetzt werden. Ueber einen k u r i o f e n Rechtfall weiß der Kurjer Warszawsti" zu berichten. In diesen Tagen kehrte nach Warschau ein gewisser Herr A. S. zurück, über dessen Tod die Warschauer Verwandten einige Wochen früher ein Telegramm, erhalten hatten. Die Ver wandten .zweifelten um so weniger ander Nichtigkeit dieser telegraphischen Ml dung, als ihnen die schwere Erkrankung des B. S. unzweifelhaft bekannt war. Während seiner Krankheit versiel cr in einen lethargischen Schlaf, den seine Umgebung für den Tod hielt, worauf sie dann auch dieser irrigen Auffaffung gemaß nach Warschau telegraphirten. Die Warschauer Verwandten verständigten sich bald über die Verkeilung der Nach lassenschaft, die sie übrigen jetzt ohne Widerrede an A. S. zurückgegeben ha den. Dagegen weigert Ä. S. sich, seinen Verwandten die Unkosten zu vergüten, die sie anläßlich feines vermeintlichen Ab

lebens gehabt haben. So hatte Z. B.'

einer der verwandten eine kirchliche Todtenfeier mit Seelenmeffe veranstalten lasten, was natürlich Geld kostete.- Da B. S. auch diesen Posten nicht vergüten will, so ist er verklagt worden.

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