Indiana Tribüne, Volume 7, Number 317, Indianapolis, Marion County, 5 August 1884 — Page 3

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Chicago, St. X'Oiils and I?ittslnr Itrvi lron.fi. Zkit'Tadell? für durchgehend nd Lokal'Znge. ro 17. kZkbr. t8SS an: fi ctiliilci da NntnTot, Jndxll. t folgt:

Station. , Gchnllzz Poftzug. Schn2,g I ecm. dg Jndiansrl's nt.ab'sSit? m Richmsud SJavta , Ciqua , Urbana , CalUirtU.... , SUuat! ... -, eutten;::. . Slicfliiig ?NtSdurg . m HarriSburz. . tjaUiwo: , Washington.. . SJjUarclvfcia. iltvo ... .'c-lcn 4 :25 5m ; 6:2ü . 110:45 13:53 4:UNm 14.00 6-.4I 6.13 . j : i 8:57 I H:'8 1-..T7 7:1, :S7 . 8: 9 . 9:52 . ll: . 2:37 Cm 4:24 8:02 . 6:17 . 6:50- ! 3:3a , 3:47 . 4:M 6:40 I 9:'6 . ll::jüB' W VXl . ! 5M 1 j 6:3 l I 7:02 . t 4:t,ö ! 7:40 . I 8:50 . 2:2SK S.lZSm! . 6:2 . S'.'S 7: . 7: 0 rn 7: so ! 1 I m l 8:2!mZ... TSfl'.ich. f Laa.:s. ausgenommen Sonntag. Pullmann' elup. Schlaf und Hotel.LZager . -M- m. t m oniiit-. t a H K w a n ? M ? i r ffey fii tarte:. r2Ä 2-n Ceßliches Slltur. fv.no .n aSn Sia5t?c?txa::n.Taa ea23ftrl und in dm St2d:.Juau, dit ot JlwviZ ?t LZzsZtNLtSN Strat nd t Nio? DV hts. J?d:ka?o:i. zu hb,n. Z h!z?e?kn.anen k!". nn tm vsrau gesichert erd? durch Upvlillli' ttt dtnVgerittn w tabt$uToii r Intor z?0t :! 3nbisi?acoU, J?d H. . r,rl,,z, S Xü9 it Sa'iiuj. ton unb Jlii,'0ii Stras. Jnd'olS. 3orne VZeFrea, Sianaae . ioiuatdul. Ob'- , . , r K. 9nl. Vrf r:ir- an ttft.,"-t r-uitsuia. i . GÄdlich. j ffl & I R R Xit kürzte ttad beßeBai 4 LouUville, NashvillcMenjphis, Clmttanooga, Atlanta, SavRitnali, Jacklonville. Mobile atul New Orleans. sö ist i?:tH'i!Haft m? Passagi re nck k-e,, SüdkA, k'.2k direkt? Sfout' j nehmen. tldafl-, SchlöZ. und Parlor-Wagea jwifdjfn tzhicags und Louisv?!!, un St. nui' un Lon'.ZVill, ohne Wagknwechfkl ssomfort, Tchnelligkktt und Sick,rdi' tu Jeff- : ie alt? zudläfilge S. ÄN. B . kl. iL. Doriutf. 'si'i't Srnera! X5flg'4tr" f:o1-Ca- 2?S!'ölS'' und Ioi4 ?t! . AZdvl4 K. V; Mi.Kf.nna. Siipcriulcudeiii. Z?tn !a,tti:Diff::!I tft . nV' p-: Pia b jcjrt?ua'r.fi Äui;" l'- - tatmlO ?kr,?e und ltw ork 7 i'.-i ?'. iu- . j "Jit'u . 1W9.it ra je ur '' vc -3b'Stra: 13 iÄuf.iityunetU se. nahe St.dle str. IZ Itlcio: Str, und Fort 535N ?r it Neu Ik,?? und Tiort a,n, ?o 15 Pr.u 5lr. und.ichu'ctlS ,'.C driften Äe. uab Äf5 i? ?a:! &tf . u::b Bui'.rr Str. lü crrcwc ätr. Kalofi ? -J9 irr unb Islz.l :t. Ssükze und Mieten: I2i ilabasti und BlttiKtt Zu. 125 Wenbiait sir.i Ciebera Str. 126 ' !:r. un,L:n:e:n : SuZ!r;2u.i??.Skbäud.'. Z Central r. ud cht' ii531 2Ub:r.suab cctor:iIon Str 132 Rodamxron und ch: ti. 331 5oEßC So, und tjnts Str. 135 Sar. Zc. ur.o tclarscir iIUo tinc:r nd Nichigan tt. 21 t. Joe :t:.. nzh J2inoi CI Pennsylvania und Pkatt 25 0. 6. Engwk Housk Lkchste. 26 Rississtrvi u;td et. ÄUt Str ST ILWoiZ '.d S't. SZ kn::sz.oanta Lr. i, Ho?', ,i" 3i i-iijp.jfippl und fciriie t:. 212 Itiir.ente uni 3t;. 213 ie.v i:?'.ösnta wi K:4:a-i 214 3Ut.e;4 u& fiter: Str. 31 r."-" So, u-.z 2Ri5ian 22 fittzUn uid ,JcI :.! SfT. 34 Cairpi.r. i'ft 4-c:n;r: . iluf iiitc Sii ?;r' et:. ;6 3nsiai Sa:, b.: S:. il - 57 5:s:tci!iita:. äl 5U!? nni -?;cra Str. ? SRi'tJ'.gu Uii 3 Ä: 312 ur.o Wain! 5t: 312 33fl and Dritte Str. .'14 Sietxpie ano Hssiatd Sti. 41 SSaiy.ngti), aiC?f: 2tx. 47 Zitzendsr? und 3ai;;nst t .IZ Niflzuri ::d Titro t)or! Str. -45 Ucriiiait und KafV'"0"' t: 1 2!l:notl ur.5 Ohi? ?:r. 47 Tennrsskk und LZishinzt-n Str. AS ÄinjiV rperf cn'e. 43 g-'taUncia. 412 a:.3uri un' i'iJiaa.O St. -113 .If.sftxr' : -.d S:ta)i 51: 413 ,'trgu!cr.'5 0.: oaf. 421 I. ?. x. Jloi fiautf 423 i'nfiM A?viac:. Öl Jnoii uioiltinü Si:. 52 3lno:a:to UouiflaiM 5n .52 53st ani cSart? 1 Lest uni ZZith Str. 5S TettnefZee und Äeotflu St? 57 X:tiiar. und 3ap fftt. Zd.ssn Äsi. urtdllorr-,: lu Wdissn 2e. Xsülcr 5t' 512 Et1 und ÄsJrtoo t. 513 Äe::iaJt äo. uns Kr:t ? .V4 C-iion tr.t .Horn Sit 516 liuctj und ücnfal S M7 la:rii und T:cota; Str. . Cl Sbuth naue Tekasare 5tr. 62 Pennsylvania und Lsu'ftan Str U Tlaa? 7.d 5c ia:ta Sit. M und WeCarta Str, Alabama und Birgtans c. 67 Li7Z'.7!ia Lv. und Sradsha e:. e Ost und koburn Str. S Pennsylvania 5tr. und Sadso- e. 612 ZcZernsn und Dsuzhkrl, S. 71 Jitgittia Svs. nah Huroa tr. 72 O?und S,srg,a Str. 7 ZSash'mzts und Bkntsn Sik '74 öento-t uns Seorzia Str. -7b ore? und Pin. T'.2ou und Säte Str. Mtf e lrz:n:a Sve.und iBon. T tjlktchsr Äs, und 2i5on "ilt o;rac und Projekt Str. Til ZagW.i A -nd Baurt I 7U uscugi und Cit? $tr 71 d: -w ?eche c:t. Sl V" w Jre? et:. S-.' 5?af i t;tcn und ?;!sv4r i . h'A Ch ur d aci U. M Ä'4 .ilt Nt 4CI1 II 8 kaud umniRflaIt 5er." r ta-jt 1 ArUnat t C:it:43l a.o ScUt tn ä ,5,5. ., Sekänan'i t2 s a !g. i sch'.auch'HZt4 Oft 2ustzittgtuSrj. Ltti'.it uns sieht Str. 14 Zdis und 4aro9 Sx UitfUnt naye Vterldtan Str. S2 lllt'.öllin nng Gorg'.a Strax. $rtnjtSii:iil. 4-2-1 U.id ißen :itbcr5o:t,i:ir lara. 3-3 Signal für 5tn:rucf . ftjati dSt43f, Heuer aus. - . tfi SQ'Ai; Irul ad. B9ir Sollt. 4Uir lUaa.

rUiq Cl P!llvrij, Ui4iawuin, .tii4ii Re Vsrk. on Wechsel, lo in f3ainoäf nach Äal:s?k. ßsftir.gton und

Sie Bcilchendamk.

Sknsalio7.s-Ronlän don Karl G ö rlitz. lFoitsedung.) Hier," sagte sie, uehmon Sie d-c. Packet ! Es enthält Papiere und wichtige Dokumente, die Ihnen über Alles, was mich betrifft, die weitgehendste Auskunft geben werden. Aber versprechen Sie mir, dasselbe nicht eher zu öffnen, bis Sie ein Telegramm deswegen von mir erhalten werden, das Sie zu dieser Oeffnüng autorisirt." Ich verspreche es Ihnen." werden Sie dann," fuhr sie fort, nachdem Sie Kenntniß von dem Inhalt dieses Packet genommen haben, wieder zu mir zurückkehren und Ihren Antrag wiederholen, . bin ich die Ihrige für Zeit und Ewigkeit ! Dazu füge ich j'chon heute meinen Schwur, daß ich, wenn Sie auch nicht zu mir wiederkehren sollten, und wie mein Schicksal sich auch gestaltn möge, ich niemals einem anderen Manne anzehören werde, wie nur Ihnen." - Kurt war sehr ernst geworden ; er vcr barg das von der lräsin erhalten? Packet in seiner Tasche. Ich denke," sprach er halblaut, als ob er in dieser Erinnerung Trost und Stärke suchen wollte, un jshrc Güte gegen die arme kleine Blumenhändlerin, als ich Sie zu:n ersten Male Veilchen kaufen sah, und ich vertraue Ihnen. Er konnte einen Seufzer nicht ittttcrdrücken, als er dann leise hinzusetzte: Welch' ein Schicksal ! Ich liebe eine Srau und bin wieder geliebt, weiß aber nicht, wie ich dieselbe in Ge danken nennen darf!" Ihre Bcilchendame !" erwiderte sie schwcrmüthig lächelnd: bis mit Gottes Hilfe die Teilchen für immer aus meinem Leben verschwunden sind. Und nun den: ken Sie an Ihr Versprechen !" Also für heute ein Lebewohl aus um bestimmte Zeit der der " Gräsin Schönmark," fiel sie ein. Sie wissen, daß ich diesen )t'amcn zu tragen berechtigt bin. Sphvnr !" sagte Kurt, der unter dem Bann dieser geheimiißvollen rau sebe r i gaiz;c lug noilche iHuitierteit venoren l'atlv. melancholisch, Spbvnr au Nei; und Nimbus !" TiesePenennung.urt'sließdie Gräfin lächeln. vl'vnr war? eme unverdlenle Schmeichelei für mich' meinte sie ini Ton Wiedergewonnener leichter Unterhaltung, es ist nichts Klassisches an mir ; ich bin eine sehr realistische Frau, die in all ihrem Tenkcn und Handeln durchaus modern ist." Plöylich verschwand das Lächeln von ihrem Gesicht und machte einem Ausdruck des Schreckens Plafci Still, hören Sie nichts?" Kurt war unter dem Eindrucke des Er lebten noch zu befangen, u:n die Furcht zu bemerken, welche sich deutlich in den Mienen der Grasin abspielte. Er vernahm nur ihre Frage und wandte den Kopf nach dem ersten Salon zu rück. Es wird der Assessor sein " Rein." flüsterte die Gräsin, nicht dort." Wo denn ?" fragte er befremdet. In diesem Augenblick vernabm auch er ein Pochen, da aus dent Schlafzimmers der Gräsin ju kommen Zchlen. Verleiben Sie, ick bin sogleich zurück." Mit diesen Worten eilte die Gräsin in ihr Schlafzimmer, dessen Thür sie hinter sich wieder schloß. Kurt blieb allein ; er befand sich in begreiflicher Erregung, nicht nur über da b:lr Geschehene, sonder.', ze.t nar.!e..:iicy übe? die so vlotzliche :nd schnelle Eiit'ernunz der Gräsin. Von wem tonnte :& Lochen kommen ? Wer hatte Aiecht, auf s' g . he i :nn i ßvolle und wen iz ge brä uch l'.che l$iiU seine Gegenwait an;u'.igen ? hl mehr noch, weshalb war div' v)r.i?u icgleich bereit gewesen, auf da-? eige:.' tbüm'iche Signal sich so rasch und hastkg zu entfernet! 5 .Itte diese Fragen schössen Kurt durch Kops- Er hatte einen Augenblick t.i ,.t ül'.'l VusC ihr bis au die Thür zu z: len und dort zu lausche.i, aber ebenso schreit gab er diks? Absicht, als zciner un ivindlg, nieder auf. .Er tra: a:; das Fenster und sah gedanke:ivo!l aus die Straße hinab, aber der starke Veila-.engeruch, welcher d.-:: auf dem Fenstcrdceit aufgeslellten Blumen topfen e::tström:e, entriß ihn fci.ien Ge danken sogleich wieder; der scnsl so an genehme Tust drohte ihn zu ersticken, da sich ii! ihm da? geheinniiswollc Treiben tec Gräfin wikovvte. (rr faf.te nach 1C.11 in der rasitrtföf seines Stockes be'i:::2öche:i KV-.;l:t. Dasslb: enthielt die Lcsuüg aUcr Geheimnis.?, aber er durfte es s ja i::a)t öffnen, er hatte der Gräsin esla!b sein Wort aeaeden. dc gegeben. Mein Gott." murmelte er, indem er ie Hand von dern gebimnißvollen Pakket zurückzog, schütze in ich vc? Mißtrau--cu v Damit sank er in einen Sessel. Die Gräsin war inzwischen in ihr Schlafzimmer getreten. Sie stand vor jener, ursprünglich durch das Spind zugesetzt gewesenen Thür, die in das Treppenhauö hinausführte und an welcker jetzt' zum "dritten Mal geklopft truroe. Sie preßte beide Hände gegen die Brust und holte tief Athem, als ränge sie nach Kraft, ein schweres Werk zu vollbringen. Sie mußte also wissen, wer draußen klopfte. - Dann legte sie die Hand aufdasThürschloß, drehte den Schlüssel um und schob den Riegel zurück. Die Thür öffnete sich. Vor derselben stand der Bankler Ortmann in ruhiger Haltung, das Gesichts durch die grüne Brille maökirt. Die Gräsin nahm, als sie Ortmann erblickte, eine demüthige Haltung an; begrüßte ihn nicht, sprach auch kein Wort, ? i. . . , ? i . ; jonoern erwarreie janc nnreoe. . Auch Ortmann hatte keinen Gruß für .t i- r . . oie larqm ; ais oo er yier err wäre, trat er, ohne ihre Einladung dazu abzuwarten, in das Zimmer und blieb unmittelbar an der Thür stehen. - Ich werde," sagte er schnell und kurz, wie ein Geschäftsmann, für den Zeit Geld ist und der so wenig wie möglich von diesem kostbaren Material zu ve'rlie- ! ren wünscht, ,Sie für morgen und über-

morgen um Jbre geschätzten Tienste'bit ten, Madame?' Sobald ich weiß, um was es sich handclt," erwiderte sie leise, werde ich zu Ihrer Verfügung sein." Auch Ortmann hatte nur halblaut gesprechen, jetzt dampfte er den Ton seiner Stimme noch mehr, als er fortfuhr : Obue Bedingung, Sie kennen unsere, n Pakt." Sie können nicht verlangen," widersprach sie weiter, daß ich mich in Gefabr stürze."

Er hielt ihr den gefälschten bamburger Wechsel vor Augen, den sie bei ihm hatte diskontiren toollen, und auf dessen Falsum ibre Abbängigkeit von ibm basirtc' ' Als die Gräfin den falschen Wechsel erblickte, sank ihre stolze Gestalt noch mel?r zusammen. Ortmann schob das an sich werthlose und für ibnZind diGräsin doch so wichtig: Papier mit o.ewandier FingerfeNigkeit schnell wiederin seine Westentasche. Ich denke für u?s Alle und stelle Jeden an den richtigen Platz zum Gelingen des Ganzen ; Gefahr baben Sie nicht zu befürchten, sondern nur Geschicklichkeit an.zuwenden, und Sie, Frau Gräsin," cr gab ihr diesen Titel mit leifem Anslug von Spott in der Stimme," sind geschickt, wie ich selbst. Das ist das beste Hernpliment, das ich Ihnen machen kann. Sie haben verstanden, ein hübsches KartenHaus von schimmerndem Glanz aufzubauen, dem bis jetzt nur das Fundament gefeblt hat; ich werde Ihnen dasselbe gründen, wahrscheinlich schon mit Ihrem Antheil von den Mitteln, die uns zu ertocrben in Aussicht stehen." Die Gräsin erwiderte keine Silbe ; gesenkten Hauptes stand sie vor ihrem Herrn und Meister. Hier haben Sie Ihre Instruktionen," er überreichte ihr ein kleines, in Bries. format zusammengelegtes Papier, es wäre zu gefährlich gewesen, Ihnen dieselben durch die Post oder gar durch einen meiner jungen Leute zu senden, deshalb .sehen Sie mich selbst hier. Ich bin überzeugt, daß ie ÄteiNerln in urchführung Ihrer Ausgabe fein werden ; ihre Antecedenticn, die, wie Sie wissen, mir bekannt sind, berechtigen mich, Ihnen eine brillante Finesse zuzutrauen. Lassen Sie, nieine Gnädige, sich aber nicht verlocken, in dieser Sache auf eigene Hand zu opcriren; Sie kennen den langen Faden, an welchem ich Sie gefcffelt halte und den Vkecbanismus, mit dein ich die Gegenmine erplodiren lassen würde." Er legte dabei bedeutungsvoll den Finger auf die Westentasche, die den Hamburger Wechsel barg. Die Gräfin bebte ; diesem Ä!anne gegenüber schien sie ihre Selbstbeherrschung nicht bewahren zu können. Ich kenne meine Abhängigkeit von Ihnen," kam es im Flüsterton von ihren bebenden Lippen. Jeder Mann ist abhängig von einer Frau, wenn dieselbe so schon ist wie Sie, grau Gräsin. Sie haben Ihre Macht gegen mich zuerst zu gebrauchen versucht, Heute revaiichire ich mich, voila tout! Für die nächste Affaire wird Glcichberechtigung" unsere Devise sein." Ich werde das Meinige thun," sagte sie, sich tief verneigend. Davon war und bin ich überzeugt, Frau Gräfin, meinen Respekt ." Er verneigte sich vor ihr und zwar so tief und ehrfurchtsvoll, daß in diesein Uebermaße von Devotion gerade der größte Spott verborgen lag, freilich nur in der Anerkennung ihrer Grafenwürdc ; vor der Schlauheit der Veilchendame beugte er sich in Gedanken wirklich ; er wußte zu genau, welchen immensen Werth eine solche' Verbündete sür ihn hatte. Tann verließ er das Zimmer, glitt leichtsüßig und geräuschlos die Treppe hinab und war in wenigen Sekunden aus dem Hause.ohnedaßseine Anwesenheit in demselben von irgend Jemand, die (Gräfin ausgenommen, bemerkt worden war. Als Ortmann die Gräsin verlassen hatte, richtete diese sich zu ihrer vollen .vh? auf ; das Gebrochene ihrer Gestalt U'är ebenso verschwunden wie der Ausdruck von Unterthänigkeit auf ihrem Gesicht. Drohend erhob sie die Hand, in welcher sie das von Ortmann empfangene Papier hielt, gegen die Thür. Einen Antheil nach D.'iner Vcrcchnung willst Du mir geben d' murmelte sie. sich Dich vor, daß sich keine Fehler in Deinem Fazit finden ; wer mit inir spielt, i:mti mir den öwenantheil überlassen. Til wirst Deinen Kompagnon wohl unterschätzt haben." Sie öffnete das von ibm erhaltene Blatt, überflog dessen Inbalt und nickte bei dem Lesen mehrere Male befriedigt mit denk Kopfe. Dann faltete sie das Papier wiedvr, verbarg s auf ibrer Vrust und k' hrle in den Salon zurück, wo Kurt v. Velow sie erwartete. . Als Kurt die Gräsin eintreten sah, stand er aus und ging ihr entgegen. ft es -'it. Abschied zil nehmen?" fraak' er trübe. Schicken Sie mich . . ir j't -.-4i:Sie reichte ihm die Hand ; ein bauberndes Lächeln verklärte dabei ibr schones Gesicht, Mild? und Herzensgüte strahlten aus ihren Augen. Wer aber konnte in die Abgründe dieses Herzens schauen, wer könnte wissen, wieviel, von der bestrickenden Liebenswürdigkeit der Veilchendame wahr empfunden oder nur geschickt gemacht wahr: Kurt liebte sie, hatte also am wenigsten ein Urtbeil über diese seltsame Frau ; er war entzückt, als er ihre schönen Augen ? ii l- t r 10 sreunvtia) unv jeeienvou aus ncy aerichtet sah, ergriff die ihm dargereichte .fiand und ;oa üe an seine Livven. Auf Wtederscben !" bauchte sie mit vibrircndcr Stimme, der sie vergebens Festigkeit zu geben suchte, beugte sich vor 1 r . , . i , uno lutzle iim aus die cnm. Aber wann ! fragte er schmerzlich. Wie lange soll die Äackt dieser Berbannung währen, in welche Sie mich schicken? So sehr ich mein Gehirn auch aomartere, ich kann keine Erklärung für Ihre Strenae gegen mich finden. Müßte ich nicht gerade Ihnen in allem Kamvf zur Seite bleiben " Sie hatte seine Hand noch nicht losgelaffen. Durch Nacht zum. Licht '." sprach sie mit erhöhtem Händedruck. Erinnern Sie sich Ihres Lersvrcchens.-!" J&U babtn memWort, erwiderte er.

indem eö vcrratyertsS) uver sein (eNcht zuckte ; er war kaum noch.im Stande, seinen Schmerz zu verbergen und des in ihm immer wieder auslodemden Mißtrauens Herr zu werden, aber ich werde die Stunden zählen, bis die von Ihnen verheißene Depesche kommt !" Dann ergriff er seinen Hut, aber sein Fuß war tvie gebannt, noch eine stürmische Umarmung, ein glühender Kuß, ein gewaltsames Losreißen, die Trennungs stunde war überwunden : Kurt hatte die Veilchendame auf ihren Wunsch, der einem Befehl fast gleichgekommen war, verlassen, vielleicht für immer. Gott sei Dank," rief die Gräsin, sowie die Tbür binter Kurt ins Schloß gefallen war, er ist fort!" Die Freude, welche in diesem Ausrufe lag, war jedenfalls echt ; freilich blieb es zweifelhaft, ob diese Freude nur seiner Entfernung galt oder dem Bewußtsein der Freiheit, mit welcher sie jetzt mit oder gegen Ortmann handeln tonnte, um ein noch gebeimmßvolleS Ziel zu erreichen. Er ist fort !" wiederholte sie plötzlich mit ganz anderem Ausdruck und preßte die Hand auf ihre stürmisch wogende

Brust, wenn es aus immer Ware ! Das wird an ihm liegen V4 setzte sie dann fei ser hinzii.' ' Er hatte jetzt dieEntscheidung in Handen und mir, mir bleibt jetzt 'nur die Ungewißheit." Sie sank auf daS Sovha, verbarg das Gesicht in die Kissen und weinte bitten. licv. 10. Als Helene den beiden Freunden die Thür geöffnet tatte, war sie von ihrem Verlobten in die Zimmer ihrerMutter begleitet worden. srau LeNina war in derKuche bejchästigt, das junge Brautpaar . befand sich allein. Aber es kam zu reiner andermelnden Stimmung, kaum zu einer fließenden Unterhaltung. Helene hatte eine Handarbeit ergriffen und sich damit an das Fenster gesetzt. U:s konnte dem Wc wr rncht entgeben, daß die Wangen seiner Braut mit jedem Tage bleicher wurden, ihr kindlicher Froh' slnn immer mehr schwand, aber er wagte nicht, sie um die Gründe dieser Veränderung zu befragen, denn sein schuldbelastetes Gewissen scheute zede Erklärung, und sie schwieg aus der ibr angeborenen .r r . ' a.'ua'iernoeli. Er wußte wenig mit Helencn zu reden. da er es nicht wagte, das Gespräch aus 1 rrt r, . oen einzigen tcgenuano zu lenken, der noch Interesse für ihn batte, auf die Gräsin. Helene vermied ebensoscbr, diele so aefährlich schöne Frau zu erwähnen, welche sie seit den pikanten Erzäblungen und Andeutungen der Majorin von Weller hakte, soweit eben in ihrer llndliw srommen Seele Raum für ein Gefühl deö Hasses war. So ruhte em schwüles schweigen auf Beiden, wie es allen zu ergeben pflegt. die sich mit ganzer Seele für irgend Etr t p rj r was inrereM-en, oas t mml erwähnen wollen oder dürfen; können sie nicht von dem sprechen, tras itre ganze Seele erfüllt, so sind sie meist schweigsam und in sich gekehrt. Aber solches Stillschweigen ist wie die lähmende Stille vor einem Gewitter ; es fehlt nur der Anlaß dazu, um einen Ausbruch heftiger Leidenschaften hervorzurusen, der dmm zu einer gefürchteten ' und doch nicht gut zu verhindernden Katastro phe führen muß. .... So auch hier. Der Assessor zählte im Stillen die Minuten, bis er Kurt zur Gräfin folgen konnte, aber unmöglich durfte er seine Braut nach so kurzer Zeit schon jetzt wieder verlassen. Er fühlte das Peinliche des Schweigens sehr wohl ; da er es aber Nicht zu brechen wußte, lies; er seine Blicke im Zimmer umherschweifen,als ob er nach einemStoffe zurUntcrhamlng suchte, eine Blicke bueden auf einem kleinen Bücherschrank haften, hinter dessen Glasscheiben die aold gepreßten Einbände verschiedener Bücher hervorschimmerten. Darf ich Dir etwas vorlesen, liebe Helene r fragte er ledbast und frob, ein Mittel entdeckt zu haben, das seine Seelenstlmmung am Leichtesten verbarg. Wenn es Dich nicht anstrengt," antwertete sie mit unsicherer Stimme und beugte sich noch tiefer auf ihre Häkc'larbeit, bitte ich darum." Das arme Kind hatte Mühe, "seine Thränen :u verbergen. . Diese Tbränen wären sehr zu rechtfertigen gewesen bei ei ner Braut, deren .eriovter idr wie ein dozircnder Professor eine Vorlesung statt t r i .- tt . r . oer ilcoencen rgune feinem .erzen anbietet. Aber Hclenen's passive Natur bedürfte eines direkteren Anstoßes, um ibren Schmerz ;u zeigen. Der Assessor war an den Bücherschrank getreten und mujterte die darin ansgestell ten dichterischen Werke. Schiller," sagte cr und nabm einen Band dieses Klassikers beraus, ist Dir eine Reeitatton aus Ton Carlos genebm V Helene bciabte wie vorber ; ;it wider sprechen hätte sie nicht gewagt, das lag nicht in ihrer 'atur. Sie traute sich nie einen Mllen zu haben, sie konnte nur neben uud lcideu. Der Assessor war ein ebenso guter Vorleser wie ein auvgczeichneter Redner und Vertheidiger im lZcrichtssaal. Sein sjrgaii war ionor uno sympaiisa, sein Vortrag fein abgewogen, dabei voller Verve und Feuer. Daher kam e5, daß sein' Vortrag entzückte und mit. fortriß. Er war bis an die Szene des breiten Alts zwischen Ton Earlosnndder Fürstin (iboli gekommen, und fchlld.'Ne 4..1 lese die bnl'lcrischcn Vcrfül'r.ln,-.?künste der schönen Span':crin so mittcfhast. daß cicic schlaue ui:d stk.nbettiickendc teerte; des St'tdcns r.iit'stlt ibren Renen un; 5'-fungcit "HvHinvn )t'.!i'. sich piask'lch beiii.-taibcU'ii schi Helene 7onnie sich nicht mehr beverr .schen, sie brach in Tbränen ans. Ci.t TA Vi ivrt TistStmiiT to .,'V V' r V I" selir crgrissen : sragie rr, geiromeirueti von der Wirkung, die er mit seinem Lesen p r " .111 P.. . . 1 . ... . .fX....!J. .11 erhielt batte. ..Carlos blieb seiner Liebe treu," schluchzte sie, unfäbig ihre Gedanken zu ' ' ' 1 xi.. . l - trt verb serbcrgen, alle Künste dieses abschenlichen Weibes vrattten von seinem feiten. edlen Herzen ab.' Es hat-also doch auch starke Männer gezehen.

ie legte die Hände vor das Gesicht, c.'-ie hindern zu können, daß zwischen idren zarten rosigen Fingerchen einzelne verrätderischc Thräneuperlen tvrvorrollten. Iept ert erstand der Assessor, was He lcnen an dieser Schilderung so stark ergriffen batte, und phne es '.i wollen, unwillkürlich in ihre Gedanken eilige : hend, sagte er. indem er die Hand der Weinenden erfaßte, beruhige Dich, Helenc, mein Herz ist keiner Treulosigkeit, keines Eidbruchs fähig $ mein Wo:t ist inir heilig, ich iverde H unverbrüchlich

datten." Sie richtete ibren tbränenvollen Blick auf ibn. ein bitterer Voiwurf lag in dem selben. Ist 'denn ;wlzcheu uns von einem bloßen sWortbalten die Rede geioescn. Ernst?. Du sollst frei, fein, ganz frei, wie vor, dem' Taae, da unsere Herzen sich vereinten: Habe ich .Letw nur Deine Hand, Deinen Besitz Sttkmeri? ??cn, verkenne mich mchr, ich habe Tich wrqü$ ipreÄ'lteo lnb, ad ick' aeöe alle mei::e Ansprüche an Dich auf. wenn Du mir nuZ?:s medr zu welbsNdast. als kalte Pflicht." , ; :r Der Anenor hatte tttzt den Schillerband fortgelegt und waö sebr rotb geworden. - ' ..Du rast mich mißverstanden. Helene. Du willst mich wie es scheint mißverfteYen," entgeanete.er lhr verwirrt, denn sein Herz war nicht verderbt genuq. ibr eine -1 .. . offene x$t zu jagen. Gott gebe es, Ernst, da ich Dich mißverstanden habe," und allen ihren Muth zusammen nehinend, fuhr sie sott : Es muß endlich einmal zur Sprache kom men, was meiner Seele allen Frieden, alle freudiae Zuversicht auf die Zukunft raubt; Alles muß zwischen uns klar lverden, denn ich fühle alle meine Geistesund Körperkräfte' erschöpst und kann nicht mehr gegen die Last meines Kummers an-t-L 1. ; ;x.i :x t; (ampfcii. i'nti itt' aus in vm gegen ci Gräfin Schönmark ' eingenommen, auch Andere glauben, daß sie eine Abenteurer nn ist." ' Helene l Dein Aiisnif beweist, wie sebr Du von ihr eingenommen bist." Die Eifersucht mackt Dich unge recht." Also gestehst Tu mir das Reckt zu. eifersüchtig sein zu dürfen?" rief sie unter wieder stärker hervordringenden Thränen,, ich bin überzeugt, daß Du mir Deine Hand nur noch aus Pflichtge fühl reichen willst, daß icd keinen An tbeil an Deinem Herzen nteör habe, das A1rl rtlll1,!! tair TA.Im 4 H II if Vi VJVWiJ IllH IVIH, rClUtV 4MJJlUtll J suche bei der Gräsin, Dein verändertes Betragen -gegen mich vom ersten Augenblick an, seitdem sie ihren Fuß in unser Ha.s gesetzt. Deine Zerstreutheit, Deine innere Unruhe, wie rann ich dies Alles mir anders deuten, als daß meine schrecklichen Befürchtungen wabrsind? Widersprich mir, wenn Du als ebrlicher Mann es kannst." Er schwieg. Dies Schweigen vrnmbeilte ibn in ib ren Augen. Helene kannte ibr Schicksal, so jung und schon um die ganze Zukunft ihres Lebens vetrogen.7 zu lehnte ihren Kopf mit dem thränenüberstr'ömtcn Gesicht in die anb; während er vernichtet, in den Grundfesten seines Innern erschüttert vor ihr stand und kein vermittendes) beruhigendes. Wort zu sinde wußte. . Sollte, konnteer sie belügeu, die Wahrheit von ihm fordern durfte ? Wußte 'er nicht schon längst, daß das Bild der frii her so zärtlich geliebten kleinen Helene von dem der stolzen verführerischen Veilchendame ganz verdrängt war ? Konnte er noch etwas anderes denken als sie? Mußte er nicht mit Schrecken und Angst vor den drobenden Konflikten in eine Zukunft blicken, die ihn von det bestrickenden mit so blendenden Reizen geschmückten Vcilchendante trennte, und ihn mit der, jetzt ungeliebten, unbedeutenden Helene vereinigte? Das ganze Gefühl seines Elends kam über ihn. umsomehr, - als , er ehrenhaft genug dachte, es nicht verbergen zu wollen. Vcrdainine mich nichts Helene," rief er, zu den Süßen seiner' kleinen Braut niederstürzend, beweine, ' beklage mich und mein Schicksal, daö mich, nur zwischen Berleßung der heiligsten, einst so theuren Pflichten und moralischer Bern'ichtüng wählen, läßt. Ich kann Dich nicht betrügen. Dir keine Gefühle heucheln, die nicht mehr dies -, zerrissene Herz beseelen; Wahrheit bin icch Dir schuldig, sie jetzt noch täuschen, noch beglücken können?" ' . '.' ' Helene sprang auf. ' Halt ein," rief sie, 'ich weiß genüge um das zu tbun, was uns jetzt allein noch übrig bleibt. Tu bist frei! Sei glücklich, wenn das möglich ist. . Hier," sie stockte und wurde so blaß wie ein weiße? Linnen,' ist der Verlobungsring, den Du mir einst gabst, nimm ibn zurück) - und mit ihm löse ich alle Schwüre, die uns an einander banden. ' Bei diesen Worten streifte sie den schmalen Goldreif vom Finger, sah ihn noch einmal mit dem durch Thränen verdunkelten Blick der Liebe an legte den Ring auf den Tisch und verließ rasch das Zimmer. Der Assessor blieb in einem unbeschreiblichen Zustande ztiriick, er war sich selbst nicht klar. Scham und eine gewisse Genugthuung,' seine Freiheit wieder erlangt zu haben, kämpften in seinem Innern. Roch lange stand er da, den starren Blick auf den glänzenden Goldreif geheftet, welcher vor ihm auf. dem Sophatisch lag. Da hörte cr das Oeffnen einer Thür. Er fürchtete, die'Mutter Helenens kommen zu sehen, ergriff schnell den Ring und eilte in den -vorderen Korridor. Er hatte IN. sinnbethörter Verblendung seis'i' Braut aüfgegel'n,um eine Frau zu gcivinnen, welchein derselben Stunde in ein eigenthümliches Verhältniß zn seinem Freunde Kurt getreten u:'.d die ihm sicher unerreichbar war. " Der Assessor' blieb einige Augenblicke auf dem halddnnklen Korridor stehen und suchte seine Kräfte sammeln. Als freier Mann,' also gan; verändert, sollte er nun zum ersten Male vor die GräNn treten. Allerdings wußte er, dader

ist das Einzige und Letzte, was ,cd Dir r r j. ? .

zu gecen pare. vvezu- soure Mir aua) l.?tt-ss,..V ?,n,n? Mttr- .'

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Zeg zu der schonen ircne, rie alle seine Sinne gefesselt batto, nicht cbeufai! st ei war. Ki-.ii ttand alö inderitif-, auf dem selde.:. aer da der freund te.n Gebeimnik vor ihm yatte, so wußte er. daß das verhä ignißvolle Wort zwischen evterem uns oer Gr.isin noch nicht gesprochen rai.". Der Gedanke au Kurt verjagte den letzten Rest von Gewissensskrupeln bei dem lsseiior; schnell trat er bei der Gräsin

ein. vie immer. 00:1 Sckvnbeit un.d ieb re ; u.-ahlend, kam ihm die Gräfin e.ttge it. Sie hielt ihr Veilchenbouquet in der Hand, mit dem sie tändelnd spielte. Der Assessor toar so überrascht, Kurt nicht mehr anzutreffen, daß er darüber fast seine Bewunderung für die Gräfin ver Sß. Kurt ist schon fort," fragt? er nach der desfallsigen Mrttdeilung der Dame auf daSHöchsteüberrascht, und ohne mich von seinem Fortgangs ' zu benachrichtigen ? Das ist ja noch niemals geschehen. Hat er denn nicht hinterlassen, wo ich ibn treffen werde ?" Die Gräfin zuckte leicht die Achseln, als ob sie diese sich überstürzenden Fragen des Assessors, an sie gerichtet, etwas befremdlich fände. Vermuthlich," sagte die Gräfin, ist Herr von Below nach Hause gegangen, um seine Abreise vorzubereiten? Diese Erössming war der Supetlativ der Ueberraschung für den Assessor. Kurt abreisen ':" Ml.' lber wann?". Wie ich vermuthe, iwch diesen Abend." Der Assessor sah nach der Ubr. Verzeihen 'Sie, gnädigste Gräsin." sagte er, wenn ich Sie bitte, mich zu beUrlauben. Die Äkachricht von der Abreise meines Freundes trifft 'mich so unvorbereitet und setzt mich in solches Erstaunen, daß ich inich unverzüglich'in seine Wohnung begeben möchte, um ibn nock' einmal zu sprechen. Die Gräfin neigte anmuthig das Haupt und reichte dem Assessor mit koketter'Grazie die Hand zum Kuß. Sie war ihm gegenüber vollständig Weltdame, nichts von dem Gefübl, welches sie Kutt gezeigt, noch weniger von der Verwirrung und Unsicherbeit, welche sie gegen Ortmann bewie - sen vatte. Der Assessor wollte ihr die Hand küs-. tn,aU er plötzlich erbebte ; ihre schlan - ken Finger legten sich fester um die sei' nigen, als ob sie ibn balieu wollte. Die sanfte Wärme ihrer sammetweichen Hand durchströmte ihn mit Wonneschauern; er glaubte zu träumen, er wagte, um diesen holden Traum nicht zu ver scheuchen ihre Hand jetzt nicht an seine ippen zu ziehen, ein säßer Taumel besing seine Sinne in dieser Nähe des schönen, beißgeliebtcn, beißbeqebrtenWeibes. (FortZedung folgt.) '-.a: v-w. fwrr'i,r'-t -x -v . ' k ÄtiW-iVÄV&ir. ' ' smm- - t ElfcnvaYu-Zctt-Tabc!tr. K lll i. M UL . CICaM i. itv . . . I iMMiiji uut ifjiUH eviiiiyuiMu;, j in Indianapttlii. an und noch So?n? taa den 11. Mai 1884. Ektyetaud, ToZumdu, Eiuciuuati und XiMc uepolii kisenöakn iv.tS Abgang: fi n 1 11 71 f i $ tri i 10 . i st 8r tii i.4jr.a Inocrfon t tt IS a 0 vt i ez4K t, 4".l45 ! ndktson c. 2.10 ia 00 ft ? n ..Ikterz d.xzz. I ojhsn El!i.2. i 1 v St L Qf.lO 3 vrightwood DidMon. 4. K. C. nd I. dg?,ttgUch. 25., ' 10.10 c I l!.15t$t ? 21 1 .... 3.30 ' litsilch. S U N l 7 31 N ' " " tögNch. .40Cm IWiCtn ..... S.tHRsx Z.L5 N 4.ljm tigaa). j?r. Ufa4.i0.nitm ytMbkra, Chcinnati k Ei. Lcniß isntan VVV P . ich Ae ,. fff fr culsi wt tatiui ju kno ffcttnt. .10 S ck l eulzk. lüyipQ 9 Btmwen6onnt.lii.45 Ca ÄDEccoulj. 6obntaol 4.00 N VVP e,ttgttchh.. 4.55 f? Da?tn E ou4g onnt 4.5b v 9S töLlich tl..T7fl3t I Cr ou. Sonntsg 3,2? t-zn R9öi3y ittgfch ....lü.so, Da,t 9x tut. Sonntag ii'.yo Chiksg Route dla Kokouio. khkig rchueü , tä. n.ts R CU8t frrtci.il. in Zu.' L Lou. SSnll,ug... 3.!8Sd Jr:d?t'S Kou. tiif m kerre Haute. Vandalia 3c Lt.Louis Kisendahn. UU rat 7.45 Cntsijuj 3&)C Taz frx.p .... tlUN j Uatt un,ce...m.'i(Ä:, neHautt . 4.i0flntta ErxreS.... 3.1)?!b Ptft f... . .10.45 Rm Woll undce... 4 40 Ha Einciunali, Jndianavottk, Sk. Louis u. Ehi,a. 0 Lisenbahu. Tincwnati Didision. ui.fr U. 4.03 I Jdiaap Kc 10 8U s Cincinnatt Slcc 7(Wm L'vtll 9( p. 11.50 m Ctsctnnatt Itc.ll.0J m i ßcStrn j.... 4 13 K.a C 8 Cs 9 1.. S..4 Stn 6t K 5 S Ctnc. tc ti.6i Stn l täglich n e.u).45 iw Chicago Divifto. . See Butt f. C.BBrn icgt aU?.:Z.l0m Offtcrn fr 6.10 Rm EA 4BU0) t C 11.51 9trn btcou ü. ttgttch ((Hl.. 3 35 ism Lafazett Ätc ..io.40rn E L att p e.. s.Zll Emctnnatt Lee. ft 40 3lw Jessersondille, adison nud Jndinepslik . Ltsenbadn. tt fx tBf. f.. 4.10 vm 1 JndZ?!adeU. 94) tix 1 Hab !(... 7.25 ' ZndKShicfr tögiu 4S v 8, Oad tati 3 60 rn 1 5t B Fti. 7vu lni f p täfl . 6.43 M1S4L5 Ezjittg 10.1) Wabash, St. Louis & Pacisie. Dt KhtcaU 7.1 Bn f I 2.14 Nm Ctßtchfj t Cf ll..T0 3m ;t9 fitstg 2.W 9l3t tB I..U.3J ti. Ztt u Eh Mail. 8.M; Iudiaua, Vloomwgton nndVefter eisendaha V fr all.. 7LN anK Tti 8 8 c 4.10 TriwZor,. An. 51 Btt 9 S! Sx t3fill.lO Sin afJrn 6 S. täaltch. ll.la 6.15 92 m a :o Ctnc Sve .... ttUnttc f i24 St. Louts Divistou. NfielsT .. i.ZU a j Nacht Ex atl u Xf !(. .15 Sa j Uaü n Zag 5 acht fx ll.O xn I Her fUU &cc. Oeftliche Dibisioa. Oeftt.fkaU.....ZvSm I Vaeistc :vxti.. 3.53 Cci 0.0 Ära ti.i'J 7 WiJn aal cpri....ll 45m I st 3 r 10 3im StUnticfip.... 6l331nGcßm Lrx .... 4 .Im Lsuldtll,,New Vliauh & Chicago. ir.Line. $30 ft l. . 11.00K:n D'cagoi. tzi.. 3.103m Knn See .QWn I Mono c . .. iil.A'LA tch Cttf Ciccf . ich. ity k Stji:. X Statt 4X.Nm I x aU .noCn Zudianapolit nud'vwceunet eiseubsbn. U fahre 4t TX4 ! CU..i0 34 Vm StBfnnS mec . 3 R Statt fuo0. 4 L S ZRdiauspsli und Et. Leult SiskiibaHn. Laß EnnI,. ' 5 u y f x tZg t&it4 7.108b c c... 3 5o rr Lokal Palenser. Da, fxe etigl S.'. ?ndiaaV0li e Z.idv. v,ft St 9. 15 et fx tAftich t tüC'. Km CtnclnBattamilton43ntiaaa?oUlf Iftnbaiu. 9aa StSout 4.u: m Con'!rt?iZ!ee 8 30 fh? (ntloiBlec 4."0 Z,dx!St. 8 . liaH .X.Jl.8iS.J0B a:i. ll.s V. I'.idx u S'.Lsut4 iCHv T;ncinTiattCcc Nm SM tt t. . aelnfeneUtfr Stil f Uf'Safev .. Btt.C4xllT'f44. , -4-

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